27. August 2015 – Ein ruhiger Nachmittag im und um das Mowani Mountain CampNach diesem atemberaubenden Erlebnis machen wir uns auch bald auf die Rückfahrt – wobei wir nach ganz kurzer Zeit noch diesen Bonuselefanten erleben dürfen - ein einsamer großer Bulle, der zuerst in weiter Ferne über die Ebene zieht. Unser Guide versucht ihn zu „erwischen“, schade, ich hätte ihn gerne als kleinen Punkt fotografiert – ich finde es beeindruckend, wie er da so ganz alleine seines Weges zieht – aber bei dem Gerüttel und der entsprechenden Geschwindigkeit ist Knpisen unmöglich. So nah ist er aber auch recht imposant! 🙂


Unterwegs liegt noch ein Rock Monitor am Straßenrand, nimmt aber schnell Reißaus.

Zurück in der Lodge gibt es – nachdem wir uns entstaubt haben – schon Mittagessen vor schöner Kulisse

Nun liegt ein freier Nachmittag vor uns - was für ein Luxus auf solch einer Reise 🙂 ! Das Wetter könnte man inzwischen fast schon schön nennen, auf jeden Fall ist es warm und immerhin so sonnig, dass Tiere und Menschen Schatten werfen (man wird ja bescheiden..... 😊 ).
Irmela klinkt sich für den Rest des Tages aus, um ihren von der Fahrt schon arg strapazierten Rücken zu pflegen. Renate klettert schnell mal eben auf den Gegenhang, um das restliche Elefanten-Adrenalin abzuarbeiten 😗 .

Danach sammeln wie verschiedene Arten von .....na ja.... solchen Dingern halt, die da immer auf den Steinen rumhuschen 🤨 (Ihr dürft gerne bei der Bestimmung mithelfen – ich hab leider kein Büchle dazu). Das eine ist eine Felsenagame (glaube ich)

aber wie die anderen heißen weiß ich definitiv nicht.

Vor allem diese glänzende, recht große, vor mir flüchtende Kreatur sagt mir gar nichts.... 😕

Den kenn ich vom Sehen (aus vielen Berichten) – Name?

Egal wie er heißt, die Tarnung wäre perfekt – wenn da nicht der Kopf wäre 😎 .

Bei ihm hier klappt die Tarnung besser: ein Pearl-Spotted Owlet – Perlkauz.


Ich war echt verwirrt und wusste nicht so recht wie herum er da sitzt und wo vorne und hinten ist. Die Erklärung: der Perlkauz trägt eine sogenannte Schrecktracht – er hat falsche Augen auf dem Hinterkopf (im Sasol wird er sogar extra mit seinen “false eyes“ abgebildet) und vermittelt seinen Feinden dadurch, dass er sie auf jeden Fall sieht – egal von wo aus sie angreifen.
Renate (!!!) – in Zukunft weißt du wovon du redest, wenn du deinen Schülern erzählst, dass du auch am Hinterkopf Augen hast und deshalb ALLES siehst, auch das, was hinter deinem Rücken geschieht (
das sagt sie wirklich – ich bin Zeugin 😗 ): du trägst dann gerade deine Schrecktracht 🤩 😛 !!!!
Ja, und als ich dann so zu meinem Chalet gehe, um mich für unseren geplanten Spaziergang zu den Campsites fertig zu machen denke ich noch: nach so vielen großen Elefanten wäre jetzt mal die kleine Verwandtschaft dran - und kaum zu glauben – da sitzt tatsächlich ein Klippschliefer in der Nähe meiner Terrasse! Wie nett!! (Wer sieht ihn??)




Er lässt sich eine Weile von mir beobachten, aber dann wird ihm das beiderseitige Anstarren zu viel und er versucht sich unauffällig aus dem Staub zu machen.... allerdings ist beim Abgang in der B-Note noch Luft nach oben! Ups..... 😮


Dafür sitzt er um so eleganter 😉 kurze Zeit später wieder in meiner Nähe!

