BeatnickThemenstarter1'717 Beiträge · seit 201606. Juni 2022 · #1
Hallo ihr Lieben,
seit rund 20 Jahren lebe ich in Hamburg - und war bis zum vergangenen Jahr noch nie auf Helgoland. Irgendwie ist das Glück ja manchmal nicht so fern und gerät daher in die Warteschleife. Kann man immer noch mal machen: Wahrscheinlich war es so etwas, was mich lange abhielt.
Corona hatte (und hat) nun wirklich nichts Gutes, doch wir machten das Beste daraus. Wenn Fernreisen nicht oder nur schwer möglich sind, dann also Naherholung. Das war die Überlegung, es dann doch endlich anzugehen.
Es gibt sicher einige Gründe, die Nordseeinsel zu besuchen. Eine interessante Historie, zudem noch in weiterem Sinne mit afrikanischer Geschichte verknüpft. Zollfrei einkaufen. Eine Eigenschaft, die bestimmt auch heute noch viele Besucher anlockt, der Insel aber auch einstmals die abschätzige Bezeichnung "Fuselfelsen" einbrachte. Ein Image, dem in Kampagnen jahrelang gezielt der Ruf eines Naturparadieses entgegengesetzt wurde. Bei uns mit Erfolg. Das und die vielen eindrucksvollen Fotos Tausender Seevögel in den roten Klippen weckten unser Interesse.
Und so schenkte ich Thomas nicht ganz ohne Eigennutz während des Lockdowns 2020 zwei Übernachtungen auf Helgoland zum Geburtstag. Wir brauchen Perspektiven. Dachte ich. Was wollt ihr denn da so lange? Fragten andere. Vögel gucken. Fotografieren. Wind um die Nase. Einfach raus!
Im Juni 2021 ergab sich dann wetter-, corona- und arbeitstechnisch ein günstiges Zeitfenster. Wir buchten erst wenige Tage vor der Abfahrt, was auch deshalb ging, weil wohl noch viele in der Corona-Starre verharrten. Vom 25. bis 27. Juni mieteten wir uns im Hotel Rickmers Insulaner ein. Nicht unbedingt die günstigste, aber eine sehr gute Wahl.
Am 25. enterten wir also um 9 Uhr morgens an den St.-Pauli-Landungsbrücken den Highspeed-Katamaran Halunder Jet, der uns mit Zwischenstopp Cuxhaven binnen knapp vier Stunden nach Helgoland bringen würde.
Es war ein sonniger, windstiller Tag, perfekt für die Überfahrt, die ich vornehmlich mit lesen verbrachte und manchmal auch mit verträumtem Blick auf die seichten Wellen. Als die rote Insel in Sicht kam, war das zwar ein schöner, aber auch seltsam vertrauter Anblick. Allzu bekannt war mir die markante Silhouette von Prospekten, Fotos und Filmen.
Es ging vorbei an der Düne, der Nebeninsel, die entstand, als die ursprünglich größere Insel 1721 zerbrach, und ich hielt - wenn auch auf die Distanz ohne größeren Erfolg - eifrig Ausschau nach Seehunden und Robben. Kurz darauf legten wir im Südhafen an und liefen von dort die wenigen Meter an den bunt bemalten Hummerbuden vorbei, den ehemaligen Werkstätten der Fischer, zu unserem Hotel direkt am Wasser in der Unterstadt.
Das Gepäck kam frei Haus und zeitnah per Elektromobil, eine tolle Einrichtung, wenn auch Corona-Maßnahmen geschuldet. Das Zimmer gefiel uns, geräumig, sauber, gut in Schuss und nicht nur mit Schreibtisch und Kühlschrank ausgestattet, sondern auch mit Blick aufs Meer. Still ruhte die Nordsee. Der reinste Dorfteich.
Das Zentrum im Unterland liegt beim Hotel ums Eck, die zollfreien Einkaufsparadise und die 60er-Jahre Architektur sind nicht gerade eine Augenweide, aber die Siedlung mit ihren kleinen, netten Häuschen und Gärten besitzt dennoch Charme. Auch dass Autos und Fahrräder auf der Insel verboten sind, verstärkt den friedlichen Eindruck. Ich war fast überrascht, wie gut es mir gefiel, auch ohne die Reetdach-Idylle, für die ich sonst im Norden ein Faible habe.
