herzlichen Dank für den wunderbaren RB. 🙂 Ich entdecke ständig neue Sachen die ich gerne erleben möchte: Jetzt ist noch Mana Pools und der Karibasee hinzugekommen. Schätzungsweise ist das Leben zu kurz und der Geldbeutel zu klein um das alles zu bewerkstelligen. 🤩 Es ist aber schön mit euch on Tour zu sein. Die Fotos von Afrikanischen Alltag gefallen mir sehr.
Habt ihr immer einen kleinen Drucker dabei? Wow, also diese Geschichte mit den Trommeln, ihren Verkäufern und ihren Familien hat mich wirklich sehr angerührt! Was so Kleinigkeiten (für uns) alles ausmachen können! Ich bin seeehr begeistert!
Da ich in letzter Zeit mit meinem eigenen Bericht beschäftigt war, komm ich endlich dazu, mich für euren super Reisebericht zu bedanken.
Bei euren doch oft sehr langen Tagesetappen noch die Zeit zu haben, so tolle Fotos zu schiessen, ist eine grosse Leistung, Hut ab.
Übrigens, wir haben anfangs Januar auch wieder bei der HIVU Nursery bei Mutare gecampt, nachdem man uns in der Musangano Lodge auf dem Chrismas Pass wegen aufgeweichter Camp-Zufahrt weggeschickt hatte. 60 km bei strömendem Regen vergebens gefahren, wir waren stinksauer. Sind dann zähneknirschend und wütend zur HIVU Nursery gefahren. Dort oben haben wir die kälteste Nacht unserer ganzen Reise verbracht, aber wenigstens war die Dusche wunderbar warm 🙂 .
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200616. Apr. 2013 ·
@Nicole: Mit der Zuverlässigkeit ist es heute schon mal nicht weit her. Die nächste Etappe gibt es frühestens morgen. Bitte um Verständnis.
@Franzicke: Wir retten dir gerne den Tag. Schreib einfach, wenn es dir das nächste Mal mies geht. Schicken dir dann einen afrikanischen Sonnenaufgang (oder wahlweise auch einen Sternenhimmel)!
@Guggu: Es ist immer gut, wenn man eine Wunschliste hat. Andernfalls wäre das Leben sehr langweilig. Und das ein oder andere Ziel kann man im kommenden Urlaub immer einbauen (bei uns werden es irgendwie immer zu viele).
@Anti: Seit vorletztem Jahr haben wir tatsächlich einen kleinen Fotodrucker dabei (passt locker in die 20 Kilo Handgepäck – pro Person). Wir denken, dass wir vielen Leuten mit einem Foto eine Freude machen können. Manchmal wurden wir schon aufgefordert zu bezahlen, damit wir fotografieren dürfen. Das machen wir aber grundsätzlich nicht. Als Alternative bieten wir dann einen Abzug des Bildes an.
@Erika: Wir freuen uns sehr, dass du bei uns mitfährst.
Bei euren doch oft sehr langen Tagesetappen noch die Zeit zu haben, so tolle Fotos zu schiessen, ist eine grosse Leistung, Hut ab.
Eigentlich machen wir im Urlaub nichts anderen, als Auto zu fahren und zu fotografieren (manchmal auch gleichzeitig) 😉 Du hast Recht, wir haben ziemlich viel Zeit im Auto verbracht (zum Glück kommen wir gut miteinander aus). Andererseits haben wir auch "nur" sechs Wochen und nicht vier (!) Monate im Jahr Zeit, um Neues in Afrika zu entdecken. Nochmal vielen Dank für deine Tipps, die du uns beim letzten Pfingst-Braai für die Tage in Zimbabwe gegeben hast. Auf die Hivu Nursery wären wir von alleine nie gekommen. Die Fahrt dorthin und der Ausblick waren wirklich toll. Und gefroren habt ihr dort wenigstens auch! 😛 Viele Grüße auch an Mister Toni.
jetzt bin ich in den Genuss gekommen, die letzten Tage nachzulesen und ich bin wie immer begeisert 😈 !!! Die blutrote Sonne hat etwas magisches! Ich freue mich auf die Fortsetzung!
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200617. Apr. 2013 ·
Freitag, 3. August 2012 – Kasane
Der „Ausruhtag“ verlief folgendermaßen: Wir schliefen bis sechs Uhr aus, freuten uns darüber, dass es schon recht warm war und rochen den Rauch in der Luft, der von dem gestern beobachteten Buschbrand nach Botswana gezogen war. Wir frühstückten in Ruhe, Ruth ging duschen, dann wuschen wir Wäsche und hängten sie in die Sonne.
