Unterwegs in den 1970er Jahren

550 Antworten · 99,5k Aufrufe · gestartet 24. Juli 2011 von wernerbauer
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3'883 Beiträge · seit 201122. Okt. 2017 · #521
Ist das Crocodile Camp der Vorläufer der Island Safari Lodge oder des Maun Restcamps?

Ich hoffe mal, das braune Fahrzeug gehörte nicht dir, lieber leser! Interessant, was alles über die Old Bridge "Matlapaneng" in Archiven von Fomis schlummert. Danke vielmals fürs Ausgraben und Zeigen!

LG freshy
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4'129 Beiträge · seit 200823. Okt. 2017 · #522
Danke leser, für deine Bilder und deinen Hinweis, - schöner grüner Landcruiser!! 😁

Eigentlich passt der kleine Video-Happen tatsächlich hierher, zu den alten Reisegeschichten.
Es hat sich ja gezeigt, dass es einige Fomis gibt, die ihren Spaß dran haben.
Angeregt durch freshy und leser verlinke ich hier also noch mal


Bei YouTube ansehen ↗



Und, auch wenn ich einiges schon bei freshy schrieb, hier die kleine Geschichte dazu:

Als wir 1989 die Old Maun Bridge überquerten, war das durchaus ein besonderer Moment für uns.

Auf dem Weg durch Afrika, von Nord nach Süd hatten wir endlich Maun erreicht.
Nach wunderbaren 18 Tagen im Chobe und Moremi - für umgerechnet ca. 10 DM/pro Woche! + ca. 3 DM/pro Nacht 🙂 kamen wir nach „famous Maun“! Ein Nest, derzeit - aber ein Nest mit Aura!!
Zentrum aller Trophäenjäger und Edel-Touristen mit albernen kolonialen Safarihüten... Versorgungszentrum für die gesamte Region.

Auch damals war Maun die Basis des Internationalen High-End-Tourism, Fly-In-Safaris. Niemand fuhr in den Moremi oder gar in den Chobe: Man flog. Diese Touristen waren bestens versorgt mit Lodge/Hotel/Restaurant – und die Safari-Unternehmen versorgten sich im Laden* in Maun. Entsprechend war der Laden ausgestattet, da gab es ALLES.
Von all dem wusste man natürlich schon, bevor man über die Old Maun Bridge fuhr.
Wir freuten uns riesig auf andere Menschen, auf Nachrichten in der Post-Kiste der Island Safari Lodge und darauf unsere Vorräte wieder auffüllen zu können.

Maun war aber nicht nur Zentrum des High-End-Safari-Tourism sondern das Zentrum für alle Reisenden. Für individuell Overland-Langzeitreisende war Maun ein „Mekka“ oder besser eben: „MAUN“!
Maun zu erreichen hatte etwas von „Angekommen-sein“.
Niemand konnte es auslassen, grundsätzlich blieb man dort hängen! – in der Island Safari Lodge, bzw. im Crocodile Camp, egal ob Backpacker, Motorrad oder 4rädrig. Denn man war über die endlosen staubigen Pisten und tiefsandigen Tracks endlich angekommen...
Vielleicht muss man dazu erwähnen, dass man
- a. ohne GPS reiste (man orientierte sich mit Michelinkarten und den hübschen einfachen Shell-Karten oder mit Hilfe von „Zeichnungen“, die man am NP Gate oder beim letzten Schwatz mit einem Guide bekam) – und
- b. sich lange ohne Kontakt zur heimischen Welt bewegte (keine Telefonate, keine Post – das war in Maun verlässlich möglich! – das hatte große Bedeutung beim Reisen: Maun, Poste Restante) – und
- c. dass es selten gute Versorgung gab.

Der Postkasten, der auf dem kleinen „Rezeptions-Tresen“ der Island Safari Lodge stand, war ein ganz besonderer Schatz:
Er war quasi der „Nachrichtenbaum“ von Maun.
Man wusste ja, wer grad im „Umkreis“ von ca. 3 Monaten so unterwegs war und im allgemeinen wusste man durch Grenzübergänge, wer vor einem war (das konnte man leicht in den Eintragungen in den Büchern lesen, - die Grenzer kannten das, manchmal übergaben auch sie einem Nachrichten!).
Hier, also, in diesem kleinen Kasten, steckten all die wertvollen Briefe und Nachrichten auf bunten Zetteln von Reisenden an Reisende und jeder durchsuchte ihn gespannt, ob etwas von einem Reisefreund für ihn dabei war! Fand man einen Brief an einen weiteren Bekannten, durfte man auch einen Gruß darauf hinterlassen.
Es waren halt andere Zeiten und die Bedeutung eines Ortes wie Maun erhielt dadurch eine sehr persönliche Note!

