Zwei Warmduscher auf Camping-Reise in Botswana

Reisebericht 291 Antworten · 49,5k Aufrufe · gestartet 13. Jan. 2022 von Nadine3112
Themenstarter460 Beiträge · seit 201828. Feb. 2022 ·
1000 Dank für die netten Rückmeldungen! Ich bin ganz überwältigt von so viel Feedback, damit hatte ich gar nicht gerechnet.
picco schrieb:Hoi Nadine

Vielen Dank für den schönen und unterhaltsamen Reisebericht!
Mir ging es mit Botswana ähnlich, ich hab auch zu viel erwartet weil es immer wieder als so voll Tiere dargestellt wird und ich es deshalb Erwartungen a la Tansania oder der Massai Mara hatte...da kann Botswana tiermässig nicht mithalten.
Wenigstens einer, der ein bisschen verstehen kann, wie ich das meine. 🙂 Durch die RBs hier hatte ich da nämlich auch eine falsche Vorstellung.
marimari schrieb:"tiermässig u. landschaftlich" würd ich sogar ergänzen.
Da würde ich tatsächlich auch zustimmen. Wenn ich da mal an Lake Natron denke ... 😊 😊 😊 Der Hammer.
Champagner schrieb:Ehrlich gesagt bin ich ja über jede/jeden froh, den das Land mit seinen vielen Facetten nicht fasziniert (zumindest wenn Normalbetrieb herrscht und die Menschen dort nicht unter dem fehlenden Tourismus leiden müssen), dann ist schon mehr Platz für mich 😎 ! Wie schön also, dass die Geschmäcker verschieden sind! Bleibt ruhig alle fort 🤪 🤪 🤪 !
Wie schon mal zu Beginn geschrieben: da stimme ich dir zu 100% zu! Das war das erste Reiseziel, das wir in 15 Jahren bereist haben, das uns nicht ganz so gut gefallen hat, alle anderen haben uns immer in recht grenzenlose Begeisterungsstürme ausbrechen lassen. Aber die gute Seite ist - wie du schon sagst - mehr Platz für die anderen! Ich freue mich auch immer, wenn andere "meine" Reiseziele nicht so dolle finden.
TinuHH schrieb: Wartet's ab, wie es bei uns weiter geht und wie unser Fazit ausfällt.
Da bin ich echt gespannt!
Blende18.2 schrieb:PS. Angebot steht noch... ihr werdet auch bekocht. 😄
Juhuuu! 😄 Ich meld mich bei dir. 🙂
KarstenB schrieb:auch ich will mich noch mal bedanken für Deinen RB - für die tollen Fotos und die witzige und ehrliche Schilderung Deiner Eindrücke.
Teilweise konnte ich es nachempfinden, als Selbstfahrer und Camper hat man mit Problemen zu kämpfen, die einem auf einer geführten Lodgetour abgenommen werden. Dafür fehlt dann aber die Naturnähe und das stolze Gefühl, die Abenteuer alleine gemeistert zu haben. Ich denke, Dein Fazit wäre deutlich anders ausgefallen, wenn das Wetter nicht so über alle Maßen besch... eiden gewesen wäre.
Einen Tipp hätte ich jedenfalls fürs nächste Mal 😗 😈 : ein Bodenzelt erspart das lästige Auf- und Abbauen vor jedem Gamedrive.
LG aus Puerto,
Karsten
Herr Warmduscher würde eher in Shorts in die Arktis fahren (im Winter!) als im Bodenzelt zu übernachten. 😄 Schon bei der Vorstellung lache ich mich kaputt.
Aber du hast Recht: zu einer anderen Zeit wäre es eine vollkommen andere Reise gewesen.
CuF schrieb:Das einzige, was mich ein bißchen gestört hat, war das Geflikr-Geflacker unter j e d e m Bild.
Das nervt mich genauso. 😐
CuF schrieb:Du jammerst, was die Sichtungen betrifft, m.M. nach auf hohem Niveau - wer, bitte, hat hier schon mal einen Leoparden in Nxai erwähnt? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern...
EINE Sichtung macht für mich nicht die ganze Reise aus. Leider, in diesem Fall.
Hippie schrieb:Das Reinigungsmittel von Fibertec habe ich mir bestellt (es ist, glaube ich, das einzige Foto im RB, das nicht ganz gelungen ist). 😗
Zum "Unterthema" Tanzania versus Botswana Straße und Wege, da möchte ich mir diesen Kommentar erlauben:
Ich unterstelle euch, dass ihr nur wenige Gebiete in Tanzania selbst gefahren seid. (<5000km).
Hoffe, du findest das Wunderzeug auch so gut wie wir. 🙂
Wir waren nur 1x für 3 Wochen in Tanzania, daher kommen wir natürlich nicht auf 5000 km. 😄 Die Aussage bezog sich nur auf den Northern Circuit (Sorry, hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen), aber mit Nässe in Lobo und zum Lake Natron fahren, war auch nicht gerade ein Ponyhof. 😄
Hippie schrieb:Australien darf man wieder rein 🤪 , kann man auch wunderbar selbst fahren und nicht so teuer.
Australien war ich schon und finde ich ehrlich gesagt schon recht hochpreisig. 😗
Salome schrieb:Grad diskutieren wir über den nächsten Aufenthalt, mal sehen, wohin es uns verschlägt, Männe möchte lieber nach Südafrika, ich tendiere nochmal zu Kenia oder Tansania. Mal sehen, was das Omi-Dings so machen wird die nächsten Monate.
Omi-Dings! 😄 😄 😄
Die Ziele finde ich alle toll (Kenia war ich noch nicht, interessiert mich aber).
Reisebericht "In Lodges auf Selbstfahrerreise in Tansania" Reisebericht "Zwei Warmduscher auf Camping-Reise in Botswana"
Gast28. Feb. 2022 ·
Danke Nadine für deinen Bericht, auf den mich der Titel aufmerksam gemacht hat, weil ich auch ein Warmduscher bin (jedenfalls bei Körperpflege und Badespaß).
Ich lese selten RBe oder klinke mich bald aus, deinen habe ich aber komplett gelesen, inklusive den ganzen small talk, weil ich unbedingt herausfinden wollte, ob diese schon fast zwanghafte Beschäftigung mit dem Kampieren-Thema nur der „Dramaturgie“ dient(e), oder ob mehr dahintersteckt. Also ist mir jetzt nach Ende und Schlusswort klar: Es ist totale Abneigung und abgrundtiefer Widerwille. Wenn man so viel Wind um so was Einfaches, wie ein paar Tage ohne Rundumversorgung und Zimmerservice macht, kann es wohl nichts anderes sein.
Möglich wäre auch noch eine gewisse Überforderung mit den sogenannten „einfachen Dingen des Lebens“ aber angesichts eurer cleveren Selbstbefreiung aus dem Gatsch*), liegt es wohl eher nicht am „Nichkönnen“ sondern am „Nichtwollen“.
An der unmittelbaren Aufarbeitung dieser traumatischen Erlebnisse hast du hier ja schon reichlich gearbeitet. 😉 Aber wie weiter damit umgehen? Abhaken und vergessen oder doch das volle Programm …. Analyse … Kindheit…. Sozialisierung… ? 😄 😄 😄
ME wäre das Zeit- und Geldverschwendung, denn ihr macht es sowieso nicht mehr. Camping und das einfache Leben ist einfach nix für dich/euch und übrigens besteht auch keinerlei Anlass, das zu begründen oder zu rechtfertigen 😎 .
Grüße und nochmals Danke für die gebotenen und unterhaltsamen Einblicke 😁 🙂 und ich wünsche dir noch viele schöne Reisen… innerhalb deiner Komfortzone 😄 😄 ! Und den Gastländern wünsche ich, nicht schon nach dem ersten Anschnuppern „qualifiziert“ qualifiziert zu werden, nach dem Motto: Gemacht und abgehakt.
Werner

