#safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»

Reisebericht 260 Antworten · 55,9k Aufrufe · gestartet 30. März 2018 von kalachee
839 Beiträge · seit 201405. Mai 2018 ·
kalachee schrieb:
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Ein stattliches Exemplar von einem Skorpion, der es sich da unter meinem Zelt gemütlich gemacht hat. Wenn man sie "aufdeckt", verkriechen sie sich so schnell als möglich in ein Versteck. Dieser hier sucht sich eine unserer Plasticboxen neben unserem Frühstückstisch aus und als wir diese nachher anheben, bin ich schon bereit für das Foto.
Hi Sam,

OMG!!! 😮 🙄 😣 Heißt es nicht, umso kleiner die Scheren und so dicker der Schwanz, desto giftiger?!?! 🤢

So ärgerlich die fehlenden Zeltstangen auch sind, da hätte ich die Hängematte wohl so oder so vorgezogen... Oder wäre am Liebsten doch direkt mit ins Dachzelt gekrabbelt... 😛

Bin gespannt, wie ihr die Zeltproblematik gelöst habt und freue mich schon auf die Fortsetzung!

Viele Grüße,
Nadja
2015 - 3 wunderbare Wochen im südlichen Namibia; 2016 - Krüger total - unsere Tour von Nord nach Süd; 2016 - KwaZulu-Natal - Ein Urlaub mit Höhen und Tiefen; 2017 - Zu viert durch die Karoo und Kap-Region; 2018 - Let's do it rustic - Kruger NP im April; 2018 - Winter in der Karoo - Frühling am Kap - Herbst 2018; 2018 - Unterwegs im Norden Namibias - Dezember 2018
558 Beiträge · seit 201705. Mai 2018 ·
Hallo Sam,
also ehrlich, für mich wäre nach der Sichtung des Skorpions das Thema "Schlafen im Bodenzelt" eh erledigt gewesen, Zeltstangen hin oder her. Dass du es noch kaltblütig fertig gebracht hast, hiervon Fotos zu schiessen - Respekt!!!

Nee, nee, nee, es gibt Sichtungen, die "frau" nicht wirklich braucht 🤩 🤢

Liebe Grüße
Kordula 🙂
Gast05. Mai 2018 ·
OT @ Dandelion
Neigst du zu Übertreibung? In allen warmen Regionen um das Mittelmeer gibt es Skorpione. Legst du dich deswegen in der Toskana nicht in die Wiese?
Wer damit ein Problem hat, sollte sich mE. in ein Plastiksackerl einpacken oder zu Hause bleiben, zumindest nicht in warme Gegenden fahren, am besten alles.
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2018
Themenstarter1’062 Beiträge · seit 200606. Mai 2018 ·
Hallo zusammen

Ich weiss auch nicht so genau, wie ich das jetzt anders ausdrücken könnte, aber da muss man echt einfach cool bleiben. 😄 Lustigerweise werde ich bei Brummviechern wie Käfer oder Wespen und dergleichen leichter nervös, aber so ein Skoprion oder Schlangen finde ich eher spannend zu sehen als dass mir das Angst machen würde.

Drehen wir es mal so: warum sollte ein kleines Krabbeltier von ein paar Zentimern Grösse einem Menschen von aus deren Perspektive aberhundertfache Gewicht und Grösse einfach so irgendwas anhaben wollen? Ihr müsst euch einfach immer bewusst sein, dass euch die Tiere, ob Skorprion, Hase, Antilope, Grosskatze, Flusspferd oder Elefant niemals grundlos angreifen würden. So lange Fluchtdistanz nicht unterschritten wird, ist es eigentlich kein Problem. Bei einem Skorpion ist diese Distanz aus unserer Sicht ziemlich gering, man kann doch auf einen knappen Meter oder so ran. Die werden immer vor dir das Weite suchen wollen.

