Zambia Okt.25: Geführte Camping- und Walkingsafari

Reisebericht 200 Antworten · 13,5k Aufrufe · gestartet 03. Nov. 2025 von Champagner
2’524 Beiträge · seit 200918. Dez. 2025 ·
Hallo,

nachdem ich gerade das okay bekommen habe, reiche ich noch ein paar Fotos von der Mayense-Besteigung nach.

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Nick, Bev und Otti steigen langsam bergan.

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Meistens verläuft der Anstieg über den blanken Granit, hier ist der Weg immer wieder mit roten Pfeilen markiert. In den Bereichen, wo man Grasland quert, ist eine einfache Spur leicht zu verfolgen.

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Das obligatorische Gipfelbild. Es hat mich ja schon verwundert, dass es hier sogar ein Gipfelkreuz gibt.

Morgen beschreibe ich dann den restlichen Tag.

@ sadie: Nein, Flammenbäume sind das ganz sicher keine, die haben wir in den Städten ja immer mal wieder gesehen ( Bele hat sie ja auch schon im Bericht gezeigt ). Aber die Bäume hier sind ja keine eingeführten, sondern einheimisch. Ich denke auch, dass es wie von tacitus angemerkt Coral trees sind. Ich meine mich sogar zu erinnern, dass der Guide das so gesagt hat.

Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2025
614 Beiträge · seit 202218. Dez. 2025 ·
Vielen Dank für den tollen Bericht von Euch beiden.

Jetzt freuen wir uns schon so richtig auf Zambia, und insbesondere auf Mutinondo!
2’524 Beiträge · seit 200919. Dez. 2025 ·
weiter der 26. Oktober: Mutinondo Wilderness

Da es noch eine Zeit hin ist, bis es Mittagessen gibt, drehe ich nochmal eine kleine Runde durch den Wald rund um unser Camp.

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Dabei finde ich diese zwei Dickkopffalter an zarten Blümchen saugend. Morant´s Orange oder eine nahe verwandte Art.

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Auf dem Weg findet sich auch eine große Gottesanbeterin, der offensichtlich der linke Fangarm abhanden gekommen ist.

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Und auch eine Quelle der enormen Lärmbelästigung hier im Wald findet sich, eine Zikade. Diese ist viel größer als die hier bei uns heimischen Arten.

Nach dem Mittagessen muss ich mich doch erstmal zwingen, um wirklich loszulaufen, denn es ist mittlerweile wieder sehr heiß geworden. Aber es hilft nichts, ich will nochmals in den Wald am Fuße des Mayense.

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Bei der Brücke über dem weitgehend trockenen Flüsschen stoppe ich wiederum und beobachte die Bläulinge. Mittlerweile hat sich eine zweite Art dazugesellt. Dusky Blue.

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Auch "the voice of Africa" ist es heiß, sie sitzt hechelnd vor mir und lässt mich auf gut einen Meter passieren ohne aufzufliegen. Cape Turtle Dove

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Wieder bei dem großen Farnfeld angelangt, suche ich den Boden nach Blumen ab und finde diese laublose Blüte, die wohl einer Zwiebel oder Knolle entwachsen ist. Es sollte eine Siphonochilus rhodesicus sein und zu den Ingwergewächsen gehören.

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Die Fläche hat offensichtlich vor einiger Zeit gebrannt, und nun wächst überall aus der Asche neues Leben, so auch diese Blutlilie.

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Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal Farne in Afrika gesehen zu haben. Aber ich war auch noch nie so weit nördlich oberhalb des Zambesi.

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Wo es frisches Grün gibt, sind natürlich Heuschrecken nicht weit.

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Und natürlich gibt es weitere Insekten, wie etwa diesen Zipfelfalter, der wohl ebenso zu den Bläulingen zählt, obwohl er keinerlei blau erkennen lässt.

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Überall blüht und grünt es, obwohl die einzelnen Pflänzchen teils wirklich klein sind. Kein Wunder sind mir diese heute Morgen gar nicht aufgefallen, man muss wirklich genau hinschauen.

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Dann macht ein Vogel mit Gesang auf sich aufmerksam, dazu plustert er sich auf, um seinem Weibchen zu imponieren. Ein displaying Black-backed Puffback.

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Wahnsinn, was man alles findet, wenn man erst mal intensiv sucht. Diese rote Blume hat sich heute Morgen ebenso versteckt, und den eigenartigen Rüsselkäfer habe ich erst auf den Fotos entdeckt.

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Dann entdecke ich drei Vögel, die sich durchs Blätterdach verfolgen. Ein absolutes Highlight für mich, denn es handelt sich um einen Paradise Flycatcher, der zwei Weibchen verfolgt. Einmal hält er ganz kurz still und ich kann genau zwei Fotos schiessen, dann ist er wieder weg.

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Auch wenn der Vogel hier seinen Kopf abgewendet hat, so sieht man doch sehr schön den extrem langen Stoß. Jedenfalls hat mich dieses wenn auch kurze Intermezzo sehr gefreut, und ich bin sehr froh, dass ich mich trotz der Temperaturen auf den Weg gemacht habe.

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Gleich drauf der nächste Vogel. Zugegeben, es ist nicht mein bestes Vogelfoto, aber es ist alles, was mir die Miombo Tit gewährt, und da es eine Erstsichtung ist, darf sie hier gezeigt werden.

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Das nächste Fotoobjekt bringt mich fast zum ausflippen. Wie konnten wir daran heute Morgen bloß achtlos dran vorbeigehen? Die Farbe alleine ist doch so auffällig. Eine Orchidee hätte ich hier nun wirklich nicht erwartet. Es ist eine Eulophia livingstoneana. Ich bin echt geflasht und verbrate einige Fotos aus allen Positionen.

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Darum nochmals eine Einzelblüte dieser grazilen Schönheit.

Es wird nun Zeit wieder zurück zu gehen, denn um sechzehn Uhr muss ich wieder im Camp sein, es steht dann die nächste Walking Safari an.

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Ein Vogel, soviel ist klar. Ein LBJ, ein little brown job, wie die Engländer sagen. Ich habe leider keinerlei Ahnung, was das sein könnte. Vielleicht eine Rattling Cisticola.

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Ich finde noch diesen Gelbling, der glaubt sich vor mir verbergen zu können, wenn er sich auf die Unterseite des Blattes hängt.
Grass Yellow

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Dieses weißblühende Miniblümchen schafft es noch, mich nochmals auszubremsen, dann muss ich echt Gas geben, damit ich pünktlich zur nächsten Safari parat stehe.

