tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201108. Nov. 2017 ·
... nach dem Besuch des Supermarktes. Als wir wieder den Parkplatz erreichen, treffen wir dort auf Sikoyo und seinen Bruder Samwel. Hier kennt jeder jeden und so kennt Sikoyo natürlich auch Richard. Da die restliche Reise noch nicht bezahlt ist und Sikoyo das Geld in bar erhalten wollte, bietet er an uns zu Barbara zu fahren. Im Kiota Nest rechnen wir dann ab und unsere vielen Dollar wechseln den Besitzer. Das spart am nächsten Morgen Zeit. Flora hat zwischenzeitlich eine saftige Erfrischung vorbereitet, die auch Sikoyo schmeckt...
Sikoyo strahlt über das Geld! 🤩 😘 Leider hatte er kein Wechselgeld dabei, wir hätten tatsächlich 4 $ zurückbekommen sollen, aber darüber wurde nicht gesprochen. 😊 (das sind nur Hnadyaufnahmen, ich habe mich nicht getraut mit meiner großen Kamera das Geld zu fotografieren!) 😏 ...Flora stellte immer etwas zum Essen bereit. Später gibt es leckere Nussecken und Gebäck, mit Tee oder Kaffee zur Selbstbedienung. Leider konnte uns nicht, wie vereinbart, Lazaro als Fahrer zur Verfügung stehen. Er arbeitet nicht mehr für Sikoyo und deshalb lernen wir am Nachmittag noch Sikoyos Bruder Samwel kennen, der ab morgen für uns da ist. Im Garten von Barabara erwartet uns ein Liegebett, Tisch und Liegestühle, umgeben von viel Grün. Wir relaxen ein wenig. Ich versuche einigen Vögeln hinterher zu jagen, aber irgendwie kommen sie kurz vorbei und sind auch gleich wieder im Blätterwerk verschwunden.
Ein Bild ist mir am Nachmittag von diesem Hornbill gelungen 😊
Mit einer Dusche erfrischen wir uns erneut. Nach der Wanderung sind wir doch verschwitzt. Um 19.00 Uhr gibt es ein leckeres Dinner. Flora ist wirklich um unser leibliches Wohl besorgt. Kürbissuppe, Salat mit Avocado und Reis mit Chicken und Gemüse..., alles aus dem eigenen Garten! (bis auf das Fleisch!)
Im Haus schauen wir uns um, Flora zeigt die obere Etage mit historischen Betten.
Das ganze Haus bewohnen wir alleine, es gibt interessante Literatur, aber auch das WLAN wird genutzt, um ein Lebenszeichen in die Heimat zu senden.
(warum steht es auf der Seite? 🤪 ) Ein Blick in den Garten lässt nächtliche Besucher erkennen. Regelmäßig besuchen Buschbabys den Baum vor dem Haus und werden mit Bananenscheiben gefüttert. Leider ist das einzige Foto nur unscharf geworden. Nach dem herrlichen Essen und einem weiteren Gin Tonic schlafen wir tief und fest unter dem Moskitonetz, welches Flora bereits für uns vorbereitet hat.
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201108. Nov. 2017 ·
Auf dem Markt in Arusha Montag, 2.10.17
Am nächsten Morgen erwartet uns wieder ein leckeres Frühstück. Flora steht bereit, um auch den letzten Wunsch noch zu erfüllen. Barbara begrüßt uns ebenfalls beim Frühstück, anschließend wird abgerechnet. Dazu können wir ein neuartiges System im Internet nutzen. Ähnlich wie Pay Pal kann ich meine Kreditkartendaten einspeichern und das Geld wird auf Barbaras Konto transferiert. Da ist Afrika ein bisschen weiter, als Europa! Samwel erscheint bereits eine halbe Stunde vor dem vereinbarten Termin, er trinkt noch einen Tee und schaut sich im Gästehaus um, dabei entdeckt er eine Zeitschrift in deutscher Sprache. Er ist sehr interessiert daran, da er nebenbei auch deutsch lernt. Barbara schenkt ihm ein Heft und eines bekommen wir. Hatari, eine Zeitschrift über das afrikanische Wildlife. Unser Gepäck steht zum Verladen bereit, ein Angestellter des Gästehauses kommt mit einem kleinen Handwagen und lädt alles drauf.
Wir verstauen es im Toyota Landcruiser. Von Barbara und Flora verabschieden wir uns ganz herzlich und natürlich auch von ihren drei Hunden, die stets auf alle Gäste aufpassen. Es war eine sehr schöne, leider viel zu kurze, wenn auch sehr teure Zeit im Kiota Nest. Kurz vor Usa River zeigt sich die Spitze des Mount Meru wolkenfrei, wir halten, um ein Foto zu machen.
Leider sind im Vordergrund einige Häuser. Samwel hat gesehen, dass ich aus dem Auto fotografieren will. Da hält er lieber an, aber die Stelle ist nicht so geeignet. An der Hauptstraße nach Arusha warten wir erneut auf einen Angestellten von Kahawe Wild Track. Wir sollen noch einen Beutel mit Kaffeebohnen, medium gebrannt, erhalten. Am gestrigen Tag war diese Sorte im Regal nicht mehr vorhanden, so wurde vereinbart, dass wir heute noch eine kostenlose Probepackung bekommen. Während wir auf die Bohnen warten, beobachte ich das Geschehen an der Straße. Einige Dalla-Dalla-Busse kommen vorbei und nehmen Gäste auf. Das Gepäck landet auf dem Dach. Vor uns parkt ein Dalla-Dalla, der offensichtlich Gäste zum Kilimanjaro bringen wird. Motorradtaxis werden mit Waren beladen, nicht nur mit Personen. Viele Dörfer sind nicht mit dem Auto, sondern nur mit dem Motorrad zu erreichen.
