Karibuni Tansania na Sansibar Mama!

Reisebericht 88 Antworten · 17,9k Aufrufe · gestartet 22. Okt. 2016 von Applegreen
2’524 Beiträge · seit 200903. Nov. 2016 ·
Hallo Sabine,

den Reiher hat ja Konni schon identifiziert.
Was meinst du eigentlich mit "Schlangenhalsreiher"? 🤨 😊 Auch das "nur " ein Graureiher. Sorry.

Die Spinne ist ziemlich sicher eine Walzenspinne gewesen. Jedenfalls passt dafür: ziemlich groß ( auch wenn die 20 cm mehr so ins Reich der Fabeln gehören ), hell gelblich, bevorzugt nachts unterwegs und sehr schnell zu Fuß.

Grüssle, Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter1’796 Beiträge · seit 201404. Nov. 2016 ·
Guten Morgen,

@ Konni: Danke für den Graureiher
@ Matthias: Danke auch Dir 🙂 😄 Ich habe bei den Reihern mit den langen Hälsen immer eine komische Assoziation im Kopf 🤢 😮 - ich habe es geändert. Und ich habe mir jetzt mal Fotos von den Walzenspinnen angeschaut - das kommt tatsächlich gut hin - es wird wohl tatsächlich eine gewesen sein. Und gut - die 20 cm sind übertrieben 🤪 😗 Aber sie war schon sehr groß - ich reduziere auf etwas über 10 cm 😄 😛

Vielen Dank allen Kommentatoren, Danke-Button-Drückern und stillen Mitlesern 😘 🙂

Da wir am Wochende zum "Bosseln" sind 😄 , kann es gut sein, dass es mit dem Bericht dann erst Anfang nächster Woche weitergeht. Ich schaue mal, wie ich vorankomme!

Ganz liebe Grüße @all und Euch allen ein schönes Wochenende!

Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
Themenstarter1’796 Beiträge · seit 201406. Nov. 2016 ·
07.10.2016 Karibu Sansibar - Kwa heri Carlos!

Heute heißt es also Abschied nehmen vom Festland und leider auch Carlos 🙁.

Unser Flug nach Sansibar geht erst um 15.50 Uhr ab Arusha – also haben wir jede Menge Zeit. Carlos hatte sich schon den Kopf zerbrochen, was er uns für den Vormittag noch anbieten könnte. Ich habe allerdings schon eine Idee – wir schlafen erst mal für afrikanische Verhältnisse aus, frühstücken in aller Seelenruhe und Carlos kann dann nochmal einen Blick auf einen Teil der Vogelbilder werfen und mir bei der Bestimmung helfen.

Mit einem ordentlichen Zeitpuffer und einem letzten Foto vor dem riesigen Baobab im Restaurantbereich starten wir dann Richtung Arusha.

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Alle Mitarbeiter der Lodge stehen schon Spalier, um uns aufs Herzlichste zu verabschieden. Und dann holpern wir ein letztes Mal über die Dirtroad Richtung Hauptstraße.

Auf der Landstraße kommen uns heute Scharen an festlich geschmückten Massai entgegen! Wir vermuten, dass es sich um eine wichtige Versammlung oder um ein Beschneidungsfest handelt.

Es sind nur Erwachsene in aller feinster Ausgehgarnitur und viele junge Männer, ganz in schwarz gekleidet. Für die Beschneidungsfeier hängen Stammesmitglieder dem jungen Mann eine schwarze Robe um und das Gesicht wird mit weißer Kreide bemalt. Noch monatelang nach der Feier kleiden sich die beschnittenen Jungen schwarz. Manchmal malen sie weiße Muster auf ihre Gesichter, tragen einen Kopfschmuck aus Federn und weisen damit auf ihren neuen Status hin.

Da wir noch Massai-Tücher und einen Tansanit kaufen möchten legt Carlos noch einen Stopp in einem Souvenirladen an der Landstraße ein.

Kurz vor Erreichen des Airports schaffe ich es doch noch ein Foto der blühenden Jacaranda -Bäume aus dem fahrenden Auto zu knipsen:

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Schon bald darauf ist der Flughafen in Sicht – naja Flughafen ist leicht übertrieben – ein kleiner regionaler Flughafen, der früher überwiegend für landwirtschaftliche Zwecke genutzt wurde.

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Am Airport angekommen, geht alles ratz-fatz! Ein Mitarbeiter von Leopard Tours erwartet uns bereits. Unser Gepäck wird wie von Geisterhand ausgeladen und bereits zusammen mit unseren Pässen ins „Terminal“ gebracht.

Wir verabschieden uns von Carlos und tauschen Telefonnummern und besprechen schon mal unsere nächste Reiseplanung 😎 Der Abschied fällt schwer – aber es wird Zeit einzuchecken....

Wie schon bei unserer Ankunft, wird alles von einem Mitarbeiter von Leopard Tours erledigt, der bis zum Boarding für eventuelle Fragen in der Nähe bleibt – ein sagenhafter Service! Die Boardkarten sind übrigens noch handschriftlich ausgestellt 🤪

Der kleine Flughafen in Arusha schon ein Erlebnis – hier ist doch alles recht überschaubar:

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Das Boarding beginnt und nach einem kurzen Marsch über das Vorfeld nehmen wir in einer ATR 42/72-500 Platz.

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Wir haben die Plätze in der letzten Reihe und da einige Reihen vor uns frei bleiben, können wir uns sogar etwas ausbreiten. Der Flieger macht einen guten Eindruck, das Kabinenpersonal allerdings wirkt recht lustlos.

Wir heben noch weit vor der geplanten Zeit ab – hier gibt’s halt keine Probleme mit Slots 😎 – alle an Board und los geht’s!

Während der Flugzeit von knapp 1 ½ Stunden gibt es sogar einen Getränkeservice inklusive Nüsschen. Der Flug verläuft absolut ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Touchdown ist noch vor der geplanten Zeit am Zanzibar International Aiport.

Auch hier wieder ein kurzer Weg zum Terminal – zunächst aber müssen blaue Einreisekarten ausgefüllt werden.
Unser Gepäck ist schnell da und am Ausgang werden wir schon von unserem Fahrer erwartet. Ich mache mich schnell noch auf den Weg zu einem ATM (die sind hier ziemlich versteckt) und dann geht es los Richtung Küste.

Die Menschenmengen und den Trubel um uns herum müssen wir erst mal verkraften 😮. Hier ist ziemlich was los! Während der Fahrt versuche ich ein paar Fotos zu machen:

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Nachdem wir aber Zanzibar Stadt und Peripherie verlassen, wird das ganze Bild schon etwas beschaulicher, dafür passieren wir gefühlt alle 5 Kilometer eine Polizeikontrolle.

Unser Weg führt uns einmal quer über die Insel. Auf dem Weg nach Jambiani kommen wir am Jozani Forest vorbei und erreichen schon bald Paje an der Südostküste Sansibars. Jetzt ist es nicht mehr weit und wir erreichen bei einsetzender Dämmerung das Mwezi Boutique Resort.

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An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an „marimari“ für diese Empfehlung 🙂 😎!

Wir werden schon erwartet und können nach einem Begrüßungsgetränk und einer kurzen Einweisung unsere beiden „Full-Moon“ Bungalows beziehen. Wir richten uns erst mal häuslich ein und gehen dann direkt in die Lounge, um einen verspäteten Sundowner zu uns zu nehmen.

Für das Abendessen wählt man aus einer Fülle an Vorspeisen, Hauptspeisen und Desserts – eine Mischung aus italienischer und einheimischer Küche. Alle Zutaten werden bei lokalen Bauern und Produzenten gekauft, Fisch bei den Fischern im nahe gelegenen Dorf und saisonales Obst aus dem eigenen Obstgarten. Die alkoholfreien Getränke sowie Biere, eine kleine Auswahl an Weinen sowie Instant-Café zum Essen sind im HB inkludiert.

Direkt nach dem Dinner machen wir uns auf in unser Haus am Strand und fallen schon bald, eingelullt von der Meeresbrise und dem Geräusch der Wellen in einen tiefen Schlaf.... Wir sind angekommen im Paradies!

Lala Salama! Gute Nacht!

Fortsetzung folgt ......
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zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2016
2’240 Beiträge · seit 201106. Nov. 2016 ·
Applegreen schrieb:

An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an „marimari“ für diese Empfehlung 🙂 😎!