Es klappt, just in Time erreiche ich das Camp, Victor ist auch schon da. Nur wir drei Gäste gehen mit Victor auf Pirsch, das fühlt sich jetzt schon sehr exklusiv an.
Wir laufen in nördliche Richtung, zuerst zum Flussbett, aber der Fluss fließt nicht mehr, es gibt nur noch eine paar tiefe Gumpen mit schwarzem Wasser. Die Wasserfälle haben Feierabend bis zur nächsten Regenzeit.
So laufen wir geraume Zeit ohne jede Sichtung, und ich habe innerlich diesen Walk schon als Bewegungstherapie abgehakt.
Es würde noch auf eine Koppie hochgehen, aber Victor bleibt auf dem Waldweg.
Plötzlich bleibt er stehen und dreht sich zu mir um, da wäre gerade ein Turako geflogen, hier links von uns. Ja nee, iss klar. Victor hat natürlich mitgekriegt, dass ich mich für Vögel begeistere, und jetzt will er den Walk bisschen aufpimpen, so denke ich. In dem Moment hört man das typische Krächzen eines-- Turakos. Innerlich leiste ich Abbitte.
Der Vogel fliegt direkt über unsere Köpfe hinweg und setzt sich dann in den nächsten Baum auf einen Ast, und gar nicht wie sonst üblich direkt ins Blätterdach.
Längst habe ich die Kamera hochgerissen, schiesse sechsmal auf den Vogel, der sich daraufhin mit einem weiteren Krächzer verabschiedet.

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Es ist ein Ross Turaco, für mich eine Neusichtung und eine meiner most wanted species. Entsprechend beseelt wandert es sich nun. 🙂

Und kurz darauf weist Victor vor uns in einen Baum, da hopsen zwei kleine Vögel durchs Geäst.

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Wow, das sind Chinspot Batis. Es gelingt mir, einen Vogel zu knipsen. Es ist das Weibchen, was in diesem Fall ein Glück ist, denn bei Familie Batis ist das Männchen der schmucklosere Partner.

Und so geht der zunächst so ereignislose Walk zu Ende.
Insgesamt habe ich an diesem Tag mehr als 22 Kilometer zurückgelegt. Und dass es der für mich beste Tag auf dieser Reise bislang war, kann wohl nun jeder nachvollziehen.

Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 29. Dez. 2025
3’883 Beiträge · seit 201119. Dez. 2025 ·
Vielen Dank für die oftmals vernachlässigten besonderen Motive! Sehr schön getroffen!

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
4’387 Beiträge · seit 201519. Dez. 2025 ·
Lieber Matthias,
was für eine belohnte Anstrengung! Ich bin fast so begeistert wie Du - vor allem über den Ross Turako, den ich vor ungefähr 40 Jahren im Kongo zum ersten Mal häufiger sehen durfte. „Ach“, sagte meine Schwägerin dort, „ das sind die Vögel, die beim Fliegen immer so rot werden…“ 😄
Danke!
Grüßle
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
549 Beiträge · seit 201219. Dez. 2025 ·
Hallo Matthias

da kann ich mich nur den Vorgängern anschliessen!
Wunderschöne Nahaufnahmen zeigst du da! Was der Boden doch alles hergeben kann, wenn die Feuchtigkeit stimmt ist schon wunderbar!
Vielen Dank fürs Zeigen!

Schöne Zeit und liebe Grüße,
Sue
2025 Reisebericht Johannesburg bis Maun: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/306515-in-5-wo-von-joburg-nach-maun-im-aug-sept-25.html?start=0 2023 Reisebericht Johannesburg bis Kapstadt: https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/304305-in-42-tagen-von-joburg-nach-kapstadt-okt-nov-23.html 2022 Reisebericht Westküste bis Etosha: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/302652-kapstadt-etosha-retour-bitte.html 2017 Reisebericht Richtersveld: https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/294971-richtersveld-richtersveld.html
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201019. Dez. 2025 ·
Jambotessy schrieb:Wow, deinen Bericht über Sambia habe ich bisher ganz übersehen. Toll, besonders, da ich für 2026 nach über 40 Jahren wieder eine Gruppenreise gebucht habe (buchen musste, da mein Mann ja leider in 2023 verstorben ist).
Ich hatte solche Zweifel- Gruppenreise ja oder nein und habe mich vor ein paar Wochen für JA entschieden. In meinem Alter kann ich ja nicht warten, ob sich noch irgendwann eine Begleiterin bzw. ein Begleiter findet.
Also geht es für mich Anfang September 26 in den Osten Sambias.
Jetzt werde ich mir in Ruhe deinen Reisebericht "reinziehen" 😉 und deine Bilder schauen.
Schon einmal vielen Dank fürs teilen.
LG
Jambotessy
Hallo Jambotessy,
ich weiß jetzt gar nicht, ob du Matthias oder mich meinst – aber es freut mich auf jeden Fall, dass du nun hier mitliest 🙂 !
Es ist sicher keine schlechte Entscheidung, schon Anfang September nach Sambia zu reisen, da werden die Temperaturen vermutlich noch angenehm sein. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß, tolle Erlebnisse und natürlich nette Mitreisende.
utaeleonore schrieb:Vielen Dank für den tollen Bericht von Euch beiden.
Jetzt freuen wir uns schon so richtig auf Zambia, und insbesondere auf Mutinondo!
Das freut mich, dass unser Bericht eure Vorfreude schürt! Wie schon oben geschrieben, wird es bei euch sicher auch weniger heiß sein, was zum Gelingen der Tour sicher beitragen wird!


Lieber Matthias,
deinen glückseligen Gesichtsausdruck und deine Schwärmereien über deine Sichtungen durfte ich ja schon in Mutinondo Wilderness genießen 🙂, nun also auch endlich die dazugehörigen Fotos!

Und nein, ich bin nicht neidisch (oder zumindest nur ein bisschen), denn ich weiß, wie viel du dafür getan hast 🤩 . Wie du schreibst, warst du ja ständig unterwegs, und dafür wäre ich auch dann zu faul gewesen, wenn ich nicht krank gewesen wäre. Von daher: ich gönne dir diesen Tag von Herzen 🙂 (und fand es auch mal ganz cool, die komplette Schreiberei dir zu überlassen 😗 😎 ). Danke für die ausführlichen Schilderungen und die vielen Bilder 😘 !


Im nächsten Kapitel werden wir uns auf den Weg in die Bangweulu Wetlands machen – bis dahin liebe Grüße von Bele an alle Mitlesenden und Mitschreibenden!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2025
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201020. Dez. 2025 ·
27. Oktober 2025: Von Mutindo Wilderness zum Makanga Camp/ Bangweulu Wetlands (Teil1)

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Andrew ermuntert uns, vor der Abfahrt noch einen kleinen Walk zu machen, also gehe ich ein paar Schritte runter bis zu den Stellen, die bei mehr Wasser sicher sehr spannend sind, um wenigstens ein bisschen etwas von der Umgebung zu sehen. Allerdings haut es mich jetzt nicht um, was aber auch daran liegen kann, dass ich alles andere als fit bin.

