Unterwegs in den 1970er Jahren

550 Antworten · 99,6k Aufrufe · gestartet 24. Juli 2011 von wernerbauer
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Gast07. Dez. 2016 ·
Danke Erika....und schade, dass es schon aus ist. Ihr wart/seit schon in einer eigenen Liga, für mich definitiv kein mainstream 😗 ...weil dieser gerade an anderer Stelle diskutiert wird.
Danke und Grüße vom leser
.....und habt ihr wohl auch den Schutzengerln, die ganze Arbeit geleistet haben, gebührlich gedankt?
137 Beiträge · seit 201007. Dez. 2016 ·
Liebe Erika,

Mit Deinen historischen Reisegeschichten und den unersetzlichen, wertvollen Bildern dazu hast Du hier ordentlich Licht und Farbe ins Forum gebracht. Ich bin sicher, das empfinden ausser mir auch noch viele Andere. Um eure Erlebnisse auch zu überleben, braucht es schon eine gute Mischung aus Mut, Abenteuerlust, gesundem Körper und Geist, Durchstehvermögen, etwas jugendlichen Leichtsinn und ganz bestimmt eine Menge Glück. (Das weiss ich aus jahrzehntelanger Berufs-und Lebenserfahrung mit vielen Auslandsreisen)
Ich bedanke mich noch einmal ganz herzlich und wünsche euch, dass euch dieses besagte Glück erhalten bleibt.
Liebe Grüsse und vielen Dank auch an die anderen Autoren, die diesen Beitrag mit Text und Bild so schön "rund" gemacht haben.

Manfred
960 Beiträge · seit 201307. Dez. 2016 ·
Liebe Erika,
vielen Dank nochmal für deine Geschichten!!!!!!!!
Während dem Lesen der Storys von dir und den anderen Oldy`s (sorry 😉 )
hab ich oft getrauert, das ich zu dieser Zeit nicht nach Afrika reisen konnte durfte.
Ich glaube, ich mach mir da was vor. Ich hätte wohl nie den Mut gehabt, in diesem jugendlichen
Alter solche Abenteuer in Angriff zu nehmen.
Meinen allergrößten Respekt euch allen!

Gruß
Silvio
SA/BW März 2013, SA November 2013, SA Dez/Jan 2014/15, SA/BW/SIM/RU/UG Okt 2015, SA Dez/Jan 2016/17, SA/NA/BW Mrz/Apr/Mai 2018,NA JAN 2022,SA März 2023
2'338 Beiträge · seit 200708. Dez. 2016 ·
Hallo ihr Lieben

Aus manchen eurer Kommentare höre ich doch ein wenig heraus, dass ihr unsere Reise von damals als etwas risikoreich eingestuft habt. Mag ja schon sein, denn für Leute mit hohem Sicherheitsbedürfnis wäre das wirklich nicht empfehlenswert gewesen.

Maputo schrieb:
Vielen Dank für die eindrücklichen Bericht. Viel lustiges und auch sehr viel bedenkliches hast du geschrieben. Ich muss immer lachen wenn sich hier Leute outen, dass sie vom Afrikavirus befallen sind. Das Flugzeug fliegt 8 Stunden über einen Kontinent wo Menschen in unsäglichen Slums vegetieren, wo eine ganze Generation an Aids weg stirbt, wo Menschen mit Macheten zerstückelt werden und jagt auf Albinos gemacht wird um ihre Knochen zu verkaufen...usw usw...aber das ist halt auch Afrika.
Als Tourist möchte man sich natürlich in der eh immer viel zu knappen Urlaubszeit nicht unbedingt mit den unschönen Dingen beschäftigen, sondern einfach nur die interessante Landschaft, die Tierwelt und die tollen Unterkünfte geniessen. Wenn’s hoch kommt und damit man das auch mal gesehen hat, macht man vielleicht noch eine geführte Tour durch einen Slum. Ich kann’s keinem verdenken, denn wegen der Menschen und all den Problemen fliegt man ja nicht unbedingt nach Afrika.

GinaChris schrieb:
vielen lieben Dank für deine spannenden und informativen Reiseerlebnisse aus vergangenen Tagen;
es war ein großes Vergnügen diesen zu folgen!
Danke dir für deine netten Zeilen und dein Interesse an unseren Reiseerlebnissen 😁 .

