Die Tinochikas! Hier parkste richtig.

Reisebericht 238 Antworten · 24,4k Aufrufe · gestartet 10. Jan. 2024 von Tinochika
Themenstarter1’653 Beiträge · seit 201405. Apr. 2024 ·
freshy schrieb:
G'schwind hab ich Schnappatmung bekommen! Fühlt euch ganz fest gedrückt, denn auf eure Fotos würde ich künftig nicht gerne verzichten wollen. Aber toll, dass ihr fürs Forum die Gelegenheit genutzt habt, uns am Schlangenfangen teilhaben zu lassen. Nun ist klar, woher euer Bericht seinen Titel hat.
Hallo Gertraude,

ja, wir hören dich jetzt noch nach Luft ringen.
In so eine Situation möchten wir nie wieder kommen und wenn wir durch unsere Schlangenbegegnung manch Anderen davor warnen können, hat es auch was Gutes.

bayern schorsch schrieb:
Ihr wisst, dass Ihr ein unglaubliches Glück mit Eueren Tiersichtungen habt. Das ist sensationell, was Ihr alles vor die Linse bekommt.
Hallo Claus,

und viel Geduld gehört auch noch dazu. 
Und wir waren eigentlich der Meinung, dass auch in den Wildernesscamps  bestimmt ein gewisser Vorrat an Gegenserum bei Schlangenbissen vorhanden ist. Das ist anscheinend nicht der Fall, oder wie seht Ihr das?
Das sehen wir genauso. Wir können uns nicht vorstellen, dass es irgendwo im Park Schlangenserum gelagert wird. Selbst wenn dann höchsten in Twe Rivieren auf der Krankenstation. Es ist aber fraglich, ob das Gegengift dann rechtzeitig in ein entfernt liegendes Camp gelangen kann. Außerdem müsste es dann auch noch von medizinischem Fachpersonal verabreicht werden. Macht man hier etwas falsch, ist die Gefahr zu groß, vom Serum zusätzlich geschädigt zu werden.
In ganz Afrika mangelt es an Schlangenserum. Die Herstellung und Lagerung sind teuer und die Pharmakonzerne sehen darin anscheinend keinen Gewinn. Meistens trifft es dann die arme Bevölkerung und die, die auf den Feldern mit nackten Füßen und ungeschützt arbeiten müssen.
Jacques hat uns nämlich erzählt, dass die meisten Besucher von Urikaruus das Honeymoon Chalet gar nicht unbedingt bevorzugen, da Küche und Schlafen alles in einem Raum stattfindet.
Uns persönlich gefällt das Chalet aber dennoch oder gerade wegen seiner Ausstattung und weil sich alles auf einer Ebene befindet. Die Küche ist im Eingangsbereich und stört daher überhaupt nicht. Das Bad ist mit einer Tür abgegrenzt. Wir finden diese Aufteilung toll. Im Hooneymooner hier genießt man die größte Privatsphäre. Der große und geräumige Balkon ist einfach nur klasse und von den anderen Chalets nicht einsehbar.

Das einzige Manko ist allerdings die Lage. Das Chalet liegt am weitesten vom Wasserloch entfernt und von hier aus lassen sich Leoparden und Co. nicht optimal fotografieren. Für Fotografie-Begeisterte wie uns allerdings ein sehr wichtiges Kriterium. Wenn wir die Wahl hätten, würden wir uns daher immer für ein normales Chalet, möglichst Nummer 1 oder 2 entscheiden.

sphinx schrieb:
Eure anderen Tierfotos genieße ich dagegen in vollen Zügen. Euer Sichtungsglück ist ja fast schon legendär.
Hallo Elisabeth,

danke für dein Kompliment. Es kommen noch einige Fotos, die dich in deinen Träumen begleiten werden.

casimodo schrieb:
da Ihr uns diese Geschichte schon vorher erzählt hattet, sind wir selbst im KTP vorsichtiger als sonst gewesen. Gerade deswegen noch einmal Danke für Eure Schilderungen. SO etwas ist wichtig, um seine Sinne weiterhin zu schärfen.
Hallo Carsten,

man wird nach vielen Reisen immer etwas unvorsichtiger. Solche Erlebnisse mahnen einen aber immer wieder achtsam zu sein. Wenn alles gut ausgeht, so wie jetzt bei uns, ist es  vielleicht sogar richtig, einmal wachgerüttelt zu werden.

Wenn wir im Oktober nach Namibia fahren, werden wir wieder unsere Wanderschuhe mitnehmen, um wenigstens vor Skorpionen geschützt zu sein. Bei der Jagd nach Vögeln auf dem Lodge Gelände, oder Spaziergängen werden wir nicht mehr wie in den letzten Jahren nur mit Flip-Flops herumlaufen.

CuF schrieb: 
Meine Güte, da habt Ihr aber Glück gehabt! Hartwig, Du bist ein zweifacher Glückspilz mit dieser vorausschauenden, umsichtigen Frau!!!
Hallo Friederike,

wie Recht du hast. Umsichtig ist sie eigentlich immer, Nachsichtig dagegen nicht immer 🙂


Enilorac65 schrieb:
Puh, was für ein Erlebnis! Zum Glück ist alles gut gegangen.
Manchmal vergisst man schon, wie gefährlich das Leben im Busch sein kann
Hallo Caroline,

das stimmt und jetzt im Nachhinein wird einem das alles erst einmal richtig bewusst.
Dass ein Biss dieser Schlange tödlich geendet hätte, macht schon nachdenklich. Ich hätte schon gehofft, dass ein Gegengift organisierbar wäre…
Wir stehen mit einem Südafrikaner im engen Kontakt. Er ist sehr oft mit seiner Frau im KTP. Laut seiner Aussage wird kein Gegenmittel im Park gelagert. Es gäbe nur in Twee Rivieren eine Krankenstation. Die Leute seien allerdings drauf ausgebildet die betroffenen Gliedmaßen richtig abzubinden bzw. zu bandagieren. Das funktioniert allerdings nur beim Biss von Vipern wie der Puffotter. Dieses wirkt langsamer und greift das Gewebe an. Bei Kobra Bissen hilft abbinden nicht, das es ist ein schnell wirkendes Nervengift ist. Ob die Camp Manager der Wilderness Camps medizinische Grundkenntnisse haben wissen wir nicht. Ebenso ist es uns nicht bekannt ob man dafür im über 100 Kilometer entfernten Krankenhaus in Askem dafür gerüstet ist. Vorausgesetzt man überlebt den Transport dahin.


Liebe Grüße
Ingrid und Hartwig
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zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2024
2’168 Beiträge · seit 200905. Apr. 2024 ·
Hallo Tinochikas,
Auch ich bin begeistert auf eurer Reise dabei und bewundere eure tollen Fotos!
Vielen Dank fuer's teilen!

