Kapitel 16: Samstag, 17. August 2013
OkonjimaTeil 1: SteinböckchenlandDie erste Nacht in Okonjima war sehr geruhsam, aber irgendwie auch sehr gewöhnungsbedürftig. Zumindest dahingehend, dass man den anderen im Bett immer suchen musste, weil die Betten dort derart groß sind, dass man sich zu zweit darin irgendwie ein bisschen verliert (das erschwert dann auch mancherlei erzieherische Tätigkeiten, wie den "Was, du schnarchst - na warte!"-Klaps für das Gegenüber 😎 ).
Aber auch in Okonjima war unsere Nacht früh zu Ende: Wir wollten ja wieder Tiere Tracken gehen - an diesem Morgen Hyänen oder Wildhunde, je nachdem was uns eher über vor die Nase liefe. Auf Okonjima haben auch drei Tüpfelhyänen (sonst gibt es dort nur Braune Hyänen) und vier Wildhunde ein Heim gefunden. Mike hatte am vorherigen Abend schon erzählt, dass sich beide Gruppen recht tief im Reservat aufhielten und hatte uns schon auf einen etwas längeren Ausflug eingestellt! Wir fanden das toll, denn so konnten wir wirklich sehr viel vom Reservat sehen. Mit dabei an diesem Morgen war außerdem unser Tracker Niclas.
Nach Kaffee und ein paar Keksen ging es mit den ersten Sonnenstrahlen los 🙂 ...

Irgendwie hatten wir an diesem Morgen das Gefühl, dass uns alle Tiere begrüßt haben 😄 ...

Auch die Oryx-Antilopen waren schon wach 🙂

Diese Dame hier noch nicht ganz so sehr 😉 ...

Ich hab übrigens irgendwann aufgehört zu zählen, wie viele Steinböckchen uns auf Okonjima über den Weg gelaufen sind. Gefühlt waren es hunderte 😁 ... die waren einfach überall...
Überall waren auch die Warzenschweine ... wobei der hier besonders freundlich posiert hat 🙂 ...

Und noch ein Kudu...

Was wir allerdings nicht fanden war ein Funksignal ... weder von Hyänen, noch von den Wildhunden 🙄 ... war zwar auch ein sehr schöner Game Drive ohne, aber Mike wie Niclas fanden das nicht so toll. Die beiden standen auch ständig mit einem anderen Fahrzeug in Funkkontakt, aber auch das brachte uns nicht näher an das erhoffte Piepsen...

Da guckte selbst das Steinböckchen etwas verwirrt 😄 ...

Damm endlich piepste es! 🤩 Die Hyänen waren gefunden... 3 männliche Tüpfelhyänen beherbergt Okonjima (Vater und Söhne). Ursprünglich waren alle drei mit Funkhalsbändern versehen, der Papa und ein Sohnemann hatten wohl aber schnell den Dreh raus, wie man sich der Dinger entledigen konnte. Und so läuft nun nur noch Poo, der Dritte im Bunde, mit Sender versehen durch die Gegend.
Nachdem das Signal stärker wurde, stellte Mike den Wagen ab und es ging zu Fuß in ein kleines Galeriewäldchen (freundlicherweise ohne garstigen Bewuchs mit Dornenbüschen 😗 😄 ). Über den Fußmarsch hab ich mich übrigens sehr gefreut, meine Pobacke tat an diesem Tag zwar nicht so sehr weh, wie am Vorabend noch befürchtet - nach zwei Stunden Durchgerüttele im Wagen, war ich aber schon recht froh, mal nicht ständig unsanft an den Dornen-Piecks vom vorherigen Abend erinnert zu werden 😎 ...
Und nun ... bitte sehr ... ich präsentiere Poo ... die wohl vollgefressenste, gechillte Hyäne, die uns bislang unter gekommen ist... 😄

Was für ein Brocken! Mike meinte, dass der Gute um die 85 bis 90 Kilo wiegt 🤩 ...

Aus dem Auto heraus, sehen Hyänen irgendwie kleiner aus ... 🙄 ... als wenn sie da mit ihren fast 90 Kilo zu Fuß vor einem stehen 🙄 ... oder liegen ... 😄 ... Poo war nämlich sehr müde ....

Und jetzt müsst ihr schon zugeben: Ist das nicht ein ausgenommen hübscher Kerl? 🙂

Und dieser Blick 🤩 (...und nein, ich teile nicht die Meinung meines Mannes, der meint, dass sich die Hyäne da dachte: "Wenn ich nicht so voll wäre, würde ich euch alle freeeeesssen!" 😎 )

Und noch ein letztes Bild von dem "Kerlchen"...

... und dann verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Weg zurück zur Lodge (die Wildhunde waren zwischenzeitlich immer noch nicht gefunden worden und uns knurrte so ein bisschen der Magen 😉 )...
Auf dem Weg zurück meinten irgendwie alle Tiere, dass wir heute schon genug gesehen hatten, und stürmten sofort weg, wenn wir kamen 🙄 ...
Daher ... Kudus von hinten...

Noch mehr davon laufende Kudus.... 😄

Die Kuhantilopen zeigten sich auch bevorzugt von hinten 😗

Und mehr Fotos gibt's dann auch nicht von der Rückfahrt 😉 ...
Zurück in der Bush Suite erwartete uns dieser Frühstückstisch 🤩

Ganz, ganz toll und viiiiel zu viiiiiiel - aber auch unglaublich lecker. Inklusive waren übrigens die Hausschweinchen von gestern, die uns schon erwartungsvoll anblinzelten 🙂 ...

... und zwischenzeitlich auch unsere Terrasse erobert hatten 🤩 ...

... sowie zwei kecke kleine Vögel, die es auf die Müslischalen abgesehen hatten (bzw. diese für ihr Eigentum hielten 😉 ). Jedenfalls: Wir hatten ein wunderschönes Frühstücksgelage 😉 ...
Und hier noch einmal die Suite von außen...

Mehr Warzenschweinchen, ein paar Vögel, aber vor allem Miezekatzen gibt's dann im nächsten Teil! 🙂
Liebe Grüße
Steffi