ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201425. Feb. 2018 · #181
07.10.17 – Dizhana /Mababe
Heute ist nur Lagerleben angesagt, ein Tag zum Nichtstun. Die rastlosen Zeiten haben wir bereits hinter uns gelassen und wir geniessen es immer mehr, auch mal einen Tag (oder auch 2) Pause einzulegen. Es gibt so viele Eindruecke und Erlebnisse zu verarbeiten, da ist auch mal ganz schoen, einen Tag unverplant und nicht hinter dem Steuer zu verbringen. Auf Game-Drive sind wir ja eigentlich sonst immer, auch wenn es nur von A nach B geht.
Vom Campangestellten erfahren wir, dass wir heute auf eine andere Campsite umziehen koennen, falls wir wollen. Sie liegt direkt am Hippo-Pool, mit schoenem und freien Blick. Na klar wollen wir.
Nach dem Fruehstueck laufen wir eine Runde durch das Camp, schauen an den anderen Campsites vorbei und auch unsere neue Campsite 5. Der Platz liegt etwas erhoeht unter schoenen Schattenbauemen. Es gibt ein Donkey, eine grosse Feuerstelle, jeweils Dusch- und Klohaeuschen mit Weitblick und direkt davor ein grosser Pool, in dem das Hippo liegt. Dahinter nur Busch. Superschoen. Wir ziehen sofort um. Nur zwei weitere Campsites sind belegt. In Botswana nennt man das „fully booked“.
Das ist unser "Bad" auf Campsite 2
Campsite 3 liegt auch sehr schoen
Unsere neue Campsite 5
unsere "Kueche" faellt hier etwas kleiner aus
das stille Oertchen
die Dusche, dahinter das Oertchen
unser "Hof-Hippo"
Wir troedeln den Tag so dahin. Es ist knackig warm, aber dagegen helfen ja kuehle Getraenke und ein nasses Handtuch im Nacken. Wir beobachten der Tierwelt um uns herum. Es gibt jede Menge Wasservoegel, Warzenschwein, Gaense, 2 Giraffen ab und zu kommt auch ein Eli ans Wasser. Das Hippo liegt den ganzen Tag im Wasser und dreht sich nur von links nach rechts. Meistens haelt es die Wunde unter Wasser.
(Foto von Siggi)
(Foto von Siggi)
Am spaeten Nachmittag machen wir Essen und anschliessend backt Petra das erste Brot im Potjie. Es waren wohl ein paar gluehende Briketts zu viel drunter und drueber, so ist das Brot auf der Unterseite dann doch etwas schnell "dunkel" geworden. Schmecken tut es sehr trotzdem.
(Foto von Siggi)
(Foto von Siggi)
Dann folgt ein Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch, obwohl es etwas bewoelkt ist. Im Busch hoeren wir eine kleinere Elefantenherde vorbeiziehen und eine Gruppe Letschwes grast in der Naehe.
Abends sitzen wir am Lagerfeuer. Dann wird das Hippo aktiv. Es kommt an Land und faengt an, vor unserer Campsite zu grasen. In der Daemmerung koennen wir es noch gut erkennen. Spaeter, als es dann richtig dunkel ist und das Geraschel immer naeher kommt, wird mir etwas mulmig und ich bin etwas unentspannt. Waehrend die anderen noch ruhig am Feuer sitzten, bin ich mit der Stirnlampe hinter dem Auto. Irgendwann ist meine „Sicherheitsgrenze“ ueberschritten und ich verabschiede mich ins Oberdeck. Dann doch lieber ein Eli ganz nah, anstelle eines verletzten Hippos.
In der Nacht kommen ein paar Elis ans Wasser zum Trinken. Morgen geht es weiter nach Savuti.
LG, Elsa
Blende18.21'166 Beiträge · seit 201726. Feb. 2018 · #182
Danke für die Wasser-Erklärung Elsa. Bei den letzten Bildern wäre ich aber vermutlich auch einfach durchgefahren... bin mal gespannt wie das aussieht wenn wir dann im Spätsommer davor stehen. 😄
Es freut mich sehr, dass ihr es geschafft habt auch so viel der Landschaft einzufangen. Das hilft bei der Planung sehr um eine grobe Idee zu bekommen und steigert natürlich die Vorfreude immens!
Typische Szene bei uns, seitdem ihr im Moremi, Khwai etc. seid: "Mara, die Elsa hat wieder ein neues Kapitel geschrieben." --- Warte, nicht anfangen zu lesen bevor ich da bin! 🙂
franzicke2'085 Beiträge · seit 201226. Feb. 2018 · #183
... das klingt ja mal ganz nach Urlaub! Traumhafte Abendstimmung!! Leider gehören wir auch zu denen, die zu oft getrieben sind von dem Gedanken, was zu verpassen und so kommen solche Tage doch zu kurz. Danke für den gedanklichen Stupser 😎 und viele Grüße Ingrid
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201427. Feb. 2018 · #184
08.10.17 – Dizhana /Mababe – Savuti /Chobe
Good morning Africaaa...
Ein letztes Fruehstueck vor Traumkulisse. Unser Hippo ist nicht zu sehen, es hat sich wohl in eine andere Ecke verzogen. Dafuer kommen noch einmal 2 Elis kurz ans Wasser.