Und @Dandelion: die grosse Kunst ist natürlich einfach, das Bodenzelt immer schön brav geschlossen zu halten, auch wenn man nur ganz kurz raus oder rein geht. Der Skorpion war ja unter dem Zelt und nicht drin. Also kein Problem. 🙂

Begegnungen mit Schlangen kommen dann auch noch. Stay tuned. 😛

Liebe Grüsse
Sam
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Themenstarter1’062 Beiträge · seit 200606. Mai 2018 ·
Sonntag, 21. Januar 2018
Koiimasis - (NamibRand Family Hideout) - Maltahöhe


So eine Hängematte ist ja wirklich eine tolle Sache, um ein paar Stunden abzuhängen, aber eine ganze Nacht drin schlafen dann doch eine ganz andere. Zumal es ausnahmsweise auch Mücken gab, die mich mit ihrem grellen Surren und fiesen Stichen plagten. Dementsprechend etwas gerädert wache ich auf.

Nach dem Morgenkaffee latsche ich den Kilometer zur Farm rüber und ersuche um Rat oder Hilfe betreffs das Zeltstangenmassakers. Die gute Dame des Hauses ist aber nicht sehr hilfsbereit und will mir stattdessen ein Zimmer andrehen angesichts der Tatsache, dass ich ja über kein nutzbares Zelt mehr verfügen würde. Oder ob uns vielleicht ein abgesägter Besenstil zu Hilfe kommen könnte? Das lehne ich dann dankend ab und gehe unverrichteter Dinge wieder zum Bruder zurück. Diesem lege ich die Fakten dar und wir beschliessen, was sich ohnehin schon abzeichnete: wir fahren zurück zum Family Hideout und holen uns die Scheissdinger halt wieder. Eine Überlegung wäre noch gewesen, in Keetmanshoop, wo wir ohnehin vorbeikommen würden, nach einem Laden für Campingbedarf Ausschau zu halten. Aber dass dieser dann über genau die benötigten Ersatzteile für diese Art von Zelt verfügen würde, wäre doch eher der Kategorie Glückstreffer zuzuordnen. Also ändern wir unseren Plan und fahren zurück und dann noch weiter ostwärts bis Maltahöhe, einem kleinen regionalen Versorgungsstädtchen. So könnten wir dann am nächsten Tag auf guter Teerstrasse bis Keetmanshoop und zum Köcherbaumwald durchfahren, wo wir halt einfach einen Tag eher als geplant aufschlagen würden.

So ist das halt bei uns - es wäre was ganz Neues gewesen, einmal eine Tour von A bis Z wie geplant durchzuführen. Wir nehmen es locker und mit Humor, der Ärger von gestern Abend ist ja ohnehin schon längst verraucht.

So packen wir nach dem Frühstück zusammen und rollen um 11 Uhr wieder vom Hofe. Weil 11 Uhr eine Stunde nach Checkout-Zeit sei, müsse man uns leider zwei Nächte berechnen und wir hätten ja ohnehin schon fest gebucht. Da zeigt man sich unserer Ansicht nach etwas sehr unflexibel, aber wir haben null Bock auf Diskussionen und bezahlen zähneknirschend.

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Unterwegs zwischen Tirasberge und NamibRand.

Die Strecke kennen wir jetzt ja, dennoch lassen wir uns nicht hetzen und halten auch dann und wann für ein Foto.

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In der Namib gibt es durchaus auch Farmen, wie an den Zäunen unschwer zu erkennen ist.

Am frühen Nachmittag sind wir wieder beim Hideout und eine doch ziemlich erstaunte Arbeiterin, die uns schon zwei Tage zuvor empfangen hat, kommt uns entgegen. Ich erkläre unser Dilemma und sie lacht und deutet auf einen Bakkie direkt neben uns, auf dessen Ladefläche sich Mülltüten und sonstiger Gerümpel stapelt. Wir seien «lucky guys», meint sie. Morgen würden sie den Müll wegbringen und die Stangen sind auch tatsächlich schon dort drin deponiert, sie hätte sie beim Aufräumen und Putzen unserer Campsite im Sand liegend gefunden. Was sind wir froh!

An der Kreuzung gleich nach dem Eingang zum Family Hideout biegen wir links ab und damit für heute auch wieder auf eine noch unbekannte Strecke. Nach etwa 50km fängt die Landschaft an sich zu verändern und die Pad steigt merklich an. Wir fahren die Schwelle ins Hochland von Namibia wieder rauf über einen kleinen Pass, vorbei an beeindruckenden Tafelbergen.

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Tafelberglandschaft an der D830.

