Hallo Bele, es freut mich sehr, dass sich dein lang ersehnter Wunsch erfüllt hat - und dann auch noch mit so lieben Menschen an deiner Seite. Auch deine Zeit am Chobe River fand ich richtig schön - mit den tollen Sonnenauf- und - untergängen und den spannenden Tiersichtungen. Ich bin schon gespannt, wie dein Abenteuer weitergeht. LG Sabine
ChampagnerThemenstarter8'725 Beiträge · seit 201014. Juli 2025 ·
17. Juni 2025 - Ein ruhiger Tag in Maun
Eigentlich war dieser 17. Juni für die Suche nach der Flut eingeplant gewesen. Nun steht er mir quasi zur freien Verfügung, auch wenn ich noch ein paar kleine Erledigungen auf meiner Liste habe.
Zunächst gönne ich mir aber ein gemütliches Frühstück in der Maun Lodge. Endlich Joghurt, Müsli und frische Früchte nach 3 x Käseomelette 🙂 .
Um 9 Uhr holt mich Kefilwe wie vereinbart ab - ich möchte kurz bei Bushways im Office vorbeischauen, um mal live zu sehen, wo unsere wunderbaren Touren "gestrickt" werden. Im gut gefüllten Büro laufe ich gleich Gare in die Hände, mit der ich immer viel zu tun habe und werde so gleich meine Dankeschön-Mitbringsel (hauptsächlich Süßigkeiten aus meiner Heimat) los. Gare und Nicola sind neben Heiko seit Jahren die wichtigsten Ansprechpartnerinnen für unsere selbstgeplanten Touren und reagieren immer schnell und mit positiven Antworten und Ergebnissen auf unsere diversen Wünsche/Anforderungen/Fragen.
Gare bringt mich dann in einen Raum nebenan, in dem gerade das Briefing für die Tour, bei der ich ab morgen die nächsten drei Tage mitfahren werde, stattfindet. Am Tisch sitzen Diteko, KP (der unser Camp Chef sein wird) und zwei weitere Mitarbeiter von Bushways. Ewig lange Listen, teilweise mit Highlighter versehen, werden durchgearbeitet und abgehakt, Kein Wunder, dass diese Touren - zumindest die, die ich mitgefahren bin - immer so reibungslos funktionieren, das wirkt alles sehr professionell und hochkonzentriert! Auch die Frage, wann ich morgen abgeholt werde, kann Diteko mir mit Hilfe der Unterlagen beantworten: 7 Uhr.
Ich will nicht weiter stören und mache noch schnell ein Foto von "meinem" Fahrzeug ab morgen (eigentlich ist es "Ditekos" Auto, denn wenn möglich fährt er seine Touren immer mit genau diesem Landcruiser. Er hat ihn bereits am Vortag gewartet, vollgetankt und geputzt, der gepackte Trailer hängt auch schon dran.
Dabei läuft mir noch Mark Swaffield über den Weg, einer der drei Direktoren von Bushways. Heiko wollte eigentlich auch hier sein, aber wie er mir später erzählt, hatte er ein Wasserproblem auf seiner Farm . WASSERPROBLEM?? 🤩 😄 😄 😄 Das Schicksal konnte wohl doch die Füße nicht komplett still halten, aber solange es mich in Ruhe lässt, ist mir alles andere egal 😛 (sorry, Heiko... 😊 😘 ).
Wieder im Taxi sitzend frage ich Kefilwe, ob er noch Zeit hat. Ja klar. Also gut, dann fahren wir bitte noch zur Old Matlapaneng Bridge. Ich möchte sehr gerne die Markierung, die zu der Wette gehört, sehen ( https://www.namibia-forum.ch/forum/34-diverses/275392-flood-okavango.html?start=186#709075). Stand heute wurden übrigens über 10.500 Euro eingespielt zugunsten der beiden Wohltätigkeitsorganisationen 🤩 !
Mein Taxi-Fahrer ist glücklich 🙂 : diese Strecke kennt er, weil er oft Gäste zu Old Bridge Backpackers bringt!
Dort angekommen schauen wir uns in Ruhe um.
Hier ist die Markierung - schon irgendwie ein besonderes Gefühl, wenn man etwas, das man x-mal virtuell betrachtet hat, dann plötzlich in echt erleben darf!
Kefilwe möchte unbedingt Fotos von mir zusammen mit den Hippos und Crocs machen, die dort das ganze Jahr über in einer Pfütze aus versifftem Regenwasser leben 🤢 . Ich fand diese Viecher ja schon immer suspekt, die Wahl ihres Wohnortes macht das nicht besser 😛 !
Einmal gequält lächeln bitte 😎 😗 :
Noch ein paar nette Nahaufnahmen der grazilen Schönheiten 😛 :
Ein Blick in die Richtung, aus der am 4. Juli dann das Wasser ankommen wird:
So sah das dann am 4. Juli aus:
Und einige Zeit später so - inzwischen haben sich wohl die Crocs auch schon flussaufwärts begeben. Die dämlichen Hippos stehen sicher immer noch dort rum und haben noch nicht kapiert, dass es inzwischen ein Fluss und keine Pfütze mehr ist 😛 .
Kefilwe fährt mich anschließend ins Hotel zurück. Von dort laufe ich über die große Brücke zur Mall of Maun, die ziemlich neu ist. Leider gibt es dort kein Tonic Water in kleinen Dosen - die bräuchte ich eigentlich für die Campingtour. Aber Wasser und etwas Knabberzeug gibt es im Checkers dort -und - TATA - vegetarische Samosas 🤩 . Seit Jahren verspricht mir Matthias immer wieder bei unseren Shoppingaktionen für die Selbstfahrertouren, dass wir uns auch Samosas holen - und noch nie gab es welche! Leere Versprechungen 😈 ! Meine letzten Samosas in Afrika habe ich 2015 auf der Bootstour von der Hakusembe River Lodge aus gegessen!
Natürlich muss ich mir die drei Stück, die noch da sind, mitnehmen und genieße sie in meinem Chalet!
