Applegreen1’796 Beiträge · seit 201427. Nov. 2017 ·
Liebe Biggi,
zwischendurch melde ich mich auch mal wieder 😎
Bei Eurem Besuch des Tarangire und Ngorongoro werden allerschönste Erinnerungen wach! Bei unserer Tour in den Krater war die Auffahrt derart rutschig und neblig, dass man die Hand nicht vor Augen gesehen hat - und es hat zu allem Überfluss auch noch geregnet - da hattet Ihr deutlich bessere Bedingungen.
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201128. Nov. 2017 ·
@ Sabine, die Tour in den Krater folgt nach der Serengeti, aber schon einmal vorab - auch bei uns war es einen Tag lang total nass, feucht und neblig am Kraterrand. Der Tag im Krater war wunderschön trocken, sonnig und gut! Erst der Folgetag war absolut wolkenverhangen, unser Zelt mussten wir klitschnass verpacken. Schön, dass du dabei bist! 🙂 Insgesamt denke ich, dass es nicht so viele Tanzania-Fans hier gibt. Da freut mich jeder Kommentar!
Jetzt musste ich mich doch einmal einlocken. Lese immer fleißig mit, schreibe aber kaum etwas wegen Zeitmangel. Dein Tansania-Bericht gefällt mir sehr gut, da ich Tansania liebe. Ich war selber vom 9.-17.10.2017 dort (nach 2009) das zweite Mal. Ich wusste, dass Tansania schön ist, aber dieses Mal habe ich mich verliebt. Für mich ist Tansania das, was für viele Botswana oder Namibia ist.
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201128. Nov. 2017 ·
... und es geht durch die Serengeti
Diesem Fluss folgen wir noch ein bisschen, bis wir nach Norden in eine sehr trockene Gegend abbiegen. Hier grasen Toki und Tsessebe Antilopen. Die Sonne steht schon tief und es wird langsam Zeit, die Campsite aufzusuchen. Wir haben noch ein ganzes Stück bis zur Nguchiro Campsite zu fahren. In der Ferne erblicken wir den Airstrip und ein Hinweisschild einer Jugendherberge 🤩 !!
Auf der Campsite angekommen trifft mich der Schlag: Eine braune Ebene mit einem olivgrünen Zelt-Dorf. Alle fein sortiert in mehreren Reihen. Nur gut, dass unser Dom hellblau ist, wie soll man sonst sein Zelt finden 🤪 ? Puh, ist das voll! 🤢 Damit habe ich nicht gerechnet. 😉 😕 Auf diesem Platz gibt es drei Häuschen: Ein Kochhaus für Prosper und viele andere Safariköche, eine Mess, in der wir bei Neonlicht und geschützt vor wilden Tieren unsere Mahlzeiten einnehmen und einen heruntergekommenen Ablutionblock. Toilettenpapier muss man selber mitbringen ( zum Glück packe ich immer eine Rolle auf solchen Touren ein, somit konnte ich die Brexit geschädigten Damen unterstützen und ihnen aus einer Notlage helfen 😊 ) , Spiegel sind nicht vorhanden, bei einem von zwei Waschbecken drohte eine übel riechende Flüssigkeit über zu laufen , die Türen vor den zwei Duschen lassen sich nur durch einen vorgeschobenen Stein verriegeln. Da es auch keine Haken zum Erhängen gibt, muss man seine sieben Sachen entweder im Zelt lassen oder den Boden als Ablage nutzen, besonders großen Menschen könnte es gelingen, das Handtuch über die Tür zu schleudern! 😈 Hockt man über dem Stehklo (Sitzklos gab es auch), sollte man lange Affenarme besitzen, um die Tür zuzuhalten! 😄 😮 Ansonsten herrschen hier tibetische Verhältnisse!