Reisende und Backpacker aus aller Herren Länder und viele Overlander-Companies (London - Cape Town): Encounter, Kumuka, Drifters usw. trafen hier zusammen. Entsprechend voll war es in der Island Safari Lodge, da war High-life! Eine „funky-atmosphere“, würde man heute sagen. Es gab sogar hauseigenes Kino (das wussten wir nicht mehr, bis wir es gestern in unserem Reisetagebuch lasen!). Der damalige Manager hat übrigens bis vor kurzem das Bon Arrivée gemanaged.

Sogenannte Selbstfahrertouristen im heutigen Stil, gab es derzeit natürlich noch nicht (die hätten den Laden schon längst wegen „untragbaren Zuständen“ zerrissen...!): Man konnte damals keinen 4x4 leihen.
Allerdings gab es eine große Anzahl englischer Südafrikaner (Buren waren aufgrund der Apartheit nicht gern gesehen), sie waren sehr weltoffene Gesprächspartner und immer sehr an dem "Rest" der Welt interessiert. Nach einer Woche Island Safari Lodge hatten wir so viele Einladungen nach Südafrika, dass wir uns daran durch ganz Südafrika hätten „durchhangeln“ können. Wir sind aber nicht mehr bis Südafrika gekommen, unser Auto fand nach 2 Jahren Reisezeit in Zimbabwe einen potenten Käufer mit Importgenehmigung. Wenn man so eine seltene Chance nicht nutzt... 🙂

Gruß lilytrotter


* so ungefähr sah der Laden aus... (vorletztes Bild)
http://www.jacanaent.com/MaunHist.htm



@ leser
Danke für deinen Hinweis mit dem causeway – wird so gewesen sein, wahrscheinlich sagte man vor Ort einfach nur „causeway“ oder Old Bridge causeway - ...lang ist’s her...
Wir haben es nur als Old Maun Bridge in Erinnerung - ...vielleicht nannte man sie eher unter den ahnungslosen Reisenden so? ...keine Ahnung... 😗
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 23. Okt. 2017
Gast23. Okt. 2017 · #523
freshy schrieb:Ist das Crocodile Camp der Vorläufer der Island Safari Lodge oder des Maun Restcamps? Ich hoffe mal, das braune Fahrzeug gehörte nicht dir, lieber leser!
Nein freshy, das braune Fahrzeug war nicht meines, ich war der sprichwörtlich „grüne“ BW-Tourist, in jedem möglichen Wortsinn 😗 .
Der Lage nach müsste die Nachfolge des Crocodile Camps die Okavango River Lodge sein, habe aber keine aktuellen Kenntnisse. Die Island Safari Lodge liegt schräg gegenüber am westlichen Ufer flussaufwärts.
Damals war die Wasserführung noch eher „delta-lehrbuchmäßig“. Bei unseren Besuchen im Juli/August hatte der Fluss eine kräftige Strömung und die Flutebenen oberhalb des Croc Camps waren unter Wasser. Wir wollten mit dort gemietetem Kanu zur Safari Lodge paddeln und haben auf halbem Weg aufgegeben, weil die Strömung im Hauptarm so stark war. Durch das Ried zu staken wäre besser gewesen, konnten wir aber nicht. Als wir nach 20 Jahren und danach wieder dort waren standen Hütten wo hier Boote fahren.
11_Dia_19_02b.jpg

12_Dia_19_03b.jpg

Auf google maps sehe ich jetzt Felder und Wege. Die Bilder sind leider sehr schlecht.
Grüße
Und danke vielmals lilytrotter für die Einfügung, HIERHER gehört’s…. 🙂
und wg. causeway wollte ich keinesfalls belehrend sein, ich hatte das so in Erinnerung.
zuletzt bearbeitet 23. Okt. 2017
Gast23. Okt. 2017 · #524
Nachtrag….aber wahrscheinlich habe ich es sowieso schon ein Mal geschrieben 😉 .
Lilytrotter hat ja schon berichtet, dass der Botswana- und Delta-Tourismus anfänglich eher organisiert war und nur wenige Selbstfahrer waren.
Hier gibt es einen Prospekt (vom berühmt/berüchtigten Hoar) für so eine Reise, und noch mehr alte Geschichten und Bilder:
http://www.4x4community.co.za/forum/showthread.php/204190-Safari-in-Olden-days/page3
Eine Bekannte machte Mitte der 60er so eine Tour von Johannesburg, durch Zentralkalahari bis Delta. Das war großes Safarikino im Hemingway-Stil, mit Lastauto für die Campausrüstung und Personal, kleineren Autos vor Passagiere, „Messezelt“, viel Personal etc.
Auch dieses Buch ist sehr informativ, auch über die Zeit davor, z. B. welch eminente Rolle die Fliegerei bei der Stadtwerdung von Maun gespielt hat.
Malgorzata Dziewiecka:
The Life & Times in Ngamiland: The Story of Maun
ISBN: 978-83-7611-997-7

Grüße
zuletzt bearbeitet 23. Okt. 2017
4'129 Beiträge · seit 200823. Okt. 2017 · #525
@leser
Wir fühlen uns nicht belehrt, allenfalls berichtigt und das ist doch gut!



