Liebe Sabine, wunderbare Bilder von Landschaften wie wir sie auch so lieben! Wenn wir uns genötigt fühlen im nächsten Jahr genau diese Gegend aufzusuchen, dann trägt ihr mindestens eine grosse "Mitschuld"! Nochmals, besten Dank für die wunderbaren Bilder und den kurzweiligen Bericht.....auch eure "Reiseweise" entspricht der unseren und gefällt uns sehr gut. ggf. werden wir bei der Planung noch Fragen haben mit denen wir dich dann "nerven" können. Ulli
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201420. Feb. 2019 ·
Hallo in die Runde,
@ Matte: Welcome Back 🤩 ! Ich wünsche Dir eine gute Eingewöhnungszeit in D 😎 Ein ganz herzliches Dankeschön für die Bestimmungshilfen so kurz nach der Ankunft mit noch Sand zwischen den Fußzehen 😘 Ich hoffe, die Füße sind zwischenzeitlich sauber und Du hast Dich soweit gut wieder eingefunden, dass es mit Deinem Bericht bald losgehen kann 😗 Ich bin mächtig gespannt!
@ Tinochikas: Danke für die Weiterleitung der Mail. Auf der Homepage vom Camp Syncro habe ich nur einen letzten Eintrag gefunden, dass sie alles daran setzen werden die Hunde mitzunehmen. Dann war es wohl doch nur ein gut erzogener Streuner, der auch nichts mit einem RR oder Jack Russel gemein hatte 😉 .
@ Ulli: Herzlichen Willkommen in unserer Reisegruppe! Es freut mich, dass ich Euch mit meinem Bericht Flöhe für das nächste Jahr ins Ohr setzen konnte. Das ist ja immer sehr gefährlich 😄 😗 Falls Ihr Fragen habt, immer her damit - allerdings weiß ich nicht, ob ich die so umfassend und kompetent wie z.B. Topobär beantworten kann. Wir sind ja sehr betreut und gut behütet unterwegs gewesen 😉.
Euch allen einen schönen Abend und herzliche Grüße Sabine
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201420. Feb. 2019 ·
A long way down South – Von Tonnen, Steinmännchen und Landschaften – Teil 1
Noch im Dunkeln packen wir zusammen und nehmen ein zeitiges Frühstück ein. Wir verlassen Camp Syncro mit dem ersten Tageslicht.
Armin und ich beschließen bereits langsam Richtung Marienfluss vorzufahren, während der Rest der Gruppe noch einen Blick auf die Community Campsite werfen wollen.
Dabei entdecken wir unseren ersten „Lone Men“ des Tages mit der Nummer 25 und der Botschaft „Heading for 15“.
Von den anderen ist immer noch nichts zu sehen und wir fahren langsam und gemütlich weiter.
An irgendeinem Punkt müssen wir den falschen Abzweig genommen haben 🤢. Wir sind schon gut eine halbe Stunde unterwegs aber der Rest der Gruppe bleibt spurlos verschwunden 😗. Auch das Funksignal wird immer schwächer. Ich schalte das Navi ein und wir sind ganz klar auf der falschen Spur unterwegs 😣 Zwischen uns liegt nun das augenscheinlich undurchdringliche Flussbett und in weiter Ferne entdecke ich zwei weiße Punkte - die Autos unserer Begleiter 🤪
Wir müssen also umkehren – glücklicherweise haben wir unseren Fehler rechtzeitig gemerkt – so dass wir bald wieder aufschließen.
Quasi als Entschädigung entdecken wir einen Rüppell's Korhaan.
Unsere Freunde nutzen die Wartezeit für ein paar schöne Fotos und Frühstück mitten auf der Pad.
Weiter geht es nun wieder Richtung „Red Drum“ durch die wunderschöne Landschaft des Marienflusstals.
Auch hier haben wir eine kurze Sequenz bewegter Bilder mitgebracht.
Beim Erstellen des Videos habe ich unweigerlich ganz arg Fernweh und Sehnsucht nach dieser Gegend bekommen 🙄 .
Von der roten Tonne geht es schnurstracks weiter Richtung „Blue Drum“.
