Kapitel 7
Donnerstag, 27.12. 2013 –
Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp) – Krüger Nationalpark (Lower Sabie Restcamp)oder auch: „Raindrops falling on my head“Teil IIDie Einfahrt via Paul Kruger Gate um die Mittagszeit hatten wir uns eigentlich schlimmer vorgestellt. Es war zwar etwas mehr los, als ein paar Tage vorher vormittags am Orpen Gate, aber der befürchtete riesige Urlaubszeittrubel war auch hier nicht zu erkennen.
Gut ein bisschen mussten wir warten, aber die vielleicht zehn Minuten Wartezeit wurden durch eine Warzenschweinfamilie versüßt, die direkt neben unserem Wagen Mittagessen suchte. 🙂
Da wo’s Geschwisterchen futtert, ist es doch immer am Leckersten! 😎
Und dann ging es wieder in den Krüger. Oder auch: Mission Big 5 in anderthalb Tagen! Ich war ja skeptisch 😐 😗 …
Der Verkehr im Krüger war übrigens höllisch 🤩 : Gleich am Anfang mussten wir schon wieder ständig bremsen … erst wegen die zwei Kräne über die Straße wackeln 😎 …
….dann musste diese Grazie vor uns noch die Straße überqueren! 😎
Und am Straßenrand ein Wegelagerer nach dem nächsten … mal griesgrämig (dem passte der Nieselregen auch nicht! 😄 ) …
… mal vergnügt … (okay, wir hatten ja morgens bereits gelernt, dass diese Gesellen das Regenwetter recht ansprechend fanden… 🙂 ) …
Gut, so hatten wir innerhalb einer Stunde auch gleich zwei der Big 5 gesehen … allerdings auch die „leichtesten“ aus dem Haufen (zumindest was die Sichtungswahrscheinlichkeit angeht! 😉 ).
Für alle die sich fragen, wie denn der Autoverkehr hier im Süden so war: Wir hatten echt mit viel schlimmeren gerechnet! Definitiv haben wir im Krüger mehr Tiere als Autos gesehen – und auch wenn es sich an bestimmten Knotenpunkten manchmal etwas „geknautscht“ hat, sobald man auf die Nebenstraßen abgebogen ist, waren wir meist recht schnell wieder alleine! 🙂
Und so tuckerten wir bei mal mehr, mal weniger Nieselregen durch den Krüger … sahen noch ein Steinböckchen …
… und immer wieder Impalas und Elefanten…
Unsere Elefantensichtung des Tages war aber sicherlich diese hier. Als wir alleine fröhlich eine recht schmale Schotterpiste von hohen Buschen eingesäumt hangaufwärts entlang tuckerten, merkten wir, dass am oberen Ende eines kleinen Hanges, sich zwei Autos gaaaaaaanz langsam um die Kurve tasteten. Aus zwei Autos wurden drei, aus drei wurden vier und alle schoben sich im Schneckentempo auf uns zu, während sie auf unsere linke Seite guckten. Nun denn, da wollten wir doch auch mal gucken – uns stellten fest, dass etwas im Hintergrund wohl eine ganze Herde Elefanten im Busch stand 🤩 …
Recht schnell war klar: Die Elefanten bewegten sich tatsächlich auf die Schotterpiste zu und damit in unsere Richtung! 🙂
Nun hatten wir was Elefanten anging mit einer Verhaltensweise eigentlich immer positive Erfahrungen gemacht. Stehen bleiben und die Tiere entscheiden lassen, ob und in welcher Entfernung sie an uns vorbei gehen wollen! Also blieben wir auch hier stehen… hatten das Spiel aber ohne den restlichen entgegenkommenden Verkehr auf der Straße gemacht – die fingen nämlich plötzlich an wie wild zu rangieren 🙄 und legten Umkehrmanöver auf der schmalen Piste hin, dass uns ganz anders wurde. 😵
Die Elefanten, fanden es ganz spannend, kamen aber erst mal nicht näher (hat uns nicht weiter gewundert, bei dem Rangierzirkus! 😐 )
Was guckst du? 😁
Uns war das echt zu doof, wir blieben einfach mal stehen, auf einen Autoknoten hatten wir weiß Gott keine Lust. Ein Fahrzeug, welches uns entgegen kam, tat es uns gleich und blieb etwa 15 Meter von uns entfernt auch einfach mal stehen.
Unbeabsichtigt hatten wir damit den einzigen rangierfreien Korridor auf der Piste geschaffen – und das war nicht unentdeckt geblieben. Plötzlich teilte sich keine zehn Meter neben uns das Gebüsch und die Herde Elefanten brach hervor. 🤩 😵 🤩
Ich muss mich an dieser Stelle entschuldigen, dass ich keine wirklich brauchbaren Fotos davon habe, aber für mein Objektiv waren die Dickhäuter schlichtweg zu NAH 🙄 ! Für uns persönlich waren sie auch zu nah, aber nachdem hinter uns die Rangiererei von vorne los ging, konnten wir weder ein noch aus: Vorne Elos, hinten Hilux-Knoten – da war kein Entweichen! 😵
Und so saßen wir mit heruntergelassener Kinnlade da und drückten uns selbst die Daumen, dass die Elefanten uns – die wir ihnen ja den Weg sozusagen bereitet hatten – wohl gesonnen waren. 😣
Was das Fotografieren anging konzentrierte ich mich derweil auf die kleinen Mitglieder der etwa 20 Tiere starken Herde – die gingen nämlich noch ganz aufs Bild selbst auf die geringe Distanz 😉 …
Das hier ist tatsächlich eines meiner Lieblingsbilder des Urlaubs, weil ich den Kleinen sooooo niedlich fand, wie er mit Mami erst direkt auf unser Auto zu getrottet kam *schock* 😵 und dann direkt vor uns über die Straße lief.
Zum Schluss trabten noch zwei Halbstarke an, die tatsächlich noch für eine Schreckenssekunde sorgten, als sie auf das gegenüber wartende Auto einen Scheinangriff starteten 🤩 😵 🤩 … uff … glücklicherweise wollten die beiden aber nur herum blödeln … wir wurden noch einmal keck angeguckt ….