*)So ein Schicksal ist mir ein Mal erspart geblieben, obwohl mein Ansatz gleich „unbekümmert“ wie eurer war. Ich bin nämlich einmal, vollkommen blauäugig, dem weiten Horizont in Sua entgegengefahren, weil dieser rosa mit Flamingos war und wir „das“ unbedingt sehen wollten. Dass, wo Flamingos, auch Wasser ist, hatten wir uns nicht überlegt. Bin also einfach immer drauf zu gefahren, weil ein bisschen näher eben noch nicht nah genug ist…. bis ich im Rückspiegel gesehen habe, dass ich schon eine Spur ziehe und wir nahe an der roten Linie sind, oder schon drüber. Mehr Glück als Verstand gehabt. 😊
zuletzt bearbeitet 28. Feb. 2022
2'262 Beiträge · seit 201128. Feb. 2022 ·
Liebe Nadine,

ich oute mich als stille Mitfahrerin, möchte es aber nicht versäumen mich für den
erfrischenden, wunderbar bebilderten Bericht zu bedanken. Deine Art zu schreiben gefällt mir sehr -
so zu sagen eine Edelfeder. 😄
Es bestärkt uns auch weiterhin als Warmduscher unterwegs zu sein. Mein Guggumann macht ja schon viel mit mir mit, aber nach so einem Urlaub wurde er wahrscheinlich den Anwalt kontaktieren.
ABER, wir sind ja auch schon ein paar Tage älter als ihr und bleiben bei „never touch a running system“

