Kapitel 5
Dienstag, 25.12. 2013
Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)oder auch: Ein Leo zum Fest!
Teil IIINachdem wir mit Julien nun noch zu dritt im Wagen waren, hatten wir plötzlich jeder eine Bank ganz für uns alleine. Zum Fotografieren war das hervorragend, zum Beine Ausstrecken für Christian sowieso. 😁
Leider hatte der Himmel zwischenzeitlich ziemlich zugezogen, sodass wir etwas zitterten, ob denn das Wetter aushalten möge. Aber das tat es! 🙂
Wir fuhren also los! Grant meinte, dass es langsam aber sicher mal Zeit werden würde, dass wir Löwen sähen. Die Löwen allerdings hatten die Ranger in Sabi Sabi die vergangenen Tage schon mächtig an der Nase herum geführt, weil sie ständig zwischen den Konzessionsgrenzen hin und her gesprungen waren. Wir drei fanden das mit den Löwen jetzt nicht soooo sonderlich wichtig – noch ein paar Nashörner, Elos oder noch einen Maxabeni hätten wir ehrlich gesagt zu diesem Zeitpunkt viel reizvoller gefunden. 😁
Und wie bestellt, sahen wir hinter nach wenigen Minuten bereits auf einer kleinen Grasebene ein über und über beschlammtes Nashorn stehen. Und es war nicht allein… 🤩

So und nun nachfolgend Fotoflut mit akutem Niedlichkeitsalarm… 😗
Guckt euch mal diesen Winzling an… 🤩
Ganz schön große … äh … breite Klappe der Kleine… 😄

Die beiden hatten wohl vor kurzem ein intensives Schlammbad genommen und waren richtige Schlammpackungen… irgendwie lies der ganze Schlamm die Mama nur noch wuchtiger und „urzeitlicher“ erscheinen…

Die Mama und den Winzling hat es auch gar nicht gestört, dass wir mit dem Auto herum standen – sie grasten, wie schon das Nashorn am Tag zuvor, einfach um den Wagen herum! WOW! 🤩

Hier mal zum Vergleich der Größenunterschied: Die Mami….

… das Baby…

Und von hinten konnte man die Verwandtschaft definitiv erkennen! 😄 😎 😗

Grant zog mit dem Wagen noch einmal behutsam nach und stellte sich abermals in die Nähe der Nashörner. Während wir beim ersten Mal von beiden völlig ignoriert worden waren, hatten wir nun scheinbar die Neugier des Babys geweckt … und das kam näher

… und näher …

…und dann stand es direkt vor dem Auto und wenn ich meine Hand ausgestreckt hätte, ich hätte mir eine Schlammpackung von seiner Haut nehmen können! Ich hätte echt nie gedacht, dass mir ein Babynashorn einmal derart nah kommt! (das graue im Foto ist übrigens das Auto 😎 )

Die Mama graste ebenfalls in atemberaubender Nähe an uns vorbei…
Dabei fiel uns zum ersten Mal richtig auf, worauf Grant schon mehrmals hingewiesen hat: Dass die Schlammbäder neben der Pflege der Haut auch der Entfernung von Parasiten – insbesondere Zecken – dient! Man hört das ja immer und – zumindest wir – haben dann immer gedacht „Naja, Zecken – bringen unsere Tiere zuhause ja auch mal mit heim!“ Aber das mit dem sich die Nashorn-Mama da abkämpfen musste, war schon etwas anderes… 🙄 😕

Das Foto hatte ich eigentlich aussortiert, weil der Fokus nicht 100%ig sitzt und es ist jetzt auch eine sehr, sehr große Vergrößerung – aber guckt mal wie über und über das arme Tier mit Zecken an den Augen und in den umliegenden Gesichtsfalten übersät ist! 😕 🙂 😵
Nachdem die beiden ein zweites Mal an uns vorbei gegrast waren, ließen wir sie in aller Ruhe von dannen ziehen!
Löwen waren auf der Weiterfahrt zwar keine in Sicht, dafür aber die obligatorischen Wasserböcke...