Zum Thema Puffotter habe ich einen kurzen Tatsachenbericht.
Ein Bekannter von uns, ein regelmaessiger Besucher des KTP, verbrachte einige Zeit camping mit Freunden in der Mabuasehube Gegend. Zu Mittag war ein Braai geplant in einem anderen Camp oder Picnicspot, das Feuerholz wurde dort deponiert waehrend sie noch auf einen kurzen Game drive gingen. Dann wurde angefeuert, unser Kollege sass im Stuhl und griff nach einem Holzscheit - und wurde von einer Puffotter in den Zeigefinger gebissen. Da gibts nur eins: klaren Kopf behalten und schnell handeln. Ins Auto verfrachtet und los ins naechste Krankenhaus. Nachricht nach Nossob geschickt, sie sollen die Tankstelle offen halten. Nachricht nach Tweerivieren, das Gate muss bemannt sein bis sie durch sind. Hat alles gut geklappt, obwohl das zu Covid Zeiten war, und der Grenzuebergang Tweerivieren war geschlossen (sie waren ja auf der Botswana Seite, und von Botswana her in den Park gefahren). Das kuemmerte in diesem Fall niemanden. Weiter ins Krankenhaus in Upington. Dort wurde er mit einer Riesenmenge Antibiotics vollgepumpt. (kein Antivenom wurde verabreicht) Die ganze Fahrt hatte vom Biss bis zum Krankenhaus in Upington 12 Stunden gedauert.
To cut a long story short: nach einem Tag im Krankenhaus fuhren sie wieder nach Mabua, Frau und Campingtrailer abholen, und von dort dann sofort nachhause, wo er dann nochmals zwei Wochen in Petoria im Spital verbrachte. Der Zeigefinger musste aber amputiert werden...

Also, nicht nur schauen wo man hintritt, sondern auch nicht einfach achtlos zum Holz greifen - the Puffy in the woodpile findet man sehr regelmaessig! (und nicht nur Puffies!)

Sorry, ich wollte euren tollen Reisebericht nicht hi-jacken, aber da scheint doch ein gewisses Interesse / Respekt / Angst zu herrschen. Und obwohl nicht oft, kommt es eben doch vor dass jemand gebissen wird. Uebrigens enden weniger als 10% der Puffotterbisse toedlich.

Liebe Gruesse, und allen weiterhin tolle Sichtungen - auf Distanz!
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
Themenstarter1’653 Beiträge · seit 201406. Apr. 2024 ·
maddy schrieb:
Sorry, ich wollte euren tollen Reisebericht nicht hi-jacken, aber da scheint doch ein gewisses Interesse / Respekt / Angst zu herrschen.
Hallo Maddy,

nein, diesen Gedanken haben wir auf keinen Fall. Es freut uns, dass du mit deinem Beitrag den Bericht bereicherst.

Noch eine kleine Ergänzung zum Puffotter Biss:

Wir haben vor einigen Jahren den Lodge Besitzer bzw. Manager der Ohange Lodge kennengelernt. 

Eine Schlange hatte sich unter seinem Bett verborgen. In der Nacht hatte er im Schlaf einen Arm aus dem Bett baumeln lassen. Die Schlange vermutete wahrscheinlich eine Beute und hatte ihm in den Finger gebissen.
Auch er hat überlebt und berichtete von großen Schmerzen. Ihm musste auch ein Finger amputiert werden.

Anscheinend ist ein Biss in den Finger nicht unbedingt lebensgefährlich und einfacher zu behandeln. In den Fingern laufen nur kleine Blutgefäße.
Im Gegensatz dazu ist ein Biss ins Bein oder in die Wade wahrscheinlich viel gefährlicher, denn dort verlaufen große Adern und Venen. Das Gift gelangt so schneller in den Körper und es werden sicher viele innere Organe beschädigt.
Sicher kommt es auch auf die ausgestoßene Giftmenge an, die beim Biss freigesetzt wird. Es können 130 mg bis 200 mg Gift abgegeben werden. Die mittlere tödliche Dosis für einen Erwachsenen liegt bei ca. 30 mg. Das Gift einer ausgewachsenen Puffotter würde also ausreichen, mindestens vier Menschen zu töten.

Eine Todesrate von unter 10 % ist vielleicht nur auf die Personen zurückzuführen, die sachgemäß und relativ schnell behandelt wurden, oder die, welche nur wenig Gift abbekommen haben. Wir vermuten eine wesentlich höhere Dunkelziffer.

Liebe Grüße
Ingrid und Hartwig
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zuletzt bearbeitet 06. Apr. 2024
Themenstarter1’653 Beiträge · seit 201406. Apr. 2024 ·
18.11.23

lazy day

Bevor wir zum Sonnenaufgang das Camp um 05:30 Uhr verlassen, geht Hartwig mit der Taschenlampe zum Carport und leuchtet den Boden ab.
Hoffentlich hat Eric die Puffotter weit genug weggebracht.
Wir befürchten, dass sie wieder zu ihrem alten Platz zurückkommen könnte.
Auf jeden Fall halten wir die Augen offen. Die Unbeschwertheit, die wir bis zu dem gestrigen Zwischenfall noch hatten, ist einer erhöhten Vorsicht gewichen.

Vielleicht war es aber auch wieder einmal notwendig, uns die möglichen Gefahren vor Augen zu halten. Mit der Zeit verliert man immer mehr das Gefühl dafür. Selbst in den umzäunten Camps kann etwas passieren. Auch auf den ausgewiesenen Rastplätzen kann es durchaus gefährlich werden. Kobra, Puffotter und Skorpion kommen auch dort vor. Man sollte sich also, bevor man auf einem Rastplatz aussteigt, erst vergewissern, ob alles ok ist und dort  auf keinen Fall einfach Steine vom Boden aufheben, um eventuell eine Tischdecke zu beschweren. Auf Anhieb erkennt man  die gut getarnten Tiere nicht immer. Wir haben in letzter Zeit öfters Fotos im Netz entdeckt, auf denen Schlangen an und um die Bäume dieser Rastplätze abgebildet sind. Auch die Toiletten dienen den Tieren gerne als Aufenthaltsort. 
In Dikbaardskolk lag sogar ein Leo gut getarnt im Gebälk der Damentoilette und an einem anderen Tag waren Löwen hinter der Herrentoilette und unter den Tischen.
Eine Kobra schlängelte sich nahe einem Tisch und den Rastbänken, einen Baum hoch. 
Von all diesen Begegnungen gibt es Fotos und Videoclips in anderen Foren ( z.B. Kgalagadi Sightings ) zu sehen.
Die Wilderness Camps und die Rastplätze sind ein Teil der Wildnis und werden daher so von den Tieren selbstverständlich als Lebensraum genutzt.

