NAM-NW'22:"Die Strecke zieht sich ein bisschen..!"

Reisebericht 286 Antworten · 46,3k Aufrufe · gestartet 03. Aug. 2022 von Champagner
Themenstarter8'742 Beiträge · seit 201022. Aug. 2022 ·
21.07.2022: Vom Munutum über den Khumib und Hoarusib nach Puros - TEIL 2

Wir fahren nach unserer Mittagspause noch etwa eine Stunde am Khumib und an viel Nichts entlang, bis wir das Flussbett nach Osten hin verlassen müssen, um nun über eine Art von Pass zum Hoarusib zu queren.

DSC01173kNAM2022.JPG


DSC01175kNAM2022.JPG


DSC01189kNAM2022.JPG



Kurz nach der Ausfahrt liegt eine (verlassene?) Himbasiedlung direkt an der Straße, wobei es eher wie ein großer Verkaufsstand mit Showdorf aussieht. Aber ich kenne mich damit nicht sonderlich aus…

DSC01186kNAM2022.JPG


DSC01194kNAM2022.JPG


Da wir bis jetzt ja grob immer nach Süden mit einer leicht östlichen Tendenz gefahren sind und somit die Sonne im Rücken haben, können wir die verschiedenen Landschaften hier immer in gutem Licht genießen (ja, das war wie gesagt mein spezieller Wunsch, der – wie auch schon gesagt - mehr oder weniger automatisch durch unsere Route erfüllt wurde, was ich aber wirklich sehr zu schätzen wusste!).

Zum Glück ändert sich das jetzt auch nicht, zwar fahren wir ein Stück eher nach Osten, aber auch nur kurz und es ist auch schon Nachmittag, da schadet das nicht.

Denn was nun folgt, ist landschaftlich sehr beeindruckend 🤩 ! Vor uns liegt ein Weg, der in sanften Kurven durch rotes Geröll auf ein Bergmassiv namens Mount Himba Sphinx zuführt. 2017 habe ich einen anderen Berg versehentlich so benannt – aber jetzt bin ich mir ziemlich sicher, dass es stimmt. Was ich nicht weiß: sind diese hellen Erhebungen so etwas ähnliches wie Clay Castles?

DSC01213kNAM2022.JPG


DSC01205akNAM2022.JPG


DSC01222kNAM2022.JPG


Direkt am Fuße des Mt. Himba Sphinx müssen wir uns entscheiden, ob man links zum Hoarusib oder nach rechts fahren will (dort wo auch das Puros Conservancy -Schild steht).

DSC01231kNAM2022.JPG


Wobei mich hier meine Erinnerung im Stich lässt, konnte man das dem Navi entnehmen oder gab es sogar ein Hinweisschild 😐 ? Was ich sicher weiß – und eben nochmal nachgeschaut habe – auf meiner T4A-Papierkarte von 13/14, die ich beim Beifahren immer auf dem Schoß habe, gibt es den linken Track nicht! Daher kann ich vor Ort Matthias auch voller Überzeugung nach rechts lotsen 🙂 (obwohl wir ja eigentlich schon zum Hoarusib wollen 😕 ).

Wenn man sich das Ganze hier auf der digitalen T4A-Karte anschaut, findet man den Track aber sehr wohl.

Unbenannt-2-3-4-5-6-7-8.JPG


Da wurde inzwischen wohl kräftig ins Straßennetz investiert – Infrastruktur vom Feinsten (man fragt sich aber schon ein bisschen wofür das Ganze.... 😐 ) 🤪 .

Huch, dann wären wir ja auf unsere Route von 2017 gestoßen und hätten das Flussbett runterfahren können bis Puros 🤩 . Ich fürchte allerdings, dass Uwe nicht begeistert von dieser Idee gewesen wäre, denn egal in welchem Zusammenhang ich meinen Wunsch äußere, doch mal wieder den Oberen Hoarusib zu fahren, am liebsten natürlich von Norden nach Süden 😉 : immer winkt er ab und denkt nicht einmal wenigstens kurz darüber nach, diesen Abschnitt in seine Planung mit aufzunehmen 🙁 .

Aber so kommen wir eine Viertelstunde später wenigstens in den Genuss dieser Aussicht: ein spannender Weg führt runter zu unserem nächsten Zwischenziel, ganz hinten kann man schemenhaft schon den Hoarusib erkennen. Er wird uns nach Puros führen, wo wir zwei Nächte im Community Camp geplant haben 😎 . Endlich wieder duschen nach 3 Nächten Bushcamp!


DSC01242kNAM2022.JPG


Aber so weit sind wir noch nicht… noch lange nicht…. 😗 Und es wird auch - zumindest in einigen Punkten - nie so sein. 😵 .

Von Ruth und Uwe kommt plötzlich nach langem Schweigen ein Funkspruch: "Wir fahren mal eben an die Seite und lassen die hinter uns vorbei!"

Wie bitte 😕 ? Welche anderen 😮 ? Wir waren doch den ganzen Tag alleine unterwegs?!

Natürlich halten wir auch an, genießen kurz diesen schönen Ausblick nach links

DSC01245kxNAM2022.JPG


und blicken dann zurück! Nicht nur, dass die Ansicht nach Norden nicht sehr hübsch ist (meine Rede 😄 !!!) – nein, wir fühlen uns plötzlich wie auf der A8 zu Ferienbeginn 🤩 😈 !

DSC01250kNAM2022.JPG


Wo kommen die denn her? Laut Nummernschild aus Walvisbay. Gut, immerhin sind das also nicht unsere südafrikanischen Freunde, theoretisch könnte man von Opuwo kommend nämlich durchaus hier landen 🙄 . Später stellen wir fest, dass nicht alle Fahrzeuge zusammen gehören. Weniger werden es dadurch aber trotzdem nicht und wir sind uns ziemlich sicher: die werden alle ins Community Camp wollen 😣 . Na toll! Das kommt einem Rotel-Bus schon ziemlich nahe. Und überhaupt: wir haben nicht reserviert – werden wir überhaupt einen Platz bekommen? Wir schwanken zwischen Panik und Gelassenheit (es gibt noch andere Campsites bei Puros) und entsprechend ist auch unser Fahrverhalten. Mal lassen wir die Kolonne entspannt vor uns fahren, mal wägen wir uns in Sicherheit, wenn wir sie auf der langen Strecke, die noch vor uns allen liegt, überholen, weil sie einen Stopp einlegen, meistens wäre es uns aber schon sehr recht, wenn wir mit sicherem Abstand an der Spitze fahren würden, was aber selten mal der Fall sein wird.