Schnell noch das Vogel-Pic des Tages gemacht (nicht weil es ein toller Vogel ist, sondern weil es das einzige des Tages ist 🤪 ). Ein - vermutlich Meves's - Starling:
und dann winke ich mir vor dem Hotel an der Bushaltestelle ein Taxi heran, das mich zu Hilarys Coffeeshop bringt.
Dort gibt es einen leckeren Salat und eine riesige Kanne Kaffee!
Zu Fuß begebe ich mich am Flughafen entlang und dann runter zum Choppies, um dort die fehlenden Tonicwater zu kaufen, was zum Glück klappt!
Dann passiert noch etwas Witziges, oder eigentlich Erstaunliches, wobei es irgendwie zu dieser Reise passt! Ich will gerade die Straße überqueren, um auf der richtigen Seite zu sein, wo ich mir ein Taxi zum Hotel heranwinken will, als jemand aus einem kleinen Autole heraus ruft und winkt: es ist Kefilwe 🤩 ! Das kann doch nicht wahr sein! Es gibt ja nun wirklich nicht nur ein Taxi in Maun!
Er hat schon eine Kundin an Bord, die aber zufällig zu der Mall of Maun möchte, also ganz in der Nähe meines Hotels. Ob ich mitfahren möchte? Ja klar!
So endet dieser Ausflug ins Städtle sehr nett und in meinem Chalet mache ich mich dran, für die Campingtour morgen zu packen. Abendessen fällt aus, ich bin pappsatt von Hilarys, denn - ups, das habe ich nicht erwähnt - nach dem Salat gab es auch noch Kuchen für mich 🤪 !
Morgen geht es dann weiter mit der Campingkurzreise, auf die ich schon sehr gespannt bin, zumal Diteko meinte, sie wäre nahezu fully booked! Oje, das kann ja was werden.... 🙄 . Vorab kann ich schon mal sagen: die Gruppe hat mich ziemlich enttäuscht 😵 😣 🙁 !
ChampagnerThemenstarter8'725 Beiträge · seit 201014. Juli 2025 ·
TinuHH schrieb:Moin Bele, was ein spannender Bericht! Ich freue mich für Dich, dass Du das Geschehen vor Ort sehen und verfolgen konntest! Großes Kino! Spannend finde ich auch, dass wir demnächst an einer der Stellen, die Du beschreibst, nämlich am Discovery Bed & Breakfast, sein werden. Mal sehen wie das bis dahin dort aussieht Tolle Reise, die Du da in aller Spontanität und Kürze (für Deine Verhältnisse 🤩 ) gemacht hast! Herzliche Grüße Martin
😄 Ja, für meine Verhältnisse war das mit seeeehr kurzem Vorlauf geplant und gebucht 🤩 ! Es wird wohl Wasser dort haben am Discovery Bed & Breakfast, wobei es meines Wissens nicht direkt am Fluss liegt - aber die Gegend dort sieht recht schön und ruhig aus! Danke fürs Mitfreuen! 😘
Makalani schrieb:Hallo Bele, es freut mich sehr, dass sich dein lang ersehnter Wunsch erfüllt hat - und dann auch noch mit so lieben Menschen an deiner Seite. Auch deine Zeit am Chobe River fand ich richtig schön - mit den tollen Sonnenauf- und - untergängen und den spannenden Tiersichtungen. Ich bin schon gespannt, wie dein Abenteuer weitergeht. LG Sabine
Das Abenteuer ist ja leider schon bald zu Ende 🙁 . Aber ich will nicht meckern - es war ja eh eine unerwartete "Zusatz"-Reise 😎 . Auch dir danke fürs Mitfreuen! 😘
fotomatte2'519 Beiträge · seit 200914. Juli 2025 ·
Mabele,
sowas nennt man in unseren Kreisen Fettlebe. 😊 Dieses opulente Frühstück, dann Samosas, und die Portionen bei Hilary sind ja auch nix für Hungerleider.
Jedenfalls freut es mich, dass sich deine Spontanität ausgezahlt hat und dein Traum in Erfüllung ging.
ChampagnerThemenstarter8'725 Beiträge · seit 201014. Juli 2025 ·
fotomatte schrieb: Mabele, sowas nennt man in unseren Kreisen Fettlebe. 😊 Dieses opulente Frühstück, dann Samosas, und die Portionen bei Hilary sind ja auch nix für Hungerleider. Jedenfalls freut es mich, dass sich deine Spontanität ausgezahlt hat und dein Traum in Erfüllung ging. Grüßle, Matte
Matte, ich merk schon, du gönnst mir meine Samosas bis heute nicht 🤩 🙄 . Ich hatte frische Früchte, Joghurt und ein bisschen Müsli zum Frühstück (Käseomlette ist Schnee von gestern) , diese drei kleinen Samosas (das Tellerchen ist der Unterteller von meiner Kaffeetasse in meinem Chalet) und dann viiiiiiel Salat bei Hilarys....(okay, der Kuchen, aber der war nicht mal sonderlich gut 😵 ) - ich weiß echt nicht, was du hast 😮 bzw. in welchen "Kreisen" du dich bewegst 😛 .
Aber schön, dass du dich mit mir in Sachen Flut auch heute nochmal freust 😘 🙂 !
Schönen Abend in den schwarzen Wald - ich hoffe, Ihr hattet heute auch Regen!