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Bevor wir nun losfahren, noch ein schnelles Fazit zur Samala-Campsite (also eine Location vorher), das habe ich nämlich vergessen und eines zu Mutindo Wilderness.

Samala: es gibt wohl nur zwei Campsites, unsere war recht schattig, allerdings ein bisschen abschüssig, so dass man beim Zeltaufbau schauen musste, wie man sich positioniert, damit man nachts nicht durch die Gegend rollt. Die Ablutions waren okay, Long-drop-Toiletten, wenn ich mich richtig erinnere. Die Umgebung mutet nicht sehr nach Afrika an – auch wenn mir vollkommen bewusst ist, dass dies eine blöde Pauschalisierung ist.

Mutinondo Wilderness: wie gesagt war unsere Campsite sehr großzügig mit allem, was man für eine größere Gruppe braucht, inklusive der kleinen Küche und einem großen Block mit Spülbecken. Die Ablutions waren auch Long-drop-Toiletten und einige sehr nette Duschen. Dazu dann noch die Rezeption (wenn auch ein Stück entfernt) mit Wifi. Andrew hatte uns gesagt, dass man das Wasser hier bedenkenlos aus dem Wasserhahn trinken kann. Mir hat es allerdings nicht sonderlich geschmeckt und ich fand es auch recht bräunlich (und ich bin da durch unsere Botswana-Touren nicht empfindlich). Die Landschaft war – wie auch schon Matthias sagte - wenig afrikanisch, zumindest was meine bisherigen Afrikaerfahrungen als Vergleichsmaterial betrifft. Die ganze Anlage ist übrigens sehr weitläufig in einem Wald verteilt, so dass man von etwaigen Campnachbarn zumindest auf unserem Platz nichts mitbekommt.

So, jetzt aber – weiter geht’s!

Wann wir losgefahren sind, weiß ich gar nicht, wir fahren auf jeden Fall wieder nach Kalonje und dann zurück nach Norden auf der T2, bis es ein paar Kilometer weiter nach links abgeht auf die DR733-Piste, die – Überraschung – recht anstrengend zu fahren ist, allein schon wegen der Sonne, die ins Auto knallt.

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Auf dieser erreichen wir um 11 Uhr die Stelle, an der es rechts abgeht in die Bangewulu Wetlands.

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Dort befindet sich auch das Gate.

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Andrew hatte uns bereits erklärt, dass es eine Planänderung gibt. Wir werden nicht auf der Nsobe Campsite übernachten können, weil es in der Gegend sehr viele Buschbrände gibt und das Camp voller Rauch sei 😵 .

Wir müssen also nach kurzer Zeit nach rechts abbiegen, um zum Makanga (Hunting) Camp zu gelangen. Erstaunlicherweise ist dieses Camp auf der Karte im Zambia-Reiseführer von Hupe auf einer Karte zu finden. Text dazu gibt es keinen und ich finde auch im Netz nichts über diesen Ort.

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Während wir gefühlt endlos auf Sandpisten,

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teilweise sehr schmal und mit tief ausgefahrenen Senken,

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oder bereits nassen Passagen, die jeweils das Tempo drastisch reduzieren,

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durch sattes Grün fahren,

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und wo uns auch immer wieder Fahrräder und Menschen zu Fuß begegnen,

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fragen wir uns, ob es dieses Camp überhaupt gibt und wenn ja, ob Andrew tatsächlich den Weg dorthin weiß. 🙄 😐 🤩

Die Menschen, die hier leben, werden Bangweulu-Bisa genannt und leben laut Hupe von März bis ca. September (wobei wir sie im Oktober dort auch noch gesehen haben) in den Sümpfen in temporären Strohhütten auf trockenen Inseln, die teilweise aus Termitenhügeln gebildet wurden (diese Hütten werden wir später noch sehen). Sie jagen und fischen dort, um in der Regenzeit wieder in ihre Dörfer hierher zurückzukehren, wo sie Maniok, der hier Cassava genannt wird, anzubauen.

Immer wieder fahren wir an solch kleinen Siedlungen vorbei und an der Reaktion der Bewohner lässt sich ablesen, dass hier vermutlich sehr selten Fahrzeuge unterwegs sind. Andrew hat uns inzwischen auch davon in Kenntnis gesetzt, dass das Makanga Camp monatelang stillgelegt war (keine Ahnung warum) und wir nun die ersten Gäste seit langem sein werden. Er hofft, dass das Camp bis zu unserer Ankunft voll funktionsfähig ist 😣 😮 😕 . Na gut, da hoffen wir mal feste mit 😊 !

Während wir langsam an ein paar Hütten vorbeifahren, entdecken wir eine Blaukehlagame (bzw. zwei, wenn ich mich richtig erinnere). Die Markierung im Stamm ist übrigens eine Art Wegweiser, so hat es uns schon unser Scout beim Ituba Camp erklärt.

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Unser Guide schlägt uns vor, auszusteigen, um die Agame besser fotografieren zu können.

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Währenddessen kommt er mit den Bewohnern der Hütten ins Gespräch und winkt uns her. Wir dürfen zuschauen, wie drei junge Frauen gerade Cassava stampfen und Andrew hilft gleich mit.

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Üblicherweise werden die Maniokwurzeln jeweils von einer Frau in runden Trögen zerstampft, hier sieht man eine regionale Besonderheit, die es nur in dieser Gegend gibt: mehrere Frauen sitzen an einem länglichen Trog.

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Ich habe hier das Gefühl, wirklich sehr tief in das Leben der Menschen einzutauchen, das ist kein geplanter Dorfbesuch, der im Reiseprogramm steht 😗 , sondern er ist aus einer spontanen Idee von Andrew heraus entstanden!

Uns wird noch gezeigt, wie der zerstampfte Cassava gesiebt und wo er getrocknet wird und auch die Maniok-Knollen lernen wir kennen.

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Am Ende wird noch eine Tüte organisiert, denn Andrew möchte Cassava-Mehl mitnehmen, um damit eine Art Pap zu kochen, bzw. mit dem Mais-Pap, den es sehr oft abends gibt, zu vermischen. Außerdem kündigt er an, dass er auf der Rückfahrt übermorgen ein paar Maniok-Knollen mitnehmen möchte.

Nach einer weiteren Fahrt durch grüne Wälder auf der schmalen holprigen Piste ändert sich eine Stunde später die Landschaft. Zwischen kleineren Baumgruppen stehen unzählige kleine Termitenhügel auf großen Ebenen. Schnell bekommt diese Landschaft von uns den Namen „Friedhof“.