Hummerbuden auf Helgoland
An einem Büdchen holten wir uns Fischbrötchen und eine Ofenkartoffel auf die Hand, packten einige Einkäufe und Getränke in den Kühlschrank - und dann hielt uns schon nichts mehr. Per Fahrstuhl hätte es raufgehen können zum Oberland, wir schnappten uns jedoch vom Hotel gestellte Tretroller. Am Anfang ist die Strecke knackig steil und wir mussten schieben, doch am Klippenrandweg, der in zwei Stunden gemütlich zu Fuß um die Insel führt, geht es fix (und zurück bergab natürlich sowieso). Nach wenigen Minuten kommen die Lummenfelsen in Sicht und nach rund einer Viertelstunde standen wir etwa 50 Meter über dem Meer an ihrem steilen Rand. Wow!
Jeder noch so kleine Felsvorsprung ist während der Brutzeit belegt. Ein Geschnatter, Gekreische und auch penetranter Duft nach Vogelkäfig, die Hinterlassenschaften Zigtausender Seevögel färben den roten Fels stellenweise komplett weiß.
Wir waren sofort in unserem Element, schlossen die Tretroller an und stürzten uns ins (Vogel)-Getümmel, nur durch ein Seil von den furchtlosen Basstölpeln entfernt, die anders als die anderen Vögel weniger in den Felsen nisten als vielmehr obendrauf. Ein Paar hatte sich sogar auf dem Weg häuslich eingerichtet und war durch ein eigenes Flatterband geschützt; ein Zeichen auch dafür, dass die Kolonie beständig wächst.
Tölpel - daher unter anderem der Name - zeigen bei der Landung wenig Geschick und plumpsen fast schon mitten hinein in ihre Artgenossen, bei denen diese Art der Störung jedes Mal ein lautes Gezeter nach sich zieht. Auch die Begrüßung eines zurückkehrenden Partners fällt nicht nur ebenfalls lautstark, sondern meist auch ziemlich ruppig aus.
Über 1.000 Paare dieser eleganten weißen Vögel, die sich Anfang der 1990er-Jahre ansiedelten, brüten inzwischen auf Helgoland, längst haben sie auch die Lange Anna mit Beschlag belegt.
Wie gut die monumentale Sandsteinsäule das verträgt, kann ich nicht beurteilen, aber das Gewimmel ist imposant. Von März bis September sind Basstölpel auf der Nordseeinsel anzutreffen, die letzten Jungvögel verlassen die Klippen Mitte Oktober.
Fünf Vogelarten brüten in Deutschland ausschließlich auf Helgoland: Basstölpel, Trottellumme, die den Lummenfelsen den Namen geben, Eissturmvogel, Dreizehenmöwe und Tordalk. Gesehen haben wir sie alle, uns aber vor allem auf die Basstölpel konzentriert.
In die Zeit unseres Aufenthalts fiel sogar der Lummensprung. Die etwa drei Wochen alten Trottellummen springen dabei aus den Klippen, noch ohne fliegen zu können, und werden dann von ihren Vätern auf die offene Nordsee geführt. Wer einmal oben auf den Klippen gestanden hat, kann sich kaum vorstellen, dass die Vögel bei dem waghalsigen Unterfangen ungeschoren davonkommen, doch sie sind noch so leicht, dass ihnen offenbar nichts geschieht.
Der Sprung findet allerdings in den Abendstunden statt (im Kern zwischen 22 und 23 Uhr) und ist auch nicht sehr leicht zu beobachten. Die beste Methode soll sein, sich ein Jungtier auszugucken und es im Auge zu behalten, doch dafür fehlten uns Zeit und Geduld. Der permanente Flugverkehr in den Felsen ist auch so spannend genug, ein ständiges Kommen und Gehen.