Auf dem Weg dorthin entdecken wir den zweiten „Lone Men“ des Tages – dieser hat aber weder eine Nummer noch eine Botschaft für uns.
Die „Orange Drum“ steht einsam und verlassen in einer unwirtlichen Gegend. Die Kühlbox ist leider auch leer 🤪.
Wir passieren die Hartmannberge – leider nicht im allerbesten Licht.
Die Landschaft wird nun zunehmend karger – kein Baum und kein Strauch – aber Zeichen von Leben können wir in weiter Ferne ausmachen.
An der „Green Drum“ tragen wir uns ins „Logbuch“ ein und von dort geht es weiter in ein gefühltes riesengroßes NICHTS.
Auf den Bildern kaum zu erkennen – mit dem bloßen Auge aus der Entfernung auch nicht.....
….hier tauchen wir ein in das riesige Flussbett des Grometum (?) wo wir eine Lunchpause einlegen.
Und hier pausieren wir nun auch im virtuellen Leben – die heute noch folgenden Eindrücke werden größtenteils dann etwas anders sein – daher sage ich an dieser Stelle mit Guggus Worten: „Stay tuned“
ein herzliches zwischendurch Danke für diesen toll geschriebenen und bebilderten Bericht. Mit den Filmen kann man sich das Abenteuer noch besser vorstellen. Womit hast Du gefilmt? Mit der normalen Kamera oder mit Gopro?
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201421. Feb. 2019 ·
Martina56 schrieb:Liebe Sabine,
ein herzliches zwischendurch Danke für diesen toll geschriebenen und bebilderten Bericht. Mit den Filmen kann man sich das Abenteuer noch besser vorstellen. Womit hast Du gefilmt? Mit der normalen Kamera oder mit Gopro?
Ganz liebe Grüße
Martina
Liebe Martina,
Danke Dir für Dein Lob und dein Interesse 😘
Wir haben zu 99% frei Hand mit den Handys gefilmt. Ich glaube drei Videos von Tierbegegnungen habe ich mit der Fotokamera gefilmt - die kommen aber erst später.
Und da wir dieses Mal relativ viele Filmchen mitgebracht haben, gibt es auch in fast jedem Kapitel eine kleine Zusammenfassung der Fahrt. Ich habe für mich ein (altes) Programm entdeckt, mit dem man schnell und unkompliziert die Filme zusammenbasteln kann. Es freut mich, dass es gefällt 😎
Applegreen schrieb: @loeffel (Stefan): 🤩 Ich dachte zunächst beim ersten Überfliegen Du hättest eigene Fotos eingestellt und identische Motive von Eurer Reise mitgebracht 😄 Ich stelle hier meine Fotos "out of the cam" also ohne jegliche Bearbeitung ein (einzige Ausnahme Ausschnittsvergrößerung von Tieren oder minimale Bearbeitung von Nachtaufnahmen und Sonnenuntergängen B)). Ich ganz persönlich zeige lieber Fotos in "Natura" - also so wie ich es mit eigenen Augen auch erlebt habe. Und die Nachbearbeitung wäre mir speziell für diesen Bericht ein bissle unter Zeitdruck einfach zu viel Arbeit 🤪. Aber in Schwarz-Weiß gefallen mir meine Fotos dann doch auch ganz gut 😎
🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩
Hallo Sabine, Also auf die Idee, einen fremden Reisebericht mit meinen Fotos zu verunstalten, wäre ich im Lebtag nie gekommen 😄 . Im Normalfall halte ich es auch wie du und bearbeite meine Fotos auch nur minimal. Im allgemeinen auch nur um Unzulänglichkeiten des Fotografen und der Kamera auszugleichen 😉 . Portraits wie diese sind eine Ausnahme, weil ich finde, dass sie monochrom an Ausdrucksstärke gewinnen. Ich wollte damit auch nur zeigen, welches Potential in einigen deiner Portrait-Aufnahmen steckt 🙂 .
Danke, dass du uns mit dem Reisebericht in traumhafte Gegenden entführst, die für uns unerreichbar bleiben werden.