......
gerne geschehen 😉 vielen Dank für diesen Bericht...Tanzania ist halt schon schön 😄
LG
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
Themenstarter1’796 Beiträge · seit 201407. Nov. 2016 ·
08. + 09.10.2016 Jambiani Beach
Mwezi Boutique Resort – Barfuß im Paradies


Das Mwezi Boutique Resort wurde erst Ende 2015 eröffnet und das gesamte Ambiente dieser Unterkunft ist meines Erachtens eine etwas ausführlichere Beschreibung wert 🙂

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Das Konzept gefällt uns auf Anhieb: „Barfoot, informal and cozy“ ist hier das Motto. Schuhe sind völlig überbewertet, jeder läuft barfuß – den ganzen Tag, egal wann und wo 😛!

Mwezi bedeutet auf Suaheli "Mond". An dieses Symbol angelehnt wurde das Resort erbaut. Es wurden überwiegend recycelte Materialen verwendet und verbunden mit der ursprünglichen Bauweise aus Lehm und Holz, sowie der typischen "Makuti" – Dächer vereint.

Die Vollmondhäuser haben zusätzlich zu den Bungalows ein Wohnzimmer mit Sandboden und einem großen integrierten Sofa sowie ein innenliegendes Dachgeschoss, von dem aus man wunderbar den Ozean überblicken kann.

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Das Dachgeschoss:

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Unser Ausblick vom Dach 😎

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Die Häuser sind alle einzigartig und unterschiedlich dekoriert. Jedes Accessoire, Möbelstück und Dekoobjekt – vom Bett bis zu den Lampen, vom Boden bis zu Decke - wurde von den Eigentümern in Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung gestaltet. Die Skulpturen und Gemälde stammen überwiegend von jungen afrikanischen Bildhauern und Malern.

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Blick von oben in den Wohnbereich und das Bad:

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Auch in den stilvoll und liebevoll eingerichteten Zimmern wurden ausschließlich umweltfreundliche und biologische Rohstoffe verwendet. Sogar die Kleiderbügel sind aus recycelten Kartonagen hergestellt 😉

Zur Kühlung der Räumlichkeiten wird ebenfalls die natürliche Belüftung durch die kühle Meeresbrise genutzt – eine Klimaanlage haben wir nicht vermisst 😛 Ganz dem ökologischen Konzept folgend gibt eine Wasseraufbereitungsanlage sowie eine Solaranlage und das Poolwasser wird direkt aus einem Salzwasserbrunnen gewonnen.

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Im diesem einladenden Pool schwimmen wir nun täglich einige Runden - das Wasser ist nur herrlich 🙂

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An der Bar gibt es super leckere frisch gepresste Säfte oder Cocktails, die man auf den chilligen Sofas bequemst schlürfen kann 🤪

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Im oberen Stockwerk des Haupthauses gibt es eine gemütliche Leseecke mit einer gut sortierten Auswahl an Büchern und Spielen:

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Im Restaurant genießt man in luftiger Höhe mit einem herrlichen Ausblick die Mahlzeiten:

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Darf ich übrigens vorstellen: „Dragon“ - without fire 😄 😄

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Er ist unser ständiger Aufpasser und Anhängsel der kommenden Tage – er bewacht nicht nur die Anlage mitsamt Gästen Tag und Nacht, sondern begleitet auch schon mal unsere Oma an den Strand zu einem Spaziergang 😘

Jambiani Beach - Türkisblaues Meer, lange weiße Sandstrände und gigantische Kokospalmen

Die nächsten Tage verbringen wir mit Faulenzen, Schwimmen, Lesen und ausgedehnten Strandspaziergängen 😉

Wir haben uns ganz bewusst für Jambiani entschieden. Wir mögen nämlich Orte, die idealerweise ganz weit weg von den typischen Hotspots liegen und Jambiani ist so ein Ort !

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Hier ist es noch sehr ursprünglich und die Einheimischen sind noch in der Überzahl – auch am Strand. Der Strand selbst ist ein Traum und gehört mit zu den schönsten, die ich bisher gesehen habe.

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Die türkisblauen Farbtöne des Wassers und feinster, weißester Sand in Verbindung mit gigantischen Kokospalmen lassen durchaus das Gefühl aufkommen, im Paradies angekommen zu sein.

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Auf unseren Strandspaziergängen treffen wir meistens auf Einheimische und von fast allen werden wir mit einem freundlichen „JAMBO“ begrüßt. Allermeistens ist am Strand aber so gut wie keine Menschenseele anzutreffen;)

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Auch Massai sind am Strand unterwegs, sie versuchen aus ihrem „Massai-Shop“ (in der Regel eine kleine Tasche mit Schmuck und Holztieren) etwas verkaufen. Mit einem der Massai unterhalten wir uns etwas länger. Er kommt eigentlich aus Kenia und versucht aufgrund des Einbruchs des Tourismus in Kenia nun auf Sansibar seinen Geschäften nachzugehen und ein paar Shilling für seine Familie zu verdienen. Keiner der Händler hat auf uns einen aufdringlichen oder unangenehmen Eindruck gemacht. Alle sind sehr freundlich und plaudern auch gerne einfach nur so.

Einige kleinere Kitesurfschulen haben sich in dieser Gegend etabliert – allerdings ist so gut wie an keinem Tag ausreichend Wind, so dass wir nur selten die Surfer auf dem Wasser sehen, dafür sind die Fischer mit Ihren Booten fast immer zu sehen:

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Der Strand von Jambiani ist besonders stark von den Gezeiten geprägt. Bei Ebbe zieht sich das Meer weit zurück und bei Flut wiederum bedeckt das Wasser den Strand fast komplett.

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Es herrschen überaus angenehme Wassertemperaturen – ich sage dazu gerne „Badewannenplätscherwasser“ 😛 Allerdings sollte man unbedingt auf die zahlreichen Seeigel achten! Das angespülte Seegras empfinden wir nicht als störend und ist hier mal mehr und da mal weniger vorhanden.

Insbesondere gegen Abend trifft man am Strand unglaublich viele Einheimische. Wenn es etwas kühler wird, trifft man auf Kinder und Jugendliche beim Fußball oder Lauftraining, Fischer bei der Arbeit, selten auch Fahrrad- und sogar Mopedfahrer 😣

Auch am Morgen ist immer viel los, wenn sich das Meer bei Ebbe über hundert Meter zurückzieht, kommen die einheimischen Frauen und kümmern sich um ihr Seegras und tragen die schweren Seegras-Säcke zurück in das Dorf - dazu aber in einem der nächsten Kapitel mehr.

Am Strand herumliegen sieht man hier niemanden. Die wenigen Touristen ziehen sich nach dem Baden im Meer wieder in die Hotels zurück.

Apropos Hotels – es gibt hier nur wenige kleine Unterkünfte und einige waren zu unserer Reisezeit bereits geschlossen. Andere allerdings auch komplett aufgegeben, verlassen und verfallen – diese Ruinen trüben den sonst in der Tat absolut paradiesischen Eindruck. Große All-In-Hotelbunker sucht man in dieser Region Sansibars glücklicherweise vergeblich 🙂

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Morgen werde ich von unserem Besuch bei "Spinner" auf der touristisch noch unerschlossenen Insel Uzi berichten!

Lala Salama! Gute Nacht!
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zuletzt bearbeitet 07. Nov. 2016
Themenstarter1’796 Beiträge · seit 201408. Nov. 2016 ·
10.10.2016 Unberührtes Uzi Island - Zu Gast bei "Spinner"

Heute geht es für uns auf nach Uzi Island. Ich hatte von diesen Ausflug im Forum gelesen und glücklicherweise konnte dieser Ausflug über die Managerin im Mwezi gebucht werden. Besonders freuen wir uns auf das Projekt zum Schutz der Meeresschildkröten – allerdings werden wir bei unserer Ankunft dann leider enttäuscht 😮 – dieses Projekt wurde auf Uzi Island zwischenzeitlich wieder eingestellt.

Mit dem Auto geht es zunächst ein kurzes Stück in das eher verschlafene Fischerdörfchen Kizimkazi ganz im Süden der Insel.

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Ab hier geht es mit einem kleinen lokalen Fischerboot – immerhin mit Motor 😎 – in Richtung Uzi. Die Insel kann bei Flut ausschließlich mit dem Boot erreicht werden. Bei Ebbe wird ein kleiner unbefestigter Weg von der Insel durch die Mangroven nach Sansibar freigelegt, den wir am Nachmittag zum Teil zu Fuß und das letzte Stück mit dem Auto nehmen werden.