Wären mir diese Umstände vorher bekannt gewesen, ich wäre trotzdem hierher gefahren, aber der Kulturschock wäre deutlich geringer ausgefallen und ich hätte weniger Gin Tonic benötigt, um wieder zu mir zu finden. 🤢 Aber der Gin Tonic war irgendwie gut... 😗 Viellicht bewerten wir diese Dinge auch über, es gibt einen sauberen Busch und zum Zähneputzen reicht Flaschenwasser. Das reicht!!! Diese Anlage ist schon sehr rudimentär. Da darf man nicht zimperlich sein. Vereinbart war übrigens mit Sikoyo die Pimbi Campsite . An der Einfahrt zur Pimbi CS fährt Samwel aber vorbei, wahrscheinlich ist die auch nicht hübscher. Die public Campsites in diesem Gebiet sind alle gleich. Für das dreifache an Gebühren kann man die privaten Campsites buchen, wenn man es einsamer haben möchte. Es ist die erste Tanzaniatour und wir lernen dazu. Dann hätten wir keine Facilities gehabt! 😏 Die Anlage befindet sich immerhin mitten in der Natur und ist umgeben von viel Grün und vielen Tiergeräuschen, was wollen wir also mehr? Schauen wir in die Umgebung... 🤩 😘
Direkt hinter der Campsite - bei dem Blick vergisst, man schnell eine Dusche.
Unser Zelt errichten wir etwas abseits unter zwei Bäumen, unmittelbar am Grasrand und in Nähe zu den Toiletten. Wir bleiben hier zwei Nächte und so bieten die Bäume vielleicht etwas Schatten.
Die folgenden Fotos habe ich erst am nächsten Tag aufgenommen, denn es war schon dunkel, als wir ankamen! Ich hoffe, sie helfen dem einen oder anderen seine Erwartungen einzuschränken. Wer die tollen CS aus Namibia kennt, sollte hier nichts erwarten.
Viele Safarizelte waren hier bereits abgebaut, man stelle sich den Platz gefüllt vor! 🤩 😉 Auf diesem Platz herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, ab 16.00 Uhr füllt sich das Campingdorf!
Es gab auch andere Gäste mit bunten Zelten, unser Zelt ist hier nicht zu sehen.
In der Mess errichtet Prosper unseren Tisch und deckt ihn wieder liebevoll ein.
Küchenhaus
Ein Blick in die Küche, nachdem die meisten Köche bereits mit ihren Gästen abgereist sind. Jetzt sind nur noch viele Fliegen zu Gast 🤪 😈 Die Mess
Deko auf der Campsite
Das ist unser Hotel, am Rande der Savanne, gut bewacht von Hyänen und Löwen und zugedeckt mit einer Tausend-Sterne-Decke. Wo bekomme ich das schon?
In der Mess hören wir viele andere deutsche Stimmen und so kommt man schnell mit anderen Gästen ins Gespräch. Es wird ein netter kurzweiliger Abend, der allerdings ganz und gar nicht ruhig ist. 😉 Ein bisschen ist es wie in der Cafeteria einer Schule! Samwel genießt mit uns den Gin Tonic, aber auch Prosper schmeckt dieser verspätete Sundowner, allerdings lieber mit Cola als mit Tonic Water. In der Mess sind sogar Steckdosen vorhanden und man kann, wenn notwendig, seine Akkus aufladen. Diese fallen uns aber erst am zweiten Tag auf.
Kurz vor unserer Abreise am 3. Tag (13.00 Uhr!)
Über uns scheint der fast volle Mond, der Platz wird in ein Dämmerlicht getaucht, unterhalb des Platzes befindet sich ein Fluss, an dem sich viele Elefanten, Zebras und Gnus versammeln. Die Stimmen der Wildnis lassen uns lauschen und äußerst zufrieden einschlafen. Herrlich, so soll es sein und da muss man auch mal etwas rudimentäre Sanitäreinrichtungen in Kauf nehmen. In der Lodge fehlen diese nächtlichen Stimmen, die die Safari erst so richtig spannend machen. Wie spannend so etwas aber sein kann, erfahren wir in der nächsten Nacht.