ChampagnerThemenstarter8'725 Beiträge · seit 201015. Juli 2025 ·
18. Juni 2025 - 1. Tag der Campingtour (Maun bis HATAB MGR15)
Um halb sieben versuche ich schnell ein paar Happen zu frühstücken, checke dann aus, deponiere meinen Koffer und warte vor dem Hotel auf meine Abholung, die pünktlich durch Diteko und KP erfolgt. Von dort fahren wir zu einer Unterkunft, die mir gar nichts sagt, und sammeln ein australisches Ehepaar Ende 50 (? Ich kann kein Alter schätzen 😐 ) ein. Beide wirken sehr sympathisch, sie erzählt mir auch gleich, dass sie vor vielen Jahren schon mal mit Bushways unterwegs waren. Der nächste Stopp ist das Cresta Maun Hotel, wo der Rest der Truppe wohnt. Es dauert ein bisschen, bis alle startklar sind, und als wir losfahren wollen, reklamiert das Hotel noch einen fehlenden Schlüssel 🤩 . Olala, haben wir da einen Schussel an Bord 😣 ? Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wer diesen besagten Schlüssel aus der Hosentasche zieht, aber mir schwant Schlimmes…. 😮
Auf der anderen Seite habe ich eigentlich auf ein paar sonderbare Gestalten in der Gruppe gehofft, und/oder, dass sich die Gruppe überhaupt nicht versteht. Erstens liebe ich es, so etwas aus sicherer Entfernung (und mit dem Wissen, dass ich nach drei Tagen die Gruppe verlasse 😛 ) zu beobachten und mir meine Gedanken dazu zu machen (vielleicht ist das auch ein bisschen Berufskrankheit 🙄 ), zweitens hätte ich nichts gegen ein wenig Stoff für meinen Reisebericht. Schließlich muss ich meinem Ruf, dass ich ein bisschen böse und eine der schlimmsten Lästerschwestern bin, ja gerecht werden 😗 !
Ich löse jetzt gleich mal auf: die Gruppe enttäuscht mich dahingehend zutiefst! 🙁 😄
Es sind alles sehr nette, umgängliche, fröhliche, unkomplizierte Leute, die mit anpacken, pünktlich sind und nie meckern! Okay, auf diese Art und Weise lasse ich mich gerne enttäuschen – die wenigen Tage, die ich im Busch sein darf, werden dadurch sehr entspannt sein 🙂 !
Übrigens besteht die Gruppe aus dem erwähnten australischen Paar noch aus einem ebenfalls australischen, sehr jungen Paar, das vorher in Portugal und Marokko war. Dann eine kanadische Familie, Vater 82 und seine drei erwachsenen Kinder aus Vancouver. Die beiden jungen Frauen, die zu mir in die erste Reihe steigen, stellen sich nach ein paar in Englisch ausgetauschten Sätzen als Deutsche (U 30) heraus, die sich mit dieser Reise den Afrika-Traum erfüllen.
Die Anfahrt zum South Gate stellt sich aber erstmal als eher weniger traumhaft heraus 😵 , inzwischen wurde sogar ein neuer Parallel-Track durch den Busch gezogen. Ob wir dadurch schneller unterwegs sind, wage ich zu bezweifeln, aber die tiefen Schlaglöcher können wir so vermeiden.
Gegen 10 Uhr machen wir in Kaziikini eine Kaffeepause. ein weiblicher African Grey Hornbill beobachtet uns dabei:
Wie immer wird es ab dort dann auch richtig schön, in der Sankuyo Concession ist eigentlich immer etwas zu entdecken. Da 7 der 11 Anwesenden noch nie in Afrika waren, wird natürlich bei jedem Tier angehalten und die Begeisterung ist groß:
Ich freue mich sehr mit den anderen, aber besonders über den Brown Snake Eagle
Und über die frischen Farben! Man sieht viel Gras und auch viel Grün!
Um 12 Uhr sind wir am South Gate und machen dort auch Lunchbreak, dieses Mal beobachtet von einem Red-billed Hornbill.
Da wir bis hinter 4th Bridge müssen, nimmt Diteko die Dry Route durch den Mopanebusch Richtung Xakanaxa - das ist die braune Strecke, die von rechts oben kommt:
Das ist natürlich nicht sonderlich attraktiv, aber anders würden wir zu spät dort ankommen. Lieber in Ruhe das Camp aufbauen (zum ersten Mal!) und dann noch einen kleinen Gamedrive machen.
Daher gibt es auch kaum Fotos von der Strecke, wobei ich über die Roan Antelope doch freudig überrascht bin!
Um 16 Uhr haben wir unser Camp (mein Zelt ist das ganz hinten links) auf der sehr schönen HATAB MGR15 aufgebaut.
Sie liegt direkt am Wasser, das man zwar vor Ort nicht sieht, aber beim Heranfahren (ich glaube, am nächsten Tag habe ich ein Foto davon). Witzig, hier war ich 2014 schon und erinnere mich auch sofort an den Platz. Es hat viele große Bäume und viel Stellfläche.
Um 16.30 Uhr brechen wir zu einem kurzen Gamedrive auf – kurz vor 18 Uhr geht die Sonne ja schon unter!
Ich erspare euch jetzt alle Fotos im Gegenlicht, die Tiere hatten wir auch alle schon 😎 .
Was mich am meisten fasziniert neben dem Grün und dem vielen braunen Gras, was einen schönen Kontrast bildet, ist das viele Wasser überall. Zum Fahren ist das natürlich weniger spaßig.
Zwei Vögel gibt es aber doch noch, weil ich die mangels Fotos im Chobe-Teil nicht gezeigt habe :
Squacco Heron
Und Blacksmith Lapwing
Wir cruisen noch ein bisschen durch die Gegend und treffen dann auf einen anderen Tourguide, der wohl gerade die Info über eine Katzensichtung bekommen hat. Wir fahren also zusammen mit ihm in die vermutete Richtung und siehe da:
😄 🤪 😄 🤪 Ja, das ist so das typische „Hoffentlich läuft die Katze nicht weg, bevor das Auto anhält“-Foto aus dem wackelnden Landcruiser. Kennt wahrscheinlich der eine oder die andere von euch auch 😗 . Wie man sieht, sind wir nicht alleine, von links (das helle Etwas) drückt schon die Konkurrenz herein. Da die Leopardin in Bewegung ist, bewegt sich der ganze Tross natürlich auch.
Die Fahrzeuge vor uns – und das sind nicht wenige 😣 – antizipieren, wo sie hinläuft und fahren schon mal voraus (natürlich nicht ohne sie teilweise sehr eng zu überholen), damit die Lodgegäste auch ja ein Foto von vorne bekommen 😵 .