Eine kleine Ergänzung zu der damaligen Reiseart:

Oben erwähnte ich die Orientierung mit Karten besonderer Art...

Hier die Karte, die man vom Chobe NP bekam – zur besseren Orientierung damals von mir „handcoloriert“... 🤩

Kartea1_IMG_1763.JPG


Und hier zur besseren Lesbarkeit in zwei Ausschnitten:

Kartea2_IMG_1764.JPG



Karte3a_IMG_1765.JPG


Wir waren damit voll zufrieden: Alles was man brauchte, war drauf. 😁


Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 23. Okt. 2017
1'309 Beiträge · seit 200923. Okt. 2017 · #526
Hallole,
ich habs mir grad direkt aus Maun bestätigen lassen. Das Croc Camp lag neben der Okavango River Lodge, Man sagt, dass es wieder eröffnet werden soll.
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
Gast23. Okt. 2017 · #527
Danke Nenette für die Auskunft @ Croc Camp, also nicht davor, sondern daneben.

Danke lilytrotter für die Karten und noch eine Frage @ Savuti.
So ca. Ende der 80er begann ja eine Trockenperiode in der Region in welcher dann der Savuti-Kanal komplett austrocknete. Wie war das bei eurer Tour 1989?
Damals wurde erzählt, dass die Elefanten die Wasserhähne am Campingplatz rund um die Uhr belagerten und die Installationen ununterbrochen herausgerissen und zerstört haben. Es sollen sich wilde Szenen abgespielt haben, weil Touristen die Elefanten vom Wasserhahn vertreiben wollten, sodass schließlich der Campingplatz für ein paar Jahre in den 90ern geschlossen werden musste. Er konnte erst wieder eröffnet werden, nachdem die Brunnen an der Sandridge in Richtung Norden angelegt wurden und die Elefanten so aus dem Camp ferngehalten wurden. Ich erinnere mich noch aus 1997 an einen, in einen großen Betonklotz versenkten, Wasserhahn, der in einem engen Loch versteckt war, in welches man gerade nur die Hand zum Aufdrehen hinein zwengen konnte.
Grüße
zuletzt bearbeitet 23. Okt. 2017
4'984 Beiträge · seit 201623. Okt. 2017 · #528
Ich erinnere mich noch aus 1997 an einen, in einen großen Betonklotz versenkten, Wasserhahn, der in einem engen Loch versteckt war, in welches man gerade nur die Hand zum Aufdrehen hinein zwengen konnte.

Schönen Abend leser!
Deine Beschreibung der Wasserentnahme von 1997 scheint sich bis heute bewährt zu haben! 🙂
Gruß Gina

DSCN5261.JPG
1'309 Beiträge · seit 200923. Okt. 2017 · #529
An die versteckten Wasserhähne in Savuti kann ich mich auch noch erinnern. Vor allem, weil man ja nie sicher sein konnte, wer sich in dem Loch eingenistet hat.
Und an die Nxai Pan, wo unsere beiden Touri-Fahrzeuge die einzigen Besucher des Parks waren.
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
Gast23. Okt. 2017 · #530
Danke GianChris, "unserer" war noch nicht so rafiniert, nur ein kruder Gupf.
Nenette schrieb: Vor allem, weil man ja nie sicher sein konnte, wer sich in dem Loch eingenistet hat.
Genauso ging's mir auch, wollte es aber nicht sagen.....chicken. Und wann sind die Europäer eigentlich darauf gekommen, dass Wasserholen Männersache sei? Bei den Afrikanern ist das nämlich anders 😉
zuletzt bearbeitet 23. Okt. 2017
Gast23. Okt. 2017 · #531
Nenette schrieb:An die versteckten Wasserhähne in Savuti kann ich mich auch noch erinnern. Vor allem, weil man ja nie sicher sein konnte, wer sich in dem Loch eingenistet hat.
@ chicken möchte ich noch ein Erlebnis von der gleichen Tour nachreichen, bei Löchern mit unbekannten Bewohnern ist Vorsicht nämlich immer angebracht:
Am Serondella-Platz am Chobe, an welchem damals noch kampiert wurde, war ein Wasserhahn am Platz direkt neben einem Baum mit einer großen Höhle. Ein Mal sah ich, dass der ca. 14-jährige Sohn unserer Nachbarn seinen Arm bis zum Ellbogen in diesem Loch hatte um nach ????? zu suchen und auch sonst recht unvorsichtig war. Ich habe dann seinen Eltern und ihm geraten, dass das keine gute Idee sei, wegen…..:
Ein paar Tage später bemerkte ich beim Wasserholen vom Hahn aus dem Augenwinkel eine Bewegung am Stamm des Baums mit Höhle und sofort danach eine ca. 1,5 m graue Schlange am Boden, die blitzschnell über den Boden von mir weg flüchtete. Ich habe die Schlange am Baum, wegen grauer Farbe und grauer Rinde nicht wahrgenommen, auch nicht wirklich hingeschaut. Wegen der Wahrnehmung der Bewegung am Baum, bin ich mir aber ziemlich sicher, dass sie zuerst am/im Baum war und nicht Boden, wo ich sie dann wahrgenommen hatte. Ich weiß nicht, welche Schlange das war, alles hat sich in ein paar Sekunden abgespielt, aber es könnte auch ein „böse“ gewesen sein. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sie beim Besuch des Jungen zu Hause gewesen wäre.
In Mozambique hatten wir, ebenfalls am Wasserhahn, eine gleichartig nahe Begegnung mit einer Kobra. Wasserhähne ziehen nicht nur Elefanten an, auch Schlangen und ihre kleinen Beutetiere wollen trinken, ein weiterer Grund für Schlangen sich dort aufzuhalten.
Grüße
und PS. auf "offenen" Campingplätzen mit Großwild sollten mE gar keine Wasserhähne sein, es ist einfach zu riskant für Leute die gar kein Gespür dafür haben, aber das ist ein eigenes Thema
zuletzt bearbeitet 23. Okt. 2017
4'129 Beiträge · seit 200824. Okt. 2017 · #532
Soweit wir erinnern, war der Channel schon 1981 dabei auszutrocknen.
1981 gab es noch Wasser und Hippos... - wieviel? - müssten wir mal die alten Bilder flöhen...