Es wird auch zunehmend grüner und an einigen Stellen am Pistenrand gibt es noch sichtbar ausgewaschene Stellen - es hat also etwas geregnet in letzter Zeit. Über uns hängen für einmal auch etwas dichtere Wolkenfelder und ein paar wenige Regentropfen berühren zaghaft unsere Windschutzscheibe.

Dann kommen wir nach Maltahöhe, ein wirklich trostloses Kaff irgendwo im Nirgendwo. Eine Hauptstrasse, eine Kirche, zwei, drei kleine Läden - die aber wegen des Sonntags eh geschlossen haben -, eine Polizeistation und fast keine Menschen sind hier unterwegs.

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Wie in einem Roadmovie - Tankstelle in Maltahöhe.

Das “Hotel Maltahöhe” ist schnell gefunden und wir sind vorerst auch die einzigen Gäste. Ein kurliger Ort ist das, in der Bar und im Restaurant hängen überall Bilder, Flaggen und Texte aus der Südwester-Zeit. Als ich dann oben an der Decke die Reichskriegsflagge ausmache, denke ich mir so meinen Teil. Aber die Leute sind nett und das Zimmer für eine Nacht absolut ausreichend. Einfach und sauber, mehr brauchen wir ja auch gar nicht.

Nach einer erfrischenden Dusche gehen wir in die Bar und kredenzen uns einen Rock Shandy und bestellen das Abendessen. Hernach setzen wir uns noch in den Garten und lassen den Tag bei einer Partie «Yatzy» und einem Bierchen - es gibt sogar auch Erdinger Alkoholfrei hier - ausklingen.


Tageskilometer: 265km
Gesamtreisedauer: 5h 10min
Tageshöchsttemperatur: 36° C
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17,0k Beiträge · seit 201206. Mai 2018 ·
kalachee schrieb:Nach dem Morgenkaffee latsche ich den Kilometer zur Farm rüber und ersuche um Rat oder Hilfe betreffs das Zeltstangenmassakers. Die gute Dame des Hauses ist aber nicht sehr hilfsbereit....

Ich musste schon gleich beim Anfang der Schilderung grinsen und dachte so: Ach, das kenne ich!

....So packen wir nach dem Frühstück zusammen und rollen um 11 Uhr wieder vom Hofe. Weil 11 Uhr eine Stunde nach Checkout-Zeit sei, müsse man uns leider zwei Nächte berechnen und wir hätten ja ohnehin schon fest gebucht. Da zeigt man sich unserer Ansicht nach etwas sehr unflexibel, aber wir haben null Bock auf Diskussionen und bezahlen zähneknirschend.
Und genau deswegen haben wir auf ein weiteres Gespräch verzichtet und sind gleich morgens um 8, noch vor den "offiziellen" Sprechzeiten wieder abgereist. Uns war klar, dass wir da nur unsere kostbare Zeit und Nerven verschwenden.

Abhaken unter Erfahrung und gut ist! 😎

LG
Logi
51 Beiträge · seit 201206. Mai 2018 ·
Auch ich durfte die Dame des Hauses "kennen lernen".
Wir brauchten für unseren Camper ein Stück Draht. Also fragte ich Sie höflich. Antwort von Ihr ähnlich.
Du denkst doch wohl nicht, das die Ihren Besen hergibt !!! Die fliegt damit Patrouille. 😈
403 Beiträge · seit 200606. Mai 2018 ·
Ich habe mich für Wildfleisch interessiert, jedoch zum Mitnehmen. Konnte mich nicht gleich entschliessen, welches ich möchte. Sehr unhöflich fragte mich die Dame des Hauses: Wollen Sie nun Fleisch oder nicht 😮
Ich habe es dann vorgezogen, gar nichts zu kaufen.
Wir waren als Camper da. Der Campingplatz wird getrennt von der Lodge verwaltet. Namibische Gastfreundschaft sucht man hier vergebens, einzig die Landschaft entschädigt für die Unähnlichkeiten.
Frau Gräber auf Gunsbewys empfahl uns diese Farm , wir hatten keine Reservierung.
Eigentlich wollten wir zwei Nächte bleiben, zogen es jedoch vor nach einer Nacht zu gehen.
Die Farm ist ja wunderschön gelegen, ebenso die Campsites. Die Landschaft traumhaft & sehr farbenprächtig. Das hat uns gefallen.

