Mit dem Reisebus zum Nordkap.

Reisebericht 99 Antworten · 21,3k Aufrufe · gestartet 09. Juni 2020 von Papa Kenia
Themenstarter541 Beiträge · seit 201209. Juli 2020 ·
Tag 19

Langsam ging der Urlaub zu Ende.

Nach einer absolut ruhigen Nacht wachte ich gegen 5.30 Uhr auf und machte mich in aller Ruhe fertig. Die Sonne schien. Es war ein lausiger Morgen.

Mehrmals hatte ich während der Reise gedacht: ‚wenn es jetzt nach Hause ginge, wäre es auch nicht so tragisch‘. Das waren Momente, an denen uns Petrus einen Strich durch die Rechnung machte und fiese, fette Wolken vor die Sonne schob. Doch nun wurde ich ein bisschen trübsinnig, dass bald alles vorbei sein sollte.

Zunächst wurde ausgiebig gefrühstückt. Später räumten alle ihre Zimmer und startklar warteten dann 33 Leute am Bus. Und warteten. Und warteten. Ja, wo ist er denn? Wo bleibt Jürgen? Sören wollte kurz nach dem Rechten sehen, kam nach ein paar Minuten ohne Jürgen, aber mit Busschlüssel zurück. Da Sören wusste, wie man die Ladeluken öffnet, hievten wir Männer unsere Koffer in den Bus.

Während der Warterei und Packerei hielt mir Peter die besagte Reisetasche vor mein Gesicht. „Das ist sie.“

„Zeig mal. Mach‘ mal los.“

Peter zog den Reißverschluss der Tasche auf. Diese war wirklich randvoll mit Rollfilmen und Schachteln. Unglaublich.

Als Jürgen dann endlich, aber noch einigermaßen verschlafen um die Ecke kam, musste er leicht grinsen und dankte uns, dass wir ihm viel Arbeit abgenommen hatten.

Mit fünfundzwanzig Minuten Verspätung fuhren wir los. Es fiel aber nicht ein einziges blödes Wort über Jürgens Verspätung. Busfahrer sind ja auch nur Menschen.

440 km lagen heute vor uns. Das würde wieder eine Mördertour werden. Der Brigsdal-Gletscher sollte unser erstes Tagesziel sein.

Sören hatte uns bereits gestern über diese Tour aufgeklärt. Bei Ankunft kann man zum Gletscher zu laufen. Pro Strecke würde der Weg rund 50 Minuten dauern. Dann hat man noch gute 10 - 15 Minuten Zeit, um Fotos zu schießen bzw. den Gletscher und den Wasserfall zu bewundern.

Für die Fußkranken und Lauffaulen gab es die Möglichkeit, mit einer Art Golfwagen, sog. Trollbil, bis zu einer Parkmöglichkeit in der Nähe des Gletschers zu fahren. Vor dort aus waren es trotzdem noch mal 10 Minuten zu Fuß. Diese Alternative kostete allerdings 20 Euro. Das waren die einzigen Kosten während der gesamten Reise, die nicht durch den Reiseveranstalter abgedeckt waren. Ansonsten waren alle Eintrittsgelder für Museumsbesuche, für Seilbahnfahrten und was sonst noch so anfiel, im Reisepreis enthalten.

Mehr als die Hälfte unserer Reisegruppe nutzte diese Option. Das waren für mich persönlich so ziemlich die bestinvestierten 20 Euro in letzter Zeit. Sieben Personen passten in so ein Wägelchen. Zwei 3er Reihen und eine Person vorne neben Fahrer bzw. Fahrerin. Wir hatten eine Fahrerin erwischt. Und dann ging es hier ebenfalls serpentinenartig zum Gletscher.

Umgang mit Wolken und Nebel waren wir in den letzten Tagen ja gewöhnt. Nun kam aber auch noch Nässe dazu. Der Weg führte in unmittelbarer Nähe des Wasserfalls Kleivafossen über eine Holzbücke. Die Wassermassen schossen unter der Brücke durch. Je näher unser Trollbil kam, desto mehr spürten wir die Wasserspritzer des Wasserfalls. Für die Überquerung der Brücke brauchten wir höchstens 15 Sekunden. Diese Zeit reichte jedoch, um gut feucht zu werden.