Es gab dann ja auch den beeindruckenden Film über das Sterben am Savuti (BBC?)

1989 war alles trocken.

An besonders geschützte Wasserhähne auf der Campsite können wir uns nicht erinnern.
Noch nicht einmal, ob es überhaupt Wasser gab, aber es wird welches gegeben haben! (Wir selbst mussten nicht immer Wasser zapfen, da wir sehr unabhängig von „aktueller Fremdversorgung“ unterwegs waren...)

Wilde Szenen? Nee.
Die Elefanten waren sehr friedlich, schüttelten des Nachts fleißig die Akacia erioloba und sammelten die Schoten auf, eine nach der anderen. Dabei stapften sie zwischen den Zeltschnüren umher ohne auch nur eine zu berühren, wie die Leute am nächsten Morgen fasziniert berichteten.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Gast24. Okt. 2017 · #533
Danke lillytrotter, @ Savuti und Wasser hatte ich die Chronologie wohl falsch erinnert und habe jetzt bei V. Roodt und sonst nachgelesen.
Demnach war der Kanal zwischen ca. 1890 bis 1957 trocken. Dann war er mit einer kurzen Unterbrechung bis 1979 voll und fließend und begann dann wieder auszutrocknen. Ein Freund fuhr 1975 durch und ich erinner mich an seinen Super8-Film mit badenden Elefanten. Bis ca. 1982/1984 war der Kanal dann schon wieder komplett ausgetrocknet, wie schon von dir gesagt. Danach dürfte die Wasserversorgung der Elefanten kontinuierlich schlechter geworden sein. Die von mir erwähnten Streitigkeiten zwischen Touristen und Elefanten um die Wasserrechte im Camp haben sich wohl erst in den späten 90ern abgespielt. Roodt beschreibt das in der 1998er Ausgabe so:

RoodtSavute.jpg


Jemand hat mir auch vor oder nach meinem Besuch in 1997 gesagt, dass wir Glück hatten, weil das Camp davor wegen der Elefanten komplett geschlossen war, wovon wir vorab keine Ahnung hatten. Offensichtlich waren wir dann 1997 in dem von Roodt erwähnten „temporary camp“.
Irgendwann später sind mir aus dieser Zeit stammende Bilder (Filmdoku oder Video?) von einem so resoluten wie lebensüberdrüssigen Touristen untergekommen, der mit einem Kübel wachelnd einen Elefanten vom Wasserhahn vertreiben wollte und wohl auf 2 bis 3 Meter an den schon recht grantigen Bullen herangegangen ist. Szenen wie diese sollen dann zur vorübergehenden Schließung geführt haben.
Grüße
zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2017
4'129 Beiträge · seit 200825. Okt. 2017 · #534
Das einzige was uns noch zu der alten Savuti Campsite einfällt, ist, dass es einen sehr freundlichen Camp-Attendant/Ranger gab.

Die neue Campsite wurde weit weg vom alten Platz angelegt, das haben wir mal mit Erika hier in einer Unterhaltung geklärt.
Die Gründe dafür dürften nicht nur in dem Elefanten-/Wasserproblem gelegen haben.
Grundsätzlich sind exclusive Lodges daran interessiert, dass sich keine Campsite in ihrer Nähe befindet.
Mit der neuen und jetzt aktuell existierenden riesigen Campsite hat man dann das Notwendige mit dem Nützlichen verbunden. Nun sind die "Störfaktoren" weit weg...
Und wenn ich mir die Savuti Campsite heut so anschaue, dann war die Verlegung der mittlerweile riesigen und sehr lauten Campsite tatsächlich eine kluge Sache.

