ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201411. Apr. 2017 · #42
CuF schrieb: Kleiner Einwand: Wir haben geschlummert wie Prinzessinnen auf der Erbse Ihr seid gar keine echten Prinzessinnen! Die Prinzessin im Märchen schlief ja nicht gut wegen der Erbse unter der Matratze 🙂 🙂 🙂
Hallo Friederike,
Du hast ja schon Recht, der Vergleich hinkt ein wenig 😎
Es gäbe aber auch noch folgende Möglichkeiten: a) Unser königliches Bett war einfach bequemer als das der Erbsen-Prinzessin gepolstert mit 20 Matrazen und 20 Daunendecken 🤪 b) Wir sind gar keine echten Prinzessinnen 😣 c) Die Prinzessin auf der Erbse hätte in Afrika ganz sicher die einzige Erbse nicht gespürt 😄
Schön, dass Du dabei bist und Dir die Landschaften gut gefallen - im nächsten Teil gibt's noch ein paar mehr davon 🙂
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201411. Apr. 2017 · #43
10.3.2017 – Wanderung auf der Robberg Halbinsel
Heute ist wieder ein herrlicher Tag 🙂! Strahlender Sonnenschein begrüßt uns an diesem Morgen, das Frühstück gibt es wieder auf der Veranda. Owen möchte natürlich wissen, wie uns der Ausritt gefallen hat und wir erzählen ihm von unseren Eindrücken. Er wirkte sehr erstaunt, aber ändern kann es ja nun auch niemand mehr 😵.
Die für heute geplante Wanderung auf der Robberg Halbinsel ist mir ein großes Anliegen, da mein Mann und ich letztes Jahr gesundheitsbedingt darauf verzichten mussten. Und um es schon vorweg zu nehmen, für mich persönlich im Rückblick die schönste Wanderung überhaupt auf dieser Reise 🤩!
Also machen wir uns zeitig auf den Weg und erreichen schon bald das Entrance Gate – hier ist vielleicht was los 😈! Wir wussten schon, dass man früh sein muss, aber einen solchen Stau haben wir nicht erwartet 🤢.
Nachdem wir endlich das Gate passieren konnten, quälen wir uns durch den völlig zugeparkten, ohnehin schon schmalen Weg in Richtung des eigentlichen Parkplatzes. Aber wie so häufig auf dieser Reise – wir haben Glück und es wird just direkt am Picknick-Aussichtspunkt ein Plätzchen frei 😛.
Heute werde ich mal mehr Bilder sprechen lassen und nicht allzu viel schreiben. Ich schätze es wird der bildreichste Teil des Berichts 🤪.
Die wichtigsten Informationen schon mal vorab:
Wir haben uns eigentlich die komplette Umrundung, also inklusive des Point Circuit bis zur Spitze der Halbinsel ca. 9,2 KM vorgenommen - und nicht geschafft, denn man muss bis spätestens 14.00 Uhr am „The Point“ angelangt sein, um die komplette Umrundung zu bewältigen 😠. Diesen Hinweis findet man aber erst, wenn man an der Witsand Düne angelangt ist. Ich weiß zwar nicht warum das so ist, hängt aber vermutlich mit den Gezeiten zusammen 😕.
Wir laufen den Rundweg im Uhrzeigersinn bis zur Witsand Düne, da man so die Düne im tiefen Sand bergab läuft – bergauf wäre das eine mühselige Angelegenheit.
Hinunter bis zum Strand „The Island“ vorgelagert und dann wieder zurück. Für diese „mittlere“ Runde von 5,5 KM haben wir 4 Stunden inklusive ausgiebiger Fotos-Stopps und Pausen gebracht. 4 Stunden sind in etlichen Reiseführern eigentlich für die ganz große Runde bis zum Point Circuit angegeben – das ist aus unserer Sicht nur für Schnell-Wanderer bzw. Jogger (die wir dort auch getroffen haben) möglich 😗.
Hier gibt es einige Kletterpassagen und je nach Witterung auch gefährlich glatte, schräg polierten Felsen zu bewältigen und man möchte ja auch noch die Landschaft genießen. Wir würden die in der Karte veranschlagten Zeiten verdoppeln, damit sollte man gut planen können, welche Variante man sich zeitlich „leisten“ kann. Aber unbedingt die Gezeiten im Auge behalten 😛!