DSC01254kxNAM2022.JPG


Immerhin ist die Strecke weiterhin für meinen Geschmack landschaftlich grandios 😘 – ganz da unten sieht man das breite Flussbett des Hoarusib liegen.

DSC01255kNAM2022.JPG


Und das rechts ist – soweit ich weiß – der Bergrücken, den ich mal fälschlicherweise als Himba Sphinx bezeichnet habe.

DSC01256kxNAM2022.JPG


Ja, Ihr seht richtig, Ruths Beine baumeln aus dem Fenster 😄 – ich glaube, sie denkt zu viel über Rotel-Busse nach 😎 .

DSC01258kxNAM2022.JPG


Die Karawane, die links Richtung Fluss zieht, hält dann später dort für einen Boxenstopp an, wir freuen uns schon!

DSC01257kxNAM2022.JPG


Gleichzeitig sehen wir, dass die Einfahrt direkt ins Flussbett gesperrt ist. Ein Stück weiter links versuchen Matthias und ich runter zu kommen, das ist aber viel zu steil. Also fahren wir wie alle anderen ganz links rein und winken kurz im Vorbeifahren der Stelle zu, wo der Hoarusib aus seinem engen Gebirgstal kommt und hier scharf nach Süden abknickt. In unserer Vorstellung rollen wir jetzt smooth im Sand bis Puros, und das natürlich innerhalb kürzester Zeit 😗 .

Zunächst lenkt uns von dieser Vorstellung aber noch dieser tolle Aussichtspunkt ab. Hochfahren und die Pole Position verlieren, die wir aktuell inne haben 🤨 ? Oder schnell nach Puros düsen? Zum Glück entscheiden wir uns für Hochfahren, auch wenn wir es uns aus zeitlicher Sicht eigentlich nicht leisten können.

DSC01280kNAM2022.JPG


Man hat einen tollen Blick und den genießen wir auch ausgiebig.

DSC01265kxNAM2022.JPG


DSC01270kNAM2022.JPG


DSC01272kxNAM2022.JPG


DSC01275kNAM2022.JPG


DSC01277kxNAM2022.JPG


Unten im Sand sehen wir Giraffen- und ich bin mal wieder entrüstet, als ich diese Fotos anschaue, dass man überhaupt nicht sieht, wie hoch oben wir sind!

DSC01273kNAM2022.JPG


So hoch, dass ich mal wieder Schiss vor der Talfahrt habe und lieber zu Fuß gehe. 😊

DSC01282kNAM2022.JPG


DSC01286kNAM2022.JPG


Was dann kommt, ist irgendwie sonderbar, finde ich 🙄 🙄 . Und zwar der komplette restliche Tag eigentlich. Dazu passt auch, dass das nächste Foto wirklich das allerletzte ist, das ich an diesem Tag aufgenommen habe. Motive hätte es noch genug gegeben, aber gefühlt sind wir nur noch gegen die Uhr und unsere Unlust gefahren, Fotografieren macht da keinen Spaß mehr.

Die meiste Zeit sind wir – entgegen unserer Erwartungen – nicht im Flussbett unterwegs, sondern östlich davon. Und zwar auf einer endlosen Berg- und Talbahn, die dazu auch noch Kurven macht. Das hier ist nur ein kleiner Eindruck davon, wie gesagt, mehr gibt es nicht zu sehen. Durch den restlichen langen Text müsst Ihr euch jetzt einfach so durchbeißen 😉 .

DSC01287kxNAM2022.JPG


Irgendwann kommt ein Funkspruch von Uwe, er sagt sinngemäß: „Das nimmt ja überhaupt kein Ende - ich glaube, so doof wie wir ist noch nie jemand nach Puros gefahren!“ Allerdings wissen wir bis heute nicht, ob es an uns lag, oder ob es momentan keinen fahrbaren Riverbed-Track gibt. Könnte ja sein nach dem vielen Regen und der Tatsache, dass der Hoarusib meines Wissens mehrfach geflossen ist.

Als wir dann eigentlich gar keine Lust zum Autofahren mehr haben, landen wir mitten im Hoarusib-Sand! Wie das jetzt? Wir funken hin und her, weil wir uns nicht sehen, aber es geht uns allen gleich. Die Toyotas pflügen sich mit Hilfe ihrer tapferen Fahrer durch den weichen und tiefen Sand, unser rechter Vorderreifen macht mal wieder komische surrende Geräusche, wenn wir kurz vorm Hängenbleiben sind (das hat sogar Matthias gehört), ich sehe uns schon buddeln oder Luftablassen, als es plötzlich heißt: da drüber ist die Campsite 😮 ! Juhu, auch wenn wir damit noch gar nicht gerechnet hatten – aber klar, wir kommen von Norden und da fährt man nicht zuerst nach Puros, sondern an der Campsite vorbei. Oder eben rein, wie wir.

Bisher waren wir hier immer gerne und ich freue mich auch schon richtig darauf, mal wieder die netten Ablutions zu benützen, die in die Büsche und Bäume integriert sind. Zunächst finden wir aber niemanden, um uns anzumelden. Kunststück, die sind ja alle mit den ganzen anderen Leuten beschäftigt, die vor uns angekommen sind 😈 (kein Witz!). Wir sollen Campsite 5 bekommen, aber schon von weitem sehen wir, dass alle Plätze drumrum dicht besetzt sind. Nö, nicht schon wieder! Unser Wunsch, eine andere Campsite zu bekommen, macht uns keine hier neuen Freunde, leicht missmutig wird uns Nr.2 als Alternative zugeteilt. Die Muckels sind schon zur 3 unterwegs, werden aber zurückgepfiffen, die Nr.2 sollen wir nehmen.

Im Nachhinein hätten wir vielleicht auf der 3 bestehen sollen, denn die ist wirklich schöner, aber wie das halt so läuft, wenn man kaputt von der langen Fahrt irgendwo ankommt... unser Potenzial, aufmüpfig zu sein, ist vermutlich mit dem Tausch 2 gegen 5 bereits ausgeschöpft. Wir besprechen schnell, dass wir erstmal nur für eine Nacht buchen, es gibt in Puros schließlich noch andere Camps und überhaupt: wir müssen nachher in Ruhe über unsere weiteren Pläne reden!

