THEMA: CuF mäandern durch den Norden Namibias v. O nach
11 Okt 2015 16:05 #402556
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CuF mäandern durch den Norden Namibias v. O nach W.

Am 31.Juli 2015 war es wieder soweit: Abflug 20.30 Uhr mit Namibia Airlines ab Frankfurt nach Windhoek. Die Vorbereitungen für diese Reise hatten bereits um die Weihnachtszeit 2014 begonnen. Dieses Mal, so hatten wir beschlossen, wollten wir außer den Übernachtungen in Windhoek und natürlich dem Auto keine Campsites und keine Lodges buchen, um unabhängig zu bleiben und dort, wo es uns gefallen würde, länger verweilen zu können. Durch einige Hinweise im Forum waren wir auf den Bushcamper von S. aufmerksam geworden und uns gefiel der Gedanke, zum Aufbauen des Dachzeltes nicht mehr auf dem Auto herumturnen zu müssen – mit 70+ und 60+ wird man bequem…..
Unsere geplante Route (mit Alternativ-Strecken) sah so aus:



und wir hatten uns die Campsites mit Ausweichmöglichkeiten notiert. Sehr hilfreich war uns dabei der Bradt-Reiseführer Namibia von Chris McIntyre und natürlich viele Beiträge aus dem Forum, wofür wir uns bedanken.
Wer also mag, kann unsere Reise hier verfolgen und eventuell die eine oder andere Anregung bekommen.


31.Juli – 2.August Windhoek
Das Flugzeug hob pünktlich ab und war bis auf den letzten Platz besetzt, zum Teil mit alkoholisierten, übel riechenden Russen. Wir hatten uns vorab schon das Einreiseformular besorgt und ausgefüllt, so dass wir, morgens in Windhoek angekommen, relativ schnell an den visumerteilenden Schaltern standen. Unsere russischen Mitpassagiere hatten das Einreiseformular in kyrillischer Schrift ausgefüllt und waren plötzlich wieder am Ende der Schlange.
Leider fand die Beamtin unser Ansinnen, eine 90tägige Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, reichlich übertrieben und verlangte, das Rückflugticket zu sehen, das auf den 13.September ausgestellt war. Nach längerem Hin-und Herumargumentieren bekamen wir schließlich 60 Tage genehmigt. Wir begründeten dieses Ansinnen damit, dass uns unterwegs ja Unfälle oder Krankheiten widerfahren könnten. Beim 60-Tage-Visum-Stempeln meinte die Dame, sie würde dafür beten, dass uns nichts passiert. Allerdings klang das ziemlich ironisch, doch es muss wohl geholfen haben.
Ein Angestellter des Autovermieters Savanna holte uns ab, nachdem wir noch schnell das erste Bargeld aus dem ATM und gezogen, die MIC SIM card Tango ins Smart gesteckt, T49 aktiviert und danach den 150 Recharge Voucher (45Tage) hatten, fuhren wir mit ihm durch das frühmorgendliche Windhoek, in dem schon beträchtliches Verkehrsaufkommen herrschte. Bei Savanna wurden wir von Blanche Rose und Marc empfangen und nahmen nach den Formalitäten und Einweisungen unser Zuhause für die nächsten sechs Wochen in Empfang. Schnell war ein Koffer geleert, beim Autovermieter deponiert und der Inhalt im Bushcamper verteilt – die Feineinteilung würden wir später machen -, die Kinderbett-Spannlaken auf die Vordersitze gezogen (gegen Staub und Dreck auf den Sitzen). Beim Schließen der hinteren Einstiegstür, brach der Riegel entzwei der wohl schon eine Sollbruchstelle gehabt haben muss; denn F. ist ja nicht die kräftigste. Das Schloss wurde ausgetauscht und es ging los in Richtung Hotel. Nur ein einziges Mal wischte der Scheibenwischer beim Blinken, wir fühlten uns, so müde wir auch waren, sofort im Linksverkehr sozusagen heimisch. Der Tag verging mit Einkaufen von einigen Lebensmitteln, einem Spannbettlaken für die Matratze, einer SolarJarleuchte, Spazierengehen im sonntäglich verschlafenen Windhoek mit dem Besuch am Denkmal von Curt von Francois, dessen Sockel so aussieht, als müsste er auch bald umziehen und in einer dunklen Ecke ausschlafen. Die beiden Nächte waren mit
0° sehr kalt.
Einstimmung



