22. November 2021 - Das Camperleben hat uns wiederKasane - Savuti, Chobe NationalparkUm 6:30 Uhr sitzen wir beim Frühstück und können währenddessen schon den Regen bewundern. Das ist heute gar nicht mal so unrecht, denn zum einen werden wir nur im Auto sitzen und zum anderen werden wir ordentlich viele Kilometer im Tiefsand hinter uns bringen müssen, wofür der Regen eigentlich eher nützlich ist. Um 7:20 Uhr geht die muntere Fahrt los. Die ersten 130 km gehen über Asphalt. Für den Chobe Nationalpark muss man sich am Gate entlang der Hauptstraße registrieren und dort treffen wir auf den gleichen übellaunigen Mann, über den wir uns 2019 schon geärgert haben. 🙄 Was stimmt eigentlich mit dem nicht? Der hat uns damals schon so doof wegen unseres Permits angeschnauzt, mit dem aber alles stimmte. Dann gibt er wie ein Feldwebel vor, wie man die Liste auszufüllen hat. Wehe man überspringt erst mal ein Feld! Dann gibt’s aber hinten drauf! 😵 Ich hatte irgendein Feld erst mal frei gelassen, weil ich Martin was fragen musste (ich glaube, das Datum) und hab erst mal alles andere gemacht, was ich wusste. NEIN, DAS GEHT SO NICHT!!! Dann ging auch heute wieder die Diskussion um unser Permit los … wo wir hin wollen und zu welchem Gate. Er fing immer wieder mit Namibia an … Nein, wir wollen nicht nach Namibia, nach Savuti! Das ganz einige Male so hin und her. Er behauptete, wir hätten dafür gar kein Permit. Doch, haben wir! Da ist es! Abgesehen davon könnten wir es auch später erst am Ghoha Gate kaufen, aber wir haben doch alles! Irgendwann haben wir ihn gebrochen und er wirkt fast noch entnervter als wir. 🤪 Wir fahren also weiter. Entlang der Hauptstraße sehen wir Büffel, Elefanten und Giraffen. Also fast mehr Tiere, als gestern beim Game Drive. 😗
Bis Kachikau (oder Mabele? ich weiß es leider nicht mehr) ist alles gut asphaltiert, hinter Mabele geht dann recht schnell die tiefsandige Piste los. Wir reduzieren daher ordentlich Reifendruck. Hier sehen wir noch eine Manguste und sogar Pelikane, die aber für ein vernünftiges Foto zu weit weg sind.
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Nadine, auf Flickr
Chobe National Park (Savuti), Botswana by
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Die Strecke ist recht eintönig zu fahren, viel Tiefsand, das Auto sucht sich die Spur aus, als Fahrer hat man wenig zu melden. Unterwegs sehen wir gerade mal 2 oder 3 Autos.
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Noch weit vor dem Ghoha Gate kommt man an eine Abzweigung. Hier hatte ich mehrfach gelesen, dass man unbedingt rechts fahren soll (also die westliche Route nehmen soll), da sie deutlich weniger tiefsandig ist. Wir können über die Strecke in der Tat nichts schlechtes berichten, war insgesamt gut zu fahren. Am Gate gibt’s keine großen Probleme, wir checken schnell ein, kaufen Feuerholz (auch hier wieder unterwegs nichts gesehen!) und fahren die restlichen 25 km zum Camp, die äußerst ereignislos, spricht ohne nennenswerte Tiersichtungen verlaufen. Hoffentlich bleibt das nicht so. 😵
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Im Camp kommen wir gegen 12:30 Uhr an und fahren uns um ein Haar in dem äußerst fiesen tiefen Sand fest. Mein Gott, das wäre ja eine Schmach geworden! 😄 Festgefahren auf der Campsite, wer schafft denn sowas?! Unsere Campsite Nummer 3:
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Die Ablutions:
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Da uns am Gate erzählt wurde, dass am Morgen bei Rhino Vlei Löwen gesehen wurden, machen wir uns auf den Weg.
