NAM-NW'22:"Die Strecke zieht sich ein bisschen..!"

Reisebericht 286 Antworten · 46,4k Aufrufe · gestartet 03. Aug. 2022 von Champagner
2’085 Beiträge · seit 201218. Aug. 2022 ·
Ma Bele,
da würde ich doch mal denken, Sand in den Ohren ist bald vergessen (Zahnschmerzen hoffentlich auch!), aber die Landschaftsbilder sind einfach der Hammer! Sensationell schön!!! So weit im Westen waren wir ja gar nicht ... und wenn ich in Büsnau so sehr von unserer Kaoko-Tour geschwärmt habe, dass ich sie grad so noch mal fahren würde - ich glaube einen ausgiebigen Schlenker ins Hartmannstal würde ich dann doch einbauen.
Begeisterte Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
797 Beiträge · seit 201518. Aug. 2022 ·
Hallo Bele,

ich musste eben schmunzeln. Wir haben euren tollen Übernachtungsplatz gefunden. Ist auch wirklich eine sensationelle Stelle. Wir hatten jedoch auch euer Windproblem und sind nach einer längeren Sand und Besprechungspause weiter gezogen. Oben am kleinen Grat mit Blick zu beiden Seiten, kann man schon ins träumen geraten. Toller Platz.
Mit dem Auto zur etwas windgeschützteren Stelle, unten am kleinen Bogenfelsen zu fahren hat mir meine Frau verboten. Dort pfiff der Wind mit entsprechenden Sandladungen auch sehr unangenehm und es roch auch leider nach menschlichen Hinterlassenschaften.
Wir sind geflüchtet und haben die Hartmannsebene durchfahren und in den Bergen, kurz vor dem Shortcut, einen hübschen, windgeschützten Platz gefunden.

Liebe Grüße
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
775 Beiträge · seit 201718. Aug. 2022 ·
Hallo Bele, ich hoffe den Sand in den Ohren bist du wieder los (das stelle ich mir sehr unangenehm vor) und dein Zahnweh hat sich auch verzogen.
Diese Natur ist schon faszinierend. Danke für‘s Weiterschreiben und liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201018. Aug. 2022 ·
Reisemaus schrieb:Also ich als Kaokoveld „nichts Blicker“ finde diese Bilder aber schon sensationell toll!
Es ist auch wirklich eine sehr beeindruckende Gegend dort!
Die Weitsprungidee finde ich klasse, das ist doch die ideale Bewegung nach stundenlangem Sitzen.
Aber schade Bele, dass Deine Grashüpfer Bilder hier fehlen 😛
Hallo du Nixblickerin 😄 !
Wenn ich wie ein Grashüpfer gesprungen wäre, dann würde ich die Fotos sicher zeigen 😎 😊 😊 .
Vielleicht kommt da ja noch was im Muckels Bericht 🤪
Das will ich nicht hoffen 😮 , meines Wissens war nur meine Kamera im Einsatz 😉 .
panther schrieb:Eine Runde Mitleid von uns 😐 und natürlich gute Besserung 🙂
Danke 😘 !
Besonders gut gefallen hat uns die Drohne 😉 Wir hoffen ihr hattet eine Genehmigung dafür 😄
Ach, wer braucht denn schon eine Genehmigung für ne Drohne, man passt doch auf, dass man niemanden stört 😗 und notfalls schiebt man am Gate einen Schein über den Tresen, kennen wir doch alles…. 😎 .
Wir fahren immer noch gerne mit und erfreuen uns, vom windstillen und sandfreien Sofa, an den schönen Landschaftsfotos.
Das freut mich wiederum 🙂 !

regsal schrieb:Liebe Bele
Ein Teil dieser Strecke sind wir ja auch gefahren über die orange Tonne, leider aus bekannten Gründen nicht so weit wie ihr, Obschon ich diese einsame Weite so sehr liebe, fand ich die Strecke auch etwas lang, sind wir doch an einem Tag von Puros gekommen und am anderen Tag wieder zurück, Ich wünschte mir, noch einmal ohne Stress und fahrtüchtigem Fahrzeug in dieses weite Tal fahren zu können.
Puh, das klingt wirklich anstrengend 😣 !
Im Hartmanstal waren wir jedoch in einer windgeschützten Ecke für die Übernachtung.
Nachdem wir endlich beide Autos oben hatten, wollten wir nicht nochmal losfahren, um etwas vermeintlich Besseres zu suchen. Wir hatten auch immer noch die leise Hoffnung, dass der Wind irgendwann einschläft.
Ich hoffe, deine Schmerzen von der OP sind nicht zu schlimm und ich freue mich auf die Fortzetzung der Reise,
….die wird es vielleicht heute Abend geben, jetzt schlaf ich erstmal meinen Medikamentenrausch 🤢 🙄 bei einem Mittagsschläfchen aus 🙂 !
franzicke schrieb:Ma Bele,
und wenn ich in Büsnau so sehr von unserer Kaoko-Tour geschwärmt habe, dass ich sie grad so noch mal fahren würde - ich glaube einen ausgiebigen Schlenker ins Hartmannstal würde ich dann doch einbauen.
Da haben wir uns ja schon damals bei eurer ersten Planung drüber ausgetauscht. Man sollte halt schon mindestens eine Nacht da oben einplanen, die Hin- und Rückfahrt zieht sich schon ein bisschen 😗
Begeisterte Grüße Ingrid
Freut mich, dass es dir gefällt 🙂 ! Liebe Grüße zurück 😘 !
Dillinger schrieb:Hallo Bele,
ich musste eben schmunzeln. Wir haben euren tollen Übernachtungsplatz gefunden. Ist auch wirklich eine sensationelle Stelle. Wir hatten jedoch auch euer Windproblem und sind nach einer längeren Sand und Besprechungspause weiter gezogen. Oben am kleinen Grat mit Blick zu beiden Seiten, kann man schon ins träumen geraten. Toller Platz.
Ja, der Grat kommt im nächsten Kapitel noch vor!
Mit dem Auto zur etwas windgeschützteren Stelle, unten am kleinen Bogenfelsen zu fahren hat mir meine Frau verboten.
Haha, diese Diskussion kenne ich 😄 😄 😄 !
Dort pfiff der Wind mit entsprechenden Sandladungen auch sehr unangenehm und es roch auch leider nach menschlichen Hinterlassenschaften.
🤢 🤢 🤢 Ja pfui Teufel, aber wir waren das nicht 🙄 ! Bei uns gab es dort sehr viel Antilopenlosung....
Wir sind geflüchtet und haben die Hartmannsebene durchfahren und in den Bergen, kurz vor dem Shortcut, einen hübschen, windgeschützten Platz gefunden.
Hui, da habt Ihr aber ganz schön Strecke gemacht 🤩 , das sind wir 2019 an einem extra Tag gefahren, wenn ich mich richtig erinnere.