Nochmal lieben Dank für den schönen und kurzweiligen Bericht. 😁
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
zuletzt bearbeitet 28. Feb. 2022
43 Beiträge · seit 202228. Feb. 2022 ·
Ein toller Bericht! Für mich ganz persönlich aus 2 Gründen. Ich bin von der Idee zu Campen nicht angetan und fühle mich durch deinen Bericht sowas von bestätigt. Einfache Unterkünfte und Selbstversorgung sind toll, aber ein Badezimmer En-suite finde ich Wichtiger als alles andere. Meine bessere Hälfte würde gerne das nächste mal (Dach)Zelten!
Der andere Grund, wir waren exakt zur gleichen Zeit dort unterwegs wie Ihr! Am 19.11. sind wir von Maun nach Nata gefahren und haben in dem heftigen Regenguss feststellen müssen, das Fahrzeug ist nicht dicht. Wir haben in der Nata Lodge übernachtet und wollten in die Makgadikgadi fahren, aber leider stand alles so unter Wasser und war total glitschig und morastig und tief, so das wir abgebrochen haben und zurück in die Lodge sind. Am nächsten Tag sind wir weiter nach Kasane und ich habe neidisch an die gedacht, die in Elephant Sands übernachten durften! In Kasane haben wir umgehend einen Nachmittagsdrive gebucht und hatten sehr viele Sichtungen (auch Löwen), vielleicht lags an dem hervorragenden Guide oder wir hatten einfach Glück. Am nächsten Morgen (21.11.) haben wir noch vor dem Frühstück einen 2. Drive gebucht und vor allen Dingen Löwen (2 prächtige Mähnenträger, 4-5 ausgewaschene Damen und eine wasserscheue Jugendliche, mein Profilbild übrigens) auf Büffelerkundung direkt an der Riverfront beobachten dürfen ( im strömenden Regen) ! Nachmittags haben wir dann eine Bootsfahrt gehabt (zuerst mit Sonne dann mit Gewitter). Abends waren wir auch in der Chobe Safari Lodge essen. Darum hat mich dein Bericht sehr bewegt, es gibt schon komische Zufälle, oder? LG
Beweisfoto:
795 Beiträge · seit 200728. Feb. 2022 ·
Liebe Nadine,

nun habe ich es endlich geschafft und eben mal die Hälfte Deines Berichts bis zum Ende in einem Rutsch nachgeholt. Grund genug um mich bei Dir für die ganze Mühe, Deinen witzigen und unterhaltsamen Schreibstil, die vielen Informationen und natürlich die fantastischen Bilder zu bedanken! Es war ein Genuss den Bericht zu lesen! 😁 Ich muss zugeben, dass mir die nassen Tiere auf den Bildern teils besonders gut gefallen haben. 😎 So auch der nasse Leo im Nxai Pan. Sowas sieht man wirklich nicht alle Tage. Aber natürlich hätte ich Euch von Herzen besseres Wetter gegönnt! Damit steht und fällt der Urlaub ja schon. Vor allem natürlich beim Campen. Das macht dann einfach keinen Spaß und da hätte ich auch so oft wie möglich auf feste Unterkünfte umgebucht. Bei den Jahreszeiten scheint man sich auf nichts mehr wirlich verlassen zu können. Wir haben mitten in der Regenzeit im Februar in Botswana gecampt in 2013, waren auf alles vorbereitet und hatten dort nur einen halben Tag mal ein paar Tropfen. (Dafür aber allerdings auch keinen Leo, keine Wildhunde und auch nicht die vielen besonderen Vögel, die ihr so vor die Linse bekommen habt).

Ich habe ansonsten gelesen, dass Ihr Sambia auf Eurer Liste der nächsten Ziele habt. Da kann ich Euch den South Luangwa Park nur ans Herz legen. Den habe ich bei beiden Urlauben immer als sehr tierreich und auch landschaftlich wunderschön empfunden. Und da gab es übrigens auch bezahlbare feste Unterkünfte. 😉