So, nun zu Tag 2 in der Serengeti
Frühstück gibt es um 7.00 Uhr. Heute hat Prosper keinen Porridge gekocht. Das war auch immer viel zu viel. Seine Pfannenkuchen sind aber dabei und sehr zu empfehlen, so lecker! Direkt nach dem Frühstück startet Samwel mit uns. Wir müssen nicht weit fahren, um die ersten Tiere zu sehen. Die Campsites sind unfenced und die Tiere überall. Tsessebes, Toki, Tomson`s Gazellen, Grant Gazellen und Elefanten, aber auch Giraffen sind allgegenwärtig und überall dort, wo man hinblickt.
Heißluftballons steigen auf..
Neugierige Blické zurück
Der Nachwuchs will unbedingt an dem Holzstock vorbei - oder mit dem Kopf durch die Wand 🤩 Morgens in der Serengeti Allerdings halte ich auch immer wieder Ausschau nach Vögel und die sind nur wenig vorhanden oder sehr weit entfernt. Ein Sekretär ist der erste Vogel, der sich stolz präsentiert
Wir verlassen bald die Hauptroute nach Süden und folgen einem Flusslauf in Richtung Westen vor einer Felsenkette entlang. In der Ferne erblicken wir drei Löwinnen, davor liegen Wasserbüffel. Wir fahren weiter, die Tiere sind weit entfernt, aber die Landschaft ist grün und mit Bäumen durchzogen, dann entdecken wir einen männlichen Löwen mit hübscher Mähne. Er schleicht durchs Gras, aber er humpelt. Sein rechter Hinterlauf scheint verletzt zu sein. Das Gras wird zum Fluss hin immer höher, dann verschwindet er aus unserem Blickfeld. Aber nur wenige Meter dahinter schleicht eine Löwin durchs Gras, eine weitere liegt unter einem Baum und dann plötzlich entdecken wir viele Jungtiere. Sie laufen ebenfalls durchs Gras und kommen aus verschiedenen Richtungen zusammen. Ich bin sehr verwundert, wie viele es sind und dass sie alle alleine aus verschiedenen Richtungen zusammenkommen. Die eine Löwin liegt bei den Jungen, dann entdecken wir weitere Löwinnen und Teenis, die offensichtlich zur Jagd aufbrechen wollen. Die nächsten 2 Stunden folgen wir einigen von ihnen....
Irgendetwas passt dem Pascha nicht
Der Arme humpelt davon
Auch der Teenager schaut sich suchend um
Verträumte Blicke zum Fressen???
Dieser Blick ist schon bedrohlich 🤪
Ein wuseliger Haufen auf vier Pfoten
Böser Blick!
Mama scheint genervt zu sein..
Einige ältere Jungtiere bleiben nicht bei den Jungen, die am Fluss versteckt werden, und folgen auch dem Futter... Die jungen Löwchen verschwinden auch bald in ihrem Versteck, aber immer wieder tauchen in der Ferne einige Tiere auf
Alle Jungtiere werden an diesem Fluss (Grünstreifen mit Palmen) versteckt, dann ziehen die Damen zur Jagd los
Diese Dame verweilt noch etwas an dem Fluss
...dann geht es los
Viele Zebras und Gnus halten sich genau gegenüber den Löwen auf. Die Herde erstreckt sich auf mehrere Kilometer Länge
Wir stehen zwischen den Tieren, diese sind inzwischen aufgeregt, die Zebras stoßen bellende Rufe aus, die Löwinnen schleichen sich an
dann stoben die Tiere wild auseinander, aber den Löwen gelingt kein "Fang",
ein Zebra ist verletzt, wir haben nicht verfolgen können, ob es von einer Löwin angegriffen wurde. Wahrscheinlich ist diese Wunde nicht mehr ganz frisch.
Nach gut einer Stunde geben die Löwinnen auf, jedenfalls vorerst. Sie liegen zwischen den Zebras, eine erfolgreiche Jagd ist ihnen nicht gelungen. Die Löwinnen befinden sich jetzt bereits bis zu 2 Kilometern von der Stelle entfernt, an der sie ihre Jungen verlassen haben.