Ab und zu liegen Rucksäcke am Straßenrand 🤢 🤪
Nachdem wir den frischen und lecker duftenden Kaffee verstaut haben, geht es über die neue „Autobahn“ ins Getümmel von Arusha.
Auf dem Markt treffen wir Prosper, unseren Koch. Seine ganzen Einkäufe müssen auf dem Dach untergebracht werden. Das dauert einige Zeit. Flaschen mit Wasser, Reis, Nudeln, Gemüse und Obst in Pappkartons, eine geheimnisvolle Metallkiste (vielleicht war dort Fleisch für 7 Tage drinnen?) und seine persönliche Reisetasche wandern unter eine blaue Plane.
Ich schaue mich etwas um und werde natürlich prompt von einem Mann angesprochen, der meint, mir unbedingt die Marktstände zeigen zu wollen.
Wir schlendern durch enge Gassen an Reis, lebenden Hühnern oder getrocknetem Fisch vorbei. Dieser Markt ist wie viele in Afrika sehr unübersichtlich und chaotisch. Für unsere europäischen Augen ist es sehr spannend, aber über Hygiene darf man nicht nachdenken. Der Reis enthält kleine schwarze Krabbeltiere, die die Frauen mit den Fingern herauslesen. Die Hühner werden zusammengequetscht aufs Motorrad geklemmt, nichts für Tierschützer! Die Eier liegen bei 30 Grad in der Sonne und werden schon einmal vorgekocht, daneben lässt sich der Fisch seine Schuppen im warmen Sonnenlicht bräunen, aber ein tolles Bild geben die vielen bunten Gewürze und Bohnen oder der Stand mit den farbenfrohen Eimern und Schüsseln ab.
(Ich verstehe nicht, warum dieses Bild auf der Seite liegt?)
Brot kann man vom Motorrad kaufen und wer keine Lust mehr hat zum Arbeiten, entspannt auf dem staubig dreckigen Boden. Irgendwo in der Nähe gibt es auch Tee und Kaffee zu trinken. Ein wirklich afrikanisch buntes Treiben stimmt auf Tanzania ein. Wir sind angekommen! 😘 🤩 😘
Irgendwann geht es dann los. Arusha steckt im Verkehrschaos zwischen kleinen Straßenständen, LKWs, Schulkindern und blühenden Bäumen. Wir fahren entlang des Arusha-Airports nach Süden. Unser heutiges Ziel ist der Tarangire National Park. Arusha ist eine quirlige, aber sehr grüne Stadt, kaum lassen wir den Flughafen hinter uns, wandelt sich die Landschaftsfarbe in tristes braun.
Auf dem Weg zum Nationalpark halten wir an einem Massaimarkt... davon demnächst mehr
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201109. Nov. 2017 ·
Nanja - auf dem Weg in den Tarangire NP
Im Ort Nanja findet heute ein Massaimarkt statt. Wir halten an, schauen diesem Treiben ein bisschen zu und Prosper kauft noch ein paar der gänzlich grünen Kochbananen. Hier stehen Massai in traditioneller Kleidung, neben Massai, die bereits in Jeans und Lederjacke gekleidet sind. Dem Angebot nach zu urteilen, schlafen auch bereits einige Massai in gewöhnlichen Betten und nicht mehr auf einem Holzgestänge, wie wir es noch kennen lernen werden. Recht farbenfroh sind die Maasaifarben in rot oder blau, viele Stoffe jeweils kariert. Ich entdecke Frauen mit schönem Ohrenschmuck, doch für ein Foto möchten sie Geld oder sie zwängen mir ein Schmuckstück auf, welches man zu überzogenen Preisen erwerben kann. Leider hat der Tourismus auch dieses Nomandenvolk bereits verbogen.
Dieses Ohr besucht demnächst die Schulter, der wertvolle Schmuck muss schwer sein! 🤪 😊 Eselparkplatz!
Neue Schuhe, das wäre was, vor allem in weiß!! 😵 Oder handelt es sich um Hochzeitsschuhe??? Crazy! Es gibt wohl nur einen!!
Hübscher Ohrenschmuck!
Gesunde Betten für die Massai!
😊 Manche Bilder liegen auf der Seite, kann mir jemand helfen, warum ist das so? Sind sie zu groß? 🤢 🤪 Über Makuyuni folgen wir der sehr guten Teerstraße bis Minyingu Village.
Nun biegen wir auf eine Gravelroad ab. Am Ortseingang kauft Prosper noch 4 Lunchboxen, die hat er vergessen und dann geht es weiter.