Liebe Grüße
Tina
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Themenstarter460 Beiträge · seit 201801. März 2022 ·
loser schrieb:Danke Nadine für deinen Bericht, auf den mich der Titel aufmerksam gemacht hat, weil ich auch ein Warmduscher bin (jedenfalls bei Körperpflege und Badespaß).
Ach. Ach was? (kleiner Loriot-Gag am Rande) DAS hätte ich von DIR jetzt nicht erwartet. 😄
loser schrieb:Ich lese selten RBe oder klinke mich bald aus, deinen habe ich aber komplett gelesen, inklusive den ganzen small talk, weil ich unbedingt herausfinden wollte, ob diese schon fast zwanghafte Beschäftigung mit dem Kampieren-Thema nur der „Dramaturgie“ dient(e), oder ob mehr dahintersteckt. Also ist mir jetzt nach Ende und Schlusswort klar: Es ist totale Abneigung und abgrundtiefer Widerwille. Wenn man so viel Wind um so was Einfaches, wie ein paar Tage ohne Rundumversorgung und Zimmerservice macht, kann es wohl nichts anderes sein.
Interessante (Über-) Interpretation. 😄 Aber jeder wie er mag. Manches sollte man nicht allzu erst nehmen, der Bericht soll schließlich auch der Unterhaltung dienen. Und selbstverständlich ist Einiges überspitzt formuliert, das nehme ich mir als künstlerische Freiheit heraus. Denn ich kenne es nur allzu gut von mir selbst, dass ich nur 1 oder 2 Reisetage aufmerksam lese und dann gucke ich nur noch Fotos. 😗 Das "unterhaltsame" Schreiben habe ich schon immer so gemacht (schreibe seit ca. 10 Jahren Reiseberichte), aber ich stelle in letzter Zeit fest: die Leute nehmen mittlerweile alles bierernst und interpretieren völlig über.
loser schrieb:Und den Gastländern wünsche ich, nicht schon nach dem ersten Anschnuppern „qualifiziert“ qualifiziert zu werden, nach dem Motto: Gemacht und abgehakt.
Tja, die einen fahren halt 15 x in das gleiche Land/die gleichen Länder und kennen diese selbstverständlich viel besser, als jeder, der nur 1x da war. Und die anderen machen sich lieber ein umfassenderes Bild von der Welt und schauen sich möglichst viele unterschiedliche Länder auf allen Kontinenten an. Beides hat Vor- und Nachteile. Wir hören zur letzten Fraktion und beides ist vollkommen in Ordnung.
loser schrieb:So ein Schicksal ist mir ein Mal erspart geblieben, obwohl mein Ansatz gleich „unbekümmert“ wie eurer war. Ich bin nämlich einmal, vollkommen blauäugig, dem weiten Horizont in Sua entgegengefahren, weil dieser rosa mit Flamingos war und wir „das“ unbedingt sehen wollten. Dass, wo Flamingos, auch Wasser ist, hatten wir uns nicht überlegt. Bin also einfach immer drauf zu gefahren, weil ein bisschen näher eben noch nicht nah genug ist…. bis ich im Rückspiegel gesehen habe, dass ich schon eine Spur ziehe und wir nahe an der roten Linie sind, oder schon drüber. Mehr Glück als Verstand gehabt. 😊
Das ausgerechnet du solche eine Geschichte erzählst, erstaunt mich jetzt schon. Respekt!
Zimba schrieb:Der andere Grund, wir waren exakt zur gleichen Zeit dort unterwegs wie Ihr! Am 19.11. sind wir von Maun nach Nata gefahren und haben in dem heftigen Regenguss feststellen müssen, das Fahrzeug ist nicht dicht.
😄 😄 😄 Wie witzig! Zum Glück war unsere Hermine wenigstens dicht. In Tansania hatte wir ein Fahrzeug mit undichter Beifahrertür, da kam immer ein ganzer Schwall Wasser rein.
Zimba schrieb:In Kasane haben wir umgehend einen Nachmittagsdrive gebucht und hatten sehr viele Sichtungen (auch Löwen), vielleicht lags an dem hervorragenden Guide oder wir hatten einfach Glück.
Das ist ja echt ein Zufall! Und dann waren wir auch noch am gleichen Abend in der Chobe Safari Lodge essen! 😄 Die Löwensichtung sei euch gegönnt! Gut zu wissen, dass es echt noch welche gibt. 😉
tina76 schrieb:Ich habe ansonsten gelesen, dass Ihr Sambia auf Eurer Liste der nächsten Ziele habt. Da kann ich Euch den South Luangwa Park nur ans Herz legen. Den habe ich bei beiden Urlauben immer als sehr tierreich und auch landschaftlich wunderschön empfunden. Und da gab es übrigens auch bezahlbare feste Unterkünfte. 😉
Ich würde es tatsächlich nur zwischen South Luangwa, Lower Zambesi und Mana Pools für 2 - 3 Wochen aufteilen. Ich hoffe, die bezahlbaren Unterkünfte gibt's immer noch. Sonst "müssen" wir wieder campen und der RB wird dann für Werner wieder eine Zumutung. 😄 Das kann ich ihm und seinen Nerven wirklich nicht mehr antun.
Reisebericht "In Lodges auf Selbstfahrerreise in Tansania" Reisebericht "Zwei Warmduscher auf Camping-Reise in Botswana"
zuletzt bearbeitet 01. März 2022
Gast01. März 2022 ·
Hallo Nadine,
@ Zitat Nadine: "DAS hätte ich von DIR jetzt nicht erwartet. 😄"

Dein Bild von mir musst du eben noch verfeinern 😎 🙂 , dazu zwei sachdienliche Hinweise.
Erstens bin ich ein Baujahr, für welches die von dir extra und ausführlich thematisierten und beklagten „Widrigkeiten“ für viele Jahre normale Lebensumstände waren. Vieles ist also relativ. Aber vielleicht haben mich solche Erfahrungen letztlich zum Warmduscher gemacht, also zumindest bei der Körperpflege …… interessanter Gedanke 😉 .
Zweitens bin ich nur ein einfacher Mann aus dem Volk 😊 , der wenig Erfahrung mit einigen Aspekten deiner Lebensumstände hat. Auch deswegen habe ich deinen RB gelesen.
Und drittens, kannst du angesichts der Größe deines Fanklubs hier, eine EINZIGE etwas distanziertere Meinung doch locker verkraften 😁 😁 😁 . Danke auch, dass du diese mit Humor nimmst.

Natürlich hätte ich auch den Mund halten können, aber ich dachte, dass es dich vielleicht auch interessiert, wie einfache Leute deine Probleme mit ganz einfachen Dingen des Alltags wahrnehmen. Dass Einiges davon zur Aufrechterhaltung von "Spannung" war, hast da ja nun geklärt. 😄
So hätten wir dann beide etwas aus diesem Austausch gelernt und gewonnen. Dazu soll so ein Forum ja auch da sein 🙂 .
Werner
zuletzt bearbeitet 01. März 2022
779 Beiträge · seit 200601. März 2022 ·
Hallo Nadine,

als stille Mitleserin und Danke-Button-Drückerin möchte ich mich nun auch noch in aller Form bei dir für diesen herrlichen Bericht bedanken. Informativ und witzig zugleich, hat es mir sehr viel Spaß gemacht, eure Campingabenteuer mitzuverfolgen. Mir steht der erste Botswana-Urlaub noch bevor, und ich hoffe, mein Fazit wird anders lauten als deins. Aber da ich zu einer anderen Reisezeit und nicht im Dachzelt (und unter sachkundiger Führung) unterwegs sein werde, hoffe ich mal, dass es bei uns in einigen Bereichen besser läuft 🤨
Es war jedenfalls alles sehr aufschlussreich, dein Schreibstil ist herrlich und deine Fotos große klasse! Lieben Dank!!