Elefanten ziehen ebenfalls vorbei, aber weder sie, noch die Löwinnen interessieren sich für einander.
Wir fahren nach guten zwei Stunden weiter... die Löwinnen schlafen jetzt. Es wäre, aus unserer Sicht sehr einfach gewesen, ein Zebra oder Gnu zu reißen, auch einzelne Büffel standen abseits.
Lotusblume1’942 Beiträge · seit 200928. Nov. 2017 ·
tiggi schrieb: Insgesamt denke ich, dass es nicht so viele Tanzania-Fans hier gibt. Liebe Grüße Biggi
Liebe Biggi, doooch...ich bin ein großer Tanzania Fan, schon seit ich mit ca. 10-12 Jahren das 1. Mal "Die Serengeti darf nicht sterben" gesehen habe. Ich genieße eure Reise sehr! Und ich hoffe auch bald meinen großen Kinderheitstraum zu verwirklich und Tanzania in real zu erleben.
Dankeschön für deinen tollen Bericht und ich freue mich sehr auf eure weiteren Erlebnisse.
Liebe Biggi, danke für den Bericht - ich musste lachen, als Du von den Duschen u. WCs in der Serengeti gesprochen hast. Für das viele Geld, das die Touris da abladen, könnten die Toiletten-Häuschen reiner gehalten u. auch renoviert werden. So dreckige Toiletten wie da hab ich noch selten gesehen. Wir haben immer so um 14.00 geduscht - habe meinen Mann mitgenommen - er hat mir das Handtuch und die sauberen Kleider gehalten - bäh, mich graust es jetzt noch 🤢 😕 😮 🤨 wenn ich daran denke - WC nö danke...gottlob war Porta Potti dabei...dreckigere Toiletten habe ich vor dieser Reise nur vor x-Jahren an den verregneten Open Airs nachts um 03.00 gesehen... LG
Hallo Biggi, ich bin auch SEHR Tanzania Fan und genieße es deinen Bericht zu lesen und die Bildergeschichten mitzuverfolgen. Wir waren im August 2015 als Selbstfahrer dort und es war die anstrengendste aller unserer vielen Reisen auf sechs Kontinenten. Obschon mich zwei Freundinnen gut aufgeklärt haben was dort in Sachen Infrastruktur vor allem Toiletten und Duschen angeht, waren mein Mann und ich doch etwas geschockt von deren Zuständen. Wir haben meistens auf Special Campsites gecampt und haben es viele Male vorgezogen im Busch „ zu gehen“ und uns auf Grossmutter Art zu waschen. Die besten Toiletten waren am Kogatende airstrip zu finden da der Park den ankommenden Touristen einen guten Eindruck machen will, glaube ich. So wie du siehst kann ich dein Grauen und Entzetzen voll verstehen. Aber die Tiere und die Landschaft entschädigten uns völlig für die Misere und wir haben beschlossen diesen Juni den Norden Tanzania noch mal zu besuchen. Wenn dich interessiert, mein RB ist in der Signatur mit einem Link verbunden. Bitte schreib weiter so und ich freue mich auf jeden TZ Bericht hier im Forum. LG von Katrin
Old Women1’545 Beiträge · seit 201329. Nov. 2017 ·
Hallo Tiggi,
mir geht es wie Lotosblume. Ich würde auch einmal gerne nach Tansania reisen, die Serengeti würde mich schon sehr reizen, aber erst einmal sind ja andere Touren geplant und überhaupt, dass die sanitären Zustände dort so schlimm waren 😮 , dass du es bedauert hast, dass dort keine Haken zum Erhängen waren 😉 , Mann, Mann, Mann, 😗 vielleicht sollte ich mir so eine Reise doch noch überlegen.