Nachdem wir unser Lager aufgeschlagen, bezahlt und Feuerholz gekauft haben, freuen wir uns aufs Duschen. Nur leider wurde der Donkey nicht angeheizt und von den Community-Damen ist nichts mehr zu sehen. Also wird eben halb kalt geduscht, am Anfang ist das Wasser vermutlich noch von der Wärme des Tages temperiert, aber irgendwann wird nur noch von eiskaltem Wasser geredet und Lust zum selber anfeuern haben wir auch nicht. Nö, kaltes Wasser brauch ich nicht 😣 , ich verschiebe das Duschen mal auf morgen früh. Feuer machen wir dann auch keines mehr, es gibt Spaghetti mit zweierlei Saucen (jede „Partei“ will endlich mal Vorräte loswerden).

Letzter Tagesordnungspunkt: Besprechung des nächsten Tages! Wir hatten das schon ansatzweise am Munutum überlegt, aber nun beschließen wir endgültig: aus der für morgen geplanten Kaffeefahrt wird nichts, unser Bedarf an Rheumadecken und 6teiligen Topf-Sets ist gering und außerdem befürchten wir, dass sich einige Plätze, die wir auf der Rundtour zum zweiten Mal nach 2019 aufsuchen wollen, vielleicht auch als Enttäuschung entpuppen könnten wie schon andere zuvor. Und was, wenn die neuen Stellen vielleicht auch nicht der Hit sind? Dazu kommt, dass wir wieder mehr als 100km zu fahren hätten – nur um am Ende dann vielleicht enttäuscht wieder in Puros zu landen und uns auch noch eine neue Campsite suchen zu müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass wir eh nicht sooo üppig viel Treibstoff haben. Und last but not least: wir haben als nächsten Fahrtag (also nach der Kaffeefahrt) schon wieder 114 km auf dem Plan 🤨 (nämlich von Puros zum Elephant Song Camp im Hoanib). Spontan wie wir sind entscheiden wir, dass wir morgen bis Signal Hill fahren und uns dort wie jedes Mal auf ein Treffen mit dem Rotel-Bus freuen! Damit wird die Strecke bis zum Hoanib auf zwei Tage aufgeteilt und sollte entspannt zu machen sein.

Wie man die dadurch gewonnene Zeit ganz schnell und effektiv sofort am nächsten Vormittag wieder großteils verbrauchen kann, erfahrt Ihr dann im nächsten Kapitel 😗 😎 !
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 02. Okt. 2022
1'068 Beiträge · seit 201323. Aug. 2022 ·
Ohje ohje,…ihr habt aber auch ein Glück. 😐

Solche Gruppen und Wagenkolonnen sind ja ohnehin schon lästig. In der eigentlich erhofften Einsamkeit braucht man sie so gar nicht. Wahrscheinlich nimmt man sie dort noch viel intensiver wahr.

Ich erinnere mich auch nur ungern an einen solchen Konvoi, der uns in der Gegend in einem Affenzahn überholt hat. Haben die eigentlich so einen straffen Zeitplan oder ergibt sich da automatisch so eine Rallye-Mentalität?
Naja, vorbeiziehen und Staub setzen lassen und weiter…aber nur bis zum nächsten Steinmännchen, wo natürlich alle coole Fotos machen, um nach ein paar Minuten erneut alles einzustauben.

Dass mit dem unbeheizten Donkey im Community Camp kommt mir ebenfalls bekannt vor. Vielleicht haben die "Donkey-Ruhetage" oder Warmwasser kostet inzwischen Aufpreis?

Wie auch immer, ich fahre weiter gerne mit euch und freue mich über eure Wegführung und die schönen Ansichten. An diesen zahllosen Grau- und Brauntönen kann ich mich ja gar nicht satt sehen. Dabei kann das menschliche Auge eigentlich von Grün mehr Schattierungen wahrnehmen...

Sieht ja aus, als ob es nicht ganz störungsfrei weiter geht… 🤨
Themenstarter8'742 Beiträge · seit 201024. Aug. 2022 ·
Hallo Mabe,
Mabe schrieb:
Solche Gruppen und Wagenkolonnen sind ja ohnehin schon lästig. In der eigentlich erhofften Einsamkeit braucht man sie so gar nicht. Wahrscheinlich nimmt man sie dort noch viel intensiver wahr.
Wir hatten ja noch Glück im Unglück, die Kolonne hat uns zum Glück eher auf dem letzten Teil der Strecke begleitet, meistens waren wir total allein auf weiter Flur!

Dass mit dem unbeheizten Donkey im Community Camp kommt mir ebenfalls bekannt vor. Vielleicht haben die "Donkey-Ruhetage" oder Warmwasser kostet inzwischen Aufpreis?
Keine Ahnung, aber sie waren sicher sehr beschäftigt mit diesen vielen Neuankömmlingen. Aber schade war es schon, weil sowas die Stimmung gleich nochmal ein bisschen dämpft. Campsite ohne Weitblick, kein warmes Wasser, und irgendwie wollte dieses Mal der Funke generell nicht überspringen.... 🙁 .
Wie auch immer, ich fahre weiter gerne mit euch und freue mich über eure Wegführung und die schönen Ansichten. An diesen zahllosen Grau- und Brauntönen kann ich mich ja gar nicht satt sehen.
Das freut mich - und von Grau und Braun in verschiedenen Schattierung habe ich noch einiges zu bieten 😄
Sieht ja aus, als ob es nicht ganz störungsfrei weiter geht… 🤨
Nein, siehe nächstes Kapitel, an dem ich gerade herumtippe 😐 .

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 24. Aug. 2022
Themenstarter8'742 Beiträge · seit 201024. Aug. 2022 ·
22.07.2022: Von Puros zum Signal Hill - TEIL 1

Der Tag beginnt recht gemütlich, wir frühstücken in Ruhe, danach erhitze ich etwas Brauchwasser, das ich dann in einen 5-Liter-Kanister umfülle. So ausgerüstet mache ich mich – bei noch recht frischen morgendlichen Temperaturen 🙄 – auf den Weg zur Dusche. Und was soll ich sagen: es ist ein echtes Vergnügen, mit dem mitgebrachten Warmwasser kann ich mir die Prozedur sehr angenehm gestalten, auch wenn es etwas umständlicher ist als normal, und ich fühle mich danach wunderbar frisch und munter 🙂 .

Wir drehen alle noch zu Fuß eine Runde durchs Camp, bevor wir Richtung Giribis Plains losfahren, vielleicht gibt es ja doch ein paar nette Vögelchen 😐 . Bei mir Fehlanzeige, nur ein bisschen Landschaft, aber ich bin auch nicht sonderlich ehrgeizig unterwegs. Mir gefällt es schon, mit Blick auf das breite Flussbett des Hoarusibs hier im Sand herumzutapsen.