Gruss Margrit
4’132 Beiträge · seit 200807. Mai 2018 ·
Danke, für deinen interessanten und witzigen Bericht!
Ja, ja, die genussvollen langen Vormittage in der Wildnis, bis die Sonne sticht, - wunderbar!

...und, bei Mme I. weiß man manchmal gar nicht, welchen Anlass man gegeben haben könnte, um ihre erzieherischen Maßnahmen und Statements auszulösen.. – ... - ach, blicken wir lieber nach vorn, - zu den Schlammschlachten... 🤩

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 08. Mai 2018
Themenstarter1’062 Beiträge · seit 200607. Mai 2018 ·
Hallo zusammen

Es war natürlich nicht meine Absicht, eine Diskussion über die Besitzer der Koiimasis Ranch auszulösen. Ich denke, der Ruf, den sie haben, kommt nicht von ungefähr. Wir waren im 2013 schon einmal dort auf der Campsite und hatten trotzdem keine schlechten Erfahrungen gemacht, auch wenn wir damals schon das Gefühl bekamen, dass Camper nicht besonders gern gesehen sind.

Fairerweise muss man sagen: ich glaube, Frau I. meint das alles überhaupt nicht böse, es ist einfach ihre Art, die wohl nicht immer gut ankommt und einen manchmal etwas ratlos zurücklässt. Von so etwas lassen wir uns die Ferien nicht madig machen und die wirklich herausragende Lage der Campsite/ Lodge und die fantastische Landschaft dort sind ein Besuch in jedem Fall wert. Die Stellplätze sind einmalig schön, top gepflegt und die in die Felsen gebauten Ablutions wirklich toll. Ich würde dort irgendwann schon wieder einmal hin.

Ich bin grundsätzlich nicht so der Typ, der sich auf ellenlange Diskussionen einlässt und unbedingt Recht behalten muss. Also haben wir halt die Extranacht bezahlt, was solls. Da wir uns wegen den Zeltstangen wirklich eine Lösung überlegen mussten, wären wir unabhängig davon so oder so früher abgereist.

Liebe Grüsse an alle Kommentarschreiber und Dankebutton-Drücker und stille Mittleser 🙂
Sam
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zuletzt bearbeitet 07. Mai 2018
5’490 Beiträge · seit 200907. Mai 2018 ·
Vielleicht tröstet es Dich ja, dass mir Gleiches mit Zeltstangen auch schon passiert ist. Allerdings auf Island, wo Hängematten aufgrund des Klimas keine Alternative sind und selbst einfache Hotels astronomische Preise nehmen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1’425 Beiträge · seit 201307. Mai 2018 ·
Hi,

Die Zeltstangenproblematik kennt wohl jeder Camper 🙄
Wir haben auch schon verzweifelt nach 2 absolut wichtigen Zeltstangen (damals noch für unser Vorzelt am Wohnwagen) gesucht. Wir waren uns beide sicher, dass sie da sein müssen, haben dann aber nach der gefühlten 1000sten Suche irgendwann und -wie neue Ersatzstangen gekauft und als wir die Neuen in die noch Vorhandenen stecken wollten, entdeckt, dass die Gesuchten sich erfolgreich in den Vorhandenen versteckt hatten 😠 Man hätte die Vorhandenen nur mal kräftig schüttelt müssen 🤩 Shit happens
LG
Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
2’128 Beiträge · seit 200608. Mai 2018 ·
Hallo Sam,

besten Dank für deinen schönen Bericht. Besonders interessiert und gefallen haben mir eure Tage am Namib Rand. Das Familiy Hideout steht nicht umsonst schon seit ein paar Jahren auf meinem Wunschzettel und seit einiger Zeit in der Planung für kommendes Jahr. Nun freue ich mich noch mehr auf diese grandiose Gegend. Dass man dort selbst eine Runde fahren kann, war mir gar nicht mehr bewusst.

Ich möchte auch noch ein Extra-Danke für deine schönen Fotos loswerden. Besonders die Landschaftsaufnahmen gefallen mir ausgesprochen gut.

