lisolu886 Beiträge · seit 200712. Apr. 2013 · #221
Na endlich hat Ruth sich wieder erholt, ich dachte schon sie will ewig im Keller vor Kloppi knien und für den Sieg danken und dieser Bericht geht nie weiter 😄
Also Pizza im Potje klappt gut, wie beim Brot backen muss man auf die Oberhitze achten.
Danke für die schönen Bilder und den Bericht.
LG Lisolu
KarstenB2'398 Beiträge · seit 201112. Apr. 2013 · #222
Hallo Uwe,
wenn Ruth Dir mal den Fotoapparat überlässt, können sich die Ergebnisse aber auch sehen lassen 😁 ! Mir scheint aber, Du bist nur ein Schatten Deiner selbst 🤩 ! Aber ohne Schei.., wieder tolle Fotos, der Baobab unter dem getupften Himmel und der aquarellierte Sonnenuntergang .. einfach schön!
LG aus Port de Sóller (Wetterbericht entfällt, ich will ja keinen Neid erregen 🤩 !),
tiggi1'558 Beiträge · seit 201112. Apr. 2013 · #224
Liebe Ruth und Uwe! wieder sehr schöne, stimmungsvolle Bilder! Oh, bin ich froh, dass unser Urlaub noch in weiter Ferne (Juli) liegt, so kann ich mich an eurem Bericht und den tollen Bildern erfreuen und denke immer .... bald ist es wieder soweit! Liebe Ruth, meine Schüler/innen sind schon einige Jahre älter als deine, die arbeiten gerne alleine und bei der "online-diagnose" benötigen sie keine Unterstützung mehr. Manchmal hat die Arbeit auch Vorteile, aber leider viel zu wenige. Ich freue mich auf den weiteren Bericht, lieber Uwe - du machst das ganz toll! 😗 😉 Liebe Grüße Biggi
So ein wunderbarer Reisebericht, gut geschrieben, und: die Fotos: unglaublich schön!
Danke sagt Tigermamba
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EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200614. Apr. 2013 · #226
@Bele: Verlass dich nicht ausschließlich auf deine Freundin mit dem Fotografieren. Wenn Sie das umgekehrt genauso macht, werdet ihr nur mit wenigen Bilder nach Hause kommen. Außerdem kommen die schöneren Fotos ja nicht zwangsläufig aus der besseren Kamera. Aber das weißt du ja 😉
@Jenny:
sind wir doch vor allem Hobby-Fotografen die sich einfach gern in Afrika rumtummeln
Ich glaube, das trifft auch auf uns und die meisten hier im Forum zu.
@Casimodo: Ja, in Mana Pools gibt es Krokodile. Aber keine Sorge, von Ruths Standort auf dem Baum war es noch ein ganzes Stück bis zur Wasseroberfläche. Außerdem hat sie sich doch gut hinter Ästen getarnt, oder? 😉
@Dagmar: Das Fernweh ist ganz unsererseits. Fortsetzung gibt es heute.
@Lisolu: Wenn der BVB spielt, muss das Forum leider warten. Da gibt es ganz klare Prioritäten. Daher geht es auch erst heute wieder weiter. Wir haben nur einen mittelgroßen Potije. Wir glauben, dass wir von der Pizza nicht satt werden. Sollten wir nicht so gierig sein oder einfach zwei nacheinander backen?
@Karsten: Ich wollte mal mit Ruth zusammen auf dem Foto sein, auch wenn es so aussieht, als würden wir uns nicht allzu nah stehen 😉 Die Wolken am Nachmittag haben uns auch sehr gut gefallen. Heute könntest du mit deinem Wetterbericht wahrscheinlich keinen Neid mehr erregen. Wir haben schönsten Sonnenschein.
@Dirk und Tigermamba: Vielen Dank! Wir werden uns weiter bemühen.
@Biggi: Danke. Endlich wird meine Arbeit auch mal gewürdigt 😉
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200614. Apr. 2013 · #227
Mittwoch, 1. August 2012 – Fahrt nach Binga
Heute brachen wir von Mana Pools auf. Der ursprüngliche Plan war gewesen, bis zum Sanyati River Camp zu fahren. Dies wäre nicht sehr weit und außerdem lediglich eine Zwischenübernachtung entlang des Weges gewesen. Daher war unser neuer Plan, eine Etappe weiter bis nach Binga zu kommen, um anschließend in Kasane mehr Zeit zu haben. Also standen wir viertel nach fünf auf und packten unsere Sachen zusammen. Am frühen Morgen waren noch Elefanten auf dem Campingplatz gestanden und hatten ein paar Meter neben dem Auto gefressen. Löwen und Hyänen hatten sich quer durch den Busch unterhalten, und so schauten wir immer mal wieder, ob wir auch tatsächlich alleine waren. Eine kleine Runde drehten wir jedoch noch durch den Park und freuten uns über das erste Morgenlicht im Wald.
