CuFThemenstarter4’388 Beiträge · seit 201508. Mai 2018 ·
Es war ein sehr besonderes Gefühl dort herum zu schippern
Hallo Guggu, das war es für mich auch. Wenn ein "magisches" Ziel endlich erreicht ist, entspricht es ja oft nicht den Vorstellungen, die man im Hirn - oder wo auch immer - hatte. Mandalay/Burma entsprach meinen Kindheitsvorstellungen, Walfishbay war eine Enttäuschung - jedenfalls beim ersten Besuch dort , aber beim SAMBESI hatte ich sofort die gesammelten Phantasiebilder - vermutlich aus zahllosen Abenteurer-und Entdeckungsromanen, die ich verschlungen habe - vor Augen. Danke für Deine Geduld - bald geht es zum Endspurt.. Viele Grüße Friederike
Applegreen1’796 Beiträge · seit 201408. Mai 2018 ·
Liebe Friederike,
auch von mir mal wieder ein Zwischendurch-Danke.
Wahnsinn, wieviel Federvieh Ihr vor die Linse bekommen habt 🤪 . Den Caprivi kenne ich ja nun noch gar nicht - daher bin ich über jeden Bericht aus dieser Gegend sehr dankbar. Mal sehen, ob wir es dorthin eines Tages auch mal schaffen 😕 .
CuFThemenstarter4’388 Beiträge · seit 201509. Mai 2018 ·
24.10. bis 26.10. Roy’s Restcamp Nahe Grootfontein Nachdem wir bei der Hakusembe-Logde mit „fully booked“ abgefertigt worden waren, fuhren wir Richtung Grootfontein weiter bis zu Roy`s Restcamp. Hier bezogen wir ein skurriles Hexenhäuschen.
Mittlerweile war auch einer der Campingstühle den Weg aller chinesischen Campingstühle gegangen – die Sitzfläche war aufgerissen. Wir knoteten das ausgewechselte Laken (hatten in Maun ein neues gekauft) kunstvoll um das Gestell und losten von da ab aus, wer darauf sitzen musste… Abends trafen wir ein Ehepaar, die auch aus unserer Gegend stammten. Mit ihnen verbrachten wir bei Elandgulasch und Wein einen redseligen Abend. Auf dem Gelände gibt es einen Hide vor einem Wasserloch, das allerdings sehr dilettantisch angelegt ist: Große Erdhaufen vorne versperren die Sicht auf kleinere Besucher.
Es gab auch nichts Besonders zu sehen, Emerald spotted Doves, ein Woodsandpiper, ein paar Warzenschweine und scheue Damara Dik-Diks, die wir tagsüber auch einmal im Gelände sahen.
Die Manager waren ein freudlos wirkendes Paar, die P. R. später als „Untote“ bezeichnete. Die ganze Dekoration hat ja was durchaus Gruftiges an sich. F. sah noch ein sehr scheues Crested Francolin und natürlich gab es Maskenweber, Bülbüls, Blue Waxbills, Blaubäckchen, Greenwinged Pytilias, Mauersegler und Büffelweber. Wir bestellten für die nächsten paar Tage Fleisch – es gab Elandsfilets, die wir portionsweise eingepackt bekamen. Leider stellte sich heraus, dass es eher Geschnetzeltes war und darüber hinaus auch noch äußerst zäh….
Das Hexenhäuschen sieht aber eigentlich knuffelig aus, dass könnte mir gut gefallen. Zähes Eland weniger schön, dass es bei Eurem Bericht weitergeht, obwohl ich eine gewisse Verbindung zu einem gewissen Elandgeschnetzel sehe 😛 Das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen. Ganz liebe Grüße Elisabeth, die halt oft sehr ungeduldig ist
zwischendurch mal wieder ein Lebenszeichen von mir, verbunden mit einem fetten "Dankeschön", dass es jetzt weiter geht. Das Häuschen schaut doch sehr nett aus, aber insgesamt scheint es nicht gefunkt zu haben. Mir scheint, es war gewaltig der Wurm in eurer Tour 🙁 Eure Sichtungen müssten euch jedoch zufrieden gestellt haben. Ich finde, ihr habt so viel Schönes vor die Linse bekommen.