Nach der gestrigen Erfahrung bleibt also ein gewisses Unbehagen bestehen. Das Absuchen des Carports wird zur Routine bei jeder Abfahrt und Ankunft. Beim Herumlaufen schauen wir öfters zum Boden und auch in die Bäume.
Selbst die jeweiligen Chalets begutachten wir gewissenhaft und schauen auch schon mal unter die Betten und Schränke.

Wir müssen aber aufpassen, dass wir wieder zur Normalität zurückkehren und uns nicht weiter selbst verunsichern und in etwas hineinsteigern; sonst können wir in Zukunft solche Reisen nicht mehr unternehmen. 

Es ist alles gut ausgegangen und jetzt Haken dran.

Heute Vormittag wollen wir Richtung Mata Mata fahren, um uns einen Überblick über die einzelnen Wasserstellen und die Vegetation zu verschaffen. 
Als Selbstfahrer ist man schließlich seines Glückes Schmied.
Niemand gibt uns Funksignale, wo der nächste Leo oder Löwe zu finden ist. 
Geführte Touren finden tagsüber im Khalagadi so gut wie keine statt. Also sich einfach an Guides dranhängen funktioniert hier nicht und das finden wir auch gut so.
Selbst Entdecktes gibt uns zumindest das beste Gefühl für die Wertschätzung einer Sichtung und der Wildlife Fotografie.
Aber auch schon mal ein Tipp von dem einen oder anderen Selbstfahrer ist hilfreich und die Gespräche sind oft sehr informativ und interessant. Wir haben auf unseren Touren durch den KTP viele freundliche und hilfsbereite Menschen kennengelernt und sind bis heute mit einigen in Kontakt.
Die meisten von ihnen sind Wiederholungstäter und es ist nicht ungewöhnlich, dass man sich im Leben mehr als nur einmal sieht.

Wir starten also kurz vor Sonnenaufgang zu unserem Game Drive. Die Landschaft erscheint uns hier bei Urikaruus noch karger.
Wie sollen hier die Huftiere noch Nahrung finden?
Der ersehnte Regen sollte eigentlich schon eingesetzt haben. Hoffentlich folgt nicht wieder ein Jahr der Dürre.
Die Erde ist braun und ausgetrocknet. Kaum ein Grashalm ist zu sehen.
Uns begegnen keine Tiere und auch die Vögel scheinen sich in andere Gefilde verzogen zu haben.
Schade. Wir hatten uns zu Hause schon so auf die vielen Tage in Uri gefreut.

Erst in Craig Lockhart lohnt sich ein etwas längerer Stop.  Schakale sind um das Wasserloch herum und beobachten ein paar Tauben. 

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Kaptäubchen
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Die Vögel geben ihnen aber keine Chance, ihnen nahezukommen. Bei jeder Bewegung der Schakale fliegen sie rechtzeitig davon. Also haben wir auch keine Chance auf spannende Jagdszenen. Am schönsten ist es immer, wenn Schakale vergebens im nassen Wasserloch landen. Heute ist aber nicht ihr Tag und so begnügen wir uns mit Fotos von der Mimik und dem Verhalten der Tiere untereinander.

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Am nächsten Wasserloch von Sitzas haben wir Glück.
Dort sehen wir zwei schöne Mähnenlöwen, das lässt hoffen, dass unsere Serie der Raubtier-Sichtungen auch hier nicht abreißt.
Einer der Löwen läuft gerade zum Wasserloch, trinkt dort etwas und geht auch gleich wieder zurück zu seinem Kumpel.

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Kaum dort angekommen, legt er sich flach auf den Boden in den Schatten der Bäume. Die Löwen werden sicher den ganzen Tag dort dösen.
Nur noch ein Trauerdrongo hüpft im Sonnenschein auf dem Sandboden herum.

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Heute Morgen ist es wieder sehr heiß. Die Temperaturen bewegen sich auf die 40 Grad Celsius zu.
Von den Löwen erwarten wir nicht mehr viel und fahren daher weiter.

Auf dem Weg nach Mata Mata sehen wir endlich wieder einmal einen Falken.

Lannerfalke
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Nur ein paar Meter weiter beobachten wir die Scheinangriffe eines Trauerdrongos auf einen Gabarhabicht

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In Mata Mata angekommen tanken wir das Auto wieder voll und statten dann dem Shop einen Besuch ab.
Eigentlich wollten wir WiFi Tickets für Urikaruus kaufen, aber diese gibt es hier nicht. 
Der komplette Shop wirkt wie ausverkauft. Es gibt kein frisches Gemüse und auch sonst sind die Regale relativ leer.
Wir haben das Gefühl, dass hier am wenigsten von den drei Shops im KTP angeliefert wird.

Auf dem Rückweg nach Urikaruus sehen wir in der Nähe vom 13. Bohrloch zwei Autos stehen. Erst auf Nachfrage können wir einen Geparden entdecken, der aber in ewig weiter Entfernung zur Straße im Schatten eines Baumes liegt.  Es gibt also nur ein Beweisfoto von seiner Anwesenheit.

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Auf dem Weg zurück sehen wir dann noch einen Kampfadler im schlechten Licht und weit entfernt.

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Ein Schwalbenschwanzspint ist da schon etwas fotogener.

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Noch farbenfroher präsentiert sich eine Gabelracke.

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Um halb elf sind wir wieder in unserem Chalet und bereiten uns ein gutes Frühstück zu, welches wir auf der überdachten Terrasse nun wieder völlig entspannt genießen.
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zuletzt bearbeitet 07. Apr. 2024
Themenstarter1’653 Beiträge · seit 201406. Apr. 2024 ·
Nach dem Aufräumen und Spülen hält uns nichts mehr zurück. Es ist heiß im Chalet und wir freuen uns auf die Klimaanlage im Auto. Also nichts wie los.
Wir starten kurz nach zwei, dieses Mal in Richtung Süden.

Auf dem Weg nach Twee Rivieren sehen wir ein paar Vögel. Am Wasserloch von Rooibrak fliegt gerade ein Gaukler los.

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Einen Rotstirnbartvogel können wir beobachten, wie er mit einer grünen Raupe im Schnabel in seine Baumhöhle fliegt.

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Diese Stelle wollen wir uns merken, um später wieder hierher zu fahren; es ist auf jeden Fall ein schöner Beobachtungsplatz, um den Vogel in Aktion zu sehen.
In Gemsbokplein sehen wir zwei Raubadler. Die Hitze lässt die Luft flirren und so sind wir mit unserer Fotoausbeute nicht ganz zufrieden. Außerdem ist heute der Tag der großen Entfernungen zum Motiv.