Auf die Anzahl der Touristen gab es damals wohlmöglich mehr „durchsetzungswillige“ Dummköpfe als heute, ein besonderer Held hat es sogar in unser Tagebuch geschafft: Er meinte, für ein „gutes“ Foto mit seiner Pocket-Kamera, auf der Campsite Elefantendompteur spielen zu müssen, bis alle ihn zusammengeschissen haben. Zuvor schon war er mehrfach durch sein krudes Verhalten aufgefallen, u.a. stieg er aus seinem Fahrzeug, während wir und andere ein Löwenrudel beobachteten, um sich neben unser Auto zu stellen und uns vollzuquatschen – es war ihm völlig egal, dass wir uns garnicht mit ihm unterhielten... 🤪 – wir mussten ihn erst wegschicken, wie einen dummen Jungen.

Wenn man sich heutzutage das überwiegend sehr respektvolle Verhalten den Tieren gegenüber anschaut, hat sich da einiges zum Positiven verändert.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2017
Gast04. Nov. 2017 · #535
Zeitreise @Sicherheit in SA, die Erste.

Die Sicherheit und insbes. Gewalt in SA ist immer ein Thema (aktuell https://www.namibia-forum.ch/forum/31-diverses/293844-sicherheitstipps-suedafrika.html?start=18) und wird oft im Vergleich zu „früher“, insbesondere der Apartheidzeit und danach, diskutiert und auch aus dieser heraus interpretiert. Ich schreibe hier einige persönliche Wahrnehmungen dazu, andere mögen andere Erfahrungen gemacht haben….und verallgemeinern sollen auch andere.

1960er/70er, Großraum Johannesburg/Pretoria
Die Kriminalität in den sogenannten Townships war enorm, die schwarze Bevölkerung hat schwer gelitten. Zum Wochenende haben sich die redlichen Leute in ihren Hütten verbarrikadiert. Unsere Haushaltshilfe kam nur ein paar Stunden die Woche; wenn dies, selten aber doch, auf ein Wochenende- Nachmittag fiel, hat sie, aus Angst am Heimweg überfallen zu werden, gebeten, nach Hause gefahren zu werden. Ein Freund hatte ein kleines Unternehmen am Midrand; Überstunden, insbesondere zum Wochenende nach Zahltag waren, aus den gleichen Gründen, nur mit Heimführen der Mannschaft möglich. Das brachte aber wiederum Ärger mit der Polizei und schwere Schikanen. Es gab regelmäßig (wohl erst 80er?) Bandenüberfälle auf Züge in Soweto, insbesondere zu Wochenenden. Die Tsotsis stiegen vorne und hinten im Wagon ein, riegelten diesen ab, terrorisierten und verletzten die Passagiere und nahmen ihnen alles ab. Dazu kamen zu Hause im township die Gemetzel unter Einfluss von Alkohol. Was immer heute über die Kriminalität in den townships geschrieben wird, gab es m.E. damals schon.

Die ländlichen Gebiete waren auch nicht friedlich. In Zululand, auch Trans- und Ciskei gab es Clan- und Stammesfehden, als „faction fighting“ tituliert, mit dutzenden Toten und mehr, jedes Jahr.

Weiße am Land oder in der Stadt waren im Alltag von Gewaltkriminalität durch Schwarze nicht oder vergleichsweise wenig betroffen, ich kann mich an keine derartigen Fälle erinnern, habe allerdings in der Stadt gelebt. Gewaltakte bis Mord von Weißen an Schwarzen wurde von den Gerichten wenig bis gar nicht geahndet, ein schwarzes Leben war nicht viel wert. Die Angst der Weißen vor der swart gevaar war aber groß, vielleicht auch deswegen. Viele Südafrikaner, hatten für diesen „Ernstfall“ Schusswaffen im Haus. Vorfälle mit „auf Verdacht“ erschossenen oder verletzten Besuchern oder Hausangestellten gab es; ein Schatten vor der Tür reichte um durch zu schießen.

Vor Überlandfahrten durch die ländlichen Gebiete in Zululand, Trans- und Ciskei wurde immer gewarnt. Wir haben sie trotzdem gemacht, viel auf den Gemeindecampingplätzen übernachtet (was anders gab es nicht) und nie etwas Böses erlebt (siehe auch die Schilderung von Erika, die leider nicht mehr schreibt).