Tiggi schrieb:,
Spiegel sind nicht vorhanden, bei einem von zwei Waschbecken drohte eine übel riechende Flüssigkeit über zu laufen , die Türen vor den zwei Duschen lassen sich nur durch einen vorgeschobenen Stein verriegeln. Da es auch keine Haken zum Erhängen gibt...........
Ein ganz toller Bericht, danke dafür. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
solche Erlebnisse wie mit Eurem Löwenrudel hat man fast nur in der Serengeti. Durch die offene Landschaft ist es viel einfacher, Tiere über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Das ist einer der Gründe, weshalb ich so gerne dort bin.
Ich finde es gibt schon große Unterschiede bei den Public Campsites. Wir haben jedenfalls ganz klar eine Lieblingscampsite in Seronera. Die Sprcial Campsites sind im übrigen nicht dreimal, sondern 2/3 so teuer wie die Public Campsites. Die Küchen und Speisekäfige auf den Public Campsites ignorieren wir immer, das ist uns zu ungemütlich.
Die Sauberkeit der Sanitäranlagen ist leider immer etwas Tagesform abhängig. Da kann man Glück oder Pech haben. Witziger weise sind die Toiletten auf den Picknicksites aber immer in tadellosem Zustand.
Strelitzie2’862 Beiträge · seit 201129. Nov. 2017 ·
Hallo Biggi,
auch ich fahre gern mit - da wächst die Vorfreude! Wir müssen nur noch auf das neue Jahr warten... 😁 Da bin ich ja schon sehr gespannt, wie Wetter und Sichtungen ausfallen - Pipi wird einfach ausgeschwitzt! 😗
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201129. Nov. 2017 ·
picco schrieb:Hoi Biggi
Jaja, die Toiletten...es soll Leute geben die ihr eigenes Porta Potty durch Afrika tragen, nun weisst Du weshalb! 🤩 😄 😎
Endlich ist das Geheimnis gelüftet. Hoffentlich kann ich es als Sperrgepäck im Flugzeug aufgeben oder wie machst du das? 🤪 🤪
Allen weiteren Kommentatoren danke ich herzlich, sowie allen "Danke-Button-Drückern" Es ist wirklich so, dass man die Duschen und Toiletten vergessen kann, aber die wilde Natur ist einmalig schön!
@marimari - auch wir haben mittags geduscht. Dann waren wir alleine auf der Campsite und ich bin nur mit einem Handtuch bekleidet unter das Wasser gehüpft. Abends war die Schlange viel zu lang und dann stand man noch im Wasser des Vorduschers!! 🤢 🤪 Letztendlich war es doch gut, dass Samwel zum Lunch zum Camp zurück fuhr! 🙄
Übrigens war es nicht nur die Sauberkeit der Ablutions, auch der gesamte Müll türmte sich auf dem Platz, Plastikflaschen wuchsen in der Gegend! Aber der Müll wird dort regelmäßig abgeholt. Betrachtet man allerdings so eine Campsite am frühen Morgen, dann wird`s grauselig!
