Liebe Fomis,
seit einer Woche sind wir zurück von unserer mittlerweile 5. Reise in unser Lieblingsland. Für die vielen hilfreichen Tipps und Empfehlungen aus dem Forum sowie aus Freude darüber, auf diese Weise die Reise noch einmal erleben zu dürfen, möchte ich mich mit einem Reisebericht bedanken. Am Anfang ist er leider etwas textlastig, das wird sich aber schon bald ändern

Ich freue mich, wenn ihr Lust habt, mit mir zu reisen und hoffe, dass ich den ein oder anderen von euch ebenfalls inspirieren kann.
Das sind übrigens wir: Mein Mann Marc, unsere Tochter Sophia und ich, Sonja. Auf geht's!
Im Frühjahr 2026 haben wir uns einen lang gehegten Wunsch erfüllt: Bevor unsere Tochter kommenden September eingeschult wird, wollten wir noch einmal für mehrere Wochen als Familie unterwegs sein. Bei der Wahl des Reiseziels waren wir uns direkt einig – zum inzwischen fünften Mal sollte es nach Namibia gehen
Was uns an Namibia besonders begeistert, ist die unglaubliche landschaftliche Vielfalt. Innerhalb weniger Kilometer verändert sich die Umgebung oft komplett. Die Weite des Landes, das warme Licht am späten Nachmittag und der spektakuläre Sternenhimmel gehören für uns zu den schönsten Naturerlebnissen überhaupt. Auch die Tierwelt spielt natürlich eine Rolle, unser Fokus liegt aber nicht auf Safari. Lieber kombinieren wir Naturerlebnisse, Wanderungen und landschaftliche Höhepunkte mit einzelnen Pirschfahrten oder geführten Touren.
Wir lieben außerdem die herzlichen Menschen, die oft außergewöhnlichen Unterkünfte, das gute Essen, die hervorragenden südafrikanischen Weine und das angenehme, trockene Klima. Nicht zuletzt verbinden wir mit diesem Land mittlerweile viele besondere Erinnerungen – vom Heiratsantrag über unsere erste Fernreise mit Sophia bis hin zu einigen unserer schönsten Reiseerlebnisse überhaupt.
Für diese Reise hatten wir knapp
sechs Wochen Zeit und waren nahezu im gesamten Land unterwegs – vom Fish River Canyon im äußersten Süden bis zu den Epupa-Fällen an der Grenze zu Angola im Norden. Lediglich den Nordosten mit dem Caprivi-Streifen ließen wir diesmal aus, da wir diese Region bereits auf einer früheren Reise intensiv erkundet hatten. Ansonsten standen sowohl einige unserer Lieblingsorte als auch Regionen auf dem Programm, die sich schon lange auf unserer Wunschliste befinden.
Bei der Planung haben wir uns an einigen Erfahrungen aus unseren früheren Namibia-Reisen orientiert. Unser Ziel war es, die Reise möglichst entspannt zu gestalten, weshalb wir darauf geachtet haben, an den meisten Orten zwei bis drei Nächte zu bleiben. Nur an wenigen Stellen gibt es Einzelübernachtungen – und diese vor allem deshalb, um längere Fahrstrecken sinnvoll aufzuteilen.
Grundsätzlich haben wir versucht, die Tagesetappen auf etwa 300 Kilometer beziehungsweise drei bis fünf Stunden reine Fahrzeit zu begrenzen. Natürlich dauert ein Fahrtag in Namibia meist länger, weil man unterwegs immer wieder für Fotos, Aussichtspunkte oder spontane Entdeckungen anhält. Für uns gehört genau das zum Reiz des Reisens dort dazu: Nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg ist Teil des Erlebnisses.
Ein weiterer Gedanke bei der Routenplanung war die Jahreszeit. Da wir über mehrere Wochen unterwegs sein würden, bewegten wir uns im Verlauf der Reise zunehmend Richtung Winter. Deshalb haben wir die
Route im Uhrzeigersinn geplant: Zunächst ging es in den Süden des Landes, wo wir zu Beginn noch auf angenehm warme Temperaturen hofften. Je weiter wir im Laufe der Reise nach Norden kommen, desto kühler sollte es saisonal werden, während die Temperaturen geografisch bedingt wieder ansteigen. Im Idealfall gleichen sich diese beiden Effekte etwas aus und sorgen während der gesamten Reise für angenehme Bedingungen
Außerdem wollten wir die Regionen im äußersten Norden möglichst spät in der Saison besuchen. Dort, insbesondere im Bereich der Epupa-Fälle, besteht ein gewisses Malariarisiko. Durch die Reisezeit möglichst weit entfernt von der Regenzeit hoffen wir, dieses Risiko zusätzlich zu reduzieren. Unabhängig davon haben wir uns entschieden, für diesen Teil der Reise vorsorglich eine Malariaprophylaxe mitzunehmen.
Bei den Unterkünften haben wir bewusst auf eine abwechslungsreiche Mischung aus Lodges und Gästefarmen gesetzt. Wichtig waren uns dabei eine persönliche Atmosphäre, gutes Essen und natürlich die Erfahrungen anderer Namibia-Reisender, vor allem hier aus dem Forum. Große Anlagen mit Reisegruppen und Buffetbetrieb versuchen wir eher zu vermeiden. Stattdessen bevorzugen wir kleinere, individuell geführte Unterkünfte, in denen man die Ruhe und Weite Namibias besonders gut genießen kann.
Hier ein Überblick über unsere
Reiseroute:
Reisezeitraum: 23.04.-01.06.2026
1 N Hohewarte Guestfarm
2 N Jansen Kalahari Guest Farm
1 N Duwisib Guest Farm
2 N Fish River Lodge
3 N Klein Aus Vista Eagles Nest Chalet
2 N Koiimasis Fest Inn Fels
2 N Desert Homestead Lodge
2 N Barkhan Dune Retreat
3 N @the Sea Boutique Guesthouse
1 N Spitzkoppe Cabin Camp
2 N Omandumba Bush Camp
2 N Vingerklip Lodge
3 N Doro Nawas
2 N Grootberg Lodge
1 N Opuwo Country Lodge
3 N Epupa Camp
1 N Hobatere Lodge
3 N Etosha Safari Lodge
3 N Kambaku Safari Lodge
Ansonsten versuchten wir, uns möglichst gut vorzubereiten, ohne jede Minute der Reise durchzuplanen. Zwar hatten wir uns zahlreiche mögliche Zwischenstopps und Sehenswürdigkeiten entlang der Route notiert, vor Ort wollten wir aber bewusst flexibel bleiben und vieles spontan entscheiden.