Liebe Forumsgemeinde, eine Weile haben wir überlegt, ob wir überhaupt einen Bericht einstellen sollen – es ist ja doch alles oder das meiste schon einmal beschrieben, berichtet und fotografiert worden. Deshalb wollen wir versuchen,uns bei unserem Bericht auf Wesentliches beschränken und nur eine kleine Auswahl unserer Fotos zeigen. Die Reiseroute sah so aus: 5.-6.9. Hotel Thule, Windhoek 6.-7.9. Farmhouse Stampriet, Campsite 7.9. bis 11. 9. KTP (Mata-Mata, Twee Rivieren, Nossob) 11.9. bis 12.9. Gharagab 12.9. bis 17.9. Mabuasehube-Region 17.9. bis 18.9. Kang, Kalahari-Restcamp 18.9. bis 20.9. Maun, Island Safari Logde, Campsite 20.9. bis 25.9. Makgadikgadi: Khumaga, Boteti 25.9. bis 28.9. Central Kalahari Game Reserve 28.9. bis 29.9. Über Ntwe-Ntwe-Pan zu Greens Baobab 29.9. bis 1.10. Nata-Logde, Campsite, Nata Bird Sanctuary 1.10. bis 3.10. Maun Okavango-River-Logde Campsite 3.10. bis 10.10. Moremi (Third Bridge und Xakanaxa) 10.10. bis 11.10. Maun Island Safari Logde, Campsite 11.10 bis 14.10. Shakawe Logde, Campsite 14.10. bis 17.10. Shametu River Logde, Campsite 17.10. bis 19.10. Namushasha Logde, Campsite 19.19. bis 22.10 Mutoya-Logde, Campsite (Nähe Katima Mulilo) 22.10. bis 23.10. Shankura-Restcamp 23.10. bis 24.10. Kaisosi-River-Logde 24.10. bis 26.10. Roy`s Restcamp 26.10. bis 27.10. Maori-Camp, Grootfontein 27.10. bis 30.10. Waterberg Restcamp 30.10. bis 31.10. Hotel Thule, Windhoek und Abflug
Die Reise war sorgfältig und von langer Hand vorbereitet worden. Den Flug, den wir fast ein Jahr vorher gebucht hatten, haben wir in letzter Minute noch auf Business-Class (Condor) upgraden lassen, weil für zwei Monate Aufenthalt im Dachzelt doch allerhand an Mehr mitgenommen werden musste – dachten wir! Ein GPS-Gerät hatten wir auch fast ein Jahr vorher angeschafft und bei Wanderungen ausprobiert. Claus verbrachte Stunden damit, die Reiserouten (t4a 17.05 Namibia u. Botswana) und Koordinaten z.B. Ntwetwe-Pan unserer geplanten Strecken einzuprogrammieren und alles schien perfekt. Gleichfalls als sehr nützlich erwies sich die Anschaffung der Halterung für das GPS für das Armaturenbrett, die wie ein Mini-Bohnensack ist und so das Gerät nicht mehr so leicht abrutschen kann. Wir flogen komfortabel am 4.9. 17 von Frankfurt ab und kamen pünktlich am nächsten Morgen in Windhoek an. Das Einreiseprocedere müssen wir nicht beschreiben – lange Schlangen, nicht funktionierende Irisscanner bzw. Mitarbeiterinnen, die nicht damit umgehen können, Diskussionen über die Dauer des Aufenthalts….. Der Savanna-Mitarbeiter wartete schon, der ATM spuckte Geld aus und beim Anblick des Landcruiser-Oryx in der für heiße Länder sehr passenden Farbe Schwarz blieb Friederike erst mal die Luft weg – sah RIESIG aus. Die Außenhaut heizte sich enorm auf, was sich auch auf das Innere des Autos auswirkte. Wir hätten theoretisch Eier an die Außenwand werfen können und das Spiegelei wäre im Nu fertig gewesen. Das hätte auch bei dem gleichfalls (wackeligen) schwarzen Metalltisch geklappt. Nachdem das Bürokratische von einer schlecht gelaunten Mitarbeiterin (wir fragten uns, wer hier Kunde und wer der Dealer ist. König Kunde ? Keine Spur, Claus war folgerichtig dann auch nicht besonders nett) erledigt worden war, wies uns ein sehr junger Mitarbeiter ein. Claus stellte fest: Die georderte und bezahlte Zusatzausrüstung war nicht vorhanden. Es gab keine Sandmatten, keine Kühlbox, kein Poitje und kein zweites Bettlaken. Die 2 unbrauchbaren Schaufeln ließen sich bestenfalls zum Sandburgenbauen an der Nordsee gebrauchen.