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Am Rhino Vlei gibt es aber leider nicht viel zu sehen, aber viele Geier sitzen im Baum …
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Auch die Marabus deuten auf was Spektakuläres im Busch hin…
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Auf dem Rückweg sehen wir immerhin wieder Impalas mit süßen Kindern.
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Gegen 16 Uhr sind wir wieder enttäuscht im Camp. Also besonders tierreich war das hier leider nicht. Eine Manguste besucht uns auf der Campsite.
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Auf der Campsite angekommen, regnet es mal wieder. Natürlich! Quasi kein Tag ohne Regen. Wir trösten uns mit Amarula-Kaffee und versuchen, uns das Wetter schönzusaufen. 😐 Dabei dürfen wir den Nachbarn beobachten, der “unseren” eigentlich gemieteten Bushcamper hat. Er kann das Teil vollkommen alleine, schnell und problemlos auf- und abbauen. Neidisch blicken wir zu ihm hinüber. “Ach, so ein Bushcamper wäre eine feine Sache gewesen!”, sagen wir mal wieder parallel. Das mit dem Schönsaufen klappt nicht so richtig. Macht aber nichts, denn Unterhaltung der anderen Art ist im Anmarsch! Ein Landcruiser kommt angefahren und bleibt FLUPP im Tiefsand stecken! 😄 Die Schmach, die uns erspart blieb, ist nun direkt vor unseren Augen zu sehen. Wir können uns ein Lachen nicht verkneifen (was zugegebenermaßen auch am Amarula lag) und sind gleichzeitig froh, dass uns das nicht passiert ist. Aufheulende Motorgeräusche, durchdrehende Reifen. Der kommt da echt nicht wieder raus! In kürzester Zeit hat er sich so richtig tief festgefahren. Nun wollen wir nicht mehr nur doof glotzen, sondern auch helfen und schnappen uns unsere Schaufel. Leicht angeschickert schaufelt es sich sowieso recht leicht. Es war ein junges, südafrikanisches Paar, das aber einen sehr fahr- und safarierfahrenen Eindruck machte. Hinzu kam noch: der Bushcamper (ein allein reisender Franzose) stand auf ihrer Campsite. Der Franzose wollte den Landcruiser rausfahren, er machte es aber nur noch schlimmer. Martin und der Südafrikaner schaufelten, die Südafrikerin diskutierte mit dem Franzosen über die Campsite und ich machte erst mal ein Foto:
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Sie hatten gute Matten dabei, die nun untergelegt wurden und somit waren sie recht schnell wieder raus. Der Franzose hatte seinen Bushcamper innerhalb von 2 Minuten zusammengebaut (“Ach so ein Bushcamper wäre eine ….” Ach, lassen wir das! 🙄 ) und düste auf seine richtige Campsite. Die Südafrikaner bedankten sich und wir gaben uns weiter dem Amarula hin und hauten Bratwürstchen in die Pfanne und kochen Maiskolben.
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Der Regen machte Gott sei Dank eine Pause. Um Camper’s Midnight klettern wir ins klamme Zelt. Er fängt mal wieder an zu regnen. 😐 Gegen 23 Uhr scheppert es ganz gewaltig draußen! Was ist das??? Da macht sich doch tatsächlich ein Honigdachs an unserem Müll zu schaffen! Das Bild ist von der Wildkamera vom nächsten Tag (sorry für die schlechte Qualität):
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Am ersten Abend zerlegt der Honigdachs quasi den kompletten Müll und durchwühlt alles minutenlang. Am nächsten Abend checkt er nur kurz die Lage, nichts Interessantes im Müll, und zieht weiter. Er zieht an beiden Abenden von Campsite zu Campsite und so scheppert es locker 15 Minuten lang aus allen Richtungen.
Fazit des Tages: Enttäuschende erste Game Drives in Savuti und dann auch noch vom Honigdachs ausgeraubt. Der Amarula spendete Trost und die Campnachbarn lieferten die passende Unterhaltung.