CuF schrieb:
sehr eindrücklich, spannend und interessant hast Du Eure Reise geschildert - ich danke Dir für diese Mordarbeit - auch Erinnerungsarbeit!
Danke auch dir. Da ich ja immer noch keinen Zugang zu meinem damaligen Tagebuch habe 🙁 , war es für mein Hirn schon eine gewisse Herausforderung, all die Erlebnisse aufzuschreiben.

Reinhard schrieb:
deine Schilderungen haben mich sehr beeindruckt und auch nachdenklich gemacht. Einige Dinge werde ich bei meinen zukünftigen Afrikareisen sicher aus einem anderen Blickwinkel sehen. Es ist eben nicht nur die Geschichte sondern auch solche Geschichten die mein Bild von Afrika prägen.
Das hast du sehr schön geschrieben, vielen Dank lieber Reinhard 🙂 .

Leser schrieb:
Danke Erika....und schade, dass es schon aus ist. Ihr wart/seit schon in einer eigenen Liga, für mich definitiv kein mainstream ...weil dieser gerade an anderer Stelle diskutiert wird.
Mit dem Ausdruck «mainstream» kann ich eh nicht viel anfangen. Das Wort wird doch vorwiegend von Leuten verwendet, die noch nie in Afrika waren und meinen, nun etwas ganz Aussergewöhnliches zu wagen, aber spätestens wenn sie mit vielen anderen Touristen im Flieger nach Afrika sitzen, merken sie, dass sie halt doch nur im «mainstream» sind 😉 .
.....und habt ihr wohl auch den Schutzengerln, die ganze Arbeit geleistet haben, gebührlich gedankt?
Falls es die Schutzengerln wirklich gibt, bedanke ich mich hiermit im Nachhinein ganz artig. 🙂

Mannati schrieb:
Mit Deinen historischen Reisegeschichten und den unersetzlichen, wertvollen Bildern dazu hast Du hier ordentlich Licht und Farbe ins Forum gebracht. Ich bin sicher, das empfinden ausser mir auch noch viele Andere.
Danke für die Blumen 😘
Um eure Erlebnisse auch zu überleben, braucht es schon eine gute Mischung aus Mut, Abenteuerlust, gesundem Körper und Geist, Durchstehvermögen, etwas jugendlichen Leichtsinn und ganz bestimmt eine Menge Glück.
Es war nicht immer ganz leicht, aber das scheint ja heute – wie man so im Forum lesen kann - auch nicht unbedingt besser geworden zu sein. Nur haben sich die Probleme etwas verlagert, oder besser gesagt: Es gibt nun für den modernen Touristen Probleme, die man früher nicht mal ansatzweise auf dem Schirm hatte. 😁

Graskop schrieb:
Während dem Lesen der Storys von dir und den anderen Oldy`s (sorry )
hab ich oft getrauert, das ich zu dieser Zeit nicht nach Afrika reisen konnte durfte.
Ich glaube, ich mach mir da was vor. Ich hätte wohl nie den Mut gehabt, in diesem jugendlichen
Alter solche Abenteuer in Angriff zu nehmen.
Ja, aber immerhin hast du’s dann schlussendlich doch noch nach Afrika geschafft, wenn auch vielleicht nicht mehr im zarten, jugendlichen Alter 🙂 .

Herzliche Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
Gast08. Dez. 2016 ·
Hallo Erika, noch ein hmmm @ Schutzengel…. in der Rückschau meine ich doch, dass auch Atheisten, so wie ich, Schutzengel haben (dürften?)….oder einfach nur Glück 😗 .

In der Rückschau und aus Sicht eines Gealterten (nicht Alten 😗 ) denke ich schon, dass wir manchmal ziemliche Risiken eingegangen sind und damit meine ich nicht das, was heute als solches angesehen wird. Aber junge Leute haben sowieso wenig Risikobewusstsein, das entwickelt sich erst im „Reifungsprozess“….sagen die Psychologen 😎 .