Ein anderer Campangestellter kam gestern nachmittag noch auf einen kurzes Gespraech vorbei und erzaehlte uns, dass sie Probleme mit der Wasserpumpe haben. Es gibt wohl Streit und Unstimmigkeiten innerhalb der Community. So wird gemunkelt, dass der Angestellte der uns vorgestern begruesste, aus Rache die Wasserleitungen der Pumpe manipuliert habe und somit kein Wasser auf die Campsites kommt. Ein Glueck hatten wir alle noch vorher die Dusche ausgiebeig genutzt, sodass wir immer noch genuegend Wasser in unserer Zuleitung fuer die kleine Waesche und Zaehneputzen haben.
Nach dem Fruehstueck verabschiedene wir uns von ihm, seiner Frau und dem kleinen Maedchen und machen uns auf den Weg nach Mababe. Zum Abschied laeuft uns noch einmal eine kleine Eli-Gruppe ueber den Weg.
Unterwegs auf der Umfahrung sehen wir 2 Elefantenkadaver und Geier, sowie eine Gruppe Mangusten. Hier sehen wir auch, wo wir vorgestern falsch abgebogen sind. Statt geradeaus zu fahren, sind wir rechts Richtung Dijara Camp gefahren.
Einge km hinter Mababe kommt rechts die Abzweigung nach Savuti. Die Sandpiste laesst sich gut fahren, sie ist breit und die „Elefantenbadewannen“ sind trocken. Wir begegnen auch mal wieder einem Auto.
Am Mababe-Gate erledigen wir die Formalitaeten. Vor uns steht ein Wagen mit Haenger von Bushways und Petra und ich muessen sofort an Bele denken. Es sind aber nur der Fahrer & sein Gehilfe. Wir fragen die beiden nach dem Zustand der Marsh- und der Sandridge Road, denn die Herren im Office sind sich wieder nicht einig ob die eine oder die andere besser ist. Beide waeren ok, meinen sie, die Marsh-Road natuerlich sehr pumpy. Wenn wir wollen, braeuchten wir ihnen auch nur folgen. Obwohl wir gleich nach ihnen losfahren, sehen wir nach 1 km nur noch eine Staubwolke und weg sind sie.
(Foto von Siggi)
Die Marsh-Road sind wir schon einmal gefahren und das war damals wirklich nicht funny. Nach dem vielem Wasser am Anfang des Jahres koennen wir uns vorstellen, dass sie jetzt nicht besser und noch viel ausgewaschener ist als zuvor. Somit entscheiden wir uns diesmal fuer die Sandridge Road. Die ersten km bis zur Gabelung geben ein Vorgeschmack auf den Zustand der Marsh-Road, und das sind die harmlosesten km.
links die Sandridge Road - rechts die Marsh Road
Die Sandridge Road ist gut zu fahren. Stellenweise ist sie wirklich sehr tiefsandig und es geht durch dichtes Buschland. Wir sehen nur wenig Tiere, ausser ein paar Kleinvoegel nur noch eine Straussenfamilie. Auf der Marsh-Road sieht man auch nicht mehr, denn das Gras ist zu beiden Seiten teilweise mannshoch.
Vor Savuti treffen beide Roads wieder aufeinander und die letzten km bis zum Camp haben es nochmal in sich. Schoenster Schwimmsand. Natuerlich sind wir wieder viel zu frueh in Savuti. Gefuehlte 35 Grad im Schatten. Am fruehen Nachmittag auf dem schwarzen Sand der Campsites anzukommen ist kein Vergnuegen. Savuti ist eine Hass-Liebe. Man kann das Camp verteufeln, aber auch durch seine Wild- und Abgeschiedenheit lieben. Ich weiss immer noch nicht, zu was ich mehr tendiere. Oder ist es einfach nur ein Nachhaengen der Legende Savuti? Welche Elefanten- und Loewenverrueckte kennen Savuti nicht schon durch unzaehlige Buecher und Erzaehlungen seit frueher Jugend oder gar Kindheit? Ich glaube ich muss da noch einmal hin ...
Unsere Campsite CV#3 liegt recht nah am trockenen Savuti-Channel, ist aber genau wie CV#1+2, ein schwarzer Sandkasten der Spitzenklasse. Helle „Begeisterung“ in allen 4 Gesichtern. Es ist die einzige Campsite die wir kennen, auf der man sich tatsaechlich festfahren koennte. Dicker, tiefer Sand, ein hoher Schattenbaum, Feuer- und Grillstelle . Ein Glueck hat es ein paar Buesche, die am Nachmittag etwas Schatten geben. Dort versuchen wir uns spaeter zu verkriechen.
Um die Laune zu heben, genehmigen wir uns erst einmal einen kalten Drink.
Danach fahren wir noch einmal los. Am besten gleich zum Wasserloch kurz hinter der Bruecke. Wie nicht anders zu erwarten, begruessen uns dort die Elis. Welche Freude!
Wir ziehen den Sundowner-Drink vor und bleiben eine Weile am Wasserloch stehen. Anschliessend fahren wir noch eine Loop westlich des Wasserlochs. Auch dort sehen wir ein paar Elis an 2 Wasserloechern , sowie einige Gnus und einen Kadaver. Es ist immer noch sehr diesig und schwuel-warm. Irgendwann kommt ganz bestimmt der Regen.