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Das ändert sich erst kurz vor Twee Rivieren. Hier sitzen zwei Fleckenhühner gefährlich nahe an einer unübersichtlichen Stelle am Straßenrand.

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Durch unsere Anwesenheit werden sie unruhig und verschwinden im sicheren Gestrüpp.

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In Twee Rivieren wollen wir uns jetzt die WiFi-Tickets kaufen, die wir heute früh in Mata Mata nicht bekommen konnten.
Dass Wi-Fi ausverkauft sein könnte, damit haben wir allerdings nicht gerechnet. Aber so ist es. Macht aber auch nichts, ein paar Tage ohne Internet sind auch ganz nett 🙂 !

Auf dem Rückweg hat uns eine Weißflügeltrappe viel zu erzählen

Bei YouTube ansehen ↗



Eigentlich sieht es eher aus, als ob sie uns beschimpft, dabei möchten wir doch nur ein schönes Vogelfoto machen.

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Kurz darauf werden wir aber wieder von einem Rostschwanzschmätzer freundlich beäugt.

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Dann läuft uns wieder die Gepardin von gestern Abend über den Weg.

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Beim Schreiben unserer Erzählung haben wir die Fotos auch an:

https://www.facebook.com/groups/cheetahsofkgalagadi/  

mit der Bitte um ID geschickt. Wir erhielten folgende Antwort:„ Wilmari Barnfield Admin, Ingrid Lutz beautiful shots of the late Corinne. She was born in March 2011 and unfortunately passed in December 2023. But she had a long and successful life for a wild cheetah. She was almost 13 years old, successfully raised 4 sets of cubs to adulthood and will forever be a legend in Kgalagadi.……………..“

Wie wir so erfahren, ist sie leider im Alter von fast 13 Jahren verstorben.
Für Geparden, die in Freiheit leben, ist es sicher ein stolzes Alter.
Wir haben zwar gesehen, dass es sich bei der Gepardin schon um ein älteres Tier handelt, dass sie jedoch schon so kurz nach unseren Begegnungen mit ihr eines natürlichen Todes sterben würde, hätten wir nie vermutet. 

Bevor wir in Urikaruus sind, sehen wir noch im schönen Abendlicht eine kleine Herde Antilopen und zwei Giraffen.

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Heute Abend werden wir am Chalet wesentlich freundlicher empfangen. Nicht weit von der Stelle entfernt, wo gestern die Puffotter lag, räkelt sich jetzt ein Kapfüchschen. 

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Später sehen wir, dass er nicht alleine ist. Sein Gefährte ist in der Nähe und beide gehen bei Einbruch der Dunkelheit zum Wasserloch.

Eigentlich wollten wir heute ganz bestimmt grillen und haben uns schon die Kartoffeln zum Schälen auf den Tisch gelegt. 

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Aber es überfällt uns eine aufkommende Trägheit und keiner hat mehr Lust auf die Zubereitung eines Essens. 
Wir haben noch genügend leckere Sachen im Kühlschrank und das ist so viel einfacher, den 'lazy day' beim Sonnenuntergang ausklingen zu lassen.

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Bei einem Kaltgetränk und einem Schlückchen von dem „klebrigen Zeug“  genießen wir die Stille der Natur.

Eine weitere Entdeckung macht Hartwig auf der Terrasse. 
Im Lichtschein der Außenbeleuchtung sitzt eine Gottesanbeterin auf dem Boden und so kommen wir noch zu einem nicht alltäglichen Fotomotiv.

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Die Stille der Nacht wird plötzlich durch die Warnrufe eines Schakals unterbrochen, das kann nur bedeuten, dass ein Leopard in der Nähe ist.
Wen diese Geräuschkulisse interessiert, der kann sich gerne kurz das folgende Video weniger ansehen als vielmehr anhören.

Bei YouTube ansehen ↗



Wir holen schon einmal unsere Kameras, vielleicht erscheint der Leo ja am Wasserloch.
Genau so ist es dann auch. Leider liegt das Honeymoon Chalet etwas weit davon entfernt. 

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Die besseren Aufnahmen sind uns 2021 von Chalet zwei gelungen. 
Dennoch sind wir zufrieden, den Leo wenigstens gesehen zu haben.

Jetzt sind wir richtig müde geworden und die Nacht ist in den Sommermonaten kurz. Morgen früh wollen wir wieder zur Parköffnung um 05:30h unterwegs sein.


Gefahrene Kilometer: 295
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zuletzt bearbeitet 07. Apr. 2024
5’058 Beiträge · seit 201410. Apr. 2024 ·
Hallo ihr Zwei,

jetzt bin ich bei eurem Bericht auf dem neusten Stand und - wie immer- restlos begeistert!

Könnte eure Puffotterbegegnung vielleicht mit eurem "klebrigen Zeug" zusammenhängen? Wir wollten in diesem Jahr nichts unversucht lassen und hatten neben unserem Sichtungsfee-Bestechungswilli auch noch eure Geheimwaffe dabei......

Liebe Grüße
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
4’385 Beiträge · seit 201510. Apr. 2024 ·
Liebe Tinochikas,
total genial finde ich die schimpfende Trappe …
Ihr beide bietet wirklich großes Kino!
Seufzend grüßt
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter1’653 Beiträge · seit 201414. Apr. 2024 ·
Daxiang schrieb:
Wir wollten in diesem Jahr nichts unversucht lassen und hatten neben unserem Sichtungsfee-Bestechungswilli auch noch eure Geheimwaffe dabei……
Hallo Konny,

dann konnte ja nichts mit den Sichtungen und Erlebnissen schief gehen. Wir freuen uns schon auf euren Reisebericht und die Fotos.

CuF schrieb:
total genial finde ich die schimpfende Trappe …
Ihr beide bietet wirklich großes Kino!
Hallo Friederike,

wenn man Glück hat, halten sich die Weißflügeltrappen direkt neben der Straße auf. Man hat dann die beste Gelegenheit sie zu fotografieren und zu filmen.
Begegnet sind wir ihr an einem Samstag. Sie hatte so viel zu erzählen dass Ingrid sagte, sie spricht das Wort zum Sonntag.