Teil 226. Dez. 2017
Der eingebaute zweiflammige „Gasherd“ war schief angebracht und hatte eine Neigung nach hinten, so dass es – bis er den Geist aufgab – ein elendes Gewürge war, ihn herauszuziehen geschweige denn, etwas zu braten, weil Fett oder Flüssigkeit nach hinten lief (Auto schiefstellen, dann läuft das Fett nach vorn, ha!). Die Metallspäne von den Lochbohrungen lagen auch noch im Fach. Durch die ständige Ruckelei lösten sich wohl im Laufe der Tour die Schellen der Gasleitung – mit der Folge, dass einmal ein Schlauch ankokelte, ein andermal die Flammen aus der Rückseite schlugen. Das Gerät wurde so heiß, dass der Bedienknopf schmolz. Da man die rechte Kochplatte von Anfang an nicht benutzen konnte, weil dort die Flammen überall rausschlugen, nur nicht da, wo sie sollten, tauschten wir die Knöpfe aus. Das war nur eine zeitliche Lösung, denn auch dieser Bedienknopf schmolz dahin.
Die Dusche haben wir kein einziges Mal benutzt. Unserer Meinung nach ist der Einbau eine höchst überflüssige Platzverschwendung, dafür war die Scheibenwaschanlage trocken gelegt.
Die Tür mit Reserverad war so schwer, dass man sie nur zu zweit schließen konnte. Später stellte sich heraus, dass der untere Befestigungshebel sich beim Schließen von innen gerne verschob, so dass man die Tür von innen nicht mehr öffnen konnte. Wir haben nicht gezählt, wie oft Claus das vordere Dachzeltfenster öffnen und über den Ersatzreifen rausklettern musste, um aus dem Auto zu kommen – ein Glück, dass er auf eine Bergsteigerkarriere zurückblicken kann…..nach ein paar Hieben mit der Axt wurde auch dieser Hebel gerichtet, Problem gelöst!. Trotz der Aussage, es gäbe weder Sandmatten noch Kühlboxen, blieb Claus hartnäckig und so bekamen wir dann die Sandmatten vom Chef (angeblich) und eine arg ramponierte kleine Kühlbox. Im Laufe der Reise stellten wir fest, dass die Mückenschutznetze im Zelt Risse hatten – auch das ist von Savanna im Vorfeld offenbar nicht kontrolliert worden.
First Aid Kit von Savanna
Empfehlung von uns:
Oh oh ‚Savanna-Berti‘ du hast doch sehr nachgelassen.
Teil 327. Dez. 2017
6.September Fahrt bis zum Farmhouse Stampriet Nachdem wir gestern noch alles Notwendige eingekauft hatten, beluden wir den Landcruiser und verteilten unsere Habseligkeiten in die Fächer. Heute beehrten wir noch einmal Savanna, um dort einen leeren Koffer zu deponieren und die dicken Decken zurückzugeben, die wir sicher nicht brauchen würden. Auch die Lieferung aus der Schlachterei in Klein Windhoek war gestern pünktlich angekommen und im Kühlschrank verstaut. Ganz haben wir nicht verstanden, warum alles tiefgefroren war – das ist der „whole salami“ entschieden nicht gut bekommen… Auf dem Weg raus aus der Stadt holten wir uns noch schnell den neuen Roberts Bird Guide aus der Buchhandlung (danke, Bele, für den Tipp! Die alte, zerfledderte und vollgekritzelte Ausgabe aber behalten wir aus Sentimentalität) und dann ging es endlich los. Dieses Mal sind wir die landschaftlich schönere Route auf der C23 bis Dodabis und dann auf der C15 bis Stampriet gefahren. Übrigens noch eine Buchempfehlung für alle Ornis: Birds of Botswana; Die Zeichnungen in beiden Büchern sind von Ingrid Weiersbye. Kurz vor der Unterkunft kroch ein Steppen-Waran über die Straße, verharrte kurz am Rand und als wir anhielten, kraulte er durch das dürre Gras, erklomm einen Baum um dort Ast zu spielen, gelegentlich blinzelnd und züngelnd.
Auf der Campsite trafen wir auf ein norwegisches Paar, die in einem umgebauten LKW schon 8 Monate durch Afrika gereist waren. Wie immer, wenn Friederike Norweger trifft, gerät sie vollkommen aus dem Häuschen und muss unbedingt Norwegisch radebrechen. Ratet mal, wem das voll peinlich ist!! Die Temperaturen der beiden Kühlschrankfächer schwankten sehr und sorgten eine ganze Zeitlang für Aufregung bei F., bis sie beschloss, den Kühlschrank mit Nichtbeachtung zu bestrafen. Das hat gewirkt!