Unsere Campsite von der anderen Seite des Channels gesehen
das Savuti Camp
Zurueck auf der Campsite plazieren wir die Autos direkt an den Bueschen und die Tische dazwischen. Vor die Tuer kommt die Wasserschuessel fuer die Fuesse. Wenn die Fuesse im Laufe der Reise noch nicht dreckig genug waren, hier werden sie es garantiert. Der schwarze Sand setzt sich in jede noch saubere Ecke. Dann bereiten wir das Essen vor. Heute gibt es Nervennahrung: Spaetzle mit „alles-drin“-Sauce. Dann kommt auch der angekuendigte Regen. Schon bei der Abfahrt von Dizhana sahen wir dunkle Wolken. Ein kurze heftige Schauer, dann ist es auch schon wieder vorbei.
Als wir aufs Oberdeck gehen, hoeren wir einmal kurz und recht weit entfernt Loewengebruell. Schoen zu wissen, dass es sie wirklich gibt, denn inzwischen glauben wir schon kaum daran. Es ist kaum zu fassen, aber wir haben noch immer keine Katzen gesehen.
LolaKatze846 Beiträge · seit 201427. Feb. 2018 · #187
Liebe Elsa, jetzt bin ich mal ein paar Tage weg 😈 und schon legst Du ein Tempo vor, dass man fast nicht mehr hinterherkommt 🤩 . Und dabei wollte ich mir im Moremi soooo viel Zeit lassen. Ihr habt aber wirklich noch recht viel Wasser gehabt - wenn ich da an eure Bilder vor zwei Jahren denke...... . Und Savuti kann man mögen, muss es aber nicht 😗 . Wenn ich die ganzen tollen Bilder anschaue fällt mir nur eines ein: Da will ich hin - jetzt, sofort und auf der Stelle 🤩 . Liebe Grüsse Nina
Champagner8'684 Beiträge · seit 201028. Feb. 2018 · #188
Elsa schrieb: Vor uns steht ein Wagen mit Haenger von Bushways und Petra und ich muessen sofort an Bele denken.
Schon blöd, wenn man sogar im Urlaub an mich denken MUSS 😄 ! Wobei dieses Fahrzeug zur Luxusausführung der BushWays -Touren gehört - da fährt ein Trupp vor, baut alles auf, jedes Schlafzelt mit Betten (!) hat ein angekoppeltes Badezimmerzelt und auch sonst ist alles etwas "hochwertiger" als bei den Mobile Safaris, die ich kenne. Braucht aber für meinen Geschmack kein Mensch - das hat ja dann schon fast gar nichts mehr mit Camping zu tun.....
Elsa, ich weiß nicht, was ich dafür geben würde, einen Tag hier im eiskalten Deutschland mit einem solch chilligen Tag auf einer Campsite in der Khwai Concession zu tauschen 🤩 ! Wenn ich mal groß bin, hab ich hoffentlich auch die innere Ruhe für so ein Innehalten 🤨 .
Vielen Dank für die schönen Impressionen von eurem Lagerleben und auch für die sehnsuchtsvollen Erinnerungen. 😘
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201402. März 2018 · #189
09.10.17 – Savuti /Chobe
Kein Besuch heute Nacht. Es blieb ruhig. Nur der Generator der Lodge, bzw. des Savuti Camps, laeuft schon wieder. Obwohl er der Aufreger Nr. 1 allgemein ist, stoert er uns nicht weiter, wir koennen da sehr gut „ausklicken“. Aufregen tun wir uns nur ueber Sachen, die wir veraendern oder beeinflussen koennen, alles andere wird unter T.i.A. verbucht. Und uebrigens, Campsite 1 + 2 sind heute nacht leer geblieben! Mit die begehrtesten Plaetze ueberhaupt.
"Die Festung - die Ablutions" - Loewen halten diese Tore auch nicht mehr fern (Foto von Siggi)
Nach dem Fruehstueck geht es auf Game-Drive. Heute drehen wir unsere Runden mal getrennt, so kann jeder fahren wie und wie lang er will. Zuerst zum Wasserloch, mal schauen wieviele Elis (was sonst) heute da sind.
Danach fahren wir nach Sueden Richtung Marabou-Pan, zunaechst eine Weile am Channel entlang. Kurz hinter den Kudu Hills wagen wir die Abfahrt runter ins Trockenflussbett und bleiben um ein Haar fast stecken, als wir an einer Stelle wenden wollen.
Wir wissen nicht ob es am Wetter liegt oder ob es einfach Pech ist, aber wir sehen sehr wenig Tiere. Katzen oder Loewen schon mal gar nicht. Nur Giraffen, Tsessebes, Gnus, Warzenschweine und natuerlich ….Elis. Ach ja, Voegel natuerlich auch und ich bin sehr stolz, endlich einen der bunten Piepmaetze aufs Foto zu bekommen. Aber auch die ersten Hornraben begegnen uns.
Wir bleiben eine ganze Weile an der Marabou-Pan stehen und schauen einer Eli-Herrenrunde zu.
