Kapitel 7Donnerstag, 27.12. 2013 –
Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp) – Krüger Nationalpark (Lower Sabie Restcamp)oder auch: „Raindrops falling on my head“Teil IUnser letzter Morgen in Sabi Sabi begann mit einem unerwünschten, jedoch sehr beruhigenden Prasseln 🙄 . Nach den ersten verschlafenen Sekunden war uns beiden auch klar, dass egal wie beruhigend und idyllisch zum Anhören das Prasseln nur eines bedeuten konnte: Willkommen in der Regenzeit! 😣 😣 😣
Okay … aufgrund der gewählten Reisezeit war uns von Anfang an klar gewesen, dass Regen zu einem Weggefährten dieser Reise werden könnte. Aber wir hatten doch bislang so tolles Glück mit dem Wetter gehabt – menno, wieso musste es jetzt gerade zu unserer letzten Pirschfahrt zu schütten anfangen??? 😵
Bis wir mit unserer Katzenwäsche fertig waren, war der Wettergott wenigstens so freundlich und ließ es nur noch nieseln – nass war es trotzdem. In der Lobby begrüßte uns Julien mit einem recht skeptischen Gesichtsausdruck – ob wir bei dem Wetter wirklich raus wollten? Nun ja – ehrlich gesagt – wir waren uns da auch nicht so sicher! 😕 Und ob ich meine Fotoausrüstung in diesem Regen mitschleppen wollen würde – da war ich mir erst recht nicht sicher 😕 … schien ja auch nicht wirklich hell werden zu wollen an diesem Morgen … hhhmmm…
Allerdings hatten wir die Rechnung ohne Grant gemacht – der stand plötzlich hochmotiviert vor uns und machte uns klar, dass wir auf keinen Fall diese Pirschfahrt verpassen dürften. Gut, die Katzen lägen alle irgendwo geschützt solange es regnen würde, wurde uns erklärt – aber es gäbe sehr wohl Lebewesen, die den Regen lieben würden! (- so viel sei gesagt: wir drei gehörten weder vor der Pirschfahrt noch nach der Pirschfahrt dazu! - 😛 )
Ja nun denn – also in Fleecejacke und Regenjacke eingemummelt aufs Fahrzeug, rein in den Regenponcho, die Fotoausrüstung in vier derselben eingepackt (nein, das war nicht übertrieben, das war optimaler Schutz! 😎 ) und los ging es!
Ich muss zugeben: Mein Vorsatz bei Abfahrt war ja, bloß und auf keinen Umständen bei diesem Nieselregen fotografieren – wird ja alles nass! Und außerdem war ich mir irgendwie sicher, dass wir eh nichts sehen würden … so kann man sich täuschen…
Grant hatte definitiv ein Ziel, das wurde uns schnell klar. Doch mussten wir auf dem Weg wohin auch immer recht schnell eine kleine Verschnaufpause einlegen – keine zwanzig Meter neben der Straße standen nämlich zwei klatschnasse, über und über beschlammte, vergnügte Jung-Nashornbullen 🤩 . Lebewesen Nummer 1 gefunden, welches Regen toll findet!
Dahin war der Vorsatz bei Regen nicht zu fotografieren – denn dieses Motiv war einfach zu toll! Da standen die beiden Rhinos also direkt vor unserem Wagen und überlegten, ob sie nun vorne oder hinten herum gehen sollten.

Man entschied sich übrigens irgendwann für vorne und trabte vergnügt von dannen….

Also zurück zum eigentlichen mysteriösen Ziel unseres Guides. Wieder tief in unsere Ponchos eingemummt ging die Fahrt weiter. Und ich sag euch, bequem ist was anderes als im offenen Fahrzeug im Regen durch den afrikanischen Busch gefahren zu werden. 😵
Doch dann bogen wir um die Ecke in einen Galeriewald, sahen ein anderes Fahrzeug und dann Elefanten. Und Elefanten. Und Elefanten. Und noch mehr Elefanten. Der ganze Busch war plötzlich voll mit den grauen Giganten. Nur noch
E L E F A N T E N! Und wir mussten Grant Recht geben: Diese Tiere liebten das Regenwetter – das konnte man förmlich spüren. 😄

Ich weiß nicht wie lange wir da standen und den Tieren zu gesehen haben…

Jedes Mal wenn wir etwas weiter führen, um die nächste Kurve herum, stand da der nächste Dickhäuter 🤩 …

... und die hatten einen Spaß alle miteinander ... die Kleinen liefen vergnügt umher...