DSC01290kNAM2022.JPG


DSC01294kNAM2022.JPG


DSC01295kNAM2022.JPG



Von den Wüstenelefanten, welche die beiden Caretaker-Damen gestern Abend erwähnt haben – „Be careful 🙄 “ usw…. ist natürlich weit und breit nichts zu sehen 😗 .

Tja, hätten sie uns mal besser vor den gefährlichen Bäumen hier gewarnt 🤩 ! Diese treiben sich auf dem gesamten Gelände herum und haben eine sehr geringe Fluchtdistanz 😊 . Vermutlich werden sie hier angefüttert…. anders kann man es sich kaum erklären, dass eines dieser wilden Exemplare plötzlich aus den Büschen tritt und ohne zu zögern die Campsite überquert, als Matthias gerade dabei ist, rückwärts aus unserem Platz auszuparken 😮 🤩 😈 .

RUMMS 😣 🤩 ! Wir schauen uns kurz ungläubig an: was war das? Matthias steigt aus und begutachtet den Schaden am Heck des Autos. Der Baum steht natürlich regungslos da und kuckt, als könne er kein Wässerchen trüben 😗 . Da Ruth und Uwe bereits vor einer Weile losgefahren sind und sicher schon auf uns warten und da unser Unfallgegner offensichtlich keine Hilfe benötigt, verlassen wir die Campsite. Prompt kommt ein Funkspruch: „Wo bleibt Ihr denn?“ Wir erklären kurz was vorgefallen ist, fahren dann zu den beiden auf und schauen uns gemeinsam das Hinterteil unseres Hiluxes an. Die Aufhängung des Reserverads ist total eingedrückt, auf den ersten Blick besteht keine Chance, an die Klapptür, geschweige denn an den Innenraum zu kommen. Dort drin befinden sich essentielle Camperutensilien (Gin&Tonic sowie Fleisch im Kühlschrank, Zeltbauteile von Matthias, mein Bett, Kleidung, Kompressor usw….)

Schnell ist klar: wir müssen in Puros schauen, ob wir jemanden finden, der uns helfen kann, denn mit unserem Werkzeug kommen wir hier nicht weiter.

Im Ort angekommen werden wir beim „Puros Shop and Liquor Sale“ fündig. Übrigens habe ich inzwischen beschlossen, Puros nur noch mit einem „r“ zu schreiben (ich war jahrelang hin- und hergerissen), da ja auch dieser Shop sich so schreibt. Google maps besteht auf „Purros“, aber die Bewohner werden es ja wohl besser wissen!

Die Leute, die dort herumstehen, zeigen auf unsere Frage nach jemandem, der sich mit einem mechanischen Problem auskennt, nach kurzem Zögern („Wer nicht bei 3 auf dem Baum ist….!“), auf einen jungen Mann im roten Shirt. Er entnimmt aus seinem Hilux (das muss doch ein gutes Zeichen sein 🤨 ) seinen Werkzeugkasten und lässt sich von uns den Schaden zeigen. Ich hasse es ja schon hier in Deutschland, wenn zu mir ein Handwerker kommt und beim Anblick eines Problems in/an meinem alten Haus erstmal dieses fast gesungene „O-ohh“ (kennt Ihr das, das erste O ist kurz und etwa eine Quint höher als das zweite, langgedehnte?) hören lässt, begleitet von hochgezogenen Augenbrauen. 🤢

Es scheint leider ein internationales Erkennungszeichen für schwerwiegende Probleme zu sein, denn auch „DermitdemWerkzeugkasten“ kann sich sein O-ohh beim Anblick unseres Hecks nicht verkneifen 😣 . Aber anstatt ausschweifende Erklärungen über Dauer und Kosten der Reparatur von sich zu geben, wie ich es von daheim gewohnt bin, macht sich dieser nette junge Mann sofort ohne viel Federlesens an die Arbeit. Ehrlich gesagt wissen wir zunächst nicht, ob er verstanden hat, dass wir nicht nur an das Innere des Autos via Heckklapptür gelangen wollen, sondern dass diese und alles was noch dazu gehört, sich am Ende – und zwar als dauerhaft funktionierende Lösung – auch wieder verschließen lassen sollte 😕 .

Zunächst wird der Reservereifen von der Halterung abgeschraubt, um besser sehen zu können, was darunter passiert ist und auch besseren Zugang zum Operationsfeld zu erlangen.

Im intakten Zustand muss als erster Schritt zum Öffnen der Hecktür die Halterung des Reserverades mit zwei Verschlüssen entriegelt und zur Seite gedreht werden (um dann nachts wieder klammheimlich zurückschlagen und mich einzusperren zu können, Ihr erinnert euch 😗 ?).

Der erste dieser Verschlüsse, ein Klappriegel, muss nun komplett entfernt werden, der ist totaler Matsch – Amputation also. Hmmm, und was ist, wenn es dem zweiten genauso ergeht? Aber hier zeigt sich, dass der junge Mann genau weiß, was er tut. Mit einer Eselsgeduld arbeitet er mit verschiedenen Werkzeugen daran, diesen fiesen kleinen Riegel, der ja schon ohne Unfallschaden gerne mal rumzickt und entweder gar nicht oder zu früh umklappen oder nicht nach unten rutschen will, irgendwie wieder gangbar zu machen. Da er aber keinen Hammer hat, um seinen improvisierten Stechbeitel richtig einzusetzen, ruft er irgendwas über den staubigen Platz und kurz darauf erscheint ein weiterer Helfer, der offensichtlich im Dorf „DermitdemHammer“ ist, in der Hand einen Fäustelhammer (viel hilft viel!).

DSC01298kNAM2022.JPG


Zu der Arbeitsgruppe gesellt sich eine Art „Supervisor“, der sich mit seinem „O-ohh“ bei mir recht unbeliebt macht 😠 und auch zunächst nicht wirklich mithilft. Allerdings packt er dann später bei den gröberen Arbeiten mit an, also alles gut…

DSC01297kNAM2022.JPG


Tatsächlich schafft es „DermitdemWerkzeugkasten“ mit viel Geduld und Feingefühl, den Riegel zu lösen und tata - die Halterung lässt sich zur Seite schwingen 🙂 . Die Leiter hat außer einer Delle zum Glück nichts abbekommen (eine Feder-Verriegelung klemmt schon seit Anfang an, hat nichts mit dem Baum zu tun) und auch die Klapptür lässt sich öffnen – was für ein gutes Gefühl zu wissen, dass man wieder an Vorräte & Co. gelangen kann. Nun muss die Aufhängung so zurechtgebogen werden, dass sie, bzw. die kleine Öffnung darin, sich leicht wieder über den Riegel schieben lässt, um für die Weiterfahrt alles verschließen zu können. Dazu wird aber anderes Werkzeug benötigt. Also wird flugs „DermitderRohrzange“ herbeigerufen (rechts nebem dem Kopf des Supervisors, etwa auf Mundhöhe, kann man übrigens diesen blöden Riegel erkennen!).