Liebe Biggi, ich erinnere mich auch nur mit Grausen an die Public CS in der Seronera. Überfüllt - wir mussten das Schnarchen aus dem Nachbarzelt ertragen, die Klos unbeschreiblich versifft. Nur die Duschen waren sauber, da man sie mangels Wasser nicht benutzen konnte. 🤩 Die Mehrausgabe für die Special CS (50 $ statt 30 $, wenn sich das nicht geändert hat) ist mMn gut angelegtes Geld. Dass es dort überhaupt keine Infrastruktur gibt, macht für mich einen großen Teil des Charmes aus. Aber trotz aller Widrigkeiten, die Natur entschädigt einen reichlich. Das kommt in Deinem RB sehr gut rüber. Danke dafür! LG aus dem bewölkten Puerto, Karsten
tiggi schrieb:Hoffentlich kann ich es als Sperrgepäck im Flugzeug aufgeben oder wie machst du das? 🤪 🤪
Auf dem Flug in die Tasche damit...schlicht und einfach! 😎 Oberteil und Unterteil nebeneinander und das restliche Gepäck oben drauf... Da ich jeweils ein Neues mitnehme ist es ja noch unbenutzt und entsprechend sauber, am Ende der Reise verschenke ich es, die sind begehrt! Die rund 50-60€ sind ja nicht die Welt... Während der Reise in den Kofferraum, natürlich vorher immer leeren/ausspühlen. 😉 ...nein, nicht den Kofferraum, das Porta Potti... Links siehst Du mich übrigens genau auf dem Gang zum leeren/ausspühlen... 🤢
was für ein toller Tag in der Serengeti. 🙂 So was wie das Löwenrudel mit den Lütten wurde ich auch mal gerne erleben. Für solche Erlebnise kann man auch eingeschränkte sanitäre Verhältnisse in kauf nehmen. 😛 😣
@marimari - auch wir haben mittags geduscht. Dann waren wir alleine auf der Campsite und ich bin nur mit einem Handtuch bekleidet unter das Wasser gehüpft. Abends war die Schlange viel zu lang und dann stand man noch im Wasser des Vorduschers!! 🤢 🤪 Letztendlich war es doch gut, dass Samwel zum Lunch zum Camp zurück fuhr! 🙄
Übrigens war es nicht nur die Sauberkeit der Ablutions, auch der gesamte Müll türmte sich auf dem Platz, Plastikflaschen wuchsen in der Gegend! Aber der Müll wird dort regelmäßig abgeholt. Betrachtet man allerdings so eine Campsite am frühen Morgen, dann wird`s grauselig!
Biggi
Hallo, ja das stimmt leider - in der Serengeti entstand mein Wunsch ein autarkes Allrad-Womo zu besitzen 😉 In Tansania gibt's schöne Campings..aber auch andere 🤢 🙄 Ein eigenes Bad mit abgetrennter Dusche wäre Luxus pur 😄 Trotzdem: wir lieben Ostafrika - es ist einfach wunderschön da! LG
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201102. Dez. 2017 ·
Ein großes Danke geht nun mal wieder an alle "Danke-Drücker" und Mitreisenden 😘 😘
@Picco es gibt eine leichtere und auch einfachere Version einer Unterwegs-Toilette: 😈 Haben wir im Oman entdeckt! 🤩 🤩 🤩 @ Sadie - hier kommt nun die Lösung als Alternative??? Danke für deinen Kommentar!
@ Gugu , bisher habe ich nur über den Beginn eines tollen Tages in der Serengeti berichtet, es geht weiter! Danke, dass du noch dabei bist! @ Marimari, du hast recht, auch wir mögen Tanzania! Mit dem Kloproblem kann man umgehen. Die tolle Natur entschädigt für alles!
@ Topobär - die Serengeti ist wirklich einmalig schön und wäre noch schöner, wenn es weniger Safarifahrzeuge geben würde. Wir haben ja über eure Reise gesprochen und es gibt wohl wirklich Ecken, an denen nicht so viel los ist.
@ Karsten - ja beim nächsten Mal werden wir bestimmt einige Special Campsites buchen.
Es war unsere erste Reise, die auch ohne große Vorplanung entstanden ist. Wir haben uns auf Maskokatours verlassen. Beim nächsten Mal wird manches anders gemacht, dennoch war die Reise traumhaft schön und die Erlebnisse einmalig. Es geht auch gleich weiter. Biggi
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201102. Dez. 2017 ·
Nach dem Löwenerlebnis ist vor dem Löwenerlebnis
Wir sind ein bisschen durch die Landschaft gefahren. Das Camp haben wir gegen 7.30 Uhr verlassen jetzt ist es vielelicht 10.00 Uhr. Auf so einer Reise bin ich meist ohne Zeit unterwegs. Der Gravelroad sind wir nach Westen gefolgt...
... zwei einsame Löwinnen liegen auch im Schatten und beäugen uns. Sie gehören nicht zu dem Rudel.