Da war z. B. der Quasikriegszustand im ganzen Subkontinent. Ich möchte nicht wissen, wie viele AK74 uns vom Busch heraus im Visier hatten… die ich gesehen habe, haben mir gereicht. Informationen darüber gab es nicht, die Informationsflüsse waren langsam und eine freie Presse für deren Veröffentlichung gab es sowieso nicht, es herrschte strenge Zensur. In die Zeitungen kam nur, was sich nicht mehr vertuschen ließ und das auch nur sehr gefiltert. Das Risiko völlig unbewusst zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein war schon groß. Was aber auch heute zutrifft, denn andererseits gibt es heute alle diese Informationen, und trotzdem fahren/fuhren viele nach Ägypten und in die Sahara, Sri Lanka, Thailand etc. ohne irgendein Bewusstsein für die Spannungs- und Konfliktsituation in diesen Ländern, die Security oder irgendwer vor Ort wird’s schon richten. Da hatten wir wenigstens die Ausrede des Informationsmangels….

Oder z. B. die mangelnde Streckenkenntnis und –information, es gab sie einfach nicht oder waren nicht zugänglich. Wenn ich denke wo und wie wir da ein paar Mal abseits der Hauptstraßen herumgekurvt sind… 😊 ...man musste einfach fahren und schauen was kommt und geht. Ich bin zwar ein eher vorsichtiger Typ und gebe auf bevor es zu haarig wird, was mir auch schon Streit mit Mitreisenden beschert hat, aber wir haben uns auch aufgeführt wie die sprichwörtlichen Halbschutouristen am Gletscher. Wir wussten es nicht besser. Wenn man heute jemanden erzählt, dass man umkehren musste, weil die Spur von Nata zur Sowa-Pfanne so zugewachsen war, dass sie nicht mehr auffindbar war, obwohl man diese ein Jahr zuvor schon befahren hatte, würde man belächelt werden.

Mit Hilfe von Instinkt, Glück und echt zufällig vorbeikommenden Helfern, obwohl mitten im Nirvana (schon wieder Schutzengel), ist immer alles gut gegangen. Und mit Ausnahme von einigen wenigen Situationen wurde das auch nie als belastend empfunden und es hat unwahrscheinlichen Spaß gemacht, so war das Reisen eben …basta. Und es wurde auch nicht als strapaziös empfunden. Manche damals junge Erwachsene waren ja selber in Zeiten mit sehr einfachen Lebensumständen aufgewachsen. In meinem Fall war das Plumpsklo im Freien, Brunnen im Hof, Petroleumfunzel etc, Buschcamping in Afrika war nur die Fortsetzung meiner Kindheit. Das Wasser für das Flascherl der Kleinen drei Mal abzukochen, mit dazwischen zweimaligem Dekantieren, wurde, wenn nötig, als völlig normal empfunden und gehörte einfach dazu…….heute wird manchmal schon auf sehr hohem Niveau gejammert.
Grüße
zuletzt bearbeitet 08. Dez. 2016
1'715 Beiträge · seit 200608. Dez. 2016 ·
Hallo Erika

Auch von mir ein grosses Dankeschön.

Zwar habe ich Deinen Reisebericht nicht von Anfang an gelesen, weil das hier auf dem Rondeberg Resort mit einem sehr langsamen Internet-Zugang mühsam ist. Die Fotos werden praktisch Pixel-Zeile für Zeile übertragen. Aber das was ich gelesen habe hat mich stark an meine Reise in den 70er erinnert und ich habe angefangen, diese Erlebnisse nieder zuschreiben. Mel sehen vielleicht werde ich den Bericht hier rein stellen oder nur einen Link. Er wird aber keinen Fotos enthalten, denn die Dias sind Zuhause und müssten noch eigescannt werden.

Danke also auch für die Inspiration.

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
1'425 Beiträge · seit 201308. Dez. 2016 ·
Liebe Erika,

dir (und auch den anderen Mitschreibern) ganz herzlichen Dank für diesen einzigartigen Thread. Es war unheimlich interessant euch in den 1970er Jahren durch Afrika zu begleiten.
Gerne würde ich dich auch noch durch Indien begleiten. Bitte schreib weiter 😗

LG

Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
4'130 Beiträge · seit 200809. Dez. 2016 ·
Liebe Erika,
herzliche Dank für deine tollen Erzählungen aus alten Reisetagen!