DSC01303akNAM2022.JPG


Gemeinsam und unter den Blicken einiger Zuschauern schaffen sie es tatsächlich, alles wieder gangbar zu machen, sogar die Leiter wird ein bisschen optimiert, so dass in Zukunft beide Verriegelungen einigermaßen flüssig schließen.


DSC01308kNAM2022.JPG


DSC01309kNAM2022.JPG


DSC01302kNAM2022.JPG



Das Reserverad muss allerdings in Zukunft im Innenraum mitfahren, aber das ist ja nun wirklich das kleinste Problem. Puh, wir sind wirklich froh, dass uns so kompetent und schnell geholfen wurde!

Unsere Helfer werden entlohnt, ein Abschiedsfoto gibt es auch noch,

DSC01310kNAM2022.JPG



und um 11 Uhr machen wir uns – um eine Erfahrung und Geschichte reicher – auf den Weg zum Signal Hill. Davon handelt dann das nächsten Kapitel, das mehr Fotos und weniger Gelaber enthalten wird, versprochen!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 24. Aug. 2022
4'382 Beiträge · seit 201524. Aug. 2022 ·
Das „Gelaber“ ist jede Minute lesenswert oder:
Das Gelaber ist jede Minute Lesens wert….
Zutreffendes bitte markieren 😎
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
898 Beiträge · seit 201724. Aug. 2022 ·
Wenn einer eine Reise tut ..... 🤪

Jetzt kann es nur noch aufwärts gehen .....
Liebe Grüße Makra
2'085 Beiträge · seit 201224. Aug. 2022 ·
O-ohh, hier ist ist ja ganz schön was los - und ich weiß gar nicht so recht, wie ich's finden soll ...
Eure Zufahrt zur Campsite kenne ich ja nur als Weiterfahrt von Puros nach Norden und da ging's schon sehr sehr viel im Flussbett lang. Aber das kann sich ja tatsächlich durch die zwischenzeitliche Regenzeit verändert haben. Wir haben übrigens vom Canyon kommend die Campsite auch nicht auf Anhieb gefunden, standen dann plötzlich mittendrin, haben dann die Rezeption gesucht und standen vor den Leuten von Puros Bush Lodge & Camp, die die Community Campsite wohl übernommen hatten. Ich war erst ein bisschen irritiert, aber es war tatsächlich alles wie beim ersten Aufenthalt 2017. Ist euch das gar nicht aufgefallen? Aber gut, ihr hatten ein paar andere Dinge, die wohl eure volle Konzentration erforderten ...
Das mit dem Baum ist natürlich eine echt freche Frechheit - da sollte das Management doch schon wirklich darauf achten, dass nicht völlig aggressive Einzelgänger ihr Unwesen treiben. Na ja, noch mal gutgegangen!
Über das Thema mit den 2 Nächten in Puros lasse ich mich jetzt mal gar nicht aus - aber es ist wohl völlig klar, dass dieser Ort dann auch keine zwei "rr" in der Mitte haben kann. Da bin ich voll solidarisch 🤪
Ansonsten gefällt es mir immer noch total und sehr gut mit euch in dieser herrlichen Gegend - wenn ihr das mit dem hohen Verkehrsaufkommen vielleicht dann auch mal noch runterregeln könntet ...
Aber auch so - ich bleib dran, drin und dabei
Danke-Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
770 Beiträge · seit 200724. Aug. 2022 ·
Auch wenn das Erlebte für Euch sicher nicht sehr witzig war, amüsiere ich mich grad köstlich
🤩 🤩 🤩 🤩

„DiemitderKamera“ hat das mal wieder herrlich in Wort und Bild dokumentiert was passiert, wenn das kaputte Autole von „DermitdemBaumcrasht“ in die Puros-Spezial-Werkstatt muss 😈

Zum Glück konnte Euch so kompetent und schnell geholfen werden und der Weiterfahrt steht eigentlich nun nix Mehr in Weg! 😛

Ich bin ebenfalls begeistert weiterhin mit drin und dabei
😘
Schmunzelnde Grüße von der Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
1'833 Beiträge · seit 201624. Aug. 2022 ·
Hallo Bele,
wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen... 🙂
In der Situation sicher sehr ärgerlich. Von dir gekonnt humoristisch verpackt aber eine wunderbare Anekdote. Ich habe mich sehr an "DemmitdemHammer" und seinen Kumpanen sehr erfreut.

Danke dafür!

Lieber Gruß
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
3'883 Beiträge · seit 201124. Aug. 2022 ·
Mal so zwischendurch den ersten Satz aus dem aktuellen Namibia-Focus Namibias Stein-Männer auf der Biennale in Venedig, der auch die Lesenden 😛 angesichts deiner Fotos mit viel Nichts drin nicht kalt lässt.
Die unberührte Natur und geradezu mystische Schönheit von Namibias Nordwesten fasziniert jeden, der sie erlebt und man spürt die Millionen Jahre alte Geschichte unsere Erde unmittelbar.

Köstlich deine Szenenbeschreibungen!