Enilorac65 schrieb:Hallo Bele, ich hoffe den Sand in den Ohren bist du wieder los (das stelle ich mir sehr unangenehm vor) und dein Zahnweh hat sich auch verzogen.
Jepp, Sand ist weg, die Schmerzen werden mir aber wohl noch ein paar Tage erhalten bleiben 😣 - ich wäre für einen Tausch bereit, Sand her, Schmerzen weg 😎 .
Diese Natur ist schon faszinierend. Danke für‘s Weiterschreiben und liebe Grüsse Caroline
Gerne – und danke an dich und alle anderen für’s Dabeisein 😘 !
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2022
2’524 Beiträge · seit 200918. Aug. 2022 ·
Liebe Bele,

von diesem Tag, dem 19. Juli, kann ich sogar auch ein paar Fotos beisteuern, denn es war der erste Tag, an dem ich mich gut erholt gefühlt hatte. Die Nächte davor waren allesamt irgendwie für die Katz: die Nacht vor dem Flug kann ich eigentlich nie schlafen, da bin ich immer aufgeregt, die Nacht im Flieger ist sowieso zum Vergessen. Die folgende Nacht auf der Teufelsbach-Campsite war schweinekalt, die Nacht in Onjowewe war mir viel zu laut, man hört den erstaunlich auch nachts stattfindenden Verkehr ganz gut. In Opuwo, an einem Wochenende--Schwamm drüber. Memo an mich selbst: nie wieder! Und dann der Super-Gau mit der Marble Campsite. O Mann, was für eine Enttäuschung.
Nun also der Ondusengo, nach sieben Nächten ohne wirklich erholsamen Schlaf, die erste Nacht, wo Alles so war, wie man es sich wünscht. Abgeschiedenheit, Ruhe, ein herrliches Campfire und ein leckeres Abendessen, dazu ein paar Getränke und -- Windstille.

Da kann der nächste Tag nur gut werden.

DSC04524.jpg


DSC04529.jpg

Ein paar Tierchen für die Quote kann ich noch beisteuern, etwa diese Termiten, die am helllichten Tag damit beschäftigt waren, Gras in ihren unterirdischen "Hügel" zu schaffen.

IMG_0488.jpg

Oder diesen Nachtfalter, der Zuflucht an unserem Camper gesucht hat vor dem Sturmwind.
Mittlerweile kann ich sogar dem Tierchen einen Namen geben, dank der Hilfe vom lepiforum weiss ich nun, dass er auf die wissenschaftliche Bezeichnung Asota speciosa hört.

DSC04532.jpg

Hier der Gegenverkehr an diesem Tag, der Laster von Serra Cafema.

DSC04536.jpg

Das Rätsel ist gelöst: deshalb heissen die mysteriösen Graskreise also Feenkreise.

DSC04544.jpg

Und dann die Drohnenfotos. Ich liebe es ja , wo immer es geht, mir von oben einen Überblick zu verschaffen. Eine Genehmigung brauche ich dafür nicht, ich halte mich einfach an meine eigenen Regeln. 😉

DSC04545.jpg

Da hinten links im Dunst liegt die Mündung des Kunene in den Atlantik.

DSC04546.jpg

Nach rechts gehts runter ins Hartmannstal, nach links zum Kunene via Monsterdüne. Schilder gibt´s hier aber keine.

DSC04558.jpg

Noch ein Tier, diesmal eines der größeren Art, immerhin ein Wirbeltier: eine Felsenschwalbe.

DSC04559.jpg


DSC04567.jpg

Und noch ein Wirbeltier, ein Day Gecko.

DSC04570.jpg

Kurz vor Sonnenuntergang konnte man dann auch zwei Sonnenflecken im Zentralgestirn entdecken.

So, das war´s von meiner Seite.

Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2022
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201018. Aug. 2022 ·
Hallo Matthias,

vielen Dank für die Einblicke in dein Leben als Drohne 😉 - das beste daran ist ja, dass sie keine so komischen Geräusche von sich gibt 😛 .
fotomatte schrieb:
DSC04567.jpg

Und noch ein Wirbeltier, ein Day Gecko.
Der würde prima in meine "Täuschen und Tarnen"- Galerie passen 🤩 !

Vielleicht schafft es das Foto von den beiden Feen ja auch noch in den Bericht - oder hat jemand ein Veto eingelegt?

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201018. Aug. 2022 ·
20.07.2022: Von ganz im Norden, westlich des Hartmanntals zum Munutum - TEIL 1

Bei der Durchsicht der Fotos des heutigen Tages ist mir aufgefallen, dass es eine zwar lange, aber sehr abwechslungsreiche und schöne Etappe war, ich würde fast sagen, eine meiner Lieblingsetappen dieser Tour 🙂 .

Aus meinem Dachgeschoss sehe ich direkt rüber nach Osten zum Grat und beschließe, dieses Mal den Sonnenaufgang dort nicht zu verpassen, also ab in die Klamotten und rübergelaufen.

DSC00267kNAM2022.JPG


Ich bin sogar so früh dort, dass ich das Glühen vor Sonnenaufgang, welches auf das Morgenrot folgt, miterleben darf.

DSC00271kNAM2022.JPG


Der Pharao, der dort regungslos im Sand liegt, scheint das Leuchten auch zu genießen.

DSC00273kNAM2022.JPG


DSC00274akNAM2022.JPG


Danach ist dann aber erstmal gar nichts mehr los, 20 Minuten lang wirkt der Himmel trübe und wir sind schon fast der Meinung, dass es heute keinen Sonnenaufgang geben wird 🙁 . Na toll, da fährt man bis ans nördliche Ende von Namibia und dann sowas! 😵

Aber zu früh gemeckert: die Sonne schafft es doch noch, auch wenn es kein Aufgang mit Glanz und Gloria ist.