Wir haben es sehr genossen!
...und auch ein wenig Wehmut empfunden. 🙂

LG lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
2'338 Beiträge · seit 200710. Dez. 2016 ·
Liebe(r)

Picco, leser, swisschees, Clamat und lilytrotter
Ganz lieben Dank für eure Kommentare 🙂 🙂 🙂 .

Swisschees, wie du schreibst, hättest du hier auch noch etwas beizusteuern. Bitte tu das und halte diesen thread mit deinen Beiträgen noch etwas am Leben, sonst rutscht er irgendwann wieder auf Nimmerwiedersehen nach hinten und das wäre doch schade. Und auch unseren treuen Leser leser möchte ich bitten, nochmals in seiner Wühlkiste nachzuschauen.

Betr. Indien muss ich sagen, dass das schon überhaupt nicht mehr in dieses Forum passen würde.
Zudem wäre mir das zu arbeitsintensiv, da dort sehr viel passiert ist und das alles niederzuschreiben wäre mit unendlich viel Arbeit verbunden.

Viele Grüsse, schönes WE und auch wieder mal ein herzliches Dankeschön an alle Danke-Drücker 🙂 .

Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
2'398 Beiträge · seit 201110. Dez. 2016 ·
Liebe Erika,

auch von mir ein dickes Dankeschön für Deine aufschlussreichen Beschreibungen Eurer Erlebnisse und die anschauliche Bebilderung dazu. Es war wie eine Zeitreise - manchmal habe ich mich gefragt: sahen wir damals wirklich so aus? Aber ja, wir sahen so aus! (Es gibt da noch so ein paar Fotos von mir, die würde ich ums Verrecken nicht öffentlich zeigen 🤩 !)
Das Digitalisieren der Dias muss ja eine Heidenarbeit gewesen sein.

LG aus dem grauen HH (aber nicht mehr lange, in 2 Stunden hkommt das Taxi zum Flughafen 😎 ),

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
1'796 Beiträge · seit 201411. Dez. 2016 ·
Liebe Erika,

auch von mir ein ganz großes Dankeschön für das Teilen Eurer Eindrücke und Erlebnisse aus den 70er Jahren!

Auch ich würde mich sehr freuen, wenn noch weitere Berichte aus diesen Zeiten folgen würden. Leider war ich in den 70ern noch zu jung und erst gute 20 Jahre später in Afrika und da auch im Vergleich komplett "Mainstream" unterwegs 😉.

Vielleicht magst Du ja doch irgendwann einen klitzekleinen Kurzbericht zu Euren Erlebnissen in Indien schreiben! Eurem Vergleich zu Indien kann ich zumindest (auch 20 Jahre später 😗 ) voll und ganz zustimmen.

Liebe Grüße und einen schönen 3. Advent!
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
7'306 Beiträge · seit 200611. Dez. 2016 ·
Hallo Erika,

vielen Dank für die Erzählungen aus einer Zeit, in der ich nicht einmal wusste, wo Afrika ist.

1971 habe ich Radfahren gelernt und noch im Sandkasten gespielt. Ich hatte eine Menge Plastiktiere und fragte meinen Vater immer, wo diese Tiere denn leben.
So habe ich z.B. nie gleichzeitig mit Giraffen und Tigern gespielt ... 😉

Damals gab es kein Internet, keine Navis, keine Handys ... heutzutage für die meisten Reisenden unvorstellbar.
Ich versuche auf meinen Reisen auch immer, die Länder ohne viel Vorwissen selbst kennenzulernen. In einer Woche fliege ich wieder in den "Schwarzwald" und besuche 2-3 Länder, die ich noch nicht kenne. Außer dem Flug ist nichts gebucht. Eine Landkarte liegt hier, aber ich habe noch nicht reingeschaut.
Aus heutiger Sicht mache ich es mir unnötig schwer und vielleicht fahre ich auch an irgendeinem Highlight knapp vorbei. Ich versuche immer, weitgehend so zu reisen, wie es damals zwangsläufig nur möglich war. Natürlich ist es nicht mehr das gleiche, denn die Leute drum herum sind alle informiert. Als ich vor einigen Jahren in Sierra Leone irgendwo in der Pampa (kein Strom, kein Wasser) gefragt wurde, woher ich komme, zählte man mir sogar die Bundesligaergebnisse vom letzten Wochenende auf.