"DiemitdemGrinsenimGesicht"
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
zuletzt bearbeitet 24. Aug. 2022
Themenstarter8'742 Beiträge · seit 201025. Aug. 2022 ·
CuF schrieb:
Zutreffendes bitte markieren 😎
Gruß
Friederike
Ach Friederike….danke…. 😊 😘
Makra schrieb:Wenn einer eine Reise tut ..... 🤪
Jetzt kann es nur noch aufwärts gehen .....
Wir geben uns auf jeden Fall Mühe 🙂 !
franzicke schrieb:O-ohh, hier ist ist ja ganz schön was los - und ich weiß gar nicht so recht, wie ich's finden soll ...
Über das Thema mit den 2 Nächten in Puros lasse ich mich jetzt mal gar nicht aus - aber es ist wohl völlig klar, dass dieser Ort dann auch keine zwei "rr" in der Mitte haben kann. Da bin ich voll solidarisch 🤪
Ansonsten gefällt es mir immer noch total und sehr gut mit euch in dieser herrlichen Gegend - wenn ihr das mit dem hohen Verkehrsaufkommen vielleicht dann auch mal noch runterregeln könntet ...
Danke-Grüße Ingrid
Hi Ingrid, also wir sind wie 2017 und 2019 zu der Rezeption der Campsite gefahren, mir ist ehrlich gesagt kein Unterschied aufgefallen, aber ich bin manchmal auch ziemlich blind, was sowas betrifft 🙄 .
Für die Hoarusibstrecke gibt es vielleicht inzwischen ein Einbahnsystem, nach Norden im Flussbett, nach Süden am Uferbereich 😉 . Nein, mal ernsthaft, ich habe ein bisschen im Forum rumgesucht und gelesen, dass es wohl zwischen den beiden Tracks immer mal wieder Verbindungen zum Rüberwechseln gibt. Aufgefallen sind mir keine, aber ich muss mal meine drei anderen fragen. Wobei ich mir inzwischen nicht mehr sicher bin, ob das entspannter zu fahren gewesen wäre, nachdem ja das recht kurze Stück vor der Campsite schon ziemlich arg tiefsandig war.
Danke auch für den indirekten Hinweis, dass es natürlich nie mit einer zweiten Nacht in Puros klappen kann, solange ich den Ort nur mit einem „r“ schreibe 😎 😗 .
Das Verkehrsaufkommen in den nächsten Tagen wird deutlich geringer, auch wenn im Hoanib natürlich immer einige Autos unterwegs sind! Kannst also beruhigt weiter mitfahren 😉 !
tigris schrieb:
„DiemitderKamera“ hat das mal wieder herrlich in Wort und Bild dokumentiert was passiert, wenn das kaputte Autole von „DermitdemBaumcrasht“ in die Puros-Spezial-Werkstatt muss 😈
Schmunzelnde Grüße von der Simone
Liebe Simone 😄 ,
ich muss das mal noch mit Matte klären, ob ihm sein neuer Spitzname auch wirklich zusagt (ich selber hätte mir den natürlich nie getraut 🤨 !), aber ich musste auf jeden Fall sehr lachen!
H.Badger schrieb:Hallo Bele,
wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen... 🙂
In der Situation sicher sehr ärgerlich.
Ich glaube, es war vor allem für Matthias sehr ärgerlich – so ein typisches „Eine Sekunde nicht aufgepasst“-Erlebnis, das niemand braucht 😣 und er hat es ja auch nicht absichtlich gemacht. Hätte er davor ein paar Runden unseren Hilux driftend über die Campsite gezogen, wäre es ihm recht geschehen 😛 , aber so…. Shit happens…. Aber man kann das Ganze auch positiv sehen als „Wirtschaftsförderung im ländlichen Raum“ 😎 .
Ich habe mich sehr an "DemmitdemHammer" und seinen Kumpanen sehr erfreut.
Die waren auch wirklich klasse 🙂 😘 – ich ziehe ja vor allen Leuten den Hut, die so etwas können. Ich wüsste schon mal nicht, wo ich überhaupt anfangen soll, damit ich es nicht noch schlimmer mache 😵 .
freshy schrieb:Mal so zwischendurch den ersten Satz aus dem aktuellen Namibia-Focus Namibias Stein-Männer auf der Biennale in Venedig, der auch die Lesenden 😛 angesichts deiner Fotos mit viel Nichts drin nicht kalt lässt.
Die unberührte Natur und geradezu mystische Schönheit von Namibias Nordwesten fasziniert jeden, der sie erlebt und man spürt die Millionen Jahre alte Geschichte unsere Erde unmittelbar.
Köstlich deine Szenenbeschreibungen!
"DiemitdemGrinsenimGesicht"
freshy
Liebe "DiemitdemGrinsenimGesicht" 😘 ,
da fällt mir ein: Steinmännchen haben wir natürlich auch schon einige gesehen, aber die werde ich gegen Ende der Tour gebündelt und aus bekannten Gründen ohne Ortsangabe „präsentieren“.

Mit dem faszinierenden vielen Nichts geht es nahtlos weiter, wobei mich immer am meisten der Wechsel der Landschaften beeindruckt, man fährt um eine Kurve und alles sieht plötzlich total anders aus 😮 . Dieses Jahr war es besonders spannend, wie immer wieder komplett kahle Flächen sich mit weiten Grasebenen abgewechselt haben. Das sieht man auch im folgenden Kapitel (das aber noch nicht getippt ist) ganz gut.

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2022
Themenstarter8'742 Beiträge · seit 201025. Aug. 2022 ·
22.07.2022: Von Puros zum Signal Hill - TEIL 2

Heute fahren wir eine neue Strecke von Puros zum Signal Hill, für Uwe ergibt dies wieder neue Spuren auf seiner Karte und für uns alle wunderschöne Landschaften 🙂 .

Wir müssen den Gomatum nicht weit hinter Puros queren, um auf eine Strecke zu kommen, die nach Südosten zum Hoanib führt. Die Stelle, wo man abbiegen muss, ist nicht ganz klar zu erkennen und so fahren die Eulenmuckels erstmal dran vorbei

DSC01316kNAM2022.JPG



und müssen umdrehen, so dass wir mal kurz die Führung übernehmen 😎 .

DSC01325kNAM2022.JPG



Das letzte Stück nach dem Abzweig zum Fearless-Pass kennen wir, das ist im Sawurogab, muss also nicht gefahren werden. Daher können wir über den Pass, der durchaus auch für Nicht-Furchtlose geeignet ist, direkt zum Signal Hill fahren.

Für die Freunde des vielen Nichts hier ein paar Bilder der entsprechenden 3,5 Stunden ab Puros:

DSC01334kNAM2022.JPG


DSC01337kNAM2022.JPG


DSC01346kNAM2022.JPG


DSC01352kNAM2022.JPG


Eines meiner Lieblingsbilder!


DSC01363kNAM2022.JPG




DSC01370kNAM2022.JPG


Die Überraschung des Tages: ein Oryx! 🤩

DSC01375kNAM2022.JPG



DSC01385kNAM2022.JPG



DSC01397kNAM2022.JPG



DSC01402kNAM2022.JPG


DSC01410ckNAM2022.JPG


Noch ein Lieblingsbild:

DSC01406akNAM2022.JPG


DSC01413dkNAM2022.JPG


Kurz vor Signal Hill treffen wir immer mal Giraffen direkt am Wegesrand und einmal einen Springbock an. Besser als nichts…

DSC01416kNAM2022.JPG


DSC01422kNAM2022.JPG


DSC01423kNAM2022.JPG


DSC01432kNAM2022a.JPG


DSC01438kNAM2022.JPG


DSC01444kNAM2022.JPG


DSC01448kNAM2022.JPG


Um 15 Uhr sind wir am Signal Hill (ohne unseren Werkstattbesuch wären wir eigentlich echt viel zu früh hier gewesen, es gibt ja wenig Programm, kein Quadbiken, keine Game-Drives, keine Boatcruises..., also alles richtig gemacht 😎 !