So jetzt geht's aber los 🤪
Blick auf Plettenberg Bay
„The Island“
Unterwegs
Es eröffnen sich herrliche Ausblicke 🤩
Nach einem steilen Anstieg müssen wir erst mal eine Pause einlegen 😣 😗
Nun geht es immer dem Geruch nach 😛
Denn bald entdecken wir Unmengen an Robben, die sich unter uns im Wasser tummeln
Allerdings sehr weit weg unterhalb einer sehr steilen Klippe
Herrliche Ausblicke eröffnen sich immer wieder - Einfach eine tolle Landschaft hier
Wir erreichen die wirklich riesige „Witsand Düne“ - hätte man auf dem kleinen Eiland gar nicht erwartet 😎
Vor uns liegt nun „The Island“ mit herrlichen Stränden
Man kann sich wirklich nicht satt sehen
Hier in der Nähe haben wir Rast gemacht
Es folgt eine sehr interessante Wegführung vorbei an einer steinzeitlichen Höhle
Gefolgt vom nächsten Traumstrand
Und jetzt heißt es nochmal richtig kraxeln 🙄
Wir werden nochmal mit einem grandiosen Ausblick belohnt
Wir sind vollends begeistert von diesem herrlichen Fleckchen Erde! Die Schönheit der Robberg Halbinsel ist in der Tat einzigartig! Wir hatten natürlich ausnahmsweise auch sehr viel Glück mit dem Wetter 😎 .
Bei „Schietwetter“ kann die Wanderung hier schon alleine aufgrund der gefährlichen Passagen bei Flut mit einhergehenden Überspülungen der Wege und aufgrund der „Steifen Brise“, die auch uns an manchen Passagen entgegenweht ist, richtig gefährlich werden. Nicht umsonst sind die „Totenköpfe“ in der Karte eingezeichnet – das sollte man auch wirklich beherzigen – und vor allem wichtig: Die Gezeiten im Blick behalten!
Nach dieser phantastischen Wanderung haben wir uns ein paar Stündchen Entspannung am schönen Keurboomstrand verdient, wo wir auch direkt nach der Wanderung hinfahren. Hier strecken wir die müden Knochen ein wenig in die Sonne und ich nehme ein erfrischendes Bad im Ozean.
Danach meldet sich ein leichtes Hungergefühl – das Enricos liegt ja schön in greifbarer Nähe 😉 .
Ich leiste mir zur Feier dieses schönen Tages nicht ganz günstige Tiger Prawns (nicht ganz so gut wie im „Girls“) und Dagmar bleibt erneut bei der klassisch italienischen Küche.
Nebst Getränken, Kaffee und einem Eisbecher, der fast so viel kostet wie ein Hauptgericht 😮, zahlen wir ZAR 500,--.
Zurück in der Tamodi Lodge genießen wir ein letztes Mal unsere schöne Veranda.
Morgen geht es für uns weiter in Richtung Addo Elephant Park – das Woodall Country House wartet schon 😎!
sphinx1'624 Beiträge · seit 201511. Apr. 2017 · #44
Hallo Sabine traumhafte Fotos- weiter so! Wir hatten damals bei unserer Robberg Tour Euer Wetter vom Nature Valley bzw. am Ende sogar Regen..... war trotzdem schön. Mir gefallen übrigens auch Deine Bilder vom Nature Valley sehr gut. Und wir haben zwei Nächte dort gebucht 🙂 LG Elisabeth
Fortuna77839 Beiträge · seit 201411. Apr. 2017 · #45
Wow!!! super schöne Bilder, liebe Sabine! 🙂 Dafür, dass ihr auf der Zufahrt soviel Stau/Verkehr hattet, sieht es auf euren Bildern aber relativ leer aus... Oder hast Du das so geschickt fotografiert?! 😉 Freue mich auf jeden Fall jetzt schon auf unseren Tagesausflug dorthin...
