LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200907. Dez. 2021 · #1
Hallo,
vor 11 Tagen sind wir aus Namibia, dem Land der Weite, Stille und Farben zurück gekehrt.
Gerne möchte ich euch an einigen Erlebnissen teilhaben lassen. Es gab Momente, die uns nachdenklich zurück ließen. Aber auch viele wunderschöne Momente, die das Herz springen ließ. Und es gab Schreckmomente...
Auch wir waren von einigen Urlaubs-Verschiebungen/Stornierungen, wegen dem blöden Virus (oder das Virus), betroffen. So haben wir gerade letzte Woche unsere Genuss-Reise ans Western Cape (SA) zum 3. Mal verschoben. Auch unsere Grönland-Expeditions-Kreuzfahrt liegt immer noch auf Eis.
Irgendwann im März reifte die Idee, wegen der niedrigen Inzidenz und der "unkomplizierten Einreise", zum 6. Mal nach Namibia zu reisen. Ein befreundetes Ehepaar war sofort dabei – auch sie plagte der Urlaubs-Entzug. Unsere beiden anderen Freunde, mit welchen wir unsere letzte Reise durch Namibia unternahmen, wollten nicht, da sie zum Reisetermin das 1. Mal Großeltern werden. Also machte ich mich an die Planung einer Einsteigertour und Ende April wurde alles vom Reisebüro unseres Vertrauens gebucht. Mitte Mail überraschte uns das andere Paar mit der Ankündigung nun doch gerne mit nach Namibia zu reisen, da das Enkelkind schon eher auf die Welt kommen würde. Außer Eagles Nest Chalet und Vreugde waren die Nachmeldungen kein Problem. Eagles Nest auf Warteliste, ansonsten gehen die Beiden ins Desert Horse Inn. Vreugde teilte uns Ende Mai auch mit, dass eine kleine Reisegruppe abgesagt hat und nunmehr 3 Zimmer zur Verfügung stehen.
Ein größeres Auto wurde auch gebucht.
Die Direkt-Flüge mit LH in der Premium waren nun für die beiden Nachzügler etwas teurer, aber kein Problem. Wir ahnten damals noch nicht, was für ein Chaos noch auf uns zu kommen würde...(vorab nie wieder EWDiscover)
Versicherungen wurden überprüft und angepasst.
Nun hieß es Warten... Inzidenzen von Namibia und Deutschland wurden regelmäßig gecheckt. 4 Tage vor Abflug machten wir den PCR-Test und alle waren negativ. Jippieh, uns fiel allen ein Stein vom Herzen – Namibia wir kommen!
Unsere Reiseroute
Sorry, habe versucht Text-Datei als Foto einzufügen...das klappt nicht so
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200908. Dez. 2021 · #2
Sonntag, 07.11.21
Ich checke morgens nochmals unsere Sitzplätze bei EW Discover – alles okay, es verbleibt bei unseren gebuchten Plätzen. Um 9.30 Uhr holt uns das Taxi ab und wir fahren nach Osnabrück zum Bahnhof. Der IC aus Hamburg ist pünktlich, aber voll mit Reisenden. Wir haben zum Glück Platzkarten müssen aber dadurch Andere zum Stehen verurteilen. In Köln bleibt der Zug stehen...5 Minuten....10 Minuten....nach 30 Minuten die Durchsage, dass der Zug wegen Corona zu voll ist und keine Mindest-Abstände eingehalten werden können. Man bittet Leute auszusteigen und den nächsten Zug zu nehmen. 🤩 Nichts passiert. Nach 45 Minuten nochmals die Durchsage mit dem Hinweis, dass die Bahn Jedem, der aussteigt, einen 30 € Verzehrgutschein anbietet. Einige Wenige steigen aus...das Spiel wiederholt sich im 10 Minuten Takt. Nach ca. 80 Minuten sind wohl genug ausgestiegen, obwohl der Zug immer noch brechend voll ist, und der IC fährt endlich weiter.
