Noch ein Ersttäter - gute 3 Wochen Camping Sep/Okt

22 Antworten · 4'210 Aufrufe · gestartet 13. Nov. 2017 von mirhin
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Themenstarter19 Beiträge · seit 201713. Nov. 2017 · #1
Hallo zusammen,

Unsere nächste etwas größere Reise steht nun an. Nachdem wir Australien, Südafrika und Mexiko/Guatemala/Belize bereist haben, zieht es uns wieder auf den afrikanischen Kontinent. Geplant ist eine gut dreiwöchige Rundreise mit einem Camper von Ende September bis Mitte/Ende Oktober 2018.
Wir haben grundsätzlich kein Problem damit häufig den Schlafplatz zu wechseln, erleben gerne und sind damit bisher gut gefahren. Dies bitte bei den Kommentaren unserer grob geplanten Route berücksichtigen. Was uns interessiert, ist die Landschaft und sind die Tiere. Städte erkunden und Strandleben gehören nicht zu den zentralen Punkten der Reise.

Der Plan sieht aktuell wie folgt aus (muss dabei zugeben, dass wir erst am Anfang der Planung sind):
1. Tag Ankunft Windhoek
2. Tag Fahrt nach Bagatelle (o.ä.),
3. Tag Kalahari
4. Tag Keetmanshoop
5. Tag Fish River Canyon
6. Tag Fish River Canyon
7. Tag Aus
8. Tag Kolmanskop, Lüderitz
9. Tag D707
10. Tag D707 mit Ankunft in Sesrien
11. Tag Sossusvlei
12. Tag Walvis Bay
13. Tag Spitzkoppe
14. Tag Damaraland (Brandberg)
15. Tag Damaraland (Twyfelfontein)
16. Tag Etosha NP (Okaukuejo)
17. Tag Etosha NP (Okaukuejo)
18. Tag Etosha NP (Halali)
19. Tag Etosha NP (Fort Namutoni)
20. Tag Waterberg
21. Tag Waterberg
22. Tag Windhoek, Abflug

Noch sind wir selber nicht 100%ig glücklich mit der Route. Aus würden wir bspw. streichen, aber eine weitere Fahrtstrecke als Fish River Canyon - Aus wollen wir vermeiden. Wir möchten aber definitive bis zum Fish River Canyon, ein Auslassen sollte daher vermieden warden.
Klar, wir sind recht viel unterwegs und haben zwei-drei weitere Wege vor uns (bspw. Sesrien - Walvis Bay), aber mit den restlichen Fahrzeiten können wir gut leben.

Wie können wir die Reise noch optimieren? Etwas hin- und herschieben? Vielleicht kann man irgendwo noch einen Tag oder einen Stopp ganz streichen und die gewonnene Zeit wo anders investieren?

Danke für eure Hilfe!

Viele Grüße
Mirco
33,1k Beiträge · seit 200613. Nov. 2017 · #2
Hi Mirco,

willkommen im Forum. Als erstes der Standardverweis auf die Ersttätertouren, die sich sehr bewehrt haben: https://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html Ihr werdet schnell merken, dass in 3 Wochen Norden und Süden kaum möglich sind. Wenn der Canyon gesetzt ist, dann lasst z.B. die Kalahari, Waterberg oder die Einzelnächte wie Spitzkoppe aus. Swakopmund/Walvis Bay lohnt sich ab mindestens 2, besser 3 Nächten. Ansonsten auch für Euch der Tipp: Überall mind 2 Nächte, Etosha mind. 3 Nächte, Windhoek reicht auch eine Nacht.

Es gibt aktuell einen Thread zur praktisch einer identischen Tour. Vielleicht bekommt ihr da noch Inspirationen: https://www.namibia-forum.ch/forum/27-routen/294074-neu-mit-2-jungs-10-und-12.html

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
568 Beiträge · seit 201413. Nov. 2017 · #3
Hi Mirco,
du schreibst: "Städte erkunden und Strandleben gehören nicht zu den zentralen Punkten der Reise."
Dann lasst doch Lüderitz weg, sind von Aus hin und zurück so um die - ziemlich öde - 250 km.
In Aus bist du ja fast schon an der D707.