Nach einigen Minuten auf dem herrlich kristallklaren Wasser entdecken wir eine Ansammlung von Booten. Schnell stellt sich heraus, dass es sich hier um das Angebot „Schwimmen mit Delfinen“ handelt. Unser Captain ist ganz stolz, dass er uns die Delfine präsentieren kann – wir hätten sie aber lieber ohne dieses fürchterliche Spektakel um die armen Tiere herum erlebt 🤢 😵!

Mindestens 10 Boote umkreisen die Tiere und die Touristen springen begleitet von lautem Gekreische direkt auf die Delfine ins Wasser 😮! Für uns sieht das mehr nach einer Hetzjagd aus und wir sind froh, dass wir das weder uns noch den Tieren antun werden 😈. Beruhigend ist nur, dass die Delfine die Möglichkeit haben, abzutauchen und wegzuschwimmen, wenn es ihnen zu viel wird.

Wir wollen nur schnell weg und schon bald geht es für uns absolut einsam immer entlang der Küste Sansibars in Richtung Uzi Island. Außer uns sind noch ein paar Fischerboote unterwegs und wir können unter uns ab und zu Fischschwärme beobachten.

Auf Uzi Island angekommen, werden wir bereits von Abdulla und einigen Fischern erwartet. Abdulla – von allen nur „Spinner“ genannt – begrüßt uns und führt uns einen schmal Weg entlang in Richtung seines Dorfes.

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Leider müssen wir jetzt erfahren, dass wir heute keine Meeresschildkröten sehen werden 🤨 – das frühere Projekt wurde eingestellt, da die eigentlich zu schützenden Tiere von Tag zu Tag weniger wurden 😐.

„Spinner“ ist der von unzähligen Ideen getriebene Kopf der Projekte zum Naturschutz auf dem kleinen Eiland. Es sprudelt förmlich aus ihm heraus und er berichtet von einer Biogasanlage, der Rettung der Mangroven, Bienenstöcken in einem Baobab und dem Plan auf der Insel Ökoturismus zu etablieren. Wir sind zunächst leicht überfordert 🤩.

Als „Spinner“ erfährt, dass wir aus Deutschland kommen ist er höchst erfreut – haben doch zwei deutsche Freiwillige für ein halbes Jahr bei ihm gewohnt und am damals noch aktiven Meeresschildkröten-Projekt mitgearbeitet. Später wird sich herausstellen, dass es Österreicherinnen waren – aber da macht „Spinner“ keinen Unterschied 🤪.

Wir sind mittlerweile an dem „Hauptquartier“ und Wohnhaus von „Spinner“ angelangt, welches er uns stolz präsentiert. Genauso stolz zeigt er uns seinen Fernseher und eine uralte DVD mit einem Fußballspiel aus 2004 der deutschen Nationalmannschaft.

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Nun dürfen wir die Räumlichkeiten zur Unterbringung seiner Gäste bestaunen – alles seehr einfach – ich bewundere die Mädels, die es hier ein halbes Jahr ausgehalten haben 🙄 – verglichen damit war unser Nico in Windhuk quasi in einer Luxusbude untergebracht.

Auf Uzi Island leben ca. 6.000 Menschen, es gibt jedoch weder ein Restaurant oder eine Bar. Wir werden durch den Ortskern geführt und es wird uns ausdrücklich erlaubt zu fotografieren. Wir treffen überwiegend Kinder, die sich gerne in Pose stellen.

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Ansonsten besteht Uzi aus dichten Wäldern und üppigen Mangroven, Bananenbäumen und riesigen Mangobäumen. Man kann erahnen, dass auch Zanzibar einmal so ausgesehen haben könnte.

Die Menschen auf Uzi haben sich bislang erfolgreich gegen eine touristische Erschließung gewehrt und es dürfen auch keine Guides von „außerhalb“ auf der Insel Führungen anbieten. Die Insel selbst gehört zu einem Schutzgebiet und die Mehrheit der Menschen auf Uzi sind Fischer und Bauern.

„Spinner“ stellt heute mehrfach voller Stolz fest, dass die Bewohner hier doch im Paradies leben und die Natur um sie herum alles zur Verfügung stellt, was zum täglichen Leben benötigt wird. Die Armut auf Sansibar hat die Menschen allerdings immer wieder dazu gezwungen die Natur überzustrapazieren. Und auch hier auf Uzi war insbesondere die Abholzung der Mangroven ein Problem.

Während des Rundgangs durch das Dorf besuchen wir auch die einzige Schule der Insel- Für die Kinder scheinen wir Mzungus eine willkommene Abwechslung zum Unterricht zu sein, die Lehrerin allerdings schien not amused 😛

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Die Frauen im Dorf fertigen aus Palmblättern wunderbare Korbwaren, die natürlich auch zum Kauf angepriesen werden.

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Wir schlendern weiter durch das Dorf und treffen immer wieder auf Kinder, die uns mal freudig und manchmal auch etwas schüchtern begrüßen.

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Bis wir an einem riesigen Baobab ankommen, in dem „Spinner“ Bienenkörbe aufgehängt hat.

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Es geht weiter vorbei an einem Waschplatz und dem mittlerweile defekten Dorfbrunnen – die Pumpe (made in China) ist kaputt und es gibt keine Ersatzteile mehr 🤢

Ein Punkt allerdings trübt die Idylle auf dieser Insel – und übrigens auch auf Sansibar – hier haben alle ein großes Plastikmüllproblem. Offensichtlich wird der Müll wo man gerade geht und steht achtlos liegen gelassen 😣.

Ich spreche „Spinner“ vorsichtig darauf an, und schlage ihm vor, die Dorfbewohner doch etwas zu sensibilisieren und eventuell ein Projekt daraus zu machen – gerade wo er doch mit Eco-Tourismus für seine Insel werben möchte. Er nimmt diesen Vorschlag dankbar an und vielleicht setzt er ja auch erste Maßnahmen bald um 🤪.

Wir kommen am einzigen Laden auf Uzi an– wo wir ein paar Mangos für unser Mittagessen einkaufen.

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Immer wieder trifft man auf Häuser und Bäume, auf denen „CUF“ zu lesen ist. Die CUF (Civic United Front) ist die Oppositionspartei in Tansania und die Hochburgen befinden sich auf den Sansibar-Inseln. Von der Partei werden wir noch einige Male hören und sehen.

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Auf dem Rückweg zu „Spinners“ Haus begleiten uns wieder ein paar Kinder.

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Dort angekommen beginnt „Spinner“ mit ein paar Freunden die Vorbereitungen für unser Lunch. Wir schauen uns unterdessen etwas um und plaudern mit unserem Guide und einem weiteren jungen Mann (wir haben seinen Namen leider wieder vergessen 😊), der großes Interesse an der Deutschen Sprache hat und fleißig versucht, sich mit uns in Deutsch zu unterhalten.

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Zwischendurch dürfen wir frischgepflückte „Madafuu“ probieren – die unreife Kokosnuss, deren Saft herrlich erfrischend schmeckt. Das wenige Fleisch kratzen wir mit der Schale der Kokosnuss heraus.

Vor dem Essen waschen wir unsere Hände mit ein wenig Spüli und einer Kanne Wasser. Einige Frauen im Dorf haben für uns gekocht und seht nur welche Köstlichkeiten für uns aufgetischt werden 🙂

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Köstlich frischer gegrillter Fisch, Kalamarituben, Gemüse aus eigenem Anbau mit Kartoffeln und Reis und herrlich duftendes, warmes Maisbrot. Das Besteck, eigens für uns in einer Tupperdose hergerichtet, lassen wir links liegen und Essen ebenfalls mit den Händen 😗.

Zum Nachtisch gibt es die kleinen süßen Bananen und frisch gepflückte Mangos, die zahlreich auf der Insel wachsen. Und anstelle von Kaffee gibt es nach dem Essen einen starken und würzigen Lemongrastee mit Ingwer.

Während des Essens plaudern wir über Gott und die Welt und die Zeit vergeht wie im Flug –es wird schon wieder Zeit, uns langsam auf den Heimweg zu begeben.

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Unser Fahrer wird uns inmitten der Mangroven abholen, sobald die Ebbe ihren Tiefstand erreicht hat.