Liebe Grüße
Ingrid und Hartwig
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Themenstarter1’653 Beiträge · seit 201414. Apr. 2024 ·
19.11.23


Rund um Urikaruus


Die Nacht war kurz. Wir haben aber beide so fest geschlafen wie die Murmeltiere im tiefsten Winter.
Trotz der frühen Uhrzeit bereitet uns das Aufstehen kein Problem. Wir sind im afrikanischen Rhythmus angekommen. Die Aufregung wegen der Puffotter ist verflogen und wir haben unsere innere Ruhe wieder gefunden.
Einzig die Vorsicht bleibt und Hartwig marschiert wieder mit der Taschenlampe zum Auto und prüft, ob die Luft rein ist.
Ingrid beobachtet derweil das Wasserloch in der Hoffnung auf eine schöne Sichtung. Aber es ist ruhig in Urikaruus und daher sitzen wir erwartungsvoll schon kurz nach halb sechs im Auto, um die nächsten Wasserlöcher anzufahren.
Wir entscheiden uns für eine Fahrt Richtung Auchterlonie, mal sehen, wie weit wir kommen.
Leider kommen wir viel zu gut voran.
Kampqua und Rooibrak enttäuschen mit gähnender Leere.
Die karge Landschaft erlaubt uns eine gute Weitsicht. Rund um die Wasserstellen bewegt sich absolut nichts. Daher passieren wir sie, ohne anzuhalten.
Erst am dritten Wasserloch in Montrose erfreut uns ein Rotkopfalke im besten Morgenlicht. 

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Da es unsere erste und einzige Entdeckung bisher ist, bleiben wir ein Weilchen stehen und können den Vogel noch im Flug fotografieren.

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Aber wir haben uns ja gestern noch den Nistplatz des Rotstirn-Bartvogels gemerkt. Die Baumhöhle ist hier bei Montrose. Der Vogel streckt gerade seinen Kopf aus dem Einflugloch. 

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Bei diesem lauen Sichtungsmorgen sind wir richtig glücklich, ihn zu erwischen.
Bis Bataluma wollen wir aber auf jeden Fall noch fahren. Dort angekommen, sehen wir auf der Düne einen prächtigen Kudubullen. 

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Vor stahlblauem Himmel zeigt er sich als Bilderbuch-Exemplar seiner Art.

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Danach drehen wir wieder um. 
Der kleine Hunger macht sich bemerkbar.
Auch auf der Rückfahrt bleibt es ruhig.
Bei Kamqua sehen wir noch weit entfernt einen Wiedehopf bei der Nahrungssuche. Er hüpft ganz aufgeregt um einen Baumstumpf herum.

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Auf der weiteren Strecke begegnen uns Südafrikaner und wir stoppen, um uns kurz zu unterhalten. 
Sie kommen aus entgegengesetzter Richtung und haben zwischen dem 14. und 13. Bohrloch einen Geparden mit Beute gesehen.
Also fahren wir mit nun etwas größer werdendem Hunger zu besagter Stelle und biegen nicht nach Urikaruus ab.
Der Gepard liegt aber so weit weg von der Straße, dass wir ihn gerade einmal schemenhaft sehen. Hier lohnt sich weder ein längerer Stopp noch ein Foto. 
25 Kilometer Hinfahrt und anschließend bis zum Abzweig Urikaruus wieder zurück, ergibt 50 Kilometer, hier trifft die Aussage „der Weg war umsonst“ absolut zu. 
Nur eine Riesentrappe stimmt uns beim Dertiende Boorgat noch versöhnlich mit diesem so monotonen Morgen.

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Wir freuen uns jetzt auf ein ausgiebiges Frühstück, das in unserer Vorstellung gerne zum Brunch werden darf.

Im Chalet angekommen, nehmen wir uns daher die Zeit für die Zubereitung des Frühstücks, das wir in vollen Zügen auf dem Balkon genießen. 

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Man muss sich auch selbst belohnen dürfen. Das gute Frühstück entschädigt uns für den sonst so erfolglosen Morgen.

Ein paar Chancen haben wir aber noch. Wir dürfen ja noch drei weitere Tage hier im Honeymoon Chalet verbringen.
Um es vorwegzunehmen, diese Zeit hat sich dann auch wirklich gelohnt und schon morgen sieht der Tag ganz anders aus.
Die Zeit bis zur Abfahrt am Nachmittag verbringen wir auf unserem schönen Balkon. Wir lesen, bereinigen die Speicherkarten (alles Unscharfe raus, da muss man sich zu Hause nicht ärgern) und bringen das Reisetagebuch auf den neuesten Stand.
Am Wasserloch, welches wir direkt im Blick haben, bleibt es ruhig. Nur in der späten Mittagszeit erscheint eine kleine Herde von Springböcken. Wie immer geht ein Bock voran, um die Umgebung abzuchecken, dann folgt mit einem großen Abstand der Rest der Herde.
Bei dieser Hitze sind alle sicher sehr durstig und es ist für die Tiere ein Glücksfall, dass weit und breit keine Gefahr auf sie lauert.

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Nur noch Erdhörnchen scharrt unterhalb unseres Balkons herum.

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Die Zeit vergeht schnell und um15:30 Uhr starten wir zu unserer Nachmittagsfahrt.
Hartwig biegt, ohne Ingrid zu fragen, an der Straße einfach wieder Richtung Twee Rivieren ab.
Als Ingrid dies mitbekommt, ist sie leicht sauer, denn eigentlich wäre sie lieber Richtung Mata Mata gefahren. Ein langweiliger Vormittag genügt und ihm soll nicht auch noch ein öder Nachmittag folgen. 
Tatsächlich hat sie beim ersten Wasserloch recht. 
Als wir am zweiten Wasserloch, in Rooibrak, ankommen, kann sie sich nicht mehr halten und meint, dass Hartwig ausgerechnet am langweiligsten Wasserloch, was sie je gesehen hätte, stehen bleiben muss. Gerade mal ein Gnu und zwei Raben treiben sich hier herum. Sie meint, es ist wirklich schön hier, schließlich sind diese beiden Tierarten die sehenswertesten im ganzen Kgalagadi Park. 😄
Kaum ausgesprochen dreht sich Hartwig zu ihr um und grinst.
Längst hat er einen großen Mähnenlöwen auf der anderen Seite beim Wasserbehälter entdeckt.
Als Ingrid ihn ebenfalls sieht, ist ihr Missmut schlagartig verschwunden.

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Da er schläft und sich nicht rührt, fahren wir weiter und wollen auf dem Rückweg noch einmal bei ihm vorbeischauen.
Auf der Weiterfahrt kreuzt eine Giraffe unseren Weg.
Ihr Körperbau und der lange Hals ermöglichen es ihr, etwas Grün in der ausgedörrten Landschaft zu ergattern.
Genüsslich zupft sie an den zarten Blättern eines Kameldornbaumes.

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Ein Stück weiter treffen wir auf Erdmännchen. 

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Diese wuseligen Gesellen machen einem immer wieder Spaß und wir kennen niemanden, der sie nicht liebenswert findet.

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Auf einem Busch am Straßenrand entdecken wir einen Vogel. Er lässt sich geduldig fotografieren. 
Kleine, graue oder braune Vögel bedeuten immer zusätzliche Arbeit im Reisebericht. Er muss schließlich noch bestimmt werden.
Wir einigen uns auf eine African Pitpit, Zimtspornpieper. Sabotalerche ( danke Matthias )

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Danach drehen wir wieder um und fahren nach Rooibrak zu dem Löwen zurück.
Er liegt immer noch beim Wasserbehälter. Allerdings hat er sich mittlerweile umgedreht. Alles deutet darauf hin, dass er wach ist.