Diteko fängt schon an zu bruddeln, er vermutet, dass sie auf der Jagd ist, weil man in einiger Entfernung ein paar Impalas im hohen Gras stehen sieht, und er mag es gar nicht, dass sich ihr Fahrzeuge in den Weg stellen 😠 . Er lässt auch alle gerne an uns vorbeidrängeln, da macht er nicht mit.
Die Leopardin beschließt aber, die Impala-Lage erst einmal in Ruhe von dem Rest eines Termitenhügels direkt vor uns aus zu beobachten.
Damit sie nicht entdeckt wird (oder weil sie müde ist?) legt sie sich erstmal ab.
Nach reiflichem Überlegen beschließt sie, in den geduckten Jagdmodus zu wechseln und verlässt direkt in unsere Richtung den Hügel. Gedanklich mache ich den ganzen Fahrzeugen da drüben, die kreuz und quer auf und neben dem Weg stehend auf sie warten, eine lange Nase und freue mich natürlich sehr über diese glückliche Fügung und über die Bilder, die ich von der Leopardin machen kann.
Wieder gibt es eine Ruhepause - die ganzen Autos da drüben überlegen jetzt sicher, wo sie wohl ist und wann sie endlich kommt 😉
Und weiter geht es mit dem Anpirschen (wobei die Impalas weit weit weg sind, es sieht ein bisschen nach Show aus 🤪 !)
Kurz darauf schleicht sie nicht mehr sehr geduckt auf dem Weg in Richtung der Impalas bzw. der Fahrzeuge – und natürlich beginnt sofort wieder eine wilde Rangiererei um den besten Platz.
Wir bleiben stehen und hören, wie Diteko ärgerlich immer wieder „Oh no, give her at least a chance zu hunt!“ 😈 😠 vor sich hinschimpft. Kurz beobachten wir noch, wie sie im Schutz eines Rades noch einmal die Impalas anvisiert,
aber nachdem die Fahrzeugbewegungen und Motorengeräusche kein Ende nehmen, steht sie irgendwann betröppelt eingekreist im Gras.
Das ist der Moment, wo wir dem Geschehen den Rücken zudrehen und uns lieber über die perfekte Camouflage dieses Little Bee-Eaters freuen!
Auch dieser Greater Kudu darf noch in den Bericht
und dann sind wir auch schon wieder an unserer Campsite, wo uns das Campfire und ein leckeres Abendessen (Stir-Fry) erwartet. KP kocht gut – aber ganz ehrlich: das Essen von KD 2021 und 2023 fand ich noch einen Tick besser, würziger, raffinierter, knuspriger.
Da unsere Campsite ja am Wasser liegt, beginnt nun ein tolles Konzert von unzähligen Bellfrogs und Hippos! Ja, so habe ich mir das vorgestellt – eigentlich bin ich nur deshalb diese drei Tage mit auf die Campingtour, um mal wieder so richtig im Busch zu sein. Die Leopardenfotos lösche ich aber trotzdem nicht….. 😎
Da wir hier zwei Nächte bleiben, haben wir morgen einen gemütlichen Tag mit zwei Gamedrives vor uns!
ChampagnerThemenstarter8'725 Beiträge · seit 201017. Juli 2025 ·
TinuHH schrieb:Moin Bele, erster Tag im Busch, und gleich eine geniale Leo-Sichtung! Großartig! HG Martin
Guten Morgen Martin,
bei nur 3 Tagen im Busch muss man/frau ja ein bisschen Gas geben, oder? 😐 🤪
Nein, im Ernst, ich habe mich schon über diese Sichtung gefreut, vor allem weil wir trotz auf den ersten Blick "aussichtsloser Lage" (m wahrsten Sinne des Wortes 🙂 ) dann doch das Glück hatten, die Leopardin gut zu sehen. Aber dennoch habe ich mich über die Tatsache, dass der Moremi endlich wieder voller Gras und Wasser ist, viel mehr gefreut.
Außerdem war der Trubel bei der Sichtung dann doch ein bisschen too much 😣 . Am nächsten Morgen hatten wir eine zwar nicht so gut fotografierbare Begegnung mit einer Katze, die aber in Summe viel schöner war.
Davon dann aber wegen zunächst viel Schule und dann Wochenendbesuch wohl erst am Montag!
ChampagnerThemenstarter8'725 Beiträge · seit 201021. Juli 2025 ·
19. Juni 2025 - 2. Tag der Campingtour - Teil 1 (HATAB MGR15)
Wir sind alle früh wach, und da wir das Camp nicht abbauen müssen, können wir in Ruhe frühstücken, bevor wir in der Morgendämmerung aufbrechen. Heute geht es in Richtung Third Bridge, das heißt, wir müssen an Fourth Bridge irgendwie vorbei. Die erste Hürde (die sich später auch als die schwierigste herausstellt) habe ich morgens mangels Licht nicht fotografiert. Die zweite ist ein langgezogenes nasses Stück Sandpiste, das sich mit Schwung aber gut fahren lässt.
Die erste Sichtung ist ein African Hawk Eagle, worüber ich mich als Greif-Liebhaberin sehr freue!
Mal eben die Lage checken:
Viel Landschaft dekoriert mit einem Red-billed Spurfowl.
Lange bleiben wir bei dieser Zebraherde stehen – es ist so ein idyllischer Anblick der grasenden und trinkenden Tiere in diesem schönen Licht in typischer Moremi-Landschaft (wenn es wie dieses Jahr ausreichend Wasser hat).
Dieses gruppenreisentypische Foto möchte ich euch nicht vorenthalten 🤪 , sonst denkt Ihr noch, das Fotografieren in einem mit 11 Leuten besetzten Fahrzeug wäre immer ganz easy 😗 .
Weiter geht die Fahrt:
5 Minuten später hält Diteko an und lauscht. Selbst wir Laien können die aufgeregten Alarm-Calls der Vögel (u.a. von diesem Magpie Shrike) hören.