Kleine einfache Dörfer befinden sich links und rechts des Weges. Frauen und Männer führen ihre Ziegen oder Rinder auf die Felder oder an die Brunnen zur Tränke. Die Landschaft ist grau, abgeerntete Felder mit einzelnen Bäumen begleiten uns. Die bunten Maasaitücher der Menschen leuchten immer wieder herrlich in der Ferne. Bald erreichen wir das Gate zum Tarangire NP. Ich hätte es gerne fotografiert, aber Samwel fährt schnell hindurch. Auf dem Parkplatz ist es sehr voll. 😊 🤩 Ich hatte mit etwas mehr Einsamkeit gerechnet. Immer wieder stehen die gleichen Safarifahrzeuge nebeneinander, sie unterscheiden sich nur durch die Aufkleber der unterschiedlichen Agenturen. In einem Zelt müssen wir uns in eine Art Gästeliste eintragen, jeder Gast registriert sich selber. Alle Gebühren zahlt aber Samwel, dieses allerdings im Office. Ein Picknickplatz mit Toilette und ein paar kleinen Kiosken versuchen den Touristen das Geld zu entlocken.
Im Toilettenhäuschen fließt kein Wasser, es scheint aber eine Eigenart in Tansania zu sein, dass man außerhalb davon einen Eimer mit Wasser, Seife und einem Auffangeimer für Waschwasser, deponiert hat.
Manfred kauft Cola, dann schlendern wir weiter und entdecken eine Vogeltränke, die auch als Bad einiger Zwischerchen benutzt wird. Da muss ich doch mein Objektiv wechseln und schnell ein paar Fotos machen. Schnell deshalb, weil Samwel schon wartet. 😈 Er hat offensichtlich ganz bestimmte zeitliche Vorstellungen von dem Tag. Wir sagen nichts, da wir die Gegebenheiten nicht einschätzen können. Bei einer zweiten Tour würde ich nun aber meinen Plan vorgeben. Das ist beim ersten Mal etwas schwierig!
Dennoch besuche ich einen kleinen Shop, ergattere unsere Lieblingskekse aus SA, die Romneys! Leider muss ich hier 5 $ pro Packung zahlen. Sie schmecken dann umso besser. *in der Literatur findet man Maasai und Massai, zwei unterschiedliche Schreibweisen.
Prosper und Samwel kennen diese Kekse gar nicht, auch ihnen schmecken sie lecker. Wir fahren zum ersten Wasserloch und bereits auf dem Weg dorthin lassen unsere Augen viele Antilopen erkennen. Am Wasserloch stehen Giraffen, Kronenkraniche. Warzenschweine, Gnus und Zebras. Es fängt doch bereits sehr tierreich an.
wow, tolle Bilder, die du uns da zeigst. So farbenfroh und lebendig. Ich hab irgendwie immer so ein komisches gefühl wenn ich Menschen in Afrika fotografiere, weil viele immer gleich "rummotzen" 🙁 Aber deine Bilder sind echt toll!
Freu mich Besonders, dass ich Prosper mal wieder gesehen hab. Der ist echt ein toller Koch! Uns haben seine Zubereitungen immer total geschmeckt. Die geheimnisvolle Metallkiste ist bestimmt sein Backofen gewesen. Die hatte er bei uns auch dabei. Die stellt er in die Glut des Feuers und bäckt sein Essen darin ... so war das bei uns jedenfalls auf den Special Campsites 🙂
Halt, halt! Ich will auch mit! Liebe Biggi, wir sind wieder im kalten Deutschland. 🙁 Und ich müsste meinen Uganda-Reisebericht zu Ende schreiben. 😕 Matthias hetzt, Picco hetzt. 😕 Und ich? Ich habe noch Sonnenbrand, mache es mir bequem und lese bei dir auch mit. 😎 Ich freue mich sehr auf Bilder und Geschichten aus einem Afrikateil, den ich (noch) nicht kenne.
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201112. Nov. 2017 ·
Liebe Fomis, es freut mich, dass doch einige Interessierte mir folgen, so macht das Arbeiten am Bericht Spaß, 🤩 anderseits ist auch immer ein bisschen Egoismus dabei. Durch das Veröffentlichen der Erlebnisse, reflektiere ich unseren tollen Urlaub noch einmal. Mit etwas Abstand betrachtet, sieht man das ein oder andere Ereignis nicht mehr durch die rosarote Brille 🤩 😏 .
Tarangire Am ersten Wasserloch standen wir nur sehr kurz, da Samwel es eilig hatte, die nur 500 m entfernte Campsite zu erreichen.
Der Tarangire NP ist bekannt für seine hohen Elefantenpopulationen, aber auch die vielen Zebras und Gnus fallen uns auf. Von denen gibt es hier mehr als von den Elefanten. Der Park selber zieht sich am Tarangire Fluss entlang. Er stellt die Lebensader des Parks. Hügel, Savannen und Sümpfe wechseln sich ab, viele Baobab Bäumen stehen majestätisch in der Landschaft. Oftmals eröffnen sich Blicke weit in die Ferne an den Bruchkanten des Flusses entlang. Eine fantastische Landschaft mit vielen Tieren gefüllt, die wir dann bald näher Kennenlernen sollen, aber vorerst geht es zur Campsite. Auf der Campsite angekommen, die nur 7 KM vom Gate entfernt liegt, werden wir von den Camp-Attendants begrüßt. Sie helfen beim Entladen des Fahrzeugs und beim Zeltaufbau.