Eigentlich wollten wir gerne den gesamten Weg laufen, doch dies könnte für meine Mutter in der Hitze etwas zu beschwerlich werden. Daher freut sich „Spinner“ umso mehr, dass jetzt noch sein Ochsenwagen zum Einsatz kommt.

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Die Ochsenwagen gehören hier zum alltäglichen Bild und jeder Junge lernt schon in jungen Jahren das Lenken eines solchen Gefährts.

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Immer werden wir von den Kindern interessiert beobachtet:

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Damit meine Mutter nicht so alleine auf dem doch recht unbequemen und wackeligen Gefährt unterwegs ist – muss ich auch mit auf den Bock 🤩

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Es geht ziemlich rumpelig und unbequem durch den Ort - ich wäre lieber gelaufen 😕

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Kurz vor Ortsausgang treffen wir sogar noch den Chief, der uns freundlich begrüßt. Es geht wieder ein Stückchen durch das Dorf bis wir den Weg durch den Wald erreichen – hier streikt unser kleiner Ochse kurzzeitig – den Weg kennt er nämlich noch nicht 😗

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Dieser Wagen beladen mit Öl kommt von Sansibar und der Fahrer bittet ausdrücklich um ein Foto 😎

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Nach einer doch ziemlich langen und unterhaltsamen Fahrt heißt es für uns wieder aussteigen – ab hier geht es nur noch zu Fuß weiter.

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Diesen Baum nennen die Inselbewohner den Champagner/Fanta-Baum erzählt uns "Spinner" kichernd 🤪

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Die Ebbe hat zwischenzeitlich eingesetzt und auf der rumpeligen Straße durch die Mangroven herrscht daher Berufsverkehr:

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Nun spazieren wir gemächlich mitten durch die Mangrovenwälder, wo am Vormittag noch das Meer die Straße bedeckt hat.
„Spinner“ zeigt uns immer wieder neue Spezies der Pflanzen (insgesamt gibt es hier zehn verschiedene Mangrovenarten, die sich durch die Blattform und Form der Blütenkelche unterscheiden) und es tun sich immer wieder schöne Einblicke auf.

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Auch hier gibt es kleinere Seegrasfarmen.

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Mitten im Nichts hat sich „Spinner“ ein Office inmitten der Mangroven gebaut 😄. Sein ganzer Stolz, er liebäugelt aktuell damit ein zweites Stockwerk aufzubauen und eine Aussichtsplattform über den Mangrovenwald zu errichten.

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Nico und ich kraxeln gemeinsam mit „Spinner“ auf einer wackeligen Leiter aufs Dach und kommen oben angelangt aus dem Staunen nicht mehr heraus – uns bietet sich eine fantastische Aussicht.

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Nach einer kurzen Showeinlage verabschieden wir uns nun von Spinner und unseren restlichen Begleitern.


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„Spinner“ bittet uns noch um kräftige Bewerbung von Uzi Island und seinen Projekten. Derzeit dringend benötigt wird ein funktionierender Computer und über freiwillige Helfer freut er sich ebenfalls jederzeit. Eine Freundin von mir hat auch bereits Kontakt mit ihm aufgenommen, da er großes Interesse an einem von ihr initiierten Solarkocherprojekt hat. Unserem anderen Begleiter geben wir noch einen kleinen Betrag Shillinge, damit er sich in der Stadt Bücher zum Deutschlernen besorgen kann.

Schon bald kommt auch unser Auto, das uns nun wieder zurück nach Jambiani bringt. Nach diesem Ausflug tut eine Erfrischung im schönen Pool richtig gut.

Insgesamt hatten wir sehr viel Freude an dem Besuch auf Uzi Island – auch ohne die Meeresschildkröten – ein wenig enttäuschend war es dennoch, zumal damit geworben wird. „Spinner“ ist ein absolut liebenswerter und unterhaltsamer Gastgeber 🙂! Wir denken gerne an diesen Tag zu Gast auf Uzi Island zurück!

Lala Salama! Gute Nacht!

Weiter geht es morgen mit der Jambiani Eco Tour 🙂
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zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2016
3’388 Beiträge · seit 200908. Nov. 2016 ·
Ein Urlaub ganz nach dem Geschmack vom bayern schorsch!
Und das Bett in der jetzigen Unterkunft - affenstark. 😉 😘 😉 😘

Sabine, hab nur mal kurz die letzte Station gelesen, bevor ich mich irgenwann mal aufmache, Deinen Bericht von Beginn weg zu lesen.

Bis dahin
herzliche Grüße
der bayern schorsch
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Themenstarter1’796 Beiträge · seit 201410. Nov. 2016 ·
11.10.2016 - Jambiani Eco Tour – Rama zeigt uns sein zu Hause

Jambiani ist ein kleines Dorf, das zwar sehr lang aber sehr schmal direkt am schönen Strand gelegen ist. Die Dorfbewohner leben überwiegend vom Fischfang, Seegrasfarmen und langsam auch immer mehr vom Tourismus.

Wer die Einheimischen des Dorfes unterstützen möchte und gleichzeitig einen Einblick in das Leben erhalten möchte, ist bei der Jambiani Eco Tour mit Rama genau richtig.

Nico und ich werden heute alleine losziehen, da meine Mama eine kleine Ruhepause benötigt und mein Mann ihr Gesellschaft leisten möchte.

Wir werden am späteren Vormittag von Rama unserem Guide abgeholt. Einen Teil der Tour werden wir immer wieder mit dem Auto fahren, da das Dorf in der Tat sehr langgezogen ist.

Unser erster Weg führt uns vorbei an dem heiligen Dorfplatz zu dem ältesten, erst seit kurzer Zeit nicht mehr bewohnten Haus im Dorf.

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Traditionell nur aus Palmblättern und Holz gebaut, hatte es dennoch bereits eine Dusche und Toilette in einem.

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Dieses Haus ist bereits aus Korallensteinen gebaut – die 2. Generation der Architektur:

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Zu Fuß geht es weiter, vorbei am „Mzungu-Baum“ zu dem Brunnen und Waschplatz im Dorf:

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Auf dem „Waschtisch“ gibt es zwei getrennte Abteile – ein Abteil für die Wäsche der Männer und ein Abteil für die Wäsche der Frauen 😮

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Auf dem Weg durch den Busch kommen wir auch an diesem Korallenhaufen vorbei. Hier werden die Korallen zu Ziegeln gebrannt, aus denen die Häuser auch heute noch gebaut werden.

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Unterwegs zeigt uns Rama viele Pflanzen, zum Teil auch Heilpflanzen. Er gibt uns eine ziemliche saure Art Sternfrucht zum Probieren – wirklich sehr sauer! Sie soll gegen Seekrankheit und Übelkeit helfen. Außerdem einige Minzearten, deren zerriebene Blätter bei Erkältung und der weiße Saft aus dem Stiel bei Insektenstichen helfen sollen.

Weiter geht es in die Mitte des Dorfes, wo wir einer Frau bei der Herstellung von Seilen aus Kokosfasern zuschauen. Die Kokosfasern sollten möglichst trocken und vor allem sauber sein. Daher werden sie gewaschen und danach zum Trocknen in die Sonne gehängt. Danach werden die getrockneten Fasern ausgeklopft und sortiert. Der Abfall wird als Dünger verwendet.

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Nun werden kleine Büschel der Fasern gebündelt und mit der Handfläche gedreht und gedreht. Je nach gewünschter Dicke kann man die geflochtenen Kokosfasern dann erneut zu einem dickeren Seil flechten.

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Anschließend können aus den Kokosfasern sehr haltbare Seile und Schiffstaue gedreht und beispielsweise Fischernetze geknüpft werden. Wir kennen sie zum Beispiel als Fußmatte vor der Haustüre. Im Mwezi wurden zum Beispiel die Lampenschirme daraus gefertigt. Ein vielfältig einsetzbares Naturmaterial. Das handwerkliche Geschick bei der Herstellung ist erstaunlich.

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Aber die Kokosnüsse taugen noch zu viel mehr. Die 3 Monate alten haben wir bei „Spinner“ schon verkostet – es wird überwiegend der Saft verwendet. Wenn die Kokosnuss 7 Monate alt ist, ist das Fleisch fest und süß und hat weniger Saft. In diesem Stadium wird aus der Nuss die begehrte Kokosmilch für allerlei weitere Verwendung gewonnen. Die älteren Kokosnüsse werden überwiegend zur Herstellung von Öl verwendet.