Danach fahren wir langsam wieder Richtung Camp, wo wir am spaeten Vormittag wieder eintreffen. Kurze Zeit spaeter sind auch Petra & Siggi wieder da.
Die heissen Mittagsstunden verbringen wir mit so dies & das. Ausgiebig duschen, ein paar Sachen waschen, fuer den Fluessigkeitsausgleich sorgen, Auto ausfegen (zu Fegen gibt es immer was..), essen, schwaetzen … Die Fuesse kuehlen wir derweil in der Waschschuessel unter dem Tisch.
Am Nachmittag fahren wir noch einmal Richtung Quarry Hills und Harveys Pan los.
Wo ist das legendaere Savuti-Loewenrudel? Wir sind etwas enttaeuscht, dass wir auch diesmal so wenig Tiere hier sehen. Savuti ist halt ein Garant fuer Elis, und die haben wir ja nun in Massen gesehen. Das Camp selbst ist wie schon gesagt so eine Sache. Es liegt halt auf dem Weg und ein Stopp hier ist fast ein Muss auf dem Weg nach Norden. Lieber nicht an die $100,- denken, die man hier fuer eine Nacht bezahlt. Nie wieder Savuti sagen wir am Abend. Oder irgendwann doch noch einmal? An der Legende muss doch etwas dran sein, vielleicht muessen wir es doch noch einmal versuchen. Irgendwann, vielleicht laeuft dann auch der Savuti wieder.
In der Zwischenzeit freuen wir uns auf die morgige Weiterfahrt nach Linyanti. Am Abend kuehlt es endlich etwas ab, es fallen noch einmal ein paar Tropfen. Dann schmeckt der Wein auch wieder.
Liebe Elsa, Ich bin immer noch dabei, sitze still im Eckchen und genieße. 🙂 Bei der Kälte z. Zt. hier kann man sich „Füße unter dem Tisch kühlen“ gar nicht vorstellen. 😄
Viele Grüße von
Gila
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201402. März 2018 · #191
Liebe Elsa,
sodele nun habe ich wieder aufgeholt.
Ach, da werden allerschönste Erinnerungen wach 😘 Botswanas Tierdichte und das Camperleben haben wir auf unserer diesjährigen Tour schon manchmal vermisst 🤪
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201402. März 2018 · #192
Hi all,
@Robin: inzwischen haben wir Respekt vor den Wasserdurchfahrten, die einfach aussehen! Vor allem wo der Boden sehr dunkel aussieht, da kann es richtig muddy sein. Das haben wir bei den SA´lern gesehen. Dort sah es wirklich nicht sehr tief aus und er sagte, er sei auch durchgegangen, noch nicht mal knietief sei es gewesen. Ich bin gespannt was ihr diesen Herbst erlebt! Heute abend gehts noch nach Linyanti! Das ist wieder richtig schoen dort!
@Ingrid: bei z.B. 3 Wochen Urlaub wuerde ich da auch mehr hetzen. Es ist nicht immer einfach, die Bremse anzuziehen, man will ja schliesslich viel sehen. Aber wir merken auch immer mehr, dass wir viel mehr davon haben, wenn wir laenger irgendwo sind. Das geht natuerlich nur bei einem passenden Zeitfenster.
@Matthias: Savuti ist wirklich sehr speziell. Mal verflucht man das Camp und im naechsten Moment ist man wieder so gluecklich, einfach dort sein zu koennen.
@Nina: eigentlich hatte ich nach dem Urlaub gesagt: jetzt ist erst einmal Schluss mit Botswana. Aber... ich glaube es geht nicht, ich muss da auch nochmal hin...
@Bele: ok, tausche ein Chill-Tag in der Khwai Concession gegen Dein "jedes-Jahr-nach-Botswana-duerfen" ! Siehste, da haelt sich alles wieder die Waage 😗
@Gisela: in Savuti braucht man die Schuessel nicht nur zum Fuesse-Kuehlen, sondern auch noch zum Fuesse-wieder-sauber-kriegen! 😄 Schoen, dass Du uns noch begleitest!
@Sabine: die Tierdichte, die Wildheit und die Rustikalitaet des botsw. Camperlebens ... ja, das koennte uns naechtes Jahr vielleicht auch streckenweise fehlen. Deswegen haben wir beschlossen, nicht nur "schoene Landschaften" zu sehen, sondern wir haben dann "wenigstens" noch den KTP mit reingenommen 🤩 . Nun haben wir aber erst einmal eine laengere Durststrecke vor uns...
Nun muss ich mich wieder ranhalten, damit es noch was wird mit dem naechsten Kapitel. LG, Elsa
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201402. März 2018 · #193
10.10.17 – Savuti – Linyanti /Chobe
Auch wenn wir heute keine lange Tagesetappe vor uns haben, so stehen wir recht frueh auf. Die Strecke ist Neuland fuer uns und wir wollen den Tiefsand moeglichst nicht in den heissen Mittagstunden fahren.