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Jetzt erst erkennen wir ihn wieder. Der Löwe ist der gleiche, den wir in unserem letzten Reisebericht ausführlich beschrieben haben und der uns damals einige schöne Erlebnisse bescherte.
Wir sind froh, ihn wiederzusehen. Er ist mit seiner markanten Narbe unter dem linken Auge unverwechselbar und schon legendär.
Gilt er doch als Herrscher des Auobtals.

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Wir warten ab und beobachten ihn. Er schüttelt sich und gähnt. 

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Dann steht er auf und läuft langsam und etwas humpelnd zum Wasserloch.

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Mitte Oktober, also etwa vier Wochen vor dieser Begegnung mit ihm, haben wir Fotos im „Kgalgadi Sightings“ Forum gesehen, wo er in einem relativ schlechten Zustand war. Er hatte mehrere offene Wunden und einige Stacheln von einem Stachelschwein steckten in seinem Körper.
Wir freuen daher sehr, dass diese anscheinend verheilt sind und dass momentan nur ein Humpeln geblieben ist.
Allerdings ist sein Ernährungszustand nicht der beste, er scheint etwas abgemagert zu sein.
Wir werden ihm auf unserer Reise noch einmal begegnen und wünschen ihm ein langes Leben.

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Zum Abschied geht er für heute noch einmal zur Straße und markiert die Büsche. Wir deuten dies als ein gutes Zeichen für seine Agilität. Schließlich will er damit zeigen, wer hier im Revier der Herrscher ist.

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Wieder zurück in Urikaruus treffen wir die Vorbereitungen zum Grillen.
Heute wird nichts mehr verschoben und wir freuen uns auf ein leckeres Essen. 
Mit Filetsteak, Kartoffeln, Kräuterbutter und Gurkensalat sowie dem einen und anderen Kaltgetränk wird es ein richtiger Genießer-Abend. 

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Gefahrene Kilometer: 152
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zuletzt bearbeitet 27. Apr. 2024
2’524 Beiträge · seit 200918. Apr. 2024 ·
Hallo Chikas,

was lässt euch denn auf einen Pieper schließen? Alleine der Schnabel passt so überhaupt nicht, das sieht doch stark nach einer S.L. aus. 😗

Auch wenn es ein eher mauer Tag war, die Fotos vom Rotkopffalken sind stark.

Viele Grüße, Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
2’085 Beiträge · seit 201218. Apr. 2024 ·
Hallo ihr Lieben,
fast hätte ich mal wieder den Anschluss verpasst ... das soll natürlich nicht ernsthaft so kommen.
Eure Puffotter-Begegnung find ich ja echt krass und sage auch mal DANKE für den Aufwecker. Denn tatsächlich denkt man ja ein bisschen, wenn man doch inzwischen sooo viel Routine hat ... von wegen. Wir waren ehrlich gesagt ziemlich auf Kap-Kobras fokussiert, insbesondere in Grootkolk und im Tender Camp wurden wir auch extra darauf hingewiesen, uns umzuschauen (wir haben aber im KTP keine gesehen) an die Puffs hab ich gar nicht so sehr gedacht. Zum Glück ist alles gutgegangen!

Über Ingrids Unmut (nach dem "falschen" Abbiegen) musste ich sehr lachen, hätte original auch meine Ansprache sein können 🤪
Und dass ihr die Löwen mittlerweile persönlich kennt, das wundert mich auch nicht wirklich.
Ich freu mich, wenn ihr dranbleibt,
viele Grüße - noch vom Kap
Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
1’940 Beiträge · seit 200919. Apr. 2024 ·
Hallo Tinochikas,
boah, das Erlebnis Puffotter 🤩 Ihr hattet echt Glück, mannomann.
Ich gehöre sowieso zu den "Übervorsichtigen", trage Sandale nur im Auto oder beim Swakopmunder-/Windhoeker Stadtbummel. Habe immer die knöchelhohen Wanderschuhe im Auto fürs Aussteigen. Auch durch die Sanddünen gehe ich nur in den Wanderschuhen. In jeder Lodge etc. wird vorher penibel alles nach Mitbewohner abgesucht, mit der Taschenlampe alles ausgeleuchtet. 😗
Mich hatte vor vielen Jahren die "little five tour" aufgeklärt, was alles unter Sand, Schotter etc. kriecht. 😵
Und extra Danke, dass Ihr uns alle mal wieder wach gerüttelt habt!

Trotz Eures Erlebnisses reise ich gerne weiterhin virtuell mit. 🙂
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
Themenstarter1’653 Beiträge · seit 201419. Apr. 2024 ·
fotomatte schrieb:
was lässt euch denn auf einen Pieper schließen? Alleine der Schnabel passt so überhaupt nicht, das sieht doch stark nach einer S.L. aus.
Hallo Matthias,

dem Gefieder nach kam für uns die Sabbat Lerche, oder der African Pitpit infrage.
Wir müssen zugeben, dass wir dabei nicht auf den Schnabel geachtet haben. Da wir bei Lerchen fast immer in der Bestimmung falsch liegen, haben wir uns für den Pitpit entschieden.

Aber wie du siehst war das auch falsch, aber wir wissen ja, dass es dich gibt. Danke für deine Hilfe.

franzicke schrieb:
Über Ingrids Unmut (nach dem "falschen" Abbiegen) musste ich sehr lachen, hätte original auch meine Ansprache sein können.
Hallo Ingrid,

es freut uns, dass du den Anschluss noch geschafft hast.

Der Löwe hat Hartwigs Tag gerettet.
Ihr seid also nicht nur namensverwandt.

Lotusblume schrieb:
Und extra Danke, dass Ihr uns alle mal wieder wach gerüttelt habt!
Hallo Lotusblume,

es geht sicher vielen hier so, dass man einfach mit der Zeit unachtsamer wird.
Daher war es uns wichtig, auf diese Gefahren hinzuweisen. Vor einer so großen Vorsicht, wie du sie beschreibst, sind wir noch weit entfernt.
Die du beschreibst, aber wir haben uns schon für unsere nächste Reise im Oktober nach Namibia und Botswana festes Schuhwerk gekauft.
Einfach mal mit Schlappen herumlatschen machen wir auch nicht mehr.

Wir freuen uns, dass du bei unserem Bericht dabei bist.