Diteko ist sich sicher: da muss etwas sein! Er bittet Tom, den größten aus unserer Gruppe, auf die Bank zu stehen (wir sitzen alle noch dick eingemummelt auf den Sitzen und bewegen uns so wenig wie möglich, damit keine Wärme aus unseren Kokons aus Decken und Jacken entweicht 😣 ) und Ausschau zu halten. Wer die Katze nun zuerst entdeckt hat, weiß ich gar nicht mehr, auf jeden Fall können wir nach kurzer Suche einen Serval, gut versteckt im hohen Gras erkennen 🤩 .
Diteko ist sehr aufgeregt – ein Serval, dazu noch von uns entdeckt und ganz alleine für uns (auch wenn sehr weit weg) 🙂 .
Ein kurzer (einigermaßen fotografierbarer) Blick zu uns:
Dann bewegt sich die hübsche Katze recht schnell weiter durchs Gras, hier ein paar Kostproben davon, wie wenig man eigentlich erkennen kann.
Zu unserer großen Freude und Überraschung taucht sie 3 Minuten später auf einer etwas freieren Fläche noch einmal auf. Auch wenn wir immer noch gleich weit entfernt sind, da hier kein Durchkommen durch das Gras wäre, selbst wenn es erlaubt wäre, kann man den Serval jetzt etwas besser erkennen!
Was für ein toller Start in den Tag 🤩 🙂 ! Eigentlich ist jetzt alles nur noch Zugabe (es wird auch nichts Sensationelles mehr kommen, so viel sei schon verraten 😗 ).
Diteko versucht den anderen nahezubringen, wie selten so eine Sichtung hier im Moremi ist. Er erklärt, dass dies sein erster Serval in diesem Jahr ist. Später unterhalten er und ich uns über unsere Sichtung 2021, als ein Serval von zwei Klunkerkranichen verfolgt wurde, und ich erwähne, dass dies meine letzte Servalsichtung gewesen sei. Lachend sagt er, dass dies auch auf ihn zutreffe 🤪 ! Eigentlich fast unglaublich – er ist ja so oft hier unterwegs 🙄 !
Weiter geht es mit Giraffen und Zebras, wir nehmen uns viel Zeit, um sie in Ruhe zu beobachten.
Auf der Weiterfahrt fragt eine der Kanadierinnen, was das da drüber für ein komisches Tier wäre – siehe da, sie hat einen Side striped Jackal entdeckt, auch eine eher seltene Sichtung 🤩 . Viel lässt er nicht von sich sehen, aber besser als nichts!
Nun überqueren wir Third Bridge
und ich freue mich, dass in der Lagune links nach dem Gate (in Richtung South Gate) Wasser steht.
Die anderen Pools rechterhand sind teilweise mit Regenwasser gefüllt. Unterwegs zur Frühstückspause machen wir noch ein paar nette Entdeckungen:
Für viele sind diese Tiere Erstsichtungen und die Freude ist entsprechend groß!
Mir gefallen besonders diese Tree Squirrels,
die am frühen Morgen teilweise noch keine Lust auf Kommunikation zu haben scheinen 😎 .
Eine ähnliche Konstellation gibt es bei den Fork-tailed Drongos 😄
An dieser großen Lagune, an deren hinterem Ende viele Tiere zu sehen sind (Elefanten, Reiher, Skimmer, Krokodile), deren Fotos im Gegenlicht ich euch aber erspare, machen wir Coffeebreak.
Danach geht es zurück zu Third Bridge, wo wir den Wassertank füllen müssen, denn heute ist Duschtag!
Auf der Fahrt dorthin steht ein Red Lechwe Bock an dem gut gefüllten Pool nahe des Gates – was für ein wohltuender Anblick nach diesen Jahren, wo man hier auf staubige Senken geblickt hat 😵 .
Noch schnell einen African Stone-Chat auf der anderen Seite ablichten
und dann sind wir auch schon beim Eingang zum Camp. Während Diteko wartet, dass die Wasserstation frei wird, winkt er mich zu sich und zeigt nach oben ins Gebälk des Gates: ach wie schön, eine Barn Owl, eine Erstsichtung für mich 😘 (auch wenn man nur die Hälfte von ihr sieht, aber ich will mal nicht kleinlich sein 😎 😗 ).
Als wir fertig „getankt“ haben, verlassen wir das Camp wieder über die Third Bridge, die vor ein paar Wochen wohl ein bisschen erneuert wurde - sie war ja mal kurz außer Betrieb deshalb. Die beiden jungen deutschen Frauen neben mir finden sie ein bisschen fragwürdig, was mich zum Lachen bringt 🤪 und ich erkläre ich ihnen, dass diese Brücke eigentlich das Beste und Neueste ist, was es hier an Brücken gibt! Ich ernte leicht fragende Blicke – aber leider werden sie First und Second Bridge ja nicht kennenlernen und Fourth Bridge auch nur aus der Ferne sehen 😗 .
Achtung – jetzt kommt noch ein (kurzer) hydrologischer Einschub – für diejenigen, die es nicht interessiert, ist dieses Kapitel hiermit beendet 😎 .
Als wir über die Brücke fahren, unterhalten Diteko und ich uns über den Channel, der – wie man an der Strömung vielleicht erkennen kann – viel Wasser führt und auch schnell fließt. Den Namen muss ich mir von daheim aus noch einmal von ihm sagen lassen: es ist der Moanachira Channel.
Dieser Fluss zweigt kurz nach dem Panhandle grob nach Osten ab, darüber ist nur noch der Teil, der dann Richtung Selinda Spillway fließt.
Der Moanachira River fließt durch die Xhobega Lagoon und die Gcodwike Lagoon und ein Abzweig füllt auch die Xhamu Lagoon. Diese Lagunen werden von der Mboma Boat Station aus angefahren. Der Channel, der von dort aus nach Süden fließt, landet irgendwann im Gomoti-System. Der Hauptarm, der Moanachira, fließt weiter nach Xakanaxa, auf dem Weg dorthin zweigt aber ein Arm nach Süden ab, und das ist derjenige, der unter der Third Bridge durchfließt und später auch die Gegend um Fourth Bridge von Süden her auffüllt. Der Hauptarm, der inzwischen eigentlich einfach Xakanxa Lagoon heißt, füllt diese von Norden her auf, das ist der Bereich, auf dem die Bootstouren von Xakanaxa aus stattfinden.