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Zum Namen passend sieht man hier kaum Lebewesen, diese Schwarzbauchtrappe ist daher eine willkommene Abwechslung, auch wenn sie nicht sehr kooperativ ist:

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Als wir dann endlich bei der Campsite ankommen, kann man schnell erkennen, dass hier eifrig gearbeitet wird, um das Ganze bald bewohnbar zu machen 🤩 .

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Die uns zugeteilten Sanitärblöcke kann man hinten links und neben Monicas Kopf erkennen.


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Auf einer betonierten Plattform befindet sich zentral ein Waschbecken und dahinter, notdürftig vor Blicken durch eine Bambusmatte geschützt, auf der einen Seite eine Dusche und auf der anderen eine Toilette. Allerdings gibt es noch kein fließendes Wasser, und wenn irgendwo mal welches kommt, dann ist es sehr erdig 🤢 .

Na, dann wollen wir mal hoffen, dass die sehr bemühten Mitarbeiter das noch zum Laufen bringen werden 😐 .

Trotz dieser Mängel ist der Platz aber wunderschön, die extrem hohen Bäume spenden viel Schatten und sind sehr beeindruckend.

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Wir bauen das Camp auf, essen zu Mittag und bereiten uns dann mental auf die Suche nach dem Schuhschnabel vor, die heute Nachmittag stattfinden soll 🤩 !

Davon dann im nächsten Kapitel!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2025
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201021. Dez. 2025 ·
27. Oktober 2025: Makanga Camp/ Bangweulu Wetlands (Teil2)
„Die Suche nach dem Schnuhschnabel“ – oder „Welches Schuhwerk nehme ich nach Afrika mit“.
Diese Schuh-Threads waren schon immer ein Quell der Heiterkeit für die Eulenmuckels, Matte und mich gewesen 😄 – und angesichts Ruths mit Sorgfalt ausgewählter Fußkleider (liebevoll dekorierte „Wander“-Crogs, Uggs,…) haben wir unterwegs auf unseren Touren oft versucht sie zu überreden, bei solchen Themen ihr Expertenwissen den Fragenden dort zuteil werden zu lassen. Leider hat sie sich immer verweigert…. 🙄

Dass dieses Thema mich einmal ernsthaft beschäftigen sollte – und dann auch noch in Zusammenhang mit einem Schuhschnabel, was ja durchaus ganz witzig klingen mag 🤨 , hätte ich nie gedacht 🤩 . Den Hinweis in der Reisebeschreibung, alte, aber feste Schuhe mitzunehmen, die gegebenenfalls auch dort gelassen werden können, habe ich ignoriert, weil mich das Thema „Schuhe“ von je her viel zu wenig interessiert 😗 .

Als dann Andrew schon einige Tage vor unserer Anfahrt in die Bangweulu Wetlands das Thema aufgriff und meinte, er könne uns in Mpika einen Händler zeigen, wo man (falls man seine eigenen alten Schuhe vergessen habe) Turnschuhe kaufen könne, wurde ich langsam hellhörig 😐 . Laut seiner sehr dramatisch klingenden Schilderungen müsse man nämlich auf der Suche nach dem Schuhschnabel in tiefem, teilweise hüfthohem Morast und Wasser waten und seine eigenen Schuhe würde man danach nicht mehr wiedererkennen (so ein Quatsch, meine guten Lowa erkenne ich immer wieder!). Jaja, das wird wohl eine Werbekampagne für einen Kumpel in Mpika sein, der dort Schuhe verkauft…. 😗 .

Doch zurück ins Makanga-Camp, wo wir nun also kurz vor Abfahrt zur Vogelsuche stehen und uns final entscheiden müssen, welche Schuhe wir für dieses Event tragen werden. Matte (der sogar alte Schuhe mitgebracht hatte, sich aber nicht sicher ist, ob sie dieses Abenteuer überleben werden) und ich entscheiden uns solidarisch für unsere Crogs, mit denen zumindest ich daheim auch Gartenarbeiten erledige. Mit dem Riemen hinten über die Ferse gezogen wird das schon passen und praktischerweise kann man die Dinger ja später dann einfach unter dem Wasserhahn abspülen (sofern es hier bis heute Abend fließend Wasser geben wird) 😎 .

Auch der Rest der Gruppe zerbricht sich natürlich den Kopf und entscheidet sich dann jeweils für das passende Schuhwerk. Derart durchdacht und perfekt ausgerüstet 😉 starten wir Richtung Sümpfe.

An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich diesen Teil der Reise sehr blauäugig angegangen bin, man könnte es auch schlecht vorbereitet nennen 😣 . Statt die Erzählungen von Ruth und Uwe, die einige Monate vor uns in den Bangweulu Sümpfen (wenn auch an anderer Stelle) waren, mir noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen und eventuell zu hinterfragen sowie ein bisschen im Reiseführer zu lesen bzw. die Bilder dort zu betrachten (Hupe S.64), sah ich vor meinem inneren Auge eine idyllische Bootsfahrt durch kristallklares Wasser und einen Schuhschnabel, der sich mitten in grün schimmerndem Papyrus und vor bunt leuchtenden Seerosen sowie strahlend blauem Himmel, der mit schneeweißen Schäfchenwolken verziert ist, dekorativ in Positur stellt 😘 .

Nun lande ich – leider später auch wortwörtlich 😣 – unsanft auf dem immerhin weichen Boden der Tatsachen 🤩 .

Es gibt hier zwar einen kleinen Kanal und auch Mekoro sind darauf zu erkennen, aber das war es dann auch schon mit der Idylle. Zusammen mit einem Guide und einigen Helfern machen wir uns zu Fuß auf den Weg zu dem Schuhschnabel, den man von Weitem schon erkennen kann, auch wenn er sich, graubraun vor beigem Gras und bleigrauem Himmel, kaum von seiner Umgebung abhebt (der Vogel befindet sich links oberhalb des grünen Abzeichens des Rangers).

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Wir sind ja aber schon froh, dass er nicht ans Abheben im anderen Sinne denkt, sondern ruhig stehenbleibt und uns durchaus interessiert beobachtet.

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Vermutlich hat er seinen Spaß daran, wie wir uns durch tiefen Morast quälen, der mit diversen Fußangeln von umgeknickten Schilfrohren durchsetzt ist und uns immer wieder zum Stolpern bringt.

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Ein bisschen Beifang gibt es auch:


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Da es hier immer wieder Buschbrände gibt, ist das Wasser nicht nur von Schlamm, sondern auch von Ruß verunreinigt. So viel zum Thema „kristallklar“….