... eine Giraffe...

... und auch eine Warzenschweinfamilie lugte kurz zu uns herüber, verschwand dann aber schnell wieder im dichten Busch...

Dann, als wir gerade an einem kleinen Tümpel vorbei fuhren, entdeckte Moses auf der Anhöhe einen Nashornbullen. Der wollte doch sicherlich zum Baden, meinte Grant und parkte uns in perfekter Sichtposition. Und dann kam Mr. Rhino auch schon den kleinen Hang herunter stolziert... 🤩

Hab ich erwähnt, dass ich Nashörner total mag? Die sind so nashornig gemütlich unterwegs ... 😁

Daher: Es tut mir leid - Fotoflut!

Mr. Rhino - nennen wir ihn an dieser Stelle der Einfachheit halber Karl-Theodor - wollte scheinbar tatsächlich ein gepflegtes Schlammbad nehmen und testete zuallererst die Wassertemperatur... 😄

Dann stand der Gute etwas unschlüssig im Wasser herum...

... so ein Bad will ja gut überlegt sein... 😎

Bevor er sich gemächlich niederließ...

Tatsächlich, so erzählte Grant, ist es für ausgewachsene Rhinos wohl recht schwer ihren massigen Körper komplett zu baden, da sie es durchaus passieren kann, dass, wenn sie sich falsch hinlegen, schwerwiegende Probleme beim Aufstehen bekommen und damit angreifbar werden...
Vor diesem Hintergrund konnte man dann auch die Vorsicht und Bedächtigkeit des guten Karl-Theodors verstehen, der nun vor uns im Tümpel lag und das Wasser aus seinen Nüstern blubbern ließ... 😁

Was für eine schöne Sichtung! 😁

Hier übrigens mein Lieblingsfoto aus der Reihe ... ist das "Kerlchen" nicht einfach bezaubernd? 🙂

Auf der kleinen Anhöhe vor dem Tümpel waren zwischenzeitlich auch ein paar alte männliche Büffel eingetroffen und da Karl-Theodor, wie es schien, beschlossen hatte im Wasser ein kleines Nickerchen einzulegen, statteten wir den Herrschaften einen kurzen Besuch ab.
Bitte recht freundlich funktioniert bei Büffeln irgendwie nie! 😄

Die beiden rangelten ständig miteinander...

... was auch nur bedingt freundlich aussah... 😵

...und grasten zwischendrin immer wieder in trauter Zweisamkeit Kopf an Kopf miteinander! Man muss sie wohl nicht verstehen, die Büffel! 🙄

Da die Sonne schon fast untergegangen war...

.... lösten wir uns von den Büffeln und guckten noch einmal zu Karl-Theodor. Am Tümpel hatten sich zwischenzeitlich auch drei Büffel eingefunden, die vom dösenden Nashorn im Wasser etwas irritiert schienen.

Aber Karl-Theodor war ganz cool und lies sich von den dreien nicht aus der Ruhe bringen... er döste einfach weiter! 😄