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201412. Apr. 2017 · #49
Guten Abend zusammen,
Danke für Euer Feedback 🙂 Es freut mich, dass die Wanderung gefallen hat - es ist nur eine kleine Auswahl an Fotos, aber alle hätten den Rahmen dann doch gesprengt 😗
Fortuna77 schrieb: Dafür, dass ihr auf der Zufahrt soviel Stau/Verkehr hattet, sieht es auf euren Bildern aber relativ leer aus... Oder hast Du das so geschickt fotografiert?! 😉
Hallo Nadja, da war in der Tat viel los - ich vermute aber, dass die meisten nur den kurzen Weg bis zu "The Gap" laufen. Ab da wurde es immer leerer, die Wegführung ist ab "The Gap" schon stellenweise nix für Leute, die Probleme mit Anstiegen haben und auch nix für diejenigen mit Höhenangst 😗 . Aber uns sind schon ab und zu mal Leute begegnet 😉
Liebe Grüße an alle und einen schönen Abend! Sabine
Old Women1'543 Beiträge · seit 201313. Apr. 2017 · #50
Hallo Sabine, habe gerade in meinen Aufzeichnungen geschaut. Wir waren auch am 10.3. da und zwar so gegen 10.30 Uhr, sind die gleiche Runde gewandert. Ihr wart wohl etwas früher da, und somit haben wir uns verpasst. 🙁 Das finde ich richtig schade, zumal wir im Woodall auch nur mit 1 Tag Unterschied angekommen sind. Ich schau mal, ob ich euch vielleicht irgendwo auf meinen Fotos drauf habe. Du fragst, wann ich loslege. Na, dann, wenn dein schöner Bericht etwas "gesackt" ist, zumal wir viele Parallelen haben. Herzliche Grüße Beate
tribal71150 Beiträge · seit 201513. Apr. 2017 · #51
Hallo Sabine,
vielen Dank auch von mir für die ausführlichen Beschreibungen Eurer Wanderungen. Besonders Deine Zeiteinschätzungen helfen mir enorm weiter für unsere Planung Ende Oktober. Die Bilder sind natürlich auch traumhaft schön. Bin schon gespannt auf die weiteren Stationen.
Gruß, Markus
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201413. Apr. 2017 · #52
Hallo Markus,
willkommen und Danke für Dein Feedback 🙂
Old Women schrieb:Hallo Sabine, habe gerade in meinen Aufzeichnungen geschaut. Wir waren auch am 10.3. da und zwar so gegen 10.30 Uhr, sind die gleiche Runde gewandert. Ihr wart wohl etwas früher da, und somit haben wir uns verpasst. 🙁 Das finde ich richtig schade, zumal wir im Woodall auch nur mit 1 Tag Unterschied angekommen sind. Ich schau mal, ob ich euch vielleicht irgendwo auf meinen Fotos drauf habe. Du fragst, wann ich loslege. Na, dann, wenn dein schöner Bericht etwas "gesackt" ist, zumal wir viele Parallelen haben. Herzliche Grüße Beate
Liebe Beate,
🤩 🤩 das ist jetzt ja doch ein starkes Stück 😎 Da haben wir extra die Planung mit negativem Ergebnis abgeglichen und haben uns dann doch haarscharf verpasst 🤩 🤢 Das ist echt schade 😕
Ich muss auch mal die restlichen Bilder durchschauen, ob ich in weiter Ferne Euch drauf haben könnte - aber ich weiss ja nicht mal wie Ihr ausseht 😄 Dazu benötige ich dann Deinen Bericht 😛
Ich bin ja fast am Ende - es kommen nur noch 3 Tage - Du könntest also dann bald mal loslegen 😗 Später folgt der nächste Teil, bei dem Du doch aber aussteigen wolltest 😗
toll, jetzt habe ich zusätzlich zu Deinen prima Unterkunftsempfehlungen aus einem anderen Reisebericht auch noch unsere Wanderungen beisammen. 🤩 Ohne Dich wäre unsere Planung für die Gardenroute nicht so leicht von der Hand gegangen. 😉
Da wir das Woodall Country House auch gebucht haben, bin ich natürlich auf die letzten Tage auch gespannt.