Teil 428. Dez. 2017
7.September bis 9.September Mata-Mata Hinter Gochas sahen wir eine links neben der Strasse breite, kahle Streifen, auf denen nur noch schwarze Baumstümpfe standen, dann eine riesige Holzköhlerei – Biotopzerstörung im großen Stil, oder? Wir hatten auch einen Sack Holzkohle zum Grillen im Auto, mea culpa… Ein paar Impressionen von unterwegs:
Steilufer des Auobtales
Am Platz angekommen, mussten wir erst einmal das Auto nach dem gesamten Auflade-Equipment (Navi und Smartphone) durchsuchen und fanden es schließlich im Seitenfach des Koffers, den wir schon in Windhoek mit den Sachen gefüllt hatten, die wir garantiert erst bei Abreise wieder brauchen würden. (O weh, fortgeschrittene Alterserscheinung.) Danach sorgten auf der Weiterreise die an sich harmlosen Worte „wo ist eigentlich…..“ für wechselseitige allergische Anfälle. 🤪 🤪 🤪 🤪 Es mußten erst einmal ein oder zwei? Gin Tonics zur Abmilderung her und danach war es für einen gamedrive zu spät. Zudem mussten wir unseren Platz gegen Ausbreitungstendenzen einer südafrik. Großfamilie verteidigen, die links und rechts von uns ihre Zeltstadt aufbauten und uns der Bequemlichkeit halber mit ins Geschehen integrieren wollten. Auf die Idee, das Territorium mittels gespannter Wäscheleinen zu markieren, kommen nur andere Forumsmitglieder…..
Teil 529. Dez. 2017
Fortsetzung Tags darauf ging es um 7.00 Uhr los: Lannerfalke, Gleitahr, einen jungen Singhabicht, Sekretäre, Strauße, immer wieder hübsche Gabelracken, Wiedehopfe, Reichswürger (den nennen wir jetzt immer so), Namaqua-Täubchen, Baumhopfe auf erfolgreicher Nahrungssuche in einem hohlen Baum, Maricoschnäpper, die üblichen Oryxe, wenige Kudus, Giraffen, Kuhantilopen und Gnus, Glanzstare, Meisensänger, die wir im alten Roberts noch unter „Chestnut-vented Tit-Babbler“ gefunden haben. Im neuen heißen sie jetzt „Chestnut-vented Warbler“. An einem Wasserloch verlustierten sich zwei Hyänen.
Endlich vor dunklerem Hintergrund einer meiner krächzenden schönen Roller (C.).
und nun beginnt das 'Jahr' des Wiedehopfs
Teil 629. Dez. 2017
Hallo Simone,
Nur so könntet Ihr vielleicht meinem Virus entgegenwirken, den ich leider erst im Mai erfolgreich bekämpfen werde.
wie willst Du ihn durch Hinfahren erfolgreich bekämpfen ? Dann ist er ja weg.... 😄 😄
Hallo Elisabeth,
"Africa can be addictive .. although there is no cure, treatment in the form of regular safaris will help keep your cravings under control."
das Buch "Ein letztes Mal in Afrika" von Paul Theroux hat uns allerdings sehr nachdenklich gestimmt...
Teil 729. Dez. 2017
Fortsetzung Fotos Steppenbaumhopfe
Kuhantilope
ein junger Singhabicht
Namaquatäubchen
Maricoschnäpper
Kapkrähe
Vogelschar am Wasser Gelbbauchgirlitz und Schnurrbärtchen Kapsperling
dazwischen mal wieder die schöne Landschaft
...und hier kann man sehen, für wie wichtig Zahnzwischenreinigung auch unter Oryxen genommen wird: Akteur und interessierte Zuschauer
Springböcke, die nicht ahnen, dass wir einen Teil ihrer Artgenossen im Kühlschrank haben....
Auf dem Heimweg
noch einmal Claus Lieblingsvögel
Teil 830. Dez. 2017
8.September in Mata Mata Seit einiger Zeit bietet man in Mata-Mata Nachtdrives an und wir haben eine mitgemacht. Wir sahen Schleiereule (Western Barn Owl), Milchuhu (Verreaux Eagle-Owl), Zwergohreule (African Scops-Owlet), unter der eine Kleinfleckenginsterkatze im Geäst herumkletterte, Fleckenuhu (Spotted Eagle-Owl), unglaublich viele Wildkatzen und eine beeindruckende Menge Springhasen (Kalahari-Kängurus), die man, da nachtaktiv, selten zu Gesicht bekommt. Löffelhunde (bat-eared fox) gab es die Menge, ein Trupp davon war in heftige Kämpfe verstrickt (Ranzzeit? Revierkampf?), außerdem sahen wir sehr viele Schakale und Kapfüchse. Diese Nachtfahrt hat sich wirklich gelohnt. Ich (C.) ließ das Fotografieren wegen des Staubs schnell sein, so habe ich nur unscharfen Fotos, freihändisch, ohne Stativ mit Blitz bzw.Spotlights. Spotlights + Blitz geht garnicht, Die Schleiereule ist als einziges zu erkennen.