Nachdem sich das Wasser in vielen Channels den Weg nach Osten gebahnt hat, wird daraus wieder ein etwas klarer definierter Fluss, nämlich – tata – der Khwai River 🤩 . Dieser hat allerdings auch einen südlichen Abzweig (zu Dombo Hippo Pools hin) und einen nördlichen, den Sable Alley Channel. Der südliche Teil trifft relativ früh wieder auf den Hauptarm, der nördliche ja dann erst wieder in der Khwai Concession, wo er dann eher Mbudi genannt wird, (diese Stelle ist die tiefste Durchfahrt in der Concession, die manchmal Probleme bereiten kann).
Das nächste Kapitel handelt dann ab Third Bridge vom Rest des Tages, der keine großen Sensationen zu bieten hat, aber dardurch vielleicht schneller geschrieben werden kann 😎 .
Wie schön so eine Morgenausfahrt im Moremi mit dir zu erleben. Die Zebra leuchten förmlich und die hast du toll festgehalten. Gratuliere zu der super Serval Sichtung. Was für ein Glück und Dank dem Gezeter der Vögel gefunden! Wir haben im Moremi auch noch nie einen Serval entdeckt. Hoffe wir sehen einige in Ostafrika.
(One more sleep… und dann…Afrika wir kommen wieder).
WOW, ein Serval! Wie toll! 🤩 Ich hoffe, die Afrika-Neulinge in Deiner Gruppe haben auch wirklich verstanden, wie selten so eine Sichtung ist. 😉 Der fehlt mir nämlich nach all den Jahren auch noch in meiner Sammlung. Aber auch die Barn Owl finde ich klasse. Und auch sonst schöne Safari-Bilder! Danke, für die wie immer gute Unterhaltung. 🙂
ChampagnerThemenstarter8'725 Beiträge · seit 201023. Juli 2025 ·
CuF schrieb:Da entfährt mir ein großes SEUFZ 😎 Liebe Grüße Friederike
Dieses SEUFZ kenne ich von mir selber nur zu gut….. zum Beispiel als du letztes Jahr diese Fotos vom „frischen“ Thamalakane gezeigt hast 😊 !
Sadie schrieb:Wie schön so eine Morgenausfahrt im Moremi mit dir zu erleben. Die Zebra leuchten förmlich und die hast du toll festgehalten.
Das war wirklich eine ganz tolle (Licht)Stimmung 🙂 !
Gratuliere zu der super Serval Sichtung. Was für ein Glück und Dank dem Gezeter der Vögel gefunden!
Da war ich mal wieder ziemlich begeistert von Ditekos Fähigkeiten! Klar, wenn man es dann mal weiß, erkennt man es auch, aber ich achte da viel zu wenig drauf....
Wir haben im Moremi auch noch nie einen Serval entdeckt. Hoffe wir sehen einige in Ostafrika.
Daumen sind gedrückt!
(One more sleep… und dann…Afrika wir kommen wieder).
Gute Reise und viel Spaß!
tina76 schrieb:Liebe Bele, WOW, ein Serval! Wie toll! 🤩 Ich hoffe, die Afrika-Neulinge in Deiner Gruppe haben auch wirklich verstanden, wie selten so eine Sichtung ist. 😉 Der fehlt mir nämlich nach all den Jahren auch noch in meiner Sammlung. Aber auch die Barn Owl finde ich klasse. Und auch sonst schöne Safari-Bilder! Danke, für die wie immer gute Unterhaltung. 🙂 Liebe Grüße Tina
Tina, du musst einfach mal mit mir in den Moremi fahren - Serval kann ich recht gut 😄 😄 😄 – das war (nach 2014 und 2021) schon mein Dritter im Moremi! Und ich hoffe sehr, dass die anderen die Besonderheit verstanden haben…. 😕
Die Barn Owl war natürlich mit Ansage – da oben im Gebälk 😗 Und gern geschehen mit der Unterhaltung 🙂 !
Diese geht hier morgen weiter, da soll es meines Wissens regnen (heute war es zu schön für Fotosichten).
Bis dahin liebe Grüße von Bele und ein Dankeschön an die stillen, an die buttondrückenden sowie an die hier und auf anderen Kanälen kommentierenden Mitleserinnen und Mitleser 😘
danke für deinen super tollen Bericht mit den großartigen Fotos!! Ach, ich vergönne es dir nach all den unangenehmen Erlebnissen, die du letztes Jahr zu Hause meistern musstest! Ich kenne ja auch dieses Sehnsuchtsgefühl, besonders wenn ich hier im Forum mit grosser Begeisterung die schönen Reiseberichte lese. Aber zu wissen, dass ich nicht mehr nach Namibia/Botswana oder SA kommen werde, stimmt mich schon ziemlich traurig. Ich tröste mich etwas mit dem Forum und dem Bereisen der schönen Landschaften in Europa. Und ich freue mich auf weitere schöne Tage mit dir in Botswana.....schreib ganz schnell weiter!!
Liebe Grüße Silvy
TAtacitus1'135 Beiträge · seit 202224. Juli 2025 ·
Danke an Champagner für die Führung durch das Wasserlabyrinth. Dieses ist nicht nur durch die Namen kompliziert sondern auch stark veränderlich, am Beispiel des „Moanachira Channels“ unter 3rd bridge mein Senf dazu.
In den 1970ern war das ein breiter Fluss mit kräftiger Strömung, hüfttief und kristallklar. Deswegen war der Campingplatz auch dorthin gelegt worden, weil der Kanal gleichzeitig „ablutions“ 😎 und Trinkwasserspender war (Trinkwasser stromauf-, Körperpflege stromabseitig der Brücke 😉 ). Die Breite war nur um die Uferböschung kürzer als die Brücke.