Der Platz ist noch sehr leer, außer unserem Zelt, stehen nur die Zelte der Attendants und ein weiteres Gästezelt hier. Wir wählen einen Platz unter einem Baum, gegenüber einem der zwei neuen Ablutionblocks. Neben dem Zelt steht eine grüne Bank mit einem Tisch, ideal zum Essen. Inzwischen ist es schon sehr heiß, wir würden gerne einen Cappuccino trinken. Dazu habe ich Tüten von Nescafe dabei. Prosper hat unseren Tisch mit einer rotschwarzen Decke belegt und Tassen hinzugestellt. Tee, Kakao oder Kaffee gibt es ebenfalls. Manfred geht in die Küche und will dann heißes Wasser holen, aber Prosper meint, es sei noch nicht „save“. Er achtet darauf, dass das Wasser auch ausreichend abgekocht ist. Wir warten noch ein Weilchen auf das Wasser, welches Prosper uns in einer Thermoskanne serviert. Ein paar Vögelchen begrüßen uns.
White-browned Sparrow-Weaver
White-headed Buffalo-Weaver Ashy Starling
Nach dem Cappuccino richten wir unser Zelt ein, dann starten wir mit Samwel zum ersten Gamedrive. Kurz hinter der Campsite biegen wir nach Osten ab, der Fluss ist hier ganz trocken. Wir durchqueren das tiefsandige Flussbett, gegenüber befindet sich eine Lodge mit Zelten.
Ein paar Wasserböcke und Giraffen zeigen sich, allerdings ist häufig viel Blattwerk zwischen den Tieren und unserem Wagen, sodass sich das Fotografieren nicht lohnt.
Paviane, Impalas ...
Fliegende junge Paviane gibt es hier auch 🤪
oder flüchtende Paviane, vor einer Traumkulisse mit einem Akazienbaum 😘
so hässlich sie auch aussehen mögen, so süß können sie auch sein!
etwas neugieriger..
gut geschützt durch Mama..
.. wird man durch die Welt getragen...
aber Hunger haben sie auch und dann kommen auch noch Freunde zum Spielen..
und wieder zurück auf der Mainroad, geht es bergauf und bergab. Elefanten kommen, fressen und gehen.
Plötzlich stehen wir vor einem Baum, unter dem verteilt sechs-acht Löwinnen ruhen.
Eine Dame schaut einmal kurz auf, neugierig wie alle Frauen!! 🤪
...aber die Träume haben sie völlig im Griff!
..noch einmal hochschauen, "da war ein Geräusch"
die Löwinnen lagen weit von einander verteilt, immer wieder erblickten wir ein neues Tier
Mangusten und Dik-Diks kreuzen unseren Weg, im Gebüsch beobachten wir wieder die grazilen Giraffen und Wasserböcke.
Aber die Löwen interessieren uns schon, obwohl schlafend oder dösend unter den Büschen, sie lassen sich auch von frechen Pavianen nicht stören. Wir beobachten, wie ein Pavian die Löwen anbellt und sie durch sein Näherkommen provoziert, doch die lassen sich nicht stören. Eine Löwin erhebt sich..., andere drehen sich ... aber wirklich passiert hier nichts.
echtes Suchbild!
diese Löwin blickt immerhin zum Pavian
und erhebt sich, aber dann 🙁
Zu diesem Zeitpunkt dachten wir, dass es ein Glück wäre, gleich am ersten Tag diese Tiere zu sehen, aber es folgen noch so viele mehr. Das Hubdach des Wagens ist geöffnet, so können wir uns den Wind um die Nase wehen lassen, viel Staub einatmen und die Tiere, wie die Giraffen auf Augenhöhe sehen. Viele Tse-Tse- Fliegen plagen uns, sie beißen unerbittlich. Wir können sie nicht verjagen. Mich haben sie siebenmal genau unter dem BH gebissen 😈 🤩 🤢 Dicke rote Quaddeln in einer Reihe, mein Mann hat sich kaputt gelacht, während ich ununterbrochen am Kratzen bin! Elefanten scheinen gerade vom Fluss auf dem Weg zu den besten Büschen mit frischem Grün zu sein. Längere Zeit stehen wir vor einer Mutter mit ihrem Kalb. Die Tiere sind gar nicht scheu und überaus friedlich. Sie kommen sehr dicht an den Wagen heran. Ich bin von dieser Landschaft ebenso fasziniert, wie von den langweiligen Löwen. Diese Landschaft eröffnet tolle Weitblicke, die wir so nicht in Botswana oder im Etosha sehen.
Die Sonne geht bald unter, Zeit für den Sundowner! Wir haben in der Kühlbox im Auto Savanna, mit Samwel stoßen wir auf die Sonne an.
Erst nach Einbruch der Dunkelheit erreichen wir das Camp, Samwel scheint jeden Winkel des Parks zu kennen. Er fährt ohne Navi. Da wir hier keine Gates oder Zäune haben, kann man auch bei Dunkelheit noch fahren. Samwel sagt aber, dass man sich nicht vom Ranger erwischen lassen sollte. Regeln sind auch hier einzuhalten, sonst wird es teuer. Das Einhalten der Regeln nimmt Samwel auch beim Fahren sehr ernst und er bleibt fast immer auf den Wegen. Gerne hätte ich mir zum Fotografieren das ein oder andere Mal eine andere Position gewünscht, aber das ging nicht. Überhaupt ist es für mich schwer, dass ich nur dann fotografieren kann, wenn er anhält. Es gibt viele Situationen unterwegs, in denen ich die Landschaft oder die Menschen fotografiert hätte. Obwohl ich ihn später bitte, in Lake Manyara langsam zu fahren, weil ich fotografieren möchte, zieht er in einer rasanten Geschwindigkeit durch den Ort. Sein Fahrstil ist doch manchmal sehr Formel 1-tauglich! Aber zurück in den Tarangire NP Unser erster Gamedrive endet sehr vielversprechend und es geht am nächsten Tag auch so weiter....