Gegen 15 Uhr begeben Renate und ich uns dann „hinab“ zu den Campern.... 😎 wir wissen, dass JuRo’s heute ankommen, haben aber keine Ahnung wann.
Und als wir gerade zum Gate kommen, stehen sie dort zum Einchecken!. Perfektes Timing! Wir besuchen sie noch auf ihrer Site, tauschen ein paar Erlebnisse der letzten Tage aus und schauen uns alles genau an (Renate murmelt irgendwas von „
bei solchen Campingplätzen könnt ich mir das fast auch vorstellen....“) Dann lassen wir sie aber in Ruhe, damit sie aufbauen und auspacken können (mir wolled ja ned beim Schaffa zugugga müssa 😗 ).
JuRo schrieb: in ihrem Reisebericht:
Etwas skeptisch bin ich schon, hatte ich doch schon häufiger gelesen, dass man hier nicht so camperfreundlich sei. Am Gate werden wir - wie eigentlich überall - sehr nett begrüßt und darüberhinaus haben wir mit der Lodge auch nichts mehr zu tun (außer dass 2 Lodgegäste uns auf der Campsite besuchen).
Champagner schrieb: 🤩 Huch, Jutta, durften die das denn überhaupt??? Hoffentlich waren sie nicht zu versnobt 😎 😄 .....!
JuRo schrieb: @Bele: Ob die das durften? Hm, keine Ahnung, aber ein Verbot hätte sie wahrscheinlich eher noch ermuntert. Es gibt ja Leute, die dann durchaus trotzig werden können .
Versnobt waren sie eher nicht, aber wahrscheinlich haben sie sich darüber gefreut, dass sie wieder zurück auf ihre Lodge gehen konnten. Wobei... so ein bisschen abenteuerlustig waren die zwei schon, vielleicht sieht man sie irgendwann auch mal mit Dachzelt.
Anschließend genießen wir noch die tolle Landschaft






Und wenn uns auf unserer folgenden Pirsch jemand beobachten würde, könnte er sich ein Lachen vermutlich nicht verkneifen ...uns geht es ja nicht anders!
Wie zwei Hobby-Indianerinnen schleichen wir uns jeweils ein paar Meter weiter an das Objekt der Begierde heran, machen beide einen „Sicherungsschuss“, bestätigen uns den Erfolg gegenseitig wahlweise per Blickkontakt, Kopfnicken oder gaaaanz leisem Flüstern und weiter geht’s ganz leise....(wenn da nicht das Kichern wäre.... 🤪 )
Bei dem Augurbussard ist der Erfolg daher auch noch mäßig – er fliegt sehr schnell davon, deshalb nur ein Beweisfoto, da neu auf meiner Liste.

Dann meint aber Renate plötzlich: "
Du, da sitzt äbbes im Baum, des sieht aus wie so ein Klippdingens“. Häää – was meint sie???? Die leben doch auf Felsen.... 😐 Aber Klein Adlerauge hat richtig gesehen: der lässt sich die feinen Blättchen schmecken:

Und da unsere Pirschtechnik nun schon etwas ausgereifter ist, kommen wir zu unserer großen Freude nach und nach recht nahe an die Rock-Dassie-Familie heran.
So, jetzt will auch endlich mal ein Klo-Bild posten!!

Keine Ahnung, wie die an einem solch steilen Felsen „kleben“ können - die Füßchen sehen nicht so aus, als ob sie Saugnäpfe hätten....






Wow - das hat richtig Spaß gemacht und ein weiterer Wunsch – nämlich Klippschliefer ausgiebig beobachten und fotografieren zu können – ist heute in Erfüllung gegangen! Was für ein Tag!!!
So zufrieden lächeln auch Renate und ich nach unserer Nachmittagspirsch 🙂 :

Selbst die abendliche Aus- und Fernsicht (von Sonnenuntergang will ich nicht sprechen – das wäre doch etwas zu hoch gegriffen...zumal wieder Wolken vor die Sonne ziehen) ist schon wesentlich ansehnlicher als gestern.


Nach einem weiteren opulenten Mahl, bei dem wir erstaunt beobachten, wie viele Familien mit Kindern, z.T. sogar mit Driverguide, sich eine solche Unterkunft leisten können und/oder wollen, geht es wieder schnell ins Bettchen, wo die Wärmflasche auf uns wartet!