CuFThemenstarter4’388 Beiträge · seit 201509. Mai 2018 ·
Guten Abend, liebe Elisabeth und liebe Beate, das ist ja schön, daß Ihr uns weiter begleitet. Das Hexenhäuschen war wirklich nett, die vielen Knöchelchenketten, die dort hingen, haben uns allerdings ein bisschen an Hänsel und Gretel erinnert..."Hänsel, strecke deinen Finger heraus" 😉 Ja, natürlich hatten wir schöne Sichtungen, für die wir auch dankbar sind. Je länger die Reise her ist, umso weniger hat man Lust zum Fotosumwandeln, der Text steht..., aber das Wetter ist so schön, die Orchideen wollen bewundert werden, Vogel- und andere Konzerte locken 😉 aber es dauert nicht mehr lange, versprochen! Viele Grüße, schönen Feiertag F+C
CuFThemenstarter4’388 Beiträge · seit 201510. Mai 2018 ·
Friederike ist beim "Händeln" in Göttingen (Händelfestspiele), ich mache mal ein Stückchen weiter, viel Feiertagsgrüße , Claus (ich bin nicht mit dem Bollerwagen unterwegs!! 😈 )
26.10. bis 27.10. Maori Camp, Grootfontein Wenn wir gewußt hätten, dass Connie und Peter Reimann noch Platz für uns gehabt haben, wären wir einen Tag früher hier aufgelaufen. Unter den üblichen Frozzeleien nach der Wiedersehensfreude konnten wir uns einen Platz aussuchen und fuhren danach erst einmal nach Grootfontain, um Briefmarken zu kaufen und eine Kleinigkeit zu essen. Blick vom Museumsturm:
Nachmittags gewitterte es etwas und ein paar Tropfen fielen. Abends, nach dem Einkauf in Peters Raritätenkabinett im Turm, genossen wir bei einem Drink den Sonnenuntergang.
Am nächsten Morgen konnten wir uns kaum trennen, besichtigten noch den Reimannschen Zoo und die einfach, aber nett eingerichteten Chalets und bekamen die Empfehlung mit, auf die gebuchte und schon bezahlte staatliche Campsite am Waterberg zu verzichten, stattdessen beim Wilderness-Waterberg-Plateau Camp nach Quartier zu fragen. Aber auch dort hieß es: fully booked……
CuFThemenstarter4’388 Beiträge · seit 201514. Mai 2018 ·
27.10. bis 30.10. Waterberg Restcamp Teil 1 Auf dem Weg hierher gab es viele Farmtore zu öffnen und zu schließen.
Die staatliche Campsite war erfreulich leer und wir suchten uns ein Plätzchen unter einem Baum – in dem zu unserem Vergnügen die Bruthöhle eines Wiedehopfenpaars war.
Es war ein einmaliges Erlebnis, das Paar über Stunden während der Futtersuche beobachten zu können, zu sehen und zu hören, wie sie ganz leise miteinander hooppoppoeten, einander Futter übergaben oder, wenn – vermutlich – sie gerade in der Bruthöhle saß, er mit seinem Würmchen im Schnabel vor dem Loch saß, leise rief und sie ihm dann das Futter abnahm.
Vermutlich waren die Jungen noch zu klein, um an die Öffnung zu kommen. Nach einem Tag hörten wir sie wispeln. Vom Pool her klang es wie Freibad in den deutschen Sommerferien…
Wir unternahmen kleine Wanderungen durch die schöne, farbige Felslandschaft auf einem Viewpoint.