In Frankfurt empfängt uns ein leerer Flughafen. 🤪 So haben wir den Airport noch nie gesehen. Der Eurowings Schalter ist noch geschlossen, aber LH offen und wir können dort einchecken und werden das Gepäck los. Außerdem werden die Impfpässe und der PCR-Test kontrolliert. Wir erhalten unsere Bordkarten mit den gewünschten Sitzplätzen im more legroom Bereich, welche sich sage und schreibe 7x, zwischen Buchung und Abflug, geändert hatten. Da wir schon seit Vormittag unterwegs sind macht sich langsam der kleine Hunger breit. Wir suchen das ganze Terminal ab. Gerade 2 Bistros haben offen. Zum Burger (was anderes gab es nicht) stoßen wir mit GinTonic an.
Am Gate dann die Durchsage, dass sich wahrscheinlich bei einigen Passagieren die Sitzplätze ändern, da ein Flugzeugwechsel (statt A330-300 auf S330-200 oder umgekeht) statt findet. Mein Mann und ich behalten die gleiche Reihe, nur aus A+C wurde A+B (oder umgekehrt). Als wir zu unseren Plätzen gehen, sehe ich unsere Freunde im Eco-Bereich sitzen und es ist sichtlich, dass sie sauer sind. 😣 Wir haben nunmehr die letzte Reihe, statt die 1. Reihe mit mehr Beinfreiheit. Es ist der 8. Sitzplatzwechsel!! 😈 Plötzlich geht ein Tumult los, einige Passagiere aus dem Eco.Bereich kramen wieder alles aus der Gepäckablage und setzen sich in den more-legroom Bereich. Ein wildes Durcheinander und die Crew schaut hilflos zu. Ich spreche die vor mir stehende Stewardess an, dass unsere Freunde Plätze mit mehr Beinfreiheit gebucht haben und nunmehr im beengten Eco-Bereich sitzen. Sie zuckte nur mit den Schultern und meinte, sie sollen sich einfach umsetzen, wenn es bei diesem Chaos möglich ist. 😐 Flugs rufe ich nach unseren Freunden und sie ergattern mit Mühe und Not die letzten 4 Plätze im more-legroom Bereich, welche ich durch meine Trolley und mich selbst reserviert hielt. Die Leute haben sich angebrüllt und angeschrien, dass kann man sich nicht vorstellen. 😮 Die Crew war komplett überfordert und ist überhaupt nicht hilfestellend eingeschritten. 😕 Irgendwann hat jeder auf einen Platz gesessen und der ausgebuchte EW Discover Flug startet Richtung Namibia. Über das Essen an Bord, sowohl Nachts als auch Morgens, hüllen wir den Mantel des Schweigens. Entertainment Programm war gut und nach einem 12,50 € GinTonic dösten wir ein bisschen ein. Der Sitz war äußerst unangenehm, sehr dünne Polsterung, ich hatte das Gefühl auf einer Euro-Palette zu reisen. Nachdem wir von LH Premium Eco auf EW Discover Eco down gegradet wurden (manche von Euch können sich sicherlich an meine Kommentare in diversen threads dazu erinnern) und auf Grund v.g. Vorkommnisse steht für uns fest: nie wieder EWDiscover auf der Langstrecke.
8. November 2021 – Fahrt zur Jansen Kalahari Gästefarm
Fast pünktlich landeten wir In Windhoek. Gepäck war schnell da. Einreiseprozedere ging auch relativ schnell. Noch den Geldautomaten entern und schwupps saßen wir im Transfer zu Africa on weels.
Die beiden Fahrer kurz eingewiesen und noch die Rückgabezeit besprochen und schon saßen wir in unserem Toyota Land Cruiser, Stretched 4x4. Die Männer sind begeistert von diesem Fahrzeug.
Die B1 führt uns nach Rehoboth, wo wir in einem Supermarkt die ersten Einkäufe tätigen. Bei Kalkrand biegen wir auf die C21 Richtung ab.
Frauenpower 😎
Nach 2,5 Stunden reine Fahrtzeit erreichen wir die Jansen Kalahari Gästefarm und werden von Hentie Jansen herzlich begrüßt. Die Farm ist herrlich zwischen roten Dünen gelegen und es gefällt uns hier auf Anhieb.
Hentie zeigt uns unsere Bungalows und wir sind begeistert. Wir beziehen den Shepherds tree Bungalow. Es ist äußerst sauber und geschmackvoll eingerichtet. Wir haben viel Platz, um unsere Sachen zu sortieren.