... grüßten freundlich zu uns herüber 😉 ...

… die Mamis hatten teilweise zur Feier des Tages sehr hübsches Regen-Matsch-Make-up aufgelegt… 😄

...das Baby war glaube ich der einzige Elefant in der Truppe, der den Regen nicht ganz so toll fand und immer wieder versuchte bei Mami unter den Bauch zu kriechen 😄 (vielleicht hatte er aber auch einfach nur Hunger 😉 ) ...

… und während die Menschen unter ihren Ponchos staunend dem Treiben zuschauten, hatten die Elefanten, groß wie klein, fröhlichen Regen-Schlamm-Spaß ohne Ende!

Ans Verlassen des Galeriewaldes war eigentlich gar nicht mehr zu denken … wir kamen schlichtweg nicht weit, weil immer irgendein Elefant auf oder direkt neben der Straße stand …

… oder saß …

... auf mega elegante Art und Weise 😎 ...

… dabei mit seinen Kumpels spielte …

... sonstige Verrenkungen auf der Straße vollführte 🤩

... von der Straße geschoben werden musste ... 😄


… oder Vormittagsschläfchen hielt 😄 …

Kurzum: Es war großes Kino im Regen! Wir waren begeistert!

Irgendwann wurde der Regen jedoch so stark, dass wir uns dann doch von den Giganten los rissen … freundlicherweise stellte man uns zum Verlassen des Galeriewaldes das afrikanischer-Busch-Pendant zum safety car 😄 …

… die beiden „begleiteten“ uns ein ganzes Stück (ein schöner … äh … Hintern kann ja auch entzücken 😛 ) und dann hieß es zurück zur Lodge.
Ein paar Büffel sahen wir auf dem Rückweg noch – aber die gehörten definitiv nicht zu den Regen liebenden Lebewesen … die fanden das Wetter ähnlich ungemütlich wie wir, schien es zumindest 😎 .

Dann waren wir auch schon zurück im Little Bush Camp. Nach einer heißen Dusche schlemmten wir das letzte Mal beim Frühstück und verabschiedeten uns dann schweren Herzens vom ganzen Team und von Julien! 🙁
Und dann hieß es wirklich Abschied nehmen von diesem tollen Camp…
Zum Abschied grüßte uns noch eine Wasserbockdame und dann waren wir draußen aus dem Sabi Sand Reserve…

Um gleich darauf wieder in den Krüger zu fahren… denn nun wollten wir selbst pirschen 😄 …und Christian hatte sich in einem Anfall von – nennen wir es mal – Safarigrößenwahn 😎 das Ziel gesetzt, dass wir die Big 5 nun auch noch selbst pirschen würden, Regen hin oder her (wir hatten ja noch volle anderthalb Tage – gibt ja nichts Leichteres! 😉 ).
Ob es uns gelang – das erfahrt ihr in den nächsten Teilen! 🙂
Fazit: Sabi Sabi – Little Bush CampKurz und knapp: Ein Paradies für kleine Luxusschweinchen! 😗 Ja, es ist ohne Frage teuer, aber die wissen da was sie tun uns sie „liefern“ auch. Der Service ist auf dem Punkt und alles läuft mit einer professionellen Leichtigkeit ab, dass man echt nur den Hut ziehen kann. Denn Koch hätten wir am liebsten eingepackt und mit nach Hause genommen 😁 und die Game Drives – nun ja, ich denke, ich brauche darüber keine großen Worte verlieren. Guide und Tracker haben es irgendwie geschafft uns mit ihrer Begeisterung anzustecken, selbst im Regen, und so wurde jeder der sechs Game Drives zu einem eigenen speziellen Highlight! 🙂 Ja es ist teuer, aber wir hatten in jeder Sekunde das Gefühl, dass man sich dessen sehr bewusst war und man uns deswegen das Erlebnis unseres Lebens verschaffen wollte. Und rückblickend glaube ich, dass sie das geschafft haben: Wir reden auch jetzt – 10 Monate später – noch sehr häufig über die drei perfekten Tage im Little Bush Camp! 🙂 Und wir sind – ich gestehe – so ein bisschen mit dem Luxusschweinchen-Virus infiziert worden! 😣 😗 😣