Kapitel 4
Montag, 24.12. 2013
Krüger Nationalpark (Satara Restcamp) – Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)
oder auch: „I Want a Hippopotamus for Christmas!“
Teil IIINachdem wir also zuerst staunend vor unserem Jacuzzi standen, uns kurz frisch machten, wieder staunend vor unserem Jacuzzi standen, uns fragten, wie verlottert bzw. unrasiert man denn in so einer Unterkunft zum Lunch gehen könne, nur um im Anschluss staunend und unter viel „Ohhhh“ und „Ahhhh“ die ersten Gliedmaßen in den Jacuzzi zu halten 😗 , schafften wir es irgendwie dann doch gegen halb zwei im Hauptgebäude der Lodge aufzuschlagen: Wir hatten nämlich Hunger! 😄
Das Lunch-Menü überforderte uns dann kurzzeitig etwas 🙄 : Das hatte nämlich 4 Seiten war über und über gefüllt mit sehr lecker klingenden Leckereien und bot die grundsätzliche Möglichkeit das Ganze zu einem 4-Gang-Menü auszuwälzen! Man nehme dazu den wohl schnuffigsten, und nettesten Koch, der mir je untergekommen ist, der nun vor uns stand und uns erwartungsvoll anblickte und dessen Freude umso größer wurde, je mehr wir bestellten und es war klar: Scheibenhonig, dieser Aufenthalt wird richtig, richtig schlecht für die Figur! 🤩 😗 🤩 😗
Und – wie wir schon befürchtet hatten – dann war’s auch noch super lecker 🤩 . Vorweg gab’s einen leckeren Caesar Salad, danach für Christian ein Straußen-Kebab und für mich Tagliatelle mit Schinken und Rucola. Vollgefuttert und zufrieden rollten wir dann zurück in unser Zimmer, wo der Jacuzzi dem ersten ausgiebigen Test unterzogen wurde. Hach, das war schön! 😄
Um kurz vor halb vier lösten wir uns leicht aufgeweicht vom Jacuzzi und gingen wieder ins Hauptgebäude um dort unserer ersten Pirschfahrt zu harren. Und – irgendwie war es ja klar – es gab schon wieder Essen! 😗 Oh weih, oh weih! (und ja, es war auch schon wieder lecker! 😉 ) Dort trafen wir aber auch Grant, unseren Guide für die nächsten drei Tage, und ein nettes malaysisches Ehepaar Steve und Susan, welche an diesem Nachmittag und am nächsten Vormittag den Wagen mit uns teilen sollten. Da die restlichen vier Zimmer der Lodge an eine 7-köpfige Hochzeitsgesellschaft vergeben waren, die gemeinsam einen Wagen hatte, waren wir nur zu viert in unserem Fahrzeug unterwegs! Bevor es los ging, stellte uns Grant noch Moses, unseren Tracker vor, und ab ging es!
Kaum waren wir aus dem Camp heraus gefahren, stand auch schon ein Elefant vor uns! Der war aber männlich, übellaunig und hatte sich vor lauter Hormonüberschuss lecker eingepinkelt 😵 , sodass er nicht sehr erfreulich roch 😣 , weswegen Grant nur kurz in gebührendem Abstand hielt und uns versprach, dass er uns freundlichere Elefanten suchen würde und wir diesen Gesellen lieber in Ruhe lassen sollten. Wir waren da alle seiner Meinung! 😉
Zuerst liefen uns nur ein paar Zebras über den Weg, die scheinbar über die Streifen des Nachbarzebras lästerten… 😄

… eine kleine Herde Gnus…

und als wir über eine kleine Kuppe fuhren, erblickten ein-, zweihundert Meter vor uns ein Nashorn! 🤩
Und jetzt muss ich mich wirklich entschuldigen, dass ich von diesem Nashorn kein wirklich schönes Bild zu bieten habe 😊 , aber ich war da etwas überfordert. Dazu muss man Folgendes wissen: Ich hatte im Vorfeld noch mit einer Freundin, die selbst schon mehrfach in Sabi Sands unterwegs war, diskutiert, was ich denn an Objektiven auf die Pirschfahrten mitnehmen solle. Klare Ansage der Freundin: „Steffi, lass die Konverter im Zimmer – du kommst den Tieren da so nah, das brauchst du da nicht!“ Da dachte sich die Steffi: „Okay lass ich mal die Konverter im Zimmer, sie wird schon recht haben! Aber nah? 🙄 … naja nah waren wir dem Tieren bisher ja auch!“ 😗
Ja … ähm … *hust* … man lerne: Es gibt nah und es gibt
NAH! Und was
NAH heißt, sollten wir in den nächsten Tagen mehrfach eindrücklich vor Augen geführt bekommen. Das erste Mal mit dem Nashornbullen, an den Grant langsam so auf ca. 15 Meter heran fuhr und dann stehen blieb. Herrn Rhino, nennen wir ihn der Einfachheit halber mal Bruno, war unsere Anwesenheit sichtlich schnurz, was dazu führte, dass es genau ein Foto gibt, auf dem Bruno ganz zu sehen ist. Das da:
Danach graste der Koloss näher und näher, das Mahlen des Nashornkiefers wurde lauter, der Koloss kam noch näher 🙄 und näher 🙄 🙄 und davon abgesehen, dass ich nunmehr weiß, dass so ein Nashorn verdammt laut schmatzen kann 😗 , war uns das Tier in diesem Moment so nahe, dass wir es hätten streicheln können 🤩 .