Das Bild zeigt das nicht so richtig, aber an den Aussagekräftigeren ist auch Badevolk drauf und nix für www.
20 Jahre später war der Kanal verlandet und zugewachsen, eigentlich ein Sumpf mit erkennbarem Wasser in der Mitte, genauso wie auf der Sat-basierten Shell-Karte aus Mitte 1990er.
Jetzt ist der Kanal wieder offen und fließend, aber dem Bild von Champagner nach zu schließen nur mehr ein Bruchteil der früheren Breite Grüße
ChampagnerThemenstarter8'725 Beiträge · seit 201024. Juli 2025 ·
Silvy schrieb:Liebe Bele,
danke für deinen super tollen Bericht mit den großartigen Fotos!! Ach, ich vergönne es dir nach all den unangenehmen Erlebnissen, die du letztes Jahr zu Hause meistern musstest! Ich kenne ja auch dieses Sehnsuchtsgefühl, besonders wenn ich hier im Forum mit grosser Begeisterung die schönen Reiseberichte lese. Aber zu wissen, dass ich nicht mehr nach Namibia/Botswana oder SA kommen werde, stimmt mich schon ziemlich traurig. Ich tröste mich etwas mit dem Forum und dem Bereisen der schönen Landschaften in Europa. Und ich freue mich auf weitere schöne Tage mit dir in Botswana.....schreib ganz schnell weiter!! Liebe Grüße Silvy
Liebe Silvy, wie schön von dir zu lesen 🙂 ! Auch wenn es mich traurig stimmt 🙁 , dass du deine Reisepläne offensichtlich begraben hast. Aber wer weiß, man soll nie nie sagen.... Ich werde mich sputen und gleich weiterschreiben, aber viele Tage sind es nicht mehr! Liebe Grüße von Bele
tacitus schrieb:Danke an Champagner für die Führung durch das Wasserlabyrinth. Dieses ist nicht nur durch die Namen kompliziert sondern auch stark veränderlich, am Beispiel des „Moanachira Channels“ unter 3rd bridge mein Senf dazu.
In den 1970ern war das ein breiter Fluss mit kräftiger Strömung, hüfttief und kristallklar. Deswegen war der Campingplatz auch dorthin gelegt worden, weil der Kanal gleichzeitig „ablutions“ 😎 und Trinkwasserspender war (Trinkwasser stromauf-, Körperpflege stromabseitig der Brücke 😉 ). Die Breite war nur um die Uferböschung kürzer als die Brücke. Das Bild zeigt das nicht so richtig, aber an den Aussagekräftigeren ist auch Badevolk drauf und nix für www. 20 Jahre später war der Kanal verlandet und zugewachsen, eigentlich ein Sumpf mit erkennbarem Wasser in der Mitte, genauso wie auf der Sat-basierten Shell-Karte aus Mitte 1190er. Jetzt ist der Kanal wieder offen und fließend, aber dem Bild von Champagner nach zu schließen nur mehr ein Bruchteil der früheren Breite Grüße
🤩 Das ist wirklich sehr spannend - vielen Dank für die Info und vor allem für das Foto von der Brücke, ich finde, man kann die Breite des Channels gut darauf erkennen. 🙂 In den 70er Jahren habe ich noch die Schul- bzw. Hochschulbank gedrückt, wie schade, dass ich nicht damals schon dort war!
Als Gründe für das Verlanden kann ich mir vorstellen: 1. Die Brückenkonstruktion verlangsamt sicher die Fließgeschwindigkeit und es können sich Pflanzen leichter festsetzen. Gerade die letzte Brücke war ja ziemlich tiefgelegt, und ihre restliche Konstruktion dümpelt sogar heute noch dort im Wasser. Wenn man sich das auf Maps anschaut, sieht man, dass vor allem vor der Brücke der Bewuchs im Wasser sehr dicht ist.
2. Insgesamt weniger Wasser im System.
Aber egal wie und warum: ich finde diese Veränderungen sehr faszinierend - alles ist dort im wahrsten Sinne des Wortes im Fluss! Hoffentlich noch lange.... 😐
So, jetzt mach ich mich mal ans nächste Kapitel, das ist wieder sehr wasserlastig 😊 !
ChampagnerThemenstarter8'725 Beiträge · seit 201024. Juli 2025 ·
19. Juni 2025 - 2. Tag der Campingtour - Teil 2 (HATAB MGR15)
Nachdem wir den Moanachira Channel mit Hilfe von 3rd Bridge überquert haben, kommt der schwierige Teil zurück zu unserer Campsite an 4th Birdge vorbei.
Die erste Stelle ist – wie schon morgens erwähnt – eine lange nasse Passage mit sandigem Untergrund und laut Diteko nicht schwierig, wenn man in Schwung bleibt.
Hier sieht man noch alte Fahrspuren, aber da geht nichts mehr…
Wir fahren ein Stück weiter - hier geht auch nichts mehr….. 🙄
Dies ist die letzte mögliche Querung, die dann ein paar Tage, nachdem wir dort waren, auch unter Wasser stand, seitdem ist die Verbindung 3rd Bridge => 4th Bridge, bzw. die Querung weiter Richtung Xakanaxa gesperrt.
Links steht ein Selbstfahrer auf der anderen Seite und fragt Diteko, wie er hier durchkommen soll. Er erklärt es ihm, außerdem weist er ihn darauf hin, dass er nicht vor der langen Sandpassage weiter hinten erschrecken soll, die sei fahrbar.
Dann macht er vor, wie man hier durchkommt, nämlich ganz am Rand entlang,
wobei auch das inzwischen eine fragwürdige Angelegenheit ist, denn im Gras drückt auch überall das Wasser rein.
Diteko murmelt immer wieder vor sich hin, dass es irre sei, vor drei Wochen war hier alles noch trocken 🤩 !