Später spazieren wir zum Haupthaus mit Pool und stoßen mit einem GinTonic auf unseren Urlaub an. Herrlich wieder in Namibia zu sein.
Gegen 17 Uhr lädt uns Hentie auf seinen PickUp und los geht’s zur Farmrundfahrt. Wir genießen sichtlich diese Landschaft. Hentie weiß viel über seine Farm zu berichten und interessiert lauschen wir seinen Erzählungen über Arbeit und Leben auf so einer großen Farm.
Pünktlich, kurz vor Sonnenuntergang, erreichen wir eine schöne Düne und der Gastgeber tischt uns Knabberein und GinTonic auf. Wir zelebrieren unseren ersten sundowner.
Nach 2 GT besteigen wir wieder den Pickup und wir rumpeln weiter Düne auf und ab. Nun wartet ein weiterer Höhepunkt auf uns – Dünenbraii. Louise, Gastgeberin, hat mir ihren Angestellten einen sehr schön gedeckten Tisch aufgebaut, die Fackeln lodern im Wind, Decken gegen die aufkommende Kühle liegen bereit und es duftet nach Essen.
Zum Essen gibt es Kudu und Rind, verschiedene Salate und Beilagen. Das Fleisch ist perfekt gegrillt und alles schmeckt vorzüglich. Der Wein dazu süffig. Außerdem spendieren uns die Gastgeber noch eine Flasche Sekt, welche wir natürlich mit Louise und Hentie gemeinsam leeren. Die Beiden sind uns sehr sympathisch und die perfekten Gastgeber!
Pappsatt und nach angeregten Gesprächen verlassen wir ca. nach 2,5 Stunden diesen schönen Ort und werden zu unseren Bungalows gefahren.
Ein herrlicher Tag in der Kalahari geht zu Ende... wir fallen müde in das kuschlige Bett und sind bald im Lummerland.
Ist Euch eigentlich aufgefallen, dass die Düne nicht "zugetrampelt" war? Schaut so aus, als ob man nur den kleinen Trampelpfad gelaufen ist. Tolle Sache!
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200908. Dez. 2021 · #7
Liebe Konni, liebe Annick, liebe Logi und lieber Claus,
Dankeschön für eure Kommentare. 😘 Auch den Dankedrückern gilt mein Dank! Das spornt Beides natürlich zum Weiterschreiben an. 😘 Ich habe tatsächlich etwas mit mir gehadert diesen Reisebericht zu schreiben... es ist alles so eine komische Zeit. Und vielleicht ist es auch unpassend, während viele gegen Corona kämpfen so eine Fernreise zu unternehmen und dann auch noch darüber zu schreiben.
bayern schorsch schrieb:Oh Mann, das sieht aber schön aus !!! Ist Euch eigentlich aufgefallen, dass die Düne nicht "zugetrampelt" war? Schaut so aus, als ob man nur den kleinen Trampelpfad gelaufen ist. Tolle Sache! LG der bayern schorsch
Eine Anmerkung dazu: Louise hat sich noch bei uns entschuldigt, sie hätte den Besen im Farmgebäude vergessen, um die Spuren im Sand weg zu wischen... Ich war echt perplex bei dieser Aussage und habe ihr versichert, dass uns die Spuren überhaupt nicht stören würden - der Anblick sei auch so wunderschön!
Ich werde versuchen jeden Morgen einen kompletten Tag hier reinzusetzten. 🙂
helen1'488 Beiträge · seit 200609. Dez. 2021 · #10
Guten Morgen,
Danke für deinen Bericht, der ja schon richtig toll anfängt. Mal abgesehen vom Tumult im Flugzeug. Die Kalahari Jansen Guestfarm haben wir nächstes Jahr auch für zwei Nächte gebucht. Und nach deiner Beschreibung scheint es wirklich eine gute Wahl zu sein.
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200909. Dez. 2021 · #11
Guten Morgen Helen,
auf die Jansen Gästefarm könnt Ihr Euch freuen - es ist wirklich wunderschön dort und die Gastgeber sind sehr, sehr bodenständig sympathisch. Unbedingt den Dünen-Braii vorab reservieren. Wir waren schon auf einigen Gästefarmen in Namibia - diese gehört sicherlich zu den Besten, welche wir besucht haben.