Dann nahmen wir die Straße aus dem Nationalpark heraus. Dabei sahen wir noch ein paar Nyalas.
Das letzte Stück Schotterpiste vor der Teerstraße war fürchterlich hartes Wellblech. Das Auto wurde ganz schön durchgeschüttelt.
Auf der Hauptstraße passierten wir die erste Tse-Tse-Fliegenkontrolle und kletterten dann in Serpentinen das Sambesi-Escarpment hinauf.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200614. Apr. 2013 · #228
Zum Glück waren etwas weniger Lastwagen unterwegs als vergangenen Sonntag. Ein Waran lag quer auf der Fahrbahn, und wir versuchten, ihm auszuweichen. Doch im letzten Moment probierte er dasselbe, und wir vermuteten, dass wir ihn erwischt hatten. Der Arme! Das hatten wir nicht gewollt. Wir kamen gut voran und erreichten am Vormittag noch Karoi, wo wir tankten und im tm-Supermarkt versuchten einzukaufen. Das war nicht so einfach. Den benötigten Zucker gab es nur im Zwei-Kilo-Paket, und als wir uns an der Schlange an der Kasse anstellten, fiel der Strom aus. Nun hieß es warten. Niemand schien es eilig zu haben. Niemanden störte es, eine halbe Stunde mit seinem Dollar-Schein in der Hand und ein oder zwei Waren im Supermarkt anzustehen. Obwohl wir zwar noch einen weiten Weg vor uns hatten, schlossen wir uns der allgemeinen Gelassenheit an und ergaben uns in unser Schicksal. Zum Glück kam der Strom nach einiger Zeit wieder, und es ging weiter. So dachten wir zumindest. Der Praktikant an der Kasse benötigte jedoch noch ein wenig Unterstützung von seinem Chef, um den Computer wieder zu starten. Irgendwann hatten wir unseren Einkauf bezahlt und holten unser Auto vom belebten Parkplatz, auf dem es wie auf einem Rummelplatz zuging. Dieses aus unserer Sicht typische afrikanische Durcheinander in einigen Supermärkten macht das Einkaufen jedes Mal zu etwas Besonderem. Die ersten Kilometer auf der Straße Richtung Binga waren geteert, und anschließend ging es zunächst auf guter Schotterpiste weiter. Das machte uns Mut, die Tagesetappe schaffen zu können. An der nächsten Tse-Tse-Fliegenkontrolle hielten wir vor dem Schlagbaum an und warteten auf das Prozedere. Wir hatten das letztes Jahr in Sambia zum ersten Mal erlebt und uns die ganze Zeit darauf gefreut. Der Mann mit dem Schmetterlingsnetz kontrollierte tatsächlich, dass wir keine Tse-Tse-Fliegen im Wagen hatten. Anschließend sprühte er aus einer kleinen, rostigen Sprühdose eine Flüssigkeit auf unser Armaturenbrett, die ein wenig nach Zitrus-WC-Reiniger roch. Nun konnte nichts mehr passieren, unser Auto war clean. Schon bald wurde die Piste schlechter, steinig, mit großen Löchern. Die 350 Kilometer bis zum Ziel wurden zur Tortur für Wagen und Fahrer.
Ganz im Gegensatz zur schlechten Straße veränderte sich die Landschaft und wurde immer schöner. Durch die Hügel ergaben sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf baumreiche Ebenen. Das Gras stand sehr hoch, viele Dörfer folgten ohne erkennbare Grenze aufeinander. Ordentliche Hütten, teilweise mit Fenstern, standen am Wegesrand, und unzählige freundliche Menschen grüßten uns. Manchmal war ein Stück Boden verbrannt, dann standen viele Baobabs und reckten ihre Äste in den Himmel.