Die Kolonie der Basstölpel hat uns fasziniert. Man kommt man nicht nur sehr nah heran, es ist auch immer was los. Mal abgesehen davon ist der Blick von den Steilklippen über die Insel und das Meer spektakulär.
Profis kommen in den Morgen- und Abendstunden zum Fotografieren herauf, schon allein, um das gleißende Licht zu vermeiden, wodurch das weiße Gefieder allzu leicht "aufreißt". Wir dagegen haben wie so oft Stunden an Ort und Stelle verbracht, intensiv beobachtet, zwischendurch auf den komfortablen Liegen aus Holz Rast gemacht und natürlich viel zu viel fotografiert. Wir hatten einen Heidenspaß daran!
Die Nester der Basstölpel sind spärlich ausgestattet, und Nistmaterial ist heiß begehrt. Kaum hat ein Vogel etwas herangeschafft, versucht es auch schon der Nachbar in einem Moment der Unaufmerksamkeit zu stibitzen. Nicht nur, aber auch deshalb gibt es immer wieder Zank und Unruhe in der dicht besiedelten Kolonie, die stets in Bewegung ist und schon von Weitem hörbar.
Leider sind die Vögel nicht besonders wählerisch und verbauen auch Plastikmüll und Treibgut, darunter Reste von Fischernetzten. Das kann nicht nur ihnen, sondern auch anderen Vögeln am Lummenfelsen zum Verhängnis werden. Der zum Baustoff umfunktionierte Müll ist in den Felsen omnipräsent. Glücklicherweise haben wir nur aus großer Entfernung einen einzelnen Vogel im steilen Fels entdeckt, der sich schon vor längerer Zeit stranguliert hatte. Ich möchte mir das Elend nicht ausmalen, das live erleben zu müssen und nicht eingreifen zu können.
Am Tag nach unserer Ankunft liefen wir zudem am frühen Morgen zur Jetty direkt bei unserem Hotel und fuhren mit der kleinen Fähre hinüber zur Düne. Das Boot verkehrt regelmäßig und die Rückfahrt kann flexibel gehandhabt werden. Wir blieben rund drei Stunden auf der 0,7 km² kleinen Insel, gingen dort am Strand spazieren, legten uns in den weißen Sand der Badeinsel und beobachteten die Seehunde und Kegelrobben am und im Wasser.
Wenn auch aus großer Distanz. Denn je nachdem, an welchem Ende des Strandes sie sich gerade aufhalten, werden die Tiere weiträumig durch ein Seil vor den Touristen und Badegästen geschützt. Was allerdings nicht immer klappt. So unterhielten wir uns länger mit einem der Naturschützer, der mit einer Engelsgeduld das Seil mal hier-, mal dorthin spannte, je nach Bewegung der Robben.
Manche Besucher liefen dennoch einfach durch die Begrenzung durch, und es ist wohl eine Mär, dass sich die Tiere durchweg an die Menschen gewöhnt haben. Stattdessen gehen sie ihnen sehr offensichtlich aus dem Weg und es wäre wahrscheinlich das Beste, die Düne nicht nur teilweise, sondern komplett zum Naturschutzgebiet zu erklären. Der feine Sand und die Bademöglichkeiten, ein Campingplatz und ein Bungalowdorf zeugen aber von der touristischen Bedeutsamkeit, und so dürfte daraus nichts werden.
Mit etwas gemischten Gefühlen schipperten wir schließlich auf die 1 km² große Hauptinsel zurück, aßen dort eine leckere Pizza und fuhren dann per Tretroller erneut zu den Vögeln, die auch am zweiten Tag nichts von ihrer Faszination verloren hatten.
Und auch nicht am dritten. Weil wir erst am Nachmittag zurück nach Hamburg reisten, ging es auch am Abreisetag noch einmal hinauf zu den Klippen. Ein herrlicher Morgen, und das Wetter spielte weiterhin mit. Wir hätten wohl noch ewig so weitermachen können. Nur die Arme wurden langsam lahm und die Knie vom vielen Hinhocken steif.
Neues Leben auf Helgoland: Ein kleiner Basstölpel kämpft sich aus dem Ei und wird freudig begrüßt. Kaum war der Winzling erstversorgt, reckten die stolzen Eltern die Hälse in die Luft und krakeelten die frohe Botschaft im Wechsel heraus.