Liebe Grüße
Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
1’796 Beiträge · seit 201408. Mai 2018 ·
Hallo Sam,

auch von mir mal wieder ein "Zwischendurch-Danke" 🙂

Namib Rand ist einfach traumschön! Ich könnte direkt wieder los - aber dann auch gerne wieder zu Fuß 😎

Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
2’542 Beiträge · seit 200908. Mai 2018 ·
Hallo Sam,

ich habe aufgeholt bei deinem Bericht. 🙂
Die Nr. 3 habe ich mir auch ausgesucht auf Koiimasis, aus genau demselben Grund: Schatten. Lechz. 🤪 Auch wenn hier der Wasserhahn ein Keinwasserhahn war. 😵
Frau I. hast du genau richtig beschrieben, so meine ich. Es ist einfach ihre etwas reservierte und dabei immer geschäftstüchtige Art, die nun nicht so superfreundlich rüberkommt, vor allem im Vergleich mit anderen Farmerinnen im näheren Umfeld. Ich werde berichten. 😎

So. Nun bin ich gespannt auf die Weiterfahrt nach Mesosaurus. 😉

Liebe Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter1’062 Beiträge · seit 200609. Mai 2018 ·
Hallo Thomas
Topobär schrieb:Vielleicht tröstet es Dich ja, dass mir Gleiches mit Zeltstangen auch schon passiert ist. Allerdings auf Island, wo Hängematten aufgrund des Klimas keine Alternative sind und selbst einfache Hotels astronomische Preise nehmen.
Ja, das tröstet schon ein wenig. 😄 Kann mir vorstellen, dass so etwas in einer Umgebung wie in Island nicht nur angenehm ist. Aber wie geschrieben, war der Ärger ziemlich schnell verraucht und wir haben eine für uns gute Lösung gefunden, indem wir wieder zurück gefahren sind. Glücklicherweise waren sie noch da und zwei Tage später waren wir ja wieder im Plan. Bonus: wir hatten dafür zwei statt nur eine Nacht auf der schönen Mesosaurus Campsite. 😎

Hey Claudia
Clamat schrieb:
Die Zeltstangenproblematik kennt wohl jeder Camper 🙄
Wir haben auch schon verzweifelt nach 2 absolut wichtigen Zeltstangen (damals noch für unser Vorzelt am Wohnwagen) gesucht. Wir waren uns beide sicher, dass sie da sein müssen, haben dann aber nach der gefühlten 1000sten Suche irgendwann und -wie neue Ersatzstangen gekauft und als wir die Neuen in die noch Vorhandenen stecken wollten, entdeckt, dass die Gesuchten sich erfolgreich in den Vorhandenen versteckt hatten 😠 Man hätte die Vorhandenen nur mal kräftig schüttelt müssen 🤩 Shit happens
Auch nicht schlecht! 🙂 Solche Sachen passieren einfach und im Nachhinein kann man ob seiner eigenen Schusseligkeit nur Lachen.

Lieber Uwe
Eulenmuckel schrieb:
besten Dank für deinen schönen Bericht. Besonders interessiert und gefallen haben mir eure Tage am Namib Rand. Das Familiy Hideout steht nicht umsonst schon seit ein paar Jahren auf meinem Wunschzettel und seit einiger Zeit in der Planung für kommendes Jahr. Nun freue ich mich noch mehr auf diese grandiose Gegend. Dass man dort selbst eine Runde fahren kann, war mir gar nicht mehr bewusst.

Ich möchte auch noch ein Extra-Danke für deine schönen Fotos loswerden. Besonders die Landschaftsaufnahmen gefallen mir ausgesprochen gut.
Ich verneige mich. Ein Extra-Lob von einem der besten Fotografen in diesem Forum zu erhalten ist wie ein Ritterschlag. 😛

Der Family Hideout ist wirklich ein zauberhafter Ort und ich freue mich für euch, dass ihr diesen in der Planung habt für eure nächste Tour.

Hallo Sabine
Applegreen schrieb:
auch von mir mal wieder ein "Zwischendurch-Danke" 🙂

Namib Rand ist einfach traumschön! Ich könnte direkt wieder los - aber dann auch gerne wieder zu Fuß 😎
Herzlichen Dank!