Eure Reise liegt ja noch in einer aus heutiger Sicht vorstellbarer Zeit und dennoch hat sich schon so viel verändert.
Jetzt komme ich noch mit einer kleinen Anekdote aus dem Jahr 1871, also nochmal zufällig genau 100 Jahre früher. 😉

Mein über 90jähriger Nachbar erzählte mir mal, dass eine Frau aus seinem Stammbaum vor vielen Jahren auf einer Zugfahrt von Wiesbaden nach Frankfurt (Strecke ist bereits seit 1840 in Betrieb) einen Mann kennenlernte, der auf dem Weg nach Namibia war. Sie folgte ihm später und erreichte an Weihnachten 1871 als alleinreisende Frau per Schiff Walvisbay und reiste weiter nach Okahandja. 1879 starb sie mit nur 38 Jahren nach der Geburt eines Kindes.
Er hatte mich gebeten, auf dem Friedhof in Okahandja nach dem Grab zu suchen und zu fotografieren und es existierte vor einigen Jahren noch - unweit der Gräber der Hereroführer.

Vor fast 150 Jahren als Frau alleine nach Afrika auszuwandern ... alle Achtung.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'338 Beiträge · seit 200712. Dez. 2016 ·
Hallo miteinander

KarstenB schrieb:
Es war wie eine Zeitreise - manchmal habe ich mich gefragt: sahen wir damals wirklich so aus?
Aber ja, wir sahen so aus! (Es gibt da noch so ein paar Fotos von mir, die würde ich ums Verrecken nicht öffentlich zeigen !)
Feigling 😄 ! Her damit.
Wir brauchen in dieser trüben Jahreszeit was zum Grinsen 😛 .

Applegreen schrieb:
Leider war ich in den 70ern noch zu jung und erst gute 20 Jahre später in Afrika und da auch im Vergleich komplett "Mainstream" unterwegs .
Das Wort «Mainstream» ist ja momentan hier im Forum in aller Munde und jeder kann es für sich auslegen, wie er will.
Ich sage einfach mal: Mainstream hin oder her – Hauptsache Afrika. 😁

BikeAfrica schrieb:
Damals gab es kein Internet, keine Navis, keine Handys ... heutzutage für die meisten Reisenden unvorstellbar.
In der Tat kann sich das heute wohl kaum mehr jemand vorstellen, aber ohne all diese Hilfsmittel war das Reisen damals einfach viel spannender. Man wusste ja nicht mal, wo man die nächste Nacht verbringen wird und Campingplätze waren zumindest ausserhalb Südafrikas sehr rar bis gar nicht vorhanden. Wir besassen ja nicht mal nen Reiseführer.