Vielen Dank 😄 Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201413. Apr. 2017 · #54
chamäleon2011 schrieb:Hallo Sabine, toll, jetzt habe ich zusätzlich zu Deinen prima Unterkunftsempfehlungen aus einem anderen Reisebericht auch noch unsere Wanderungen beisammen. 🤩 Ohne Dich wäre unsere Planung für die Gardenroute nicht so leicht von der Hand gegangen. 😉 Da wir das Woodall Country House auch gebucht haben, bin ich natürlich auf die letzten Tage auch gespannt. Vielen Dank 😄 Karin
Liebe Karin,
es freut mich immer wieder, wenn meine Reiseberichte anderen Fomis bei der Planung helfen 🙂 Ich mache es ja genauso - spicke immer gerne bei anderen und stelle mir aus den vielen gesammelten Informationen dann die nächsten Reisen zusammen 🙂
Freut Euch auf das Woodall Country House 🤩 Ein Paradies auf Erden - dazu mehr im nächsten Teil. Dagmar war auch ganz hin und weg! Kleiner Tipp vorab: gönnt Euch dort eine Massage. Dagmar ist selbst Physio und hat die Qualität der Massagen dort sehr gut bewertet - nicht nur vom Wohlfühlfaktor sondern auch fachlich einwandfrei. Und hebt Euch auf jeden Fall Hunger für den Aufenthalt dort auf! Das Abendessen dort ist ein Highlight und jeden ZAR wert!
Ähem ich habe übrigens im vorigen Post zu viel versprochen 😗 . Den nächsten Teil werde ich doch erst morgen schaffen 😕 !
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201414. Apr. 2017 · #55
11.03.2017 – Auf ins Paradies - Woodall Country House
Wir genießen ein letztes Mal das Frühstück auf der schönen Terrasse und dann heißt es Abschied nehmen von unserer hochherrschaftlichen Bleibe. Das Auto ist schnell gepackt und in „The Crags“ tanken wir den Wagen nochmal voll.
Eigentlich wollte ich heute über den Prince Alfred’s Pass über Joubertina und Karedouw durch das Hinterland fahren, habe diesen Plan aber spontan wieder verworfen. Heute ist ein extrem heißer Tag und ich kann nur schwer abschätzen, wieviel Zeit uns dieser Schlenker kosten und ob er sich tatsächlich lohnen würde. Da wir ja nur 3 Nächte im Woodall eingeplant haben, hoffe ich noch heute schon einen nachmittäglichen Gamedrive in den Addo unternehmen zu können.
Also setzen wir uns auf die N2 und folgend dieser bis Port Elizabeth. Die Strecke ist langweilig und unspektakulär, dass es hiervon gar nichts zu berichten gibt, außer dass ich in einer Baustelle fast einen Poller mitgenommen hätte 🤢
In PE biegen wir dann Richtung Motherwell auf die R335 ab. Die Strecke führt durch ein Township und wir wundern uns über eine Schlange von Autos mit eingeschaltetem Warnblinker, die sehr langsam hintereinander herfahren. Vereinzelt Busse voll mit singenden Menschen.
Nach einiger Zeit wird uns klar, dass es sich hier um eine Beerdigung handelt. An der Spitze des Korsos ist ein Leichenwagen zu sehen, der kurze Zeit später auf einen riesigen Friedhof abbiegt.
Sobald wir Motherwell hinter uns gelassen haben geht es auf einer recht schlechten, wenn auch geteerten Landstraße weiter.
Endlich erreichen wir den Abzweig zum Woodall Country House und ich bin sehr gespannt, wie dieses kleine Paradies Dagmar gefallen wird 🤪. Im letzten Teil unserer Reise dürfen für einen Afrika-Rookie natürlich die Tiere nicht zu kurz kommen 😎
Angekommen im von außen unscheinbaren Anwesen, werden wir bereits erwartet und zur Rezeption geführt. Die überaus freundliche und liebenswerte Empfangsdame führt uns nach Erledigung der notwendigen Formalitäten zum Restaurant- und Aufenthaltsbereich, wo wir bei einem Begrüßungsgetränk Platz nehmen dürfen und auch direkt unsere Wünsche zur Gestaltung der nächsten Tage loswerden können.
Bald können wir dann auch unser Zimmer beziehen. Leider haben wir nicht die Suite mit Pool wie beim letzten Besuch – die hätte unser Budget etwas gesprengt 😗. Wir betreten ein nicht weniger schönes und mehr als geräumiges Cottage mit „Doppelduschen“ Innen und Außen.
