Kapitel 4
Montag, 24.12. 2013
Krüger Nationalpark (Satara Restcamp) – Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)oder auch: „I Want a Hippopotamus for Christmas!“Teil 2Nachdem wir uns von unseren Elefanten verabschiedet hatten und eine kurze Frühstückspause an einem Picknickplatz eingelegt hatten, lief uns als nächstes dieser Geselle über den Weg, der wohl auch gerade gefrühstückt und dabei den Mund etwas zu voll genommen hatte 😄 …

Bevor wir wieder zu den grauen Giganten übergehen 😗 , muss ich an dieser Stelle einmal eine Lanze für die heimlichen Helden des Krügers brechen: Die Impalas! 😁
Selbst wenn man mal eine Stunde nichts an Tieren sieht, Impalas sieht man im Krüger immer irgendwo. Die sind so zahlreich, dass wir uns irgendwann dabei ertappten, sie schon völlig zu übersehen. Der Impala am – unter – hinter dem Strauch wird irgendwann so zur Selbstverständlichkeit und ist so ins generellen Landschaftsbild integriert, dass er gar nicht mehr wirklich auffällt. 😊
Was irgendwie schon eine Schande ist – denn gerade zur Regenzeit wimmelt der Busch vor lauter niedlichen Baby-Impalas! 🤩

Baby-Impalas sind gewissermaßen das Gegenstück zu unseren hiesigen Osterlämmchen 😄 … so süß und niedlich, wie sie immer im dichten Gras gekuschelt liegen…
Aber auch die ausgewachsenen Tiere haben den ein oder anderen Blick verdient – die sind nämlich auch einfach nur wunderhübsch anzusehen…
Trotzdem muss ich die Impalas mal kurz zur Seite schieben, denn nach einer kleinen Kuppe stand rechterhand dann dieser Gigant etwas entfernt in einer Suhle 🤩 …

… als von hinten noch ein Kumpel auftauchte ging das Gematsche erst richtig los 😄 …
Ich finde es ja immer wieder herrlich, Elefanten beim Schlammbaden zu zusehen. Die haben da meist eine unbändige Freude daran 😁 …

Dann schlugen die zwei tatsächlich den Weg richtig Straße und damit zu uns ein 🙄 . War ja irgendwie klar – wir kommen – Elefant meint über die Straße gehen zu müssen! 😉
Wir hatten noch kurz Zeit zu bestaunen wie kunstvoll der eine der beiden Bullen seinen Rüssel auf den Stoßzähnen ausruhte…
… dann legten wir mal vorsichtshalber den Rückwärtsgang ein. Denn anders als unsere Herde vorher, waren die beiden sichtlich der Meinung, dass sie die Herren der Straße waren. Deshalb war uns mit ein klein wenig Abstand zu den beiden Riesen doch etwas wohler… 😎
Nachdem die beiden Kolosse die Straße gekreuzt hatten und wieder im Busch entschwunden waren, standen wir noch eine ganze Weile etwas weiter mal mehr, mal weniger direkt in einer riesigen Impala-Herde und beobachteten das fröhliche Antilopentreiben.
Was guckst du?

Impala-Kindergarten
Tierhighway á la Krüger: Eine Spur für die Impalas, eine für den Warzenschweinnachwuchs 😄

Danach fuhren wir zurück zur Hauptstraße, stellten aber fest, dass dort außer einem Mehr an Autoverkehr nichts sonst unterwegs war. Deshalb und weil wir noch ganz gut in der Zeit waren schoben wir noch einen kurzen Stopp am Orpen Damm ein. Der Abstecher dorthin erwies sich als sehr lobenswert: Zum einen weil man sich hier ein bisschen die Beine vertreten konnte, zum anderen weil auf der anderen Seite des Flusses gerade eine Herde Elefanten zum Vorschein kam, die wir nun gepflegt im Schatten stehend und sitzend in aller Ruhe beobachten konnten. 🙂

Ein paar Nachzügler kamen sogar noch durch den Fluss geschwommen!
Auf der anderen Seite wurde es langsam aber sicher richtig voll!
Nach einer Weile lösten wir uns von den Elefanten und kehrten zu unserem Hilux zurück. Auf dem Weg hinaus zum Paul Krüger Gate sahen wir dann nicht mehr die Welt an Tieren – dazu war es mittlerweile vielleicht auch einfach zu heiß…
Ein paar Kudus liefen uns noch über den Weg, sowohl miteinander rangelnd …

… als auch einfach majestätisch in die Landschaft blickend.