Die Kamera hatte ich vorsichtshalber unter meine Jacke geklemmt. Nach einer 10minütigen Fahrt hielten wir am Parkplatz und mussten ab hier das letzte Stück zu Fuß Richtung Gletscher laufen. Selbst die letzten Meter hatten es in sich. Es zog sich ganz schön bergauf. Und der ein oder andere legte doch noch eine kleine Verschnaufpause ein.

Der Gletscher bot nicht viel. Graue Felswände, mit dunkel erscheinenden Eismassen, da-rüber dicke Nebelschwaden und dunkle Wolken. Alles in allem ein Grau in Grau. Der Wasserfall war auch nicht so der Brüller. Wer weiß, bei Sonnenschein wäre alles vermutlich viel, viel schöner gewesen.

Nach einer Stunde war Treff am Parkplatz, von wo aus wir mit unseren Wägelchen wieder zum Ausgangspunkt zurückfuhren.

Wer wollte, hatte noch ausgiebig Gelegenheit für eine kleine Stärkung oder Zeit, um irgendein Souvenir in dem gut bestückten Shop zu kaufen.

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Es folgte eine Fährfahrt über den Sognefjord. Wir genossen die letzte Fährfahrt bei strahlend blauem Himmel und einer gefühlten Temperatur von 25 Grad. Die Fahrt dauerte leider nur rund 10 Minuten.

Bei unserer Weiterfahrt fuhren wir durch den 24 Kilometer langen Lærdalstunnel. Der längste Straßentunnel der Welt. Alle sechs Kilometer fährt man durch Hallen, die in blaues Licht getaucht sind. Das war sehr imposant. Mitten im Tunnel gibt es sogar einen Kreisverkehr. Von einem Kreisverkehr in einem Tunnel hatte ich bisher noch nie gehört. Und erst recht keinen gesehen. Norweger scheinen sowieso Weltmeister in Tunnel- und Brückenbau zu sein.

Der nächste Fotostopp war am Sysendamm. Ein riesiger Stausee, der nur aus Naturstein-en gebaut wurde. Hier bekamen einige Leute von uns noch Kontakt zu einem Pärchen aus Wuppertal, das mit ihrem Wohnmobil unterwegs war. Es folgte ein kurzer Informationsaustausch, wer welche Route bereits hinter oder noch vor sich hat.

Als sie hörten, dass wir drei Wochen mit dem Bus unterwegs sind, waren sie zunächst leicht entsetzt. Nachdem wir ihnen geschildert hatten, wo wir überall waren und was wir gesehen hatten, bekamen sie lange Ohren und Glanz in den Augen.

Ein vorletztes Mal hielten wir auf einem kleinen Parkplatz mit phantastischem Blick auf den See Vassbygdevatnet. Die Kaffeebar wurde wieder geöffnet und alle hatten Zeit, sich noch 30 Minuten die Füße zu vertreten oder Fotos zu schießen.

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Die letzte Rast für heute machten wir am Wasserfall Vøringsfossen, der 183 m senkrecht fällt. Der Blick auf die Wassermassen ist schon imposant. Der Vøringsfossen ist angeblich einer der meist besuchten Attraktionen in Norwegen. Leute, die nicht ganz schwindelfrei sind, haben aber ihre Probleme, in diese Tiefen zu schauen.

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Um 19.30 Uhr kamen wir dann total fix und fertig in Eidfjord an. Eidfjord ist ein Dörfchen am Handangerfjord. Das Hotel ist halbkreisförmig im Landhausstil gebaut. Es liegt wenige Meter vom Fjord direkt am Wasser. Hier befindet sich eine Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe. Der Ort an sich ist recht überschaubar.

Auch hier war das Zimmer wieder absolut großzügig gehalten und geschmackvoll möbliert.