Viele Grüße ganz aus deiner Nähe (Grafschaft/Ahrtal)
Tanja
5'483 Beiträge · seit 200901. März 2022 ·
Hallo Nadine,

ich habe Deinen kurzweiligen Reisebericht sehr genossen. So einen lässigen Schreibstil hätte ich auch gern.

Ich oute mich gleich vorweg als bekennenden Warmduscher. Wasser unter 20°C lasse ich nur im äußersten Notfall an mich ran. Trotzdem bin ich begeisterter Camper. Habe aber auch schon eine Lodgereise durch Botswana gemacht und kenne somit beide Varianten.

Nach all dem, was ich gelesen habe, hatte der Urlaub schon vom ersten Tag an keine Chance ein positives Erlebnis zu werden.

Als Campingneuling ist es natürlich eine ganz andere Herausforderung, die ersten Campingerfahrungen in Botswana zu machen, wo das campen sicherlich anspruchsvoller ist, als in Namibia oder Südafrika mit deren guter Campinginfrastruktur. Das Ganze dann auch noch in der Regenzeit macht es noch einmal anspruchsvoller.
So oft wie Ihr über das Zachzelt geschimpft habt, stellt sich mir auch die Frage, ob es nicht doch die bessere Entscheidung gewesen wäre, den Bushcamper mit SingleCabin zu nehmen. Bei den allermeisten Tiersichtungen kann der Fahrer das Fahrzeug so platzieren, dass der Fotograf gut positioniert ist. Muss ich als Fahrer und Fotograf auch so machen, da ich natürlich ebenfalls die Seiten nicht wechseln kann.
Das Ihr nicht so viele Tiere gesehen habt, hängt natürlich auch damit zusammen, das Ihr auf eine der beiden wichtigsten Gamedrivezeiten verzichtet habt. Da ist natürlich klar, dass auch die Sichtungen weniger werden.
Auch habt Ihr manche der Vorzüge des Campens nicht genutzt. Das tolle ist, dass man oftmals an den schönsten Ecken Pause machen kann und eben nicht ausschließlich auf Campsites und Picknickplätze angewiesen ist. Auch die Tierbesuche auf der Campsite sind für uns ein wichtiger Grund, weshalb wir so gerne Campen. Auf den Honigdachs in Savuti bin ich ganz neidisch.

Das Hauptproblem habe ich aber darin gesehen, dass Ihr von vornherein keine positive Einstellung zu der Reise hattet. Da war zum einen Eure Frage, ob Botswana überhaupt noch gut werden kann, nachdem man in Tansania war. Wenn es einem nur auf die Haken in der Sichtungsliste ankommt, darf man als Selbstfahrer natürlich nie wieder in ein anderes Land als Tansania fahren, nachdem man einmal dort war. In der Hinsicht steht der Northern Circuit über allen anderen Regionen Afrikas. Aber ist das das einzige Kriterium für ein Reiseziel?
Vor allem war es aber Eure Einstellung zu Campen. Das war für Euch nie etwas anderes als eine absolute Notlösung, die man zähneknirschend in Kauf nehmen muss, wenn man einen bezahlbaren Urlaub in Botswana verbringen will. Mit der Einstellung erhällt jedes negative Erlebnis besonderes Gewicht. Ich bin der Meinung, man sollte als Lodgehopper eine solch anspruchvolle Campingreise nur unternehmen, wenn man die tiefe innere Bereitschaft hat, mal etwas ganz anderes erleben zu wollen, sich den Herausforderungen zu stellen und zu improvisieren.

Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann ist, wie Lodgehopper sich darüber beschweren können, dass die Campsites zu nah beieinander liegen. Auf jeder Lodge und in jedem Camp habe ich mehr von meinen Mitbewohnern mitbekommen, als auf den Campsites in Botswana.