Sehr schön! Ausser dass Du offenbar gerne mehr angehaltet hättest! Habt Ihr denn nicht 'Stopp' gerufen wenn Ihr anhalten wolltet oder hat Samwel (den ich nicht kenne) das ignoriert?
Liebe Biggi, nach Kiota nun der Tarangire, einer meiner (wenn nicht der) Lieblingsparks. Wie schöööön! Was mich aber die ganze Zeit nicht loslässt und mehr als irritiert: ich meine, irgendwo bei Dir gelesen zu haben (ja, ich hätte gleich nachfragen sollen), Ihr hättet keinen Wein dabei gehabt? 🤩 Warum das denn nicht? Inzwischen gibt es doch überall guten südafrikanischen Wein zu kaufen. (Bei meinem 1. Besuch '92 war das anders, wir hatten damals ein Prachtexemplar der Sorte "Knüppel auf den Kopf" erwischt. 🤢 ) Ich glaube, ich hätte mich geweigert, loszufahren! LG aus dem sonnigen Puerto, Karsten
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201114. Nov. 2017 ·
@ Picco, dass mit dem Anhalten war sehr schwierig. Samwel hatte so seine Vorstellungen, wann er wo sein wollte, außerdem brauchte er immer seine Lunchpause. Er ließ sich auch nicht überreden, um 6.00 Uhr zu starten und später zu frühstücken oder die Lunchpause unterwegs zu verbringen. Er legte sich mittags immer hin und wollte im Camp essen, während wir gerne auf Tour gewesen wären. Da gingen unsere Einstellungen etwas auseinander. Man möchte ja nicht unhöflich sein und ihn ständig nerven. Im Park bei Tiersichtungen reagierte er auf unser "Stopp-rufen" . Er konnte nicht verstehen, dass ich auch die Umgebung außerhalb der Parks und die Menschen fotografieren wollte. Wie bereits geschrieben - obwohl ich darum bat, in Lake Manyara langsam zu fahren, gab es Gas! Es gab immer irgendeinen Grund, warum wir weiter fahren sollten. Ich wollte mich auch nicht mit ihm streiten, sonst war ja alles ok und er war auch nett. Wenn man das erste Mal so eine Tour mit Fahrer unternimmt, ist man doch etwas zurückhaltender, als wenn man die Gegebenheiten kennt. Beim nächsten Mal werde ich das Kommando übernehmen.
@ Carsten - schön, dass du mitliest! Wir hatten genug Gin und Amarula dabei. Es wäre nur schön, wenn zum Essen durch den Anbieter ein Wein angeboten worden wäre. Andere Touranbieter haben den Gästen Wein serviert. Aber das war kein Problem. Wir hätten in Arusha Wein kaufen können. Soweit sind wir gut versorgt worden und können nicht klagen, auch wenn es mir immer noch ein Rätsel ist, wo am 4. Tag das Hackfleisch oder am 7. Tag das Hähnchen ohne Kühlung herkam.
Strelitzie2’862 Beiträge · seit 201114. Nov. 2017 ·
Hallo Biggi,
" dass mit dem Anhalten war sehr schwierig. Samwel hatte so seine Vorstellungen, wann er wo sein wollte, außerdem brauchte er immer seine Lunchpause. Er ließ sich auch nicht überreden, um 6.00 Uhr zu starten und später zu frühstücken oder die Lunchpause unterwegs zu verbringen. Er legte sich mittags immer hin und wollte im Camp essen, während wir gerne auf Tour gewesen wären. Da gingen unsere Einstellungen etwas auseinander."
Hui, da bin ich ja gespannt auf unseren Driver-Guide in TAN. Dafür bezahle ich zu viel Geld, um mir meinen Tagesablauf komplett vorschreiben zu lassen.... Ich sehe ja ein, dass man bei engem Zeitfenster nicht für jedes Blümchen am Wegrand halten kann, dass alles zueinander passen muss. Da bin ich ja gespannt.... 🤩
Schaade dass es da Unstimmigkeiten gab...ich nehme an Du hast es ihm bzw. Sikoyo gegenüber angesprochen. So wie Ihr es erleben musstet sollte es meiner Meinung nach nicht sein... 😮 Sikoyo hat meiner Erfahrung nach ein offenes Ohr für Kritik, die hier wohl angebracht wäre.
hab grad mal bei verschiedenen Berichten hier im Forum ein bisschen nachgelesen. Und es bleibt dabei: einfach eine tolle und nette Unterhaltung, viiiiiiiel besser als dieses langweilige Fußball im Fernsehen. 😉
Danke Dir für den schönen Bericht, den ich natürlich ab Beginn mit verfolgt habe. Mit Eurem Fahrer ist das schon so ne Sache. Aber was macht man da? Tust Du ihn zu "forsch" zurechtweisen, hast Du vielleicht den Rest der Reise einen Muffel an Bord, das wäre auch nicht so gut. Aber ich gehe davon aus, dass Du den guten Mann schon irgendwann hingebogen hast.
schön, den Tarangire wieder zu sehen. Es war einer unserer Lieblingsplätze in Tanzania gleich hinter Ruaha. Erinnerungen werden geweckt, doch denke ich heute, dass es nur einmalig schöne Erinnerungen bleiben werden und es für uns kein come back geben wird.