Junge Basstölpel sind kurz nach dem Schlüpfen schwarz und nackt. Nach wenigen Tagen bekommen sie ein flauschiges Daunenkleid, schließlich ein schwarz-weißes Gefieder, das nach einem Jahr bräunlich gefärbt sein kann. Erst nach circa fünf Jahren haben sie das komplett weiße Gefieder des ausgewachsenen Vogels.
Später am Tag legten wir uns bis zur Abfahrt an den winzigen Sandstrand direkt vor dem Hotel, genossen die Sonne und die Ruhe, bevor uns der Halunder Jet wieder über die ruhige See und elbaufwärts nach Hamburg brachte. Was für ein tolles Wochenende!
Nach Helgoland werden wir eines Tages zurückkehren. Für mindestens zwei Nächte, bei möglichst schönem Wetter und natürlich zur Brutzeit. Diese kleine Insel mitten in der Nordsee hat mein zweifelndes Herz im Sturm erobert und gerade Vogelfreunden viel zu bieten. Manchmal ist das Glück eben doch so nah...
Strelitzie2'847 Beiträge · seit 201106. Juni 2022 · #2
Huhu Betti,
da werden Erinnerungen wach…. leider keine sooo guten! Bei unserem Pfingstbesuch auf Helgoland vor langer Zeit war die See kein Teich, ich hatte Muskelkater im Bauch, weil ich jede Woge auf meinem Stuhl mitgegangen bin, die Augen fest auf einen imaginären Punkt im Horizont fixiert! Um mich herum Spargel mampfende Menschen, die später auch grünlich aussahen. Und dann wurden wir auch noch getendert… Der Steward hatte mir aber zugesagt, dass die Rückfahrt besser werden würde. Dank Aquavit sollte er Recht behalten. Da freue ich mich doch jetzt, die Insel - und die grandiosen Tölpel-Portraits- genießen zu können. Wozu bis nach Lambert‘s Bay? Vielen Dank für den Bericht! Inzwischen gibt es ja vl. kleine Flugzeuge dorthin… ?
Liebe Berti-Betti, was für eine tolle Überraschung! Wunderschöne Fotos von Thomas und dazu der unterhaltsam- kenntnisreiche Bericht. Da wir eine kleine Ferienwohnung in der Nähe von Cuxhaven haben, versäumen wir in keinem Jahr einen Ausflug auf die Insel - am schönsten ist es immer, wenn die Tagestouristen wieder weg sind. Wir hatten schon tolle Vogelbeobachtungen dort und auch der Unterhaltungswert beim Beobachten von Birdern ist sehr hoch 😎 Danke ! Liebe Grüße Friederike
ja da kommen auch bei mir Erinnerungen hoch. Mein Vater war 40 Jahre lang im Vogelschutz hobbymässig aktiv bis zu seinem Ende, als Ortsgruppenleiter Norderstedt im NABU (damals hiess das noch Bund für Vogelschutz). Ich habe daher als Kind in den 70ern fast jedes Jahr nach Helgoland mitfahren müssen, wir haben mit der gesamten Ortsgruppe in der Jugendherberge übernachtet und dort noch für unser eigenes Essen gesorgt - Kartoffeln schälen und Taschenkrebse frisch vom Kutter. Wir sind immer im Herbst mit der letztmöglichen Fähre für 1 Woche gefahren zum Vogelzug - es war windig bis stürmisch und das Ausbooten vor der Insel auf die kleinen weissen Holzboote war ein Traum, immer wenn eine Welle das Böötchen hochgehoben hatte bis zur Ausstiegsluke, mussten wir reinspringen. Ein Besuch in der Vogelwarte auf dem Oberland war regelmässig Pflicht. Morgens vor dem Frühstück sind alle zu den Vögeln rausgerannt mit unterschiedlich grossen Ferngläsern. Meine Lieblingsvögel waren damals allerdings die Sommer- und Wintergoldhähnchen, die in den Hecken Schutz vor dem Sturm suchten. Ich konnte mich nie mit dem Hobby meines Vaters anfreunden, wenn ich ihm heute meine Vogelbilder zeigen könnte, wäre er wohl bass erstaunt ob meines Wandels.