DSC00281kNAM2022.JPG


DSC00290kNAM2022.JPG


Zumal es mal wieder ganz schön frisch und windig ist - wir frieren tapfer vor uns hin.

DSC00310kNAM2022.JPG


Nur er lässt sich genüsslich von der Sonne wärmen 😉

DSC00314kNAM2022.JPG


Dort hinten stehen unsere Autos und bald wird die Sonne auch sie erreichen, also geht es nun zurück zum Frühstück.

DSC00298kNAM2022.JPG


DSC00316kNAM2022.JPG


DSC00317kNAM2022.JPG


kurz vor 10 Uhr sind wir bereit zur Abfahrt.

DSC00319kNAM2022.JPG


Uwe schlägt vor, zunächst dieselbe Strecke wie 2019 nach Nordwesten zu nehmen, um dann in einem großen Bogen runter ins Hartmanntal zu fahren, auf einem Track, den er auf seiner digitalen Karte sieht. Was uns dort genau erwartet, wissen wir nicht, aber es sollte machbar sein, von dort zunächst nach Süden zu fahren und dann eine Auffahrt etwas weiter südlich als gestern zu nehmen, um wieder aus dem Hartmanntal herauszukommen nach Westen. Eine kleine Ausflugsfahrt sozusagen 🙂 – natürlich könnten wir auch wie damals direkt auf der Westseite bleiben und dort nach Süden fahren, aber das kennen wir ja schon und ergibt keinen neuen Track für Uwe.

Der Vorschlag von ihm entpuppt sich dann auch als goldrichtig, eine Mischung aus ein bisschen Abenteuer und sehr viel atemberaubender Landschaft 🙂 😘 !

Zunächst sind wir mal wieder etwas enttäuscht, 2019 hatten wir hier mystischen Nebel und Oryxe in Feenkreisen, jetzt steht zwar viel Gras, teilweise sogar grün, aber sonst nichts herum.

DSC00321kNAM2022.JPG


DSC00326akNAM2022.JPG


Ah sorry, wie konnte ich dich vergessen 😮 , du treue Seele 😘 – eine Heuschrecke, das Tier der Reise 2022 😎 .

DSC00334kNAM2022.JPG


Nun beginnt der sanfte Abstieg ins Tal – was hatten wir uns 2019 ins Hemd gemacht weiter vorne (da ist es auch steiler), aber natürlich vor allem deswegen, weil wir nicht wussten, ob es unten weitergeht oder ob wir wieder hochmüssen (weshalb die Idee dann auch fallengelassen wurde).

DSC00345kNAM2022.JPG


Heute sind wir sicher, dass wir da unten einfach nach Süden abbiegen und fertig 😗 .

Zunächst sieht alles noch easy aus, hier sind wir schon unten.

DSC00356kNAM2022.JPG


Ich bin überwältigt von diesem Anblick: Berge und Dünen, Gras und Springböcke. So viele Tiere (abgesehen von den lästigen kleinen Fliegen beim Picknick) auf einmal haben wir auf dieser Reise noch nicht gesehen – und dann noch in dieser atemberaubenden Kulisse. Das ist ja zudem nicht irgendwo, sondern ziemlich am nordwestlichsten Ende von Namibia in der fast vollständigen Einsamkeit (wenn man vom Serra Cafema Camp absieht, aber von diesem oder seinen Bewohnern bekommen wir überhaupt nichts mit).


DSC00370xkNAM2022.JPG


DSC00362xkNAM2022.JPG


DSC00373kNAM2022.JPG


DSC00374kNAM2022.JPG


Irgendwann müssen wir uns von diesem Anblick losreißen, denn es liegt heute noch ein langer Weg vor uns (was ja eigentlich nichts Neues ist 😎 😗 !).

10 Minuten später ist dann erstmal Schluss – hier müssten wir eigentlich geradeaus weiterfahren, aber eine große Wanderdüne versperrt uns den Weg und die Spuren verlaufen sich im Sande. Man hört und liest dies ja öfters mal im übertragenen Sinne – jetzt wissen wir, wie das in echt aussieht 🤩 !

DSC00392kNAM2022.JPG


Es gibt eine Spur nach links, aber ohne dies erst zu Fuß abzugehen trauen wir uns nicht weiterzufahren, wir wollen ja nicht wie die Gerippe hier enden 😛 (zumal es hier viel zu schön ist, um nicht sowieso einen Stopp einzulegen). Zuerst kommt es uns so vor, als ob es hier kein Weiterkommen gibt, immer wieder steht ein Stück Düne im Weg.

DSC00411kNAM2022.JPG


DSC00412akNAM2022.JPG


DSC00395akNAM2022.JPG


Ganz weit hinten entdecken wir sogar ein paar Strauße:

DSC00400akNAM2022.JPG


Wir laufen also verschiedene Spuren ab, manche enden, manche führen weiter und irgendwann haben die Scouts eine Strecke gefunden, die weiter südlich dann auf unsere ursprüngliche Route zurückführt, also geht es zurück zu den Autos.


DSC00427kNAM2022.JPG


Allerdings muss dafür eine kleine Steigung im Sand überwunden werden, für die man etwas Schwung braucht. Aber dieses Problem hatten wohl schon andere und wir machen es ihnen einfach nach (wobei Uwe eine kleine individuelle Note einbaut, den Kreis will er nicht fahren). Hier ein kurzes Video (ohne Ton, es gab nur viel Wind und Motoren), das jetzt keine fahrtechnische Erleuchtung ist (denn so schwierig war die Passage dann doch nicht), auf dem man aber für mein Empfinden diese Traumlandschaft und das wunderschöne Licht noch etwas ausführlicher wahrnehmen kann.