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Das wäre aber alles nur halb so schlimm, würde ich nicht nach wenige Schritten meine Schuhwahl zu tiefst bereuen. Zunächst störe ich mich nur an dem schmatzenden Geräusch 🤢 , welches sie dank der Adhäsionskräfte, die ich hier hautnah erleben darf, bei jedem Schritt von sich geben. Bisschen peinlich, finde ich…. 😊 Und warum schmatzen die Crogs von Matthias nicht genau so laut? Das ist unfair 🤩 .

Je tiefer wir in den Schlamm(assel) hineingeraten, desto stärker versucht der Sumpf, meine Crogs in Besitz zu nehmen. Immer öfter bin ich kurz davor, ins Taumeln zu geraten, weil mein Schuh andere Pläne hat als mein Fuß, ganz zu schweigen von dem anderen Bein, das gerne weitergehen würde. Kurze Zeit später passiert es: ich verliere den Kampf gegen Sumpf und unentschlossenen Crogs, gepaart mit einer gewissen körperlichen Schwäche bedingt durch meine Erkältung. Platsch – ich liege mit meiner rechten Körperhälfte im Matsch! Wäre das nicht schon peinlich genug, ist das Aufstehen auch nicht sehr elegant möglich, und ich lasse mir dabei sogar helfen. Es ist ja nicht so, dass es nicht genug Einheimische gäbe, die uns begleiten und vor allem den Trägerinnen von schwerer Kameraausrüstung helfen würden, aber als knapp die Älteste der Gruppe bin ich dazu dann dummerweise zu stolz 🤢 .

Als ich am Tag unserer Rückkehr abends bei einem langen Telefonat von Ruth erfahre, dass sie sich selbstverständlich hat helfen lassen 🤩 , ärgere ich mich gleich noch einmal über meine Dickköpfigkeit… 😣

Aber egal, da steh ich nun wieder auf zwei Beinen und versuche, mich mehr oder weniger graziös 😎 weiter zu dem urigen Federvieh vorzuarbeiten 😊 .
Als wir dann so nahe wie möglich vor ihm stehen (was immer noch sehr weit weg ist, ganz und gar nicht wie auf dem Foto im Hupe Reiseführer), meine ich zu Matthias, dass ich mir diesen Vogel ein wenig farbenfroher, zumindest kontrastreicher vorgestellt hätte und ich ihn schon sehr schmuddelig und matschfarben fände. Mit hochgezogenen Augenbrauen und einem süffisanten Lächeln im Gesicht schaut mein Reisekumpan mich an, sein Blick gleitet langsam von oben nach unten und er meint: „ Na schau doch dich mal an!“ 🤩 😈

+++++++++++++ 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 ++++++++++++++++++ Wir waren mal gute Freunde.... 😛

Zurück zum Objekt unserer Begierde: für einen Schuhschnabel ist er schon fast hyperaktiv,

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er putzt sich

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kuckt hin und her

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und legt sich dann zum Schlafen nieder (das würde ich jetzt auch gerne tun, aber bitte - frisch geduscht - in meinem Zelt).

Hier sieht er jetzt sogar richtig schön grau aus, keine Ahnung, warum nur im Liegen..

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Immerhin: wir haben ihn gefunden, er ist nicht weggeflogen und wir konnten trotz schlechter Lichtverhältnisse (wobei ab und zu sogar ein bisschen Sonne durchkam und dies nicht mal aus der falschen Richtung) ein paar Fotos von ihm schießen 🙂 🙂 🙂 . Und: wir mussten nicht durch hüfthohes Wasser waten - was will man mehr? 😎

Der Rückweg gestaltet sich - wenig überraschend- ebenfalls herausfordernd, einmal will der Sumpf gleich beide Crogs auf einmal behalten und bevor ich das Gleichgewicht noch einmal verliere, gebe ich freiwillig nach und stehe lieber kurzzeitig strümpfig im Schlamm 🤩 🤢 ! Inzwischen ist mir völlig egal, wie dreckig ich bin, ich würde mich auch wie ein Warzenschwein im Schlamm suhlen, wenn es nötig wäre… 😗 . Nachdem ich meine Schuhe gerettet habe, bin ich aber doch sehr froh, dass wir uns endlich unserem Fahrzeug nähern.

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Ein schöner Abendhimmel verabschiedet uns

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und wir sind auf der Rückfahrt nun sehr gespannt, ob wir unsere schlammigen Beine (oder auch mehr…) unter einer erfrischenden Dusche reinigen können.

Und tatsächlich, als wir im Camp ankommen, erfahren wir, dass wir Waschbecken, Dusche und Toilette, diese allerdings mit einer kleinen Einschränkung, benutzen können 🙂 . Es ist Andrew ganz peinlich, dass wir jedes Mal das Ventil zudrehen müssen, nachdem wir gespült haben, weil wohl der Schwimmer nicht funktioniert und sonst die Spülkästen ständig überlaufen würden. Es wäre zeitlich nicht möglich gewesen, dass die Verantwortlichen nach Mpika fahren, um die entsprechenden Ersatzteile zu kaufen. Auf diese Idee wären wir nie gekommen 🤩 – das ist doch kein Problem! Wir sind jetzt vor allem überglücklich, eine funktionierende, wenn auch kalte Dusche zu haben und säubern uns in der hereinbrechenden Dunkelheit, bevor es Abendessen gibt.

Andrew erklärt uns das Programm für den nächsten Morgen: wir werden noch einmal auf Shoebill-Pirsch gehen, allerdings an einer anderen Stelle 🙄 .

Huch, da werde ich wohl mein Schuhkonzept überdenken müssen 😮 ! Dazu dann mehr im nächsten Kapitel.

(Sorry, dass dieses Kapitel so textlastig ist....wird nicht mehr vorkommen!)
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 28. Dez. 2025
4’387 Beiträge · seit 201521. Dez. 2025 ·
Guten Abend, Bele,
war das
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der Moment, wo Du Dich hast fallenlassen? 😗
Duck und wech…..
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
553 Beiträge · seit 201721. Dez. 2025 ·
Oh Bele, ich muss mich bei dir entschuldigen. Ich habe mich gerade köstlich beim Lesen amüsiert und das war dann ja wohl leider auf deine Kosten. Wenigstens hattet ihr eine wirklich schöne
Sichtung, die die Mühen wert war. Wobei mir unsere Variante der Schuhschnabel Safari, in einem Holzboot hingefahren zu werden, doch erheblich besser gefallen hat, auch wenn der Abenteuerfaktor sicherlich bei weitem nicht so hoch war wie bei euch.
Liebe Grüße
Kordula
3’883 Beiträge · seit 201121. Dez. 2025 ·
Schade, dass ich nicht dabei war!
Das Abenteuer hätte ich gerne miterlebt. Jahrelang habe ich davon geträumt, einen Schuhschnabel zu sehen. Wenig abenteuerlich, eher frustrierend war der Anblick dieses exotischen Vogels im Vogelpark. Da stand er in seiner nichtssagenden Ecke und hätte sich auch nicht groß rühren können, wenn er gewollt hätte. Passendes Sumpfgebiet - Fehlanzeige!
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Dafür blieben meine neuen Sandalen blitzsauber und hinschmeißen musste ich mich auch nicht. Man kann schließlich nicht alles haben.