Teil 931. Dez. 2017
9.September in Mata Mata, TR
Am 9.9. fuhren wir über das Museum (Frühstück) nach Twee Rivieren (TR). Auf dem Weg sahen wir einen Rotichneumon und drei kämpfende, sich immer wieder krachend gegenseitig gegen die Hälse schlagende Giraffen, Video Giraffengeplänkel
Gaukler und Raubadler, Weißrückengeier, Weißflügeltrappe (fem.), Sekretäre.
Weißflügeltrappe
Je näher wir an TR kamen, umso größer wurden die Red Hartebeest-, Springbock-und Oryxrudel (Trupps). Vereinzelt standen, wie erstarrte Denkmäler, Streifengnus in der Landschaft herum.
An einem Wasserloch beobachteten wir lange einen Schwarzkopfreiher, ein Vogelspezialist, denn er stellte den kleinen Vögeln nach, die dort tranken. Einigermaßen fassungslos sahen wir, wie er einen Canary bei lebendigem Leibe verschlang. Weitere Versuche misslangen allerdings so lange wir dort standen.
Reiherfood
Über den afrikanischen Sternhimmel ist auch schon alles gesagt – dennoch: So beeindruckend klar und deutlich haben wir die Sternbilder des Skorpions mitten in der Milchstraße selten gesehen, etwas südlich Centauri und fast am Horizont Kreuz des Südens wie bei dieser Reise.
Teil 1002. Jan. 2018
10.September in TR Am nächsten Tag sahen wir von Ferne eine Blechkarawane, entweder Unfall oder Katzen? Nun, naheliegend war das Letztere, ein sehr gut im Gebüsch versteckter Leopard, ein Mordskuder, der nach einiger Zeit, als er genügend Publikum hatte, aufstand, souverän Richtung Wasserbehälter schritt, unterwegs ausgiebig markierend, sich reckend. Mit einem eleganten Satz sprang er auf den Wasserbehälter, so dass ein dort sitzender Reiher kreischend aufflog, trank ein paar Schlückchen, sprang wieder runter, verrichtete nach Katzenart in einem Gebüsch sein Geschäft, schärfte sich an einem Baum die Krallen, stolzierte zum Wasserloch, schöpfte, legte sich dann daneben und wälzte sich genüsslich. Wir waren angemessen beeindruckt!
Ansonsten sahen wir noch eine sichtlich satte Löwin bei der Morgentoilette,
mir wird gleich übel, (Touris oder zu viel gefr....)?
einen hübschen Schakal
einen Hängebauch-Löwen an einem Wasserloch, der endlos lange schöpfte und sich dann, nur ein paar Meter weiter, in den Schatten warf.
Wir konnten noch einen Pygmyfalken (Schärfe fehlt leider: Freihand, 400 mm + 2.0 Telekonverter),
Felsenskink
Trappen, Oryxe, Sekretäre, Springböcke und ein Eland in wilder Flucht beobachten. Was wir noch sahen und was uns nicht besonders gefiel, waren die vielen Raser, die uns schlingernd auf der Sandpiste entgegenkamen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h wurde selten eingehalten – sehr bedenkliche Entwicklung.
Bei Rückkehr auf den Platz fanden wir unsere Campsite stark verkleinert vor – links von uns hatten sich Südafrikaner (Wagenburg-Gene) mit ihrer ausladenden Zeltstadt und Wohnwagen breitgemacht, so dass wir über für das Ausklappen der „Küche“ über ihre Befestigungsleinen hätten steigen müssen, unser „Mobiliar“ war beiseite geräumt und auch unser Stromkabel in Benutzung genommen worden. Es gab ungute Worte und schließlich bequemten sich die sich an ihren Bierdosen festhaltenden Besatzer, uns etwas Platz zu machen – allerdings erst, nachdem Claus ein paar ihrer Heringe aus dem Boden geholt hatte.