Dieses Hotel Vorinfoss sollte nun unsere letzte Unterkunft für diesen Urlaub sein. Zumindest an Land. Eine Übernachtung an Bord der Fähre nach Dänemark lag ja noch vor uns.

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zuletzt bearbeitet 09. Juli 2020
3'386 Beiträge · seit 200909. Juli 2020 ·
Hallo Dieter,

der Wasserfall Voringsfossen ist uns bekannt, ebenso Euer Hotel in Eidfjord, das Vorinfoss, wo wir mit der AIDA am Anleger eben dieses Hotel mehr oder weniger "zugedeckt" haben.

Hinter dem Hotel und dem Kreisverkehr gibt es herrliche Wanderungen. Eine tolle Landschaft ist das dort.

Herzliche Grüße
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter541 Beiträge · seit 201211. Juli 2020 ·
Hallo bayern schorsch,
wo wir mit der AIDA am Anleger eben dieses Hotel mehr oder weniger "zugedeckt" haben.
Wir waren froh, dass uns kein „Pott“ die Aussicht weggenommen hat. Morgen gibt es den letzten Teil!

Schönes Wochenende!

LG
Dieter
Themenstarter541 Beiträge · seit 201212. Juli 2020 ·
Tag 20

Letzter Tag in Norwegen.

Ab 6 Uhr gab es Frühstück. Bereits um 6.45 Uhr hieß es Koffer verladen. Haben wir noch Urlaub oder sind wir jetzt schon auf der Flucht Richtung Alltagstrott? So früh waren wir noch nie dran!

Dieser Tag begann mit dem, wie der gestrige Tag aufgehört hatte. Mit einem Wasserfall. Dem Steindalsfossen. Er ist nicht übermäßig hoch. Nur so rund 50 Meter. Aber er ist der einzige Wasserfall Norwegens, bei dem man hinter den Wasservorhang laufen kann und quasi durch die Wassermassen hindurchschaut.

Dorthin gelangt man über eine kleine Steinbrücke. Zwei kleine Souvenirläden, davon eins mit integriertem Café, fügten sich richtig harmonisch ins Landschaftsbild und gaben verliehen diesem Ort sogar ein wenig Romantik.

Ich konnte mir aber gut vorstellen, dass bei der Größe des Parkplatzes hier auch mal die Hölle los sein kann.

Aber heute Vormittag waren wir die einzigen Touristen.

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Anschließend hieß es Endspurt mit Ziel Bergen, wo wir heute Nachmittag einschiffen würden.

Am Hafen hielt Jürgen kurz für einen Fotostopp. Der Platz war ungünstig gewählt. Das hätte man sich auch sparen können. Das einzig Interessante lag vor uns. Die Stadt. Ein wenig am Hang hochgebaut. Voll im Gegenlicht, so dass ein vernünftiges Fotografieren fast unmöglich war.

Es folgte das letzte ‚Highlight‘. Jürgen steuerte eine Parkbucht in der Nähe der Fløibahn an. Hier oder irgendwo hier in der Nähe würde Jürgen heute Nachmittag mit dem Bus wieder auf uns warten. Die Gruppe stieg aus und machte sich zu Fuß auf den Weg zur Bahnstation. Die Fløibahn ist eine Standseilbahn und fährt in 20minütigem Rhythmus auf den 320 m hohen Fløyen.

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Wir hatten riesiges Glück. Nachdem Sören die Tickets gekauft und verteilt hatte, konnten wir sofort durch die Absperrung gehen. Fünf Minuten später fuhr die erste Bahn nach oben.

Auf dem Plateau hoch über der Stadt herrschte bereits ein reges Treiben. Man hat von hier einen spektakulären Blick auf Bergen. Es gibt ein Café sowie einen Souvenirladen. Hier könnte man es schon etwas länger aushalten.

Die Meisten von uns nahmen aber recht schnell die Bahn nach unten. Dort angekommen, konnten wir uns ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Mittlerweile hatte sich eine lange Schlange am Kassenhäuschen gebildet. Man muss auch mal Glück haben!