Liebe Grüße
Ingrid und Hartwig
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16,9k Beiträge · seit 201219. Apr. 2024 ·
Lotusblume schrieb:Hallo Tinochikas,
boah, das Erlebnis Puffotter 🤩 Ihr hattet echt Glück, mannomann.
Ich gehöre sowieso zu den "Übervorsichtigen", trage Sandale nur im Auto oder beim Swakopmunder-/Windhoeker Stadtbummel. Habe immer die knöchelhohen Wanderschuhe im Auto fürs Aussteigen. ...
Und demnächst tragen wir alle die Wanderschuhe auch im Zimmer. 😎

Wir überlegen gerade, ob demnächst eine Schlangenzange mit ins Gepäck muss. 😗

LG
Logi
Themenstarter1’653 Beiträge · seit 201419. Apr. 2024 ·
Logi schrieb:
Und demnächst tragen wir alle die Wanderschuhe auch im Zimmer
Hallo Logi,

nicht nur im Zimmer, sondern auch im Bett, denn wenn du sie ausziehst, könnte sich nachts ja ein giftiger Skorpion dort einnisten. 😄

Lieben Gruß
Ingrid und Hartwig
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zuletzt bearbeitet 19. Apr. 2024
1’940 Beiträge · seit 200919. Apr. 2024 ·
...könnte sich nachts ja ein giftiger Skorpion dort einnisten.
Bevor ich mir die klobigen Schuhe anziehe werden diese natürlich ausgeschüttelt, immer. 😛
Mache ich aus Gewohnheit auch vorm Wandern, z.B. in den Alpen. 😄
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
549 Beiträge · seit 201719. Apr. 2024 ·
Da bin ich absolut dabei. Schuhe werden vor dem Anziehen IMMER erst ausgeschüttelt und nachts, vor dem Toilettengang erst mal gut ableuchten, ob auch ja keine Skorpione o.ä. In den Schlappen lauern 😗

Liebe Grüße
Kordula 🙂
Themenstarter1’653 Beiträge · seit 201419. Apr. 2024 ·
20.11.23

Magic Moments

 
Wir sind schon lange wach, am Wasserloch von Urikaruus ist es ruhig. Jetzt hält uns nichts mehr. 
Um 05:30 Uhr stehen wir fertig gerüstet für den morgendlichen Game-Drive bei Eric am Office, um unsere Ausfahrterlaubnis abzuholen. 
Wir sind heute die Einzigen, die schon so früh auf den Beinen sind. Vielleicht gab es ja heute Nacht etwas zu sehen? Daher schlafen die Anderen vielleicht etwas länger. Wir wissen es nicht, denn wir sind nach dem schönen Grillabend fest und zufrieden eingeschlafen. Wir fragen Eric, ob es heute Nacht etwas Besonderes gegeben hätte, aber auch er hatte nichts gehört oder gesehen. 
Jetzt sind wir also die Ersten, die das Camp verlassen.
Weil wir gestern den Löwen in Rooibrak gesehen haben, sind wir uns beide gleich einig, welche Richtung wir einschlagen wollen.

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Info Wasserstellen KTP ( zur Orientierung über welche Ecke des Parks wir jeweils berichten ).

Auf der Strecke bis zum Kamqua Wasserloch sehen wir nichts.
Auch bei Kamqua selbst rührt sich nichts. Aber so schnell geben wir nicht auf. Mal sehen, ob unser altbekannter Löwe wieder in Rooibrak am Wasserbehälter liegt.
Als wir uns langsam dem Bohrloch nähern, sind wir erst einmal enttäuscht.
Der Platz ist verwaist. Schade!
Ingrid hat es sich auf der Rückbank bequem gemacht und sitzt auf der rechten Seite, auf der wir gestern den Löwen beobachtet haben.
Hartwig behält derweil die linke Seite mit dem Wasserloch im Auge.
Langsam fahren wir weiter.
Plötzlich hört Hartwig den Ruf: „Stopp, ein Leo!“ 
Tatsächlich im schönsten Morgenlicht sitzt er oben auf dem Dünenkamm und schaut ins Tal auf das Wasserloch.
Was für ein Bild!
Auf all unseren Reisen haben wir noch nie so genial einen Leoparden sehen können.
Es stimmt einfach alles. Der klare, leicht blaue Himmel, dazu der Kontrast mit dem leuchtenden Steppengras und on top der Leo, der völlig frei und unverdeckt im goldenen Morgenlicht die Kulisse vollendet.
Wir können unser Glück kaum fassen.
Leider währt unsere Freude nur kurz, denn kaum haben wir unser Auto am Straßenrand geparkt und die Bohnensäcke am Fenster positioniert, steht er auf und läuft hinter den Kamm.
Uns steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Da sieht man so eine tolle Katze, freut sich darüber und das Kätzchen hat nichts Besseres zu tun als zu verschwinden.
Na ja, ein paar Fotos haben wir wenigstens machen können.

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In diesem Moment der Enttäuschung können wir noch nicht ahnen, dass uns die schönsten und magischsten Momente noch bevorstehen.
Es dauert kaum zwei Minuten, die uns jedoch wie eine Ewigkeit vorkommen, da kommt er einige Meter weiter wieder hinter einer Abbruchkante hervor.

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Er inspiziert jeden Zentimeter. Vielleicht kann er im Gestrüpp ja etwas erhaschen.

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Dann läuft er behäbig die Düne herunter und bleibt immer wieder an sehr fotogenen Punkten stehen oder setzt sich sogar hin.

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Wir machen so viele Fotos, dass wir fast lückenlos seinen Weg nach unten dokumentieren könnten. Das ersparen wir Euch jedoch und bemühen uns, möglichst unterschiedliche Momente hier zu zeigen. 
Er kommt immer näher auf uns zu, dann läuft er an unserem Auto vorbei zum Wasserloch.

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Was für ein wunderschönes und makelloses Tier er doch ist!

Später erfahren wir, dass er unter dem Namen Jstor gelistet ist. Er ist ein Sohn von Botshelo, dem mächtigsten Leoparden weit und breit. Mit seinen Genen hat er gute Voraussetzungen dafür, hier im Auobtal auch einmal zu einem der mächtigsten Leoparden heranzuwachsen.

Am Wasserloch beginnt er ausgiebig zu trinken.

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Dann kommt er wieder zurück und überquert erneut die Straße. Kein anderes Fahrzeug blockiert unsere Sicht auf ihn. 
Wir haben den Leo ganz für uns alleine.

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Erst als er auf der anderen Straßenseite wieder ankommt, erscheint das Ehepaar aus Chalet Nummer 1 von Urikaruus.
Das Beste haben sie verpasst. Hier bewahrheitet sich wieder einmal die Aussage, „früher Vogel fängt den Wurm“.
Vor dem Wasserbehälter, wo gestern der Mähnenlöwe lag, stehen einige Bäume. Für Jstor genau der richtige Ort zum Krallen schärfen.
Diesen Gefallen tut er uns auch noch.