Kurz und ehrlich: Ich beneide dich und deine Reisegefährten! 😗
Liebe Grüße
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
796 Beiträge · seit 200721. Dez. 2025 ·
Liebe Bele,

so langsam verstehe ich, was Du anfangs damit meintest, dass ihr euch in Sambia alles erarbeiten musstet. 😄 Was für eine Strapaze! 😣 Aber immerhin hat es sich hier ja mit dem Schuhschnabel in Action sehr gelohnt. Tolle Bilder! Beim fast schon hyperaktiven Schuhschnabel musste ich ja sehr Lachen. Aber im Vergleich zu dem, den ich in Uganda gesehen hatte und der eher einer Schlaftablette glich, war das sogar sehr passend. 🤪

Danke für den nach wie vor sehr unterhaltsamen Sambia-Bericht an Dich und Matthias.
Liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2025
5’062 Beiträge · seit 201421. Dez. 2025 ·
Als wir dann so nahe wie möglich vor ihm stehen (was immer noch sehr weit weg ist, ganz und gar nicht wie auf dem Foto im Hupe Reiseführer), meine ich zu Matthias, dass ich mir diesen Vogel ein wenig farbenfroher, zumindest kontrastreicher vorgestellt hätte und ich ihn schon sehr schmuddelig und matschfarben fände. Mit hochgezogenen Augenbrauen und einem süffisanten Lächeln im Gesicht gleitet der Blick meines Reisekumpans langsam von oben nach unten über mich und er meint: „ Na schau doch dich mal an!“ 🤩 😈

+++++++++++++ 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 ++++++++++++++++++ Wir waren mal gute Freunde.... 😛
Hi Bele,
"You make my day" - und du Matthias natürlich auch!

Aber allein schon für die super Aufnahmen vom lachenden Schuhschnabel hat sich das Ganze gelohnt!

Liebe Grüße
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
1’866 Beiträge · seit 201622. Dez. 2025 ·
Liebe Bele,
was für ein Abenteuer!
Ich danke dir für meine heutige "Gute-Nacht-Geschichte". Ich wäre in der Situation sicher ähnlich gefordert gewesen...
Aber der Anblick eines Schuhschnabels... Also ich finde den Vogel sehr faszinierend.
Lieber Gruß
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de Aktuell im Forum: Madagaskar 2026 https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307123-der-achte-kontinent-madagaskar-2026 SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
774 Beiträge · seit 200722. Dez. 2025 ·
Ich schmeiß mich weg!!

😄 😄 😄

Liebe Bele,
beim Lesen der Schuhschnabelepisode musste ich mehrfach lauthals lachen!
Die Schilderungen mit den schmatzenden Crocs und dem Matsch erinnerten mich irgendwie an eine Wattwanderung auf Amrum…

Den Abschnitt fand ich allerdings besonders erheiternd
Bele schrieb:
„Aber egal, da steh ich nun wieder auf zwei Beinen und versuche, mich mehr oder weniger graziös 😎 weiter zu dem urigen Federvieh vorzuarbeiten 😊 .
Als wir dann so nahe wie möglich vor ihm stehen (was immer noch sehr weit weg ist, ganz und gar nicht wie auf dem Foto im Hupe Reiseführer), meine ich zu Matthias, dass ich mir diesen Vogel ein wenig farbenfroher, zumindest kontrastreicher vorgestellt hätte und ich ihn schon sehr schmuddelig und matschfarben fände. Mit hochgezogenen Augenbrauen und einem süffisanten Lächeln im Gesicht schaut mein Reisekumpan mich an, sein Blick gleitet langsam von oben nach unten und er meint: „ Na schau doch dich mal an!“ 🤩 😈

+++++++++++++ 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 🙄 ++++++++++++++++++
Wir waren mal gute Freunde.... :P“
______________________________________

Zum Glück sprecht Ihr aber noch miteinander 🤪

Spaß beiseite… Mir gefallen die Fotos vom Schuhschnabel ausgesprochen gut und die Strapazen durch Matsch und Modder haben sich absolut gelohnt!
Ich begleite Euch weiterhin sehr gerne virtuell auf Eurer Tour.

Liebe Grüße von der Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
zuletzt bearbeitet 22. Dez. 2025
191 Beiträge · seit 200622. Dez. 2025 ·
Hi Bele

ich bin ein fleissiger Leser Deines Sambia-Reiseberichts und ein ebenso unfleissiger Danke-Button-Drücker. Bin da etwas unmodern mit «Liken», «teilen», etc-soc-media-Getue. Deshalb hier ein konkretes «herzlichen Dank!» (auch an Fotomatte) für diese (und alle andern) Reiseberichte, welche mir immer wieder regelrechte Schmunzel-Tiraden hervorrufen.
Beim Schuhschnabel-Schuhauswahl-Kapitel habe ich aber nicht geschmunzelt…. Ich habe mich vor Lachen gekugelt. Und es scheint ja noch weiter zu gehen.

Zum Thema selber: Ich war im 2017 auf einer ähnlichen Reise (mit anderem Anbieter, bei dem das ähnlich ablief) in Sambia unterwegs. Und wir haben auch die Schuhschnäbel auf dem Programm gehabt. Im Gegensatz zu Eurer Reise hat das bei uns sichtungsmässig aber leider nicht geklappt gehabt: Keinen Schuhschnabel gefunden. Schuhausrüstungsmässig lief das etwas anders ab. Wir kriegten für die stundenlange Suchwanderung durch die Sümpfe alle Gummistiefel zur Verfügung gestellt. Diese haben wir auch immer mal wieder versenkt und ausgebuddelt. Am Schluss der Expedition wurde uns dann mit «sauberem» Wasser richtiggehend die Füsse gewaschen. Ein Riesengaudi…

Jetzt bin ich gespannt auf die Schuhschnabel- und überhaupt-Fortsetzung.