Anschließend fuhren wir unsere Besorgungsrunde. Erste Station: Geldautomat, zweite Station: Garden Lodge. Dort meldeten wir uns für die nachmittägliche Bootstour auf dem Chobe an. Dann fuhren wir zum Metzger und kauften eingeschweißtes Grillfleisch. Nun ging es zum Sedudu-Gate des Chobe Nationalparks. Wir bezahlten die Eintrittsgebühren für die kommenden Tage, um diesen Aufwand morgen früh zu sparen. Dabei erfuhren wir, dass die Einschränkungen hinsichtlich der Chobe River Front nun tatsächlich umgesetzt werden. So dürfen wir als private Fahrer nicht schon morgens, sondern erst ab neun Uhr und nur von Ost nach West zwischen Sedudu Gate und Serondela fahren. Ab sechs Uhr dürfen wir auf einer Stichstraße bis Serondela fahren und dann entweder Richtung Westen (Ihaha) oder nach Osten abbiegen. Die nächste Station war der Spar Supermarkt. Wir kauften Lebensmittel für die kommenden Tage in den Nationalparks ein. Anfangs konnten wir uns über den Einkauf kaum mit Worten verständigen, denn eine Damenstimme hämmerte in maximaler Lautstärke aus den Deckenlautsprechern. Es ging um irgendwelche Gewinnspiele per SMS, an denen die Kunden teilnehmen können. Die blecherne Durchsage nahm kein Ende und ging uns durch Mark und Bein. Immer wenn die Stimme erneut ansetzte, zuckten wir wie unter Strom zusammen. Obwohl wir unser eigenes Wort nicht verstanden, schmunzelten wir über die Situation, die man so wohl nur in Afrika erlebt und deretwegen wir auch – unverständlicherweise – so gerne hierher kommen. Danach stärkten wir uns gegenüber bei KFC mit einer Pommes und einem Burger. Schließlich hielten wir auch beim Choppies Supermarkt, um unseren Proviant um die noch fehlenden Details zu vervollständigen. Als wir wieder auf dem Campingplatz waren, hatten wir nur noch eineinhalb Stunden bis zum erneuten Aufbruch zur Garden Lodge. Uwe sicherte Fotos, duschte, und wir spülten. Bei der Lodge gab es wie immer Kaffee und Kuchen, bevor wir zur Bootsfahrt aufbrachen. Das Boot hatten wir ganz für uns alleine. Der Fahrer schipperte uns den Chobe entlang, erzählte uns einiges über Tiere und Pflanzen, z. B., dass Kudus an bestimmten Büschen nur wenige Minuten lang fressen, bis diese einen Abwehrstoff entwickeln. Wir sahen sehr viele Wasservögel, Elefanten und Büffel, Zebras, Giraffen, Wasserböcke, Krokodile und einen Waran, der sich den Bauch an einem toten Catfish vollschlug.
Für lilytrotter:
Es waren Marabus und Schreiseeadler unterwegs, Schlangenhalsvögel tauchten nach Fischen. Einer drehte seine Beute so lange, bis er sie mit dem Kopf voran verschlingen konnte.
Es war ein abwechslungsreicher Ausflug, aber zum Fotografieren war das Licht nicht besonders gut, da immer noch sehr viel Rauch in der Luft hing. Dennoch hat es uns gefallen.
Von der Garden Lodge fuhren wir zum Campingplatz, schlugen das Zelt auf und gingen zum Abendessen. Noch einmal genossen wir das Büffet, bevor es morgen wieder aus der Stadt in die Einsamkeit der Nationalpark-Camps geht.
was sind da wieder für schöne Bilder dabei! Besonders die Vögel haben es mir angetan. Die Buschbrände haben sicher für das kräftige Rot des Sonnenuntergangs gesorgt. Sie sind das Einzige worüber auch ich mir einige Sorgen mache, wenn ich im Juni nach Botswana reise.
Fleur de Cap1'409 Beiträge · seit 201017. Apr. 2013 ·
Hallihallo,
tolle Aufnahmen habt Ihr gemacht...und das mit dem Metzger war bei uns in Kasane in Fehlgriff. Den Metzger, den wir aufgesucht hatten...da wollten wir erst gar kein Fleisch kaufen. Haben uns halt im Supermarkt eingedeckt. Aber schön wars und Dein Bericht macht Lust, da wieder hin zu gehen.....