Überhaupt: Dort stand ein Wohnwagen neben dem anderen, verschönert mit Spitzengardinen, Fußabtretern, Einsteigtreppchen und beim Zähneputzen sah F. sehr viele hübsch geblümte Rüschennachthemden…
Teil 1106. Jan. 2018
11.September bis 12.September Nossob Auf der Fahrt hierher trafen wir eine Gruppe sehr aggressiver Löwen – zwei junge Männchen, zwei Löwinnen und ein noch recht junges Tier, immer wieder verharrend, grollend, knurrend, fauchend – die jungen Males hatten es wohl auf das Kleine abgesehen, das die Löwinnen zu beschützen schienen. Einer der Löwen ließ sich direkt vor unserem Auto (Fotos durch die Frontscheibe) nieder und hatte blutige Schmarren im Gesicht, wechselte dann auf die andere Straßenseite.
Es war sehr heiß und da wir in Nossob keinen schattigen Platz mehr erwischt hatten, fuhren wir zum ersten Mal das Schattendach aus, das uns auf den nächsten Stationen noch sehr nützlich sein würde. Riesentrappe, Siedelweber und Graukopfsperling
Teil 1216. Jan. 2018
12.September Nossob/Gharagab Am Vormittag machten wir uns auf nach Gharagab. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir fünf noch nicht ganz ausgewachsene Geparden, die langsam, immer wieder sichernd, im Energiespartrab zum Bedinkt-Wasserloch wechselten. Ein Oryx galoppierte schnaubend in ihre Richtung, blieb abrupt stehen, glotzte und drehte dann ab.
Die fünf – die voriges Jahr wohl schon von Tinochika fotografiert worden waren ? (https://www.namibia-forum.ch/media/kunena/attachments/18639/L1NA1823.jpg) – tranken ausgiebig, schmusten immer mal wieder miteinander und warfen sich dann nacheinander unter einen Baum. Ein wunderschönes Bild.
Sonst sahen wir Gnus und Springböcke. BELE: DU MUSST JETZT GANZ STARK SEIN! Video: Gnuversammlung Unterwegs:
In Gharagab erwartete uns ein schönes Zeltchalet und ein kurz angebundener und barscher Isaak. Wir richteten uns ein, genossen den Gesang der Meisensänger, erwehrten uns der bettelnden Siedelweber und Streifenmäuse und beobachteten das Wasserloch.
abends: endlich war Wasser im Trog!
Darum lungerten ein paar Oryxe herum, die versuchten, Schakale, Springböcke und Strauße zu vertreiben und sich auch untereinander nicht ganz freundlich gesonnen waren. Alle Tiere warteten sichtlich darauf, dass Isaak den Wasserhahn aufdreht – das hatte was von Zoo und entspricht nicht so ganz unseren Vorlieben.
Teil 1317. Jan. 2018
13,September, Gharagab bis Matopi 2, Mabua-Region, Bei Sonnenaufgang
sahen wir in Gharagab einen prächtigen, schwarzmähnigen Löwen vom Wasserloch wegschreitend. Die vergangenen Tage waren also eine gelungene, komprimierte Abschiedsvorstellung der KTP-Cats! Unterwegs nach Nossob begegneten uns Trappen, Oryxe und große Springbockherden. In Nossob wurde getankt und eingekauft und dann ging es Richtung Mabuaregion. An der ersten (m.E. einzigen) schwierigen Stelle, eine Düne ca. 20km hinter Nossob, zogen gerade vier junge, nette Deutsche ein 4x4-Auto auf die Pad, nachdem der südafrikanische Fahrer seinen riesigen Wohnwagen abgekoppelt hatte. Zuvor hatte er sein Gespann abseits der Pad in die karnickellöchrige Düne gesetzt und ist natürlich abgesackt. Wie kann man bloß mit solchen Gespannen dort unterwegs sein? Auf derselben Düne und Spur Richtung Nossob steckte ein weiteres Wohnwagengespann fest. Die 2 Familien hatten noch ein Stück Arbeit vor sich. Rechts, an den feststeckenden Gespannen vorbei gab es eine freie Ausweichspur, ca. 80 km bis Matopi lagen noch vor uns. Unterwegs sahen wir viele Singhabichte, Groß-, Gackeltrappen und Springböcke. Auf dem Platz wimmelte es von Meisensängern, Reichswürgern und Siedelwebern, Maricoschnäppern und Kalahari-Robins.
Matopi 2 angekommen, genossen wir bei einem ‚guten‘ Rotwein (geschüttelt und gekühlt) das abendliche Konzert der Bellgeckos und das gute Gefühl, hier ganz alleine zu sein. Für die nötige Bettschwere nach diesem anstrengenden Driver-Tag sorgte ein oder zwei Schluck Malt zur Desinfektion.