Bei YouTube ansehen ↗



Weiter geht's dann im nächsten Kapitel!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2022
1’835 Beiträge · seit 201518. Aug. 2022 ·
Danke, Bele, für die wunderschönen Wüstenfotos und deine lustige Erzählungen.
Mein Lieblings Bild sind die Kolonne Springböcke in der tollen Landschaft!
Mach weiter so!
Liebe Grüsse von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
142 Beiträge · seit 201119. Aug. 2022 ·
Liebe Bele,

ich habe mal schnell zur Einleitung deines Berichtes zurück geblättert, weil mir da noch ein Satz im Hinterkopf herumspukte. Und Tatsache, da steht doch glatt "...Nachdem ich mal schnell durch meine Fotos geblättert habe, kamen mir Zweifel, ob ich überhaupt einen Bericht schreiben soll, denn die Ausbeute an Bildern, die die Allgemeinheit interessieren könnten, ist überschaubar. Zudem gibt es für Nichtdabeigewesene kaum interessante Geschichten zu erzählen oder wilde Streckenabschnitte..." 😮 Also ernsthaft!!! Das Einzige, was man an diesem spannenden, toll geschriebenen und fantastisch bebilderten Bericht "bemängeln" könnte, ist die komplett irreführende Einleitung 😄 .

Weiter so, ich bin dabei,
Markandi
Als Volunteer in Uganda – Eine neue Erfahrung für eine „alte“ Afrikasüchtige http://www.birungi.org/2018/03/03/als-volunteer-in-uganda-eine-neue-erfahrung-fuer-eine-alte-afrikasuechtige/ Namibia 2020 - Nach Hause Dank Rückholprogramm https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299658-namibia-2020-nach-hause-dank-rueckholprogramm.html?rb=1&template=simple Als Volunteer im EHRA Wüstenelefanten Projekt https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/295500-als-volunteer-im-ehra-wuestenelefanten-projekt.html?rb=1&template=simple
1’250 Beiträge · seit 200919. Aug. 2022 ·
Hallo Markandi,

Du hast es auf den Punkt getroffen, genauso ist es! Bele hat bei der Einleitung ihres sooooo tollen Berichts total untertrieben!!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende für Euch,

Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201019. Aug. 2022 ·
Sadie schrieb:Danke, Bele, für die wunderschönen Wüstenfotos und deine lustige Erzählungen. Mein Lieblings Bild sind die Kolonne Springböcke in der tollen Landschaft!
Mach weiter so!
Liebe Grüsse von Katrin
Guten Morgen Katrin,
danke für das Lob 🙂 – und ja, diese Springböcke in genau dieser Landschaft waren ein so toller Anblick, über den ich mich wahnsinnig gefreut habe!
Markandi schrieb:Liebe Bele,
Also ernsthaft!!! Das Einzige, was man an diesem spannenden, toll geschriebenen und fantastisch bebilderten Bericht "bemängeln" könnte, ist die komplett irreführende Einleitung 😄 .
Weiter so, ich bin dabei,
Markandi
Elchontherun schrieb:Hallo Markandi,
Du hast es auf den Punkt getroffen, genauso ist es! Bele hat bei der Einleitung ihres sooooo tollen Berichts total untertrieben!!
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende für Euch,
Elch
@ Markandi und Elch: ich verstehe schon, was Ihr meint. Ich wollte damals aber wirklich nicht untertreiben und stehe auch weiterhin zu meiner Aussage am Anfang des Berichts. Ich finde es tatsächlich ziemlich schwierig und auch anstrengend, die Eindrücke von dieser Reise zu vermitteln, zumal wenn man es gewohnt ist, dass in den Berichten hier gefühlt hinter jedem zweiten Busch ein Löwe hervorspringt 😮 , sich Leoparden genüsslich zusammen mit ihrem Riss auf Bäumen räkeln 🤩 und Elefanten in Fünferbündelungen gezählt werden 😗 .

Es ist so, dass ich die Fotos für ein Kapitel zunächst in einem Ordner sammle. Wenn ich dann den Ordner öffne, um an Hand der Bilder einen Text zu schreiben, bekomme ich wirklich jedes Mal einen Schreck 🤩 , weil ich in der Ansicht mit den kleinen Kacheln eigentlich nur lauter gleiche Farbtöne sehe, sonst nichts 🙄 . Wie ich diesen optischen Einheitsbrei mit Worten weitergeben soll, stellt mich jedes Mal vor ein Rätsel 😕 . Mal mehr, mal weniger natürlich – und im letzten Kapitel hatte ich wenigstens ein paar Tiere und ein Filmchen sowie eine auch für mich neue Gegend im Hartmanntal zu bieten.

Ich stelle es mir für an der Reise unbeteiligte Mitlesende eben einfach mühsam vor, zu folgen, da es so wenige Highlights im herkömmlichen Sinne gibt und sich einiges an Schönheit und Weite der Landschaft auch nur live vor Ort und nicht durch Bilder auf einem kleinen Bildschirm erschließt. Mir selber macht es natürlich schon Spaß, die Fotos zu sichten und mich zurück zu erinnern, aber das ist ja etwas anderes….

Trotzdem freue ich mich natürlich sehr, dass euch beiden der Bericht gefällt und über das große Lob in euren Zeilen ganz besonders 🙂 . Dafür ein herzliches Dankeschön 😘 !

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2022
2’085 Beiträge · seit 201219. Aug. 2022 ·
Guten Morgen Bele
Ich finde es tatsächlich ziemlich schwierig und auch anstrengend, die Eindrücke von dieser Reise zu vermitteln
Dann streng dich mal weiterhin schön an 😘 Bis jetzt gelingt es dir ja ganz wunderbar, dein tägliches Rätsel zu lösen - und ganz ehrlich, es rechnet in dieser Gegend wohl keiner mit Löwen, Leoparden und Elefanten im Fünferbündel. Die Landschaft, die Weite, das viele Nichts manchmal "mit ein paar Figürchen drin" - es ist wirklich grandios.
Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
191 Beiträge · seit 200619. Aug. 2022 ·
Guten Morgen Bele

ich geniesse Deinen Reisebricht in vollen Zügen! Herzlichen Dank!
Einige Örtlichkeiten kommen mir bekannt vor, aber auch die manchmal etwas mühsamen Wetterverhältnisse mit Wind und Sandstürmchen erinnern mich an den Oktober 2021, als ich eine ähnliche Runde gefahren bin..