Dann lief Bruno gefühlte 20 Zentimeter vor dem Wagen vorbei und graste und schmatzte direkt neben dem Auto auf der anderen Seite weiter! 🙄 Deswegen gibt’s auch kaum Fotos von Bruno, ich war nämlich so überwältigt von dieser Nähe zum Tier, dass ich nicht mehr wirklich ans Fotografieren gedacht habe, sondern mir eher überlegt habe, wem ich jetzt vor Freude um den Hals fallen soll: Christian, Grant oder doch Bruno! 😗 😗 😗 (ich hab’s dann aber doch bleiben lassen, das mit dem um den Hals fallen 😉 ).

Nachdem Bruno von dannen schmatzte, fuhren wir weiter. Grant erzählt uns ein bisschen etwas über Sabi Sabi und als wir einen kleinen Hügel hinauf fuhren, sahen wir plötzlich eine kleine Herde Elefanten auf uns zu kommen. Und da waren sie: Unsere versprochenen, freundlichen Elefanten! 🤩

Ich weiß nicht, wie Grant es gemacht hat, aber irgendwie schaffte er es, uns genau so zu positionieren, dass die grauen Giganten um unser Auto „herum flossen“. WOW!!! 🤩

Wir waren begeistert! 🤩

Vor lauter Begeisterung und hohem Gras ging am Anfang dieser kleine Geselle völlig unter!

Erst als die ganze Herde an uns vorbei auf die Straße wechselte (ist ja klar: Wir kommen und die Elos laufen auf die Straße! 😉 ), entdeckten wir den kleinen Zwerg!

Nachdem sich die Elefanten allesamt vor uns gesetzt hatten, meinte Grant, dass er bei der nächsten Gelegenheit, die sich bietet, versuchen würde wieder an der Herde vorbei zu fahren, da er vermutete, dass die Elefanten zu einem kleinen Wasserloch nicht weit entfernt gehen würden. Und wenn wir Lust hätten, würden wir da hin fahren und abwarten, was passieren würde. Und ob wir Lust hatten! 🤩
Als die Elo-Popo-Karawane das nächste Mal vor uns in Richtung Gebüsch abbog...

... ließen wir die grauen Riesen hinter uns und fuhren zur Wasserstelle einen kleinen Hang hinunter. Kaum waren wir dort gut positioniert, brachen die Elefanten oben am Hang schon aus dem Gebüsch heraus und liefen beschwingten Ganges zum Wasser! 🤩

Ich liebe es ja, Elefanten beim trinken zu zusehen!

Aber noch mehr liebe ich es, kleine Elefanten zu beobachten. Grundsätzlich gilt ja: Je kleiner, desto höher der Entertainmentfaktor! 😄 Und dieser kleine Fratz hier, bot nun ein Entertainment, welches wir so schnell nicht wieder vergessen werden.

Wenn die ganzen Erwachsenen trinken, ist klar, dass das kleine Gemüse auch trinken will. Blöd nur, wenn der Rüssel noch nicht so funktioniert, wie das Baby-Elo gerne hätte! Aber kein Problem: Wenn das Wasser nicht über den Rüssel in den Mund kommt, dann kommt der Mund halt zum Wasser. 😗
Und der kleine Elefant macht „Pflatsch“… 🤩
Iiiihhh, das ist ja nass! 😄

Auf ein Neues!

Irgendwie schien diese Taktik aber nicht ganz aufzugehen 🙄 😄 .

Eine Neue musste her: Also komplett ins Wasser gestellt, Mäulchen ins Wasser und den Wasserpflug gemacht 😄 …
Wenn man lange genug mit dem Hinterteil nach vorne schiebt, läuft schon irgendwann Wasser ins Mäulchen… 😄
Und nebenbei kann man auch ganz perfekt baden! 😁
Derweil lachten wir uns über den kleinen Kerl halb kaputt im Wagen! Ab und zu lief der Mini-Gigant aus dem Wasser und suchte Schutz bei Mama…

… nur um dann motiviert sich wieder ins die Fluten zu stürzen… 😄

… und mit der Naser voran wieder ins Wasser zu pflatschen… 🤩

Das mit dem Trinken schien aber auch bei x-ten Versuch nicht so zu klappen, wie sich der Elefantennachwuchs das so vorstellte. 😗
Nun gut, genug ist genug – irgendwann muss ja Schluss sein, dann halt wieder ins Trockene. Um aus dem Wasser heraus zu kommen, hätte der Kleine eigentlich nur umdrehen und dort hinaus gehen müssen, wo er rein gekommen war: nämlich am seichten Ufer. 😗
Aber nein, aus unerfindlichen Gründen, wollte der Zwerg die kleine Böschung hoch klettern! 🙄

Und dann hing er da plötzlich, kam nicht mehr weiter nach oben und zurück traute er sich auch nicht wirklich! 🙄
Sofort kam eine Elefantenkuh und versuchte den Kleinen mit ihrem Rüssel am Popo nach oben zu schieben. Das Baby strampelte und strampelte, kam trotzdem keinen Zentimeter weiter nach oben!