Eigentumskriminalität gegen Weiße gab es aber sehr wohl, oder muss es, gemessen an den Abwehrmaßnahmen, gegeben haben, obwohl ich mich in meinem Bekanntenkreis nur an einen Einbruchsversuch erinnern kann. Zugängliche Fenster in Häusern und Wohnungen waren durch Gitter gesichert. Die Mauern, Zäune, Stacheldraht, so wie heute waren sehr selten und nicht in diesem Ausmaß. Die Grundstücksicherung war i. A. mäßig bis minimal, aber viele Hausbesitzer hielten Hunde. Alarmanlagen waren noch nicht erschwinglicher Stand der Technik. Wegen des Einbruchsrisikos war es schon damals gebräuchlich (später üblich), bei längerer Abwesenheit, wie Urlaub, einen „housesitter“ zu organisieren, wenn möglich Freunde, wenn nicht möglich, gegen Bezahlung, was das Urlaubsbudget zusätzlich belastete.

Viele Städte waren „white by night”, so auch Pretoria, was auch immer als Basis für die hohe Sicherheit der Weißen im städtischen Bereich angesehen wurde, wobei weiße Südafrikaner sowieso keine „Stadtbummel“ gemacht hätten. In der Stadt durften sich nachts also nur Hauspersonal und Nachtwächter aufhalten. Alle anderen schwarzen Arbeitnehmer mussten in ihre oft weit außerhalb liegenden Wohngebiete pendeln, was mit erheblichen Zeit- und Kostenaufwand verbunden war. Das Hauspersonal war also nach Erledigung ihrer Arbeit in ihren Kabüffchen eingesperrt, für einen Tratsch mit der Maid oder Gärtner im Haus die Straße runter mussten sie Verhaftung, Strafe bis Ausweisung riskieren, was auch vorkam.

Die nächsten 20 Jahre (80er, Mitte 90er) kenne ich nur aus Kontakten mit südafrikanischen Freunden und Bekannten und Medien. Im Wesentlichen ging es für die Schwarzen so weiter wie schon oben gesagt, wurde eher schlimmer. Die institutionelle und rassistisch motivierte Gewalt gegen Schwarze eskalierte, ebenso wie der bewaffnete Widerstand dagegen vom MK des ANC, mit Anschlägen auf Infrastruktur, Militär- und Polizeieinrichtungen und schließlich auch weiche Ziele. Später kamen dann noch die killing fields von Zulu/Inkatha gegen ANC (und in geringerem Ausmaß umgekehrt) sowie die Gewalt gegen die von ANC für (echte oder vermutliche) Kollaborateure mit dem Regime gehaltenen „sellouts“, Stichwort necklacing. Viele im öffentlichen Dienst beschäftigte Schwarze, insbesondere bei Polizei und Ordnungsdiensten, saßen auch in einer Falle, waren Blitzableiter für den Frust der Bevölkerung, Polizeistationen in den townships waren bevorzugte Angriffsziele für ANC. In den letzten Jahren der Apartheid lebten viele Polizisten mit ihren Familien hinter Stacheldraht in eigenen Compounds.

Dass das alles trotzdem so ausgegangen ist wie es kam, ist schon ein Wunder. Halleluja auf alle, die das so hingekriegt haben.

Fazit: Erlebnisse mit Gewalt in allen Formen und aus allen Motiven gehörten in SA ständig zum Alltag der Schwarzen.

…….an der Zeitreise Teil 2 schreibe ich noch
zuletzt bearbeitet 04. Nov. 2017
Gast05. Nov. 2017 · #536
Zeitreise @Sicherheit in SA, die Zweite: Die Tsotis werden professionell.

Etwa nach dem Ende der Apartheid begann dann eine „Professionalisierung“ der Kriminalität und italienische, russische u.a. Mafiaorganisationen zogen ein. Später wurde erklärt, dass diese sofort überall auf der Welt einziehen, wo sie ein Machtvakuum und Autoritätsverlust des Staates erwarten, Geld waschen, Einfluss kaufen etc. können. Bald waren kriegsähnliche Zustände, ausgetragen mit dem „Schwund“ aus SADF-Depots; Gangs, Taximafien etc. lieferten sich Straßenkämpfe um Gebietsansprüche, Geldtransporter wurden mit panzerbrechenden Waffen angegriffen, sogar mit Hubschraubern, etc., etc., die Anzahl getöteter Polizisten und Securities wurde schockierend hoch. Die Gewaltanwendung bei Einbrüchen, Raub, Diebstählen, car/hijacking eskalierte und das ist vielleicht ein südafrikanisches Spezifikum. Ein befreundeter Arzt hatte in dieser Zeit im Baragwanath und Groote Schuur seine Facharztausbildung absolviert und schlimme Geschichten erzählt. Die im anderen thread thematisierten Überfälle und Morde auf weiße Farmer begannen damals und sind wohl die einzige Verbrechenskategorie, in welcher Weiße eine Opferstatistik anführen würden, gäbe es eine.