Bis zur Weiterfahrt war noch eine gute Stunde zur freien Verfügung und diese Zeit wollte optimal genutzt werden.

Ich machte mich allein auf Achse. Erstens bin ich so schneller und zweitens kann ich hin-gehen wohin ich will. Und es gab so viel zu sehen. Der Markt am Hafen, die bunten Häuser, die ankernden Boote, das alles hatte richtig Flair. Meine Kamera hatte Hochbetrieb.

Hauptanziehungspunkt hier unten am Hafen sind jedoch die bunten Holzhäuser des Hanseviertels Bryggen. Die Gebäude an der alten Landungsbrücke stehen unter Denkmalschutz. Zwischen den verschachtelten und engen Gängen befinden sich einige Läden und Cafés. Man kann hier Klamotten und jede Menge Souvenirs oder Kitsch kaufen. Bryggen wurde im Jahre 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Bergen ist die ‚regenreichste Stadt Europas‘. Angeblich regnet es in Bergen an 240 Tagen im Jahr. Aber nicht, wenn wir da sind! Wenn Engel reisen! Ein fast wolkenloser Himmel und sommerliche Temperaturen. Wir haben es uns zum Schluss unseres Urlaubes auch verdient.

Wenn mich einer gefragt hätte, welche Stadt denn nun schöner ist. Trondheim oder Bergen? Ich hätte mich für Bergen entschieden. Soweit eine Beurteilung bei so kurzer Anwesenheit überhaupt möglich war.

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Nun war es Zeit zum Bus zurückzukehren. Wir fuhren auf direktem Weg zum Hafen, der nicht weit vom Fløyen entfernt ist.

Sören holte unsere Tickets und verteilte sie anschließend. Wir gingen wieder mit „kleinem Gepäck“ an Bord der M/S Stavangerfjord. Hier ertönte eine Lautsprecherdurchsage, dass die Kabinen von 8200 bis 8300 noch nicht bezugsfertig seien. Erst in einer Stunde wäre eine Belegung möglich. Mich betraf das nicht. Ich brachte meine Sachen in die Kabine. Diese Kabine lag innen. Bei der Buchung der Reise war keine Außenkabine mehr zu bekommen. Es war alles ausgebucht. So musste ich hiermit vorliebnehmen. Für diese eine Nacht wird das wohl gehen. Ein großes Bild an der Wand mit Wellen sollte wohl einen Blick durch ein Bullauge suggerieren.

Auf Deck 10 ließ ich mir die Sonne ins Gesicht scheinen. Es wehte eine leichte Brise. Der Blick hier oben über den Hafen und über die Stadt war toll. Unten sah man wie Jürgen unseren Bus langsam Richtung Schiffsbauch fuhr.

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So nach und nach kamen alle Reiseeteilnehmer ans Oberdeck. Die M/S Stavangerfjord lief kurz verspätet um 13.40 Uhr aus.

Irgendwann fragte Peter in die Runde, wie es denn mit einem Bier aussieht.

Peter! Du hast manchmal richtig geniale Ideen. Und so setzten wir uns mit sechs Leuten in eine sonnige, fast windstille Ecke und ließen uns beim Gedankenaustausch über die Erlebnisse der letzten Tage das ein oder andere Bierchen schmecken.

Dann kam Jürgen auf mich zu.

„Du!?“ sagte er.

„Ja?“

„Ich hätte bald eine schöne Kabine gehabt. Man hat mir die Kabine 8150 gegeben.“

„Das ist meine.“ Leicht verdutzt schaute ich ihn an.

„Das habe ich mir auch gedacht. Nachdem sie mir die Zimmerkarte ausgehändigt hatten, ging ich also zur Kabine 8150. Drinnen habe ich eine Fototasche und einen Rucksack gesehen und gedacht, komisch, das könnten Dieters Sachen sein.“

„Ja, super?! Kuscheln wir jetzt heute Nacht?“

„Nee“, sagte Jürgen.