Als wir an einer T-Kreuzung anhielten um abzubiegen, winkte uns ein Mann stehen zu bleiben. Er wollte ein Stück mitgenommen werden. Als wir noch unschlüssig überlegten, kam ein zweiter Mann, um uns zu erklären, dass es wirklich wichtig sei. Ein Verwandter sei gestorben, und der Mann müsse nun zur Trauerfeier kommen. Von dieser Geschichte war wahrscheinlich nichts wahr, aber wir entschlossen uns trotzdem, ihm den Gefallen zu tun. Ruth setzte sich nach hinten zu den Taschen, und Padmo nahm auf dem Beifahrersitz Platz. Sehr gesprächig war er nicht auf der etwa halbstündigen Fahrt, bis er wieder ausstieg, aber ein paar Informationen konnten wir ihm dennoch entlocken. Er baut Häuser und farmt. Er ist genauso alt wie wir und hat drei Kinder. Für deren Schule bezahlt er 15 Dollar pro Kind und Halbjahr. Das ist viel Geld, so dass er sich gut überlegen muss, wie viele Jahre er seine Kinder zur Schule schicken kann. Padmo spricht fünf Sprachen, darunter Tonga, Schona und Englisch. Zum Sonnenuntergang erreichten wir Binga am Kariba-See. Bei der Kalizwe-Lodge bekamen wir einen Campingplatz und machten Wurstsalat. Leider wartete im Kühlschrank noch eine nette Überraschung: Fünf der sechs Eier hatten auf der Holperstraße ihren Karton verlassen und entschlossen, sich im Kühlschrank zu verteilen. Diese klebrige Eierpampe beseitigten wir auch noch. Tipp: Es geht wesentlich schneller, wenn man den matschigen Gitterkorb NICHT auf die Wiese stellt. Gras und Sand bilden eine erstklassige Panade. Mit Blick auf den Kariba-See beendeten wir diesen Abend.
tiggi1'558 Beiträge · seit 201114. Apr. 2013 · #229
Hallo Uwe, danke für den Tipp, wie man entlaufene Eier entsorgt. Dein Humor ist mir sehr sympathisch - nur weiter so! 😉 Du machst Tommy Jaud echte Konkurrenz. Liebe Grüße Biggi
rebecca935 Beiträge · seit 200615. Apr. 2013 · #230
Hallo Ihr 2!
Überraschung: Fünf der sechs Eier hatten auf der Holperstraße ihren Karton verlassen und entschlossen, sich im Kühlschrank zu verteilen.
Gibt es nicht genau für so etwas von einem bekannten Lebensmittelaufbewahrungswarenhersteller eine Form für den Transport von rohen Eiern ? 😛 Ich habe gut reden, wir kochen die Eier immer vorher 😗 Sonnige Grüße Rebecca
habe grad den Zim-Teil verschlungen,vielen Dank für den RB überhaupt. Da ich gerade die Planung für Zim nächstes Jahr aufnehme, bin ich über jede Info bzw. RB happy 😁
vielen Dank, es macht soooo viel Spass mit Euch zu reisen. Eure Schilderungen versetzen mich "mitten rein" in das afrikanische Leben und die Bilder tun das übrige, damit ich sofort Fernweh bekomme. 😎
Da es bei uns noch einige Monate dauert, bitte schnell weiter schreiben, damit ich wenigstens mit Euch in Afrika unterwegs sein kann.
KAKarinK106 Beiträge · seit 201315. Apr. 2013 · #233
Liebe Ruth, lieber Uwe!
Euer Reisebericht ist so schön geschrieben, man fühlt sich, als ob man live dabei wäre. 😁 Und wieder mal gaaanz tolle Fotos - die Farben leuchten ja richtig!!! 😁
Von mir aus kann's noch lange so weitergehen ... und bitte nicht an Fotos sparen! 😉
Ach, eine wirklich intensive Reiseerfahrung! Nochmals, vielen Dank für die schönen Bilder und die lebendigen Beschreibungen eurer Reise. Besonders die Bilder im frühen Licht haben es mir angetan, zauberhaft. Genau für diese schönen Stunden in der Morgenstimmung stehen wir immer vor Sonnenaufgang auf, obwohl wir eigentlich zwei Schnarchnasen sind... 😗
Zum "Spaß" mit den Eierkartons: Hilfreich für Rüttel- und Hüpfpisten ist es, die Eierkartons so unterzubringen, dass sie fest verpackt (umwickelt) sind und kein "Eigenleben" entwickeln können (ohne ihnen etwas Schweres auf den Kopf zu stellen). Dann reichen Eierkartons auch für „harten Einsatz“... Wir haben Eier nie im Kühlschrank (ist sowieso kein Platz für das) und hatten noch nie Verluste zu beklagen. Übrigens - bis zu 14 Tagen bietet die Schale des rohen Ei genug Schutz gegen Bakterien und uns ist in diesem Zeitraum noch nie eines schlecht geworden. Ungekühlt, wohlgemerkt.