Und dann quiekte der Kleine herzzerbrechend! 🤩 Und mit diesem Quieken herrschte Panik unter den Elefanten! 😮 Die umstehenden Elefantenkühe, ließen das Wasser aus ihren Rüsseln rinnen und eilten dem Kleinen zur Hilfe.

Plötzlich standen vier große Elefantenkühe um den Kleinen herum und versuchten den Zwerg mit ihren Rüsseln nach oben zu drücken! Und der Kleine strampelte und strampelte und kam immer noch nicht voran! 😮
Die Panik der erwachsenen Tiere war direkt greifbar, man merkte, dass da das „Ein und Alles“ der Herde gerade in diesem Moment an der Böschung hing 😐 . Und wie gerne hätten wir den Tieren zugerufen, dass der Kleine doch nur zurück ins seichte Wasser müsse, um am fünf Meter weiter am seichten Ufer problemlos aus dem Wasserloch zu kommen.

Aber mit jeder weiteren Sekunde wuchs die Panik der Elefanten! 🙁 Dann quiekte der Kleine noch einmal! – Und mit einem lauten Tröten war die Leitkuh zur Stelle, schob die anderen Elefanten zur Seite, packte den Winzling mit ihrem Rüssel am Schwanz ...

...und schob ihren Fuß unter seinen Bauch! 🤩 Ein letztes Quieken und der Kleine stand oben auf der Böschung, völlig betröppelt und durcheinander!

Sofort bildeten die Herde einen Kreis um den Kleinen und brummelte beruhigend! Wir Zuschauer hatten das Gefühl, dass das gemeinsame Brummeln nicht nur den Zwerg beruhigen sollte, sondern auch die Erwachsenen! Die armen Tiere waren völlig mit den Nerven fertig und die Aktion „Trinken und Baden“ wurde abgebrochen. Fast schien es so, als würden die grauen Kolosse vor dem Wasserloch flüchten, aus dem hier kleinstes Mitglied fast nicht mehr heraus gefunden hätte!
Was für eine Sichtung! 🤩 Wir saßen noch einige Minuten völlig fassungslos schweigend im Auto – das Gesehene mussten auch wir Menschen erst verdauen! Und dann machte sich überwältigende Begeisterung breit!
WOW!!!Wir beschlossen, dass es nun Zeit für Alkohol – entschuldigt 😗 – einen gepflegten Sundowner war! An ein paar Impala vorbei...

... fuhr uns Grant zu einer schönen Lichtung, wo wir bei ein, zwei Savannah Dry den Sonnenuntergang genossen und uns ein bisschen unterhielten!

Abendrot

Nachdem die Sonne untergegangen war, versuchten Grant und Moses uns noch einen Leoparden zu finden. Ein anderes Auto hatte wohl einen weiblichen Leo entdeckt, die Dame war aber nicht in Tourilaune und entschwand von uns ungesehen flugs wieder in die Dunkelheit! Grant merkte man direkt an, dass er sich ärgerte, dass wir bei dieser Fahrt keine Katze gesehen hatten - aber mit dieser Wahnsinns-Elosichtung waren seine vier Gäste wir wirklich mehr als zufrieden! Und für die schlafende Katzen hatten wir ja noch 5 Pirschfahrten über 😄 😎 !
Als wir zur Lodge zurück kamen, warteten dort schon wieder Hugo und Alta mit einem Willkommens-Amarula auf uns! Während unserer Pirschfahrt hatten die Mitarbeiter das ganze Hauptgebäude festlich geschmückt 🤩 !
Hier bekamen wir wenige Zeit später unser lecker Weihnachtsdinner serviert 🙂

Oh weih, keine zehn Stunden da und wir wollten diese Lodge schon nicht mehr verlassen 😗 ! Achja und was die Figur anging: Das Abendessen hat auch nicht wirklich geholfen 😉 : Nach Avocado mit Garnelen und Salat, einer Gazpacho, einem lecker Rinderfilet mit glasierten Karotten und Kartoffelgratin und einer Amarula-Creme-Brulee kugelten wir nur noch leicht angetrunken (der Wein war natürlich auch lecker 😗 ) in unser Bett!
Worauf ihr euch für den nächsten Tag vorbereiten könnt?- Miezekatzen-Alarm die Zweite
- Wir machen einen Busch-Walk um den „kleinen Dingen“ des Busches auf die Schliche zu kommen! 🤪
- Haben ein Busch-Picknick!
- Rhino-tainment die Erste
- und je nach Definition (das dürft dann ihr entscheiden 😎 ) Miezekatzen-Alarm die Dritte 😗