21. November 2021 - Die Regenkönige gehen auf Bootstour Teil 4Chobe RiverfrontDann fährt Mujo zu einer Insel, von der er sagt, dass hier im Winter zahllose African Skimmer sind. Er schafft es und findet die vermutlich einzig beiden verbliebenen Exemplare des African Skimmer am Chobe im November. Zum Glück haben die den Zug verpasst! 😄
Chobe Riverfront, Botswana by
Nadine, auf Flickr
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Ich bin begeistert! Sie sind auch nur wenig scheu und betrachten uns sogar recht neugierig. Wir können sogar sehen, warum sie so heißen. Sie fliegen los und “skimmen” (= abschöpfen) an der Wasseroberfläche. Total toll! 🤩
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Dann gibt’s erst mal eine Frühstückspause mit leckeren Rusks, Muffins und Tee und Kaffee. Mittlerweile denken wir wirklich, dass kein Regen mehr kommt. 🤪
Wir machen uns auf den Rückweg und wollen noch ein paar Vögel suchen, allerdings öffnet der Himmel sehr plötzlich seine Pforten. Und zwar nicht zu knapp! Es schüttet wie aus Eimern. 😕 😈 Zugegebenermaßen: das Dach stehen zu lassen, hätte auf diesem kleinen Boot wenig gebracht. Der Regen kam von allen Seiten. Zum Glück hatte Mujo Regencapes dabei. Allerdings war keine Zeit mehr, diese vernünftig anzulegen, geschweige denn das Kamera-Equipment vernünftig zu verstauen. Ich hatte nun also 2 Kameras am Hals, einmal mit dem 600er-Rohr und einmal mit dem 105er. Das durfte auf keinen Fall dieser extremen Nässe ausgesetzt werden. Also machte ich den Jacana-Vater und klemmte mir die Kameras unter den Körper, warf das Cape und meinen Oberkörper drüber (Füßchen guckten zum Glück aber nicht raus). Mujo gab Vollgas. Das Wasser lief uns über den Körper, den Rücken, den Kopf, den Nacken hinunter. 😈 Unsere Hosen waren klatschnass, in meinen Schuhen hatte sich ein Aquarium gebildet. Die Fahrt dauerte elendig lange… Ich denke, es werden um die 15 Minuten Vollgasfahrt durch den strömenden Regen gewesen sein. Ich traue mich gar nicht, mir mit den Augen Orientierung zu verschaffen, denn das Wasser kommt einfach von allen Seiten. So nass sind wir noch nie geworden, da konnte selbst unsere legendäre Bootsfahrt in Kambodscha nicht mithalten (obwohl uns da im Meer auch noch die Blitze um die Ohren flogen). Ich hoffte nur inständig, dass das Regencape halbwegs dicht hielt, sonst konnte ich die Kameras wegschmeißen. So viel Nässe würde keine Kamera der Welt vermutlich aushalten. Irgendwann erreichten wir das rettende Ufer. Nun die Klamotten erst mal von der Flut befreien, damit ich die Kameras rausholen kann - Gott sei Dank, da waren nur ein paar Tropfen drauf! Die Jacana-Mama hatte alles gegeben und das Cape hatte gehalten! 🙂 Ich war erleichtert! Dass wir bei einem Wet-T-Shirt-Contest mitmachen konnten (ach, eigentlich war alles nass inklusive Unterwäsche und erst recht die Socken), machte uns wenig aus.
Kempho war leicht schockiert, als sie uns am Bootsanleger in Empfang nahm. Die Sache war ihr sichtlich unangenehm, auch wenn sie natürlich nichts fürs Wetter kann. Wir schütteten das Wasser aus unseren Schuhen und sauten daraufhin ihr Auto ein. Im Inneren bildete sich bald ein Feuchtbiotop.
Natürlich wurde Beles Auftrag auch noch ausgeführt und wir übergaben Mujo das Geschenk von ihr. Er freute sich tierisch und er und Kempho konnten sich natürlich auch noch an die Truppe und ihren Besuch erinnern. 😎
Kempho fuhr uns also zurück ins Hotel, wo wir uns erst mal trockenlegten. Nun rächte sich, dass ich sehr minimalistisch gepackt hatte, denn ich hatte nur diese eine paar Schuhe + 1 Paar Fipflops. Wenn ich also den restlichen kühlen Tag im Regen nicht mit Flipflops verbringen wollte, musste ich meine Schuhe irgendwie trockenbekommen. Gar nicht mal so leicht. Um 15 Uhr sollte unser Game Drive sein und im Fahrzeug wollte ich nicht so gerne mit Flipflops sitzen, zumal es auch recht kalt war an dem Tag. Das Travelodge Hotel war die einzige Unterkunft unserer Reise, die einen Fön hatte. Also: Mission Schuhefönen! Ich föhnte sie so weit, dass sie nur noch klamm waren, so konnte ich sie immerhin beim Game Drive anziehen.
Um 15 Uhr wurden wir vom Guide im offenen Safarifahrzeug abgeholt. Leider bahnte sich mal wieder Regen an. Mit dabei waren zwei weitere Gäste (aus Botswana). Es war ein durchwachsenes Erlebnis. Der Guide war mittelmäßig, das Wetter war schlecht, aber das blödeste war: es waren kaum Tiere da.
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Es ist wirklich interessant, denn Mitte Oktober 2019 war an der Chobe Riverfront der reinste Zoo. Wir haben hier Tiere ohne Ende gesehen. Zahllose Elefanten, Giraffen, Hippos, Zebras, sämtliche Antilopen, Affen, Warzenschweine, mehrfach Löwen an einem Tag, Büffel usw. wir konnten praktisch keine 10 Meter mit dem Auto fahren, ohne ein neues Tier zu entdecken. Gerade mal gute 4 Wochen später im Jahr dann: komplette tote Hose! Wir freuten uns sehr über eine Impala-Sichtung, vor allem weil hier Babys dabei waren. 😊
Chobe Riverfront, Botswana by
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Es gab auch zwei schöne Elefantensichtungen. Bei der ersten liefen die Elefanten nur wenige Meter hinter unserem Auto her.
Chobe Riverfront, Botswana by
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Weiter im 5. Teil ....