Zum Glück liegt diese tolle Gegend verlassen vor uns. Kein Rotel-Bus 🤨 , keine südafrikanische Großfamilie 😣 , nichts. Leider auch keine Oryxe oder sonstige Huftiere 🙁 .

DSC01449kNAM2022.JPG


DSC01462kNAM2022.JPG


DSC01478kNAM2022.JPG


DSC01471kNAM2022.JPG


DSC01477kNAM2022.JPG



DSC01476kNAM2022.JPG


DSC01480kNAM2022.JPG


DSC01487kNAM2022.JPG


DSC01495kNAM2022.JPG


Verlassen kann man sich auf dieser Tour aber auf die Heuschrecken!

DSC01469kNAM2022.JPG


Neu hier sind viele Schilder, die verbieten, durch und über die Feenkreise zur Forschungsstation zu fahren. Dies hier ist nur das Hauptschild, es stehen noch alle paar Meter kleinere Schilder auf der Rückseite der Hügel verteilt herum.

DSC01531kNAM2022.JPG


Mannomann, schon schlimm, dass man so etwas extra verbieten muss. Wie kann man nur auf die Idee kommen, hier neue Spuren zu ziehen? Offensichtlich gibt es aber tatsächlich solch kreative Zeitgenossen, wie man von oben zumindest hier an der Zufahrt erkennen kann.

DSC01499kNAM2022.JPG


Achja, neu ist auch, dass die rote Tonne einen anderen Platz hat (ich war aber gar nicht dort, das wissen die Muckels besser) und ich meine, das Telefon ist auch verschwunden. Oder ist es auch an dem neuen Platz weiter unten? Ich weiß nicht mal, ob wir darüber geredet haben…

Nicht neu, und zum Glück auch heute wieder aktiv, sind die Barking Geckos! Nachdem die Sonne untergegangen ist (fast verpasst)

DSC01513kNAM2022.JPG


und eine halbe Stunde später dieses magische Leuchten wieder beginnt,

DSC01514kNAM2022.JPG


DSC01515kNAM2022.JPG



machen wir uns einen Spaß daraus, die Geckos zu dokumentieren. Ruth hätte natürlich am liebsten ein Foto, auf dem so ein Tierchen gerade den Kopf aus seinem Bau steckt. Ich bin schon zufrieden 🙂 , dass ich einen kleinen Ausschnitt ihrer Unterhaltung auf meine Speicherkarte bannen konnte.

Bei YouTube ansehen ↗



Zufrieden darüber, dass wir uns heute mit unserem Übernachtungsplatz keine Enttäuschung eingehandelt haben, wird heute gegrillt und der Abend genossen. Zwei Störfaktoren gibt es aber trotzdem: zum einen findet eine Heuschrecke Gefallen an der muckelschen Tischbeleuchtung und hüpft wie besessen immer wieder hoch, dabei knallt sie „plong 🤩 “ von unten an die Metallplatte oder schwirrt und hüpft um Ruth herum, worauf diese verständlicherweise leicht panisch reagiert!

Zum anderen – und da muss ich meine Aussage gegenüber Ingrid schon wieder revidieren – herrscht hier ein extremer Durchgangsverkehr, den wir so nie für möglich gehalten hätten. Bis weit in die Nacht hinein in tiefster Dunkelheit hören wir Motorengeräusche dicht an unserer Campsite und wir wissen bis heute nicht, wer da so spät noch unterwegs war. Angestellte der Lodge am Hoanib 😕 ? Verspätete Touristen 😵 ? Locals, die einfach von A nach B fahren, wobei mir nicht klar ist, was sie in A gemacht haben…. 🤨 Fragen über Fragen 🙄 …über die ich dann schlussendlich auch einschlafe.
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 26. Aug. 2022
1'297 Beiträge · seit 200725. Aug. 2022 ·
Ohje, euch bleibt aber auch nichts erspart 🙁 Purros scheint ein Unfallschwerpunkt zu sein 😉 Das mit der "eine Sekunde nicht aufgepasst" können wir ja leidvoll nachvollziehen . Aber die Schilderung der Reparatur ... einfach 😄
Falls ihr mal in Opuwo was schweißen lassen müsst ... wir können einen "DermitdemSchweißgerätausdemRestaurant" empfehlen.
Danke für deine lebendige Schilderung und die schönen Bilder 🙂

Liebe Grüße
Ralf+Martina
Unsere Afrika-Reiseberichte im Forum || Neuseeland 2026Vietnam 2025 | Japan 2019 Costa Rica 2018|
1'068 Beiträge · seit 201325. Aug. 2022 ·
Hahaha...herrliche Unterhaltung!!
Das Nachlesen hat mir eine längere Autofahrt deutlich kurzweiliger gemacht- natürlich nicht am Steuer!
Wer hätte gedacht, dass sich auch in den Niederlanden "die Strecke etwas ziehen kann".
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie im Nirgendwo mit den einfachsten Werkzeugen komplexe "Schäden " behoben werden. Wenn ihr damit in eine deutsche Toyora-Fachwerkstatt gefahren wärt.. Oh ohhh!
Von solchen "Störungen " gerne mehr :-))

Viele Grüße
Mabe
547 Beiträge · seit 201425. Aug. 2022 ·
Champagner schrieb:
Noch ein Lieblingsbild:

DSC01406akNAM2022.JPG

Hallo Bele

Hach! Dieses Bild würde ich mir gleich im Grossformat ins Wohnzimmer hängen 🤩

Ich bin aktuell nicht besonders viel im Forum unterwegs, aber für deinen Bericht mache ich eine Ausnahme und lese regelmässig nach 🙂

Herzliche Grüsse
Stefanie
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
1'525 Beiträge · seit 201125. Aug. 2022 ·
Dieser Baum steht genau bei -19/05/19 // 13/14/57

ich wundere mich immer, wieso es gerade dieser einzige Baum so prachtvoll schafft und ringsum nur Gras......