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Was will man mehr. Der Leo hat eine komplette Vorstellung geliefert, um uns glücklich zu machen.
Danke Jstor !!!
Nur böse Zungen behaupten, dass wir den Baum mit unserem klebrigen Zeug am Vorabend beschmiert haben. 🙂
 
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Nach diesem tollen Erlebnis setzen wir unsere Fahrt fort.

Doch schon knapp einen Kilometer weiter erwartet uns die nächste Überraschung.

Links von der Straße liegen zwei vollgefressene Löwinnen und beobachten aufmerksam die Umgebung.

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Wir halten natürlich an und entdecken unter einem Busch auf der rechten Straßenseite ein totes Gnu.

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Etwas verborgen davon im Gestrüpp liegt eine weitere Löwin.

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Alle drei Löwinnen haben sehr schöne Gesichter. Sie sind noch nicht mit Narben oder Wunden gezeichnet. Wahrscheinlich ergänzt sich dieses Trio gut bei der Beutejagd, sodass sie bisher ohne Blessuren davongekommen sind.
Wir scheinen für die Löwen Luft zu sein, zumindest schenken sie uns wenig Beachtung.
Hinter uns hält jetzt noch ein weiteres Fahrzeug, aber auch das scheint für die Löwen nicht von Interesse zu sein.
Wir wundern uns, warum alle drei ständig in die gleiche Richtung schauen. 

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Wir verfolgen ihren Blick und entdecken etwas weiter entfernt Richtung Dünenkamm mehrere Schakale.
Sie zanken sich um eine Beute.

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Plötzlich sprintet eine Löwin in ihre Richtung los.
Anscheinend hat sie sich das Schakal-Geplänkel nun lange genug angesehen.

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Sie nimmt den Schakalen die Beute ab. Diese haben nun das Nachsehen. 

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Die Löwin zeigt ihnen, wer hier das Sagen hat.
Wir können nicht erkennen, um welches Beutetier es sich handelt.

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Wir vermuten, dass die Schakale Innereien vom Gnu-Riss stibitzt haben. 
Dann sehen wir aber, dass das Teil ein Fell hat an dem kleine Beine mit Hufen baumeln. 

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Wir vermuten daher, dass es sich um ein ungeborenes Gnu handelt, welches sie aus dem Bauch der toten Mutter gezogen haben müssen.
So etwas haben wir vor zwei Jahren schon einmal bei einem Geparden Kill beobachten können und wer unsere Reiseberichte kennt, der kann sich vielleicht noch an diese eindrucksvolle Szene erinnern.
Später in Urikaruus zeigen wir Eric die Fotos und er bestätigt unsere Vermutung. 
Es muss sich um das ungeborene Gnu vom Löwen Kill handeln.
Jetzt läuft sie wie bei einem Triumphmarsch den Hang herunter. Voller Stolz zeigt sie ihren Gefährtinnen, welche die ganze Szene aufmerksam beobachtet haben, ihre Eroberung.

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Sie legt das Fleischbündel wieder zum toten Muttertier unter den Baum.
Abwechselnd bewachen nun die Löwinnen die Beute.
Eine liegt immer direkt bei dem Riss.
Der Fahrer des anderen Autos macht uns durch heftige Gesten darauf aufmerksam, dass sich eine Löwin beim Wechseln der Straßenseite direkt hinter unser Auto gelegt hat. 
Das haben wir aber bereits selbst bemerkt, da sie nicht auf der anderen Seite auftauchte.
Wir können nicht genau einschätzen, wie weit sie von unseren Autoreifen entfernt liegt und bleiben daher selbstverständlich stehen. Wir wollen sie natürlich nicht erschrecken und schon erst recht nicht verletzen.
So verzögert sich unsere Rückfahrt nach Urikaruus noch um mindestens eine viertel Stunde.

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Schließlich bequemt sie sich weiterzugehen und taucht neben uns beim toten Gnu auf.

Nach so vielen Erlebnissen wollen wir jetzt zum Frühstücken zurückfahren, um alles in Ruhe sacken zu lassen.
Als wir gerade losfahren wollen, sehen wir Springböcke näher kommen. Ein einzelnes Gnu begleitet die Herde.

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Sie bleiben plötzlich und völlig abrupt stehen. 

Nur etwa zwanzig Meter von ihnen entfernt liegen die Löwen.
Sie haben die Gefahr gerade noch rechtzeitig erkannt, obwohl wir denken, dass die Löwinnen viel zu faul und zu voll gefressen sind, um jetzt noch die Energie für eine Jagd aufzubringen.
Die Springböcke flitzen nun in einem Karacho die Anhöhe hinauf und machen einen großen Bogen um die Löwinnen.

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Das Interessante an dieser Sichtung ist aber das einzelne Gnu.
Als die Springböcke lossprinten, kommt es mit einiger Verzögerung und wackelndem Schwanz hinterher getrottet.
Der kleine Videoclip zeigt diese ulkige Situation. Der Handyfilm hat zwar nicht die beste Qualität, aber dennoch möchten wir euch den Spurt des Gnus nicht vorenthalten.

Bei YouTube ansehen ↗



Jetzt hält uns aber nichts mehr und wir fahren, ohne weiter zu stoppen, nach Urikaruus zurück.
Dort genießen wir wieder ein schönes Frühstück und beobachten dabei noch einen Kardinalspecht im Baum bei unserem Balkon.

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ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
zuletzt bearbeitet 27. Apr. 2024
207 Beiträge · seit 202319. Apr. 2024 ·
Liebe Tinochikas,
vielen herzlichen Dank fürs Teilen eures Reiseberichtes und die tollen Fotos.
Bei dem Erlebnis mit der Puffotter hattet ihr wirklich großes Glück und es stimmt "Die Tinochikas! Hier parkste richtig" 🙂
Da wir im März in Botswana waren, wird mir durch eure Begegnung mit der Puffotter bewusst, wie selten ich auf Schlagen in
der Umgebung geachtet habe. Nach meiner Recherche im Internet passieren sehr viele tödliche Unfälle in Afrika durch den Tritt auf eine Puffotter, da sie gut getarnt auf dem Boden liegen und auf mögliche Opfer warten.
Hoffentlich denken wir zukünftig alle daran ...
Viele Grüße, Sabine
4’544 Beiträge · seit 200720. Apr. 2024 ·
Hey Ihr zwei,

Kracher !

Ich nehme es vorweg. Jstor haben wir auch sehen dürfen, wenn auch nicht ganz so in Ruhe wie Ihr! Er scheint ein richtiger Poser zu sein!
Die Bilder in dem schönen Licht sind phantastisch! Ihr könnt es einfach 😘

Liebe Grüße
Carsten
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