Zunächst wird die Nuss mit 3 festen Schlägen mit einer Eisenstange in zwei Hälften geteilt. Nun kommt ein spezieller Hocker mit einem seitlich befestigten sehr scharfen Schaber zum Einsatz - von dem Hocker ist leider nicht so viel zu sehen 😎

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Dann wird dem Fruchtfleisch etwas Wasser zugegeben, gut vermischt und fest ausgedrückt.

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So entsteht die wertvolle Kokosmilch. Das ausgedrückte Fruchtfleisch wird als Seife, als Körpercreme oder für die Kosmetikindustrie genutzt. Die übrig gebliebene Schale der Kokosnuss wird zum Beispiel als Schöpfkelle weiterverwendet.

Weiter geht es für uns zu einem der berühmtesten „Herbal Specialist“ auf Sansibar. Mr. Suleiman erwartet uns bereits vor seinem Haus. Er beschreibt die vielen Kräuter in seinem Korb, die genaue Einnahme der Kräuter und zeigt uns sein Interview in einem uralten Reiseführer, auf das er ganz besonders stolz ist.

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Mr. Suleiman ist Spezialist für Frauen- und Kinderkrankheiten und wir lernen Pflanzen, Wurzeln und Kräuter kennen, unter anderem eine bestimmte Methode zum Schwangerschaftstest oder Kräuter, die „schwachen“ Männern wieder auf die „Beine“ helfen….. 😄

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Besonders hellhörig wurde mein Nicolino als Mr. Suleiman von einer getrockneten Trompetenblüte erzählt, die man auch inhalieren kann 🤪 Eigentlich als Arznei bei Atemwegserkrankungen gedacht, führt eine Überdosierung dann zu einem extremen Rauschzustand mit wilden Träumen bis hin zu Halluzinationen erzählt Mr. Suleiman kichernd 😗

Zum Abschied besteht der liebenswerte, mittlerweile sehr betagte Kräuterarzt noch auf ein Foto von ihm mit dem mittlerweile antiquierten Reiseführer.

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Mr. Suleiman hat sein umfassendes Wissen ganz der Tradition entsprechend inzwischen an seinen Sohn weitergegeben und scheint in diesen Tagen viel Freude an den wenigen Besuchen von Touristen zu haben.

Weiter geht es für uns im Auto, vorbei an der unscheinbaren Moschee im Dorf zur Schule einer kleinen privaten Initiative, die auch durch die Einnahmen dieser Tour finanziert wird.

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Hier gibt es drei gemischte Klassen, nach Altersgruppen unterteilt. Wir besuchen jede Klasse, wo wir sehr freundlich empfangen werden und die Kinder uns Tänze, Lieder, Gedichte oder ihre Englischkenntnisse stolz präsentieren.

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Diese Kleine – ein absoluter Wirbelwind - wird vom Anfang bis zum Ende an mir kleben und mich nicht mehr loslassen 😘

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Überhaupt sind die Kinder zuckersüß, total anhänglich und haben überhaupt keine Berührungsängste.

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Die Weiterfahrt fällt uns richtig schwer. Aber Rama drängt zum Aufbruch.

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Für uns geht es weiter ziemlich an den Rand des Dorfes. Hier besuchen wir eine wahre Künstlerin in ihrem zu Hause.
Sie stellt wunderbare Korbwaren her. Solche Fingerfertigkeit sieht man bei uns zu Hause vermutlich nur noch selten.

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Aus diesen einzelnen Streifen werden Taschen, Matten, Obstkörbe und vieles mehr zusammengenäht. Es gibt die unterschiedlichsten Farben.

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Die Korbflechterin versucht mir ein einfaches Muster beizubringen aber das ist so kompliziert, dass ich ganz schnell wieder aufgebe 😵 😵 . Hier ist Konzentration und Geschick gefragt:

Bei YouTube ansehen ↗



Ich bin total begeistert und würde gerne eine kleine Tasche oder irgendetwas bei ihr kaufen. Leider arbeitet sie nur auf Bestellung für Hotels oder zum Beispiel junge Paare, die zur Hochzeit allerlei Hausrat bestellen.

Anschließend verabschieden wir uns von dem wirklich sehr sympathischen Rama und verbringen den restlichen Tag mit einem weiteren ausgedehnten Strandspaziergang. Morgen werden wir Gelegenheit haben, die Seegrasernte zu beobachten.

Fortsetzung folgt!
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2016
8’758 Beiträge · seit 201010. Nov. 2016 ·
Applegreen schrieb:
Besonders hellhörig wurde mein Nicolino als Mr. Suleiman von einer getrockneten Trompetenblüte erzählt, die man auch inhalieren kann 🤪 Eigentlich als Arznei bei Atemwegserkrankungen gedacht, führt eine Überdosierung dann zu einem extremen Rauschzustand mit wilden Träumen bis hin zu Halluzinationen erzählt Mr. Suleiman kichernd 😗
😄 Das muss am Namen liegen - mein Nico wäre da sicher auch sofort am Start 😎 !

Aber dies nur nebenbei...... auch wenn ich inzwischen so ne Art senile Strandflucht habe 🤩 wecken deine tollen Fotos mit den typischen Farben des indischen Ozeans Erinnerungen an schöne Zeiten - ich hoffe, es kommen noch ein paar 🙂
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Grüßle von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
2’085 Beiträge · seit 201210. Nov. 2016 ·
Hallo Sabine,
da habt ihr ja wahrlich alles rausgeholt, was in der begrenzten Zeit so ging - das freut mich total, dass es für euch so gut aufgegangen ist und ihr es so rundum gut erwischt habt!
Ein bisschen verantwortungslos find ich es schon, dass hier die tollsten Berichte losgingen, kurz vor oder auch während unserer Botswana-Tour - ich hätte ja wahrhaftig jetzt in den ersten Tagen sooo viel anderes zu tun, komme aber wirklich nicht so recht am Forum und am Stöbern vorbei!
Danke fürs Berichten und hoffentlich noch mehr davon in Büsnau,
liebe Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
Themenstarter1’796 Beiträge · seit 201411. Nov. 2016 ·
Champagner schrieb:
😄 Das muss am Namen liegen - mein Nico wäre da sicher auch sofort am Start 😎 !
😄 😄 - Das muss am Namen liegen 🤩 🤪
Champagner schrieb: Aber dies nur nebenbei...... auch wenn ich inzwischen so ne Art senile Strandflucht habe 🤩 wecken deine tollen Fotos mit den typischen Farben des indischen Ozeans Erinnerungen an schöne Zeiten - ich hoffe, es kommen noch ein paar 🙂
Liebe Bele,

mal schauen, ob noch ein paar Fotos nach Deinem Geschmack kommen - auf jeden Fall gibt`s noch ein paar 😎
franzicke schrieb:Hallo Sabine,
da habt ihr ja wahrlich alles rausgeholt, was in der begrenzten Zeit so ging - das freut mich total, dass es für euch so gut aufgegangen ist und ihr es so rundum gut erwischt habt!
Danke liebe Ingrid, Du bist ja nicht ganz unbeteiligt an unserer Tour 😁 😘 Danke Dir nochmals für den tollen Tipp!
franzicke schrieb: Ein bisschen verantwortungslos find ich es schon, dass hier die tollsten Berichte losgingen, kurz vor oder auch während unserer Botswana-Tour - ich hätte ja wahrhaftig jetzt in den ersten Tagen sooo viel anderes zu tun, komme aber wirklich nicht so recht am Forum und am Stöbern vorbei!
Ich wäre lieber live bei Euch dabei gewesen 😎 Wie ich ja schon gelesen habe, folgen wir in etwa Euren Spuren im nächsten Jahr 🤪
franzicke schrieb: Danke fürs Berichten und hoffentlich noch mehr davon in Büsnau,
liebe Grüße Ingrid
Sehr gerne und ich freue mich schon auf Büsnau auf Euren Bericht von Botswana - ich werde Dich wieder mal löchern 😗 Vielleicht können wir ja auch bald von Dir wieder einen schönen Bericht im Forum lesen 🙂 😗

Bis nächste Woche in Büsnau - ich freue mich schon riesig!
Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 11. Nov. 2016
Themenstarter1’796 Beiträge · seit 201411. Nov. 2016 ·
12.10.2016 – Seegrasernte und eine Segelfahrt mit Captain „Human Shark“

Wenn sich das Meer bei Ebbe über hundert Meter zurückzieht, kommen die einheimischen Frauen und kümmern sich um ihr Seegras.