Es geht gleich mit meinem RB weiter, wenn ich endlich die Bilder einfügen kann... da will heute überhaupt nicht klappen.
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200909. Dez. 2021 · #12
9. November 2021 - Fahrt nach Aus, Godwana Eagles Nest / Desert Horse Inn
Wir haben wunderbar geschlafen und der Stress der Anreise ist vergessen. Ich setzte mich mit einer Tasse Tee auf die Terrasse und begrüße den Tag.
Pünktlich halb Acht treffen wir uns mit Monika & Manfred und Valentina & Heiner auf der Frühstücksterrasse. Es ist hübsch für uns eingedeckt und wir lassen uns das Frühstück mit Rührei, verschiedenen Wurst-/Käse-/Brotsorten schmecken.
Neben der Terrasse lädt der Pool ein. Dazu haben wir leider keine Zeit mehr.
Und wer was zu Meckern hat... (Ausblick von M+M's Camelthorn Bungalow) 🤩
Fazit Jansen Kalahari Gästefarm Eine der großen Überraschungen dieses Urlaubs. Sehr zuvorkommende und überaus sympathische Gastgeber. 5 Bungalows. Es war nur eine weiterer Gast anwesend.
Eine hundertprozentige Empfehlung, auch für mehrere Tage! Sicherlich eine der besten Gästefarmen Namibias.
Jetzt aber zügig Gepäck eingeladen – es liegt eine weite Fahrstrecke vor uns (die längste des Urlaubes). Auf der D1268 geht’s gen Süden, dann ein Stück auf der B1 und Richtung Hardap Damm. Wir löhnen den moderaten Eintritt und es wird gefragt, ob wir neue Gäste des NWR Resorts sind. Man warte sehnsüchtig auf Gäste...
Im Restaurant frage ich nach Getränken und man antwortet mir: sie öffnen erst Mittag wieder. Ich bin perplex, einerseits warte man auf Gäste andererseits haben die 3 rumstehenden Damen nix zu tun und könnten etwas verkaufen... 🤨
So schauen wir uns die Anlage ein bisschen an.
Ein paar Klippschliefer leisten uns Gesellschaft.
Nach einer halben Stunde verlassen wir den verwaisten Ort.
Die C 19 bringt uns in ca. 1 Stunde nach Maltahöhe. Im namensgebenden Hotel finden wir eine schattige Oase im Garten und unser Durst wird gestillt. Hier verplappern wir uns ein bisschen. Auch verleiten die vielen historischen Fotos im Hotel dazu etwas über die Geschichte des Ortes zu erfahren.
Beim Einsteigen zeigt die Außentemperatur bereits 36 Grad. Bald biegen wir auf die C14 Richtung Helmeringhausen ab. Die Pad ist gut geschoben und wir fahren durch Autoleere, wunderschöne Berglandschaft.
Nach 1,5 Stunden erreichen wir Helmeringhausen und werden liebevoll empfangen.
Wir nehmen im Garten Platz, Auch hier herrscht gähnende Leere. Wir werden freundliche (mit Mundschutz) empfangen und nach unseren Wünschen gefragt. Ein gekühltes Radler zischt bei dieser Hitze besonders gut. Im gut sortierten Shop werden noch Feigenmarmelade und Getränke gekauft. Ich liebe dieses Örtchen und irgendwann werden wir hier auch Mal wieder übernachten (wie 1997). 😘 Mittlerweile sind es 39 Grad und jegliche Bewegung ist eine zu viel.
Nun muss die letzte Etappe bewältigt werden. Die C13 zieht sich endlos erscheinend hin...