Die extrem hohen Kriminalitätsraten jeder Kategorie gingen durch die Medien der Welt und waren in aller Munde, der SA-Tourismus galt zeitweise als Abenteurertourismus. Als ich dann nach 20 Jahren Abwesenheit trotzdem wieder nach SA fuhr, habe ich dann auch rasch kapiert, dass sich die weiße Welt Südafrikas wohl verändert hatte….Alex(town) meets Sandton 😗 , die Lebensrealität für Schwarze war in den weißen Vierteln angekommen, mit den bekannten Auswirkungen. Überall hohe Mauern und Zäune mit Natodraht, Nummernschlösser, früher belebte Straßen in der City nach Einbruch der Dunkelheit menschenleer (CT ausgenommen), mit Glasbruch von Windschutzscheiben übersät, überall eine „spooky“ Atmosphäre. Mein früheres kleinbürgerliches Wohnviertel am Rande der Verwahrlosung, mein früherer Reihenhausblock wie im Ausnahmezustand mit Bewohnern hinter Gittern etc…. Die Gastgeber gaben sofort einen Crashkurs in Überlebenskunde im neuen SA: Diese Straßen gehen unter Tag, sind aber nachts tabu, jene generell….nicht nur wegen der Gefahr, dass man einen Steinwurf einfing, sondern weil aus den bis an die Leitplanke reichenden Hüttendörfern Kleinkinder über die Autobahn robbten. Diese Ampeln seinen nachts bei rot zu durchfahren etc. Ich habe das meiste falsch gemacht, den Gastgebern Sorgen bereitet, beim Pinkeln nachts die Alarmanlage ausgelöst, die doppelten Sicherheitstüren nicht richtig verschlossen, nicht sauber aufgeräumt (whatever you leave outside is gone!) ….bei einer berüchtigten Ampel am Halfway House (mit Wachtturm!!) in der Nacht angehalten etc…und später gelesen, dass sogar Helen Suzman an einer roten Ampel nachts einen starren Blick kriegte und auf’s Gas stieg, Freiheit hin oder her.

Die Häufigkeit der Autodiebstähle explodierte, wobei wir schon vergessen haben, dass es eine Zeit gab, in der mit einem neuen BMW udgl. nach Italien auf Urlaub zu fahren, schon fast wie Autoverschenken war. Aber zurück nach SA: Die Gastgeber hatten auch ein sündteures Cabrio und sich wegen der Diebstahlgefahr nachträglich in der Vertragswerkstätte das Beste vom Besten an Diebstahlsicherung einbauen lassen; das war mit zusätzlichem "elektronischem" Schlüssel, ansonsten wurde die Motorsteuerung stillgelegt und ein Alarm heulte los. Kurz danach wurde das so nachgerüstete Auto in der Tiefgarage der besten Mall von Sandton gestohlen, ein klassischer Insiderjob. Nach der üblichen Warte- und Suchzeit wurde das Auto ausbezahlt, das Geld neu angelegt, plötzlich kam ein Telefonat: Das Auto wurde gefunden und sichergestellt. Es war einer Polizeistreife wegen der auffälligen Polsterung aufgefallen, sie haben in die Fahndungsliste geschaut und zugeschlagen. Der stolze neue Besitzer war ein japanischer Diplomat, der den Schock seines Lebens erlitt, als er in seinem Nobelbezirk mit heulenden Sirenen gestellt wurde. Er hatte das Auto mit perfekt gefälschten Papieren in gutem Glauben gekauft.

Usw. usw…..nach einer Woche davon wird man paranoid, schaut ständig über die Schulter und wir waren reif für die Flucht (=Tour). Hinter Middleburg haben wir aufgeatmet, bei Sichtung von Häusern ohne Mauern in Tzaneen waren wir entspannter, haben zu viel getrödelt und uns nach Einbruch der Dunkelheit für den Campingplatz von Pilgrim‘s Rest entschieden. Der Empfang war unbesetzt, keine anderen Gäste, kein Nachtwächter…..macht nichts, zahlen wir eben morgen, ein bisschen Essen, ein bisschen mehr nightcap und selig geschlummert…später jemanden erzählt: Seid ihr wahnsinnig, öffentlicher Platz, keine Besucher, keine Nachtwächter!!!!...Scheiße, schon wieder alles falsch gemacht, jedenfalls gelernt: Das subjektive Gefühl von Sicherheit entsteht im Kopf.

Und jetzt ist das schon so lange geworden, dass ich mir die 20xxer schenke, die kennen die meisten aus eigener Anschauung. 2008 war ich im NW-Kap, in B&Bs oder self-catering, abseits des internationalen Tourismus. Praktische alle Wirtsleute waren, unabhängig vom Alter, "Kriminalitätsflüchtlinge" aus dem Großraum Pretoria/Johannesburg aus dieser Zeit, diese dürfte die schlimmste gewesen sein. Alle Südafrikaner die ich kenne oder befragt habe, sagen, dass es jetzt besser ist als damals. Ich persönlich glaube nicht, dass das bloß auf Abstumpfung und Gewöhnung zurückzuführen ist. Und es kam auch nicht von selber; private und öffentliche Sicherheitsdienste, Polizei, Nachbarschaftspatrouillen, Kontrollen an den Einfallsstraßen zum Viertel bis gated communities etc. haben viel bewirkt. Und es gibt auch noch immer „Inseln der Seligen“, die davon wenig betroffen sind.