Grüßle lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200615. Apr. 2013 · #235
@Biggi: Nachdem uns nun schon wiederholt zerbrechliche Lebensmittel (ich denke nur an die neue Flasche Gin) kaputt gegangen waren und wir zum x-ten Mal den Kühlschrank komplett ausräumen und auswischen durften, blieb uns nur der Humor, um den Abend mit guter Laune zu beschließen.
@Rebecca: Ja, von diesem Hersteller gibt es etwas Passendes. Aber wir schleppen auch so schon genügend Krempel mit nach Afrika 😉 Wir haben später herausgefunden, dass auch der originale Eierkarton genügt, wenn man ihn mit Panzerband zuklebt und die Eier so vor der Flucht hindert.
@lilytrotter: Vielen Dank für den Tipp! Die Eier nicht im Kühlschrank aufzubewahren, haben wir uns noch nicht getraut. Probieren wir beim nächsten Mal aus. Zu Hause sind wir auch keine Frühaufsteher. Aber in Afrika ist man um fünf Uhr ja längst ausgeschlafen (wenn man wie wir oft schon um neun ins Bett geht).
@Fleur: Heute verlassen wir zwar Zimbabwe, hoffen aber, dass du trotzdem weiter mitfährst.
@Nicole und Karin: Wir beeilen uns ja schon! Die Fotos auszuwählen, dauert immer ein bisschen.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200615. Apr. 2013 · #236
Donnerstag, 2. August 2012 – Sonnenfinsternis
Der Morgen am Karibasee war sehr gemütlich. Wir frühstückten in der Morgensonne mit Blick auf den See und machten ein wenig Ordnung im Auto.
Es war nach neun, als wir bezahlten und aufbrachen. Am Abend zuvor hatte Uwe beim Vorbeifahren bei einem Dorf ein paar schöne Trommeln am Straßenrand gesehen. Da es jedoch schon spät gewesen war, hatte er Ruth (die sie nicht bemerkt hatte) gegenüber nichts erwähnt, um einen Zwischenstopp zu vermeiden. Nun hatten wir genug Zeit, und so fuhren wir ein paar Kilometer die Schotterpiste bis zu dieser Stelle zurück. Es gab zwei Stände mit handgefertigten Trommeln. Sobald wir anhielten, kamen ein paar Kinder angelaufen, und auch zwei Erwachsene traten dazu. Die Trommeln waren wirklich schön, und wir konnten sie in aller Ruhe ausprobieren. Es war eine sehr entspannte Atmosphäre, niemand wollte uns etwas aufdrängen. Ruth entschied sich für eine mittelgroße Trommel. Nachdem wir bezahlt hatten, fragten wir, ob wir noch ein paar Fotos machen dürften. Normalerweise haben wir Hemmungen, am Straßenrand anzuhalten und einfach zu fragen, ob wir Leute fotografieren dürfen. In diesem Fall standen wir bereits eine ganze Zeit mit den Dorfbewohnern zusammen, und deshalb fiel es uns leichter. Keiner hatte etwas dagegen. Im Gegenteil: Die Kinder fanden es sehr lustig, sich auf dem Monitor der Kamera zu sehen.
Wir boten ihnen an, ein Foto auszudrucken. So ließen wir zur Begeisterung aller ein Gruppenfoto der Kinder da. Alle schrien durcheinander. Ein Vater fragte schüchtern, ob wir von seiner Familie und seinem Verkaufsstand ebenfalls ein Bild machen könnten. Dafür wurden alle Familienmitglieder zusammengerufen. Die Mutter schüttelte das kleinste Kind noch schnell aus seinem T-Shirt und zog es ihm richtig herum an. Nett war auch das Angebot des Mannes, der keinerlei Erfahrungen mit digitalen Medien hatte: Wir könnten zwei Fotos machen – eines für ihn und eines für uns. 🙂
Wir dankten ihm und kauften eine zweite Trommel, die uns noch besser gefiel als die erste. Schließlich fotografierten wir auch noch seine Mutter und ließen einen weiteren Abzug da.
Ruth spielte mit den Kindern ein wenig Ball, den wir für solche Anlässe mitgebracht hatten. Es war ein schönes Erlebnis, mit diesen netten Leuten ein wenig in Kontakt zu treten. Der Mann erklärte uns die Unterschiede und Namen der verschiedenen Trommeln und zeigte uns zusammen mit den Kindern, wie man darauf spielt.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200616. Apr. 2013 · #237
Dann ging es zurück auf die Teerstraße und weiter in Richtung Victoria Falls. Die Straße führte wieder bergauf und –ab vorbei an vielen kleinen Dörfern mit ordentlichen Strohhütten. Überall liefen ein paar Hühner, Ziegen und Kühe herum. Außerdem waren wieder viele Menschen unterwegs.