LG Stefan
Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
Unsere Reiseberichte
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201422. Feb. 2019 ·
loeffel schrieb: Im Normalfall halte ich es auch wie du und bearbeite meine Fotos auch nur minimal. Im allgemeinen auch nur um Unzulänglichkeiten des Fotografen und der Kamera auszugleichen 😉 .
Hallo Stefan, dieses Problem kenne ich nur zu gut 😄
loeffel schrieb: Portraits wie diese sind eine Ausnahme, weil ich finde, dass sie monochrom an Ausdrucksstärke gewinnen. Ich wollte damit auch nur zeigen, welches Potential in einigen deiner Portrait-Aufnahmen steckt 🙂 .
Alles gut 😘 Ich habe das auch genau so verstanden 😎 Diese Idee werde ich für das nächste Projekt "Fotobuch" gerne übernehmen!
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201422. Feb. 2019 ·
A long way down South – durch Wüstenlandschaften zum Hoarusib - Teil 2
Weiter geht es nun immer entlang des Randgebiets zum Skeleton Coast NP....
…. wo wir den dritten „Lone Men“ des heutigen Tages finden.
Es ist die Nr. 19 und wieder gibt es keine Botschaft für uns 😐.
Auf unserem weiteren endlosen Weg verändern sich die Aussichten und Landschaften stetig.
Von Steinwüste über Sandwüste, imposanten Gebirgszügen, Flussbetten mit leichtem Bewuchs ….
... und etwas mehr Tiere hat es hier auch 🙂
Dann erreichen wir die „Metropole“ Orupembe 🤪.
Der Shop No.1 hat zwar nicht allzu große Auswahl – aber wir werden trotzdem fündig.
Die junge Frau ist mit unserer kleinen Bestellung von ein paar wenigen Getränken und Streichhölzern völlig überfordert. Das Rechnen mit Taschenrechner fällt ihr offensichtlich schwer – so dass sie sich zu unseren Gunsten verrechnet. Also rechnen wir ihr das Ganze einfach nochmal vor und zahlen selbstverständlich den korrekten Betrag.
Von hier aus geht es weiter durch eine karge Wüstenlandschaft immer oberhalb des Khumib entlang.
Eine Herde Bergzebras zeigt sich selten kooperativ und fotogen.
Ohrengeier auf der Lauer.
Wir ziehen weiter durch endlosen Weiten.
Irgendwo hinter diesem Gebirgsmassiv liegt unser Ziel.
Und da liegt er nun vor uns zum Greifen nah! Mt. Himba Sphinx – im schönsten Abendlicht!
Die schmale Fahrspur führt geradewegs auf den beeindruckenden Berg zu.
Und tatsächlich entdecken wir hier den vierten „Lone Men“ des heutigen Tages 🤩.
Auch hier wurde die Platte mit der Nummer und Botschaft leider entwendet 😕.
Foto: Frauke
Auch von dieser Etappe habe ich eine kurze Videosequenz gebastelt.
Nur ein kurzes Stück müssen wir noch entlang des Fußes von Mt. Himba Sphinx meistern und gegen 19.00 Uhr erreichen wir den westlichen Teil des Hoarusib. An einer geeigneten Stelle installieren wir unser Camp.
Foto: Adi
Ein langer und sehr staubiger - aber beeindruckender Fahrtag liegt hinter uns. Rückblickend fragt man sich sicher, warum wir uns für diesen Streckenabschnitt nicht mehr Zeit genommen haben und die Gegenden nicht ausgiebiger erkundet haben. Nun des Rätsels Lösung verbirgt sich zum einen in unserem ungeplanten Abstecher hoch nach Camp Syncro aber auch in einem kleinen Geheimnis, das nur unsere südafrikanischen Freunde und ich kennen 😗. Wenn man nur wenige Urlaubstage zur Verfügung hat, muss man leider Kompromisse eingehen 🤢.
Armin und ich sind zu später Stunde noch mit der Zubereitung unseres Dinners beschäftigt. Glücklicherweise ist heute ein einfaches Gericht geplant - Spaghetti Carbonara und davon mehr als reichlich.
Wieder nicht sonderlich motiviert knipse ich noch ein „Gute-Nacht-Foto“.
Und schon bald krabbeln wir müde aber glücklich in unsere Zelte.
Die Fahrstatistik des heutigen Tages:
Unsere morgige Sonntagsausfahrt führt durch grüne Schluchten, zu einem Schloss aus Stein weiter in Richtung Gainas Plains.
Liebe Sabine ich hab jetzt ganz akutes sakrisches Fernweh! Trotzdem oder doch gerade deswegen zwischendurch mal wieder meinen Dank fürs Schreiben und Teilen Deiner schönen Fotos. Herzlich grüßt Elisabeth
Hallo Sabine, bisher bin ja nur als "Danke"-Drücker mitgefahren 🤩 , doch jetzt muss ich mich doch mal outen. So tolle Fotos und wieder mal eine echt tolle Tour, die ihr da macht. Und ich komme nun immer mehr ins Grübeln, ob wir unsere Pläne für 2020 nicht doch wieder über Bord werfen sollen. Obwohl ja das Kaokofeld immerhin schon PlanB ist für das nächste Jahr. Freue mich schon auf die Fortesetzung 😎 . Danke fürs Teilen. Liebe Grüsse Nina
habe ein paar Kapitel aufholen müssen - das Wetter war einfach zu schön - , aber jetzt bin ich wieder "tuned" 😄 Super schön und dein Filmchen von Joubert Pass macht mir deutlich warum das Kaokoveld für mich ein weißer Fleck auf der Landkarte bleiben wird. 😵 😮
franzicke2'085 Beiträge · seit 201222. Feb. 2019 ·
Huhu ihr Lieben, da werden Erinnerungen wach - einfach zuzu schön! Wir sind ja diese Strecke in umgekehrter Richtung gefahren auf dem Weg nach Etambura. Und euer vierter Lone Man war unser erster und die Freude war riesig! Und dann immer weiter, die Sphinx vor Augen und im Hinterkopf immer mal die Frage, wer denn auf die Idee kam, in diesem unwirtlichen Gelände mit sicherlich großen Mühen und Schinderei eine Piste zwischen den Flusstälern zu bauen oder doch zumindest zu präparieren.
Rückblickend fragt man sich sicher, warum wir uns für diesen Streckenabschnitt nicht mehr Zeit genommen haben und die Gegenden nicht ausgiebiger erkundet haben.
Damit habe ich mich tatsächlich ein bisschen ertappt gefühlt, denn beim Lesen dachte ich wirklich, die machen doch ziemlich Action hier in diesem endlosen Nichts ... aber dafür gab es ja wohl mehr als einen Grund und dann ist es wie es ist eben auch gut. Jetzt wünsch ich euch einen guten Start ins Wochenende, viele Grüße Ingrid
ich kann mich nur anschließen... wunderschöne Landschaftsbilder sind das! 🤩 Und die Bergzebras waren ja wirklich mehr als kooperativ... 😎 Die Bilder von dem Shop Nr. 01 sind einmalig und Deine Videos begeistern mich jedes Mal... 🤪
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und freue mich schon auf den nächsten Teil... Viele Grüße, Nadja
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201423. Feb. 2019 ·
Hallo Ihr Lieben 😘
ich wünsche Euch ein schönes frühlingshaftes Wochenende und habt ganz herzlichen Dank für Eure lieben Kommentare 😘 Das freut mich sehr und motiviert ungemein.
@ Elisabeth: Ja das Fernweh habe ich eigentlich auch bei jedem Kapitel, das ich wiedererlebe während des Schreibens 😗 - und diese Gegenden da oben waren einfach zu schön!
@ freshy: Uiui - da stellst Du eine Frage, die mir nicht leichtfällt zu beantworten 😣. Es ranken sich vielerlei Mythen und Erzählungen um die Entstehung der Steinmännchen und es ist der Wunsch der 4x4 Community (auch herrscht hier im Forum darüber Konsens - soweit ich mich erinnere) dieses Rätsel nicht öffentlich zu lösen 😗 Auch die GPS-Daten der bereits gefundenen Skulpturen werden nach einem ungeschriebenen Gesetz nirgendwo veröffentlicht. Das ist auch gut so - so liegt die Herausforderung in der aufmerksamen Betrachtung der Gegenden, um so möglicherweise nicht nur die Skulpturen sondern auch die vielen andere Schönheiten der durchfahrenen Gegenden wahrzunehmen. Sicher ist, dass diejenige Person, die diese Skulpturen erschaffen und platziert hat, die Gegenden sehr gut kennt, da sie meist an "strategischen" Punkten platziert sind. An jeder der Skulpturen befindet sich eigentlich eine Botschaft, die letztendlich alle zusammen das Rätsel lösen. Im Netz findet sich auch nicht allzu viel (Hier mal ein ganz interessanter Link: http://www.travelnewsnamibia.com/news/mysterious-lone-men-kaokoland/). Ich werde Dir aber in Büsnau bei Interesse unter vier Augen das verraten, was uns wiederum Einheimische dazu verraten haben 😛 .
@ Nina: Wie schön von Dir zu lesen und noch mehr freue ich mich, dass Du uns begleitets 😘 Was ist denn Plan A für 2020????
@ Guggu: Da oben ist es schon stellenweise ruppig, was fahrtechnisch abverlangt wird. Aber es gäbe ja auch alternative Routen, der größte Teil ist ja relativ normal fahrbar 🙂
@ Ingrid: Ja dafür gab es einen bzw. mehrere Gründe 😛. Zum einen haben wir uns ja entschieden, dass Marienflusstal in keinem Falle auszulassen (und das war auch die einzig richtige Entscheidung 😁). Wobei Adi natürlich genau wusste, dass wir ganz gut belastbar sind und auch mit "Unregelmäßigkeiten" sehr gut klar kommen. Dafür hat er uns auf unserer ruckeligen Botswana-Tour schon sehr gut kennen und einschätzen gelernt 😎
@ Nadja: Ganz lieben Dank für Dein Lob 🙂 Es freut mich sehr, dass die Bilder und Videos gefallen 😘 Der nächste Teil ist allerdings noch in Arbeit und es braucht noch ein wenig Geduld 😗
Ganz herzlichen Dank für Euer anhaltendes Interesse 😘
Morgen geht es dann weiter im Bericht!
Euch allen wünsche ich ein wunderschönes Wochenende!
Applegreen schrieb: @ freshy: Uiui - da stellst Du eine Frage, die mir nicht leichtfällt zu beantworten 😣. Es ranken sich vielerlei Mythen und Erzählungen um die Entstehung der Steinmännchen und es ist der Wunsch der 4x4 Community (auch herrscht hier im Forum darüber Konsens - soweit ich mich erinnere) dieses Rätsel nicht öffentlich zu lösen 😗 Auch die GPS-Daten der bereits gefundenen Skulpturen werden nach einem ungeschriebenen Gesetz nirgendwo veröffentlicht. Das ist auch gut so - so liegt die Herausforderung in der aufmerksamen Betrachtung der Gegenden, um so möglicherweise nicht nur die Skulpturen sondern auch die vielen andere Schönheiten der durchfahrenen Gegenden wahrzunehmen. Sicher ist, dass diejenige Person, die diese Skulpturen erschaffen und platziert hat, die Gegenden sehr gut kennt, da sie meist an "strategischen" Punkten platziert sind. An jeder der Skulpturen befindet sich eigentlich eine Botschaft, die letztendlich alle zusammen das Rätsel lösen. Im Netz findet sich auch nicht allzu viel (Hier mal ein ganz interessanter Link: http://www.travelnewsnamibia.com/news/mysterious-lone-men-kaokoland/). Ich werde Dir aber in Büsnau bei Interesse unter vier Augen das verraten, was uns wiederum Einheimische dazu verraten haben 😛 .
Liebe Grüße Sabine
Hallo Sabine, nach einem Abend in einem deftigen Mundarttheater in Stetten bin ich noch zu aufgekratzt, um schlafen zu gehen. Danke für die Information, den Link schaue ich mir morgen an. Mich interessiert die kreative Kunst der Afrikaner aus natürlichem Material oder auch aus Müll, die keinesfalls naiv ist, sondern oft einen tieferen Sinn hat. Ich freue mich auf Büsnau und ein Zwiegespräch mit dir.
Einen schönen Sonntag wünscht dir freshy
Nachtrag: Erstaunlich, wie ausdrucksstark diese Figuren aus grobem Material erschaffen und in die aride Landschaft gestellt wurden. Sie wirken nicht statisch, sondern werden wie in einem Moment der Bewegung dargestellt. Bezeichnend ist, dass einem Kommentator (im Linkhinweis) nichts anderes einfällt, als eine der Figuren kaufen zu wollen 🙁 .
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201424. Feb. 2019 ·
freshy schrieb: Bezeichnend ist, dass einem Kommentator (im Linkhinweis) nichts anderes einfällt, als eine der Figuren kaufen zu wollen 🙁 .
Liebe freshy,
das hatte ich gar nicht gelesen 🤩
Aber wie ich irgendwo gelesen habe, ist viel schlimmer noch eine komplette Skulptur bereits "geklaut" worden 😈 Und an zwei der von uns entdeckten Skulpturen fehlten die Hinweisschilder aus Metall, in denen die Nummern und/oder Botschaften eingeprägt waren. Man hat die Spuren von "schwerem" Werkzeug deutlich sehen können - und die Sklupturen selbst sind auch sehr massiv und gut gesichert. Die "Botschaften" und die geklaute Skulptur verstauben jetzt wahrscheinlich irgendwo auf der Welt in Vitrinen von irgendwelchen Deppen 🤢
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201424. Feb. 2019 ·
Von Flusstälern und Schluchten über ein Schloss aus Lehm in die Plains – Teil 1
Während des Frühstücks bemerken wir Kinder die ganz in der Nähe mit ihren Hunden im Sand spielen. Sie scheinen tief in das Spiel versunken – verstohlen und ohne bemerkt werden zu wollen werfen sie aber immer wieder interessierte Blicke in unsere Richtung. Einige Zeit später hören wir von einem nahen gelegenen Hügel eine männliche Stimme laut und offensichtlich verärgert rufen. Ein älterer Mann kommt in eiligen Schritten auf uns und/oder die Kinder zu. Flugs spurten die Kinder zu einer nahen gelegenen Wasserstelle.
Der Vater grüßt „Moro Moro“ und da wir uns ja rudimentär verständigen können grüßen wir „Moro Perivi“ was von ihm wiederum mit „Perinaua Perivi“ beantwortet wird. Mit diesen wenigen Worten ist der Bann gebrochen. Armin bietet ihm Tabak für seine Pfeife an.
Die Kinder – mittlerweile mit gefüllten Kanistern zurück - gesellen sich nun auch zu uns.
Für die Hunde haben wir unsere Reste Hundefutter parat – den Rest übergeben wir dem Vater, der sichtlich verwundert schaut. Wir kramen auch sonst noch einiges aus unseren Vorräten, was wir entbehren können. Die Kinder bekommen Äpfel, Eier, Brot, eine Flasche Öl und eine alte Tupperdose wird ebenfalls dankbar angenommen. Für diese Familie ist der heutige Sonntag möglicherweise so etwas wie ein Glückstag.
Die kleine Familie war anfänglich sehr zurückhaltend und es wurde nicht nach Süßigkeiten oder Geld oder überhaupt irgendetwas gefragt – da sind wir gerne von unseren Prinzipien abgewichen „einfach so“ etwas zu verschenken. Quasi als Gegenleistung dürfen wir alle fotografieren. Bald wird es Zeit sich zu verabschieden. Die Kinder bedanken sich artig mit den Worten „Okonene Okohepa“ - wir erwidern gekonnt „Karepo Naua“!
Die drei ziehen von Dannen und auch wir packen unsere Siebensachen. Wir manövrieren weiter durch den leicht grün angehauchten Hoarusib.
Wir erfreuen uns an der Vogelwelt – viele sind uns bislang ja noch nicht vor die Linse gehüpft oder geflogen 😗.
Foto: Gerald
Direkt hinter einer Biegung machen wir eine mehr als erfreuliche Entdeckung – unsere ersten Wüstenelefanten 🤩!
So plötzlich wie sie aufgetaucht sind – so plötzlichen waren sie im dichten Buschwerk auch wieder verschwunden.
Auch hier zeigt sich wieder: Zur rechten Zeit am rechten Ort! Die Dickhäuter waren keine fünf Minuten zu sehen. Die Tiere sind definitiv in der Nähe – meist sehen wir sie nur nicht.
Exakt an dieser Stelle sollten wir eigentlich schon vorgestern übernachtet haben – Adi & Rentia haben diesen Ort im letzten Jahr „Rentias Bushcamp“ getauft.
Foto: Gerald
Wir stimmen überein, dass dies zwar auch ein schönes Plätzchen ist – uns unser gestriger Platz jedoch etwas besser gefallen hat, denn der „Emergency Exit“ aus dem Flussbett heraus war für den Fall der Fälle wesentlich näher 😗.
Noch ein Stückchen folgen wir dem Hoarusib, bis wir das eigentliche Flussbett verlassen, aber immer wieder kreuzen.
Die Landschaft seitlich und oberhalb bietet schöne Einblicke hinab in das vereinzelt auch mit Palmen gespickte grüne Band des Hoarusib.
Die Spur schlängelt sich sanft durch die beeindruckende Landschaft.
Auf der anderen Seite türmen sich die Felsformationen gen Himmel, der sich heute leider etwas bedeckt zeigt.
In einer Senke treffen wir ganz unverhofft auf eine kleine Giraffenfamilie, die sich mehr als unbeeindruckt von uns zeigt.
Foto: Gerald
Erste Zeichen der nahen Zivilisation.
Foto: Gerald
Und kurz darauf erreichen wir die nächste „Metropole“ Puros 😎.
Foto: Gerald
Doch etwas größer als Orupembe und am Heiligen Sonntag scheinen alle Bewohner unter einem Baum in Festtagskleidung versammelt. Wir fragen nach der Hütte, wo es Benzin – also Diesel – gibt.
Dort angekommen erwartet uns eine herausgeputzte Herero-Dame. Der „Chef“ sei bereits unterwegs um unsere Tanks aufzufüllen. Wir müssen nicht lange warten und das Betanken kann starten.
Tanken in Puros ist nicht nur ein wenig abenteuerlich, sondern auch doppelt so teuer wie andernorts. Aber die Nachfrage reguliert den Markt. Wir brauchen nur etwa 20 Liter pro Wagen – quasi als eiserne Reserve für den Fall der Fälle. Nach eigenen Berechnungen sollte unser Sprit bis Sesfontain gut reichen.
Nachdem wir alle drei Autos betankt haben – was ein Weilchen gedauert hat - geht es zurück zum Zentrum von Puros. Dem „Dieselchef“ geben wir einen kurzen Lift zum „Zentrum“ unterm Baum.
Im „Manchester United Trading Shop“ füllen wir ein paar Getränke auf - die Läden hier oben sind immer recht interessant.
Foto: Gerald
Foto: Frauke Foto: Frauke
Kurz hinter Puros - etwas außerhalb - halten wir unter einem Schattenbaum zum Lunch. Bei näherer Erkundung der Umgebung stellen wir fest, dass sich genau hier unter dem Baum und innerhalb eines riesigen Buschwerks offensichtlich das Schlachthaus von Puros befindet 😣. Riesige Schlachterhaken im Baum und einige Überreste im Inneren des Busches lassen diesen Rückschluss zu 😗. Ein bisschen unappetitlich, aber zum Zeitpunkt dieser Feststellung waren wir bereits satt 😄
Und für den Rest des Sonntags gibt es dann ein gesondertes Kapitelchen – also auch die geneigte Leserschaft ist quasi zur Lunchpause im „Open-Air“-Schlachthaus verdammt 😛.
Die Wartezeit verkürzt Euch bei Interesse das kurze Filmchen der bisherigen Etappe bis nach Puros:
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201426. Feb. 2019 ·
Von Flusstälern und Schluchten über ein Schloss aus Lehm in die Plains – Teil 2
Von Puros aus machen wir uns nun auf den Weiterweg dem grünen Hoarusib Richtung Küste folgend.