Danke für Deine Mühe.
Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201115. Nov. 2017 ·
Liebe Dankedrücker und Mitleser, fast klingt es so, als wäre unser Fahrer nicht "hörig genug". Ich möchte das noch ein letztes Mal klar stellen: Bisher sind Manfred und ich immer alleine gefahren, jetzt: neue Situation und als Gast (wenn auch gut zahlender) verhält man sich etwas zurückhaltend. Aber im Großen und Ganzen war es eine super Tour!!! Beim nächsten Mal kennen wir die Entfernungen, die Campsites und, und - dann kann man den Schnabel aufreißen und den Fahrer dirigieren. Jetzt mussten wir uns erst einmal heran tasten!
Tarangire Prosper erwartet uns bereits mit dem Dinner. Unter dem Sonnendach stehen vier Tische mit Bänken. Inzwischen hat sich der Campingplatz mit weiteren Gästen gefüllt, auch die anderen Tische sind belegt. Wir kommen mit einem jungen Paar aus Heidelberg ins Gespräch (sie ist eine gebürtige Polin), auch sie reisen mit Guide und Koch, wie wir. Sie erzählen, dass sie kurz nach uns bei den schlafenden Löwen vorbeikamen und diese dann auf den Baum verschwunden sind. Das hätte ich gerne gesehen, aber leider schliefen sie bei uns noch ganz entspannt unter den Büschen und Sträuchern. Wir haben dort recht lange gewartet, aber die Löwen lagen nur faul herum. Als Faustformel für Löwensichtungen gilt: 15 Stunden schlafen sie täglich, 5-7 Stunden befinden sie sich im Dämmerzustand und 1-2 Stunden kann man sie aktiv erleben. Da muss man schon zum richtigen Zeitpunkt vorbeikommen. Hier haben wir es nicht geschafft, aber die nächsten Tage….da sind uns noch weitere Katzen begegnet. Zum Abendessen zaubert Prosper eine Zucchinisuppe als Vorspeise, dann gibt es Reis mit einem tansanischen Chickencurry, zum Nachtisch folgt eine Obstplatte. Kaffee, Tee oder Kakao stehen immer bereit. Das Essen ist sehr schmackhaft und gut gewürzt. Mit Prosper scheinen wir einen guten Koch zu haben. Er selber isst nie mit uns, wir fordern ihn immer dazu auf, aber er meint, er habe in der Küche zu tun. Jedoch trinkt er gerne einen Gin Tonic mit uns! Nach dem Essen fallen wir bald ins Bett. Samwel gibt noch den Hinweis, dass wir das Wasser aus der Leitung nicht zum Zähneputzen benutzen sollen, es ist nicht save. Auf der Campsite stehen zwei neue Toilettenhäuschen mit Duschen. Es gibt warmes Wasser, Toilettenpapier, Seife und alles macht einen guten sauberen Eindruck, für Spiegel und Licht reicht allerdings das Geld nicht. Dafür sind die Attendants zuständig. Einziger Minuspunkt ist die Lichtanlage im Ablutionblock. Es bleibt in beiden neuen Gebäuden dunkel! Hier hilft nur eine Stirnlampe. Samwel schlägt vor, dass wir am nächsten Tag mit einem Frühstück um 7.00 Uhr beginnen. Leider will er immer erst frühstücken und lässt sich nicht zu einem Morgengamedrive überreden, der um 6.00 Uhr startet und das Frühstück erfolgt gegen 9/10 Uhr. Er meint, man sieht zu jeder Zeit alle Tiere, da hier so viel los sei. Wir wissen es nicht besser und lassen es dabeibleiben. Nach dem Essen fallen wir erschöpft in den Tiefschlaf.
Aber es geht weiter durch den Tarangire - ein ganzer Tag nur Landschaften und Tiere und keine Zäune Dienstag, 3.10.17
Dienstag, 3.10.1 Als wir am nächsten Morgen erwachen, sind wir umzingelt von vielen Safarizelten. Was ist hier los? Ein LKW brachte schon früh viele kleine Zelte für eine Reisegruppe, die ausgerechnet ihr Zeltdorf um unser Zelt errichten wollen. Die Campsite ist sehr groß, es hätte auch weiter hinten noch ausreichend Platz gehabt. Von Prosper erfahren wir später, dass wir unser Zelt umstellen sollen. Er würde das aber für uns übernehmen. Er ist toll! Nach dem Morgengamedrive steht unser Zelt am Rande des Platzes an einem anderen Ende. Dieser Platz gefällt uns auch gut, direkt hinter dem Zelt weiden die Zebras und Gnus. Ein weiteres Toilettenhäuschen war ordentlich sauber und nicht so weit entfernt. Nun müssen wir aber erst einmal den Tag mit einem guten Frühstück beginnen lassen. Ein große Schale Porridge, sehr süß, einen großen Obstteller, alles schon mundgerecht aufgeschnitten, Toast, Marmelade, Peanutbutter und eine Platte mit Sausage, Omelette und /oder Pfannenkuchen, Gemüsebällchen oder anderes gibt es täglich für uns. Das ist viel zu viel! Gut gestärkt fahren wir mit Samwel dann wieder los. Posper bleibt im Camp und kümmert sich ums Essen. Bevor wir aufbrechen nehme ich noch schnell ein Vögelchen auf:
Die Lovebirds tauchen immer in Gruppen auf und wirken farblich hübsch in der kargen Landschaft aus graubraun
Auch vor dem blauen Himmel wirken sie als Kontrast
Dieser Starling ist weniger hübsch, aber dafür sehr zutraulich. Er sitzt auf unserer Bank.