Wir fuhren auf Brücken über trockene oder Wasser führende Flüsse und hatten immer wieder tolle Ausblicke. Landschaftlich zählte diese Straße sicherlich zu den schöneren.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200616. Apr. 2013 · #238
In Victoria Falls besuchten wir die Wasserfälle. Es herrschte Hochbetrieb, überall liefen Touristen herum. Am Nachmittag hatten wir eine gute Sicht auf die Fälle und konnten immer wieder kräftige Regenbogen beobachten. Wie immer kam an vielen Stellen feiner Sprühregen herunter. Wir verzichteten auf Regencapes und schützten die Kameras mit Plastiktüten. Wir selbst hatten im Nu nasse Haare und durchweichte Klamotten. Die Victoria Fälle sind ein beeindruckendes Naturschauspiel, und im Vergleich zum Anblick von der Sambia-Seite letztes Jahr gefiel uns die Zimbabwe-Seite besser.
Anschließend tankten wir und machten uns auf den Weg in Richtung Kazungula zur Grenze nach Botswana. Am Straßenrand entdeckten wir drei Hornraben.
Es war schönster Sonnenschein, als sich plötzlich der Himmel verfinsterte. Wir näherten uns einem riesigen Flächenbrand. Das Gras am Straßenrand und weit darüber hinaus stand in Flammen. Der Himmel war schwarz von Ruß und Qualm. Die Luft war voller Insekten. Paviane flüchteten auf der Straße. Je weiter wir fuhren, desto dichter wurde der graue Schleier. Die Sonne verfärbte sich rot, und es wurde dunkel wie bei einer Sonnenfinsternis. Es sah richtig unheimlich aus.
Selbst bei der Grenze, wo das Feuer schon längst nicht mehr zu sehen war, hing intensiver Rauchgeruch in der Luft. Wir verließen Zimbabwe und kamen zur Veterinärkontrolle. Als wir vor fünf Jahren an dieser Stelle gewesen waren, mussten wir das Fell von einer südafrikanischen Trommel ziehen und abgeben, die wir im Kofferraum dabei hatten. Diesmal lagen die Trommeln jedoch nicht so auffällig dort, und wir tranken lediglich einen Rest frischer Milch aus. Alles andere durften wir mitnehmen. Die Einreise nach Botswana ging schnell, aber dennoch war es schon dunkel, als wir in Kazungula eintrafen. Wir fuhren nach Kasane und versuchten, einen Campingplatz bei der Chobe Safari Lodge zu bekommen. Zum Glück war noch ein winziger Stellplatz frei, und wir gingen zum Abendessen zum Büffet in die Lodge. Der Campingplatz ist wirklich nichts Besonderes (voll, eng und recht laut), dafür aber zentral gelegen. Durch die intensive Fahrerei in den letzten zwei Tagen haben wir uns einen Tag Vorsprung erarbeitet, so dass wir morgen einen ruhigen Einkaufs- und Ausruhtag einlegen können.
@Nicole und Karin: Wir beeilen uns ja schon! Die Fotos auszuwählen, dauert immer ein bisschen.
Gleich geht's weiter.
Liebe Grüße Uwe und Ruth
Hallo Ihr beiden.
ich würde sagen, Ihr liefert sehr zuverlässig 😉 , denn Ihr seid ganz schön schnell, auch mit dem Fotos auswählen. Da bekomme ich ja fast ein schlechtes Gewissen, denn wenn Ihr zwei Tage einstellt, schaffe ich nicht einmal einen.
Wieder eine schöne Reiseetappe mit schönen Bildern und schönen Geschichten. So freut man sich doch gleich wieder auf die nächsten Tage Eurer Reise.
franzicke2'085 Beiträge · seit 201216. Apr. 2013 · #240
Liebe Eulenmuckels, heute hatte ich mal echt einen recht gebrauchten Tag und hänge ich ziemlich unentschlossen zwischen Sofa und Bett ... zum Glück mit dem iPad in Reichweite, denn mit einem Klick ins Forum und einem Blick auf eure Fortsetzung machen sich doch auch heute richtig gute Gefüle breit. Danke dafür, ich bin total begeistert! Franzicke