Wenn du morgens Sossusvlei machen willst, ist die Weiterfahrt nach Walvis Bay eine unnötige Qual.
Lieber in der Nähe übernachten und am nächsten Tag gemütlich mit einem Kaffee in Solitaire weiter Richtung C28
und dann nach Swakopmund. Die C14 nach Walvis Bay ist ja auch öde.
Von der C28 könntet ihr noch Abstecher zu den Welwitschias und/oder in die Mondlandschaft machen.
Swakopmund - Walvis Bay sind ca. 30 km auf Asphalt. Da kannst du also abends immer noch hinfahren,
wenn du willst. (Flamingos und Pelikane anschauen, eine Runde durch die Salzanlagen...)
Zum Übernachten ist Swakopmund allerdings schöner.

Viel Spaß beim Weiterplanen.
Grüßle
Martin
Themenstarter19 Beiträge · seit 201714. Nov. 2017 · #4
Hallo,
erst einmal Danke für eure Antworten.
Swakopmund/Walvis Bay lohnt sich ab mindestens 2, besser 3 Nächten.
Was erwartet uns eigentlich in Swakopmund? Ich lese immer von vielen Aktivitäten wie Quad Touren, Sand Tours,... Das ist für uns für diese Reise gar nicht von Interesse. Gibt es andere Gründe dort einen (längeren) Stopp einzulegen? Wir dachten daran, dort einen Halt zu machen, um uns die Flamingos und Pelikane anzuschauen, sonst aber weiterzufahren.
Dann lasst doch Lüderitz weg, sind von Aus hin und zurück so um die - ziemlich öde - 250 km.
So war auch zuerst unser Plan. Auch Aus steht nicht unbedingt auf unsere To Do Liste, aber da der Canyon gesetzt ist, müssen wir die weitere Strecke nach Sesrien irgendwie teilen, da wir keine 8 Stunden an einem Tag fahren möchten. Gibt es hier eine sinnvolle Alternative zu Aus/Lüderitz auf dem Weg? Direkt bis zur D707 fahren und dort campen? Oder wird das dann doch zu lange von der Fahrzeit? Wo würdet ihr dann die gewonnen knapp zwei Tage (Tag 7 und Tag 8) hinpacken?
Wenn du morgens Sossusvlei machen willst, ist die Weiterfahrt nach Walvis Bay eine unnötige Qual.
Sossusvlei ist geplant für den elften Tag. Hier ist keine weitere Fahrt geplant. Die Weiterfahrt nach Walvis Bay hatten wir für den Folgetag angedacht.

Bin sonst für jeden Hinweis dankbar! Zum Gluck haben wir ja noch ein bisschen Zeit mit der finalen Planung.

Danke und viele Grüße aus Hamburg,
Mirco
zuletzt bearbeitet 14. Nov. 2017
1'042 Beiträge · seit 201614. Nov. 2017 · #5
Hallo Mirco,
mirhin schrieb:
Was erwartet uns eigentlich in Swakopmund? Ich lese immer von vielen Aktivitäten wie Quad Touren, Sand Tours,... Das ist für uns für diese Reise gar nicht von Interesse. Gibt es andere Gründe dort einen (längeren) Stopp einzulegen? Wir dachten daran, dort einen Halt zu machen, um uns die Flamingos und Pelikane anzuschauen, sonst aber weiterzufahren.
In Swakopmund erwartet Euch die Zivilisation, gute Möglichkeiten Essen zu gehen, am Strand spazieren zu gehen und gute Einkaufsmöglichkeiten. Vielleicht auch ein Rundflug über die Namib?
Bei Walvis Bay könnt Ihr natürlich auch die Flamingos anschauen...