Noch während wir unser Gepäck verstauen und erst mal unser Reich für die nächsten Tage inspizieren, bekommen wir Besuch von der netten Empfangsdame, die uns die gewünschten Aktivitäten für die nächsten Tage schon mal bestätigt.
Leider wird es nix mit meinem Plan 🤨 - der Gamedrive am Nachmittag ist bereits ausgebucht, ansonsten wurde aber alles wie gewünscht für uns organisiert. Auf Empfehlung werden wir morgen den Nachmittag und Abend bei einen Game-Drive im Schotia Game Reserve verbringen und am Vormittag ist für uns eine African Wood Massage gebucht. Übermorgen stehen dann der hauseigene Morning Drive und der mit Spannung erwartete Ausritt im Addo Elephant Park auf dem Programm.
Da heute ein wirklich heißer Tag ist, beschließen wir nicht nochmal selbst in den Park zu fahren, sondern einfach das Ambiente in dieser Oase zu genießen. Wir trödeln ein wenig im Garten herum, faulenzen noch eine Runde am Pool und dann geht es zum Abendessen.
Das Dinner im Woodall ist jeden ZAR wert und ein absolutes Highlight 🙂.
Eine schöne Geste, so empfinde ich es zumindest, sind die allabendlich personifizierten Speisekarten (hier ist nur die 2. Seite zu sehen) und „Gute-Nacht-Kärtchen“ auf dem Zimmer.
Hier wird Service ganz GROSS geschrieben, man wird immer wieder mit liebevollen Kleinigkeiten zu jedem möglichen Anlass überrascht.
Und damit der nächste Teil meines Berichts nicht mit Fotos überladen wird, stelle ich jetzt noch ein paar Aufnahmen vom Paradies ein, allerdings aufgenommen am nächsten Tag - da hat es dann leider geregnet 🙁. Weitere Fotos dieser herrlichen Unterkunft findet Ihr bei weiterem Interesse in meinem letztjährigen Reisebericht.
Angekommen im Paradies endet ein unaufgeregter Tag für uns. Morgen starten wir in den Tag mit einer herrlichen Massage und am Nachmittag geht es dann zum Tiere gucken 😉
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
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Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
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ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201415. Apr. 2017 · #57
12.03.2017 – Schotia Tooth&Claw Tour
Der Tag heute beginnt mit einem paradiesischen Frühstück, allerdings auch mit Regen, den das vertrocknete Land dringend benötigt.
Für uns geht es zunächst mit einem Wohlfühlprogramm weiter. Wir gönnen uns eine „African Wood Massage“ – die wir wirklich sehr empfehlen können.
Hinter diesem vielversprechenden Eingangsbereich des „Citrus Spa“ werden unsere in den letzten Tagen arg beanspruchten Knochen und Muskeln für 90 Minuten bei einer traditionellen Massage wiederhergerichtet.
Es wird abwechselnd mit den Händen und Holzstöckchen massiert - einfach nur herrlich!
Später hat der Regen etwas nachgelassen und ich mache mich auf zum Teich und kann dort unzählige Southern Red Bishops in allen Lebenslagen beobachten.
Später entdecke ich in einem Baum noch einen Black-headed Oriole (Maskenpirol) 🙂
Oben im Gebälk eines Gebäudes – leider unscharf – entdecke ich noch diese Lesser Striped Swallow.
Die Zeit verfliegt und wird es Zeit für unseren Gamedrive. Ich habe lange überlegt, welches Game Reserve in der Nähe für Dagmar als Afrika-Neuling in Frage kommen würde. Da ich letztes Jahr das Amakhala bereits ausgiebig während unserer beiden Tage im Woodbury Tented Camp erkundet habe und uns das Schotia Game Reserve empfohlen wurde, waren die Würfel dann doch zugunsten von Schotia gefallen.
Was wir allerdings erst kurzfristig erfahren, die sogenannte „Tooth & Claw“ Tour beinhaltet ein Abendessen in der „Open Air Lapa“, was eine Nachtfahrt zurück zur Unterkunft bedeutet 🤢. Da ich ziemlich Nachtblind bin musste also noch ein Shuttle gebucht werden. Ein recht kostspieliges Vergnügen, allerdings besser als weit nach Einbruch der Dunkelheit noch selbst durch die Prärie zu fahren und für uns auch rückblickend betrachtet eine gute Entscheidung.