Normalerweise wiederhole ich mich nicht gern. Aber für euch mache ich eine Ausnahme: IIch bin total begeistert ! - euer kurzweiliger Schreibstil und dann - die Bilder - einfach nur Spitzenklasse
Hallo Eulenmuckels, man, dass es so toll weitergeht ... klasse! Ich war euch ein paar Tage untreu und habe jetzt alles nachgeholt - und dabei festgestellt, dass wir im August eine gemeinsame Nacht auf der Chobe Safari Lodge Campsite verbrachten. Wir standen auf Campsite No. 1, direkt am Weg zur Lodge und am Schild "Beware of crocodiles" . Grübel, grübel --Erinnerung??? Da sind wir uns bestimmt über den Weg gelaufen? 🤪 Unsere Tour führte uns dann nach Simbabwe, nun folge ich euch aber gerne durch den Caprivi. Liebe Grüße Biggi
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200618. Apr. 2013 ·
@Ina: Ich würde mir keine Sorgen wegen Buschbränden machen.
@Stephan und Dagmar: Danke 😊
@Fleur: Warst du nicht bei "Marios Meat Market"? Dort sah alles sehr appetitlich aus, und das Fleisch hat super geschmeckt. Dort würden wir sofort wieder einkaufen.
@Karsten: Noch sensationeller fanden wir, dass er an dem Brocken nicht erstickt ist. Aber wer den Hals nicht voll genug kriegen kann, muss eben würgen.
@Biggi: Wie lustig! Da hätten wir ja zusammen essen gehen können. Wir standen ganz außen (an der Westgrenze). Wir müssen dich enttäuschen: Es geht nun gar nicht in den Caprivi, sondern in den Chobe und Moremi bis Maun. Hoffen, das ist auch OK 🙂
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200620. Apr. 2013 ·
Samstag, 4. August 2012 – Chobe
Wie war der Tag? Schön, aber schnell zu Ende. Wir standen um kurz nach fünf auf. Es war noch ziemlich dunkel, außer uns regte sich kaum etwas auf dem Campingplatz der Chobe Safari Lodge (Oder wart ihr schon wach, Biggi?). Nachdem wir uns parat gemacht und alles zusammengepackt hatten, ging es los. Uwe hatte noch das neu gekaufte Päckchen Eier mit Panzerband zugeklebt, damit wir den Inhalt diesmal auf dem Teller genießen können. Kurz nach sechs standen wir zwischen einem Dutzend Safari-Autos, die bis auf den letzten Platz mit Touristen besetzt waren, am Sedudu Gate. Im Büro zeigten wir unser Permit und trugen uns in das Eingangsbuch für private Fahrer ein. Als Uwe fragte „Ist es richtig, dass wir hier nicht in den Chobe-Park fahren dürfen?“, sagte der Park-Ranger nur: „Just enter here!“ Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Zwischen den anderen Autos fuhren wir bei Dämmerlicht hinunter zum Chobe. Immer noch hing Rauch in der Luft, die Sonne kam noch nicht dagegen an. Es wirkte ein bisschen gespenstisch. Auf dem ersten Abschnitt entlang des Flusses stellten wir fest, dass der Wasserstand dieses Jahr tatsächlich sehr niedrig war. Außer ein paar Vögeln entdeckten wir keine Tiere. Eigentlich war unser Plan, hinter den Safari-Wagen her zu fahren. Doch nachdem wir einige Zeit an einigen Geier-Bäumen geschaut hatten, hatten wir plötzlich den Anschluss verloren und standen alleine am Fluss.
So mussten wir uns auf das eigene Gespür verlassen. Ruth entdeckte ein Pärchen Wassertriele, die äußerst gut getarnt am Boden brüteten.
Außerdem sahen wir Giraffen, Impalas, Warzenschweine und wieder jede Menge Wasservögel: Kormorane, Zwergtaucher, sämtliche Reiher-Arten, Löffler, verschiedene Störche und Blaustirnblatthühnchen. Ruth markierte in ihrer Handy-App alle Vögel und kam auf über 30 verschiedene.
Am späten Vormittag erreichten wir den Picknickplatz Serondela. Dort tranken wir Tee und Kaffee und aßen Brötchen mit Marmelade und Nutella. Während Uwe ein bisschen las, pirschte Ruth mit dem Fotoapparat verschiedenen Vögeln hinterher. Sie knipste Glanzstare, Drosslinge, Angola-Schmetterlingsfinken und einen seltenen Toko, der einen orangenen Schnabel hatte.
Schließlich kam ein Safari-Fahrer und fragte uns, ob wir noch lange bleiben wollten, da er gerne für seine Gäste hier ein Picknick aufbauen wollte. So fuhren wir weiter nach Westen.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200620. Apr. 2013 ·
Bis nach Ihaha war es nicht allzu weit. Wir sahen noch ein paar Schreiseeadler, Marabus, große Elefantenherden, Paviane, Kudus, Gabelracken und viele Giraffen.