Über eine Reise durchs Kaokoveld einen Reisebericht zu schreiben ist schon eine besondere Kunst und Herausforderung. Wenn man die Leserschaft in zwei Gruppen aufteilt (solche, die das KV schon mal bereist haben und solche, die es noch nicht «persönlich» kennen), so ist erstere Gruppe sicher einfacher zu fesseln. Denn die wissen, dass die immer gleich aussehenden Landschaften eben überhaupt nicht immer gleich sind. Die Farben, der Geruch, die Luft (oder Winde…), der Himmel, die Temperaturen, die Luftfeuchtigkeit, der Sand, die Texturen der Steine und Felsen, die Stimmung in der Gruppe oder bei einem selbst – all das ändert sich immer wieder in Nuancen oder auch stärker.
Das Fesseln der nicht KV-Erfahrenen ist schon eine andere Nummer – eben die anspruchsvolle! Aber Du schaffst das wirklich mit einer Leichtigkeit, die einen ein wenig neidisch macht.
So hoffe ich, dass Du noch viele Reisen machst, damit es noch ganz viele Reiseberichte geben wird, für die ich mich jetzt schon herzlich bedanke.

Liebe Grüsse
Kudu
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt. Paulo Coelho
4’387 Beiträge · seit 201519. Aug. 2022 ·
Hallo Bele,
es wurde ja schon mal gesagt - nur noch nicht von mir: Das Foto mit den Springböcken ist einfach grandios!
Löwen und Co. werden einfach überschätzt!
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201019. Aug. 2022 ·
franzicke schrieb:
Dann streng dich mal weiterhin schön an 😘
Sehr wohl! 😮 🤩 Immerhin ist heute ja richtig feines Berichtschreibwetter 🙂 !
Bis jetzt gelingt es dir ja ganz wunderbar, dein tägliches Rätsel zu lösen
Danke schön, das ist aber sehr lieb formuliert 🙂 😘
Die Landschaft, die Weite, das viele Nichts manchmal "mit ein paar Figürchen drin" - es ist wirklich grandios.
Jetzt wo du es sagst 🤩 : diese Figürchen aus den letzten Kapiteln erinnern mich an unsere Märklin-Eisenbahn aus Kindheitstagen (wo ist die eigentlich 😐 ? Ich glaube, die hat sich mein Bruder unter den Nagel gerissen 😗 …). Danke daher an Ruth, Uwe und Matthias für’s „Mitspielen“, Ihr gebt tolle "Figürla" (auch "Mennla" genannt 🤪 ) ab 😘 😘 😘 !
Kudu schrieb:Guten Morgen Bele
ich geniesse Deinen Reisebricht in vollen Zügen! Herzlichen Dank!
Gern geschehen! 😘
Über eine Reise durchs Kaokoveld einen Reisebericht zu schreiben ist schon eine besondere Kunst und Herausforderung. Wenn man die Leserschaft in zwei Gruppen aufteilt (solche, die das KV schon mal bereist haben und solche, die es noch nicht «persönlich» kennen), so ist erstere Gruppe sicher einfacher zu fesseln. Denn die wissen, dass die immer gleich aussehenden Landschaften eben überhaupt nicht immer gleich sind. Die Farben, der Geruch, die Luft (oder Winde…), der Himmel, die Temperaturen, die Luftfeuchtigkeit, der Sand, die Texturen der Steine und Felsen, die Stimmung in der Gruppe oder bei einem selbst – all das ändert sich immer wieder in Nuancen oder auch stärker.
Das hast du toll erklärt !!!
Das Fesseln der nicht KV-Erfahrenen ist schon eine andere Nummer – eben die anspruchsvolle! Aber Du schaffst das wirklich mit einer Leichtigkeit, die einen ein wenig neidisch macht.
Der letzte Satz macht mich jetzt ein bisschen verlegen 😊 – aber ich glaube, es lesen hier schon eher die mit, die bereits im KV waren. Wobei das für mich völlig in Ordnung ist, denn psssst......wir wollen ja gar nicht zu viele Touristen in diese einsame Gegend locken.
So hoffe ich, dass Du noch viele Reisen machst, damit es noch ganz viele Reiseberichte geben wird, für die ich mich jetzt schon herzlich bedanke.
Naja, über die nächste weißt du ja Bescheid 😎 – aber du bist dann zuerst an der Reihe, über deine nächste zu berichten, die meiner nächsten eventuell etwas ähneln wird 😄 .
CuF schrieb:Hallo Bele,
es wurde ja schon mal gesagt - nur noch nicht von mir: Das Foto mit den Springböcken ist einfach grandios!
Löwen und Co. werden einfach überschätzt!
Gruß
Friederike
Danke meine Liebe, noch so ein großes Lob 😘 😘 - und ja, ich liebe diese Szenerie auch sehr!

So, und jetzt mache ich mich mal an das heutige Rätsel 😉 - bis später - liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2022
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201019. Aug. 2022 ·
20.07.2022: Von ganz im Norden, westlich des Hartmanntals zum Munutum - TEIL 2

Das folgende Kapitel deckt die restlichen 6,5 Stunden Fahrt ab, sie werden sehr abwechslungsreich sein, aber gegen Ende reicht es uns dann auch.
Zunächst treffen wir nach der Querung des Dünenfeldes auf die Gruppe von Strauße, die wir schon vorher von Weitem gesehen haben. 6 Tiere auf einmal 🤩 !

DSC00444kNAM2022.JPG


DSC00437kNAM2022.JPG


Danach biegen wir rechts ab, um über eine sanfte Steigung in das Gebiet westlich des Hartmanntals zu wechseln (leider alles durch die Scheibe fotografiert, Anhalten im Sand ist oft keine gute Idee).

DSC00450kNAM2022.JPG


DSC00453kNAM2022.JPG


Oben angekommen werden erstmal die Reifen des Hilux etwas aufgepumpt, da wir ja für das letzte Stück gestern schnell mal viel Luft abgelassen hatten.

DSC00459kNAM2022.JPG


Nun fahren wir gen Süden und genießen "Namibia, the land of wide open spaces "😘 . Leider wieder hauptsächlich durch die Frontscheibe während der Fahrt geknipst, weil wir vermutlich noch heute dort rumfahren würden, wenn wir bei jedem schönen Anblick einen Stop eingelegt hätten 😐 .


DSC00463kNAM2022.JPG


DSC00472kNAM2022.JPG


DSC00476kNAM2022.JPG


Diesen machen wir dann kurz nach 12 Uhr an einem schönen Fleckchen unterwegs.