Geht mir auch so. Irgendwie geht mir dieser Tok Tokkie Trail nicht mehr so richtig aus dem Kopf. Muss das auch mal noch etwas genauer anschauen… 😕

Lieber Matthias
fotomatte schrieb:
ich habe aufgeholt bei deinem Bericht. 🙂
Die Nr. 3 habe ich mir auch ausgesucht auf Koiimasis, aus genau demselben Grund: Schatten. Lechz. 🤪 Auch wenn hier der Wasserhahn ein Keinwasserhahn war. 😵
Frau I. hast du genau richtig beschrieben, so meine ich. Es ist einfach ihre etwas reservierte und dabei immer geschäftstüchtige Art, die nun nicht so superfreundlich rüberkommt, vor allem im Vergleich mit anderen Farmerinnen im näheren Umfeld. Ich werde berichten. 😎

So. Nun bin ich gespannt auf die Weiterfahrt nach Mesosaurus. 😉
Ah! Hast du unsere kleine Wetterstation gefunden auf der Campsite Nr. 3 da im Felsen neben dem Steintisch? Wir hatten dir doch erzählt, dass wir sie dort vergessen hätten und du sie haben darfst, falls sie noch dort ist. 😄 🤪

Und ja, bald erleben wir unser Treffen noch einmal aus unserer Sicht nach. Das nächste Kapitel folgt demnächst, hier auf diesem Kanal. Ich habe ein langes Wochenende vor mir und sollte zwischendurch ein bisschen Zeit haben. 🙂

Liebe Grüsse
Sam
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6’158 Beiträge · seit 200609. Mai 2018 ·
Logi schrieb:
kalachee schrieb:Nach dem Morgenkaffee latsche ich den Kilometer zur Farm rüber und ersuche um Rat oder Hilfe betreffs das Zeltstangenmassakers. Die gute Dame des Hauses ist aber nicht sehr hilfsbereit....

Ich musste schon gleich beim Anfang der Schilderung grinsen und dachte so: Ach, das kenne ich!

....So packen wir nach dem Frühstück zusammen und rollen um 11 Uhr wieder vom Hofe. Weil 11 Uhr eine Stunde nach Checkout-Zeit sei, müsse man uns leider zwei Nächte berechnen und wir hätten ja ohnehin schon fest gebucht. Da zeigt man sich unserer Ansicht nach etwas sehr unflexibel, aber wir haben null Bock auf Diskussionen und bezahlen zähneknirschend.
Und genau deswegen haben wir auf ein weiteres Gespräch verzichtet und sind gleich morgens um 8, noch vor den "offiziellen" Sprechzeiten wieder abgereist. Uns war klar, dass wir da nur unsere kostbare Zeit und Nerven verschwenden.

Abhaken unter Erfahrung und gut ist! 😎

LG
Logi
danke Logi,
schon 2008 war Anke sehr unfreundlich... Wullf hat sich bei uns für seine Frau entschuldigt ... da passt der Satz wirklich abhaken.
Sonnige Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter1’062 Beiträge · seit 200611. Mai 2018 ·
Kapitel 7
Von Bäumen, die keine sind, Vogelgezwitscher und einem Forum-Treffen


Montag, 22. Januar 2018
Maltahöhe - Mesosaurus Fossil Bush Camp

An einem der ersten Tage unserer Tour haben wir ein Motto ausgegeben: «immer das Positive sehen!». Und drum: zwischendurch in einem richtigen Bett zu schlafen hat eben schon auch was. Wir stehen früh auf und gehen um 07:30 Uhr zum Frühstück. Das verdient keine Bestnoten, ist aber sonst ganz okay. Eine Stunde später sind wir abfahrbereit, biegen um die Ecke zur Tanke und lassen volllaufen und die Reifen auf asphaltgeeignete 2.2 Bar aufpumpen.

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Denn ab Maltahöhe bis Keetmanshoop haben wir eine aalglatte Teerstrasse vor uns. Tempomat auf 120km/h einstellen und los gehts. Selbst auf der B1, der Hauptverbindungsachse von Nord nach Süd, herrscht verhältnissmässig sehr wenig Verkehr und so kommen wir flott voran und rauschen fast ohne Pause in knapp drei Stunden durch.