Gegen 13.30 Uhr werden wir von unserem Shuttle abgeholt. Unser Fahrer ist ein älterer sympathischer Herr Namens Francoise mit dem wir während der ca. 45-minütigen Fahrt nach Schotia nett plaudern. So nett, dass er kurzerhand beschließt, uns auf der Tour zu begleiten 🤩. Für ihn ist das Vergnügen sogar kostenlos, da er offizieller National Tourguide ist.
An den Toren des Reserves angekommen, schwant mir zunächst einmal gar nichts Gutes 😠. Das ist ein Safari-Business im ganz großen Stil. Hier stehen Unmengen an Safarifahrzeuge bereit und eine entsprechende Menschenansammlung 🙄. Das ist ja so gar nicht nach meinem Geschmack und riecht verdächtigt nach Massenabfertigung 😈!
Nach dem Check-In werden wir in 9-er-Gruppen jeweils einem Guide zugeteilt – wir müssen uns den Namen „Robert“ merken.
Noch kurz ein paar Worte zu Schotia: Das Reserve entstand aus der seit Anfang 1800 bewirtschafteten Farm „Orlando“. Besitzer und Betreiber des Reserves ist die Familie Bean, die nun in der 6. Generation und seit 25 Jahren das damalige Farmland als Game Reserve betreibt. Die Familie wohnt heute noch inmitten des Reserves und es soll das älteste private Reservat im Eastern Cape sein. Das Gebiet von Schotia grenzt direkt an den Addo.
Nach einer kurzen Wartezeit dürfen wir in einem Landrover, der seine besten Tage schon hinter sich hat, bei Robert Platz nehmen und es kann losgehen.
Entgegen meiner Befürchtungen werden wir bis zur „Teepause“ keinem einzigen Safarifahrzeug mehr begegnen und die ersten Tiere lassen im verhältnismäßig kleinen Reserve natürlich auch nicht lange auf sich warten.
Sehr ausgiebig beschäftigen wir uns mit dem Dung Beetle:
Eine echt mühselige Angelegenheit - das Tagewerk der Dung Bettles 😗
Unterwegs begegnen wir den üblichen Verdächtigen – ich werde jetzt nicht jedes Foto kommentieren. Robert allerdings weiß uns viele interessante Einzelheiten zu erzählen und berichtet unter anderem auch kritisch über die Ansiedlung von Arten in für sie nicht typischen Gebieten. Ein aktuell großes Problem sind hier derzeit die Elefanten - sie werden perspektivisch nicht genug Nahrung finden und zerstören außerdem die wunderschönen Schotiabäume. Es ist schon geplant, einige wieder umzusiedeln.
Dieses Warthog zeigt uns deutlich, was es von uns hält 😎
Am Krokodil- und Hippopool entdecken wir zwar kein Hippo, dafür aber ein Waffenkiebitz - Paar nebst Krokodilmama (dazu später mehr):
Es freut uns hier Giraffen zu sehen - denn im Addo sind sie definitiv nicht zu finden 😉
Bei den Büffel-Models verweilen wir auch einige Zeit. Die Madenhacker sind nicht grade zu beneiden 🤢
Auf einer Freifläche begegnen uns diese beiden Rhinos und kommen uns – nicht wir ihnen 😗 – doch recht nah 🤩
Robert ist ein absolut sympathischer Typ, der sich auch nicht unbedingt an Zeitpläne hält. Er redet gerne und viel und lässt uns bei jeder Sichtung ausreichend Zeit zur Beobachtung.
Nachdem sie uns ausgiebig beäugt haben, wandern sie weiter zu den nächsten Safarifahrzeugen, um diese zu inspizieren 😉
Außer den Rhinos bieten sich noch weitere schöne Motive.