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Draußen auf dem Wasser sind die Fischer bei Ihrer Arbeit zu sehen.

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Weit im Meer stehen einheimische Frauen in bunten Kleidern. Auch weit weg vom Strand reicht ihnen das Wasser nur bis zur Hüfte, denn Sansibar liegt auf einem Riff.

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Die schweren Seegras-Säcke tragen sie mit Leichtigkeit auf ihrem Kopf.

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Oder schleppen die Säcke einfach hinter sich her.

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Die Sonne ist zwischenzeitlich hoch über den Horizont gewandert und zaubert prächtige Südseefarben - türkisblaues Wasser und zuckerweisser Sandstrand.

Die Riffkante weit draußen ist meistens gut zu sehen, da sich die hohen Wellen dort brechen.

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Es empfiehlt sich, die ausgetretenen Pfade der Einheimischen zu benutzen, denn im seichten Wasser lauern nicht nur Krebse sondern auch Baby-Muränen:

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(schwer zu erkennen - aber Nico hat es als eine Muräne identifiziert)

Das Seegras wird überwiegend für die Kosmetik- und die Lebensmittelindustrie angebaut. Die mühsame Ernte verschafft den Einheimischen ein bescheidenes Einkommen.

Auch hier treffen wir auf einen Graureiher 😗

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Am Nachmittag sind Nico und ich zu einer Schnorchel- und Segeltour mit „Captain Human Shark“ verabredet. Den Captain haben wir am Strand kennengelernt – er war uns so sympathisch, dass ich für Nico und mich direkt eine Tour mit ihm gebucht habe 🙂.

Pünktlichst werden wir von ihm und seinem Freund in der Dhow abgeholt.

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Direkt beim Start merken wir schon, wie beschwerlich und anstrengend die Arbeit der Fischer mit diesen kleinen Booten sein muss. Es ist eine riesige Kraftanstrengung den Mast mit den groben Seilen nach oben zu hieven. Der Captain klettert in waghalsigen Aktionen je nach Fahrtrichtung auf den Seitenausleger um von dort aus das kleine Boot zu stabilisieren.

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Schon bald erreichen wir den ersten Platz zum Schnorcheln. Leider ist die See heute etwas unruhig und durch den aufgewirbelten feinen Sand ist da unten kaum etwas zu sehen – dennoch treffen wir ab und an auf größere und farbenfrohe Fischschwärme in den Korallenriffs am Grund.

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An einer zweiten Stelle taucht der Captain nach Seesternen, die er nach oben holt. Die Seesterne fühlen sich tatsächlich an wie Hartplastik und natürlich entlassen wir sie nach sehr kurzer Zeit wieder in ihren Lebensraum.

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Später segeln wir fast bis an die Riffkante hinaus und zurück zum Hotel immer dem langen Strand entlang.

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Ein herrlich entspannter Tag am Meer....

Fortsetzung folgt!

Morgen folgen wir dann dem Ruf der Gewürze und Geschichten aus 1001 Nacht!
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zuletzt bearbeitet 11. Nov. 2016
796 Beiträge · seit 200712. Nov. 2016 ·
Liebe Sabine,

Du bist ja richtig fleißig am Schreiben. 🙂 Nach ein paar Tagen Abwesenheit habe ich nun erstmal die tollen Fotos und Berichte von Sansibar nachgeholt. Das Mwezi Boutique Resort sah wirklich klasse aus. Ist direkt gemerkt, für den Fall, dass ich nochmals Sansibar bereise! Auf jeden Fall kamen jede Menge Erinnerungen an unseren Trip im September hoch. Die Bilder vom Meer bei Ebbe, das Gewusel in Stone Town, die traumhaften Strände,...Da möchte man direkt die Schuhe ausziehen und wieder durch den weichen Sand laufen...Träum. Schön, dass ihr so viel unternommen habt und uns daran teilhaben lasst! Wir waren nur wenige Tage dort, von daher interessant zu sehen, was es noch alles gegeben hätte. Freue mich auf mehr!

Liebe Grüße
Kristina

P.S.: Möchte auch mit meinem Reisebericht starten. Sag mal, wie geht das eigentlich mit der Sonne, wo man den Bericht beim Draufklicken dann ohne Kommentare lesen kann? Finde dazu irgendwie nichts. 🙄 Wäre super, wenn Du mir da einen Tipp geben könntest!
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
2’400 Beiträge · seit 201112. Nov. 2016 ·
Hallo Kristina,

ich bin zwar nicht Sabine, helfe Dir da aber gern weiter (schon aus Eigeninteresse, wenn Du dann einen RB schreibst 😗 ):
Wenn Du Deine Beiträge schreibst, gibt es unten eine Zeile "Reisebericht" Dieser Beitrag ist Teil eines Reiseberichts.
Häkchen setzen, fertig.

LG aus dem kalten HH,

Karsten

Edit: und das sollte ich dann auch gleich nutzen, um Sabine für ihren RB zu danken: Danke für die Fotos und Schilderungen aus meinem Sehnsuchtsland!
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
zuletzt bearbeitet 12. Nov. 2016
796 Beiträge · seit 200713. Nov. 2016 ·
Hallo Karsten,

vielen lieben Dank für Deine prompte Info. Du hast mir sehr weitergeholfen damit.

Werde mir nun auch mal Deinen Bericht von Südtansania zu Gemüte ziehen. Bin noch ganz im Afrika-Fieber und Tansania hat wirklich fasziniert.

Liebe Grüße, auch an meine alte Heimat Hamburg!
(war diese Woche noch da und ich kann bestätigen, es war wirklich kalt...Schnee und Schneeregen...Brrr)
Kristina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
Themenstarter1’796 Beiträge · seit 201413. Nov. 2016 ·
@ Kristina: schön, dass Du wieder eingestiegen bist 🙂
@ Karsten: Herzlich Willkommen und Danke für die Beantwortung von Kristina's Frage - ich war über das Wochenende mal OFF 😎

Es geht auch gleich weiter!

Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
Themenstarter1’796 Beiträge · seit 201413. Nov. 2016 ·
13.10.2016 Sansibar Spice Tour – den Gewürzen auf der Spur

Die Insel Sansibar ist auch unter dem Namen „Gewürzinsel“ bekannt und daher war die sogenannte „Spice-Tour“ für uns ein absolutes Muss. Auch wenn der Tourismus für Sansibar die Haupteinnahmequelle ist, so spielen Gewürze nach wie vor eine sehr große Rolle.

Nach dem Frühstück werden wir von unserem Fahrer abgeholt und es geht zunächst in die grobe Richtung Sansibar Stadt. Irgendwann direkt an der Landstraße gelegen biegen wir rechts ab auf die Anlage der JAMBO-Spice Farm.

Wir sind zunächst etwas erstaunt, dass wir nicht auf einer richtigen Plantage landen 🤨. Hier werden wir direkt von unserem etwas Deutsch sprechenden Guide nebst Assistenten erwartet.

Unser Führer erklärt uns, dass dies nur quasi der „Show-Room“ der eigentlichen Plantage ist und wir werden in den nächsten Stunden erfahren, auf welch kleinem Raum eine große Anzahl von Früchten und Gewürzen zu finden ist. Bei der etwa 2-stündigen Tour durch die Spice Farm lernen wir viele Früchte und Gewürze kennen und lernen wie sie angebaut werden bzw. wachsen.

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Wir bestaunen Pfeffer, Vanille, Zimt, Nelken, Ingwer, Safran, Muskat, Kakao, Kaffee, Kardamon und vieles mehr.

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Wo und wie der Pfeffer wächst, haben wir so noch nie gesehen. Er wächst am Baum und lebt mit ihm in einer einvernehmlichen Symbiose. Schwarze, grüne oder rote Pfefferkörner stammen alle von einer einzigen Pflanze und unterscheiden sich lediglich durch die Reife.

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Wusstet Ihr, dass die Nelken auf der Insel als „King Of The Spices“ gelten und die Ananas nicht auf einem Baum wächst?

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Interessant ist auch die „Lippenstift-Frucht“, die tatsächlich für die Herstellung dieser Kosmetik Verwendung findet.