«Keetmans» ist eine wichtige Stadt im Süden, aber trotzdem ebenfalls ein ziemlich trostloses Kaff. Irgendwie können wir uns mit diesen schäbigen Städtchen einfach nie so recht anfreunden. Aber egal, wir bekommen alles, was wir brauchen, fahren von Laden zu Laden, lassen noch eine der Gasflaschen auffüllen und essen in einem Fastfoodschuppen bei der Shoprite-Mall eine Kleinigkeit zu Mittag und dann fahren wir wieder raus in den Busch. Gut 40km sind es bis zum Mesosaurus Fossil Bush Camp.

Die Gegend hier ist bekannt für ihre Köcherbaum-«Wälder» und absonderlichen Gesteinsformationen. Die Köcherbäume, die eigentlich gar keine Bäume sind sondern Aloen und damit eine Sukkulentenart, haben ihren Namen daher, dass die San (Buschmänner) tatsächlich die hohlen Äste als Pfeilköcher verwendeten. Auf dem Gelände der Farm, auf der die Campsite steht, wurden etliche versteinerte Dinosaurier, eben Mesosaurus, gefunden.

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Bezaubernde Landschaft mit dem typischen Doloritgestein und den Aloen, direkt an der Campsite.

Als wir ankommen, ist zunächst keiner da, aber wir müssen nur ein paar Minuten warten, bis Giel, der kurlige Besitzer, auftaucht. Er war gerade in der Stadt und hat auf seinem Bakkie einen neuen, riesigen Kühlschrank geladen. Voller Stolz erzählt er uns, dass er sich diesen und einen Flachbildfernseher gekauft habe. Er ist ein echtes Unikat, kantig aber sehr herzlich und unkompliziert. Wir sollen einfach auf die Campsite fahren und es uns gemütlich machen, alles andere regeln wir dann schon.

Die Campsite selber liegt etwa 4km abseits der Farm im Gelände, in so etwas wie einem kleinen Tal zwischen Steinhügeln und umgeben von hunderten von Köcherbäumen und wie von Riesenhand aufeinandergeschichteten Steinhaufen. Es gibt ein einfaches Klo- und Duschhaus, pro Stellplatz eine Feuerstelle und bei zwei Kameldornbäumen riesige Webervogelnester.

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Unser Lager auf der Mesosaurus Fossil Bush Campsite, im Baum in der Mitte ist das grosse Nest zu sehen.

Die Siedelweber sind wahre Meister der tierischen Architektur und bauen sich für Kolonien von hunderten von Vögeln riesige Nester in vorzugsweise flach herausragendes Geäst, manchmal so gross, dass die Äste irgendwann das Gewicht nicht mehr halten können und runterkrachen.

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Sociable Weaver / Siedelweber. Die Vögel hier scheinen sich sehr an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt zu haben, dass sie mich mit dem Makro bis auf wenige Zentimeter an ihr Gesicht ranlassen. «Gwunderig» inspizieren sie meine Kamera und hoffen wohl auch auf einen Krümel von mir.

Hier gefällt es uns ausnehmend gut und wir sind froh, morgen mal wieder einen autofreien Tag vor uns zu haben. Wir richten uns ein, chillen rum und würfeln eine Partie. Als die Sonne tiefer steht, streiche ich ein wenig durch die Felsen und Bäume und mache mit diesem fantastischen Licht ein paar Fotos.

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Währenddessen entfacht Beenie ein Feuer und wir bereiten das Abenessen vor. Heute auf der Speisekarte: Sirloin Steak in einer Chili-Knoblauch-Marinade, Folienkartoffeln mit Schmatze, gegrillte Zwiebeln und Salat.

Pappsatt begeben wir uns in unsere Zelte und ich versuche, noch ein paar Seiten zu lesen. Da scheitere ich auch heute grandios und die Zelen im Buch fangen wieder schnell an zu verschwimmen.


Tageskilometer: 376km
Gesamtreisedauer: 7h 25min
Tageshöchsttemperatur: 34° C
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Dienstag, 23. Januar 2018
Mesosaurus Fossil Bush Camp

Aus unseren Zelten raus beobachten wir halbwach einen fantastischen Sonnenaufgang. Bei Familie Weber im Baum nebenan ist auch schon Hochbetrieb, es ist ein Geträllere und ein Geflattere, dass es eine wahre Freude ist. Hier ist es tatsächlich aber mal ein wenig frisch so am frühen Morgen.