Bei der Abmeldung am Gate erfragen wir den Zustand der Pisten. Das haetten wir uns eigentlich sparen koennen, denn wir koennen es uns wieder aussuchen. Der eine sagt das, der andere das Gegenteil. Die direkte und kuerzere Route ist aber bekanntlich die etwas schwierigere. Auch wenn Siggi mehr auf Abenteuer aus ist, wollen wir Frauen heute lieber etwas entspannter unterwegs sein. Jetzt haben wir es ohne Ein- und Ausbuddeln bis hierher geschafft, da muessen wir zum Ende nicht nochmal alles auf eine Karte setzen. Ausserdem haben wir Zeit. Also nehmen wir die laengere Strecke ueber Ghoha.
Der Himmel ist heute wie reingewaschen. Die letzten Tage war es ueberwiegend diesig und der Himmel eher weiss als blau, heute dafuer strahlen die Farben wieder, auch wenn es noch Wolken hat.
Am Wasserloch hinter dem Camp zieht heute Morgen eine grosse Gnu-Herde entlang. Elis sind natuerlich auch da, im schoensten Licht zum Abschiedsfoto. Ach, Savuti kann ja doch ganz idyllisch sein...
Am Airstrip vorbei geht es Richtung Ghoha-Gate. Die Piste ist gut zu fahren, es gleicht zwar einer Achterbahnfahrt, aber es macht Spass. Unterwegs schrecken wir einige Kudu-Damen auf sehen auch eine groessere Eli-Herde weit hinten im trockenen Buschwerk. Heute gibt es mal kein Anhalten fuer sie.
Auf Hoehe der Ghoha-Hills kommen wir auf ein Stueck laestigen Gravel. Das sind wir ja ueberhaupt nicht mehr gewohnt, wir moegen lieber Sand! Wunderschoen sind aber die Baobabs direkt gegenueber der Hills.
Wir passieren das eine oder andere Wasserloch, bevor wir ans Ghoha-Gate kommen. Es ist immer witzig an den Gates. Entweder die Jungs sind froh ueber die kurze Abwechslung und dem kleinen smal-talk oder aber sie sind sichtlich genervt, dass wir sie in ihrem „dolce far niente“ gestoert haben. Und Kulis sind meistens Mangelware. Inzwischen besizte ich nur noch 2 von urspruenglichen 6.
Kurz hinter dem Gate drehen wir links ab, dann geht es nur noch geradeaus auf zunaechst tiefem orange-roten Sand bis nach Linyanti. Die rechte Spur ist deutlich besser zu fahren, hoffentlich kommt uns auch hier keiner entgegen.
Nach der Abzweigung, wo es rechts Richtung Kachikau geht, wird die Piste schoener zu fahren. Der Sand ist wieder heller, die Sicht weiter und es gibt ein paar Elefanten-Badewannen zu queren. In manchen steht auch noch ein wenig Wasser, wahrscheinlich durch den Regen der letzten Tage.
An manchen Stellen gibt es auch richtig schoenen Schwimmsand und unsere Driver und Autos koennen wieder zeigen, was sie koennen. Teilweise lagen gruene Zweige und Aeste in den Spuren, vermutlich hatten sich dort welche festgefahren.
Ein sich langsam bewegender Stein in der Spur entpuppt sich beim naeheren Betrachten als Leoparden-Schildkroete. Unsere erste ueberhaupt!
Es ist immer noch Vormittag als wir am Gate in Linyanti ankommen. Vom Gate bis zum nahe gelegenen Camp fahren wir ein kleines Stueck durch Maerchenwald.
Wir haben Campsite CL#1 und was sollen wir sagen, es ist einfach nur wow hier! Schattenbaeume, genuegend Platz, eine traumhafte Sicht, Voegel ohne Ende, vereinzelte Hippos im Wasser, entfernt ein paar Elis. Schon wieder so ein Chill-Platz! Was fuer ein Kontrast zu Savuti.
Dann wollen wir es uns hier mal wieder richtig gutgehen lassen, auch wenn wir nur eine Nacht bleiben. Da man hier nicht viel auf Game-Drive gehen kann, tun wir das spaeter vom Stuhl aus, mit Fernglas und Foto und einem kuehlen Getraenk in der Hand. Zunaechts gibt es aber ein ausgedehntes 2. Fruehstueck.
(Foto von Siggi)
Wir werden sofort von Voegeln belagert. Ueber uns in den Baeumen sitzten die Tokos und um uns herum hopsen Crested Barbets, Spechte, Glanzstare, Frankolins und Sqirrels. Am Wasser jede Menge Ibisse, Gaense, Schlangenhalsvoegel, Loeffler. Das reinste Birderparadies. Irgendwo gibt es immer was zu gucken. Auch Impalas und Kudus grasen in der Naehe des Wassers.
(Foto von Siggi)
Spaeter gibt es ein richtiges leckeres Essen und auf der Glut backt Petra dann noch tolle Roosterkoeks fuer morgen frueh.
(Foto von Siggi)
Bevor es dunkel wird, gehen wir duschen . Die Ablutions sind ok, etwas runtergekommen, aber hauptsache wir koennen uns die Schwaerze von Savuti runterwaschen.
Dann folgt ein Sonnenuntergang der Extraklasse und wir bleiben noch lange am Lagerfeuer sitzen.