Kurz vor 17 Uhr erreichen wir endlich die Godwana Lodge – Klein Aus Vista. Wir freuen uns bald wieder das Boulder Chalet (Doppelchalet mit 2 Schlafzimmern und 2 Badezimmern) beziehen zu können und die M&M's auf ein Zimmer im Desert Horse Inn. Leider macht uns die Rezeptionistin einen Strich durch die Rechnung – das Boulders Chalet ist vor 2 Stunden von anderen Gästen bezogen worden. 🤩 Für uns ist „Mountain View“, für Valentina und Mann „The Wall“ und den M&M's wird vorgeschlagen 1 Nacht im „Eagles View“ zu verbringen und die 2. Nacht in der Lodge. M&M sind einverstanden. Wir hadern, denn wir hatten explizit mit Piet das Boulders vereinbart. Piet ist z.Z. mit dem Mountain-bike unterwegs und wird erst in 1 Stunde zurück sein. Nach einigem Hin-und Her kommt seine Ehefrau dazu und bedauert diesen Umstand, aber sie könne nunmehr schlecht die Leute wieder aus dem Boulders ausziehen lassen. Nunja unsere Laune ist nicht gerade bestens als wir zu den Chalets fahren. Schnell packen wir das Gepäck aus, denn die Sonne geht langsam unter. Ich habe nicht mal Lust Fotos von unserem „Mountain View“ zu machen. Ein kalter GinTonic beruhigt uns alle etwas und so schlecht sind diese Chalets nun auch wieder nicht. 😘
Zum Dinner fahren wir zurück zur Lodge und sind erstaunt, dass hier so viele Gäste sind. Unsere Kellnerin teilt uns als erstes mit, dass alle Getränke des heutigen Abends, auf Grund des Missverständnisses bei der Chalet-Vergabe, aufs Haus gehen. Das nenn ich mal großzügig. So bestellen wir uns als Aperitif einen namibischen Gin mit Tonic und zum Essen 1 Flasche Wein und 2 Bier. Wir sind ja nicht unverschämt. 😎
Später begrüßt uns Piet Swiegers am Tisch und fragt, ob alles in Ordnung ist. Dann kommen wir natürlich auf das Boulders Chalet zu sprechen. Er ist sich sicher, dass nie vom Boulders die Rede war, sondern nur, dass wir nur zusätzlich ein 3. Chalets wollten. Ich verneine dies natürlich. Denn es war klar, dass M&M, falls die Warteliste nicht klappt in ein Lodge-Zimmer gehen. Pieter grinst mich unverblümt an und meint: Wetten wir? 🤩 Ich bin mir langsam gar nicht mehr so sicher, die Hitze des Tages zollt vielleicht ihr Tribut? Okay, wir wetten um die Getränke des nächsten Abends. Entweder müssen wir ihm 3 Flaschen Wein (nach Wahl) bezahlen oder er uns.
Wir genießen nun erst Mal unser vorzügliches Essen.
Dann kommt Piet wieder und grinst... er hat die Wette verloren und unsere Getränke für den nächsten Abend sind gesichert. 😄 Es wird noch ein lustiger Abend im Restaurant.
Gegen 22 Uhr sind auch wir bereit zurück in unsere Chalets zu fahren. Wir sitzen noch ein bisschen auf unserer Terrasse vom „Mountain View“ und hören dem Nichts zu. Schön ist es hier! 😘 Ein anstrengender Tag geht zu Ende und unser Bett ruft nach uns.
Hallo Tina, es scheint, als ob sich im Hardap-Restaurant seit 2019 absolut nix geändert hat - Pandemie hin oder her. Service 6 minus - sei froh, dass Ihr dort nichts gegessen habt, denn die Qualität vom Dinner oder Lunch verdiente schon seinerzeit keine Bewertung. Eure Route versetzt mich in nostalgische Stimmung…. Ich zockle Dir hinterher. Gruß Friederike
es scheint, als ob sich im Hardap-Restaurant seit 2019 absolut nix geändert hat
und auch seit lange davor nicht. Mein letztes Mal vor X Jahren dort: Es gab eine Dose Cola im ganzen Restaurant. Sollte 15 Dollar kosten, ich hatte nur 20 und die Kellnerin zog dann damit ab und wurde nicht mehr gesehen. Ich frage eine andere nach meinem Wechselgeld und sie sagte, dass sie keines hätten. Ich habe dann gesagt, dass das ihr Problem sei und nicht meins. Sie gab mir 20 Dollar zurück und ich hinterließ meine halbe Cola....