Oder zum Beispiel war damals ein Gorilla- oder Schimpansentrekking gar nicht möglich, da die Tiere noch völlig wild lebten und nicht künstlich an Menschen gewöhnt worden waren.
Ich versuche immer, weitgehend so zu reisen, wie es damals zwangsläufig nur möglich war. Natürlich ist es nicht mehr das gleiche, denn die Leute drum herum sind alle informiert.
Auch wir möchten das so gut es geht beibehalten. Bis heute sperren wir uns mit Händen und Füssen gegen jegliches Vorbuchen, was ja zumindest in Ostafrika noch einigermassen gut möglich ist und auch die genaue Reiseroute legen wir nie im Vorhinein fest. Das wilde Übernachten irgendwo in der Pampa wird aber immer schwieriger, denn einsame Plätze werden immer rarer. Trotzdem sind wir ein wenig mit der Zeit gegangen und benützen nun ein Navi, Handy und wo’s geht das Internet.
Mein über 90jähriger Nachbar erzählte mir mal, dass eine Frau aus seinem Stammbaum vor vielen Jahren auf einer Zugfahrt von Wiesbaden nach Frankfurt (Strecke ist bereits seit 1840 in Betrieb) einen Mann kennenlernte, der auf dem Weg nach Namibia war. Sie folgte ihm später und erreichte an Weihnachten 1871 als alleinreisende Frau per Schiff Walvisbay und reiste weiter nach Okahandja. 1879 starb sie mit nur 38 Jahren nach der Geburt eines Kindes.
Er hatte mich gebeten, auf dem Friedhof in Okahandja nach dem Grab zu suchen und zu fotografieren und es existierte vor einigen Jahren noch - unweit der Gräber der Hereroführer.
Wir haben selbst mal vor vielen Jahren in Namibia eine alte Dame kennen gelernt, die in jungen Jahren zusammen mit anderen Frauen per Schiff nach Südwest auswanderte. Wie sie erzählte, hatte sie gehört, dass dort Männerüberschuss herrsche und dringend deutsche Frauen gesucht werden. Bei der Ankunft seien sie in Körben an Land gehievt worden, wo schon erwartungsvoll die heiratswilligen Männer bereitstanden. Jede hat dann sofort einen gekriegt, denn wenn’s gepasst hat, wurde nicht mehr lange gefackelt. Scheinbar war man damals noch nicht so romantisch und wählerisch wie heute. Das heisst aber nicht, dass diese Ehen nicht gehalten haben, ganz im Gegenteil - wurde uns jedenfalls versichert.

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
1'667 Beiträge · seit 200915. Dez. 2016 ·
Hallo Erika
Ich verliere nicht viele Worte, ich sage einfach nur ein riesen großes DANKE
und natürlich auch an leser
Liebe Grüße
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
zuletzt bearbeitet 15. Dez. 2016
42 Beiträge · seit 201615. Dez. 2016 ·
"der auf dem Weg nach Namibia war"

Das glaub' ich jetzt weniger, Ich denke, der war auf dem Weg nach Deutsch Südwestafrika. 😉

(Adalbert Stifter war auch kein Bewohner der Tschechoslowakei, wie mir ein Kollege einmal stolz erklärte...)
2'338 Beiträge · seit 200715. Dez. 2016 ·
Hallo liebe Birgitt 🙂
Ich verliere nicht viele Worte, ich sage einfach nur ein riesen großes DANKE
und natürlich auch an leser
Danke für deine lieben Worte.
Es hat mir Freude bereitet, einige Erlebnisse und Bilder aus längst vergangenen Zeiten – wenn auch in Kurzform – mit ein paar interessierten Leuten teilen zu dürfen.

@ Hartwig_Dellmour
"der auf dem Weg nach Namibia war"
Das glaub' ich jetzt weniger, Ich denke, der war auf dem Weg nach Deutsch Südwestafrika.
….und trotzdem haben wir doch gut verstanden, was BikeAfrica damit gemeint hat…. 😉

Liebe Güsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
7'306 Beiträge · seit 200615. Dez. 2016 ·
Hartwig_Dellmour schrieb:"der auf dem Weg nach Namibia war"

Das glaub' ich jetzt weniger, Ich denke, der war auf dem Weg nach Deutsch Südwestafrika. 😉

... das denke ich dann allerdings genauso wenig. 😉
Deutsch-Südwestafrika hieß das heutige Namibia nämlich erst seit 1884 ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
319 Beiträge · seit 201216. Dez. 2016 ·
Liebe Erika,
auch von mir nochmals Danke für die Geschichten und die netten Bilder. Die Tage in Uganda werden bestimmt einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben und immer mal zum Nachdenken anregen, besonders wenn man heute immer wieder manche Bilder sieht.
Ich habe solche Zeiten, wo Tyrannen an die Macht kamen und die Menschen eine gewisse Angespanntheit zeigten nie auf meinen Reisen erlebt. Ich war oft nach solch dunklen Zeiten in solchen Ländern. Da geht ein Aufatmen durch die Menschen - man spürt das förmlich. Es ergeben sich dann viele Gespräche, aber auch Erzählungen, die unter die Haut gehen. Und natürlich sieht man die Auswirkungen der dunlen Jahre zuvor, zerstörte Häuser, Waisen, Menschen mit fehlenden Gliedmaßen, ehemalige Kindersoldaten die auf einmal nichts mehr mit sich anzufangen wissen.