Bei der Anmeldung am Campeingang hatte man uns vor einem Problem-Eli gewarnt. Wir haben ihn nicht zu Gesicht bekommen. Wie Petra spaeter von anderen Reisenden erfahren hat, die wir in Savuti haetten treffen sollen, koennen wir von Glueck reden, dass wir diesem Eli nicht begegnet sind. Sie hatten leider das Pech, dass sich dieser Eli an ihrem Auto zu schaffen machte und sie somit ihre Plaene aendern und zur Reparatur zurueck nach Kasane mussten.
Heute ist mal wieder so ein Tag, an dem wir sagen koennen: hach, was geht es uns doch gut! Good night Africaaa!
LG, Elsa
LolaKatze846 Beiträge · seit 201403. März 2018 · #194
Liebe Elsa, zu
Heute ist mal wieder so ein Tag, an dem wir sagen koennen: hach, was geht es uns doch gut!
fällt mir nur noch ein: Hach, was ist das für ein toller Campground 🤩 . Linyanti gefällt mir um einiges besser wie Savuti.
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201403. März 2018 · #199
11.10.17 – Linyanti – Ihaha /Cobe
Heute wird uns zum ersten Mal bewusst, dass sich unsere Reise, vor allem die schoene gemeinsame Zeit, langsam dem Ende naehert. Wie schrecklich ist das denn... Jetzt, wo wir richtig in Fahrt und so ein tolles Team sind ... Unsere Speigeleier mit Speck muessen wir wieder im Windschutz brutzeln, es ist jeden Tag recht windig ( ein Glueck ) sodass die Kocherei immer etwas muehsam ist. Das naechste Mal (? = !!! grins) muessen wir uns irgendwas als Windschutz basteln.
Unsere Nachbarn, mit einem Avis Safari Rental, an dem sie gestern den ganzen Nachmittag rumgeschraubt und einen Reifen gewechselt haben, reisen frueh ab. Kurz darauf entern die Baboons ihre Campsite. Bisher hatten wir sie noch gar nicht entdeckt.
offenbar waren heute Nacht doch Elis in der Naehe
Nach dem Fruehstueck geht es dann wieder auf die Piste, die wir gestern hergefahren sind. Die Nebenpiste, am Linyanti entlang, soll durch die Laster ziemlich zerfahren sein. Man raet uns davon ab. Auf dem Stueck bis zum Gate, im Maerchenwald, sehen wir Bueffel und Giraffen.
Gerstern war uns gar nicht aufgefallen, dass es auch hier gebrannt hat und ein weites Stueck nur aus verkohlten Gerippe besteht. Aber die ersten frischen Blaetter kommen schon durch.
Dann biegen wir rechts ab Richtung Kachikau. Die Strecke zieht sich, aber sie ist gut zu fahren.
Schon von Weiten sieht man die Huegel und die 2-3 verschiedenen Spuren. Welche nehmen wir diesmal? Es waere gut wenn man sich darueber schon im Vorfeld klar ist, welche man nehmen will. Aber leichter gesagt als getan. Im letzten Moment sieht es auf der anderen Spur doch besser aus und das Lenkrad wird noch einmal mit Schwung rumgerissen.
(Foto von Siggi)
Wie schon beim letzten Mal, sehen wir kaum Tiere. Es ist bruellend heiß und nur vereinzelt sehen wir eine Giraffe, ein paar Steinboeckchen oder ein Kudu die Piste kreuzen.
Dann merken wir, dass wir uns der Zivilisation naehern. Es liegt Muell auf der Piste. In Kachikau halten wir am Craft Center & Bottle Store. Boah... auf einmal so viele Menschen.....
(Foto von Siggi)
Fuer die Safari-Gruppen in den grossen Autos wirken wir wie Exoten. Wir werden gefragt, wir wir so gelebt haben in der kleinen Kiste (damit meinen sie unsere Bushcamper). Wir fragen sie auch nach ihrem Ziel. Als Antwort kommt "Okavango".
Wir decken uns schnell mit kalten Savannas & Cola ein ( unsere sind leider aus) , pumpen die Reifen auf und dann der Schock: wir treffen aus Asphalt. Auch wenn wir recht bald an der idyllischen Chobe Riverfront entlang fahren werden, so fuehlen wir uns jetzt grad etwas fehlt am Platz und aus der Realitaet gerissen. Breite asphaltierte Strassen mit Buergersteig, Kreuzungen, jede Menge Schilder, vor allem Geschwindigkeits- und Stopp-Schilder, Kinder in Uniformen, Ziegen, Shops (auch Bele´s Shop in Mabele entdecken wir!) und die erste recht neue Tankstelle.
zum ersten Mal sehen wir Baobabs bewusst mit gruenen Blaettern
bluehende Jacarandas
und Flamboyants
Schnell erreichen wir Ngoma Bridge. Wie unterscheidlich doch die Landschaft von einem Jahr zum anderen aussehen kann. Diesmal ist alles so gruen. Aber auf Namibia-Seite wird auch diesmal wieder gekokelt. Am Gate legen wir unsere Buchung fuer Ihaha vor, reduzieren wieder den Reifendruck und fahren runter zur Riverfront. Ach wie schoen kann rosaroter Tiefsand doch sein!
An der Riverfront hat die Arche Noah gerade die Tore geoeffnet.
Zebras, Impalas, Crocs, Giraffen, Geier, Pelikane, Kudus, Baboons, Voegel in allen Groessen. Echt Wahnsinn. Nur die Grossem fehlen. Ok, noch stehen wir nicht im Eli-Entzug.