Liebe Grüsse
Kudu
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt. Paulo Coelho
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201023. Dez. 2025 ·
CuF schrieb:Guten Abend, Bele,
war das der Moment, wo Du Dich hast fallenlassen? 😗
Duck und wech…..Friederike
Die Vermutung liegt nahe… 😗
Dandelion schrieb:Oh Bele, ich muss mich bei dir entschuldigen. Ich habe mich gerade köstlich beim Lesen amüsiert und das war dann ja wohl leider auf deine Kosten.
Liebe Grüße Kordula
Schon gut 😘 – und ich verrate auch niemanden, dass du backstage auch noch nach einem Foto von diesem Ereignis gefragt hast 😛 😎 !
freshy schrieb:Schade, dass ich nicht dabei war!
Dafür blieben meine neuen Sandalen blitzsauber und hinschmeißen musste ich mich auch nicht.
Da sieht man mal wieder: alles im Leben hat zwei Seiten 🤪 !
Kurz und ehrlich: Ich beneide dich und deine Reisegefährten! 😗
Fehlt da nicht ein „nicht“? 😕 😄
Liebe Grüße freshy
Liebe Grüße zurück!
tina76 schrieb:Liebe Bele,
so langsam verstehe ich, was Du anfangs damit meintest, dass ihr euch in Sambia alles erarbeiten musstet. 😄
Ja, das war ausnahmsweise mal ernst gemeint! 🙄
Danke für den nach wie vor sehr unterhaltsamen Sambia-Bericht an Dich und Matthias.
Gerne 🙂 !
Daxiang schrieb:
Hi Bele,
"You make my day" - und du Matthias natürlich auch!
Das freut mich 😄 !
Aber allein schon für die super Aufnahmen vom lachenden Schuhschnabel hat sich das Ganze gelohnt!
Ja, diese Foto liebe ich auch sehr!
H.Badger schrieb:Liebe Bele,
was für ein Abenteuer!
Ich danke dir für meine heutige "Gute-Nacht-Geschichte".
Gern geschehen - ich hoffe, du konntest gut schlafen 😉 !
Aber der Anblick eines Schuhschnabels... Also ich finde den Vogel sehr faszinierend.
Ja er ist faszinierend, nur konnte ich ihn in der damaligen Situation nicht so wirklich genießen – aber dazu sind ja Reisebericht da: man blendet im gemütlichen Zuhause die Strapazen und sichtungsarme Zeiten, sowie die Hitze, von der ich gar nicht wirklich geschrieben habe in diesem Kapitel, einfach aus und kann sich an dem „Konzentrat“ dann tatsächlich im Nachhinein erfreuen 😄 .
tigris schrieb:
Liebe Bele,
beim Lesen der Schuhschnabelepisode musste ich mehrfach lauthals lachen!
Na Hauptsache du hast dich gut amüsiert über mich…. 😣 🤩 Dafür sind Freundinnen da 😛 !
Die Schilderungen mit den schmatzenden Crocs und dem Matsch erinnerten mich irgendwie an eine Wattwanderung auf Amrum…
Ja, ich hatte da auch ein Déjà-Vu, kurz hatte ich überlegt, das auch noch in dieses Kapitel einzubauen, aber das war eh schon viel zu textlastig: wir waren in der Oberstufe mal in Husum auf Klassenfahrt und bei der obligatorischen Wattwanderung (die wir unter Restalkohol vom Vorabend in einem Heidekrug hinter uns bringen mussten) hat es mir die Gummistiefel festgesaugt, so dass ich bewegungsunfähig im Watt stand. Ich kam mir wirklich sehr dämlich dabei vor – ganz ähnlich wie in den Bangweulu-Sümpfen 🙄 😊 .
Zum Glück sprecht Ihr aber noch miteinander 🤪
Ja, grade so…. 🤨 wir müssen ja die nächste Tour demnächst einigermaßen in Frieden hinter uns bringen 😗 .
Ich begleite Euch weiterhin sehr gerne virtuell auf Eurer Tour.
Da freut mich (und Matthias sicher auch)! Und demnächste dann in live und Farbe 🙂 !
Kudu schrieb:Hi Bele
Deshalb hier ein konkretes «herzlichen Dank!» (auch an Fotomatte) für diese (und alle andern) Reiseberichte, welche mir immer wieder regelrechte Schmunzel-Tiraden hervorrufen.
Danke zurück, dass du immer dabei bist (und ich erfahre das ja auch auf unserem anderen Kanal)!
Beim Schuhschnabel-Schuhauswahl-Kapitel habe ich aber nicht geschmunzelt…. Ich habe mich vor Lachen gekugelt. Und es scheint ja noch weiter zu gehen.
Ähm, nee, so derart blöd wie dort stell ich mich glaub nicht mehr an 😊 (auch wenn ich tatsächlich noch ein weiteres Mal auf der Nase liegen werde auf dieser Reise), nur noch so ein bisschen... 😗
Im Gegensatz zu Eurer Reise hat das bei uns sichtungsmässig aber leider nicht geklappt gehabt: Keinen Schuhschnabel gefunden.
Na da schau her – dann hatten wir vielleicht sogar Glück?
Schuhausrüstungsmässig lief das etwas anders ab. Wir kriegten für die stundenlange Suchwanderung durch die Sümpfe alle Gummistiefel zur Verfügung gestellt. Diese haben wir auch immer mal wieder versenkt und ausgebuddelt.
Gummistiefel hätte ich keine gewollt, das hätte vermutlich ähnlich geendet wie meine Wattwanderung auf der Klassenfahrt siehe oben. Die Stiefel werden vom Sumpf festgesaugt und man kann nichts anderes machen als regenungslos und ziemlich doof im Matsch zu stehen. Hmmm, ich überlege gerade, ob der Schuhschnabel wohl auch Gummistiefel trägt und sich deshalb kaum mal rührt 😕 (wobei er auch anders kann, das mussten wir am nächsten Tag feststellen)
Am Schluss der Expedition wurde uns dann mit «sauberem» Wasser richtiggehend die Füsse gewaschen. Ein Riesengaudi…
Da wäre ich sofort dabei gewesen – wir mussten das selber machen 😠 !
Jetzt bin ich gespannt auf die Schuhschnabel- und überhaupt-Fortsetzung.
Das wird ein bisschen dauern, du weißt schon, Weihnachten und so…. 😗



Ich wünsche allen

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(Wobei ich hoffentlich noch in diesem Jahr den Bericht weiter- oder gar fertigschreiben werde!)
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 23. Dez. 2025
Themenstarter8’796 Beiträge · seit 201028. Dez. 2025 ·
28. Oktober 2025: Makanga Hunting Camp (Bangweulu Wetland)
Schuhschnabelpirsch die Zweite und die Dritte am Vormittag
Wie gesagt haben wir heute eine andere Location auf dem Plan, und dies bei tatsächlich mal schönem blauen Himmel.
Ich entscheide mich heute für meine „guten“ Schuhe 😎 , egal wie sie danach aussehen werden 😵 .