Wir werden demnächst zurück in meine alte Heimat vor die Tore Hamburgs ziehen, dann steht ebenfalls ein Helgoland-Revival an. Vielen Dank, dass Du die sagenhaft tollen Fotos zeigst.
Viele Grüße JP
Sabine261'394 Beiträge · seit 200906. Juni 2022 · #5
Hallo Betti,
wieder solche grandiosen Fotos! Vielen Dank fürs Zeigen.
Da komme ich doch fast noch einmal in Versuchung, die Insel zu besuchen. Wenn man dann in Cuxhaven zusteigt, sind es dann erheblich weniger als die 4 Stunden?
Ich war als Kind auf der Insel. Wir sind damals mit der „Alte Liebe“ gefahren und ich war so erbärmlich seekrank. Den Aufenthalt auf der Insel habe ich nicht genossen, weil ich nur an die - dann auch schreckliche - Rückfahrt denken musste.
Aber für solch ein Naturerlebnis würde ich das vielleicht noch einmal in Kauf nehmen.
Hallo Sabine, die "Alte Liebe" ist nicht mehr, mit der bin ich auch früher gefahren, s.o. Von Cuxhaven aus waren das so bummelig 3 Stunden nach Helgoland. Jetzt scheint es wesentlich schneller zu gehen, in etwas mehr als 1 Stunde bist Du da mit dem Halunder Jet.
Gabi-Muc2'192 Beiträge · seit 201606. Juni 2022 · #7
Hallo Bettina,
ein Kurzreisebericht von Dir - wie unerhofft und wieder gespickt mit den super Fotos von Thomas.
Von München ist das leider viel zu weit, aber wenn ich mir die Bilder ansehe, dann ist das ein schöner Wochenendetrip.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
wieder mal eine Haaaaaammmmmerqualität.........unglaublich.........DANKE
LG...................BMW
KarstenB2'398 Beiträge · seit 201107. Juni 2022 · #9
Hallo Berti/Betti, hammeraffengeile (sorry, das musste jetzt sein) Fotos mal wieder und ein lebendiger Bericht wie von Euch schon gewohnt - ich freu mich auf den nächsten. (Da kommt doch noch was? 😗 ) Eine kleine Korrektur: ich meine gerade gelesen zu haben, dass Fahrradfahren nur während der Saison verboten ist. LG aus HH, Karsten
einfach wunderschön, ich hab schon nach möglichen Fährverbindungen geschaut. Ein Besuch der kleinen Insel steht jetzt auf meiner Wunschliste. Ich war als 7jährige dort für drei Wochen im Urlaub, aber das ist jetzt schon 54 Jahre her. Bestimmt hat sich einiges verändert und für Vögel hab ich mich damals auch noch nicht sonderlich interessiert. Eure Fotos sind einzigartig und der Bericht sehr erfrischend, vielen Dank dafür.
Herzliche Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Daxiang5'051 Beiträge · seit 201407. Juni 2022 · #11
Hi Betti & Thomas,
vielen Dank, dass ihr uns zu den Basstölpeln auf Helgoland mitgenommen habt!
Wie immer ein toller und mit genialen Fotos gespickter Bericht der Extraklasse!
einfach nur WOW und lieben Dank fürs Teilen! 🙂 Eure Bilder sind fantastisch! Das man solche Vogelaufnahmen auf Helgoland machen kann, hätte ich nie vermutet. Man braucht also gar nicht so weit um die Welt reisen. 😉 Ich habe zwar einige Jahre in Hamburg gelebt, aber da ich extrem seekrank werde, habe ich mir die Reise nach Helgoland immer verkniffen. Daher finde ich es besonders toll, jetzt gedanklich von Euch mitgenommen worden zu sein.