Impressionen in WDH









3.August bis 5.August Maori Camp, Grootfontein
Morgens fuhren wir noch einmal rasch zu Savanna, weil uns ein Schlüssel zu den Seitentüren abgebrochen war und außerdem Ersatzkanister und Wolldecken fehlten. Danach ging es quer durch die Stadt zu Kalahari Meat & Biltong, wo wir uns ein Oryxfilet in Scheiben portionieren und vakuumieren ließen und ein paar Meter Borewurst sowie ein größeres Stück phantastisch gut gewürztes und zartes Rauchfleisch kauften. Selbstverständlich stammte das alles von Tieren, die von alleine tot umgefallen waren. Und dann ging es endlich weiter auf der laaaaangweiligen Teerstrasse über Okahandja, Otavi nach Grootfontein, wo wir das Maori Camp zum Übernachten ins Auge gefasst hatten. Von Peter R. wurden wir dort auf seine im Forum bekannte unnachahmliche Art und Weise begrüßt und nach einigen Frozzeleien über blinde Hessen, Äppelwoihessen, Kurhessen und Dünndarmhessen konnten wir unsere Campsite beziehen und uns dem Einrichten des Bushcampers widmen. Nach ausgiebigem Bestaunen des Sonnenuntergangs, Abendessen und Bewundern des Sternenhimmels – ach, wie schön, das Kreuz des Südens, Alpha Centauri, Skorpion u.a. wieder zu entdecken! – ging es mit Wärmflaschen (Ihr erinnert Euch? Die hatten wir im letzten Jahr in Stampriet gekauft) ins Bett.
Am frühen Dienstagmorgen fuhren wir als erstes zum Museum, in dem wir einige Zeit verbrachten und danach zum Hoba-Meteoriten, der in einer gut gepflegten Anlage mit einem Arboretum liegt. Eintritt 30 ND pP.
Danach arbeiteten wir unsere Einkaufsliste ab. Die von Savanna gestellte Abwaschschüssel aus einer Art beschichtetem Canvas hatte sich als total ungeeignet herausgestellt, sie war undicht und fiel in sich zusammen, so dass wir zwei Plastikschüsseln erwarben, außerdem fehlten Kühlpacks für die Kühltasche, Wein, Gemüse und Obst. Dank Peters guten Tipps fanden wir die entsprechenden Läden sofort und waren schnell mit den Einkäufen fertig.
Abends grillten wir die von Peter misstrauisch beäugte Borewurst aus Windhoek. Wir hatten uns in seinem Kolonialwarenladen im Turm aber auch schon mit Produkten aus seinem Angebot eingedeckt: Elandschinken, Zebraschinken und Borewurst – selbstverständlich auch hier nur von Tieren, die von alleine tot umgefallen waren.
Wieder wärmten die „hotwaterbags“ unsere Schlafsäcke.
537km

















Letzte Änderung: 12 Okt 2015 10:25 von CuF.
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12 Okt 2015 11:04 #402714
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  • Topobär am 12 Okt 2015 11:04
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Da ward Ihr ja genau in den Regionen Namibias unterwegs, die mir auch am besten gefallen. Ich freue mich sehr, an Euren Erlebnissen teilhaben zu dürfen.
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12 Okt 2015 11:20 #402717
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  • Daxiang am 12 Okt 2015 11:20
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Hallo ihr Zwei,

ich bin auch wieder gerne dabei und freue mich auf eure Erlebnisse!

LG und eine schöne Woche
Konni
Link zu Reiseberichten,Homepage & Reiseblog: www.namibia-forum.ch...ammlung-daxiang.html





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12 Okt 2015 12:28 #402735
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  • CuF am 11 Okt 2015 16:05
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Hallo @Topobär und
@Daxiang

Danke für Euer Interesse - allerdings müsst Ihr Euch auf 6 Wochen gefasst machen....
Gruß
CuF
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12 Okt 2015 13:27 #402750
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  • BMW am 12 Okt 2015 13:27
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Guten Tag CuF............


Alle Achtung......da habt Ihr ja das ganze Kaokoveld........buchstäblich " umgepflügt" .......

.......keine Schwierigkeit aussen vor gelassen......wenn ich so mal Eure Reisekarte anschaue........


lg, BMW
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12 Okt 2015 19:23 #402842
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  • Mabe am 12 Okt 2015 19:23
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Hallo CuF,
da reise ich doch mal mit...sind wir doch in ein paar Wochen auf euren Spuren von Windhoek Richtung Caprivi äh Sambesi unterwegs.

Habt ihr irgendwelche Erfahrungen mit Restriktionen bei der Mitnahme von Fleisch, Obst, Gemüse gemacht?
Gilt in Namibia noch "von Nord nach Süd und von West nach Ost"?

Viele Grüße
Mabe
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