Deutlich noch weniger beliebt ist der"Go away Bird"
Wieder genieße ich die abwechslungsreiche Landschaft, auch mit den kleinen Tieren
Tiere sind immer zu sehen, Samwel fährt noch einmal zu der Stelle, wo wir am Abend zuvor die Löwen gesehen haben, doch sie sind weg. Elefanten ziehen durch die Hügel, dann schaltet er sein Funkgerät ein und empfängt den Hinweis, dass im trockenen Flussbett nicht weit entfernt, gerade eine Gruppe Löwen einen Wasserbock gerissen haben. Wir fahren zu der Stelle und können kaum glauben, dass die Löwen einen Wasserbock verspeisen.
Bisher hörten wir immer, dass die Böcke ein Sekret in ihrem Fell absondern, dass sie ungenießbar macht. Für Löwen gilt das wohl nicht. Leider liegen die Löwen quer über dem Kadaver, so dass wir nicht erkennen können, um welches Tier es sich handelt. Wir treffen die Deutschen aus dem Camp an dieser Stelle wieder und sie teilen uns mit, dass sie 10 Minuten vor unserem Eintreffen beobachtet haben, wie die Gruppe den Wasserbock zur Strecke brachte. Also glauben wir, dass Löwen doch Wasserböcke fressen, jedenfalls in Tansania. Diesen Löwen schmeckt es aber!
Schöne Rücken, wenigstens nicht so blutig!
Dieser Löwe hat sich seinen Anteil gesichert. 😈
Aber dann verschwand er auch schon zwischen den Gräsern und Büschen
Samwel und andere Fahrzeuge stehen etwas abseits des Weges, sonst hätte man kaum etwa sehen können, aber nach ein paar Minuten meint er, es ist nicht „save“, er müsse zum Weg zurück. Die Löwengruppe liegt mit ihren Rücken zu uns und ins Flussbett kann man wirklich nicht fahren. Schade, ich wäre natürlich länger unter dem Baum geblieben.
Während sich zwei Löwen mit "Beinen" ins Gebüsch zurückzogen, rissen die anderen vier am Kadaver herum.
Von einem Wasserbock nichts mehr übrig , die Tiere waren wohl sehr hungrig. Das ging sehr schnell. Wir sind dennoch völlig begeistert von dieser morgendlichen Sichtung 🤩 Hurra! Aber der ganze Tag wird außerordentlich spannend, das ist nur der Anfang!
Wir suchen andere Tiere (nein, eigentlich müssen wir sie nicht suchen, die Tiere sind einfach da)
Elefanten sind doch immer wieder faszinierend,
manche Elis kamen einfach auf uns zu und das ganz friedlich. Nach einiger Zeit geht es durch diese herrliche Landschaft weiter. Samwel zeigte uns in einem Baum eine Pythonschlange. Wir stehen direkt unter ihr, sie liegt zusammengerollt sehr hoch in einer Astgabel.
Elefanten, Gnus, Zebras, Impala, vereinzelt Dik-Diks und Wasserböcke durchziehen die Landschaft. Von einigen Tieren erblicken wir nur Beine...
... andere dekorieren die Landschaft mit schwarzen Punkten.
Und bei genauerer Betrachtung erkennen wir einen...
Liebe Biggi, was für schöne Tiersichtungen, gleich am Anfang des Urlaubs! Die Lovebirds fand ich besonders hübsch, die Katzen wie immer imposant und die Monster-Schlange... 😕 ! Besonders interessant fand ich die Bilder auf dem Markt. Deine Beschreibung dazu - perfekt! So ähnliche Szenen haben wir in Uganda auf den Märkten erlebt. Nur beim Schmuck haben die Frauen einen anderen Geschmack. 😉
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201116. Nov. 2017 ·
Wir sind immer noch im Tarangire unterwegs, schauen nach links und mal nach rechts und immer wieder ist der Fernblick sehr beeindruckend 🙂 verträumt schaue ich umher und dann bewegen sich plötzlich Grashalme. Nur ein ganz bisschen, dunkle Flecken zeigen sich ...
Nein, diese Flecken meine ich nicht, es sind viel kleinere ... schaut genau ...
...da sitzt er - der Leopard - leider etwas entfernt von uns. Sein sehr aufmerksamer Blick ist in die Ferne gerichtet.
Plötzlich können wir ihn schleichen sehen, allerdings weit entfernt in einem Savannenstück mit hohem Gras. Wir bleiben auf einem gegenüberliegenden Hügel stehen und beobachten, wie er sich an eine Antilope heranschleicht. Ganz langsam, abgeduckt, kommt er dem Tier näher. Wir sind ganz angespannt und glauben, dass gleich etwas passieren wird. Ich stelle meine kleine Kamera auf Videoaufnahme um. Wir warten. Den schleichenden Leo sieht man kaum im Gras, da er sich so stark abduckt.