Susi651'127 Beiträge · seit 201107. Juni 2022 · #13
Hallo Betti,
das ist ja witzig. Da schaue ich mal wieder ins Namibia Forum und was springt mir dort als erstes ins Auge 😮 . Ein Bericht über Helgoland 😄 😄 . Ich bin gerade erst vor 8 Tagen aus Helgoland zurückgekommen. Im Gegensatz zu Dir war ich Anfang der 1971 oder 1972 mit meinen Großeltern schon einmal auf Helgoland - kann mich da aber nur an das Ausbooten erinnern - und dann gut 46 Jahre nicht mehr. "Wieder entdeckt" habe ich Helgoland dann zufällig schon vor Corona im Januar 2018 und seitdem war ich regelmäßig, meist zweimal im Jahr dort. Vor Corona auch im Winter - wegen der Robbenbabys - zuletzt immer im Mai/Juni wegen der Tölpel und der anderen Seevögel, die man dort einfaCH wunderbar beobachten und fotografieren kann. Aus 2 Übernachtungen vor Ort wurden dann auch mal 4 oder 5 Nächte, langweilig wird einem dort tatsächlich nie, was ich so nie vermutet hätte. Also für mich ist Helgoland definitiv immer wieder einen Besuch wert. Wir fahren meist von Cuxhaven aus, da die "Helgoland" von Cuxhaven aus bei fast jedem Wetter fährt 🤢, was sich letzte Woche wieder bewehrt hat. Mit dem Wetter hattet Ihr im Juni 21 aber offensichtlich viel Glück und so sind Euch gewohnt seeeeehr schöne Fotos gelungen! Ganz toll gefällt mir das Bild mit dem jungen Tölpel der gerade aus dem Ei schlüpft. Mega!! Das Glück so etwas beobachten und fotografieren zu können hatte ich tatsächlich noch nicht.
BeatnickThemenstarter1'717 Beiträge · seit 201608. Juni 2022 · #14
Hallo ihr Lieben,
wir sind ganz überrascht über die Resonanz und freuen uns! Interessant auch, welche Erfahrungen ihr so gemacht habt. Vielen Dank für die Dankes und die Rückmeldungen!
Strelitzie schrieb:Bei unserem Pfingstbesuch auf Helgoland vor langer Zeit war die See kein Teich, ich hatte Muskelkater im Bauch, weil ich jede Woge auf meinem Stuhl mitgegangen bin, die Augen fest auf einen imaginären Punkt im Horizont fixiert! Um mich herum Spargel mampfende Menschen, die später auch grünlich aussahen. Und dann wurden wir auch noch getendert…
Oje meine Liebe, ich bin einigermaßen seetauglich, aber das will man natürlich alles nicht. Vielleicht solltest du einen weiteren Anlauf nehmen?!
Strelitzie schrieb:Dank Aquavit sollte er Recht behalten.
😄 😄 😄
Strelitzie schrieb:Inzwischen gibt es ja vl. kleine Flugzeuge dorthin… ?
Soweit ich weiß ja. Aber wir wollten bewusst mit dem Schiff fahren. Vielleicht beim nächsten Mal...
CuF schrieb:am schönsten ist es immer, wenn die Tagestouristen wieder weg sind.
Das fanden wir auch! Diese Ruhe...
CuF schrieb:Wir hatten schon tolle Vogelbeobachtungen dort und auch der Unterhaltungswert beim Beobachten von Birdern ist sehr hoch
Das glaub ich beides sofort! 😄 😉
JP K schrieb:Ich konnte mich nie mit dem Hobby meines Vaters anfreunden, wenn ich ihm heute meine Vogelbilder zeigen könnte, wäre er wohl bass erstaunt ob meines Wandels.
🙂 Sehr interessante Geschichte, JP! Mich hätte das als Kind auch nicht gepackt mutmaßlich. Aber die Saat wird er schon damals gesät haben. Bei mir ist es das Fahrradfahren. Als Kind musste ich immer mit auf Radtouren und habe es (besonders bei Gegenwind) oft gehasst. Heute bin ich froh, dass mir meine Eltern dieses Freizeitvergnügen (was es heute auch tatsächlich ist) und den Bewegungsdrang vermittelt haben.