Schon nach den ersten Metern bin ich froh über diese Wahl, denn es lässt sich wirklich wesentlich sicherer darin gehen und diese Schuhe schmatzen auch viel dezenter 🤪 . Trotzdem ist der Untergrund auch heute eine Herausforderung, man droht bei jedem falschen Schritt ziemlich tief im Wasser zu stehen 🤩 .

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Die Stümpfe der Schilfrohre lassen einen schnell aus dem Gleichgewicht geraten 😮 (man sieht, wie Nick mit ebendiesem kämpft),

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unter der Wasseroberfläche lauern Fußangeln in Form von querliegenden Schilfrohren, und stellenweise denkt man, man tritt auf festes Gras, das dann aber mitsamt dem darauf stehenden Fuß im Wasser versinkt, weil es nur an der Oberfläche geschwommen ist. Dazu auch hier wieder von Buschbränden resultierender Ruß im Wasser und auf den Pflanzen am Boden 🤢 .


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Nach einem zwanzigminütigen Walk, der zum Glück auch teilweise über festen Untergrund führt, erreichen wir das Gebiet der Schuhschnäbel. Tatsächlich kann man zwei erkennen, einen sogar leidlich fotografieren, der andere ist viel zu weit entfernt.

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Leider handelt es sich bei diesem Exemplar nicht um so einen stoischen Zeitgenossen wie gestern. Der Shoebill fliegt auf und landet sehr weit weg erst wieder 🙁 . Na immerhin haben wir den Beweis, dass sie auch fliegen können (allerdings sind meine Fotos davon so schlecht, dass sie nicht in den Bericht dürfen 😣 ).

Die Guides und ein paar von uns scannen die Gegend ab, aber es ist unmöglich, näher an einen der Vögel heranzukommen, das Gelände ist nicht begehbar.

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Also drehen wir wieder um und machen uns auf den Weg zu unserem Auto. Landschaftlich und auch vom Licht her gesehen gefällt mir dieser Walk viel besser als der gestrige (unabhängig von der glücklicheren Schuhwahl), auch wenn wir keinen Schuhschnabel schön fotografieren konnten.

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An diesem kleinen Damm gerate ich mal wieder ins Straucheln und hätte beinahe den einheimischen jungen Mann, der mir dort die Hand gibt, um mir hoch zu helfen, mit ins Unglück gezogen 🤩 .

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Zum Glück geht aber alles glimpflich über die Bühne und ich erreiche unfallfrei unser Fahrzeug.

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Nass und dreckig fahren wir durch die bizarre Landschaft zu dem Platz, an dem wir gestern schon waren. Unsere Helfer fahren mit dem Fahrrad voraus.

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Hier sieht man eine der erwähnten Fischerhütten, an der wir dann auch unser Auto parken.

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Ich beschließe, dass ich nicht noch einmal im Matsch liegen will, zumal meine Erkältung ziemlich zuschlägt und ich mir die Seele aus dem Leib huste. Mary hat auch keine Lust auf diesen Walk,

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und so bleiben wir beide zusammen mit Andrew und ein paar Fischern beim bzw. im Auto.

Dort haben wir eine sehr beeindruckende Begegnung mit den Frauen der Fischer, sie kommen – woher auch immer, es ist mir bis heute ein Rätsel - in wunderschönen bunten Gewändern immer näher und lassen sich von einem der Männer das Fernglas erklären. Staunend blicken sie damit auf den Schuhschnabel und unsere Truppe, die man in weiter Entfernung erkennen kann. Aus bekannten Gründen gibt es keine Fotos davon, aber es war eine Begegnung, die sich sehr ursprünglich angefühlt hat. Die Frauen nehmen auch keinen Kontakt zu uns auf, nur Andrew unterhält sich lange mit einem der Fischer und erklärt uns parallel dazu, worüber sie reden. Es geht um die Ernährung (Fisch, Fisch und zur Abwechslung auch mal Fisch, oder Maniok) und um die Frage, was passiert, wenn jemand krank wird oder ein Kind bekommt. Schwangere werden wohl schon ein, zwei Monate vor der Geburt nach Mpika gebracht (ich meine, es war Mpika, habs mir aber nicht aufgeschrieben), um den strapaziösen Transport rechtzeitig vor der Niederkunft abzuwickeln. Oft kommt es aber auch vor, dass die Frauen nur mit Hilfe von „weisen Frauen“, einer Art Hebamme, ihre Kinder hier in dieser sehr einsamen Gegend, weitab von jeglicher Zivilisation, zur Welt bringen.

Als die Frauen wieder verschwunden sind, kommt unsere Gruppe zurück.

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Sie hatten wohl noch einmal eine schöne Schuhschnabelsichtung, bei der der Vogel auch etwas gefangen hat. Ob Matthias Fotos davon hat, entzieht sich meiner Kenntnis!

Nun geht es zurück ins Camp, wo ich meine frisch in schwarzbraun umgefärbten Schuhe (die Originalfarbe ist beige) unter dem zum Glück reichlich fließenden Wasser reinige. Und oh Wunder, der Matsch geht sehr gut ab und hinterlässt auch kaum Spuren 🙂 . Ach menno, hätte ich nur den dramatischen Schilderungen von Andrew nicht geglaubt und schon gestern dieses Schuhwerk getragen – jede Menge Peinlichkeiten wären mir erspart geblieben 😊 .

Hier noch ein kleiner Farbklecks von der Campsite

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und dann stelle ich meine Schuhe zum Trocknen in die Sonne und versuche mich über Mittag ein bisschen zu erholen, denn heute Nachmittag haben wir noch einen Gamedrive vor uns, um nach den Schwarzen oder auch Bangweulu-Moorantilopen zu suchen, die hier endemisch sind!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 29. Dez. 2025
2’524 Beiträge · seit 200928. Dez. 2025 ·
Hallo Bele,

nur ganz kurz bezüglich der Schuhschnabelfotos: ja, Matthias hat. Aber heute habe ich keine Lust mehr, ins kalte Büro zu tapern und mich an den Rechner zu setzen. Das reicht sicher morgen auch noch.

Bis dahin, Matthias

Achja, ich wollte noch ein paar Worte zu den Kommentaren verlieren:
@ freshy und Sue.ch: All creatures great and small (nach: Der Doktor und das liebe Vieh ) ist das Motto. 😎
@CuF: die Vögel, die beim fliegen rot werden- sehr schöne, treffende Metapher.
@Bele: das wenig afrikanisch bezog sich bei mir aber ausschließlich auf den Farndschungel. Im Übrigen fand ich die Mutinondo Wilderness sehr africalike. 😉
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 29. Dez. 2025