Mein Fazit: Südafrika hat eine lange Geschichte und Erfahrung mit Gewalt, wie viele andere Länder mit ähnlicher Geschichte und Verwundbarkeit, von Teilen der USA bis Mexico, Sri Lanka, Vietnam, Ägypten usw. In vielen Regionen der Welt herrschen auch „südafrikanische Zustände“. Solche Zustände über viele Generationen führen wohl zu einer Verrohung der Gesellschaft. Wenn man sich anschaut was unsere „Kulturvölker“ am Kerbholz haben, führt ein kulturfixierter Erklärungsversuch rasch in eine Sackgasse. Unsere Wahrnehmung ist wohl davon geprägt, dass die hier schreibenden Generationen in einer Sternstunde der Geschichte und in Regionen mit jahrzehntelangem Frieden und Wohlstand leben….oder zumindest nicht in Kalabrien odgl. Das Überhandnehmen der organisierten Kriminalität ist in den letzten Jahrzehnten zum weltweiten Phänomen geworden. Auch bei uns, aber hier meist nicht so gewalttätig wie in SA. Und NIEMAND hat bisher ein probates Gegenmittel gefunden, die Mafien sind stärker als je zuvor. Wir haben bloß verdrängt, dass wir das Auto am Quartier in Italien u. U. nur deswegen sicher parken können, weil der Inhaber brav pizzo bezahlt.

Und was hat das alles in einem Reiseforum zu suchen? Alles und gar nichts zugleich. Ersteres weil es durch die oftmalige Thematisierung offensichtlich ein Anliegen ist. Letzteres, weil sich durch diese Zustände in vielen Ländern der Welt sowieso niemand davon abhalten lässt hin zu fahren. Der internationale Tourismus spielt sich fast nur in einer abgeschotteten Scheinwelt ab, die mit der Lebensrealität der Einheimischen wenig bis gar nichts gemeinsam hat.
Grüße
Und noch eine persönliche Meinung (nicht Kritik), weil man das hin und wieder hört: Man sollte m. E. Kriminellen in Südafrika kein Feigenblatt liefern, indem man ihre Straftaten quasi als Reaktion auf die Apartheidzeit interpretiert. Das ist schon deswegen nicht angebracht, weil 9x% ihrer Opfer Schwarze sind. Sie sind Straftäter, basta, Robin Hoods schauen anders aus.
zuletzt bearbeitet 05. Nov. 2017
1'715 Beiträge · seit 200605. Nov. 2017 · #537
Dank leser für die zwei sehr ausführlichen und interessanten Beiträge.

Vieles denkt sich mit meinen Erfahrungen, ich hatte aber das Glück etwas später als Du in meine "zweite Heimat" zurück zu kehren. Da hate sich die Situation schon etwas entspannt. Aber unseren Bekannten steckten die schlimmen Zeiten immer noch in den Knochen, reps. Im Kopf. Sie fanden auch dass wir ziemlich leichtsinnig seien von Durban nach Umshlange Rocks zu fahren. Sie waren schon seit Jahren nicht mehr dort.

Was mich aber erstaunt das die Polizei Stationen auch in kleineren Orten ziemlich abgesichert aussehen. Da farge ich mich ob es dazu dient den Mob von allfälliger Selbstjustiz zu schützen oder zur eigenen Sicherheit.

Sicherlich hat sich einiges zum besseren geändert, aber das von Dir angesprochene Vakuum ist durch den jetzigen Präsidenten teilweise wieder neu entstanden. Ich denke da an die Gupta’s.

Du hast das Thema der Zulus gegen ANC angesprochen dazu gibt es ein sehr interessantes Buch dazu:

The Bang-Bang Club: Snapshots from a Hidden War
Greg Marinovich & Joao Silva
ISBN: 9781407075235

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
zuletzt bearbeitet 05. Juli 2018
Gast05. Nov. 2017 · #538
Danke Emanuel,
@ die stark gesicherten Polizeistationen könnte ich mir vorstellen, dass sie die Waffenkammern schützen wollen/müssen, sich selber sowieso, ein angenehmer Nebeneffekt.
Das Buch ist notiert, Danke!
Grüße vom leser
1'715 Beiträge · seit 200611. Juli 2018 · #539
Von London bis Bulawayo und zurück.
Hier ein Link einer Reise durch Afrika 1959. ich find es sehr schön gemacht. Gut kommentiert und wunderbare Bilder. Am besten mit einem Windhoek Lager oder einem Savana geniessen. 😎

Bei YouTube ansehen ↗



Gruss
Emanuel
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zuletzt bearbeitet 11. Juli 2018
Gast11. Juli 2018 · #540
großartig, Danke!!!!