Teil 1418. Jan. 2018
Gromi, dann will ich mich mal mit der Fortsetzung beeilen, Gruß Claus!
14.9. Matopi – Bosoboglo
Nach einem ausgiebigen Frühstück beobachteten wir noch eine Weile die vielen hübschen, morgendlich aufgeplusterten Vögel und machten uns dann auf den Weg in das Innere des Mabuasehube-Parks.
Unterwegs sahen wir zwei schnell flüchtende Geparde und stießen auf ein Rudel Wildhunde mit ihrem Geheck, die ihren Bau direkt neben der Piste hatten. Es war ein solches Gewimmel von Jungtieren, dass wir sie nicht zählen konnten. Sie waren sehr neugierig, überhaupt nicht scheu und wir konnten uns von diesem Anblick kaum trennen.
Der Platz hier bietet wenig „Komfort“ aber eine schöne Weitsicht auf die Pan, das war uns allemal wichtiger. Der Nachmittag verging mit dem Beobachten von Bülbüls, Kalahari-Heckensängern, Graukopfsperlingen und Meisensängern. Auch hier genossen wir das abendliche Konzert der Bellgeckos.
Teil 1520. Jan. 2018
15.9. Khiding Campsite
Die Mabuaregion war einsam und ruhig, nach dem Gerammel im ZA-KTP eine wahre Erholung. Wir glauben, dass einige Formis das nicht verstehen! Es müssen u.E. nicht die Big-Five und Cats sein, um Afrika zu erleben. Plätze wie Mabua sind rar geworden. Um Gerammel zu erleben, brauchen wir nicht nach Afrika zu reisen. Auf dem Weg hierher sahen wir so viele Elands wie nie zuvor, aber extrem scheu und schnell flüchtend (Wilderei oder zu wenig Tourigerammel?), ein paar Oryxe und Springböcke.
Die Wasserlochrundfahrt war auch nicht ergiebig, wir sahen lediglich einen Sekretär und einen Kampfadler. Eindrucksvoll sind die weiten Pan-Landschaften.
Singhabicht auf hoher Warte.
Da es heiß und sehr windig war, verbrachten wir den Nachmittag mit dem Beobachten der Interaktionen zwischen Borstenhörnchen und Tokos – zum Kaputtlachen! Mit Gin-Tonic, perfekt von F. zubereitet, genossen wir den Sonnenuntergang und die „afrikanische“ Geräuschkulisse. Spät am Abend kamen noch Camper, die abseits ihr Quartier bezogen, daher auch ohne Kontakt zu uns. An einer Propangasflasche war der Verschluss abgegangen und verschwunden. Ein Glück, dass wir sie unterwegs nicht verloren hatten. Dank eines geklauten Drahts (aus der Eimerdusche, allerdings fehlte auch der Eimer – wie bei vielen der Camp Sites dieser Art war nichts vollständig, jeder kann etwas gut gebrauchen, ha!), dem Tool von Claus, Klebeband und Holz konnten wir eine Ersatzbefestigung herstellen, die auch bis zum Ende der Reise gehalten hat.
Nachts zogen heulend Schakale durch das Camp.
Teil 1625. Jan. 2018
16.9./17.9. Mabuasehube, Nr. 3 Unterwegs:
Hier kamen wir früh an – unsere „Vorgänger“ waren noch da und berichteten von Hyänenbesuchen. Mangels Wasser habe es hier wohl schon länger keine Löwen mehr gegeben. Wir hatten auch nie welche gehört. Auch dieser Platz bot eine beeindruckende Sicht auf die Pan, auf der gemessenen Schrittes zahlreiche Großtrappen herumspazierten. Wir sahen einen Kestrel und auf dem Platz unterhielten uns Fuchsmangusten, Perlhühner und Frankoline. Zu unserer großen Freude entdeckten wir in einer engen Astgabelung einen Fleckenuhu (spotted eagle-owl). Nachts hörten wir ihn rufen.
Nach dem riesigen East-Gate, ca 14 km nach Mabua.-Camp, sahen wir Erdmännchen und so viele Steinböckchen, wie wir sie die ganze Zeit im Park nicht gesehen hatten und viele Singhabichte..
Die gute Sandpad zog sich bis Hukuntsi hin, sehr ermüdend.
Südlich H. begann die TarPad, zunächst mit einigen scharfrandigen Löchern. Der Reifendruck wurde auf Straßenniveau erhöht, dann ging es zügig bis nach Kang. In H. gab es keinen 50-erDiesel und keinen ATM, in Kang war der ATM „out of work“, dafür gab es aber 50er Diesel und auch das Bezahlen mit Karte funktionierte. Im Kalahari-Restcamp hatte sich seit unserem letzten Aufenthalt dort nicht viel geändert, die Ablution genauso verlottert, dafür das Restaurant erweitert, wo wir trotz immer wieder zusammenbrechender Stromversorgung ein gutes Dinner bekamen.
