THEMA: CuF im KTP und Moremi Juli-August 2014
24 Feb 2015 15:51 #374767
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„Steter Tropfen höhlt den Stein“

CuF im KTP und Moremi Juli-August 2014

Wenn normale Menschen sich im Dezember oder Januar mit der Grippe anstecken, holen wir die Fotos und Filme unserer Afrikareisen heraus, sehen ( neben BvB-Fußball, hallo Ruth! ) jeden Film im TV an, der auch nur entfernt etwas mit dem Süden dieses Kontinents zu tun hat, lesen und blättern in Bildbänden und infizieren uns auf diese Weise erneut mit dem Afrikavirus, bis das in unseren Köpfen zu brodeln beginnt. Obwohl wir am Ende der letzten Reisen immer davon ausgehen, dass dies die letzte gewesen sein müsse, schließlich wird man ja nicht jünger, gucken wir dann doch, wohin wir noch einmal fahren möchten, was wir noch nicht gesehen haben – und, schwupps, wird die nächste Reise geplant.
Im Jahr 2014 ging es am
22.Juli
per Zug zum Flughafen nach Frankfurt. wo wir um 20.10 Uhr Richtung Windhoek abflogen.
Wir bevorzugen den Direktflug in der Nacht, den nur Air Namibia anbot, weil wir einen Tag in Namibia vor uns haben.
Übrigens: Air Namibia und Condor werden beide schlecht bzw. gut beurteilt.
10 Std. Flug kann man/frau, wenn auch müde, ertragen.
Unser diesjähriges Auto hatten wir bei Asco Car Hire gebucht und die Sachbearbeiter mit zahlreichen Sonderwünschen und Ausstattungsfragen gepiesackt. Ein Angestellter holte uns am Flughafen ab, machte einen kleinen Umweg zum Hotel, wo wir unsere Koffer ablieferten. Die nächsten Stunden waren dem Papierkrieg gewidmet und der Einführung in das Auto. Das Dachzelt bestand aus einer besseren Konstruktion als im vergangenen Jahr, so dass C. zum Auf-und Abbauen nicht mehr auf dem Autodach herumturnen musste. Das Fahren auf der „falschen“ Straßenseite machte uns keine Probleme mehr, abgesehen vom Scheibenwischer, der sich komischerweise immer während des Abbiegens in Bewegung setzte. Als wir nach einem netten Mittagessen bei „Gathemann“ unseren Krempel aus der Aufbewahrungskammer im Hotel ins Zimmer gebracht bekamen, stellten wir mit Schrecken fest, dass der Köcher mit dem Teleobjektiv fehlte. Im Aufbewahrungsraum war er nicht, ein Telefongespräch mit Robbie bei Asco erbrachte keine Auflösung, die Videokamera im dortigen Büro und Nebenraum, wo wir unsere wertvollsten Sachen (Kamera, Foto + Zubehör etc.), die wir nicht im Hotel lassen wollten, abgestellt hatten, zeigte keinen Verdacht auf einen Diebstahl. Es war zum Verzweifeln und wir dachten ernstlich daran, die ganze Reise abzublasen. Schließlich fuhren wir doch noch einmal zu Robbie, fanden den Boss und den Fahrer, der uns vom Flughafen abgeholt hatte, mit dem wir den Bus absuchten. Der Köcher mit Inhalt fand sich unter einem Sitz, wohin er während der Fahrt gerollt sein musste. Übermüdet hat man manchmal nicht alle Sachen (im Kopf) beisammen!
Wohlgemut und sehr erleichtert fuhren wir zurück ins Hotel, wo inzwischen F.s Armbanduhr, die sie leichtsinnigerweise auf dem Schreibtisch liegengelassen hatte, verschwunden war. Glücklicherweise war es keine wertvolle, dafür erinnerungsträchtige Uhr, aber wer braucht im Urlaub schon eine Uhr??
Im Notfall: C. hat eine mit Datum- und Wochentaganzeige.
Todmüde gingen wir schlafen

24.Juli. Windhoek

Um uns ein wenig zu akklimatisieren – und weil wir uns auch vorgenommen hatten, in diesem Jahr alles langsam angehen zu lassen – fuhren wir nach dem Frühstück zum Avis-Damm. Dort schlenderten wir eine Zeitlang umher, beobachteten Hirten-Regenpfeifer, Kapstelze, Stelzenläufer und viele Pelikane, darunter junge mit hübschem, braun gezeichneten Gefieder, Kormorane, Nilgänse, Silberreiher und Graureiher – leider auch zwei junge Frauen mit ihren Hunden, die sie auf die Wasservögel hetzten. Wir hätten die gerne verhauen – die Frauen natürlich, nicht die Hunde.
Mittags machten wir unsere Einkäufe, (nicht die 2-3 kg Mischung aus Reis, Bohnen, Erbsen für den Bohnensack vergessen!) und verstauten alles in den dafür vorgesehenen Behältnissen – das dauerte! Neben einer dicken Fleecejacke für F., kaufte C. sich noch die obligatorischen Halbschuhe aus Kuduleder, weil die einfacher überzustreifen sind, als die von uns bevorzugt getragenen höheren Boots. Zum Schluss wurden die Kinderbett-Spannlaken über die beiden Vordersitze gezogen, die wir immer mitnehmen. Man schwitzt auf den Autositzen nicht so und kann den Staub und Dreck ausschütteln, sitzt außerdem dann nicht mehr so im Staub.
Am Abend aßen wir ziemlich fürstlich im Hotel und nachdem wir den Versuch, auf der Dachterrasse einen Absacker zu trinken, wegen der Kälte aufgegeben hatten, gingen wir schlafen. Ha, da war ja noch der Talisker ‚Dark Storm‘ vom Duty Free Shop.
