„Ich wollte mich ein wenig beschweren. Aber vergebens. Angeblich ist der Pott hier aus-gebucht. Gott sei Dank habe ich Sören noch ans Telefon bekommen. Der hat so seine Kontakte. Er hat sich mit der Reederei in Verbindung gesetzt und nun habe ich eine große Kabine für mich allein!“

„Prima. Für die eine Nacht wäre es aber auch gegangen, oder?“

Um 17.30 Uhr gab es das letzte Abendessen auf unserer Rundreise. Es war ein Buffet aufgebaut, wo es an nichts fehlte. Sogar die Getränke waren wieder inklusive.

Heute lief das WM Endspiel Frankreich gegen Kroatien, das um 17 Uhr begann. Da Deutschland nicht im Endspiel war, interessierte es uns nicht so sonderlich. Als aber irgendwann der Zapfhahn vom Bierfass zugedreht wurde und wir mehr oder weniger auf-gefordert wurden zu gehen, gingen wir noch in die Sportsbar, um die letzte Viertelstunde des Spiels zu sehen.

Gegen 22.30 Uhr ereilte uns doch die Müdigkeit. Der Tag war lang gewesen. Müdigkeit setzte ein und so langsam verschwand einer nach dem anderen in seiner Kabine.
zuletzt bearbeitet 12. Juli 2020
Themenstarter541 Beiträge · seit 201214. Juli 2020 ·
Tag 21

Bereits ab 6 Uhr gab es Frühstück. Ausschlafen können wir ab morgen, wenn wie wieder zu Hause sind. Um 7.30 Uhr war planmäßige Ankunft im Hafen von Hirtshals (Dänemark).

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Das Ausschiffen erfolgte ohne Probleme. Jürgen hatte mit dem Zoll auch keinerlei Schwierigkeiten und so fuhren wir um 8 Uhr Richtung Ruhrgebiet.

Die längste Tagesetappe stand uns bevor. Bis zum Endziel waren es rund 950 Kilometer. Ich würde zirka 150 km früher aussteigen.

Nach 2 Stopps und mehr oder weniger kurzen Pausen hielten wir in Wildeshausen, um die beiden ersten Mitreisenden zu verabschieden.

Hier gab es dann auch noch einen Fahrerwechsel. Jürgen machte es sich wieder auf der Rückbank bequem.

Unser neuer Fahrer Kurti quasselte mir ein wenig zu viel. Wie gut, dass wir fast die ganze Zeit mit Jürgen zu tun hatten.

Der nächste Halt war in Münster an der A43. Es folgte noch eine herzliche Verabschiedung von den anderen Teilnehmern. Schätzungsweise knapp 20 Personen stiegen in die bereits wartenden Shuttlebusse, um nach Hause gefahren zu werden. Die restlichen Teilnehmer hatten noch rund 90 Minuten Fahrt vor der Brust.

Um 20 Uhr war ich wieder da, wo ich vor drei Wochen morgens in aller Frühe abgeholt worden war.

Und damit endet eine anstrengende, aber rundum gelungene Rundreise.

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Fazit:

Vor Urlaubsantritt hatte ich meine Pläne einigen Freunden und Bekannten mitgeteilt. Fast alle meinten, diese Tour wäre Selbstmord.

Zugegeben, die Tour war hart. Richtig Stress. Nix für Sissis und nix für Weicheier. Jede Minute war verplant.

Wenn man nicht gerade in einer Kirche oder einem Museum unterwegs war, saß man in einer Seilbahn oder machte einen Stadtbummel. Oder man war auf einer Fähre. Oder man machte im Bus den Sitzfleischtest.

War man im Bus, bekam man von Sören so geballte Informationen, sodass man manches zu Hause noch mal überdenken oder im Internet noch mal recherchieren musste, wenn man wollte.

Sören ist ein wandelndes Lexikon. Er verfügt über ein riesiges Allgemeinwissen.

Er mutierte zum Alleinunterhalter und las uns Gedichte oder Märchen vor und gab Ge-sangseinlagen. Er erzählte uns Sagen von Elfen und Trollen. Diese Einlagen waren immer absolut passend, weil man kurz darauf irgendeine Sehenswürdigkeit wiedererkannte oder besichtigte. Na gut, Trolle und Elfen haben wir nicht gesehen.