Über den Auf- und Abbau von Dachzelten ist auch in diesem Bericht viel geschrieben worden. Was mich bei den vielen Tipps wunderte war, dass anscheinend außer mir noch niemand auf die Idee gekommen ist, den Abbau von oben zu machen. Ich klettere zum Zusammenklappen immer auf die beiden Reserveräder. Dann stelle ich mich auf das zusammengeklappte Zelt um es zu komprimieren. Auch der Überzug ist von oben vieleinfacher drüber zu ziehen. Den Reißverschluss ziehe ich dann auf dem Zelt sitzend zu.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 02. März 2022
1'835 Beiträge · seit 201501. März 2022 ·
Liebe Nadine, du bist wirklich eine tolle Fotografin und eine unterhaltsame Autorin. Danke dir sehr für die Selbst-Analyse in deinem Bericht. Wie auch Thomas, kann ich einige Situationen gut nachvollziehen, aber ich liebe das Zelten, auch wenn es eben arbeitsreich und vielmals eine dreckige Angelegenheit ist. Aber wir sagen immer, zu Hause können wir uns dann wieder ausruhen und warm duschen was das Herz begehrt. By the way, das schöne ist ja dass in den Botswana Parks warme Duschen immer vorhanden sind, nicht aber so in Kenya und Tanzania.
Ihr habt sicher auch eine andere Vorstellung was eure Reisen anbetrifft da ihr ja “auf Urlaub” seit, und so gewissen Komfort und Ruhe erwartet, ihr wollt z.B. bekocht werden und nicht alles selber kochen. Bei uns ist es gerade umgekehrt: wir wollen bei unseren Reisen sehr selbstständig sein und nehmen kochen, Dreck, und draußen schlafen auf uns, um so näher der Natur und den Tieren zu sein. Auch haben wir als Rentner viel mehr Muße und keinen Zeitdruck wie eben Leute die auf Urlaub sind. Wir sind zu Hause mehr auf Urlaub und suchen etwas Abenteuer auf unsern Reisen.
Ich habe eben deinen Tanzania Bericht wieder gelesen und es stimmt, ihr hattet viel mehr Vergnügen damals. Jedem das seine sagte mein Vater. Und by the way, wie dir meine Schwester gezeigt hat, gibt es tatsächlich Baumlöwen im Lake Manyara Park und wir hatten sogar zwei verschiedene Sichtungen auf unserer 2018 Reise. Also, nicht nur Plakaten Reklame für den Park!
Besten Dank für deine Mühe und all die Arbeit die so ein toller Bericht erfordert.
Und wie Bele es so gut gesagt habt, zum Glück gefällt es nicht allen am gleichen Ort.
Beste Güsse aus unserm täglichen Urlaub in SW Florida von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
Themenstarter460 Beiträge · seit 201802. März 2022 ·
Interessant, dass es doch noch passionierte Camper gibt, die sich leicht auf den Schlips getreten fühlen, ich hatte (in diesem Forum) eigentlich schon viel früher im Bericht damit gerechnet. 😄 Genau das war die Motivaton: dem einen oder anderen auch mal klarmachen, dass es nicht sooo easypeasy ist, wie das hier oft dargestellt wird. Wenn passionierte Camper das erwartungsgemäß anders empfinden, ist das vollkommen in Ordnung, herzlichen Glückwünsch zu "eurer" Reiseform, ehrlich. Es ist eigentlich alles von meiner Seite gesagt worden, daher werde ich dazu nichts weiter schreiben, denn bei den allermeisten angesprochenen Punkten habe ich erklärt, warum wieso weshalb es für uns eben anders war. Der eine empfindet es eben so, der nächste ganz anders. 🙂 Und nochmal: nehmt doch um Himmels willen nicht alles so bierernst. Die Welt hat doch echt wichtigere Probleme. In diesem Sinne wünsche ich euch allen weiterhin schöne (Camping-)Reisen!
Reisebericht "In Lodges auf Selbstfahrerreise in Tansania" Reisebericht "Zwei Warmduscher auf Camping-Reise in Botswana"
zuletzt bearbeitet 02. März 2022
5'483 Beiträge · seit 200902. März 2022 ·
Da Du Dich wahrscheinlich auf meinen Kommentar beziehst, möchte ich nur kurz klarstellen, dass ich nie gesagt oder geschrieben habe, dass Camping "easypeasy" ist. Wer meine Reiseberichte kennt weiß, dass Campen oftmals größere Herausforderungen bereit hält. Ich habe vielmehr geschrieben, dass Camping in erster Linie Einstellungssache ist.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
298 Beiträge · seit 200702. März 2022 ·
Liebe Nadine,

herzlichen Dank für deinen humorvollen, ehrlichen und natürlich an manchen Stellen etwas überzogenen Reisebericht. Das ist doch klar, dass manche Situationen vielleicht nicht ganz so dramatisch waren....Aber, wie ich schon am Anfang deines Berichtes geschrieben hatte, werde ich weiterhin in Lodges übernachten, wenn ich jemals wieder ins südl. Afrika komme. Wir haben schon auf einigen Trekkingtouren in Zelten übernachtet: Peru, Jemen, Nepal, aber immer mit Begleitmannschaft, die alle Arbeit erledigt haben und ohne wilde Tiere.
Es waren Traumurlaube, aber trotzdem möchte ich sowas nicht mehr machen. Ich mag schon nicht mal mehr in einer Hütte in den Bergen mit vielen schnarchenden Menschen übernachten. So ist jeder Mensch eben anders und es ändert sich im Laufe des Lebens auch die Einstellung zur Reiseart, jedenfalls bei uns!

Es war sehr vergnüglich, deinen Bericht mit den tollen Fotos zu lesen.

Herzliche Grüße aus Bayern
Silvy
40 Beiträge · seit 202102. März 2022 ·
Liebe Nadine,

Seit Tag 1 bin ich dabei und es hat mir sofort gefallen. Dein Ehrlichen Report, Schreibstiel und die super schone Fotos sind einfach klasse! Wir haben auch viele Tipps aus dein Report geholt, die wir für unsere Reise nach Namibiern/Botswana gebrauchen können. Eure Reise hat schon am Anfang an Hindernisse gegeben, ich kann mir fortstellen wie das fühlt, Murphys Law 🙁 .