LG.............BMW
zuletzt bearbeitet 21. Sept. 2022
142 Beiträge · seit 201126. Aug. 2022 ·
...und um 11 Uhr machen wir uns – um eine Erfahrung und Geschichte reicher – auf den Weg zum Signal Hill. Davon handelt dann das nächsten Kapitel, das mehr Fotos und weniger Gelaber enthalten wird, versprochen!
Bin etwas spät dran mit meinem Kommentar, aber von mir aus gerne noch ganz, ganz viel "Gelaber". Einfach herrlich 😄 😄 😄
Als Volunteer in Uganda – Eine neue Erfahrung für eine „alte“ Afrikasüchtige http://www.birungi.org/2018/03/03/als-volunteer-in-uganda-eine-neue-erfahrung-fuer-eine-alte-afrikasuechtige/ Namibia 2020 - Nach Hause Dank Rückholprogramm https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299658-namibia-2020-nach-hause-dank-rueckholprogramm.html?rb=1&template=simple Als Volunteer im EHRA Wüstenelefanten Projekt https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/295500-als-volunteer-im-ehra-wuestenelefanten-projekt.html?rb=1&template=simple
487 Beiträge · seit 201226. Aug. 2022 ·
Neu hier sind viele Schilder, die verbieten, durch und über die Feenkreise zur Forschungsstation zu fahren. Dies hier ist nur das Hauptschild, es stehen noch alle paar Meter kleinere Schilder auf der Rückseite der Hügel verteilt herum.

DSC01531kNAM2022.JPG


Wir hatten im Mai das Vergnügen Prof. Nobert Jürgens im Camp Synchro kennenlernen zu dürfen. Er ist ein sehr bodenständiger Forscher, der seit 40 Jahren im südlichen Afrika Studien zu Biodiversität durchführt. Ausgestattet mit einem Hilux voll Equipment und einem Bodenzelt verbringt er jedes Jahr mehrere Monate, vor allem in Naminbia. Er und sein Team haben auch die Rätsel um die Feenkreise entschlüsselt. Abende im Camp Synchro können wirklich sehr aufschlussreich und erheiternd sein. Prof Nobert Jürgens und sein Team haben einige hundert, ich meine sogar über tausend Messstellen in Namibia, Südafrika, Botswana und in anderen südl. Regionen Afrikas errichtet. Auch die Welwitschia und die Zukunft des Okavango Delta gehören zu seinem Fachgebiet.
An dem Abend hatte er die Aufnahmeposition eines Fotos von 1972 im Marienfluss gefunden und aus der gleichen Perspektive wieder fotografiert. Die Feenkreise (teils 2000 Jahre alt) lagen exakt an den selben Stellen und auch die Bäume waren in Ihrer Größe fast unverändert (wachsen sehr langsam). Seit dem Abend gehe ich noch sorgsamer mit dem kostbaren Brennholz um.
Die Studien sind sehr maßgeblich für den sorgsamen Umgang in der Landwirtschaft oder auch anderer Nutzung im Südlichen Afrika, seine "mehrere Kilo schweren Bücher" zeigen sehr detailliert das Zusammenspiel von Klima, Böden und der Flora und Fauna. Viele Schutzgebiete profitieren von den Erkenntnissen. Auch wir Pirschfahrer können davon sehr viel Ableiten 🙂 .
LG
Bernd
www.save-wildlife.org www.sptr.de
Themenstarter8'742 Beiträge · seit 201026. Aug. 2022 ·
BerndW schrieb:

Wir hatten im Mai das Vergnügen Prof. Nobert Jürgens im Camp Synchro kennenlernen zu dürfen. Er ist ein sehr bodenständiger Forscher, der seit 40 Jahren im südlichen Afrika Studien zu Biodiversität durchführt. Ausgestattet mit einem Hilux voll Equipment und einem Bodenzelt verbringt er jedes Jahr mehrere Monate, vor allem in Naminbia. Er und sein Team haben auch die Rätsel um die Feenkreise entschlüsselt. Abende im Camp Synchro können wirklich sehr aufschlussreich und erheiternd sein. Prof Nobert Jürgens und sein Team haben einige hundert, ich meine sogar über tausend Messstellen in Namibia, Südafrika, Botswana und in anderen südl. Regionen Afrikas errichtet. Auch die Welwitschia und die Zukunft des Okavango Delta gehören zu seinem Fachgebiet.
An dem Abend hatte er die Aufnahmeposition eines Fotos von 1972 im Marienfluss gefunden und aus der gleichen Perspektive wieder fotografiert. Die Feenkreise (teils 2000 Jahre alt) lagen exakt an den selben Stellen und auch die Bäume waren in Ihrer Größe fast unverändert (wachsen sehr langsam). Seit dem Abend gehe ich noch sorgsamer mit dem kostbaren Brennholz um.
Die Studien sind sehr maßgeblich für den sorgsamen Umgang in der Landwirtschaft oder auch anderer Nutzung im Südlichen Afrika, seine "mehrere Kilo schweren Bücher" zeigen sehr detailliert das Zusammenspiel von Klima, Böden und der Flora und Fauna. Viele Schutzgebiete profitieren von den Erkenntnissen. Auch wir Pirschfahrer können davon sehr viel Ableiten 🙂 .
LG
Bernd
Guten Morgen Bernd,

das klingt ja echt spannend und macht auch nachdenklich - so eine Begegnung würde mir auch gefallen! Ich hatte gestern, nachdem ich das Foto mit dem Schild rausgesucht hatte, dann auch mal gegoogelt und man findet sehr viel über ihn und seine Arbeiten (dies ist nur ein kleiner Ausschnitt):

http://www.biodiversity-plants.de/perso.php?mnb=6&lang=de#jump_mark0

https://www.biologie.uni-hamburg.de/forschung/oekologie-biologische-ressourcen/biodivevooek/mitarbeiter/m-juergens/njuergens.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_J%C3%BCrgens

Wenn ich so etwas lese, dann kommt bei mir der Wunsch auf, ein weiteres Leben zu haben und in diesem dann auch so zu leben und zu arbeiten! Die nötige Intelligenz und sonstige dafür wichtigen Eigenschaften wünsche ich mir natürlich immer gleich mit dazu 😉 !

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 26. Aug. 2022
3'386 Beiträge · seit 200926. Aug. 2022 ·
Servus liebe Bele,

also man kann ja viel von Euerer (Klein-) Gruppenreise behaupten, eines aber ist sicher:

LANGWEILIG WAR ES NICHT !!!

Wunderschöne Schilderungen der einzelnen Abenteuer, da bist Du spitzenmäßig! 😘

Herzl. Grüße vom bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch