Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201310. Jan. 2019 ·
Und hier geht es weiter..........
Da war er also wieder, mein Lieblingsplatz vom letzten Jahr 😄 . Anhand der markanten Felsen im Meer hatte ich ihn sofort wiedererkannt. Letztes Mal war Herbst gewesen, jetzt Frühling, und das sah man auch. Das Gras war saftig grün, und überall blühte es. Keine Busladungen von Touristen, die schnell die Holzstege herunter rannten, um das obligatorische Foto am südlichsten Punkt Afrikas, dort wo die offizielle Trennungslinie zwischen Atlantischem und Indischem Ozean verläuft, zu machen. Wir hatten wirklich Glück, ganz alleine für uns hatten wir dieses hübsche Fleckchen Erde.
Entspannt wanderten wir an der Küste entlang und machten hier und da Fotos von Pflanzen und Tieren, die ich bis auf den gelben Webervogel Bokmakierie (danke "maddy" für die Korrektur) mal wieder nicht bestimmen kann 😠 (Hilfe, bitte!!!!!) .
Common Ringed Plover/Sandregenpfeifer: danke "maddy" für die Bestimmung 😘 .
Die Schatten wurden länger 😎 , ein untrügliches Zeichen, dass wir langsam zurückgehen sollten, denn die Dämmerung setzte bereits langsam ein.
Den Abend ließen wir ausklingen bei einem ganz vorzüglichen Dinner in angenehmer, gemütlicher Atmosphäre. Das Ambiente war vielleicht ein bisschen zu rustikal, aber irgendwie passte es zu der rauen Landschaft.
Trotz des starken Windes, der ums Haus fegte, schlief ich wohl sofort ein. Kein Wunder, das Bett war einfach zu kuschelig.
Der gelbe ist kein Webervogel, sondern ein Bokmakierie. Der andere - na ja, es ist nicht ganz einfach einen Vogel von hinten zu identifizieren, aber ich nehme mal an das koennte ein Common Ringed Plover sein.
Die zwei UFO's im West Coast sind ein Yellow Bishop und ein Southern Masked Weaver, non-breeding.
Bei den Raupen wundere ich mich auch immer was das wohl mal werden wird, leider habe ich bisher noch kein Buch gefunden das Raupen und Falter/Schmetterlinge zeigt!
Guten Morgen liebe Beate, auch wenn das neue Jahr schon ein paar Tage alt ist ......... ich wünsche dir für 2019 nur das Allerbeste, Gesundheit, Glück und viele wunderschöne Reisen - egal wohin 😉
Ich musste ein wenig aufholen, bin aber jetzt wieder uptodate 😉 was soll ich sagen, keine Ahnung wie du das immer machst, aber deine/eure Reisen ziehen mich magisch an. Ob es die Zederberge, Paternoster, Praal oder jetzt Cape Agulhas sind - was für eine Landschaft 🤩 🤩 Die Feuchtgebiete im West Coast NP erinnert mich ein wenig an den Yellowstone NP und sind farblich ein wahrer Augenschmauz. 🤩 🤩 Aber diese Wildblumen gepaart mit dem blauen Meer und den Felsen, meine Güte - einfach ein Traum. Und dann diese wunderschönen Unterkünfte, ok die in Praal ein wenig clean - obwohl ich das eigentlich mag, wäre es mir dort auch zuviel gewesen. Bin gespannt, warum die 2 Übernachtungen am Cape Agulhas ein Planungsfehler war. Ich finde diese Stelle mit dem Leuchtturm einfach sehr idyllisch, wenn nicht gerade die Touristenbusse dort einfallen 😉 Ach ja ........... Südafrika 🤩 du Traum meiner schlaflosen Nächte 😉 🙂 🙂
Applegreen1’796 Beiträge · seit 201410. Jan. 2019 ·
Hallo Beate,
auch von mir noch die allerbesten Wünsche für das Neue Jahr!
Ich bin sehr gepannt, warum sich der Aufenthalt in der Aghulas Country Lodge als Planungsfehler herausgestellt hat 😮 Wir haben uns vor einigen Jahren dort sehr wohlgefühlt und das Wetter dort war damals übrigens sehr ähnlich trüb und rauh 😗
Auch wenn ich Euch überwiegend still begleite - verfolge ich Eure Runde sehr aufmerksam - Dein Bericht wird sicherlich als Ideengeber gespeichert für eine zukünftige Reise in diese Gegenden in fernerer Zukunft. Insbesondere die Westküste und Zederberge möchte ich eines Tages auch gerne einmal bereisen.
Ich verabschiede mich jetzt erst einmal für die nächsten Wochen - das Wochenende ist nochmal voll verplant bevor wir dann in den Flieger 'gen Namibia steigen.
Den Rest Eures Berichts lese ich dann nach unserer Rückkehr nach - und wünsche Euch schon jetzt eine erlebnisreiche Reise nach Costa Rica 😎 ! Kommt gesund und mit vielen tollen Eindrücken wieder!
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201313. Jan. 2019 ·
Hallo, ihr Lieben,
so, es ist Sonntag, bei uns schüttet es schon den ganzen Tag wie aus Kübeln. Da nehme ich mir jetzt ein wenig Zeit, um an meinem Bericht weiter zu schreiben. Eigentlich fehlt mir momentan die Zeit, aber was angefangen wurde wird auch zu Ende gebracht.
@ "maddy": hallo Maddy, lieben Dank mal wieder für deine unermüdliche Hilfe bei der Bestimmung meiner Ufos 🙂 . Bei euch in Sodwana ist das Wetter bestimmt viel besser als hier im Nordwesten Deutschlands, aber ich will mich nicht beklagen, denn in gut 4 Wochen geht es für mich nach Costa Rica. Da ist es wohl wärmer als hier. Am meisten jedoch freue ich mich auf die bunte Vogelwelt. Vor Ort werde ich mir ein Bestimmungsbuch kaufen, das wird vielleicht helfen.
@ "Netti59": hallo Netti, dir und deinen Lieben auch das Allerbeste für das Jahr 2019 😘 .
Ich musste ein wenig aufholen, bin aber jetzt wieder uptodate 😉 was soll ich sagen, keine Ahnung wie du das immer machst, aber deine/eure Reisen ziehen mich magisch an.
Netti, das ist nicht wirklich schwer zu erklären. Dank der hervorragenden Hilfe hier im Forum haben wir immer eine gute Mischung aus "Wildnis" (wenn man die Nationalparks im Norden denn so nennen mag) und "Wellness". Das Gesamtpaket ist ist meiner Meinung nach immer sehr stimmig. Durch die letzten Tage am Kap, wo ich einmal wieder richtig durchgepustet wurde, sind wir auch sehr erholt nach Hause gekommen. Ich stelle fest, dass ich so kleine Auszeiten auf unseren Touren immer gerne mit mag.
@ "Applegreen": hallo, Sabine, auch von mir die allerbesten Wünsche für das Jahr 2019. Es fängt ja bei euch schon mit einem absoluten Highlight, nämlich eurer bevorstehenden Namibiareise, an. Kommt gesund und munter mit vielen tollen Erlebnissen wieder. Habt vor allem viel Spaß!
Ich bin sehr gepannt, warum sich der Aufenthalt in der Aghulas Country Lodge als Planungsfehler herausgestellt hat 😮 Wir haben uns vor einigen Jahren dort sehr wohlgefühlt und das Wetter dort war damals übrigens sehr ähnlich trüb und rauh 😗
Das wirst du dann nach deiner Reise erfahren, liebe Sabine, denn soviel kann ich schon verraten: es lag nicht an der Lodge, die war völlig okay und deine Empfehlung goldrichtig 😗 .
Mit ein bisschen Glück schaffe ich es heute noch, unseren zweiten Tag in Cape Agulhas einzustellen.
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201313. Jan. 2019 ·
9. Oktober 2018: Cape Agulhas
In der Nacht war es sehr stürmisch gewesen, und ich war einige Male davon aufgewacht, dass der Regen gegen die Fensterscheiben trommelte. Ich hatte schon ganz vergessen, wie es sich anhört, wenn es regnet 😐 . Erst hatten wir den „Supersommer“ bei uns im Nordwesten, und dann das Bilderbuch-Urlaubswetter in Südafrika. Es war recht frisch in unserem Zimmer, und beim Frühstück bekam man vom Feuer im Kamin auch nicht gerade Schweißausbrüche. Leider regnete es noch leicht, und, obwohl die Lodge direkt am Meer lag, konnte man das Wasser nur erahnen, so dunstig war es 😠 . Cape Agulhas bei Regen, das hatte ich mir aber auch anders vorgestellt, denn das ist dann wirklich ein sehr trister, unwirtlicher Ort. Jedoch pünktlich nach dem Frühstück hörte es auf zu regnen, und wir konnten unser geplantes Programm durchführen. Unser Auto blitzte, um ein Haar hätte ich es nicht erkannt. Beim Check-in gestern hatten wir den Kofferträger gefragt, ob er unsere Grillkohle und unsere Kühltaschen haben möchte. Ja sicher, beides konnte er gut gebrauchen, und nun revanchierte er sich wohl und reinigte voller Hingabe unser Auto, und zwar inklusive Laderaum, den er mit einem Gartenschlauch ausspritzte und von Hand trocken rieb. Sehr sympathisch! Zunächst fuhren wir nach Struisbaai. Das hatten wir im letzten Jahr nicht mehr geschafft, und ich freute mich besonders auf die bunten Schiffe im Hafen und auf eine mögliche Begegnung mit den Stachelrochen, die bei Ebbe ins Hafenbecken hinein schwimmen und sich an den Fischabfällen, die von den Fischern ins Meer gekippt werden, gütlich halten. Leider war das Wetter nicht so Bilderbuch mäßig, so dass hübsche Fotos entstehen konnten. Es war zwar trocken, aber die Sonne ließ sich noch nicht blicken, und die kräftigen Farben der Fischerboote kamen so natürlich nicht so gut zur Geltung. Bei Sonnenschein wirkt das nun einmal alles ein bisschen mehr. Aber egal, wir konnten zufrieden sein, dass es trocken war. Im Hafenbecken wurde gearbeitet. Der sich im Laufe der Zeit angesammelte Dreck wurde durch große Röhren hinausbefördert. Kormorane hatten ein Schiff in Beschlag genommen.
Bei der Hafenmeisterei erkundigte ich mich danach, wie groß die Chance wäre, dass wir die Stachelrochen heute sehen würden. Die Chance wäre gleich null, denn die Arbeiten im Hafenbecken würden zu viel Lärm verursachen, und die Rochen hätte man schon seit Wochen nicht mehr gesehen 🙁 .Schade! Rechts und links vom Hafen erstreckten sich wunderschöne lange Sandstrände.
Richtung Arniston waren große Stege angelegt, auf denen man bequem durch die Dünenlandschaft wandern konnte. Dort wanderten wir und entdeckten allerlei Interessantes. Am Strand waren zahlreiche Meerespflanzen angespült worden. An Land hatten sie sich zu einem bunten Mix zusammengefunden.
In den Dünen blühte es an vielen Stellen noch sehr üppig.
Eine Schildkröte war recht flott im tiefen Dünengras unterwegs.
Kormorane saßen auf den Steinen, Stelzenläufer und Austernfischer suchten im Wasser nach Nahrung.
Und langsam kam auch wieder die Sonne heraus. Perfekt, denn ab Mittag wollten wir im Nationalpark wandern. Das war nur leider Fehlplanung Nr. 2. Warum? Das werde ich dann später erzählen.
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201313. Jan. 2019 ·
Und hier geht es weiter……….
Gegen 12.00 Uhr verließen wir Struisbaai und fuhren wieder nach Cape Agulhas zum Leuchtturm zurück. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Rezeption fürs das “Agulhas Rest Camp“. Dort wollten wir uns mit unserer Wildcard das Tagespermit holen, um dort wandern zu können. Irgendwo hatte ich nämlich gelesen, dass an der Schranke zum Restcamp niemand sein würde und war daher davon ausgegangen, dass man das Permit schon an der Rezeption bekommen würde. Das war Fehlplanung Nr. 2, denn der Eintritt in diesen Parkabschnitt ist nur den Menschen gestattet, die im Restcamp übernachten. So, da standen wir nun, und nichts konnten wir von unseren Plänen verwirklichen. Wir hatten eigentlich vorgehabt, den „Two Oceans Hiking Trail“, ca. 10 km lang, zu wandern. Nadja („Fortuna77") hatte diese Wanderung hier so ausführlich und schön beschrieben: https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295173-zu-viert-durch-die-karoo-und-kap-region.html?start=114. (Nadja, du hast hoffentlich nichts dagegen, wenn ich auf deinen Bericht verweise und den Link zu dieser Wanderung hier einstelle). Oh, was war ich ärgerlich und enttäuscht, aber ganz schnell „Schwamm drüber“, und dann war auch wieder alles gut. Auf einer Bank am Leuchtturm aßen wir unsere Bananen und Kekse, die wir auf dem Rückweg unterwegs irgendwo eingekauft hatten, und entschieden uns dann, unser Auto stehen zu lassen und einfach Richtung Schiffswrack und dann weiter geradeaus, solange wir Lust hatten, zu wandern. Das Wetter war wieder herrlich, nichts deutete mehr auf den morgendlichen Regen hin. Eigentlich war es auch egal, wo man wanderte, denn die Farben der Küste begeisterten mich immer wieder auf ein Neues.
Da wir viel Zeit hatten gingen wir langsam und entdeckten auch hier und dort Tiere und anderes Interessante. Dass hier der Indische Ozean begann, sah man sehr gut an den vielen Korallen, die ans Ufer geschwemmt worden waren.
Ein kleines „Teufelchen“ graste friedlich im dichten Gebüsch, und wir konnten uns ihm sehr dicht nähern. Er hatte keinerlei Scheu.
Lange beobachteten wir einen Sandregenpfeifer/Common Ringed Plower, der aufgeregt zwischen den Steinen nach Nahrung suchte.
Ein Blesshuhn trippelte durch das Gras.
Fast hätte ich diesen schönen Mistkäfer zertreten, aber eben nur fast 😛 . Bei näherer Betrachtung sind die richtig hübsch. Besonders gut kann man im „Addo Elefant Nationalpark“ beobachten, wie sie den Elefantendung zu Kugeln formen. Und auch dieses durchsichtige Tierchen, das ausschaut wie eine von unseren norddeutschen Krabben, hätte es fast erwischt. Vielleicht kennt jemand von euch diese Spezies 😕 😕 .
Alles in allem war es doch noch ein sehr schöner Nachmittag in Cape Agulhas geworden. Die Sonne schien, die Luft war mild, und endlich hatten wir mal alle Zeit der Welt, um dort ausgiebig zu wandern. Dieser Ort ist sehr empfehlenswert und wird auch immer einer meiner absoluten Lieblingsorte am Kap sein. Wenn man am Schiffswrack vorbeigewandert ist, trifft man selten auf viele weitere Touristen, denn die Meisten bleiben tatsächlich im vorderen Bereich oder wandern eben auf den schönen Wanderwegen am Restcamp. Aber dazu muss man dann im Restcamp wohnen, und dazu war ich zu ja wohl zu doof gewesen, um das bei der Planung in Erfahrung zu bringen 😐 . Langsam schlenderten wir zum Leuchtturm zurück und fuhren dann sofort in die Lodge. Wir hatten uns zum Dinner angemeldet, und das wurde bereits um 19.00 Uhr serviert. Ich hatte mich für Fisch entschieden, und alles war sehr reichhaltig und lecker. Anschließend setzten wir uns noch eine Weile auf ein Gläschen an die Bar. Auch dort brannte im Kamin ein wärmendes Feuer. Am nächsten Tag sollte es dann für drei Nächte nach De Kelders gehen. Wir hofften auf Wale, und ich kann schon so viel vorab verraten, dass das Jahr 2018 eines der besten Waljahre der letzten Jahre in dieser Region gewesen war. Aber vorher sollten wir noch durch einen recht eigenartigen Ort namens „Elim“ kommen, aber dazu im nächsten Kapitel mehr.
Strelitzie2’855 Beiträge · seit 201113. Jan. 2019 ·
Hallo, liebe Beate, na, da bin ich aber froh, dass es bei Euch auch geregenet hat.... 😉 – so ging es denn hier mal weiter! Wie schade, dass ihr keine Rochen sehen konntet, wir haben es leider noch nie nach Struuisbai geschafft, sind nämlich nur mit vielen Umleitungen bis nach Elim gekommen. Da bin ich ja sehr gespannt auf Deinen Eindruck von diesem verschlafenen, abgelegenen Örtchen. Und – besonders auf die nächsten Tage, ich freue mich!
Hallo liebe Beate, Wunderbare Eindrücke und Bilder zeigst Du uns hier ebenso. Gut, dass ihr so flexibel wart und von den kleinen “Fehlplanungen“, wie Du sie nennst, nicht von eurem Vorhaben habt abbringen lassen. Danke, dass Du uns hier an dieser wirklich schönen Reise teilhaben lässt. Ganz liebe Grüße und vor allem ein gesundes und glückliches neues Jahr. Martina
Hallo Beate, Ich dachte schon, ihr habt das wunderschöne Cap Agulhas im Regen verbringen müssen. Aber dann wurde es ja doch noch schön. Wir haben die Landschaft dort jetzt auch schon 2 x genießen können, würden auch jederzeit wiederkommen wollen. (Inzwischen haben wir dort ja auch Freunde). Nur nach Arniston haben wir es noch nicht geschafft!
Old Women schrieb:... In unmittelbarer Nähe befindet sich die Rezeption fürs das “Agulhas Rest Camp“. Dort wollten wir uns mit unserer Wildcard das Tagespermit holen, um dort wandern zu können. Irgendwo hatte ich nämlich gelesen, dass an der Schranke zum Restcamp niemand sein würde und war daher davon ausgegangen, dass man das Permit schon an der Rezeption bekommen würde. Das war Fehlplanung Nr. 2, denn der Eintritt in diesen Parkabschnitt ist nur den Menschen gestattet, die im Restcamp übernachten. So, da standen wir nun, und nichts konnten wir von unseren Plänen verwirklichen. Wir hatten eigentlich vorgehabt, den „Two Oceans Hiking Trail“, ca. 10 km lang, zu wandern. Nadja („Fortuna77") hatte diese Wanderung hier so ausführlich und schön beschrieben: https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295173-zu-viert-durch-die-karoo-und-kap-region.html?start=114. (Nadja, du hast hoffentlich nichts dagegen, wenn ich auf deinen Bericht verweise und den Link zu dieser Wanderung hier einstelle).
😮 OMG!!! Sorry, Beate... es tut mir leid, dass wir euch quasi auf die falsche Fährte gelockt haben... 😕 Mir war auch nicht bekannt, dass man die Wanderung nur machen kann, wenn man im Park wohnt (was bei uns ja der Fall war). 😣
Mich hat es im November gewundert, dass man das Kap besuchen kann, ohne am Gate bzw. in der Rezeption etwas zu bezahlen... Wäre für SANParks doch eine ganz gute Einnahmequelle und der Park beginnt ja auch bereits beim Leuchtturm... 😗
Aber alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei! Vielleicht verschlägt es euch ja noch einmal (bei Sonnenschein?!) an Kap und dann übernachtet ihr in den wunderschönen Cottages und macht die Wanderung... 🤪
Viele liebe Grüße, Nadja
PS: Und klar, kannst Du meinen Bericht verlinken! 😉
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201320. Jan. 2019 ·
Hallo, ihr Lieben,
jetzt ist es doch ein wenig später geworden, als ich geplant hatte, aber, um Friederikes Frage gleich zu beantworten:
......ist Dir die Motivation abhanden gekommen???
das war es nicht. Mir fehlte diese Woche einfach nur die Zeit. By the way, Friederike, ihr fahrt jetzt doch wieder nach Afrika 😗 , wie denn das? Was hast du angestellt, um deinen lieben Claus zu überzeugen? Und, was ich auch noch gerne wissen möchte, wohin geht es denn genau?
@ "Strelitzie": hallo Christina, na, ja, ganz so schlimm war das Wetter nicht. Über Tag war es trocken.
Da bin ich ja sehr gespannt auf Deinen Eindruck von diesem verschlafenen, abgelegenen Örtchen. Und – besonders auf die nächsten Tage, ich freue mich!
Ich versuche, gleich noch etwas über Elim einzustellen. Im übrigen: an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für deine Hilfe bei der Suche nach einer adäquaten Behausung in De Kelders 😘 . Wie du ja schon weißt, hatten wir es mehr wie schön dort. Das ist schon ein ganz besonderer Ort. Wir bedauern nicht einen einzigen Rand, den wir für diesen Aufenthalt bezahlt haben.
@ "Martina56": hallo Martina, danke schön für die guten Wünsche. Auch ich wünsche dir ein ganz tolles Jahr 2019 mit allem, was du dir erträumst.
@ "Gila": hallo Gisela, ja wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter. Es war zwar windig, jedoch trocken und sehr mild.
Nur nach Arniston haben wir es noch nicht geschafft!
Wir auch noch nicht 😗 , sondern in der Ecke an der Küste nur bis Struisbaai. Nach Arniston sind es noch ein paar Kilometer, und was dort los ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht 😕 . Liebe Grüße an Peter!
@ "Fortuna77": hallo Nadja,
OMG!!! Sorry, Beate... es tut mir leid, dass wir euch quasi auf die falsche Fährte gelockt haben... 😕
Nein, dich trifft gar keine Schuld. Wie soll man das auch wissen, denn mit der Wildcard kommt man doch sonst (fast) überall hinein. Das wäre mir im Traum nicht eingefallen, dass man dort nur wandern kann, wenn man auch im Restcamp übernachtet 😕 . Die Leute, die mitlesen, haben jetzt diese Information, und das ist dann doch auch gut.
Gleich gibt es noch ein weiteres Kapitel unserer Abenteuer.
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201320. Jan. 2019 ·
10. Oktober 2018: De Kelders
Und schon wieder waren zwei weitere Urlaubstage vorbei. So schnell kann das gehen, wenn das Wetter mitspielt und man genug zu tun hat 🙁 . Den Aufenthalt in Cape Agulhas hatten wir wirklich sehr genossen. Das raue Klima war für mich als Nordlicht so ganz nach meinem Geschmack: Wind, Sonne, das Meer und die schöne Landschaft, ganz wunderbar, jedoch was für ein Kontrast zu den staubigen, trockenen Nationalparks im Norden des Landes! Und das nächste Highlight dieser Reise stand schon an, denn heute sollte es für ganze drei Tage nach De Kelders gehen, wo sich nämlich jedes Jahr zwischen Mai und Dezember hunderte von südlichen Glattwalen in den geschützten, flacheren Gewässern der Walker Bay versammeln, um sich zu paaren und ihre Jungen zu bekommen. Hoffentlich hatten wir Glück, denn wir hatten auch schon von Freunden gehört, dass sie im Oktober keine, oder so gut wie keine Wale gesichtet hätten. In freier Natur hatten wir diese Tiere bislang noch nicht gesehen, und dementsprechend war die Vorfreude riesig. Heute war leider einer dieser Tage, an denen es nur sehr langsam hell werden würde. Dicke Wolken hingen am Himmel, nur langsam lichtete sich der morgendliche Nebel. Zumindest war es trocken 🙂 . Wir frühstückten in Ruhe, packten unsere Sachen, und gegen 9.00 Uhr waren wir dann wieder unterwegs. Wir nahmen die Schotterpiste landeinwärts, rechts und links der Straße verschiedene Salzseen („Soetendalsvlei“ und „Voelvlei“). Ab und an hielten wir an, um Ausschau nach Vögeln zu halten. Bestimmt gab es sie dort reichlich, wir sahen jedoch keine, und eine wahre Freude war es auch nicht, sich außerhalb des Autos aufzuhalten, denn es war ziemlich viel LKW-Verkehr, und da kann man sich vorstellen, was für eine staubige Angelegenheit das war 😮 . Irgendwann entdeckte ich in der Ferne einen schönen Ibis. Da hatte ich ja doch noch Glück.
Wir fuhren weiter, und gegen 10.00 Uhr erreichten wir eine Ortschaft namens Elim. Kleine Reet gedeckte Häuser säumten die Dorfstraße. Eigentlich ganz malerisch, und daher hielten wir an. In meinem Reiseführer war zu lesen, dass diese kleine Ortschaft Anfang des 19. Jahrhunderts von deutschen Ordensbrüdern des Mährischen Missionsordens gegründet worden war. Das Motto der Missionsarbeit lautete damals: „penibel, sauber, produktiv sein“. Heute steht die gesamte Ortschaft unter Denkmalschutz, und alle Bewohner von Elim gehören nach wie vor diesem Missionsorden an, und auch ihre Häuser sind noch heute im Besitz der Kirche.
Ein Mann kam auf uns zu, wohl leicht irritiert, dass wir hier ausgestiegen waren. „It is very quiet here“, so teilte er uns mit. Alle jungen Leute wären gegangen, um woanders ihr Glück zu finden. Übrig geblieben wären nur die Alten. Sehr trostlos, wenn ich mir vorstelle, an einem Ort ohne Kinderlachen, ohne Austausch mit jungen Menschen zu wohnen 🤨 . So klein die Häuser waren, so riesig erschien mir die Kirche.
Mit dem „Seniorenbus“ hatte man Bewohner dieses Dorfes, also alles ältere Herrschaften, zur Kirche gefahren, um dort für den Weihnachtsgottesdienst zu proben. Ich setzte mich eine Weile dazu, und man lud mich ein, mitzusingen. Eine feine Geste, und ich versuchte, so gut es ging, mich einzubringen 😐 . Da saß ich nun an einem Mittwochvormittag irgendwo in einem gottverlassenen Kaff in Südafrika und sang in einer Kirche zusammen mit Senioren Weihnachtslieder. Das hatte ich auch noch nicht gehabt 😎 ! Irgendwann musste ich die Kirche verlassen, um zu schauen, wo Göga geblieben war, denn ich hatte ihn schon seit geraumer Zeit nicht mehr gesehen. Er stand in einer Seitenstraße und unterhielt sich mit einem Mann, der ihm stolz seinen Garten zeigte. Er hatte wohl noch gar nicht bemerkt, dass ich eine Zeitlang verschwunden gewesen war. So trostlos dieses Dorf zumindest abseits der Hauptstraße erscheint, so warmherzig und kommunikativ sind wohl seine Bewohner.
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201320. Jan. 2019 ·
Und hier geht es weiter.......... Ein paar Fotos sind mit dem Handy gemacht worden. Leider habe ich keine anderen!
Irgendwann fuhren wir weiter, und je näher wir der Küste kamen, umso besser wurde das Wetter. Die Wolkendecke riss auf, und als wir endlich Gansbaai, 5 Kilometer von De Kelders entfernt, erreichten, schien auch wieder die Sonne. Zum Check-in waren wir eigentlich noch ein wenig zu früh, und so beschlossen wir zu „Ivanhoe Sea Safaris“ http://www.whalewatchingsa.co.za/ zu fahren, um uns zu erkundigen, ob die für Morgen vorgebuchte Walbeobachtungsfahrt auch tatsächlich planmäßig stattfinden könnte. Kräftige Winde waren gemeldet, und ich konnte nicht einschätzen, ob man dann herausfahren würde. Würde man definitiv Morgen nicht, und wenn wir noch nichts geplant hätten, so könnten wir heute Nachmittag um 15.00 Uhr mitfahren. Mir wäre die „Sunset-Tour“ ja lieber gewesen, doch diese Fahrt konnte man uns wegen des Wetters nicht garantieren, denn der Wind sollte gegen Abend zunehmen. Er wurde dann auch tatsächlich stärker, und für Göga wäre es wohl auch die Hölle gewesen, mir jedoch hätte es nichts ausgemacht, denn ich bin absolut seefest 😗 . Mittlerweile war es 13.00 Uhr, und daher beschlossen wir, zu unserer nächsten Unterkunft zu fahren, um zumindest unser Gepäck dort abzustellen. Unsere Unterkunft für die nächsten 3 Nächte war die „Cliff Lodge“ http://www.clifflodge.co.za/, eine Empfehlung hier aus dem Forum. Gil, die Besitzerin, stand gerade draußen. Sie kam sofort an unser Auto und begrüßte uns sehr herzlich. Es wäre gar kein Problem, dass wir so früh dran wären, denn das Zimmer wäre schon fertig, und wir sollten ruhig reinkommen. Unser Zimmer gefiel uns auf Anhieb, nicht besonders groß, aber dennoch sehr gemütlich. Auf der eigenen Terrasse gab es auch noch eine Badewanne. Eine frische Königsprotea stand auf dem Sideboard.
Gil fragte nach unseren Plänen und servierte uns dann erst einmal Kaffee und Kuchen auf der Terrasse des Frühstücksraumes. Was für eine exponierte Lage, und wieder einmal lobte mich mein Göttergatte für meine Mitgliedschaft im Namibia-Forum 😘 . Eigentlich hätten wir gar keine Schiffsfahrt mehr machen müssen. Mit unserem Fernrohr erkannten wir schnell, dass es in der ganzen Bucht nur so von Walen wimmelte.
14.30 Uhr war Treffpunkt bei „Ivanhoe Sea Safaris“ im Hafen von Gaansbaai, und pünktlich um 15.00 Uhr ging es aufs Schiff. Nach einer kurzen Einweisung legten wir ab, Kurs Buchtabschnitt unterhalb der „Cliff Lodge“.
Die sehr nette Crew erzählte den Gästen viel Interessantes über diese Tiere und war wirklich bemüht, einigermaßen Ordnung auf dem Außendeck zu halten. Einige kleinere Kinder, die meiner Meinung nach keinerlei Interesse an den Walen hatten, tobten herum, kletterten auf die Reling und nutzten das Boot als Spielplatz. Als zwei Mädchen bei dem Seegang fast über Bord gingen, schritt die Crew ein und verbannte die Störenfriede unter Deck. Die Eltern, Deutsche, tobten und erzählten irgendetwas über „zahlende Kundschaft“, jedoch auch zahlende Kundschaft muss sich adäquat benehmen, und so klein waren die Kinder nicht mehr, als dass sie es nicht verstanden hätten, wenn man ihnen gesagt hätte, das Rennen an Deck zu unterlassen. Sinnvoll wäre vielleicht auch gewesen, den Kindern ein Fernrohr um den Hals zu hängen. Dann hätten sie die Wale gut beobachten können und hätten vielleicht Gefallen daran gefunden, aber die Fernrohre beanspruchten die Eltern für sich 🤨 . Leider zog es sich immer mehr zu, und irgendwann verschwand die Sonne dann komplett 🙁 .
Durch den doch immer unruhiger werdenden Seegang war es sehr schwer, halbwegs passable Fotos von den Meeresgiganten, die in großer Zahl mal mehr, mal weniger dicht an unserem Boot schwammen, zu machen. Ein paar will ich aber dennoch zeigen. Morgen, mit festem Boden unter den Füßen, sollten wir mehr Glück haben!
„Ivenhoe Sea Safaris“ können wir uneingeschränkt weiterempfehlen. Wir hatten den Eindruck, dass man sehr behutsam mit den Tieren umging und ihnen mit Respekt begegnete. Wenn ein Gast forderte, doch ein wenig dichter an einen Wal zu fahren, damit die Fotos besser würden, wurde ihm ruhig erklärt, warum man das nicht machen würde. Gegen 17.30 Uhr war die Tour zu Ende, und wir fuhren in unsere Unterkunft zurück. Nico, ein sehr lieber Angestellter, wartete bereits auf uns, und wir unterhielten uns eine Weile mit ihm. Zum Dinner hatten wir einen Tisch im „Kloeks@home“ reserviert. Den Wein muss man selbst mitbringen und Nico „nervte“ solange, bis ich mich bereit erklärte, den Wein in einer eigens von ihm herbeigeholten „Weintasche“ zu transportieren. Warum wir den nicht unterm Arm tragen durften, weiß ich bis heute nicht 😐 .Nico jedenfalls strahlte übers ganze Gesicht, als wir uns seinem Wunsch beugten. Ein schöner Sonnenuntergang begleitete uns bis zum Restaurant, leider nur mit dem Handy festgehalten.
Das Essen war nett angerichtet und sehr lecker, preislich eher im unteren Segment.
Auf dem Rückweg begleitete uns ein eisiger Wind, und wir waren froh, als wir die Lodge wieder erreicht hatten. Schnell noch auf einen Absacker auf die (komplett verglaste) Terrasse, und dann ab ins Bett. Oh, wie himmlisch warm war es dort, obwohl mir die Bettdecke nicht so extrem dick vorkam. Na, kein Wunder! Der liebe Nico hatte die Heizdecke angestellt, und irgendwann mitten in der Nacht wachte ich schweißgebadet auf und hatte meine liebe Not, den Stecker zu finden.
Im nächsten Kapitel gibt es dann ganz viele Walfotos.
Liebe Beate, Ja, das war ein Tag da kann man nur sagen „this is africa“! Ihr hattet da ein sehr schönes B&B!
Viele Grüße von
Gila
Strelitzie2’855 Beiträge · seit 201121. Jan. 2019 ·
Hallo Beate,
aach, wie schön - ihr seid in der Cliff Lodge gelandet. Sach ich doch 😉 : das Geld für Whalewatching-Touren kann man dort sparen! Ich habe schallend gelacht bei der Heizdecke - ein Déja-vu - mein Mann wachte beim ersten Besuch nachts "im eigenen Saft" auf... 😄 Dann weiterhin viel Freude - und hau in die Tasten! Liebe Grüße Christina
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201322. Jan. 2019 ·
Hallo, ihr Lieben,
schön, dass doch noch zahlreiche User hier mitlesen. Ich weiß das sehr zu schätzen 🙂 . Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass ich das hohe Tempo schon lange nicht mehr einhalten kann. Ich habe einfach zu viel zu tun: bereits in 2 Wochen geht es nach Costa Rica, und da wir mal wieder alles in Eigenregie gebucht haben, bin ich momentan dabei, alle Unterkünfte (ich hoffe mal, ich habe wieder einmal spezielle Unterkünfte bekommen und keine "Touristenhotspots") zu möglichen Unternehmungen anzuschreiben. Es sind schon ein paar schöne Touren dabei entstanden, denn überall kann man wohl nicht so ganz allein hinfahren, und manchmal ist ein Guide auch ganz gut, denn man erfährt doch wesentlich mehr über Fauna und Flora. Dann bin ich dabei, unsere Chile-Reise im Januar 2020 vorzubereiten. Ich habe sehr lange mit einer lieben Fomi telefoniert und darf große Teile ihrer Tour kopieren. Eigentlich war ja mal Alaska angedacht, aber solange dieser Typ namens Donald dort regiert, betrete ich dieses Land nur unter Protest, vor allem solange der Typ bockig in der Ecke sitzt und seinen Shutdown weiter vorantreibt. Was nutzt mir ein geschlossener Denalipark????? Mein lieber Mann hat sich nun aber in den Kopf gesetzt, zu den Highlights Südpatagoniens über die Carretera Austral, wohl eine sehr üble und leider noch sehr unfertige Straße, anzureisen. Da einige ganz spezielle Unterkünfte wohl schon bald gebucht werden müssen und die Flüge auch bald frei geschaltet werden, feile ich in meiner Freizeit viel an der Route von Puerto Montt (via Santiago de Chile) bis Punta Arenas. Dann kann ich das an die Agentur geben, und die soll uns dann erst einmal die Unterkünfte buchen. Ihr seht also, ich habe extrem viel "Freizeitstress" 😐 . Gleich geht es hier weiter..........
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201322. Jan. 2019 ·
11. November 2018: De Kelders
Der Wind hatte sich über Nacht gelegt, und als wir morgens aufwachten, schien bereits die Sonne. Beim Frühstück, das im Übrigen wirklich sehr gut war, verstand ich, warum diese Unterkunft so beliebt ist. Sie punktet durch ihre exponierte Lage direkt oberhalb der Klippen, von denen man einen sagenhaften Blick auf die Bucht hat. Ich habe leider nur ein sehr schlechtes Handyfoto 🙁 .
Unsere Gastgeber kamen an unseren Tisch und verabschiedeten sich bis Übermorgen, denn ein Familienmitglied war krank geworden, und da musste man sich kümmern. Uns würden sie in der Obhut ihrer Angestellten lassen, und es würde uns an nichts fehlen. Na, wir werden mal sehen, ob das tatsächlich so war 😐 . Eigentlich wollte ich mich gar nicht von dieser wunderbaren Terrasse fortbewegen. Ich hatte hier alles, was ich brauchte: Kaffee, ein tolles Frühstück und die Wale direkt vor meinen Füßen. Göga hatte keine Zeit zum frühstücken. Zwischendurch sprang er immer wieder vom Tisch auf und filmte oder fotografierte. Ein gemütliches Frühstück zu Zweit sieht bei uns in der Regel ein wenig anders aus, aber verstehen konnte ich es schon, denn in der Ferne sprang mitunter der Nachwuchs ausgelassen in die Höhe, meistens drei Mal hintereinander. Also, was macht der Tourist in De Kelders zur Walzeit? Na klar, runter an die Klippen, irgendwo eine Bank suchen und dann nur noch genießen. Genauso machten wir das auch. So sieht die „Cliff Lodge“ dann von den Klippen gesehen aus (3. Haus von links). Ganz oben befindet sich die Suite. Die kann ich sehr empfehlen, absolut kein Schnäppchen, aber besondere Orte gibt es nun mal nicht im Sonderangebot. Wunderschön eingerichtet und die Dachterrasse, keine Worte 🙂 .