In Eritrea bin ich durch Gebiete mit unzähligen minenfeldern gefahren - bedrückend diese Warnschilder zu sehen und dann zu sehen, daß dort Leute leben und natürlich die Felder bestellen müssen etc. und ständig dieser Gefahr ausgesetzt sind. Im Minenbüro hatte ich mich vorher informiert, wo die Minenfelder liegen. Die Straßen sind minenfrei, aber nie die Strasse verlassen, auch wenn du kack.. musst. Alles lief prima, Einladung von extrem armen Leuten, die Stolz waren einen Ausländer zu bewirten. Aber dann auf ein paar km 15 Platte wegen Akazienzweigen im Sand. Ich hätte auf der Strasse das Zelt aufschlagen müssen, dann das Glück auf einen jordanischen UN-Posten zu stoßen, wo ich mein Zelt aufschlagen konnte, ohne Angst vor Minen zu haben. Die jordanischen Soldaten waren ganz überrascht, als ich noch etwas arabisch sprach.
Zurück in Asmara im Minenbüro bekam ich aber noch einmal weiche Knie. Ich erfuhr dort, daß während der Zeit, wo ich dort langgeradelt bin, wieder neue Minen auf der Strasse vergraben worden sind. Da wird man sehr nachdenklich, zweifelt am Verstand der Menschheit, verflucht die Menschen, welche an Minen sich eine goldene Nase verdienen - eben ein bleibender Eindruck, den man nie vergisst. Man lernt sehr schnell sich auch mal in die Situation von anderen menschen hineinzuversetzen. Auch wenn es ein paar unangenehme Erfahrungen waren, möcht ich sie nicht missen
2'338 Beiträge · seit 200716. Dez. 2016 ·
Hallo toumtoum

Danke für deinen sehr interessanten Beitrag über Eritrea.

Du schriebst:
Die Tage in Uganda werden bestimmt einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben und immer mal zum Nachdenken anregen, besonders wenn man heute immer wieder manche Bilder sieht.
Ja, die ganzen Umstände zu Idi Amins Zeiten haben bei mir schon unauslöschliche Eindrücke hinterlassen. An kein anderes afrikanisches Land auf unserer damaligen Reise habe ich so viele Erinnerungen, wie an Uganda.
In Eritrea bin ich durch Gebiete mit unzähligen minenfeldern gefahren - bedrückend diese Warnschilder zu sehen und dann zu sehen, daß dort Leute leben und natürlich die Felder bestellen müssen etc. und ständig dieser Gefahr ausgesetzt sind.
Kurz nach Ende des Bürgerkriegs in Mosambik sind wir durch den Tete-Korridor gefahren, der damals links und rechts der Teerstrasse noch vermint war. Das Gras stand mannshoch und es wohnte fast niemand dort, die Gegend schien völlig unberührt zu sein. Pipi musste auf dem Teer gemacht werden, da man ja nie wusste, wo die Tretminen vergraben waren. Ein paar Jahre später - die Gegend war in der Zwischenzeit entmint worden – gab es entlang der Strasse bereits viele Dörfer, Felder und Viehherden. Wo früher hohes Gras stand, war plötzlich alles überweidet. Das ist dann halt die Kehrseite.

Mich macht immer sehr wütend, dass für die Beschaffung von Kriegsmaterial nie gespendet werden muss. Dafür ist immer jede Menge Geld vorhanden. Aber nachher, wenn’s dann um den Wiederaufbau geht, wird gebettelt und gejammert und verzweifelt nach Unterstützung gerufen. Man erzählt sich ja, dass es in Mosambik während des Bürgerkriegs etwa gleich viel Minen wie Einwohner gab. Wie können die armen Länder das finanzieren?

Grade sind in Mosambik wieder viele Millionen Entwicklungsgelder verschwunden, die sehr wahrscheinlich für Kriegsmaterial gegen die eigene Bevölkerung abgezwackt wurden.

In Afrika wird’s wohl immer wieder zu Kriegen kommen. Auch wenn’s mal eine Weile ruhig scheint, so brodelt’s doch da und dort unterirdisch.

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
zuletzt bearbeitet 16. Dez. 2016