Sabine26 schrieb:wieder solche grandiosen Fotos! Vielen Dank fürs Zeigen.
😊
Sabine26 schrieb:Wenn man dann in Cuxhaven zusteigt, sind es dann erheblich weniger als die 4 Stunden?
Eine Antwort dazu hast du ja schon bekommen (Danke dafür!), nach meiner Erinnerung war es von Cuxhaven auch nur noch ein gefühlter Katzensprung. Bei schlechtem Wetter aber natürlich auf offener See unter Umständen ordentlich Bewegung. Ich würde mich möglichst nach der Wetterprognose richten, weiß aber natürlich nicht, wie es so mit der Buchungslage ist mittlerweile.
Gabi-Muc schrieb:Von München ist das leider viel zu weit, aber wenn ich mir die Bilder ansehe, dann ist das ein schöner Wochenendetrip.
Das ist wohl so, Gabi, aber man kann auch sicher noch ein, zwei Tage mehr dort vertragen. Bei entsprechendem Wetter einfach mal auf die Düne zum Baden/Sonnebaden z.B.
BMW schrieb:wieder mal eine Haaaaaammmmmerqualität.........unglaublich.........DANKE
😊 Auch Danke!!!
KarstenB schrieb:hammeraffengeile (sorry, das musste jetzt sein) Fotos mal wieder
😄 😉
KarstenB schrieb:ich freu mich auf den nächsten. (Da kommt doch noch was?)
Yo, bin schon dabei zu sortieren, geht in Kürze los.
KarstenB schrieb:Eine kleine Korrektur: ich meine gerade gelesen zu haben, dass Fahrradfahren nur während der Saison verboten ist.
H, vielleicht ist das so, kann sein, ich weiß es nicht. Die Einheimischen hatten allerdings allesamt solche Riesentretroller, sehr komfortabel und nicht so Gurken wie die vom Hotel. 😉
chamäleon2011 schrieb:ich hab schon nach möglichen Fährverbindungen geschaut. Ein Besuch der kleinen Insel steht jetzt auf meiner Wunschliste.
🙂 🙂 🙂
Daxiang schrieb:Wie immer ein toller und mit genialen Fotos gespickter Bericht der Extraklasse!
😘 😘 😘
tina76 schrieb:Das man solche Vogelaufnahmen auf Helgoland machen kann, hätte ich nie vermutet. Man braucht also gar nicht so weit um die Welt reisen.
😉
tina76 schrieb:Ich habe zwar einige Jahre in Hamburg gelebt, aber da ich extrem seekrank werde, habe ich mir die Reise nach Helgoland immer verkniffen.
Sehr schade, aber natürlich auch sehr verständlich...
Susi65 schrieb:das ist ja witzig. Da schaue ich mal wieder ins Namibia Forum und was springt mir dort als erstes ins Auge. Ein Bericht über Helgoland Ich bin gerade erst vor 8 Tagen aus Helgoland zurückgekommen.
😮 😮 😮
Susi65 schrieb:Aus 2 Übernachtungen vor Ort wurden dann auch mal 4 oder 5 Nächte, langweilig wird einem dort tatsächlich nie, was ich so nie vermutet hätte. Also für mich ist Helgoland definitiv immer wieder einen Besuch wert.
Ja, für mich auch. Und auch in puncto Langeweile (bzw. keine!) volle Zustimmung!
Susi65 schrieb:Ganz toll gefällt mir das Bild mit dem jungen Tölpel der gerade aus dem Ei schlüpft. Mega!! Das Glück so etwas beobachten und fotografieren zu können hatte ich tatsächlich noch nicht.
Wenn ich nicht zufällig gerade direkt davor gehockt und das Knacken gehört hätte, wäre das komplett an uns vorbeigegangen. Die Prozedur findet fast im Verborgenen und von dem brütenden Elternteil verdeckt statt. Nur ein Meter weiter, und wir hätten nichts bemerkt. Insofern warst du vielleicht sogar schon dabei, aber hast es nicht gewusst. Immer wieder hin, das machst du schon sehr richtig. 🙂
Also ihr Lieben, Sachen packen, Wetterbericht im Auge behalten und los! 😉 Viel Spaß bei allen Ausflügen und Reisen und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!