An diesem Tag hielten wir uns Richtung Gansbaai, und folgten einem Pfad, der direkt an einige Felsvorsprünge führt. Dort kamen die Tiere, und es waren wirklich soooo viele, teilweise zum Greifen nahe an die Küste, und es war immer wieder interessant, die akustischen Signale der Wale zu hören, vor allem wenn sie laut tönend Wasserfontänen durch ihre Blaslöcher in die Luft prusten. Man hätte dort wirklich sehr schön laufen können, wenn nicht irgendeine Person ihre Drohne dort hätte fliegen lassen. Das störte mich extrem, denn die Drohne war laut, flog sehr niedrig, direkt über unsere Köpfe, und eigentlich gehört so etwas verboten 😠 !
Irgendwo, weit hinten in der Ferne, sah ich eine Bank.
Es war gar nicht so leicht, dorthin zu kommen 😉 .
Fast hätte ich das kleine Kerlchen nicht entdeckt. Besser geht ja eine Tarnung fast nicht mehr!
Und auch eine weitere Echse konnten wir fotografieren. Leider weiß ich wie üblich nicht ihren Namen. Vielleicht hilft jemand bei der Bestimmung 😘 . Ja, Logi hat geholfen: Gürtelschweif
Später geht es hier noch weiter, ich muss nur noch die Fotos der Wale auswählen..........
Old WomenThemenstarter1’545 Beiträge · seit 201322. Jan. 2019 ·
Und hier geht es weiter..........
Auf dieser Bank ließen wir uns nieder und beobachteten die vielen Wale, die vorbeizogen. Ich weiß nicht, wie lange wir dort saßen, aber es muss ziemlich lange gewesen sein, denn ich habe mir dort einen starken Sonnenbrand zugezogen 😮 . Eigentlich müsste ich es doch langsam wissen, dass man sich eincremt, aber ich war wohl so fasziniert von diesen Giganten der Meere, dass ich schlichtweg vergaß, mich einzucremen. Zu Hause habe ich mal ein wenig über diese Tiere nachgelesen: südliche Glattwale haben im Kopfbereich, vor allem am Unterkiefer, um das Blasloch und über dem Auge Hautwucherungen, die bei jedem Tier individuell gestaltet sind. Ausgewachsen erreichen sie eine Gesamtlänge von bis zu 18 m und ein Gewicht von bis zu 80 t, wobei Weibchen etwas größer als Männchen werden. Ihr riesiger Kopf macht rund ein Drittel der Körperlänge aus. Die Geburtsgröße der Jungen liegt schon bei ca. 4.5-6 m. Ferner haben Glattwale keine Finne, also keine Rückenflosse. So, und jetzt gibt es endlich Fotos dieser faszinierenden Riesentiere.
Gegen 14.00 Uhr waren wir wieder in der Lodge um uns etwas auszuruhen. Das war aber gar nicht so einfach, denn die Angestellten nahmen die Anweisungen der Besitzer, sich sehr gut in deren Abwesenheit um die Gäste zu kümmern, sehr ernst und bemühten sich um uns ohne Unterlass. Wir wollten aber weder etwas essen noch etwas trinken und schon gar nicht bei dem Wind auf unserer eigenen (schattigen) Terrasse, eingehüllt in Decken (Vorschlag des Personals) sitzen, und so verging eine halbe Stunde, bis wir endlich zur Ruhe kamen 😗 . Nach einer Stunde wollten wir wieder los, da kam der nächste dienstbare Geist sofort aus dem Hauswirtschaftsraum geschossen und bot uns etwas zu essen und zu trinken an. Ferner wurden wir ausgestattet mit allerlei Tipps für Wanderungen in der näheren Umgebung. Das hatten die Eigentümer jedoch schon am Anreisetag erledigt, und wieder verging eine weitere halbe Stunde, bis man uns ziehen ließ. Sie bemühten sich wirklich sehr, aber es war uns definitiv ein bisschen „too much“. Bitte jetzt nicht falsch verstehen: die „Cliff Lodge“ ist wirklich ganz wunderbar und der Service mehr wie exellent, wir lieben es nur ein wenig „ruhiger“, denn wir sind durchaus in der Lage, um etwas zu bitten, wenn wir es möchten. Die Eigentümer jedoch können sich mehr wie glücklich schätzen, dass man sich in deren Abwesenheit so sehr um die Gäste bemüht. Wir bummelten noch zwei Stündchen, und zwar ohne Kamera (!), schlichen uns dann ganz leise wieder ins Haus, nach dem Duschen wieder ganz leise hinaus und gingen wie am Vorabend, nur eben ohne „Weintasche“, sondern mit dem Wein unterm Arm 😛 wieder ins „Kloeks@home“, denn es hatte uns ganz gut gefallen. Für Morgen hatte uns Gil einen Tisch bei einer Dinnerparty im „Benguela“ reserviert, und das war dann wirklich ein absolutes Highlight und zwar nicht nur kulinarisch 😗 . Davon und von unserer Wanderung im „Walker Bay Nature Reserve“ wird u.a. im nächsten Kapitel berichtet werden.