Teil 1726. Jan. 2018
18.9. – 21.9. Ghanzi / Maun / Island Safari Logde Campsite Im Kalahari-Restcamp hatte die Dame an der Rezeption „probably a problem with network“ – aber wir konnten mangels Pula mit Rand bezahlen (900 R). Am Rand der Teerstraße sahen wir unzählige Steinböckchen. Einem wären wir beinahe zum Verhängnis geworden, als er, von einem Konkurrenten verfolgt, über die Straße und uns beinahe vor das Auto rannte. Wir konnten gerade noch bremsen. Es war wohl Blattzeit. Zu unserer Verblüffung sahen wir außerdem noch zwei Honigdachse direkt neben der Piste, außerdem Gabelracken, Stichelracken, Tokos und Raubadler. Je näher wir Ghanzi kamen, um so mehr nahm die Zahl von Pferden, Eseln, Kühen, unberechenbaren Perlhühnern und Straußen zu. Schon in Twee Rivieren war es uns nicht gelungen, die Parkfees für alle botsw. NPs zu bezahlen, wie es angeblich möglich sein sollte. Und auch hier im Wildlifebüro in Ghanzi war man erst einmal nicht willens oder in der Lage, die Zahlung abzuwickeln. Der erste Beamte wollte uns gleich nach Maun schicken und weiter mit seinem Smartphone spielen, wir insistierten, er holte Verstärkung von einer Kollegin, die uns auch gleich abwimmeln wollte – alle waren sehr freundlich, lustig, aber wild entschlossen, sich keinerlei Arbeit mehr aufzuhalsen. Wir blieben freundlich-hartnäckig, dann wollte man nach einem Telefonat nur die Buchung von Bigfood in der Centralkalahari bearbeiten. Es kam ein weiterer Beamter, der einen „vorgesetzten“ Eindruck machte, hinzu. Der stellte nach Einblick in unsere Voucher fest, dass wir nicht 16 sondern 15 Nächte (4350 BWP) zu bezahlen hätten – und irgendwann ging es dann doch, alle Parkfees hier zu bezahlen. Allerdings mußten wir erst Pula holen, weil auch hier das „network out of order“ war, also beim nächsten ATM 3x2000BWP. Das Zählen der Geldscheine dauerte noch einmal sehr, sehr lange, begleitet von viel Gelächter auf beiden Seiten – und dann konnten wir endlich mit Permit to enter National Parks und Game Reserves weiterfahren. Anderntags in Maun kauften wir bei „Aquarite“ (Mophane-Road) 5-Liter-Wasserkanister, füllten da auch den Wassertank – , (man kann dort die leeren 5-Liter Behältnisse mit „purified water“ auffüllen lassen) und bevorrateten uns dann ein paar Hausnummern weiter mit Gin, Tonic, Malt und Wein. Einem weit über die Grenzen des Schwarzwaldes hinaus für seine Gintonic-Mixkunst gerühmten ORNIS wollen wir hier einen Hinweis auf den besten afrikanischen Gin geben, den wir jemals gekostet haben:
Kreativer Kopf der „TripleThree“-Gins ist übrigens der aus Baden stammende Rolf Zeitvogel (!) Ein weiterer spezieller Hinweis gilt einer Malt-Whisky-Geniesserin, deren Kennerschaft ebenfalls weit über ihre eidgenössischen Heimat hinaus bekannt ist. Das ist nämlich dieses köstliche Getränk:
Claus hat es zwar etwas herablassend als „Ladywhisky“ bezeichnet, was ihn aber nicht von der abendlichen Innereien-Desinfektion mit diesem milden, trotzdem leicht rauchigen und überaus gaumenschmeichelnden Gesöff abgehalten hat. Übrigens: Wein, Gintonic oder gar Whisky aus diesen ekligen Metallpötten zu trinken - das ging und geht uns gegen den Strich. Deshalb hatten wir Weingläser, Wassergläser und Whiskytumbler gekauft – und alle sind heil geblieben. Auf dem Gelände der Safari-Lodge
sahen wir African Green Pigeons, Grautokos, am Ufer Reed-Cormorants, African Crakes, Jacanas – und leider auch viele lästige Meerkatzen. Außerdem machten wir die Bekanntschaft mit einem durchgeknallten Haubenbartvogel, der seine Spiegelbildrivalen bekämpfte und ob dieser Spiegelfechtereien schon sämtliche Schwanzfedern verloren hatte. Bei jedem „Angriff“ auf seinen vermeintlichen Konkurrenten rutschte er wieder ab, landete auf dem Boden, rappelte sich wieder auf, um erneut unter lautstarkem Geschimpfe den Rivalen zu vertreiben.