Abstecher auf den Friedhof
Außerdem sahen wir Wood-Hopoes/Baumhopfe
Spechte
und Rüppels Parrots
Dann war Wochenende und somit kamen Scharen von Tagesbesuchern, die sich auf die freien Campsites stellten und ihre Grillfeuer lodern ließen, das Bier floss in Strömen und die niedlichen Zebramangusten
wurden unter Entzückensschreien so lange gefüttert, bis die Paviane kamen. Da wurden aus den Entzückensschreien Panikrufe… Die Tagesbesucher reisten am Sonntagmittag ab und etwas später sahen wir mit Staunen, wie nacheinander 16 (in Worten sechzehn) große Wohnmobile auf den Platz fuhren und vom Chef der Reisetruppe eingewiesen wurden – es waren putzmuntere, laute und lustige französische Senioren, von denen sich später einige nicht scheuten, in unserem Topf auf dem Kocher nachzusehen, was es wohl zu essen gab. Wie uns später eine campingerfahrene frankophile Freundin erzählte, ist es auf französischen Plätzen durchaus üblich, überall durchzulaufen und sich wie eine große Camperfamilie zu fühlen…. Irgendwann gab es dann wieder Entsetzensgeschrei – das Füttern der Mangusten hatte auch hier die Baboons angelockt und einige saßen bräsig auf den Campingtischen und fraßen die Kekse auf.
Liebe CuF Eure Fotos von der glühenden Waterbergkante sind einfach großartig, so habe ich die Felsen in Erinnerung. Leider werde ich dadurch auch an einen Arkaziendorn erinnert, der damals meine Isomatte durchbohrte 😣 oh ist das lange her und dann muss ich gleich weiter an das grässliche Düsternbrook denken.... Baumhopfe habe ich noch nie entdeckt, die würde ich sooooo gerne einmal sehen. Liebe Grüße Elisabeth
CuFThemenstarter4’388 Beiträge · seit 201516. Mai 2018 ·
Guten Morgen- kann man jetzt ja schon sagen -, liebe Elisabeth, bin gerade aus Göttingen zurück, Händeloper, und habe zum Runterkommen bei einem Glas Wein ein bisschen im Forum gestöbert. Danke für Deine Nachricht. Wir mögen die Baumhopfe und ihr Geschnatter sehr, aber das Highlight war für meinen Geschmack wirklich der "intime" Einblick in das Wiedehopfen-Familienleben. So nah und so lange hatten wir sie noch nie beobachten können. Die zarten Kontaktlaute, die unentwegte Kommunikation haben mich total begeistert. Im Kaiserstuhl und in der Wachau haben wir lange "angesessen", auch oft welche beobachten können, aber nie so nah. Wahrscheinlich kann jemand "Normales" diese Euphorie gar nicht nachvollziehen. Gut's Nächtle Friederike
das Waterberg Reserve wird im Dezember unserer erste Station sein... Und ich freue mich jetzt schon sehr, wenn ich eure Bilder sehe!!! Obwohl ich auch etwas Respekt habe, denn es werden auch unserer ersten Nächte im Dachzelt werden... 😗
Sehr schön ist auch euer Erlebnis mit den Wiedehopfen! Mir sind sie bisher immer aus dem Bild "gehüpft"... Sie solange beobachten zu können, ist schon etwas Besonderes.
CuFThemenstarter4’388 Beiträge · seit 201516. Mai 2018 ·
Hallo Nadja, Du schriebst:
das Waterberg Reserve wird im Dezember unserer erste Station sein..
... Ich nehme mal an, daß Ihr nicht in dem staatlichen Camp sein werdet - scheint uns nicht sehr empfehlenswert. Näheres im nächsten/letzten Teil. Aber die Landschaft ist beeindruckend schön. Bevor wir das erste Mal mit Dachzelt unterwegs gewesen sind, konnte ich mir das auch nicht so recht vorstellen. Was soll ich sagen - seit Jahren hatte ich nicht mehr so gut geschlafen 😄 😄 😄 Viele Grüße Friederike
CuFThemenstarter4’388 Beiträge · seit 201520. Mai 2018 ·
27.10. bis 30.10. Waterberg Restcamp Teil 2 Einmal wurden wir auf Rüppels Parrots aufmerksam,von denen sich einer energisch und ausdauernd eine Höhle hackte.
Wir hatten uns zu einem Gamedrive angemeldet, der am Sonntagnachmittag stattfinden sollte. Zehn Personen stiegen in das Auto und drängelten sich um die Außenplätze. Es ging auf das Plateau.
Der Himmel zeigte schon Gewitterstimmung.
Wir sahen Giraffen, Nashörner ohne Nashörner, was etwas Befremdliches hat – auf die Frage an den Guide, ob man Probleme mit Wilderei habe, wies er das weit von sich. Warum dann die „appen“ Hörner?