Hallo , ich bin seit 25 Jahren jedes Jahr in Afrika unterwegs und werde das weiterhin sein aber es gibt in Deutschland noch einen Platz der fast so anziehend ist , die Düne. Die Düne vor Helgoland kann ich auch nur jedem empfehlen der Ruhe und Abgeschiedenheit sucht d.h. keine Autos,Fahrräder usw. Wir gehen nächste Woche wieder für 2 Wochen in einen kleinen Bungalow auf die Düne die es dort seit etwa 12 Jahren zu mieten gibt natürlich die Robben und Tölpel sehen jedes Jahr gleich aus aber die Kudus und Springböcke und die Dünen der Kalahari auch. Wenn man mit der Helgoland ab Cuxhaven fährt legt man direkt an und die Wellen sind auch kein Problem. Also los auf die Düne.
Gruß Albrecht
Blende18.21'166 Beiträge · seit 201709. Juni 2022 · #16
Hallo Betti,
bei euren Bildern und schönen Beschreibungen des erlebten jedes Mal, könntest du auch über euren Besuch bei Tante Regina in ihrem Schrebergarten berichten. Ich würde es genauso gerne lesen. 😉
Tolle Bilder, tolle Beschreibung. Erinnert mich an unsere zwei Nächte in Holland am Strand diesen März. Für uns nur 2,5 Stunden Fahrt, aber hinfahren machen wir quasi nie. So schön in den Dünen und die kleinen Sanderlinge am Strand. Schönes kann so nah sein, da gebe ich dir recht.
OLolibr161 Beiträge · seit 201510. Juni 2022 · #17
2020 war ich Ende Mai / Anfang Juni für 1 Woche auch auf Helgoland. Es war wirklich herrlich und eine erholsame Woche und dazu hatte ich auch mit dem Wetter ein großes Glück. Die gesamte Woche hatte ich schönsten Sonnenschein , erst am Abreisetag hat es dann doch noch geregnet. Ich konnte in der Zeit schön beobachten wie die kleinen Küken gerade aus den Eier`n schlüpften. Den Lümmensprung konnte ich aber nicht sehen , dafür war ich dann etwas zu früh. Ich bin damals von Hamburg hin und auf dem Rückweg bin ich dann in Cuxhaven ausgestiegen. Helgoland ist wirklich eine Reise wert und man kann auch schön abschalten auf der Insel.
BeatnickThemenstarter1'717 Beiträge · seit 201617. Juni 2022 · #18
Hallo ihr Lieben,
albrechtj123 schrieb:natürlich die Robben und Tölpel sehen jedes Jahr gleich aus aber die Kudus und Springböcke und die Dünen der Kalahari auch.
Das ist natürlich wahr, Albrecht. 🙂 Viel Spaß auf der Insel!
Blende18.2 schrieb:bei euren Bildern und schönen Beschreibungen des erlebten jedes Mal, könntest du auch über euren Besuch bei Tante Regina in ihrem Schrebergarten berichten. Ich würde es genauso gerne lesen.
😄 😄 😄
Blende18.2 schrieb:Erinnert mich an unsere zwei Nächte in Holland am Strand diesen März. Für uns nur 2,5 Stunden Fahrt, aber hinfahren machen wir quasi nie. So schön in den Dünen und die kleinen Sanderlinge am Strand. Schönes kann so nah sein, da gebe ich dir recht.
Nach Holland bin ich aus dem Ruhrpott bzw. später aus dem Rheinland häufiger gefahren. Immer schön, bin auch ein großer Fan von Amsterdam. Jetzt im Norden lernen wir die unterschiedlichen Umgebungen tatsächlich vor allem seit Corona kennen. Da gibt es schon auch sehr viel Schönes.
olibr schrieb:Helgoland ist wirklich eine Reise wert und man kann auch schön abschalten auf der Insel.
Das mit dem Abschalten ist tatsächlich auch für mich ein wichtiger Punkt. Es geht so wunderbar ruhig zu. Als würden die Uhren langsamer ticken.