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200909. Dez. 2021 · #16
Hallo Frederike, ich freue mich sehr, dass Du bei meinem Reisebericht dabei bist! Zockeln brauchst Du nicht, ich habe mir vorgenommen zügig mit Schreiben voran zu kommen. 😉
Wir hatten nicht vor im Hardap etwas zu essen, aber 6 Kaffee / Cappuccino und 6 Kaltgetränke hätten wir gerne konsumiert. Zumal uns am Eingang so traurig mitgeteilt wurde, dass alle sehr auf Gäste warten und sich freuen. Nunja, deren Geschäftspolitik muss man nicht verstehen. Übrigens hatte ich auf meiner Kladde noch das Bastion Farm Stall in der Nähe des Hardap als Pausenstopp notiert, auch hier standen wir vor verschlossenen Türen (habe vergessen dies im RB zu erwähnen).
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200910. Dez. 2021 · #17
10. November 2021 – Ausflug Kolmannskuppe und Lüderitz
Mit einer Tasse Tee begrüße ich den Morgen. Ich bin auch beim 6. Besuch immer wieder von dieser Landschaft hier begeistert.
Unser „Mountain View“
Die Vögel bedanken sich für das frische Wasser .
Das ist der untere Komplex der Chalets. Im Vordergrund unser „Mountain View“, in der Mitte „Bungalow 1+2“ und „The Cave“(welche alle nicht belegt waren) und dahinter „The Wall“. The Cave und die Bungalows sind klitzeklein und sehr spartanisch, wir hatten einen Schlüssel und konnten rein, falls M&M hier wohnen wollten.
„The Walll“ von der anderen Seite, welches von Valentina und Heiner bewohnt wurden.
Das größte aller Chalets: Eagles View, welches von M&M bewohnt wurde. Hier haben wir 2013 gewohnt.
Wir kennen nunmehr alles Chalets, auch von innen. Und unser persönliches Ranking fällt so aus: The Rock, Eaglew View, The Boulders, Desert Vista, The Mountain View, The Wall, The Cave und die Bungalows zum Schluss.
Langsam ergreift die Sonnen Besitz von dieser Traumlandschaft und wir machen uns auf die Fahrt zum Frühstück.
Nach einem herzhaften Frühstück trödeln wir nicht lange herum, wir wollen nach Kolmannskuppe und Lüderitz Für uns Beide ist dies nunmehr auch der 6. Besuch der Geisterstadt. Da wir aber wieder Namibia-Neulinge dabei haben, darf dieser Programmpunkt nicht fehlen.
Viele Fotos haben wir nicht gemacht, es liegen sicherlich Hunderte in unserem Archiv.
Nach ca. 1 Stunde Fahrt erreichen wir Kolmannskuppe. Der Rundgang führt uns durchs interessante Museum, Kegelbahn und in alle Häuser. Unsere Mitreisenden sind begeistert von diesem bizarren Ort.
Valentina nimmt ein Sandbad
Gegen 11 Uhr, die Sonne brennt unermüdlich, verlassen wir die Geisterstadt und fahren nach Lüderitz. Lüderitz, eine bunte abgelegene Stadt, gefällt mir immer wieder. Leider fällt der obligatorische lunch im Nest-Hotel diesmal aus – es findet eine Tagung statt und wir dürfen das Grundstück nicht betreten. Im Hafen finden wir bei „Essenzeit“ aber einen schönen Ersatz.
Selbst in Lüderitz ist es ungewöhnlich heiß. So machen wir uns bald Richtung Diaz Point auf.
Zuerst fahren wir aber auf Shark Island und spazieren ein bisschen rum. Es ist sehr windig.
Danach geht’s weiter über die große Bucht. Einige Flamingos sieht man in weiter Entfernung.
Am Diaz Point kann man kaum die Autotür öffnen, so stürmisch ist das hier. Unsere Freunde wollen trotzdem zum Kreuz hoch kraxeln. Sie erzählen später, dass sie auf allen Vieren hoch sind und sich gegenseitig festhalten mussten. Erstens, weil es so stürmisch ist und Zweitens, weil die gesamte Anlage in einem miserablen Zustand ist. Dies war übrigens schon vor 3 Jahren so.
In weiter Entfernung entdeckt Manfred Robben auf einem kleinen Felsen. Die Fotos sind nix gescheites, aber er konnte welche entdecken.
Auf der Rückfahrt können wir Surfer beobachten, welche eine Wasser-Rinne zwischen Atlantik und Großer Bucht nutzen, um im spektakulären Tempo hin und her surfen. Das ist eine coole Sache und auch wir haben Spaß dabei zu zusehen. Leider erwischen wir kaum einen Surfer mit der Kamera, so einen Affen-Tempo haben die drauf.