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Überall werden die Blüten oder Früchte abgepflückt und wir Damen werden mit Kettchen und Körbchen aus geflochtenen Palmblättern für die Aufbewahrung des Ernteguts beschenkt.

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Zwischendurch dürfen wir immer wieder schnuppern oder auch verkosten.

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Auch hier sehen wir wieder, wie die Kokosnuss verarbeitet wird und die Produkte, zum Beispiel Körpercremes in verschiedenen Duftrichtungen aus unterschiedlichen Kräutern, können käuflich erworben werden. Natürlich werden hier auch alle Gewürze zum Kauf angeboten - allerdings sind diese in Stone Town auf dem Markt wesentlich günstiger 😉

Wir lernen den Sansibar-Apfel kennen und sehen wo die Sternfrucht wächst - sie wird extra vom Baum gepflückt und schmeckt köstlich erfrischend:

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Gegen Ende der Tour dürfen wir noch alle Produkte, die hier angebaut werden verkosten. Manches schmeckt köstlich – manches wiederum ist etwas gewöhnungsbedürftig 😛.

Der junge Mann in roter Kriegsbemalung hat während der Tour fleißig Palmblätter gesammelt und beschenkt zum Abschied jeden von uns mit einer Krone. The Kings and Queens of Sansibar 😉

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Und zu guter Letzt steigt noch ein Palmenkletterer hoch hinauf, um mit lautem Trällern des Lieds „Jambo Bwana“ eine Kokosnuss für jeden von uns vom Baum zu holen.

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Die „Spice-Tour“ gehört sicherlich zu den touristischsten Standard-Ausflügen auf der Insel. Dies war auch die erste Aktivität dieser Reise auf der wir ausnahmsweise nicht alleine waren 😎 Es waren noch geschätzte 6 weitere Besucher anwesend 🤨 Dennoch fanden wir den kurzen Exkurs in die Welt der Gewürze sehr interessant!

Fortsetzung folgt!

Den Nachmittag verbringen wir in Stone Town mit Geschichten aus 1001 Nacht.
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2016
796 Beiträge · seit 200714. Nov. 2016 ·
Liebe Sabine,

besten Dank für den interessanten Einblick in die Spice-Tour (die wir leider aus Zeitgründen dieses Jahr nicht geschafft haben.)
Nun bedauere ich das ja schon etwas. Natürlich auch wegen der tollen geflochtenen Handtasche am Ende. 😄
Aber man hat wie so oft die Qual der Wahl bei den begrenzten Urlaubstagen.

Guten Start in die neue Woche und liebe Grüße
Kristina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 14. Nov. 2016
Themenstarter1’796 Beiträge · seit 201415. Nov. 2016 ·
13.10.2016 Stone Town - Geschichten aus 1001 Nacht

Für uns steht nun Stone Town als weiteres „Must See“ steht auf dem Programm. Unser Fahrer sammelt uns ein und es geht weiter in das geschäftige Treiben von Sansibar Stadt. Hier ist wieder was los 🤩!

Während der Fahrt fragt unser Fahrer nach, ob wir gerne mit einem deutschsprachigen Guide die Führung durch die Altstadt machen möchten – eine zunächst gute Idee – da versteht die Oma wenigstens auch ohne unsere Übersetzung 🙂. Allerdings wird sich später herausstellen, dass der Guide ziemlich bocklos mit uns durch die Stadt laufen wird 😈 😈 😈 🤢

Der bekannteste Stadtteil der Hauptstadt der Insel ist das historische Stonetown, das seit dem Jahr 2000 UNESCO-Weltkulturerbe ist. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert galt Sansibar unter der Herrschaft des Sultans von Oman als größter Umschlagplatz für Sklavenhandel, Elfenbeinverkauf sowie dem Export von Nelken.

Irgendwo inmitten des Gewusels werden wir ausgeladen und unser einheimischer Guide für den Rundgang durch Stone Town erwartet uns schon.

Zunächst gibt es von unserem Guide die ganz klare Ansage, dass ungefragtes Fotografieren von Menschen unbedingt zu vermeiden ist, da es in diesem Zusammenhang wohl schon zu tätlichen Angriffen gekommen ist. Fotografiert werden dürfte nur das weitläufige Geschehen. Daran werde ich mich auch halten - so gut es eben geht – manchmal lässt sich beim besten Willen nicht vermeiden, eine Person mit abzulichten 🤨. Ich werde später einen Händler fragen, ob ich sein Gemüse fotografieren darf und schroff abgewiesen werden. Das scheint hier tatsächlich ein eher heikles Thema zu sein 😗 😣

Zielsicher steuert unser Guide zunächst die Markthallen mit den Abteilungen Fisch und Fleisch an.

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Weiter geht es in die Freiluft-Gemüseabteilung und zu den Hühnern in einer dunklen und stickigen Halle – tot oder lebendig, gerupft und ungerupft 😮

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Weiter geht es nun durch enge Gassen und vorbei an mehr oder weniger morbiden Gebäuden. Ständig müssen wir Mopeds ausweichen, die durch die Gassen düsen. Überwiegend sind hier Einheimische anzutreffen - Touristen sind eher selten zu sehen.

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Auffällig und berühmt sind die aufwändig gearbeiteten und überwiegend noch original erhaltenen Türen.
Die riesigen Holztüren sind ein schmückender Blickfang. Je nach Herkunft sind diese eher indisch oder arabisch geprägt. Die indischen Türen bilden am oberen Ende einen Halbkreis. Die arabischen Türen sind am oberen Ende rechtwinklig.

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Viele der Häuser bestehen aus Korallenstein, ein sehr fragiles Baumaterial. Das könnte auch die Erklärung sein, warum viele der Häuser heute in einem doch sehr morbiden Zustand sind.

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Unser erster Stopp ist das Zanzibar Coffee House – ein Treffpunkt der ausländischen Touristen – allerdings haben wir hier köstlich leckeres Gebäck und einen hervorragenden Kaffee genossen 🙂

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Die wilden Stromleitungskonstruktionen machen keinen wirklich zuverlässigen Eindruck 😗

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In den vergangenen Jahren sollen angeblich zahlreiche Renovierungen an den zum Teil sehr stark verfallenen Gebäuden vorgenommen worden sein. Teils wurden einige Gebäude und überwiegend Hotels bereits saniert, die meisten allerdings sind wohl in absehbarer Zeit eher dem Verfall geweiht.

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Überall in den Gassen gibt es versteckte kleine Läden – hier hat Nico eine kleine Holzschatulle erstanden.

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Bald erreichen wir den alten Hammam des Sultans, den wir für 1 Dollar Eintritt besichtigen können. Mehr ist der Besuch auch nicht wert – auch hier wird wenig bis gar nichts für den Erhalt getan 😣

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Natürlich sind auch an jeder Ecke Moscheen zu finden, die meisten sind klein und eher unscheinbar - da sticht diese hier natürlich heraus.

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Immer wieder sind die prachtvollen Türen zu finden – und dieser Geschäftsmann schließt die wirklich ausnehmend schön und aufwändig gearbeitet Tür bereitwillig und ungefragt für ein Foto 😘

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Schon bald erreichen wir „Jaws Corner“. Der kleine Platz an dem sich zwei Altstadtgassen kreuzen ist DER Versammlungsplatz der Einheimischen – für ein ruhiges Brettspiel oder eine angeregte Diskussion. Die Männer sitzen auf den hohen Stufen um den Platz, schlürfen Kaffee und tauschen Nachrichten aus. Am liebsten diskutieren sie wohl über Politik.

Das hier ist nämlich der Treffpunkt der Opposition CUF, was an den vielen Fahnen und Plakaten unschwer zu erkennen ist. Die Mitte des Platzes markiert eine Palme an der ein altes Telefon hängt. Ein Plakat offeriert: 'make free international calls please' 😄

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In der Nähe der Altstadt befindet sich der Hafen der Stadt, von dem aus Fähren auf das Festland verkehren und eine interessante Bar auf dem Wasser zu finden ist.

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Hier befindet sich auch der ehemalige Palast, das sogenannte „House of Wonders“.

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Der berühmte Palast wurde 1883 als „Zeremoniepalast“ des Sultans Barghash bin Said fertig gestellt. Es war das erste Gebäude in ganz Ostafrika mit Elektrizität und fließendem Wasser in Stahlrohren - daher der Name „House of Wonders“. Der Palast wird angeblich seit Jahren renoviert und ist daher geschlossen. Doch unser Guide und auch wir bezweifeln, dass hier überhaupt irgendetwas gearbeitet wird 😮 😵. Vermutlich werden sich die Türen für die Öffentlichkeit gar nicht mehr öffnen 😣.