… und dann waren die Kolosse auch schon wieder vom grünen Buschland geschluckt worden.
Auf unserem Weg zum Lower Sabie Restcamp sahen wir dann noch einige Impalas samt Nachwuchs …
… immer wieder Elefanten neben der Straße ….

… auf der Straße …
… wieder Impalas im Regen 😁 …
Der hier fand das Wetter auch total doof und hoffte durch diesen ultratraurigen Blick irgendwelche Touris zur Aufnahme ins trockene Auto erweichen zu können 😄 …
Dann fanden wir noch eine Tierart, die den Regen total toll fand … die Leopardenschildkröte…

Aus irgendwelchen Gründen scheint es diese Schildkröten bei Regen auf die Teerstraße zu treiben 🙄 …
…blöde Idee bei doch nicht ganz wenig Verkehr 😵 … angesagt war daher lustiges Schildkröten-Slalom-Fahren … und auch wenn wir glücklicherweise keine erwischt haben, so sahen wir doch viele überfahrene Schildkröten … 😕
Während wir hoch konzentriert also die Straße nach Schildkrötenhindernissen absuchten, sah ich aus den Augenwinkeln plötzlich etwas direkt vor ein uns entgegenkommendes Auto aus dem Busch heraus laufen… Zwei Mal geblinzelt, ob ich recht sah 🙄 und dann einen markerschütternden Schrei ausgestoßen: Da stand tatsächlich eine Leo vor uns auf der Straße! 🤩 🤩 🤩 Die Leute im entgegenkommenden Wagen konnten es auch gar nicht fassen, Christian fragte ungläubig noch „Echt jetzt?“ 🙄 und das Tier bog wieder ins Gebüsch ab … hhmpf 🤨 … war wohl mit der Reaktion der Zuschauer nicht zufrieden 😉 … leider gibt’s von dieser Sichtung kein Foto, denn bis ich die Kamera im Anschlag hatte, war der Leopopo bereits im Flussbett des Sabie Rivers entschwunden! Aber hey – Leo!!!! 😄
Wenige hundert Meter später stand dann an einer Stelle, wo wir ein paar Büffeln beim Bad im Regen zu schauten…

… tatsächlich auch noch dieser Bursche direkt neben der Straße 😁 …

Na das war doch trotz Regen ziemlich ergiebig gewesen! 🙂 Wir beschlossen im Camp einzuchecken und ein bisschen Pause zu machen, in der Hoffnung, dass der Regen vielleicht doch noch einmal aufhören möge, bevor wir noch einmal losfuhren.
Was wir dabei erlebt haben, erfahrt ihr im nächsten Teil 🙂 !