Wir verabschiedeten uns von den Tieren und widmeten uns unserem Sundowner! Das war wieder eine schöne Pirschfahrt gewesen, fanden wir - Grant allerdings war merklich nicht zufrieden. Dass wir nach drei Fahrten immer noch keine Löwen gesehen hatten, nagte eindeutig an ihm 🤨 . Wir versicherten ihm zwar mehrfach, dass uns der Maxabeni am Morgen und das kleine Babynashorn eben viel wertvoller waren als irgendwelche schlafenden Löwen ... aber so recht schien, dass nicht bei ihm anzukommen 😐 . Statt dessen versprach er uns, nach dem Sundowner zumindest noch nach einem weiteren Leo Ausschau zu halten!
Und so setzten wir uns nach einem gepflegten Savannah Dry wieder aufs Fahrzeug und los ging es wieder. Wobei wir nicht weit kamen. Denn keine fünf Minuten waren vergangen, da zeigte Moses plötzlich mitten in den Busch und Grant legte eine Vollbremsung ein. Okay... 🙄 ... wir sahen in der einsetzenden Dämmerung nur Busch. Viel Busch ... aber definitiv nur Busch 😕 ! Aber irgendetwas musste auf der anderen Seite einer kleinen Senke sein, denn die beiden diskutierten recht wild, wie wir mit dem Auto genau da rüber kommen sollten.
Hhhmmm ... wir ließen sie mal machen ... blieb uns ja nichts anderes übrig 😉 . Die nächsten zehn Minuten waren dann auch recht unterhaltsam-interessant, als sich Grant in gewisser Hinsicht als Landschaftsgärtner im Busch versuchte und so einige kleine Büsche auf dem Weg genau "dorthin" (dorthin war für uns nur ein Flecken mitten im Busch, umgeben von Busch und irgendwann auch im Busch total aufgehend 🙄 ) mit dem Auto nieder zu mähen.
Irgendwann schienen wir aber genau "dort" zu sein und Grant stoppte mit einem zufriedenen Grinsen den Wagen und deutete direkt neben uns. Und ich sage euch: Wir drei Touris haben ihn wirklich nicht gesehen, bevor uns Grant mit der Nase drauf gestoßen hat - aber vor uns, keine fünf Meter von uns entfernt, da lag er! 🤩
Ich darf abermals vorstellen Maxabeni! 🤩 🤩 🤩

Jetzt hatten wir den hübschen Kerl gleich noch einmal gefunden! Was für ein Zufall! Was für ein Glück! 🤩 Und dieses Mal hatten wir ihn ganz für uns alleine! Ich muss ja zugeben: Es ist schon ein ganz besonderes Erlebnis, wenn man so ein Tier in aller Ruhe einfach nur beobachten kann! Wunderschön! 😁
Maxabeni tat das, was er am Morgen auch schon getan hatte - er ignorierte uns total! 😎

Dann nach einer Weile, es war mittlerweile dunkel, gähnte er herzhaft und fing an, sich für den Abend fein zu machen! - danach so Grant, würde er bald aufstehen und wieder sein Revier ablaufen. Leos scheinen da wohl einen recht strikten Zeitplan zu haben! 😉

Aber tatsächlich, so war es!

Nachdem der Herr sich geputzt hatte, warf er uns tatsächlich auch mal einen Blick zu...

Was? Die schon wieder? Hatte ich die nicht erst heute morgen? 😄

Und dann stand er auf, lief am Wagen vorbei und marschierte durch den Busch ... wunder-, wunderschön ... 🙂
Phantom der Nacht...

Leider verloren wir ihn dann recht schnell - nachts einem Leo dauerhaft durch den Busch zu folgen, ist absolut kein leichtes Unterfangen! Aber es war ein tolles Erlebnis! 😁
Überglücklich fuhren wir daraufhin zur Lodge zurück! Ein ereignisreicher Tag neigte sich dem Ende! Zuvor aber gab es noch lecker Essen - heute sogar mit Grant, was den Abend überaus unterhaltsam machte. Zum Schlemmen gab es vorweg frittiertes Risotto, danach eine unglaublich leckere Käse-Lauch-Suppe, als Hauptgang Lamm und zum Nachtisch ein Roibusch Panna Cotta. Und danach waren wir wieder kugelrund gefuttert und fielen satt und müde in unser Bett.
Was der nächste Tag bringt?- wir finden endlich unsere Löwen 🙂
- Zu nah fürs 1. Date: Eine Elefantendame scheint Christian recht sympathisch zu finden 🤩
- Ach und habe ich erwähnt, dass uns Maxabeni scheinbar wirklich sympathisch fand? 😗 😗 😗
Das und mehr gibt es dann ab Mitte März! Dieser Reisebericht geht an dieser Stelle in eine kurze Urlaubspause und ich bedanke mich an dieser Stelle fürs fleißige Mitlesen, Danke drücken und Kommentieren und wünsche euch allen eine wunderschöne Zeit. Ich hoffe ihr seid nach meiner Rückkehr auch weiterhin mit dabei! 🙂 Bis dann alles Gute
Liebe Grüße
Steffi