In den Hides sahen wir eine Roanantilope
und einige Büffel ….
Wer mehrmals stundenlang in einer großen Büffelherde gestanden und gestaunt hat, den reißen ein paar dieser Tiere mit OHRMARKEN (wie unser heimisches Vieh) nicht mehr vom Hocker. Der Guide ging uns mit seinem „Okeeey, okeeey, okeeey, let’s go hunting“ auf den Wecker. Gefreut hat uns die Sichtung von schönen Rappenantilopen,
aber „irgendwie“ war das nicht so das Richtige. Man sollte nicht mehr dorthin fahren, wo es einem einstmals – 2008 – gut gefallen hat. Damals waren wir nur zu viert auf der Pirsch und konnten uns mit einem sehr engagierten und kenntnisreichen Guide zu Fuß an Nashörner heranschleichen. Mit ihm hatten wir uns abends auch noch auf ein Bier getroffen und ein interessantes Gespräch geführt. Heute war es nur eine Abfertigung und das künstliche dieses „Tierparks“ wurde uns bewußt. Zurück auf der Campsite kochten wir aus dem zähen Eland Gulasch und verabredeten mit dem „Pavianvertreiber“, daß wir am nächsten Morgen die Sachen, die wir nicht mehr brauchten, für ihn in die Küche legen würden. Einiges hatten wir schon bei Reimanns im Maoricamp gelassen, denn wir wollten die Dinge, die uns eigentlich Savanna hätte mitgeben müssen und die wir dann gekauft hatten, nicht auch noch dieser Firma überlassen. Gegen 1.00 Uhr in der Nacht fing es gewaltig zu gewittern an. Der Donner prallte gegen die Felswände und rollte grollend minutenlang über der Ebene aus – und es fing an, wie aus Kübeln zu schütten. Es folgte Blitz auf Blitz, Donner auf Donner. Wir lagen wach und entschlossen uns um 5.00 Uhr, alles zusammenzupacken – die Sandplane wollten wir eh dort lassen – und abzuhauen. Da die Franzosen auch aufbrechen wollten, befürchteten wir, eine völlig zerfurchte Schlamm- Pad vorzufinden und wollten möglichst die ersten sein. Noch einmal kurz auf die Toilette, wo viele gefleckten Frösche herumsprangen – Breviceps, auch Regenfrösche nehmen wir an - und los ging der Höllenritt. Vor uns hatte schon jemand eine Spur gefahren. Es war mehr ein Schlittern als ein Fahren und Friederike biß die ganze Zeit in ihre Jacke, um nicht ununterbrochen vor Angst zu quietschen. Das hätte bloß den Driver aufgeregt…(richtig! C.) Glücklich erreichten wir die Teerstraße, frühstückten in Okahandja, es regnete immer noch und es regnete bis kurz vor Windhoek, wo wir um 11.00 Uhr bei Savanna ankamen. Unsere Beanstandungen wurden zur Kenntnis genommen. Zu den gerissenen Nähten der Campingstühle meinte Marc, der Chef habe ca. 200 Stück eingekauft, die alle dieselbe „Qualität“ hätten, fast alle kämen kaputt zurück. Finanzielle Ansprüche an uns wegen des kaputten Herds z.B. wurden nicht gestellt. Wir ließen uns zum Hotel Thule bringen, wo wir erst einmal Schlaf nachholen mußten. Abends gönnten wir uns ein feines Dinner. Am nächsten Morgen fuhr F. zum Craft-Markt. Es galt, wochenlange Shoppingabstinenz zu kompensieren. Hübsche Baumfrüchte aus Holz, bestickte Servietten und ein schönes goldenes Mopaneblatt mit Minibrilli waren die Ausbeute. Den Rest des Tages bis zur Fahrt zum Flughafen lungerten wir auf dem Gelände des Hotels herum. Zwischendurch gewitterte und regnete es – zur großen Freude der dortigen Mitarbeiter.