Für mich ist Swakopmund so wie eine Pause während der Reise... 😉

Man kann auch diverse Ausflüge machen wie zur Welwitschia, der Blutkuppe etc.
mirhin schrieb:
So war auch zuerst unser Plan. Auch Aus steht nicht unbedingt auf unsere To Do Liste, aber da der Canyon gesetzt ist, müssen wir die weitere Strecke nach Sesrien irgendwie teilen, da wir keine 8 Stunden an einem Tag fahren möchten. Gibt es hier eine sinnvolle Alternative zu Aus/Lüderitz auf dem Weg? Direkt bis zur D707 fahren und dort campen? Oder wird das dann doch zu lange von der Fahrzeit? Wo würdet ihr dann die gewonnen knapp zwei Tage (Tag 7 und Tag 8) hinpacken?
Meine Streckenplanung für 2018 ist ganz ähnlich. Für Juni bin ich froh, dass ich noch das Eagles Nest bekommen habe, da das Desert Horse Inn zu meinem geplanten Aufenthalt schon ausgebucht ist.
mirhin schrieb:
Sossusvlei ist geplant für den elften Tag. Hier ist keine weitere Fahrt geplant. Die Weiterfahrt nach Walvis Bay hatten wir für den Folgetag angedacht.
Die Planung so passt doch...

Man könnte auch noch den Tag Keetmanshoop einsparen. Auf dem Weg zum Fish River Canyon kann man auch bei den Köcherbäumen anhalten, eine Stunde herum laufen und dann weiter... je nachdem von wo man kommt lässt sich die Strecke doch gut fahren. Wir sind letztes Jahr von der Bagatelle zum Fish River Canyon gefahren und haben die Köcherbäume quasi unterwegs "mit genommen".
mirhin schrieb:
Bin sonst für jeden Hinweis dankbar! Zum Gluck haben wir ja noch ein bisschen Zeit mit der finalen Planung.
Lasst Euch nicht zu viel Zeit mit der finalen Planung. Vor allem der Mietwagen muss (je nachdem was das Wunschmodell ist) rechtzeitig gebucht werden.

Gruß Markus
291 Beiträge · seit 201414. Nov. 2017 · #6
mirhin schrieb:
Swakopmund/Walvis Bay lohnt sich ab mindestens 2, besser 3 Nächten.
Was erwartet uns eigentlich in Swakopmund? Ich lese immer von vielen Aktivitäten wie Quad Touren, Sand Tours,... Das ist für uns für diese Reise gar nicht von Interesse. Gibt es andere Gründe dort einen (längeren) Stopp einzulegen? Wir dachten daran, dort einen Halt zu machen, um uns die Flamingos und Pelikane anzuschauen, sonst aber weiterzufahren.
Hallo Mirco,

zu Swakopmund gehen die Meinungen hier ein wenig auseinander. Die Meisten empfehlen 2-3 Nächte dort, uns reicht auch immer eine Nacht. Ankunft am frühen Nachmittag, dann Bummel zur Jetty und durch die Stadt (Vorräte ergänzen), abends gemütlich irgendwo essen gehen und am nächsten Vormittag dann noch entweder Katamaran-Tour oder Little Five Tour. Quad-Fahren oder ähnliches muss ich auch nicht haben, aber die vorgenannten Touren sind wirklich zu empfehlen. Wenn du natürlich beides machen willst, kommst du um eine weitere Übernachtung nicht herum.

Uns reicht aber immer eine Aktivität und dann geht es ab Mittag weiter z.B. nach Wüstenquell, denn wir ziehen die Einsamkeit der Wüste auch dem "Stadtrummel" (sofern man das in Swakop so nennen kann 😉 ) vor.

VG
Holger
16,9k Beiträge · seit 201214. Nov. 2017 · #7
mirhin schrieb:
Swakopmund/Walvis Bay lohnt sich ab mindestens 2, besser 3 Nächten.
Was erwartet uns eigentlich in Swakopmund? Ich lese immer von vielen Aktivitäten wie Quad Touren, Sand Tours,... Das ist für uns für diese Reise gar nicht von Interesse. Gibt es andere Gründe dort einen (längeren) Stopp einzulegen? Wir dachten daran, dort einen Halt zu machen, um uns die Flamingos und Pelikane anzuschauen, sonst aber weiterzufahren.
Hallo,

empfehlenswert sind eine der Wüstentouren zu Flora & Fauna. Es gibt verschiedene Anbieter, die ihren Gästen, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, das Ökosystem in der Wüste nahebringen.