Das Hippo beendet seinen Morgenspaziergang
Die Büffel stehen oder liegen dösend herum. Auch an dieser Stelle können wir drei Löwinnen in geringer Entfernung erkennen. Offensichtlich sind alle Tiere gut gesättigt.
An einem Tümpel warten zwei kleine Crocs auf Nahrung. Fische können hier kaum noch leben. Wovon sich die Crocs ernähren...????
Dann fahren wir die ganze Strecke wieder zurück. Vielleicht haben die Löwinnen inzwischen erfolgreich ihr Frühstück bekommen-....
An den Bildern hat sich nichts geändert...
Fünf Löwinnen liegen weit verteilt am Hügel. Diese beiden warten allerdings gemeinsam im Schatten... Samwel beschließt diese Ecke zu verlassen und so folgen wir anderen Wegen. Wir folgen einer Road weiter nach Osten. Hier sind Stellen mit etwas mehr Wasser, ....
aber schon wenige Meter neben dem Fluss blickt man ins unendliche Grasland der Serengeti. Soweit unser Blick im Dunst reicht, sehen wir nur Schwarz/Weiß...
Manche Zebras haben ein Bad besonders nötig, doch reicht die Wassertiefe nicht aus. Wir bleiben einige Minuten stehen, um das ständige Kommen und Gehen zu beobachten, dann meint Samwel wir sollten weiterfahren. Zebras werden wir noch viele sehen und er sollte recht behalten! In einer sehr einsamen Ecke, viel Grasland und nur wenige Bäume, meint Samwel, befindet sich ein gutes Leoparden-Jagdgebiet. Und tatsächlich, er entdeckt einen Leo im Baum. Wie er uns erklärt, ist dieses ein typischer Leopardenbaum. Er hat hier schon mehrfach welche beobachten können und auch heute sieht er einen dort hängen. Leider sind wir weit entfernt vom Baum. Er fährt einen Parallelweg und kommt etwas dichter heran, aber, zum einen stehen schon andere Fahrzeuge hier und zum anderen kann man vor lauter Laub das Tier kaum ausmachen.
Suchbild: Wer entdeckt etwas?
Auf solche Bilder warten die Touristen! Sie stehen mit Handys oder Tabletts im Hochdach und freuen sich. Bei uns hat sich Samwel mehr über die Sichtung gefreut, als wir. In unserem Sambiaurlaub standen wir dicht an dicht neben einem Leoparden. Umgeben waren wir hier von mindestens 15 anderen Fahrzeuge und zu sehen war die meiste Zeit nichts, aber Samwels Ziel ist es, uns alle Big Five zu zeigen, wie er uns später berichtet. Er meint ein Guide ist erst dann mit der Tour zufrieden, wenn man alle Big FIve den Gästen gezeigt hat. Ich bitte Samwel bald weiterzufahren. Wir sind nur einen Kilometer weiter als wir unter einem Baum dieses Pärchen sehen... Und das ist doch viel schöner, denn erstens ist es gut sichtbar und zweitens stehen (noch) keine Fahrzeuge um uns herum.
Wir warten hier einige Zeit, in der Hoffnung, dass die beiden sich erheben, aber es scheint einfach zu heiß zu sein, um auf die Jagd zu gehen. Samwel fährt sogar kurz vom Weg ab, damit wir dichter an die Tiere kommen. Die ganze Gegend ist sehr übersichtlich und so dauert es natürlich nicht lange, bis ein weiteres Fahrzeug auftaucht. Dann müssen wir schnell zum Weg zurück. Aber das war eine tolle Sichtung. Wir kommen an eine weitere offene Flussstelle mit viel Wasser und besonders vielen Zebras. Soweit das Auge sieht, ziehen hier nur Zebras entlang. Samwel meint, es ist der Kopf der Migration. Hier sammeln sich die Tiere.