Wir sahen Filmvorführungen über die Samen, über Wikinger, die Vasa, über Norwegen und Norweger im Allgemeinen. Und über Norweger wie sie ‚ticken‘.

Obwohl zwei oder drei Mordsstrecken mit rund 500 km dabei waren, so waren diese Tage trotzdem erträglich. Die Strecken wurden mehrfach durch Fährfahrten aufgelockert. Wir haben die Fährpassagen immer sehr genossen.

Die Tour war hart, aber wunderschön.

ICH WÜRDE ES WIEDERTUN!

Zu einigen Mitreisenden hatte ich auch nach der Tour noch eMail-Kontakt. Alle waren der Meinung. Das war super. Das könnte man glatt wiederholen.

So, das war es! Kommt alle gesund durch die Corona-Zeit!

LG
Dieter
6'387 Beiträge · seit 201114. Juli 2020 ·
Hoi Papa Kenia Nordkap

Danke für den schönen Reisebericht!
War interessant mal so 'mitzufahren'.
Obs aber was für mich wäre wage ich zu bezweifeln 😉
Aber es freut mich dass Du was gefunden hast was Dir auch gefällt obwohl Du nicht mehr nach Kenia kannst.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
373 Beiträge · seit 201314. Juli 2020 ·
Lieber Dieter,

vielen Dank für diesen kurzweiligen und amüsanten Reisebericht. Auch wenn diese Art des Reisens so gar nicht die meinige ist, bin ich doch sehr gerne mitgefahren, weil die skandinavischen Länder schon lange auf meiner Reise-Liste stehen. Und dein Schreibstil ist wirklich klasse - teilweise fühlt man sich, als wäre man live dabei gewesen. Dazu noch deine tollen Bilder - was will man mehr?

Vielen Dank nochmal, ich werde jetzt erstmal deine früheren Reiseberichte durchstöbern 😄
Liebe Grüße
Sonja
6 Wochen Namibia mit Kind - April & Mai 2026 Mannschaftsausflug nach Namibia - April 2023 Südafrika 2020: Von Kapstadt nach Port Elizabeth Namibias Süden + KTP 2017 Namibia/ Botswana 2015: Auf den Spuren der Elefanten Namibia 2013: Die Ersttäter-Tour
3'883 Beiträge · seit 201114. Juli 2020 ·
Guten Abend Dieter,
danke für deine Tour durch Norwegen. Dein Bericht hat mir sehr gut gefallen. Deine Fotos sind natürlich eine extra Klasse. Doch schließe ich mich den VorschreiberInnen an, dass diese Gruppentour für meinem Mann und mich gewöhnungsbedürftig wäre. Andererseits wärst du als Einzelreisender halt doch oft einsam unterwegs. So hattest du Gelegenheit, deine originellen Mitreisenden unter die Lupe zu nehmen 😄 .

Einen schönen Sommer wünscht dir
freshy

Und nicht vergessen: Abstand, Hygiene, Mund-Nasenschutz!
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
4'382 Beiträge · seit 201515. Juli 2020 ·
Kjære Dieter, tusen takk for morsomt rapport fra verdens annenfineste landskap 😛 😛
Hjertelig hilsen
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
274 Beiträge · seit 201715. Juli 2020 ·
Moin,
sehr schöner Bericht, mit tollen Fotos.
Danke
1'414 Beiträge · seit 201315. Juli 2020 ·
Viele deiner Reiseziele habe ich von unserer Postschiff-Sommerreise 2002 wiedererkannt.
Vielen Dank für diesen unterhaltsamen und mit schönen Bildern gespickten Bericht, den ich gerne - mit einem lachenden und einem weinenden Auge - verfolgt habe 🙂 .