Letzte Änderung: 24 Feb 2015 16:13 von CuF. Begründung: Fotos
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24 Feb 2015 17:30 #374780
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Hallo Ihr Beiden,
schön, dass nun wieder ein Bericht folgt. Die Idee mit den Kinderspannbettlaken finde ich genial, nur leider sind wir immer so eng bepackt, dass ich dafür wenig bis gar keinen Platz finde. :silly:
Ich bin gespannt auf eure Erzählungen, die kommen gerade zur rechten Zeit, so können auch wir weiter träumen.

Liebe Grüße
Biggi
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  • chrissie am 25 Feb 2015 08:18
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Guten Morgen,
ich freue mich, dass ihr euch entschlossen habt, einen weiteren Reisebericht von euch einzustellen. :cheer:
LG Chrissie
Gruss Chrissie
___________
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25 Feb 2015 12:01 #374850
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25.Juli Farmhouse Stampriet

Morgens früh ging es aus Windhoek raus auf der B1 / C20 Richtung Mariental, Stampriet. Wir hatten uns vorgenommen, ohne Reservierung das erste Mal in der Anib Lodge Campsite zu übernachten, aber dort hatten sie nichts mehr frei. Die Managerin war sehr freundlich, telefonierte und schickte uns weiter ins Kalahari Farmhouse, Stampriet. Die etwas abseits von der Anlage errichtete Camp Site war ansprechend, der Ablutionblock supersauber und wir ganz alleine auf dem Platz.
Nach Zeltaufbau, Einrichten, Duschen, gingen wir dann zum Restaurant, genehmigten uns ein Windhoek Lager, saßen am offenen Kamin-Feuer und warteten auf Dinnertime.
Wir aßen im mit Dekoration überfüllten, höchst originell ausgestatteten Lodgerestaurant ganz hervorragendes Oryxschwanzragout in Rotwein-Zwiebelsauce. Schon auf dem kleinen Spaziergang zum Restaurant war es sehr kühl und windig gewesen, dennoch waren wir überrascht, dass wir beim Aufbruch zur Camp Site fürsorglich zwei gefüllte Wärmflaschen mitbekamen. Trotz unserer dicken Daunenschlafsäcke, die wir von zuhause mitgeschleppt hatten, waren die hot-water-bags doch gut gegen kalte Füße. Wir bewunderten ein paar Minuten den Sternenhimmel und fanden, da wir früher als in den Jahren zuvor, in Namibia waren, das Kreuz des Südens.



Letzte Änderung: 25 Feb 2015 12:41 von CuF. Begründung: Fotos
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25 Feb 2015 12:44 #374856
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26.Juli Stampriet nach Mata-Mata
Am Morgen waren Eisblumen auf der Windschutzscheibe und Felsenschwalben wärmten sich am Waschhäuschen auf allen Sitzmöglichkeiten in der Morgensonne. Wunderbarerweise war das Wasser in der Dusche warm.
Nach dem reichhaltigen Frühstück ging es weiter nach Stampriet, Gochas, wo wir in zwei verschiedenen Landhandelsgeschäften zwei Wärmflaschen kauften – in jeden Laden gab es jeweils nur noch eine.
Wir ließen uns von der bizarren Landschaft im Aubtal faszinieren – hohe, wie Festungen aus arabischen Märchen aussehende Felsplateaus. In Gochas tankten wir und dabei stellte sich heraus, dass der Verschluss des Ersatzkanisters nicht dicht war. Wir stopften ihn mit Plastiktütenfetzen aus.
Früh am Tag landeten wir schließlich in Mata-Mata. Nachdem wir unser Chalet bezogen hatten, machten wir uns gleich auf eine Sichtungsfahrt und hatten großes Glück: Unter einem Baum verteidigte ein Gepard seinen Riss vor mehreren attackierenden Schakalen. Er gab schließlich resigniert auf, zumal er offenbar den größten Teil der Beute verspeist hatte, querte die Pad in unserer Nähe und verschwand über der Böschung. Die Oryxe hatten ihn fest im Blick. Die Schakale machten sich über den Riss her, dazu gesellte sich ein weiterer Abstauber, ein Raubadler. Unterwegs: Oryxe, Springböcke, Raubadler, Gabelracken, die immer schön und fotogen zum Fotoshooting einladen sowie elegante Gleitaare.
























Letzte Änderung: 25 Feb 2015 12:50 von CuF. Begründung: Fotos
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25 Feb 2015 13:52 #374870
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Hallo CuF,

schön, dass ihr gleich mit Euren nächsten Bericht weiter macht! Da steige ich doch schnell mal ein. So kann ich die Wartezeit, bis es bei uns endlich losgeht etwas überbrücken.

Ich freue mich auf die Fortsezung und bin schon ganz gespannt auf Eure Erlebnisse im KTP.

LG Konni
Link zu Reiseberichten,Homepage & Reiseblog: www.namibia-forum.ch...ammlung-daxiang.html


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