Unter einem Baum ruht wieder eine Löwin. Es fällt auf, dass wir viel häufiger Löwinnen sehen als Männchen. Samwel erklärt, dass es von Natur aus so geregelt ist, dass 80% der jungen Tiere weiblich sind. Das war mir neu. An der Löwin stören sich die Zebras gar nicht, auch hier bewegen sich alle Tiere ungezwungen. Der Löwin scheint die Tagesruhe auch wichtiger, als schon wieder auf die Jagd zu gehen. Bei so viel Nahrung läuft nichts weg. 🤪 🤪 🙄
Hübsche Hintern! 🤩
oder mal in Black and White...
Staub hängt in der Luft
Nach der großartigen Zebrasichtung hält Samwel die Zeit gekommen, um ins Camp zurück zu fahren. Aber einen kleinen Schlenker, um eine Baumgruppe macht er noch und was erblicken wir…..
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201102. Dez. 2017 ·
Immer noch vormittags in der Serengeti unterwegs
Wir bahnen uns einen Weg durch die vielen Zebras und unser Weg führt ein kleines Stück nach Süden, dann fahren wir in westlicher Richtung weiter. Nach wenigen Metern auf der Gravelroad biegt Samwel ab. Ein schöner Fieberbaum erregt meine Aufmerksamkeit. Die Rinde ist genial...
... der Baum ist zu groß für eine Nahaufnahme, wir stehen zu dicht. Ein weiteres Fahrzeug hält neben uns und Samwel begrüßt den Guide. Das dauert dann wieder ein wenig, so dass ich die Zeit nutze, um den Baum zu fotografieren. ... Aber auch die Krone ist toll.
Nach dem Gespräch mit seinem Freund, biegt Samwel erneut ab. Er möchte zum camp zurück, dafür müssen wir auf die Mainroad gelangen. Aber da bewegt sich plötzlich unter einer Akazie etwas. Wir bleiben stehen und erblicken einen...
Einen großen schlafenden männlichen Löwen unter einer Akazie. Er ist kaum zu sehen. Ein bisschen weiter steht ein Safarifahrzeug mit Gästen, wir fahren auch zu der Stelle und uns eröffnet sich der Blick auf einen Baum, unter dem viele kleine Löwenjunge dösen. Nun muss der Lunch noch warten. Wir stehen sehr lange hier. Das andere Fahrzeug ist inzwischen weg. Nur wir und die Löwen.
...dann verlässt einer seine Geschwister, er geht aber nicht weit.
müde Gesichter 😊
die drei sind sehr fotogen, wenn auch etwas entfernt 😉 😘 Ich möchte am liebsten aussteigen und mir einen zum Knuddeln holen! Die sind sowas von süß! 😘
Muttertiere vermissen wir hier, bis ich aus dem Augenwinkel unter einem Busch eine Bewegung wahrnehme. Zwei Löwinnen scheinen hier zu schlafen, sie liegen 30 m entfernt von ihrem Nachwuchs.
Kaum zu erkennen sind die Mütter! Die kleinen werden ab und an mal wach, strecken sich oder, müssen ihre Schlafposition verändern, da die Sonne auch wandert und es im Schatten angenehmer ist. Wir zählen 14/15 Tiere. Die sind supersüß. Dann fährt Samwel zum großen Löwen zurück, er tut so, als ob er den Wagen zurücksetzt und drehen will. So sehen wir den Löwen von vorne.
hübsche Dornenzweige!
... und irgendwann öffnet er seine Augen..
...die Augen fallen schnell wieder zu.
In der Serengeti soll es 19000 Löwen geben. Als ich das hörte, dachte ich. Das muss ein Rechenfehler sein, aber nun scheint sich das zu bestätigen. So viele Löwen haben wir bisher noch nicht gesehen. Unter fast jedem Baum liegen hier die Katzen.
Inzwischen ist es 14.00 Uhr bis wir im Camp ankommen. Prosper erwartet uns bereits mit einem gewohnt leckeren Mahl. Danach verschwinde ich unter dem Wasserstrahl der Dusche und um 16.00 Uhr fahren wir erneut los. Nun wird es nicht mehr so spannend, aber dennoch sehr schön. Die Serengeti ist einfach nur schön!