Manche dinge sind so Erkennbar, die Enttäuschung über eine Umgebung. Unser erstes mahl Afrika wahr SA, Kruger war für uns die Arche Noah, so viel verschiedene Tiere von gros bis klein. Tansania (5 NP) hingegen, viele Tiere, aber wenige Arten aber sehr sehr viele Tsetsefliegen und Stiche, bin fast Tod gestochen, aber it’s all in de package. Und fast alle Tage Regen und wind, da hat man schnell genug davon 😵 .

Auch das Campen: früh auf stehen, game Drive, Fruchtstücken, game Drive und am ende des Tages wieder auf der Camp Site alles zurecht machten. Wenn man wieder zuhause ist braucht man eine Woche um sich von der Reise zu erholen.

Wo wir entschlossen haben nach Namibiern/Botswana zu Reisen (den 24. Marz) , war meine erste Bedingung „ruhe einbauen“, ohne läuft nichts. Wir machen es jetzt so: der reise Tag von A nach B ist relaxt, in ruhe frühstücken, aufpacken, game Drive nach der nächsten Camp Site, aufbauen und dann mit die beinen hoch. Den nächsten Tag alles „Rucki Zucki“, dann wieder auf dem selben Camping platz. Der nächste Tag von B nach C wieder relax, usw., Also 2 oder mehr Nächte am selben platz wobei an- und abreise Tag relaxt ist, man kann dann auch voraus kochen und Mittags warm essen wenn der Tag „Rucki Zucki“ ist, und Abends Brod oder Snacks. Inn der Mittaghitze sind die Tiere doch verschwunden. Fingers X, die Ideale Welt existiert leider nicht.

Nadine, danke für deine schöne story und wir wünschen euch jetzt schon viel Vorfreude auf der nächste Reise.

Liebe Gruße

J & G aus Holland  
LG J&G aus Holland
120 Beiträge · seit 200602. März 2022 ·
Liebe Nadine
Herzlichen Dank für deinen wunderbar erfrischenden Bericht und die tollen Bilder!
Schöne Grüsse - Magdalena
324 Beiträge · seit 201809. Okt. 2022 ·
Liebe Nadine, deutlich verspätet reagiere ich auf deinen wirklich tollen Reisebericht. Toller Schreibstil und wirklich schöne Fotos. Da mich meine nächste Reise in die gleiche Ecke verschlagen soll, hatte ich mich in einem anderen Thread informieren wollen und Bele war so nett und verlinkte mir deinen Reisebericht... danke nochmal dafür
LG Jens
06/2026: Botswana; 10/2025: Namibia, Botswana; 10/2023: Namibia, Botswana; 11/2018: Südafrika, Namibia; 06/2012: Südafrika; 11/2010: Namibia, Botswana
8'719 Beiträge · seit 201009. Okt. 2022 ·
jekabemu schrieb:Liebe Nadine, deutlich verspätet reagiere ich auf deinen wirklich tollen Reisebericht. Toller Schreibstil und wirklich schöne Fotos. Da mich meine nächste Reise in die gleiche Ecke verschlagen soll, hatte ich mich in einem anderen Thread informieren wollen und Bele war so nett und verlinkte mir deinen Reisebericht... danke nochmal dafür
LG Jens
Bele ist zwar (fast 😗 ) immer nett 🤪 , aber ich war das nicht mit dem Verlinken (wobei ich diesen RB auch sehr mag 😉 ). Ich hatte dich auf den Bericht von casimodo hingewiesen, wo die Fotos fehlen.

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
2'780 Beiträge · seit 200710. Okt. 2022 ·
Nadine deine Fotos sind fantastisch, vorallem die Sequenz mit den Wildhunden. Ein außergewöhnliches Erlebnis um welches ich euch sehr beneide und 50 Löwen nicht wettmachen.
Ich beneide euch um das viele Grün und den dramatischen Wolkenhimmel. Ihr habt die euch selbst eingebrockten 4x4 Bergungsaktionen und die damit entstandenen Herausforderungen mit Bravour gemeistert. Bewundernswert ist dass weder das als Strapazen und Bestrafung empfundene Camper Leben noch das nasse Wetter euch die Freude an den Game Drives nahm. Nur wer noch genügend innere Ruhe hat sieht nach einer schlaflosen und unbequemen Nacht den Zauberwald, die verspielte Verfärbung im Haarkneuel im Fell, die wuchtigen Wolkentürme und die sanften Wasserströmungen und fängt sie poetisch ein. Viel Vergnügen auf der nächsten Lodge Tour, sie wird garantiert ein nur halb so intensives Erlebnis werden 😉
LG LL
Gruss Leona
13 Beiträge · seit 202225. Okt. 2022 ·
Liebe Nadine,
vielen Dank für deinen tollen Reisebericht. Ich bin erst seit wenigen Wochen Leser dieses Forums und seit einigen Tagen gebannter Leser deines Berichtes. Ich habe mich in vielen amüsanten Anekdoten deines Berichtes wiedergefunden, viele Infos und einige neue Inspirationen für die Planung unserer ersten Botswana-Reise im Mai/Juni 2023 gefunden.
Ich bin Thomas - 56, berufstätig - und will das Camper-Abenteuer Botswana mit meiner besseren Hälfte im nächsten Jahr wagen. Diese Reise liegt mir schon seit Jahren im Kopf, jetzt wird es mal gemacht. Wir waren bisher nur 2x in Afrika, 2x Südafrika mit Selbstfahrer-Safari durch den Krüger Park.