Doch plötzlich springt unvermittelt eine zweite Antilope aus dem Gras, wir haben das Tier gar nicht gesehen und beide beobachten jetzt den Leo, dieser geht ganz gemächlich an den Tieren vorbei. Dem Leoparden gelingt es nicht, die Tiere zu jagen. Eine erfolglose Jagd. 😐 Der Leo geht langsam weiter und verschwindet aus unseren Augen. Fast könnte man meinen, er wollte gar nicht jagen oder er fürchtet sich vor zwei Antilopen 🤢 Nun hatten wir nur die Kamera meines Mannes zur Verfügung, meine Videoaufnahmen sind nicht perfekt, aber doch sehenswert, aber ...https://youtu.be/zpc49US06hE Wir schauen wieder den fressenden Elefanten zu, Giraffen und Strauße tauchen auf, dann wieder Wasserböcke, Perlhühner, Hornraben und immer wieder schweift unser Blick in die Ferne, über die vielen Hügel und in die Savanne. Termitenhügel haben eigenartige Formen angenommen, schöne Baobabs zieren das Bild. Es geht auf einen Hügel hinauf und wieder hinunter, tolle Blicke eröffnen sich.
Victory-Termiten: Ganz neue Rasse entdeckt! 😈 ganz kleine Tiere erregen auch unsere Aufmerksamkeit...
... und noch kleinere Tierchen
dann werden sie wieder sehr groß...
oder sind einfach verschwunden!
...und dann gibt es wieder die Landschaft zu bestaunen...
aus dem offenen Dach
Immer wieder mache ich Landschaftsaufnahmen. Ich bin doch sehr beeindruckt von diesen Tälern. 😘
Wir fahren weiter zwischen endlos großen Gnuherden hindurch über ein Plateau und gelangen in eine weitere schöne Ecke des Parks. In der Ferne sehen wir ein paar Safarifahrzeuge. Wir fahren heran und erkennen unter einem Baum eine Gepardin mit einem Jungtier liegen. Wir warten, schauen und beobachten, da erhebt sich plötzlich die Gepardin und... geht langsam zwischen den Autos hindurch auf die andere Seite des Weges...
Das Jungtier folgt der Mutter in respektvollem Abstand und weiß genau, was nun passiert.
Ein sehr schönes Tier, auch wenn der Blick gerade nicht auf uns gerichtet ist. Sie läuft durchs hohe Gras und sieht etwas, was wir nicht sahen, aber bald schrecklich schreien hören. 🤢
Das Jungtier wartet nun brav und folgt nicht der Mutter. Alles, was sich in den nächsten Sekunden abspielt, erfolgte so schnell, dass ich mit der Kamera nicht folgen konnte.
Und hier ist bereits alles geschehen, aber die Schreie des Impala werde ich so schnell nicht vergessen. 😊 Ich muss mir immer wieder klar machen, dass ist die Natur! Erfolgreich gelingt es der Gepardin ein Impala zu reißen. Im hohen Savannengras ist das Impala kaum zu erkennen.
Diese wenigen Sekunden der Jagd brachte die Gepardin an den Rand der Erschöpfung. Sie lässt das Impala liegen und legt sich unter den wenige Meter entfernten Baum in den Schatten. Das Jungtier folgt ihr.
Der Baum ist recht weit entfernt, um noch Einzelheiten zu fotografieren.
Interessant zu beobachten ist, dass sich die Gepardin bald niederlegt, während das Jungtier die Umgebung bewacht.
Nun darf auch das Junge ruhen! Es dauert ca. 15-20 Minuten, bis die Gepardin zum Kadaver zurückgeht und ihn in die Nähe des Baumes zerrt.
Dann wird abwechselnd gefressen. Es hält immer ein Tier Wache, erstaunlich ist für uns, dass das Jungtier schon so in die Aufgaben eingebunden wird!
Mama bewacht die Umgebung. Und die Umgebung sieht dann so aus.... es warten natürlich immer noch andere Fahrzeuge neben uns, Zebras und Gnus ziehen vorbei, Elandantilopen kommen vom Hügel herunter ...
Ein Stückchen weiter ist der Fluss noch wasserführend und schlammig. Dort sehen wir Zebras trinken, spielen ...
aber auch Paviane und diverse andere Tiere sind hier.
Samwel trifft einen anderen Guide und von Auto zu Auto unterhalten sie sich. Wir warten geduldig. Später erzählt er, dass dieses auch ein Bruder ist, aber von einer anderen Mutter.
Wir fahren nun zum Camp zurück, gegen 14.00 Uhr sind wir bei Prosper, der schon wieder mit einem üppigen Lunch wartet. Ich wäre jetzt lieber weiter gefahren, aber Samwel braucht seine Pause.
Und hier mal ein Portrait von unserem Koch! Gemüsequiche, Hähnchenbrust und Nudelsalat, sehr lecker! Gut gefüllt entspannen wir bis 16.00 Uhr, dann will Samwel wieder los. Wir nutzen die Zeit zum Duschen, es ist sehr heiß und wir sind staubig und durchgeschwitzt. Unser Zelt finden wir an einem neuen Platz vor.
Dieses Bild entstand dann am Abend! Es folgt aber noch ein Nachmittags-Gamedrive.... Aber es wird nicht mehr so spannend. Löwen, Leopard und Gepard - die Zusammenfassung des Vormittags! 🙂 😄 🤩 😘 Das war so spitze!