DSC00483akNAM2022.JPG


Kurz nach der Weiterfahrt bemerkt Matthias links von der Fahrspur zwei Ohren

DSC00527kNAM2022.JPG


und tatsächlich: da beobachtet uns jemand 🤩 .

DSC00525kNAM2022.JPG


Als der Kapfuchs sich dann aber von uns beobachtet fühlt, macht er sich leider schnell aus dem Staub (davon hat es hier ja genug).

DSC00531kNAM2022.JPG


Zum Glück hält er noch einmal kurz für ein Foto an und man bekommt dazu noch einen Eindruck von seinem Lebensraum: absolut karg!

DSC00558kNAM2022.JPG


Erstaunlich, dass es sich hier leben lässt. Es gibt kein Gras, und somit sollten Mäuse, die er wohl hauptsächlich frisst, auch eher rar sein. Aber er wird schon wissen, was er tut… 😕

Auf jeden Fall schön, mal wieder ein „neues“ Tier auf der Reise zu sehen!

Unser nächster Halt kurz vor 14 Uhr ist das Dünenfeld oberhalb der grünen Tonne, an dem wir 2019 zwar angehalten, aber ein bisschen in Eile gewesen waren (oh Wunder). Heute lassen wir uns hier etwas mehr Zeit.

DSC00626kNAM2022.JPG


FIGÜRCHEN 🤪

DSC00665kNAM2022.JPG


Matthias lässt sich von Ruth mal wieder zu einer kleinen sportlichen Einlage motivieren.

"Uuuuuuuuuuuuund....."

DSC00666kNAM2022.JPG


"hopppppppppppp !!!!!!"

DSC00679kNAM2022.JPG


Am besten gefällt mir ja die Nummer, wie Ruth ihre Crocs mit Wucht nach unten schleudert, um ihnen alsbald zu folgen 😄 .


DSC00724kNAM2022.JPG


DSC00774kNAM2022.JPG


DSC00777kNAM2022.JPG


So, jetzt aber wieder zurück in die Autos, wir haben noch einiges an Strecke vor uns.

DSC00807kNAM2022.JPG


Die Vogelausbeute ist mal wieder ziemlich mau 😣 , ein Lannerfalke im Sand, bei dem ich mir ähnliche Fragen wie beim Kapfuchs stelle

DSC00880kNAM2022.JPG


und (vermutlich) ein Tractrac Chat/Oranjeschmätzer.

DSC00902akNAM2022.JPG


Schade eigentlich, als ich unter seinem Nachbarbusch mal schnell für kleine Mädels bin, sitzt er superbrav auf seinem Ast, aber ich habe keine Kamera dabei 🙁 . Als ich dann mit ihr zurückkomme, fliegt er natürlich schnell ab und es reicht nur noch kurz davor für ein unscharfes Beweisbild (muss aber sein, da mein erster Tractrac Chat). Memo an mich selbst: nie ohne Kamera zum Pinkeln gehen…. 😛

Um 15 Uhr sind wir an der Grünen Tonne, die kennen wir ja schon, und halten uns nicht lange auf.

DSC00909kNAM2022.JPG


DSC00913kNAM2022.JPG


Gleich danach sehe ich meine neue Liebe wieder 😘 🙂 – wir müssen den Ondusengo mal wieder queren (wie 2019, nur in entgegengesetzter Richtung). Hier ist er noch viel breiter als vor der Orangenen Tonne.

DSC00917kNAM2022.JPG


DSC00926kNAM2022.JPG


DSC00928kNAM2022.JPG



Es geht einfach nicht in meinen kleinen Kopf, dass es hier mal Wasser gibt oder gegeben hat oder wie immer dieses Flussbett auch entstanden sein mag. Ich glaube, ich habe schon mal davor gewarnt: das Thema „Ephemeral Rivers of Western Namibia“ wird sich bis zum Ende durch den Bericht ziehen….

Es bleibt mir nichts anderes übrig, als einmal mehr einfach nur zu staunen und fasziniert zu sein 😮 !


Weiter geht’s – und auch heute halten wir uns natürlich an das Verbot, auch wenn es speziell mir schwerfällt, denn von hier aus könnte man eine herrliche Rundtour über die Angra Fria Bucht zu unserem geplanten Schlafplatz am Munutum machen (rein theoretisch, ich habe keine Ahnung, ob und wenn ja wie sich das fahren lässt, aber man darf ja träumen).

DSC00943kNAM2022.JPG


Also nehmen wir vorbei an einer Trappe eben den direkten Weg, der aber längst nicht so gerade ist, wie die Papierkarte es vermuten lässt.

DSC00945kNAM2022.JPG


Man verlässt das Küstengebiet ein wenig und passiert eine Gegend mit vielen Hügeln, Tälern und Kurven, das mir letztes Mal schon so gut gefallen hat.

DSC00956kNAM2022.JPG


DSC00992kNAM2022.JPG


Allerdings hatte ich das kürzer in Erinnerung - heute will es kein Ende nehmen – man könnte sagen, es zieht sich ein wenig… 😗

Auch wenn wir langsam genug haben von der Fahrerei, es ist inzwischen auch schon 17 Uhr durch, müssen Matthias und ich laut lachen, als das Navi uns diese Stelle als „Shady picnic tree“ verkaufen will. Netter Versuch 😎 .

DSC01010kNAM2022.JPG


Wir arbeiten uns weiter über große Ebenen und durch kleine Trockenflussbetten.

DSC01014kNAM2022.JPG


DSC01019kNAM2022.JPG


Kurz vor unserem Ziel werden wir noch von diesem Anblick überrascht: Oryxe! Wir dachten, es gäbe sie dieses Jahr nur als Skelette im Angebot. Was für ein schöner Irrtum!

DSC01023akNAM2022.JPG


DSC01031kNAM2022.JPG



Sogar ein Springbock hat sich noch dazugemogelt!

DSC01024kNAM2022.JPG


So viele Tiere auf einmal! 😮

10 Minuten später rollen wir in Richtung Munutum hinunter und biegen unten rechts ab zu unserem bereits bekannten Schlafplatz.