Gecampt haben wir noch nie.

Aber in Botswana muss man das wohl, oder ?
Ich denke weniger wegen dem Geld - denn so ein Dachzeltcamper kostet ja auch nicht wenig mit allem drum und dran. Ich glaube sogar, man käme mit preiswerten Budget-Unterkünften (die es in Bwana ja auch gibt) kostengünstiger weg, als mit dem Camper. Oder liege ich völlig falsch ? Ich glaube, der Reiz des Dachzelt-Abenteuer in Botswana liegt daran, dass man in den Parks nächtigen kann ohne Zaun und der Erwartung, allein mit den Tieren in der Wildnis zu sein. Da liegt sehr viel Romantik und Sehnsucht drin, in dieser Vorstellung.

@Nadine: Prima, dass du Träume und Erwartungen etwas runtergesetzt hast. Als Erstcamper muss man also damit rechnen, dass nicht alles zutrifft, was man sich erhofft: dass die Plätze enger zusammen liegen, als gedacht, dass man auch Nachbarn haben kann, die laut sind, dass es keine Tierbegegnungen im Camp gibt, dass es regnet und vor allem, das Auf/Abbau, Insekten, dies und das, auch Stress bedeutet und nerven kann.

Da wir nur 18 Tage für unsere Reise Zeit haben, werden wir uns auf Botwana, den Chobe und Moremi konzentrieren, mit An und Abreise Kasane (oder Windhuk mit gabel und Fahrzeugabgabe in Kasane).

Aus deinem Bericht habe ich jetzt folgendes gelernt (um es besser zu machen):

Den Bushcamper wählen und einen Plan B, falls der Vermieter wenige Tage vor Anmietung das Fahrzeug tauschen will.
Den Extra-Schnickschnack weglassen, dafür eine Einkaufsliste für zusätzlichen Campingbedarf vor Ort (Kasane bei uns) erstellen, z.B. Lampen mit Rotlicht.
Für die ersten Tage 2 Übernachtungen in Kasane/Maun planen, um alles in Ruhe stresslos zu erledigen.
Gebiete von der Liste streichen, wo wenig oder keine Tiere zu erwarten sind oder die mühselige und pannengefährliche Anreisen erforden: die Kalahari und Kubu Island fliegen raus aus dem Reiseplan. Baines Baobab wird gestrichen wegen dem Bienenterror.
Vor allem: die Anzahl an Camp-Übernachtungen auf maximal die Hälfte aller Übernachtungen begrenzen und sicherstellen, dass nach spätestens 4 Campingnächten ein Hotel/Lodge/Pension mit Bett und möglichst Badewanne (Stichwort Warmduscher) eingebaut wird.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob wir die Sandroute Moremi-Chobe direkt nehmen oder außen herumfahren. Aber dein Bericht macht natürlich auch Mut dergestalt, dass man auch ohne jemals in seinem Leben einen Reifen gewechselt zu haben oder eine Tiefsandpiste langefahren ist, zurecht kommen kann.

Da wir noch keine Rentner sind und der Urlaub eine Auszeit vom Alltag bedeutet, ist es wichtig, dass die Botswana-reise nicht nur im Abgrasen von Höhepunkten besteht, sondern auch erholsam ist. Allein deshalb geht nicht jeder Tag im Camper, weil wir auch gelegentlich mal ausschlafen oder uns bekochen lassen möchten. Deswegen habe ich schon mal das Haus in Maun für 2 Tage in der Mitte der Reise reserviert (Studio Maun) - als Insel zu Durchatmen zwischen der Wildnis. Und weil das kleine Haus eine Waschmaschine bietet und ein Bett und nur ein Zehntel einer Lodge kostet... 🙂

Werde unsere Route - Botswana-Camping Light - nach Fertigstellung demnächst vorstellen.

Liebe Grüße

Thomas
4'533 Beiträge · seit 200725. Okt. 2022 ·
Liebe Nadine,

auch ich möchte mich gerne ganz herzlich für Deinen ultra interessanten, ehrlichen und lustigen Reisebericht bedanken.
Wir waren bisher ja erst zweimal Campen. Einmal in Botswana "voll gepampert" in einer Kleingruppe und 2017 dann mit Bushcamper in Namibia.

Auch wir sind nicht zu hundertprozentig begeisterten Campern geworden. Einige Argumente von Dir kann ich gut nachvollziehen. Wir haben das alles (in einer ganz anderen Situation in einem anderen Land) nicht so extrem erlebt wie ihr.
Und obwohl wir in Botswana schon einige ganz tolle Erlebnisse hatten...... Landschaftlich finde ich es dort auch nicht so toll.

Und insgesamt bist Du doch von den Kommentaren am Ende sehr gut weggekommen. Ich konnte da eigentlich nichts böses finden. 🙂

Für mich war das einer der interessantesten Reiseberichte ever.

Danke dafür und viele unbekannte Grüße
Casimodo
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