Nach dem Kaffeeritual schnappen wir unsere Kameras und Ferngläser und spazieren ein wenig in den Felsen und Bäumen herum auf der Suche nach Schlangen und Echsen oder Vögeln. Aber sehr erfolgreich sind wir nicht gerade. Eine oder zwei Agamen können wir entdecken, Schlangen aber sind sehr viel schwieriger auszumachen. Da müsste man sich natürlich auch besser auskennen, ihr Verhalten und ihre Verstecke erahnen, aber dieses Wissen haben wir nicht und unter irgendwelche Steine zu gucken trauen wir uns dann auch nicht unbedingt.

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Beenie versucht sich mit dem Makro ebenfalls an Nahaufnahmen.

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Scaly-feathered Finch / Schnurrbärtchen

Den Rest des Vormittags und den frühen Nachmittag machen wir Urlaub. Entweder sitzen wir unter dem Siedelwebernest und beobachten das Treiben der kleinen Kerle, legen uns ins Zelt zum Lesen oder Dösen.

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Gar nicht so einfach, mal einen der Webevögel beim Rein- oder Rausflattern aus dem Nesteingang zu erwischen, auch wenn man stundenlang drunter hockt und die Kamera im Anschlag bereit hält.

Irgendwann am Nachmittag dann kommt ein Auto angefahren - wir bekommen Besuch! Es sind nicht etwa einfach andere Gäste sondern aus dem Gefährt steigt Matthias. Wir haben uns mit ihm verabredet, da sich unsere Wege hier kreuzen würden. Bisher kannten wir uns lediglich virtuell aus dem Forum hier und als wir mal herausgefunden hatten, dass wir zur gleichen Zeit unterwegs sein würden, haben wir unsere Routenpläne abgeglichen und dann eben hier ein Treffen ausgemacht. Matthias ist wie wir ein schon ziemlich alter Hase und begeisterter Birdwatcher. Schnell tauschen wir die neuesten Neuigkeiten aus dem Busch aus - er kommt gerade aus dem Kalahari Transfrontier Park, wo wir dann morgen hinwollen. Unter Gleichgesinnten kann es schnell gehen, wir verstehen uns jedenfalls auf Anhieb bestens und verquatschen den ganzen Nachmittag bis in den Abend hinein.

Aber auch heute ist das Abendlicht wieder fantastisch und wir stolpern dann noch ein wenig zwischen Steinen und Köcherbäumen umher, um ein paar Fotos zu schiessen.

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Währenddessen brutzelt auf dem Gaskocher stundenlang ein Beef Stew vor sich hin, auf das wir Matthias einladen.

Vorher aber gibt es noch einen «Sundowner». Nach Sonnenuntergang ist die Stimmung besonders schön mit dem bläulich und rosa schimmernden Lichtschein am Horizont und den dunklen Silhoutten der Köcherbäume.

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Matthias offeriert Beenie einen Drink:

«Beenie, magst du auch einen Gin Tonic?»
«Na klar, es ist ja jetzt auch PGTL!»
«Bitte, was?»
«Perfect Gin Tonic Light!»

😁

Das Abendessen schmeckt mal wieder vorzüglich und auch jetzt gehen uns die Gesprächsthemen nicht aus. Wir bleiben noch eine Weile sitzen, dazwischen bereite ich noch ein Sternen-Foto vor. Da der Mond inzwischen schon recht hell geworden ist und erst nach 23 Uhr untergeht, stelle ich mir den Wecker auf 3 Uhr in der Früh und stehe dann auch tatsächlich nochmals auf.

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Tageskilometer: 0km
Tageshöchsttemperatur: 33° C
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4’394 Beiträge · seit 201511. Mai 2018 ·
Hallo Sam, das interessiert mein Sammlerhirn doch sehr
Folienkartoffeln mit Schmatze
WAS IST DAS?? Hoffentlich so genießbar wie Dein wunderbarer Bericht! 😉
Viele Grüße
Friederike
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