Und wegen diesem Kerl hier, hab ich den armen Christian eine Vollbremsung hinlegen lassen 😗 – da dachte ich nämlich, ich hätte einen Leo im Baum entdeckt 😗 😗 😗 … nunja 🙄 … der „Leo“ stellte sich leider als riesengroßer Pavian heraus 😣 😣 😣 😗 …

Übrigens durfte ich mir von diesem Moment den restlichen Urlaub über anhören, dass die Steffi so gute Augen hätte, dass sie sogar Affen in den Bäumen sieht! 😗 😎 😣
Gegen halb zwölf verließen wir den Krüger durch das Paul Krüger Gate um wenige Kilometer später rechterhand in Richtung Sabi Sands Game Reserve abzubiegen. Dort gab es am Gate erst einmal zu ein bisschen Verwirrung, als wir aufschlugen … zumindest guckten uns die Jungs am Gate etwas schräg von der Seite an … bis uns jemand die Liste mit den „arrivals“ unter die Nase hielt und Christian fragend anblickt, ob er die Christina wäre? 🤩 😄 Ein paar herzhafte Lacher später, hatten wir die Reservatgebühr bezahlt und waren auf dem Weg zum Sabi Sabi Little Bush Camp.
Ja und da waren wir! Angekommen in unserem ganz persönlichen Land der Luxusschweinchen! 😄 Als wir uns verstaubt und verschwitzt aus unserem Hilux schälten, wurden wir schon von Hugo und Alta, dem Managerehepaar der Lodge, in empfangen. Hugo erklärte uns dann im der sehr geräumigen Hauptgebäude der Lodge, was uns die nächsten paar Tage so erwarten würde. Und irgendwie bekamen wir vom Zuhören alleine schon gewaltigen Hunger 😄 ! Was insofern auch gut war, denn nachdem uns unsere Zimmer gezeigt wurden, sollte es ja auch schon Lunch geben! 😁
Das Little Bush Camp liegt an einem kleinen Flussbett, welches während unseres Aufenthaltes nur am hinteren Ende Wasser führte. Über das Flußbett hinweg führt von dem Hauptgebäude ein schmaler Steg, dahinter gibt es einen kleinen aber feinen Pool-Bereich. Wobei man diesen nicht wirklich benötigt - fanden zumindest wir 😗 ! Denn jedes Zimmer hat einen eigene Jacuzzi - und ich sage euch: An diesen Grad von Luxus könnte zumindest ich mich sofort gewöhnen 😗 😊 😗 ... Ich weine ihm heute noch hinterher, unserem Jacuzzi! 🙁 😉
Die Zimmer sind sehr klassisch gehalten, mit den mit Abstand besten Matratzen des ganzen Urlaubs (auch aus denen will man eigentlich gar nicht mehr raus 😉 ). ...

Hier das Badezimmer mit Innendusche (eine Außendusche gab's auch noch, die habe ich aber leider nicht fotografiert)...

Und unser Willkommensbrief...

Für uns war es ja der erste Aufenthalt in einer derart "noblen" Unterkunft und ich muss zugeben, dass wir beide schon etwas skeptisch waren, ob uns das Ganze gefallen würde, aber auch, ob es was Tiersichtungen angeht, halten würde, was es verspricht (bzw. was man sich selbst so verspricht)! Unsere Ankunft jedenfalls hätte schon einmal nicht besser laufen können, Hugo und Alta haben eine ganz besondere herzliche Art, durch die man sich sofort wie zuhause fühlt und die ganze Lodge ist einfach sehr gepflegt und "auf den Punkt gebracht". Soweit gefiel uns das also schon einmal sehr gut...
Ob es so bleiben würde? Das erfahrt ihr im nächsten Teil ... und dann war da ja noch etwas mit einer Elefantensichtung 😗 ... und unser Nashorn haben wir ja auch immer noch nicht gesehen 😗 ... und überhaupt: War heute nicht Heiligabend? 😉
Liebe Grüße
Steffi