Für den Rückflug hatten wir Premiumklasse gebucht. Die fiel aber wenig komfortabel aus, denn vor uns waren die Sitze der Crew, die von einem Vorhang verhüllt wurden. Es gab also keine aufklappbaren Tabletts auf der Rückenlehne der Vordersitze. F.‘s Gemoser über die Unbequemlichkeit wurde mit dem Angebot eines Glases Champagner zu besänftigen versucht, als könne man sich die Situation schönsaufen…. Na ja, wir sind heil über die Nacht gekommen und waren pünktlich am ersten Tag des grauen, kalten Novembers 2017 wieder zu Hause. Als Bonusmaterial und Dank für Eure Ermunterung gibt es hier jetzt noch ein Katzenfilmchen vom Anfang (KTP) der Reise. FILM LEOPARD AM WASSERLOCH KTP klick unter dieser Zeile: https://vimeo.com/270864094 FAZIT FOLGT DEMNÄCHST IN DIESEM THEATER
Liebe Friederike Erwischt! In letzter Zeit lese ich Berichte nur noch quer. 😊 Die überlesene Wiedehopfbeobachtung hätte natürlich auch bei mir den Baumhopfer ausgestochen. Eine schöne lange interessante Tieraktion ist doch immer das Schönste, fast egal welche Art. Jetzt steht leider nur noch Euer Fazit aus und ich bin gespannt, ob es inzwischen ein wenig versöhnlicher ausfällt, ihr hattet doch sehr viele schöne Erlebnisse. Herzliche Grüße von Elisabeth
CuFThemenstarter4’388 Beiträge · seit 201522. Mai 2018 ·
Liebe Elisabeth, in aller - unziemlichen - Eile: Danke für Deinen Kommentar. Fazit folgt, wenn ich es etwas weniger eilig habe 😉 Liebe Grüße Friederike
CuFThemenstarter4’388 Beiträge · seit 201528. Mai 2018 ·
Friederikes Fazit: Wir sind mittlerweile in ein Alter gekommen, in dem man Dinge anstrengend findet, die man noch vor ein paar Jahren schulterzuckend hingenommen hat. Deshalb war mir im Vorfeld dieser Reise eigentlichschon klar, dass es die letzte Reise ins südliche Afrika sein würde – zumindest auf diese Weise (Dachzelt/Camping). Im Laufe der Jahre haben sich die Verhältnisse dort nicht zum Besseren verändert. Der Massenansturm auf Hotspots wie z.B. Etosha hatte uns schon 2011 verschreckt und davon abgehalten, noch einmal dorthin zu fahren. Ähnliches zeichnet sich für den KTP und den Moremi ab. Auch in anderen Reiseberichten hier im Forum konnte ich öfter als mir lieb ist lesen, wie sich über Vorschriften und Gebote hinweggesetzt wird. Ärgerlich macht mich, daß der Respekt vor der Natur und Rücksichtnahme auf die Natur immer mehr verschwinden und vielen Menschen, die dorthin reisen, das Staunen abhanden gekommen ist. Stattdessen Anspruchshaltung (ich sage nur „Pool“…) -wer nicht innerhalb von 10-12 Tagen die „Big Five“ sieht, fühlt sich betrogen, schließlich hat er ja viel Geld bezahlt… So sind nun mal die Zeiten. Damit ich mich nicht eines Tages bei den Sätzen meiner Eltern ertappen muß („früher war alles besser und schöner“), habe ich für mich beschlossen, mir die Erinnerungen und Bilder im Kopf der vergangenen Reisen zu bewahren und nicht von negativen Erlebnissen der gehabten Art überlagern zu lassen. Also mache ich gerne „Platz“ für die nächsten Touristen, die sich mit dem Afrikavirus infiziert haben. Fotomatte schrieb einmal so nett „Man muß auch gönnen können“… Nach allen früheren Reisen habe ich Wochen gebraucht, um wieder „runterzukommen“, hörte beim Aufwachen ganz lange das afrikanische Vogelkonzert, hatte sogar „Geruchshalluzinationen“ und bildete mir ein, den intensiv-würzigen Geruch mancher Landschaften in die Nase zu kriegen. Das war bei der 2017er Reise nicht mehr der Fall. Ich bin ganz offensichtlich immunisiert. Es