In Lüderitz wird noch getankt. Und seht mal, 36 Grad in Lüderitz, das habe ich noch nie erlebt. Ansonsten ist immer angenehm „kühl“ und nie mehr als 30 Grad.
Wir halten noch bei der Wasserstelle der Wüstenpferde. Keine Pferde weit und breit zu sehen. Nach 10 Minuten verlassen wir diesen heißen Ort, es hat hier sicherlich 40 Grad.
Gegen 17:00 Uhr sind wir wieder in unseren Chalets. Vorher haben wir M&M in ihrem Lodgezimmer entlassen. Ich muss sagen, die Zimmer sind echt chic eingerichtet und sie haben Klimaanlage. Wir ruhen eine bisschen aus und schlafen tatsächlich ein. Ui, die Sonne ist fast weg als ich wach werde. Jetzt müssen wir uns sputen, denn wir sind 19 Uhr mit M&M zum sundowner in der Lodge verabredet. Später haben wir einen schönen Platz auf der Terrasse und sehen nur noch das Abendrot.
Das Dinner im Restaurant war wieder vorzüglich und dank des gesponserten Weines von Piet auch süffig. Zum Schluß singt die gesamt Crew für uns. Danke für die nette Geste!
Lange unterhalten wir uns noch mit Piet über Leben und Arbeiten in Namibia und Deutschland. Am meisten macht Piet die Trockenheit Sorge. Im Wolwedans Gebiet sollen von 45000 Oryxe fast 30000 verendet sein. Und er meint auch, dass Lüderitz nie so heiß war. Der Klimawandel ist echt und macht uns sehr nachdenklich.
Später sitzen mein Mann und ich noch ein bisschen auf unserer Terrasse und verarbeiten den Tag und vor allem das nachdenkliche Gespräch mit Piet. Heute schlafe ich nicht so gut ein...
Zum Dinner fahren wir zurück zur Lodge und sind erstaunt, dass hier so viele Gäste sind. Unsere Kellnerin teilt uns als erstes mit, dass alle Getränke des heutigen Abends, auf Grund des Missverständnisses bei der Chalet-Vergabe, aufs Haus gehen. Das nenn ich mal großzügig. So bestellen wir uns als Aperitif einen namibischen Gin mit Tonic und zum Essen 1 Flasche Wein und 2 Bier. Wir sind ja nicht unverschämt.
Na da seid Ihr ja regelrecht sparsam gewesen. Zumindest einen doppelten Gin-Tonis hätt ich mir da schon einverleibt. 😉 😄
Also - wenn Reklamationen oder Irrtümer (egal von wem) so geregelt werden, ist doch alles in Ordnung. Wenn mal jemand was vermasselt, was ja jedem passieren kann, dann finde ich das super, wenn man sich auf diese Art und Weise einigt. Prima ist das! 🙂
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200912. Dez. 2021 · #19
Moin Georg, ich vergaß zu Erwähnen, dass wir grundsätzlich "Doppelte" GT ordern. 😛 Das ist aber auch unseren heimischen Restaurants /Bars geschuldet, nur auf ausdrücklichen Wunsch gibts "Einfache", egal welche Spirituose und ob pur oder Wodka Lemon, GT etc. Ich finde auch, dass es eine unkomplizierte Lösung war und alle waren damit zufrieden. Ich kenne Piet ja nun auch schon aus 6 Besuchen und es war ihm sichtlich peinlich, vor allem, dass ihm das bei "Stammgästen" passiert ist. Und wie bereits geschrieben, so schlecht war "Mountain View" nun auch nicht. 😉
Auf der Rückfahrt können wir Surfer beobachten, welche eine Wasser-Rinne zwischen Atlantik und Großer Bucht nutzen, um im spektakulären Tempo hin und her surfen. Das ist eine coole Sache und auch wir haben Spaß dabei zu zusehen. Leider erwischen wir kaum einen Surfer mit der Kamera, so einen Affen-Tempo haben die drauf.
Die Lüderitz Speed Challenge, eines der bekanntesten und schnellsten Surfrennen der Welt. Da kommt dir ganze Elite aus allen Herrenlaändern jedes Jahr für 4 Wochen zusammen.
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!