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Weiter geht es für uns in das Arabische Fort direkt hinter den Forodhani Gardens. Hier tummeln sich zahlreiche Touristengruppen und kleinere Stände mit Souvenirs sind zu finden. Einige Damen bieten Henna-Bemalungen oder das Flechten von Rastas an.

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Das Fort wurde in den Jahren 1698-1701 errichtet. Im Lauf der Jahrhunderte änderte es häufig seine Bestimmung und wurde als Gefängnis, Marktplatz und sogar als Tennisplatz genutzt 🤩.

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Natürlich kommen wir auch am Freddy Mercury Haus vorbei.

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In dieser Ecke der Stadt scheinen die Häuser teilweise besser erhalten und zum Teil schon renoviert.

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So und eigentlichen wollen wir unbedingt noch zu dem Sklavendenkmal, doch unserer Guide scheint dazu trotz mehrmaliger Nachfrage irgendwie keine Lust zu haben 😈 😈 – angeblich wäre es zu weit für meine Mutter zu laufen 😵.

Wir finden das sehr schade – besser gesagt ärgerlich- aber es ist heute tatsächlich ziemlich heiß und die Oma ist doch recht froh, kurz darauf wieder im kühlen Auto Richtung Jambiani zu sitzen. Daher verzichte ich auch auf eine Diskussion.

Von Stown Town sind wir ehrlich gesagt alle ein wenig enttäuscht – vielleicht hatten wir zu große Erwartungen – vielleicht kann man aber den Charme und die Mythen von 1001 Nacht eher in einem mehrtätigen Aufenthalt in der Altstadt mit Übernachtung einfangen 😕?! Vielleicht hatten wir einfach auch nur den falschen Guide 😠 ?!

Für uns geht es nun also vorbei an den alten Plattenbauten, die in den 70er Jahren mit Hilfe der DDR erbaut wurden, wieder Richtung der Landstraße und nach gut einer Stunde sind wir wieder zurück in unserem Resort.

Dort angekommen reihen wir die hübschen Handarbeiten von der Spice Tour für ein Erinnerungsfoto auf. Nach Hause mitnehmen können wir sie ja leider nicht 🙁

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14.10.- 16.10.2016 Chillen

Die restlichen Tage verbringen wir gemütlich spazierend, schwimmend oder chillend am Strand, zum Lunch gehen wir zur Abwechslung in das benachbarte „Sharazād Boutique Hotel“. Das „Sharazād“ ist auch ein erst kürzlich eröffnetes kleines aber feines Hotel und Restaurant, das insgesamt einen hervorragenden Eindruck macht. Man speist quasi direkt am Meer und die Gerichte waren allesamt vorzüglich.

Ganz unspektakulär und im Kreise meiner Lieben feiern wir ohne großes Aufsehen meinen runden Geburtstag und an unserem letzten Abend zaubert der Vollmond noch eine ganz besondere Stimmung!

Auf dieser Seite der Insel kann man nämlich zwar keinen Sonnenuntergang erleben, dafür aber den Mond aufgehen sehen!

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Und nun sind wir auch am Ende unserer 3-Generationen-Reise angelangt. Am nächsten Tag geht es für uns bedauerlicherweise schon wieder nach Hause!

Der Rückflug verläuft unspektakulär und ohne besondere Vorkommnisse. Der Kilimanjaro zeigt sich uns kurz nach dem Start dann doch noch wolkenlos – ein schöner Gruß zum Abschied von Tansania 😎

Kwa heri Tansania – wir kommen eines Tages ganz sicher wieder!

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Liebe Mitfahrer,

das war sie nun, unsere 3-Generationen-Familienreise nach Tansania und Sansibar!

Für mich persönlich war es ein ganz besonderes Highlight, nach gut 2 Jahrzehnten endlich wieder einmal Ostafrika bereisen zu können – habe ich mich doch damals anlässlich mehrerer Aufenthalte in Kenya unheilbar mit dem Afrika-Virus infiziert.

Wir folgten dem Ruf der dichten Wälder, tiefen Krater und endlosen Savannen bis zu den weißen Stränden und dem Rauschen des Indischen Ozeans!

Tansania, ein Land der Extreme – vom grünen Garten Eden bis hin zum ewigen Eis des Kilimanjaro – ein Land der Savannen und Lavawüsten, Berge und Vulkanlandschaften, Regenwälder und tropischer Strände. Selten haben wir die Tierwelt so artenreich, entspannt und nah erleben können!

Auch wenn wir auf dieser Reise in der Kürze der Zeit sicherlich nur einen kleinen Einblick in dieses faszinierende Land gewinnen konnten, haben wir wieder einmal unendlich viele wunderschöne, eindrucksvolle und einzigartige Eindrücke mit nach Hause genommen.

Wir haben es nun zum zweiten Mal als ein ganz besonderes Privileg empfunden, mit unseren 3-Generationen ein weiteres Mal Richtung Afrika reisen zu können und auch diese Reise wird uns unvergesslich in Erinnerung bleiben und war in vielerlei Hinsicht ein großartiges Geschenk 🙂

Für meinen Mann und mich beginnt nun die Vorfreude auf unsere nächste Afrika-Reise 🙂 Für uns sind es gleich zwei Premieren: Botswana und zumindest zeitweise als Camper 🤩 - von der ich gerne im nächsten Jahr wieder berichten werde.

Aber vorher werde ich noch meine beste Freundin auf einen Mini-Kurztrip nach Südafrika entführen 🤪

Ein großes Dankeschön an alle, die mit uns gereist sind, ob still und leise oder als "Danke-Button-Drücker" und für die netten Kommentare 🙂 😘!

Ich wünsche Euch allen viel Freude bei Euren zukünftigen Reisen und Planungen - wohin auch immer sie Euch führen werden!

Bis zum nächsten Mal grüßt Euch ganz herzlich

Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2016
6’387 Beiträge · seit 201115. Nov. 2016 ·
Hoi Sabine

Vielen Dank für Deinen tollen Reisebericht, habs sehr genossen und es sind viele Erinnerungen hochgekommen.
Teilweise haben wir in Stonetown genau dasselbe fotografiert, schon lustig! 🤩
Applegreen schrieb:Je nach Herkunft sind diese eher indisch oder arabisch geprägt. Die indischen Türen bilden am oberen Ende einen Halbkreis. Die arabischen Türen sind am oberen Ende rechtwinklig.
Da hat Euch Euer Guide nicht dasselbe erzählt wie uns unser ebenfalls etwas deutsch sprechender Guide...unter anderem sind gemäss unserem Guide die Dornen auf den Türen ein Überbleibsel aus Indien. Ursprünglich war ihr Zweck die Elefanten davon abzuhalten die Türen einzudrücken. So zumindest sagte es unser Guide, genauer komm ich dann in meinem Bericht darauf zu schreiben. 😉
Applegreen schrieb:Immer wieder sind die prachtvollen Türen zu finden – und dieser Geschäftsmann schließt die wirklich ausnehmend schön und aufwändig gearbeitet Tür bereitwillig und ungefragt für ein Foto 😘
😁 Ja, so einen haben wir auch erlebt, echt nett so was! Und ein Trinkgeld wollte er auch nicht... 😁
Applegreen schrieb:Es war das erste Gebäude in ganz Ostafrika mit Elektrizität und fließendem Wasser in Stahlrohren - daher der Name „House of Wonders“.
...und einem elektrischen Lift...so zumindest unser Guide... 😛
Applegreen schrieb:So und eigentlichen wollen wir unbedingt noch zu dem Sklavendenkmal, doch unserer Guide scheint dazu trotz mehrmaliger Nachfrage irgendwie keine Lust zu haben 😈 😈 – angeblich wäre es zu weit für meine Mutter zu laufen 😵.
Wenn ich mir Eure Fotos so ansehe dann seid Ihr unweit davon durchgelaufen...der hatte wohl einfach keine Lust, da es doch so einige Zeit dauert.
Applegreen schrieb:Vielleicht hatten wir einfach auch nur den falschen Guide 😠 ?!
Das habt Ihr wohl...mein Beileid!
Aber das ist ja ein Grund wieder nach Zanzibar zu reisen, odrr? 🙂
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2016