waren, bis auf die geschilderten extremeren negativen Erlebnisse, zwei schöne Monate, die ich nicht missen möchte. Aber nun ist es auch genug. Ich muss mir nicht noch einmal 100 Elefanten ansehen oder das x-te Webervogelnest, die tausendste Springbockherde usw. usw. Sollte ich Sehnsuchtsschübe kriegen, dann gucke ich einfach ins Forum und freue mich an den Berichten und Bildern. Es gibt vielleicht auch noch innerhalb Deutschlands und Europas Schönes zu entdecken – das packen wir jetzt erst mal an und zuckeln drei Wochen lang quer durch die baltischen Länder. Beim Forumstreffen in Büsnau wieder angesteckt zu werden nehme ich in Kauf….. Herzliche Grüße an alle, die gegrüßt sein wollen Friederike
Ich verweise auf meine Anmerkungen v. 21.März (S.34). Seit meiner ersten Visite in Afrika 1983 hat sich die Menschheit verdoppelt, somit auch die der A…. und Id….! ‚Malle‘ ist nun auch in Afrika verbreitet. An Friederikes Grüße schließe ich mich an. Claus AFRIKA: letzter Aufzug: VORHANG
Liebe Friederike lieber Claus Ich war sehr auf Euer Fazit gespannt. Eigentlich liest es sich nicht so schlecht: Warum? Ihr habt zwar auf etwas ruppige Weise, Euer Afrikafernweh verloren (vermutlich zumindest und zumindest momentan). Aber solange Euch die Lust auf Schönes und Reisen nicht vergangen ist, ist doch alles in Ordnung. Und so wie Ihr schreibt, irgendwann freut man sich über weniger anstrengende Reisen. Vielleicht denke ich auch so, weil mein Teufelchen auf der rechten Schulter immer flüstert, säuselt oder brüllt „Afrika, Aaaaaaaaafrika, AAAFRIKA!!!“ Und ich wünschte mir manchmal, der könnte endlich einmal die Klappe halten.
Ich freue mich auf Büsnau und hoffe, dass ich dort auch Claus kennenlernen darf. Gibt es dann schon Infos von Eurer baltischen Reise, mein Engelchen auf der linken Schulter würde sich da sehr freuen. Herzliche Grüße Elisabeth
Auch wenn es Euch demnächst zu anderen Reisezielen verschlägt, hoffe ich doch, dass ihr dem Namibia-Forum treu bleibt und wir weiterhin auf eure Tipps und Kommentare zählen können!
Liebe Friederike und lieber Claus, alles hat seine Zeit. Der Hunger nach dem südlichen Afrika hat seine Zeit, Staunen hat seine Zeit, Reisen hat seine Zeit, Abschiednehmen hat seine Zeit. Die diversen Unbillen auf der letzten Reise scheinen euch den Abschied von Afrika zu erleichtern. Ich wünsche euch von Herzen, dass euch im Laufe der Zeit die Schönheiten und Besonderheiten des südlichen Afrikas die negativen Erfahrungen und Erlebnisse vergessen lassen. Die Ar ... und Id ... sind es nicht Wert, dass sie in der Erinnerung die Oberhand behalten. Auch meine "bessere" Hälfte und ich müssen uns mit dem Gedanken anfreunden, für die nächsten Reisen zivilere und vor allem nähere Gefilde anzusteuern. Noch fällt es uns schwer!
Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn ihr dem Forum als "Spezialisten" noch eine ganze Weile erhalten bleiben würdet. (Auch wenn hier und da ein Troll sein Unwesen treibt 😮, den es gilt zu identifizieren.)
da mir Gertraude praktisch wortwörtlich meine Gedanken gemopst hat, belasse ich es dabei. Ich danke für den ausführlichen Bericht und die vielen Fotos von vielen Vögeln. 😉
Eure Gründe kann ich durchaus nachvollziehen. Noch bin ich nicht so weit wie ihr, aber auch ich hatte bei der letzten Tour den ein oder anderen Durchhänger. Das kannte ich von den vorigen Reisen nicht. Fakt ist, dass sich die Verhältnisse dort "unten" massiv verändern, und das muss einem nicht nur gefallen!