Wir hoppeln die Riverfront ganz langsam entlang, mal unten am Wasser, dann wieder etwas weiter oben. Der Hunger macht sich bemerkbar, also gibt es Savanna & Cola mit Klebekaese & Kekse. Ein Glueck haben wir den Engel in greifbarer Naehe. Auf dem linken Arm, auf der Sonnenseite, kuendigt sich ein Sonnenbrand an.
Dann erreichen wir das Ihaha Camp. Wir haben eine Buchung fuer Campsite CI#3, was uns ueberhaupt nicht schmeckt, da es dort keinen Schattenbaum gibt. Wir fragen am Gate, ob wir tauschen koennen. Natuerlich heisst es erstmal geht nicht, man ist schliesslich fully booked. Ja ja, das kennen wir .... Aber wir koennen uns solange bis einer kommt auf Campsite 2 stellen, dort gibt es viel Schatten.
Dass Campsite 2 ein ganz fuerchterlicher Baboon-Baum ist entdecken wir erst ,als wir dort ankommen. Aber gut, genug Schatten hat es und das ist uns jetzt erst einmal wichtig. Die Baboons vertreiben wir einfach und ohne Gegenwehr ziehen sie ab. Wir parken die Autos und setzen uns in die Schattenhoehle. Es „duftet“ nach Baboonkacke, ausserdem sind ueber Tretminen. Egal. Wir machen es uns im Schatten bequem, bei kuehlen Getraenken.
Spaeter inspizieren die Maenner unsere gebuchte Campsite und wir ziehen dann um. Das Licht wird langsam schoener und die Temperature ertraeglicher. Und tatsaeschlich bekommt Campsite 2 doch noch ihre richtigen Besitzer. Gegenueber auf Namibia-Seite brennt es an einigen Stellen in der Naehe der Doerfer. Im Fluss vor uns sind ein paar Locals mit ihren Einbaeumen beim Fischen.
Die bewaffnete Patrouille bleibt aus. Wie wir spaeter erfahren, sind sie zur Unterstuetzung der Anti-Poaching-Truppe nach Kasane abkommandiert worden. Jedenfalls bleibt es am Abend ruhig und wir haben auch keine weiteren Besucher. Letztes Mal haben wir noch unsere Kreditkarten und einen Ausweis in der Keksdose versteckt und haben gehofft, dass die Nacht schnell vorbei geht. Diesmal wollen wir, dass sie gar nicht endet.
Ein happy-hour folgt dem naechsten und dann wird Reste-Essen gemacht. Unsere Kuechenkiste lichtet sich langsam und ein paar Sachen wandern schon zu Petra & Siggi rueber, die ja noch weitere 3,5 Wochen unterwegs sein werden. Neid....
(Foto von Siggi)
Und wieder geht in Africaaa die Sonne unter...
LG, Elsa
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201404. März 2018 · #200
12.10.17 – Ihaha /Chobe Riverfront – Kasane
Leider muesen wir diesen herrlichen Platz heute schon verlassen. Wir haetten es hier durchaus noch laenger ausgehalten. Aber der Morgen steht ja noch im Zeichen eines letzten Game-Drives an der Riverfront entlang. Trotzdem sind wir ein bisschen bedrueckt, weil sich heute eigentlich unsere Wege trennen sollten. Aber nur eigentlich...
Es gibt ein letztes Fruehstueck in der ersten Reihe, mit allen Resten die der „Engel“ noch so hergibt. Vor uns grast eine grosse Herde Impalas.
(Foto von Siggi)
(Foto von Siggi)
Auch wenn unser Kuehlschrank nicht so kuehlte wie er sollte, so haben wir es trotz der naechtlichen „Warmphasen“ ganz gut im Griff gehabt. Nichts ist verdorben. Man muss halt nur ein wenig besser planen: vorher ueberlegen was man rausholt, wo was liegt, braucht man spaeter noch was, dann gleich mit rausholen, und vor allem schnell sein. Gut, das klappt nicht immer. Meistens liegen die Tonic-Dosen dann ganz unten drin und man muss das ganze Geruempel dann doch einmal raus- und wieder einraeumen. Es ist von Vorteil, wenn man Mitreisende hat, die immer kalte Getraenke haben! Wir hatten immer 2-3 kleine Wasserflaschen im Eisfach, die uns dann als Kuehl-Akkus dienten. Der groessere, 60 l Kuehlschrank mit den getrennten Faechern, war schon ideal fuer die lange Reise in der heissen Jahreszeit.
Wir packen zusammen und bevor es los geht, gibt es noch die letzten gemeinsamen Fotos mit Traumkulisse und unseren treuen Begleitern. Das war wirklich eine tolle Zeit!
Die Riverfront zeigt sich von ihrer schoensten Seite und heute sind sogar die Elis da. Zufaellig entdecken wir auch eine riesige Bueffelherde. Leider liegen die Tiere alle und wir kommen nicht naeher an sie heran. Es muessen hunderte sein. Inzwischen haben wir uns damit abgefunden, dass wir keine Katzen zu Gesicht bekommen zu haben. Welcher Fluch liegt da ueber uns? Wir muessen wohl noch weiter ueben... oder in den KTP fahren!