DSC01032kNAM2022.JPG


DSC01034akNAM2022.JPG


Spätere Fotos gibt es nicht, aber ich weiß noch, dass es zwar ein sehr kalter und windiger, aber auch recht lustiger Abend war. Ich werfe endlich mal alles über, was ich in Erwartung eines Julis in Namibia eingepackt habe: Leggings unter eine Jeans, Thermounterhemd, Shirt, Fleecejacke und darüber noch die Softdaunenjacke, Schal, obendrauf die Mütze. Das ist richtig kuschelig und ich fühle mich pudelwohl 🙂 . Okay, vielleicht hat auch der Gin&Tonic seinen Anteil daran, den Matthias wohl recht großzügig eingeschenkt hat 😉 .


Zu unserem Grillgut wollen wir Pellkartoffeln kochen, das scheitert aber zunächst am Wind, der kreuz und quer durch unsere Gasflamme jagt, trotz Windschutz. Dann hat aber Uwe die (zum Glück nicht den Landcruiser 😮 ) zündende Idee, dass wir ja unseren Zweitherd (wir haben an unserem Bushlore-Hilux zusätzlich zum ausklappbaren Gasherd noch eine mobile Gasflasche mit Aufsatz in einem Außenseitenfach) in ihr Wohnzimmer stellen könnten (das im Gegensatz zu unserem sehr geräumig ist) und so gibt es ein leckeres Abendessen. Nur die Crème fraîche zu den Kartoffeln, die ich in Opuwo erstanden hatte, muss kurzfristig von der Speisekarte gestrichen werden, denn als ich sie öffne, schlabbert mir eine gräulichbeige geronnene Masse entgegen 🤢 , jede Ähnlichkeit mit Crème fraîche ist rein zufälliger Art. Okay, dann eben nicht. Dies tut unserer guten Stimmung nun wahrlich keinen Abbruch – zufrieden und satt schlüpfe ich mit Mütze in meinen Schlafsack, denn es droht eine sehr kalte Nacht zu werden. 😗
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 26. Okt. 2022
774 Beiträge · seit 200719. Aug. 2022 ·
SO VIEL SCHÖNES NICHTS!

Meine Liebe,

ich muss Dir hier mal vehement widersprechen!
😈
Du schreibst:

Ich stelle es mir für an der Reise unbeteiligte Mitlesende eben einfach mühsam vor, zu folgen, da es so wenige Highlights im herkömmlichen Sinne gibt und sich einiges an Schönheit und Weite der Landschaft auch nur live vor Ort und nicht durch Bilder auf einem kleinen Bildschirm erschließt.

Ich gehöre zu der von Dir genannten Personengruppe und ich war noch N I E !!! im Kaokoveld.
😵 😗 😣

Und trotzdem genieße ich jedes Deiner Kapitel, weil ich ganz genau die Stimmungen und auch mal den Frust nachvollziehen kann, und die Begeisterung und die Leidenschaft von Dir spüre! 😎
„Schuld“ an meiner Freude über diesen Bericht ist u.a. Dein mega informativer, fesselnder und sehr amüsanter Schreibstil. Ich hab mich gerade total verkrümelt vor Lachen! Die Vorstellung Du mit der SONY gemeinsam hinterm Busch, ist einfach zu köstlich!
🤩 🤩 🤩
Und die Aufnahmen sind sowieso mal wieder der Hammer.
😘

Ich bin eine absolute Liebhaberin dieses NICHTS und sehe das mit Löwen & Co wie Friederike!
😛

Bitte schreibe bald weiter ~ ich freu‘ mich sehr auf die Fortsetzung.
🙂
Liebe Grüße
Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2022
298 Beiträge · seit 200720. Aug. 2022 ·
Hallo liebe Bele,

ich liebe dieses "NICHTS" und deine Fotos davon sind fantastisch. Ich wollte immer gerne ins Kaokoveld, habe aber niemanden gefunden, der mitreisen wollte. Nicht nur deshalb sind deine Fotos mit dem bekannt humorigen Bericht einmalig!! Ich reise gerne mit euch mit und geniesse die Fotos von "NICHTS" umso mehr, weil ich weiß, dass ich da niemals hinkommen werde.

Ich bin gerade sowieso im" Heulmodus", da wir ja eigentlich heute im Namaqualand wären, wenn unsere Freunde uns nicht so im Stich gelassen hätten. Daher verschlinge ich jeden Reisebericht und träume mich damit nach Namibia und Südafrika.

Ich freue mich auf weitere, spannende Tage eurer Reise und danke dir ganz herzlich für deinen Reisebericht.

Grüße voller Sehnsucht nach meinem Heimatland
Silvia
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201021. Aug. 2022 ·
tigris schrieb:SO VIEL SCHÖNES NICHTS!
Meine Liebe,
ich muss Dir hier mal vehement widersprechen!
Du traust dir aber was.... 😎 😄 !
Ich hab mich gerade total verkrümelt vor Lachen! Die Vorstellung Du mit der SONY gemeinsam hinterm Busch, ist einfach zu köstlich! 🤩 🤩 🤩
Kannst dich schon auf nächstes Jahr freuen 😛 !
Und die Aufnahmen sind sowieso mal wieder der Hammer
Viiieeelen Dank 😘 - ich hätte soooo gerne noch mehr draußen, also nicht durch die Scheibe fotografiert, aber manchmal war Anhalten echt gar keine Option und manchmal hab ich nur schnell die Tür aufgemacht und bin aufs Trittbrett gestanden (natürlich nicht bei fahrendem Auto 😄 ). Die Landschaften haben so oft ihren Charakter gewechselt (vor allem die schönen, das graubraune steinige Zeugs blieb uns manchmal etwas zu lange erhalten 😎 ), man hätte eigentlich ständig fotografieren können...
Ich bin eine absolute Liebhaberin dieses NICHTS und sehe das mit Löwen & Co wie Friederike!
Also ich hätte schon so einen Desert Lion "mitgenommen" 😉 , aber keine Chance, nichts zu sehen 🙁 .
Bitte schreibe bald weiter ~ ich freu‘ mich sehr auf die Fortsetzung.
Bin schon dran.... 🙂