Foto: Adi
Foto: Gerald
Hier hat’s etliche Kühe und die Umgebung erinnert ein wenig an unser Alpenvorland 🤪.
Foto: Adi
Es hat auch ein wenig Wasser - aber wir hätten ehrlich gesagt mehr erwartet.
In der Schlucht machen wir kurz Halt und bestaunen die Felsformation - sicherlich mehr als imposant, wenn sich hier das Wasser durch die Engstelle schiebt.
Einziger Vertreter der Vogelwelt - Three Banded Plover.
Nachdem wir den Canyon verlassen haben biegen wir Richtung Süden auf einen 4x4 Track. Irgendwo in dieser Gegend verlassen wir die Pad.
Und hinter diesem kleinen Hügel verbirgt sich völlig unverhofft dieses Wunder der Natur 😘.
Um den Hoarusib befinden sich einige dieser sogenannten „Clay Castles“. Die meisten davon befinden sich jedoch innerhalb des Skeleton Coast NP. Diese über zehntausend Jahre alten Formationen, geformt aus Sand uns Wasser, verbergen sich versteckt in schmalen Schluchten.
Eigentlich wäre dies ein idealer Platz, um länger herumzustreunen, aber wir wollen heute noch so weit wie möglich Richtung Süden fahren, denn wir haben morgen einen wichtigen Termin 😗.
Unser weiterer Weg führt uns nun durch diese endlose Weite.
Bald wird es aber wirklich Zeit, ein Plätzchen für die Nacht zu finden 😗. Die Sonne wird bald untergehen. Die Platzsuche gestaltet sich in dieser Gegend allerdings als nicht so einfach 😵.
Irgendwo zwischen Tsuxub und Amspoort Gorge finden wir auf einem kleinen Hügel ein nettes Plätzchen. Ich habe leider keine Ahnung, wo genau wir hier unser Camp aufgeschlagen haben 😣.
Einzige Schwierigkeit wird es sein, die Autos so zu „leveln“, dass sie halbwegs geradestehen. Wir beratschlagen eine Weile, bis die idealen Stellplätze gefunden werden.
Es braucht ein paar Steine unter den Rädern und die kräftige und kühle Seeluft von der nahen Küste muss auch bestmöglich abgeschirmt werden.
Es dauert also eine ganze Weile, bis wir uns hier installiert haben.
Trotz der kleinen Herausforderungen sind wir völlig begeistert von diesem Platz in dieser unendlichen Weite.
Rechtzeitig zum Sundowner können wir die Szenerie und den Sonnenuntergang würdig zelebrieren.
Foto: Gerald
Foto: Gerald
Nach Sonnenuntergang wird es dann aber sehr empfindlich kalt und windig 😮. Wir sind wieder froh für unsere Daunenjacken und das wärmende Feuer.
Zum Abendessen servieren Adi & Rentia Lamb Chops, Hackfleisch, Folienkartoffeln und Ratatouille. Zum Dessert verarbeiten wir unser restliches Obst.
In der sternenklaren und kalten Nacht sitzen wir noch lange am Feuer und lauschen der Stille, die uns umgibt.
Und die Zusammenfassung in Form eines Videos gibt es auch von dieser Etappe. Und nein, wir sind nicht mit diesen Geschwindigkeiten durch die Landschaft gerast 😛 – die bewegten Sequenzen wurden in der Geschwindigkeit verdoppelt, damit das Ganze nicht zu langatmig wird 😎.
Noch einmal muss ich mich als stiller Mitfahrer melden. Beeindruckende Fotos und natürlich super Video. Mit beidem bekommt man einen schönen Einblick in die Gegend. Auch wir werden diese Strecke nächstes Jahr im Mai 2020 fahren (nur anders herum - von Süden kommend). Freuen uns schon sehr darauf! 😛
Hast Du zufällig eine Koordinate von der beeindruckenden Felsformation verfügbar? Gerne auch per PN.
Danke noch mals für Deinen tollen RB - macht Appetit auf noch mehr. 😉
Herzliche Grüsse Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021
Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017
Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)