Hier sind wir schon auf der anderen Seite und man sieht den Selbstfahrer (als kleinen weißen Fleck), der wohl grübelnd vor der Sandpassage steht. „Go on“, lacht Diteko vor sich hin 😄 ! Helfen kann man auf diese Entfernung nicht mehr....
Fourth Bridge von weitem,
eigentlich sieht sie ja ganz gut aus 😉 , und wie ich jetzt gelesen habe, wird sie nicht neu gebaut (das wäre dann die dritte "vierte Brücke" hier gewesen…. 😗 🤪 ), sondern repariert. Good luck 🙄 !
Hier jetzt die Fotos von der Zufahrt zu unserer Campsite,
sie befindet sich hier, also wirklich von Wasser umgeben.
Vor Ort gibt es als Lunch Omelette mit Gemüse und Schinken – sehr lecker (aber das von KD 2023 auf MGR12 war noch besser 😎 !).
Danach gibt es eine ausgedehnte Dusch-Session, bis 13 Leute sauber sind, dauert das 🤩 !
Zum Nachmittags-Gamedrive brechen wir um 15 Uhr auf. Dieses Mal geht es in Richtung Xakanaxa, doch weit kommen wir nicht: überall stehen oder laufen Elefanten im Weg herum!
Und wenn sie nicht im Weg stehen, dann in dem herrlich vielen Wasser!
Während wir darauf warten, dass eine Herde vor uns den Weg überquert,
landet ein African Monarch neben mir!
Geschafft – alle sind drüben
und wir können weiterfahren – aber nicht lange, denn ein gar nicht scheuer African Hoopoe steht am Wegesrand.
Witzig, wie sein langer Schnabel blitzschnell komplett im Boden versinkt!
Wir fahren nun zu den Paradise Pools, laut Diteko wurde dort heute irgendwann eine Leopardin mit Cub und Riss gesichtet. Er bereitet uns aber darauf vor, dass es gut sein kann, dass niemand mehr da ist.
So ganz stimmt das nicht 🙄 – es gibt auf jeden Fall ausreichend Fahrzeuge vor Ort 😛 und unser Guide hält sich mal wieder vornehm zurück, in dieses Getümmel wollen wir uns nicht begeben.
Angeblich ist die Katze noch da - wer kann sie erkennen 😐 😗 ?
Ich löse nachher unten auf, nicht dass es hier nach einem Versuch aussieht, Kommentare zu generieren 😎 …. Nur einfach so zum Spaß, für diejenigen die gute Spotter sind!
Die Leoparden-Mama hat ihr Junges irgendwo versteckt und hängt im wahrsten Sinne des Wortes ein bisschen ab 🤪 .
Ihr Riss macht es ihr im Nachbarbaum nach… 😊
Sieht schon ein bisschen grotesk aus, der übriggebliebene Kopf und das Bein, alles ziemlich verdreht.
Wir haben unseren Spaß, weil einer aus unserer Gruppe partout diesen Riss nicht entdecken kann. Ich kenne das nur zu gut von mir, diese ganzen gutgemeinten Hinweise „Siehst du den großen Baum in der Mitte? Der Ast, der auf halber Höhe nach links abzweigt, da etwa im oberen Drittel!“ Ja ne, is klar hääää 😕 😮 ? Ich seh nix!" So vertreiben wir uns die Zeit, denn von der kleinen Leopardenfamilie ist nichts zu erwarten! Ein bisschen bizarr, wie ca. 100 Leute, teilweise von Genickstarre bedroht, geduldig und ausdauernd in die Bäume starren und dort eigentlich nichts zu sehen ist 😄 .
Doch hoppala 🤩 , einmal schaut die Leopardin hoch, die Sonne hilft auch ein bisschen mit und schon habe ich wenigstens ein Foto im Wachzustand von ihr!
Auf der Rückfahrt erfreuen wir uns noch an den vielen kleinen Seen bei den Paradise Pools,
an den (leider wegen des fehlenden Lichts unscharfen) Southern Ground Hornbills
und wieder an dem vielen Wasser auf unserer Strecke (also ich freue mich, Diteko als Fahrer vielleicht ein bisschen weniger 😎 ).
Dann kommt es wie es kommen muss: Affen 😈 !
Moooonkeyyyys tönt es mehrstimmig freudig aus unserem Auto – und ich schwöre, ich war nicht beteiligt 😣 ! Meerkatzen gehen zwar noch, auch wenn sie uns schon ein Brot vom Teller geklaut haben am Kunene (Paviane sind wirklich schlimmer und hässlicher 🤢 ), aber Freunde werden wir wohl trotzdem nie.
Zum Schluss trotzen wir Diteko noch zwei Fotos für the romantic mood ab (das ist ja so gar nicht sein Ding 😗 🤪 )
und schon bricht (nach dem Abendessen, an das ich mich aber nicht mehr erinnern kann) meine zweite von drei Nächten im Moremi an! Gute Nacht!
Mensch Bele, habe ich gebibbert, ob ihr aus dem Matsch wieder herauskommt. Dabei war das klar, weil du sonst nicht davon berichten könntest. 🙄 Den Leo habe ich links von der Antenne halbhoch im Baum entdeckt. Wirklich! 😣 An der Spitze des Pfeils sehe ich nach wie vor nichts. Liegt wohl an meiner Brille. Oder weil mir die Augen schon zufallen 😐
Hallo Bele, vielen Dank für deinen tollen Bericht . Beim RB - Bericht schreiben sind wir ja ortsmäßig gleich unterwegs . In der Zeit sind ca 4 Wochen Unterschied . Es ist schon Wahnsinn , wie in so kurzer Zeit so viel Wasser überall ist und die Landschaft komplett verändert . Allerdings bin ich froh , daß es bei uns doch erheblich trockener , zumindest auf den Wegen , war . Freue mich auf deine Fortsetzung und wäre am liebsten wieder dort . Liebe Grüße Conny
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
was für Sichtungen! Und tolle Bilder! Leider verheißen die wohl für uns nichts gutes. Da werden wir wohl nicht durchkommen. Naja, dann die lange Strecke!