Liebe Grüße Simone
Liebe Grüße zurück! 😘
Silvy schrieb:Hallo liebe Bele,
ich liebe dieses "NICHTS" und deine Fotos davon sind fantastisch.
Danke Silvy, das freut mich! 😘
Ich bin gerade sowieso im" Heulmodus", da wir ja eigentlich heute im Namaqualand wären, wenn unsere Freunde uns nicht so im Stich gelassen hätten.
Ich haben nochmal deine diesbezügliche Mail nachgelesen, ich hoffe, du hast noch irgendeine Alternative für irgendwann gefunden? Dieses Pech verfolgt dich ja schon länger, du Arme 🙁 .
Ich freue mich auf weitere, spannende Tage eurer Reise und danke dir ganz herzlich für deinen Reisebericht.
Gern geschehen - und liebe Grüße 🙂 !
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 21. Aug. 2022
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201021. Aug. 2022 ·
21.07.2022: Vom Munutum über den Khumib und Hoarusib nach Puros - TEIL 1

Nachts wache ich auf, weil sich irgendwas an meinem Kopf komisch anfühlt 😐 . Ach, ich habe die Mütze noch auf 🤩 ! Ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich mit Kopfbedeckung geschlafen habe. Viiiiel zu warm, sie fliegt ins Eck (etwa so wie die Crocs von Ruth im letzten Kapitel) und die Wollsocken, die ich gestern Abend im Schlafsack dann noch sicherheitshalber übergezogen habe, hinterher 😉 . Als ich dann am frühen Morgen aufstehe, ist es tatsächlich viel wärmer als am Vorabend.

Komischer tiefster Winter 😕 – Grüße an unseren Autovermieter gehen raus 😛 .

Aber mir soll’s recht sein. So kann ich ohne zu zittern mal in Ruhe den Morgenhimmel dokumentieren:

7.03 Uhr

DSC01036kNAM2022.JPG


7.17 Uhr

DSC01040kNAM2022.JPG


7.21 Uhr

DSC01042kNAM2022.JPG


Man könnte jetzt meinen, ich sei da 20 Minuten lang nur rumgestanden! Weit gefehlt! Ich war selber erstaunt darüber, als ich diese Fotos auf der Speicherkarte gefunden habe, dass ich ziemlich genau immer die selbe Stelle erwischt habe 🤩 , das war keine Absicht.

Gestern Abend hatten wir unser Routing für heute wie üblich kurz durchgesprochen: Munutum -> Puros via Khumib: 123 km. Uijuijui 🤩 🙄 🤢 ! Inzwischen haben wir festgestellt, dass alles über 100 km am Tag eigentlich viel zu viel für uns ist. Unter 80 wäre perfekt. Erstens fahren wir nicht sonderlich schnell und dann halten wir auch noch ständig an, weil wir entweder fotografieren, vespern oder pinkeln (sowie abglasen und Tiere zählen). Alles legitime Tätigkeiten auf einer Reise, oder 😐 ?

Uns ist also klar, dass dies heute (ohne dass irgendwelche schwierige Passagen eingebaut wären) wieder einer der zäheren Fahrtage werden und er sich spätestens hintenraus sicher wieder ziehen wird 😵 . Daher sind wir schon um 9 Uhr unterwegs.
Den ersten Teil der Strecke kennen wir ja schon, es geht wieder zurück nach Orupempe, über dieses graubraune Gerumpel mit viel Nichts.

Um dies zu dokumentieren, gibt es gleich mal den ersten Fotostopp, Uwe wird von Ruth in die Wüste geschickt!

DSC01063kNAM2022.JPG


Wenigstens ein Vogel, auf den man sich verlassen kann: die Rüppelstrappe! Die sehen wir fast täglich, und dies auch manchmal mehrmals.

DSC01071kNAM2022.JPG


Dann – tata! – entdecke ich diesen Ohrengeier, einsam steht er in seiner doch recht hübschen Umgebung.

DSC01085kNAM2022.JPG


DSC01084kNAM2022.JPG


Es folgen ein paar Minuten später ein paar Springböcke. Ganz schön was los hier 🤩 😗 !

DSC01089kNAM2022.JPG


DSC01093kNAM2022.JPG


Um ca. 10.30 Uhr sind wir – gut durchgerüttelt und geschüttelt - wieder in der Gegend von Orupempe (die Kuh ist hübsch, oder?).

DSC01098kNAM2022.JPG


DSC01099kNAM2022.JPG


DSC01101kNAM2022.JPG


Nun gilt es die Zufahrt zum Khumib zu finden - dieser Verkehrsknotenpunkt wird mit einer weißen Tonne markiert.

DSC01102akNAM2022.JPG


Es ist für uns alle mal wieder eine neue Strecke und sie ist wunderschön 🙂 😘 !

Man fährt mal neben, mal im Fluss, es gib viel Gras, grüne Bäume, rote Berge, ab und zu mal Tiere, Blümchen (ja, die hatte ich ja am Anfang des Berichts versprochen, sorry, hat ein bisschen gedauert 😊 ), und wie immer ein Picknick (Ruth legt immer sehr großen Wert darauf, dafür eine schöne Stelle zu finden und hat auch echt ein Händchen dafür 😘 !).

DSC01112kNAM2022.JPG


DSC01114kNAM2022.JPG


Mal wieder Rüppeltrappen
DSC01116kNAM2022.JPG



DSC01123kNAM2022-2.JPG



Zur Abwechslung mal Ludwigstrappen in dem herrlichen Gras!
DSC01127akNAM2022.JPG


Hier geht's runter zum Flussbett:

DSC01134kNAM2022.JPG


Blümchen im Flussbett
DSC01138kNAM2022.JPG


DSC01143ckNAM2022.JPG


Das Flussbett itself 😎 :

DSC01144kNAM2022.JPG


DSC01145kNAM2022.JPG


Dann entdecken die Muckels sogar zwei Löffelhunde, aber bis wir dort sind, sind diese bereits auf der Flucht 🙁


DSC01147kNAM2022.JPG


DSC01151kNAM2022.JPG


Noch mehr Blümchen 🙂

DSC01157kNAM2022.JPG



Wilder Sesam

DSC01160kNAM2022.JPG


DSC01165kNAM2022.JPG


Und dann das erwähnte daily Picknick - und auch ich mach' hier mal eine Pause 😎


DSC01168kNAM2022.JPG
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 21. Aug. 2022