😄
Und so sieht einer mit Stoß aus! (später bessere Fotos)
Teil 1827. Jan. 2018
21.9. – 25.9. Khumaga/Boteti Am 21.9. waren wir froh, die staubige und laute Campsite verlassen zu können. Ab ca. 80 km hinter Maun, gleich hinter dem Vet-Zaun, wird die Strasse skandalös schlecht – Schlagloch an Schlagloch. Wie wir später noch erfahren müssen, ist die Nordroute A35: Sehitwa – Mohembo und Ost – Westroute A3: Nata – Gweta – Maun die Pothole-Spitze! Kann der Präsidentenkönig nicht mal ein oder zwei Händchenvoll Diamanten nehmen und seine Verkehrswege sanieren? Handel Erschwernisse kann man in Afrika offensichtlich auf verschiedene Arten erreichen! Die Autowerkstätten und Reifenhändler sind die Gewinner. Warum gibt es so wenig Schotthändler, die Straßen sind gesäumt mit ausgebrannten Fahrzeugen. Den Fährmann am Boteti mussten wir erst suchen, er setzte uns über
und kurz darauf hatten wir uns auf der Campsite schon eingerichtet – nicht ohne schockiert die ziemlich verbrannte Hochebene zu registrieren. Angeblich hat dort ein Touristenauto Mitte August das trockene Gras durch seinen heißen Auspuff entzündet. Als erstes sahen wir unzählige Zebras, hübsche Impalas
usw.
und eine nette Giraffe
Der Boteti war breiter als bei unserem letzten Aufenthalt, deshalb war nicht die ganze Riverside zu befahren. Wir haben an jedem Tag andere Vögel entdeckt und waren wieder einmal total begeistert. Kommt es uns bloß so vor, oder sind dort die Elefanten größer als anderswo? F. geriet beim Anblick des ersten haushohen Elefantenbullen ziemlich in Stress – sie hatte vergessen, wie groß die sind.
Wood-Sandpiper, Waldwasserläufer
Teil 1902. Feb. 2018
Fortsetzung Khumaga/Boteti: Auf dem Platz gab es neben Schildraben, Bülbüls, Tokos, Frankolinen, Louries auch laute Musik aus dem Autoradio einer Gruppe biertrinkender Südafrikaner – aber, da könnt Ihr sicher sein, nicht lange (F. in Aktion)…. In direkter Nachbarschaft wohnte eine Eule (African Barred Owlet, Kapkauz) in einem Dürrständer (schwäb.), bedeutet trockene Bäume, Totholz, (Übersetzer = C.) Wir sahen viele, viele Vögel: Ohrengeier
Königswitwen oder Witwer?? im Schlichtkleid
Fleckenflughühner Löffler
Zwischendurch mal wieder Landschaft mit und ohne Elefanten
Trauerdrongo
Grünschenkel Teichwasserläufer - danke Matthias!
Toko Lourie Graufischer
Mangrovenreiher mit und ohne Lappenstare
Lappenstare ohne Mangrovenreiher das allseits beliebte Blaustirnhühnchen, nach einem Forumsmitglied auch Lilytrotter genannt Stelzenläufer Bunting - danke Matthias! Golden-breasted natürlich!
Grünschenkel
Endlich geklärt dank Liliytrotter und Daxiang und Maddy: Ruff (Kampfläufer) Kennt jeder... Common Sandpiper Flußuferläufer
African Crake - Steppenralle, die hier auch nicht vorkommen sollte.....wir bitten um Vergebung! Dies ist ein Scherz, den wohl die meisten nicht verstanden haben. Natürlich kommt die Steppenralle zur Brutzeit hier vor..
Waffenkiebitz Dreibandregenpfeifer Raubadler
Kapkauz
Teil 2002. Feb. 2018
Fortsetzung
Perlkauz
Southern Pied Babbler/Elsterndrosslinge
Graureiher Grünschenkel
Schlangenhalsvogel Goliathreiher und Schlangenhals
Red knobbed Coot/Kammbleßhuhn
Aufgehübschte Kudus
Wieder der ominöse Pectoral Sandpiper! FALSCH 😎 Ist ein Ruff - mit Hilfe von Lilytrotter, Daxiang und Maddy identifiziert!