Teil 3
Nach dem leckeren Lunch fahren wir wieder an den Fluss und schauen an zwei verschiedenen Stellen, was die Gnus machen. An einer Stelle, am „Look Out Crossing“, können sich die Tiere nicht entschließen und stehen abwartet am Ufer.

Vielleicht kann man es erkennen, wie die Herden sich am Fluss (das grüne „Band“) sammeln

Coquifrankolin – Coqui Francolin

Die Hippos genießen die Ruhe vor dem Sturm
Am Fig Tree Crossing schaut es so aus, als ob der Druck von hinten so stark wird, dass die Tiere bald den Fluss queren. Wir beobachten mit 9 weiteren Autos auf unserer Seite oben von der Anhöhe das Geschehen, niemand fährt herunter zum Fluss, um die Tiere nicht zu stören. Der Ranger ist auch wieder da und fährt von Crossing Point zu Crossing Point.

Wir können aber zum Teil nicht fassen, was auf der anderen Seite geschieht. Dort sind bestimmt 30 - 40 Autos zu sehen, die zum Teil mitten in die Herden hineinfahren und die Tiere auseinander treiben.
Die Gnus und Zebras kommen wieder auf die Halbinsel am Fig Tree Crossing und die Fahrzeuge warten leider nicht, was passiert, sondern fahren zum Teil mitten in die Herden hinein bis vorne an das Steilufer. Und so flüchten die Tiere wieder zurück. Kein Ranger ist zu sehen und niemand hält sich an irgendwelche Regeln. Es ist wirklich traurig, denn wenn alle erst einmal geduldig warten würden, hätten auch die Gäste in den Autos etwas von den Crossings. So verscheuchen sie die Tiere nur und niemand sieht die Tiere.
Bei den Guides auf unserer Seite wird wild diskutiert, aber das hilft natürlich nichts. Die andere Flussseite gehört zu einem anderen Distrikt und dort finden wohl kaum Kontrollen statt.
Der Drang der Tiere ist aber riesengroß, sie wollen unbedingt auf die andere Seite und so kehren sie zum Fig Tree Crossing zurück. Und dann passiert es wieder, ein Tier fängt an und alle folgen.

Einer beginnt und schon geht es los ...

... die Tiere stürzen sich in die Fluten

Sie springen auch vom flachen Ufer ab ins Wasser


Und manchmal versucht es auch ein „Einzelgänger“ ...

... hier ein Sequenz ...





... die vielleicht die Dynamik dieses Naturschauspiel ein wenig zeigt
Sie starten wieder an einer flacheren Stelle und dann gehen sie auf der ganzen Uferseite hinunter, sei sie auch noch so steil. Die Böschung ist wirklich sehr hoch und sie springen aus dieser Höhe nach unten, da auch von hinten immer mehr Tiere nachdrängen.

Egal wie hoch ...

... sie springen (oben rechts sieht man das tote Gnu)

Oben drängen die Gnus nach ...

... und stürzen sich in die Tiefe
Es ist ein unglaubliches Schauspiel und auch traurig, da ein Tier das ganze wohl mit Genickbruch „bezahlt“ und ein weiteres später wohl das Becken oder die Hüfte gebrochen hat und nicht mehr durch den Fluss kommt.

Hier kann man Fig Tree Crossing gut erkennen

Die Gnus kommen an unserer Seite aus dem Wasser

Auf der anderen Seite gibt es eine „Streifen-Versammlung“ ...

... und dann wird in Reih und Glied durch den Fluss geschwommen

Diese Gesellen sind anscheinend schon alle satt und genießen die Sonne

Und hier das Gnu mit dem gebrochenen Becken/Hüfte. Es sah zuerst aus, als ob das Krokodil die Gelegenheit nutzen wollten, aber da es alleine war, hat es sich wieder zurück gezogen und das Gnu nicht gepackt
Dieses Crossing dauert ca. 20 Minuten und es ist wieder sehr aufregend. Wir fotografieren natürlich, was das Zeug hält, denn wir können immer noch nicht glauben, dass wir an unserem ersten Tag gleich zwei der berühmten River Crossings sehen dürfen.
Auf dem Weg zurück zur Lodge fahren wir noch am „Look Out Crossing“ vorbei, aber die Tiere können sich immer noch nicht entschließen. Dann bekommt Wilson noch die Nachricht, dass eine Rhino-Dame mit Kalb gesehen wurde und wir fahren noch dorthin.

Die Mama leider nur noch von hinten

Allerdings wollen die beiden von uns nichts wissen, sondern verschwinden im dichten Gebüsch.

Streifen in der Abendsonne

Ein letzter tierischer Gruss an diesem tollen Tag
Wir fahren zurück zur Lodge und fahren pünktlich um 18.30 Uhr durchs Oloololo Gate.

Dieser Geselle lebt direkt neben unserem Zelt
Zurück in der Lodge machen wir uns frisch und gehen total glücklich zum Dinner.

Lecker 🙂
Wir haben an unserem ersten ganzen Tag in der Mara die Big 5 und soooo viel mehr gesehen und dann auch noch zwei mittelgroße Crossings. Was will man mehr, eigentlich könnten wir morgen nach Hause fahren, was wir natürlich NICHT tun werden. 😛
WHAT A DAY!!!!!! 🤪 🤪 🤪