Einem weinenden, weil meine lange geplante Lofoten-Fotoreise im März coronabedingt ausgefallen ist 🙁 .
Mit einem lachenden, weil er die Vorfreude auf unsere Hurtigruten-Winterreise befeuert, die ja hoffentlich im November stattfinden wird 🙂 .
Und, weil es im Bericht ein Wiedersehen mit der Midnatssol gab, mit der wir 2019/19 in der Antarktis unterwegs waren 🤩 .
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
Themenstarter541 Beiträge · seit 201216. Juli 2020 ·
An alle: Vielen Dank für die netten Worte! Ich habe mich wirklich gewundert, wieviel diesen Bericht gelesen haben.

@picco
Aber es freut mich dass Du was gefunden hast was Dir auch gefällt obwohl Du nicht mehr nach Kenia kannst
Das allein zählt!


@Sorimuc
Skandinavien ist eine Reise wert!


@freshy
Andererseits wärst du als Einzelreisender halt doch oft einsam unterwegs
An den Zustand habe ich mich inzwischen gewöhnt und komme damit bestens klar!


@CuF
Vær så god


@HartmutBremen
Vielen Dank!


@loeffel
Mit einem lachenden, weil er die Vorfreude auf unsere Hurtigruten-Winterreise befeuert, die ja hoffentlich im November stattfinden wird
Dann gibt es auch bestimmt Polarlichter!

Auch allen alles Gute!
LG
Dieter
zuletzt bearbeitet 16. Juli 2020
1'940 Beiträge · seit 200916. Juli 2020 ·
Lieber Dieter,
auch von mir ein herzliches Dankeschön für deinen wunderschönen Reisebericht.
Viele schöne Erinnerungen an Norwegen hast du geweckt und wir haben deshalb mal wieder unsere Dia's von unserer Motorrad-Tour 1995 raus gekramt. Hatte ganz vergessen, wie oft wir Fähre gefahren, unzählige Wasserfälle bestaunt und tausende Kilometer faszinierender Landschaften genossen haben.
2005 war ich noch mal mit dem Kreuzfahrtschiff in Finnland/Schweden/Norwegen - war auch eine sehr schöne Reise.
Ich musste oft schmunzeln, z.B. wegen der Bierpreise. Wir haben seinerzeit mal 120 DM für eine Kiste Bier, 1 Salatgurke und 2 kg Kartoffeln bezahlt.
Übrigens gefällt mir Bergen besser als Trondheim, das mag auch daran liegen, dass wir 1995 abends in einer Bar den Sänger von A-ha, Morten Harket, zufällig getroffen und 1-2 Bier gemeinsam getrunken haben. Sehr, sehr sympathischer Mann und seine Stimme...jede Frau wäre schockverliebt 😛

Skandinavien ist mehr als eine Reise wert!

Auch wenn ich deine tollen Reiseberichte aus Kenia sehr vermisse, freut es mich um so mehr, dass du uns weiterhin an deinen Reiseerlebnissen, wenn auch anderer Art, teilnehmen lässt.

Ich bin sehr gerne mit dir gereist und freue mich auf dein nächstes Abenteuer!
Bleib' gesund!
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
335 Beiträge · seit 201416. Juli 2020 ·
Hallo Dieter
Auch ich schliesse mich den vielen Dankesagern an. Mein Mann und ich waren mehrmals in Skandinavien mit einem Wohnmobil unterwegs. Das Nordkap haben wir 1989 besucht, da gab es noch keinen Tunnel und wir mussten mit einer Fähre nach Honnigswag übersetzen.
Nächstes Jahr soll es wieder via Baltikum, Finnland nach Norwegen gehen. Hoffentlich lässt es Corona zu.
Liebe Grüsse aus der Schweiz.
Irene
3'386 Beiträge · seit 200917. Juli 2020 ·
Hallo Dieter,

auch von uns nochmals herzlichen Dank für Deinen schönen Reisebericht. Eure Tour war total interessant, die Bilder wunderschön und Deine Erzählungen über Deine Mitreisenden haben uns prächtigst unterhalten.