Am Camp checkten wir ein. Die uns bei der Reservierung zugeteilte Campsite Nummer 3 war interessanterweise bereits vergeben. So erhielten wir die Nummer 4, die uns ebenfalls gut passte. Wir aßen Rauchfleisch aus Windhoek, Fleischwurst aus Swakopmund und Brot aus Kasane. Anschließend spülten wir und duschten. Gemütlich saßen wir im Schatten und freuten uns über die Vögel und eine kleine Eidechse, die uns besuchten.
Als wir gerade zum nachmittäglichen Gamedrive aufbrechen wollten, kam eine riesige Elefantenherde den Hang herunter und lief quer über unseren Stellplatz zum Wasser. Wir entschieden uns um, ließen das Auto bei den Ablutions stehen und folgten den Elefanten in einigem Abstand.
Auf diesen Moment hatte das Diebespack nur gewartet. Als die Meerkatzen die ganze Zeit arglos im Baum gesessen hatten, als könnten sie kein Wässerchen trüben, hatten sie in Wahrheit die Lage genauestens gecheckt.
Während wir fasziniert die Elefanten beobachteten, kletterte das Gesindel durch das halboffene Fenster ins Auto und klaute eine Tüte mit getrockneten Guavenscheiben. Wir lernen auch nicht dazu. Zu dämlich, das Fenster zu schließen! Zum Glück richteten sie kein weiteres Chaos im Wagen an und suchten schnell das Weite, als Uwe sich näherte. Mit diesem Pack muss man aber auch jederzeit rechnen! Schließlich drehten wir noch eine kleine Runde westlich des Camps. Dabei sahen wir Zebramangusten, Elands und eine Horde Paviane. Besonders ein Baby war niedlich. Entweder krallte es sich an der Mutter fest und versuchte, auf ihren Rücken zu klettern, oder es spielte mit einem Elefanten-Haufen, indem es ihn erkletterte und – mutig – wieder heruntersprang.
Zurück im Camp kauften wir noch etwas Feuerholz und sahen eine Eule im Baum sitzen. Wir genossen den Sundowner und konnten uns nur schwer zwischen der untergehenden Sonne und den vielen Elefanten, die zum Wasser kamen, entscheiden.
Wir waren gerade dabei, das Abendessen vorzubereiten, als die Invasion der Käfer begann. Hunderte von ihnen schwirrten plötzlich durch die Luft und setzten sich auf alles, was sich bot: Jacken, Haare, Tisch, Teller, Zelt, Auto und Salat. Normalerweise freut sich Ruth über jedes noch so kleine Tierchen und nimmt es auf die Hand. Aber hier war der Spaß vorbei. Nachdem sie den x-ten Käfer aus der Salatsoße gefischt hatte, ließ sie regelrecht hysterisch das Messer fallen und das Abendessen Abendessen sein. Husch (!) war sie schimpfend im Dachzelt hinter dem Mokitonetz verschwunden. Pong, pong, pong flogen die Käfer eine Angriffswelle nach der anderen gegen das Auto. Uwe stand ein wenig verloren neben der Feuerstelle und vor der Entscheidung, alleine Käfer zu essen oder mit seiner motzigen Frau im Zelt zu hungern. So waren wir bereits um viertel nach sieben im Zelt. Mit Gin Tonic und Rotwein machten wir es uns dort gemütlich und ließen die doofen Käfer draußen schwirren. Schade um den schönen Abend in Ihaha, der mit den Elefanten und dem tollen afrikanischen Sonnenuntergang so vielversprechend begonnen hatte. Nach etwa einer Stunde war der Käfer-Spuk zwar wieder vorbei, aber da konnten wir uns schon nicht mehr zum Kochen aufraffen. An diesem Abend dachten wir an Cora und Gert, mit denen wir vor zwei Jahren hier zwei lustige Abende verbracht hatten. Die beiden waren auch wieder im südlichen Afrika unterwegs, wahrscheinlich im KTP.
cheesemaker128 Beiträge · seit 201020. Apr. 2013 ·
hallo aus dem hohen norden, die cheesemaker haben mal wieder eine frage. wie waren die temperaturen in kasane und ihaha? konntet ihr die abende am feuer ausklingen lassen (wenn die käfer es zuließen)? wir haben letzten oktober camper getroffen, die aus ihaha kamen und von wirklich schrecklichen hygienischen zuständen berichteten. daraufhin haben wir einen großen bogen um das camp gemacht. wie sah es bei euch aus? viele grüße, sonniges wochenende wünschen martin und kara