(Foto von Siggi)
Nach Serondela geraten wir dann in eine Eli-Blockade. Wir sind bereits einigen kleineren Herden auf dem Weg zum Wasser begegnet, sie haben sich aber nicht an uns gestoert.
Aber dann werden wir von einer grossen Gruppe, ueberwiegend Kuehe mit ihren Jungen, zum Anhalten gezwungen. Wir koennen weder vor noch zurueck. Sie stehen ueberall, hinter jedem Busch, vor und hinter unseren Autos. Wir sehen nur Grau, egal aus welchem Autofenster wir schauen. Das Herz rutscht uns etwas in die Hose. Nein, stimmt nicht, nicht etwas, sondern richtig. Sobald wir den versuchen ein paar Meter zu fahren, werden wir von den Halbstarken und jungen Bullen ohrenwedelnd in die Schranken verwiesen.
(Foto von Siggi)
Scheinangriffe sollte man immer ernst nehmen, also bleiben wir einfach stehen. Und das ziemlich lange. Hinter uns stehen bereits weitere Autos. Wir lassen Petra & Siggi die Vorfahrt, aber auch sie kommen nicht weit. Also heisst es warten. Da wir etwas unentspannt sind, gibt es von dieser Situation nur wenig Fotos. Irgendwann startet Siggi dann noch einmal einen Versuch und wir tasten uns cm-weise voran. Dann kommt der Moment, wo es heisst, schnell Gas geben und durch. Geschafft. Das Herz rutscht nur langsam wieder dahin wo es hingehoert.
Dann geht es die letzen km bis zum Gate und kurz darauf erwartet uns in Kasane buntes Treiben auf den Strassen.
Wir suchen zunaechst eine Tankstelle auf. Diesel gibt es aber nur an der Engen-Tankstelle kurz vor Kazungula. Dort pumpen wir dann auch ein letztes Mal in diesem Urlaub die Reifen auf. Unser 140 Liter Tank hat uns problemlos von Maun nach Kasane gebracht und wir haben sogar noch 10 Liter drin. Alles haengt natuerlich auch davon ab, wieviele Game-Drives man faehrt und vom jeweiligen Fahrstil. Urspruenglich hatten wir Bedenken gehabt und in Erwaegung gezogen, uns noch einen Reservekanister anzuschaffen. Da Savanna Car Hire diese aber verbietet, haben wir es nun einfach drauf ankommen lassen. Alle Sorgen umsonst.
Eigentlich hiess unser heutiges Ziel Senyati Safari Camp. Ein letztes Mal Elefanten in einem netten Camp zum Abschluss, bevor wir morgen den Wagen abgeben. So war der Plan. Wir sind uns allerdings einig, dass wir soeben einen schoenes Elefanten-Erlebniss als gebuehrenden Abschluss hatten und beschliessen nun, heute schon in Kasane zu bleiben. Fuer die kommende Nacht haben wir bereits eine Buchung im Kasane Selfcatering. Da sie aber heute keines der beiden Zimmer frei haben, checken wir kurzerhand nebenan in der Chobe River Cottages ein, wo auch Petra & Siggi die naechsten 3 Naechte einquartiert sind. So koennen wir die restliche Zeit bis zu unserem Abflug noch gemeinsam verbringen.
Die Wohnungen sind wirklich sehr schoen und gross und liegen in einem schoenen, fast tropischen Garten, sogar mit Pool. Solange die Zimmer noch nicht bezugsfertig sind, gehen wir mit einem kuehlen Savanna auf das Aussichtsdeck, welches im Schatten grosser Baeume direkt am Chobe liegt.
Dann beginnt die grosse Raeumerei, alles aus dem Auto ins Zimmer schaffen. Hier koennen wir dann in Ruhe packen. Morgen mittag kommt ein Mitarbeiter und Fahrer von Savanna den Wagen abholen. Die beiden sitzen gerade im Bus von Windhoek nach Kasane. Wehmuetig rauemen wir unseren Bushcamper leer, er war uns ein treuer Begleiter und unser zu Hause in den letzten 31 Tagen. Wir geben ihn nur ungern wieder her. In der Zwischenzeit sieht es im Zimmer aus, als haette die Bombe eingeschlagen. Wie kann das alles im Bushcamper seinen Platz gehabt haben und vor allem, wie soll das ganze jetzt in 2 Koffer passen?
Zwischen Raeumen, Duschen, saubere Klamotten finden und einem letzten Schluck zur Desinfektion aus der Whiskyflasche machen wir auch eine kleine Siesta. In richtig bequemen Betten. Anschliessend gehen wir gemeinsam zum Spar und kaufen noch ein paar Sachen, die mit auf die Reise nach Hause gehen. Petra & Siggi decken sich derweil fuer die kommenden Tage ein, ihre Reise geht ja noch weiter.
Abends gehen wir im schoenen Innenhof & Garten des „Old House“ gleich um die Ecke zu Abend essen.
Morgen frueh muessen wir fertig packen, dann unser Zimmer im "Kasane Selfcatering" beziehen und die Wagenabgabe machen. Fuer den Nachmittag steht dann noch eine Abschieds-Sundowner Tour auf dem Chobe auf dem Programm.