Ein nicht alltäglicher Bericht - uns hat er sehr gut gefallen. 🙂

Herzliche Grüße,
der bayern schorsch mit der schorschine
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter541 Beiträge · seit 201218. Juli 2020 ·
@Lotusblume
2005 war ich noch mal mit dem Kreuzfahrtschiff in Finnland/Schweden/Norwegen - war auch eine sehr schöne Reise.
Stelle ich mir sehr schön vor. Obwohl ich immer gesagt habe, Kreuzfahrt ist nichts für mich. Aber die Fährpassagen waren super toll!
Ich musste oft schmunzeln, z.B. wegen der Bierpreise. Wir haben seinerzeit mal 120 DM für eine Kiste Bier, 1 Salatgurke und 2 kg Kartoffeln bezahlt
Vermutlich war die Gurke das Teuerste! 😄

@Grosi
Nächstes Jahr soll es wieder via Baltikum, Finnland nach Norwegen gehen. Hoffentlich lässt es Corona zu
Hört sich gut an! Drücken wir uns die Daumen. Baltikum stand für mich für nächsten Monat auf dem Plan. Corona lässt grüßen!

@bayern schorsch + schorschine
Vielen Dank für Deinen Kommentar!

Und alles Gute Euch allen!
LG Dieter
8'744 Beiträge · seit 201018. Juli 2020 ·
Guten Morgen Dieter,

auch von mir noch ein dickes Dankeschön für deinen Bericht. Ich bin gerne virtuell mitgereist - zumal ich keine Ahnung hab', ob es mich auch mal in echt in diese Gegend "verschlagen" wird. Kalt und nass ist so gar nicht mein Ding 🤢 . Aber frau soll nie nie sagen - du hast zumindest gute Überzeugungsarbeite geleistet 😉 .

Jetzt drücke ich dir die Daumen, dass sich deine zukünftigen Reisen bald wieder realisieren lassen - und freue mich schon auf die entsprechenden Reiseberichte!

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter541 Beiträge · seit 201219. Juli 2020 ·
Liebe Bele,
kalt und nass ist so gar nicht mein Ding
Norwegen kann auch „warm“. Habe ich selbst erlebt. Aber natürlich kein Vergleich mit Afrika!
Ich wünsche Dir alles Gute und noch viele Reisen nach Namibia!
Bleib gesund!
LG
Dieter
105 Beiträge · seit 201829. Aug. 2020 ·
Hey,
vielen Dank für deinen ausführlichen und interessanten Reisebericht.

Hierdurch inspiriert, hatten wir uns kurzfristig entschlossen - da ja leider die Afrikareise gecancelt wurde - eine Norwegen-Rundreise mit dem eigenen Auto anzutreten. Ab 15.07. hatte Norwegen die Tür für coronaverseuchte Deutsche wieder geöffnet 😄
Riesiges Glück kam noch dazu, da diese Tür am 28.08. wieder geschlossen wurde (es sei denn man freundet sich mit Quarantäne an) 😮
Wie in diesem Zeitraum auch in Deutschland (05.08. - 26.08.) hatten wir fantastische Wetter - bis 26 Crad.

Da dein Aufenthalt am Briksdalsbreen-Gletscher wie von dir beschrieben nur grau in grau zu sehen war, reiche ich ein paar Bilder nach wie es auch aussehen kann. Allerdings finde ich den Aufwand angesichts des winzigen Gletschers in keinem vernünftigen Verhältnis. Da bietet die Andenregion doch deutlich interessanteres, und darauf freue ich mich schon. Ich hoffe nur, dass nicht auch noch diese Reise nur aus Planung besteht - die Sterne stehen bereits ungünstig - 🙁

LG
Schoggi


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Themenstarter541 Beiträge · seit 201225. Sept. 2020 ·
Hallo Schoggi,

vielen Dank für Deinen Kommentar und die Bilder.
Ich wusste, dass es dort bei Sonne viel schöner ist 🙂.
Daher war ich fast zeitgleich, als DU die Bilder hier eingestellt hast, noch mal am Briksdalsbreen. Hier die Beweise!
Alles Gute, Gesundheit und viel Glück für die nächsten Reiseplanungen.

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LG
Dieter