Dieses Foto mit den Kuhantilopen mag ich ganz besonders 😘
Ein Eli kreuzt nochmal unseren Weg
Ich wusste bislang gar nicht, dass Elefanten auch Kakteen fressen 😎
Dank Roberts extremer Gelassenheit treffen wir auch als letzte Gruppe in dem alten Farmhaus zum Nachmittags-Tee ein 🤪. Außer heißen Getränken gibt es herrlich frisch gebackenes Roosterkoek mit gesalzener Butter. Extrem lecker!
Von hier aus geht es weiter in den separaten Bereich, in dem die Löwen zu Hause sind. Und es ist auch der Bereich, der mir irgendwie gar nicht gefällt 🤨. Die Löwen liegen zwar wie auf dem Präsentierteller faul neben abgenagten Resten eines Wildtiers, aber die Szenerie scheint mir völlig unnatürlich 😵.
Den Höhepunkt erreicht das Ganze, als die anderen Guides mit ihren Fahrzeugen derart nah an die Tiere heranfahren, nur um sie zu einer Regung zu bewegen – absolut gruselig 🤢.
Ich habe das Gefühl, dass die Löwen hier ausschließlich Futter bereitgestellt bekommen und nicht mehr selbst jagen müssen. Sowohl Robert als auch Francoise verneinen dies auf Rückfrage zwar – meine Vermutung wird morgen aber von anderer Stelle bestätigt werden 😣
Irgendwie schauen die nicht wirklich glücklich aus 😐
Da es schon dämmert machen wir uns nun schleunigst auf den Weg zur Lapa. Hier versammeln sich die Massen an Tagesgästen natürlich wieder an einem Platz 🙄.
Im Reserve gibt einige eingesetzte Krokodile. Besonders stolz ist man derzeit auf diese 6 von ursprünglich 10 im Reserve geschlüpften Krokodil-Jungtiere.
In der Lapa befindet sich die kleine Aufzuchtstation. Vier Jungtiere sind wohl Raubvögeln zum Opfer gefallen 🙁 , daher hat man beschlossen, die Kleinen hier in Sicherheit zu bringen.
In der angeblich größten „Open Air Lapa“ Südafrikas steht schon das abendliche Braai für uns bereit.
Zunächst kann man sich an der Bar mit einem Gin Tonic oder sonstigen Getränken versorgen und dann geht es wieder wohl geordnet nach Ranger-Gruppen zu Tisch.
Das Essen ist recht schmackhaft und reichlich, natürlich kein Vergleich zum Dinner im Woodall, das wir auch schmerzlich vermissen 😣. Wir sind ohnehin weniger mit dem Essen beschäftigt, sondern tauschen uns lieber mit den restlichen Teilnehmern unserer Gruppe aus.
Besonders interessant ist der Bericht zweier Holländerinnen, die eine große Rundfahrt von Namibia bis Lesotho unternehmen. Und das in einem Polo und ohne jegliches Campingequipment – alles zu teuer, sie schlafen einfach immer im Auto 🤩.
Nach dem Essen und insgesamt ca. 6 Stunden im Reserve geht es in der Dunkelheit zurück zum Parkplatz. Robert leuchtet noch ein wenig die Umgebung auf der Suche nach nachtaktiven Spezies aus – leider ohne Erfolg 🙁
Francoise bringt uns sicher zurück in unsere Unterkunft, wo auf unserem Zimmer bereits eine Kanne mit heißem Kakao auf uns wartet 🙂
Im Fazit werde ich nochmal näher auf unsere heutige Schotia Tour eingehen. Trotz manch zweifelhafter Eindrücke war ich dann doch ganz zufrieden, dass Dagmar einen recht sichtungsreichen ersten Game-Drive in Afrika erleben durfte – und sie natürlich so ganz ohne Vergleichsmöglichkeit sowieso 😗 😣
Morgen geht es dann in den Addo Elephant Park – sowohl motorisiert als auch zu Pferde
zunächst Dir & allen anderen hier ein wunderschönes Oster
Bei diesem Wetter bleibt einem ja nix anderes übrig, als in Erinnerungen an Afrika zu schwelgen ! Da kommt Dein Bericht gerade recht ! Es gibt doch viele Ecken an der Gartenroute - da reicht einmal hin reisen gar nicht aus ! Danke für die schönen Erinnerungen und das Aufzeigen von neuen Möglichkeiten - vielleicht eines Tages ! 🙂