Die tausende Robben erlebt man am besten (und geruchneutralsten) bei einer Katamaranfahrt.

Hier geht es zur Liste der Aktivitäten in Swakop:

https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/293761-aktivitaeten-in-um-swakopmund.html

Wer selbst fahren möchte, kann den Welwitschia-Drive fahren oder das Swakop-Revier mit der Oase Goanikontes und den Ruinen der Farm Weitzenberg (ehemaliger Eigentümer Carl Hagenbeck) erkunden.

LG
Logi
zuletzt bearbeitet 14. Nov. 2017
2'391 Beiträge · seit 201614. Nov. 2017 · #8
Wir haben 2016 genau diese Runde gedreht in 21 Tagen. Das geht, war damals für uns ok und werden wir nie vergessen, werden wir aber so auch nie wieder machen. Trotzdem kann ich DIr nicht davon abraten, weil wir jede Sekunde im Auto genossen haben.
Sshau doch mal in meinen Reisebericht https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
Wir haben etwas anders eingeteilt. Da kam dann Etosha etwas kurz, das haben wir dafür dieses Jahr nachgeholt. Ich würde auch Walvis BAy/ Swakop mindestestens 2 Nächte machen und ich fand die Übernachtung in Walvis Bay sehr interessant. Campen wollte ich da aber nicht.
Lüderitz war ein netter Strandtag, der allen gut getan hat, Kolmanskuppe ist spannend, aber muss man nicht dringend hin, zum Canyon aber auch nicht, wie ich jetzt weiß. Mich hätte aber beim ersten mal nichts davon abgehaten hinzufahren.

Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
Themenstarter19 Beiträge · seit 201715. Nov. 2017 · #9
Man könnte auch noch den Tag Keetmanshoop einsparen. Auf dem Weg zum Fish River Canyon kann man auch bei den Köcherbäumen anhalten, eine Stunde herum laufen und dann weiter...
Ist der Weg nicht etwas weit? Ich hatte ca. 3h eingeplant für den Weg von Bagatelle nach Keetmanshoop und nochmal 3h bis zum Fish River Canyon. Wenn das so passt, dann werden wir auf jeden Fall einen Zwischenstopp einlegen, weil 6h Fahrt an einem Tag zu viel sind.
Lasst Euch nicht zu viel Zeit mit der finalen Planung. Vor allem der Mietwagen muss (je nachdem was das Wunschmodell ist) rechtzeitig gebucht werden.
Den Mietwagen haben wir bereits gebucht. Toyota Hilux 3.0 DC für 2.300 EUR für 22 Tage mit standard excess (100 EUR Selbstbeteiligung kostet 550 EUR mehr). Jetzt planen wir die Route im Detail und wollen die Campsites dazu buchen. Das sollte doch so passen, nicht?
Die Meisten empfehlen 2-3 Nächte dort, uns reicht auch immer eine Nacht. Ankunft am frühen Nachmittag, dann Bummel zur Jetty und durch die Stadt (Vorräte ergänzen), abends gemütlich irgendwo essen gehen und am nächsten Vormittag dann noch entweder Katamaran-Tour oder Little Five Tour. Quad-Fahren oder ähnliches muss ich auch nicht haben, aber die vorgenannten Touren sind wirklich zu empfehlen.
Wenn das so ist, würden wir auf jeden Fall bei einer Nacht bleiben. Vielleicht in Walvis Bay Flamingos schauen, abends gemütlich essen gehen und am nächsten Vormittag wieder Richtung "Wildnis". Danke für die Einschätzung.
Die tausende Robben erlebt man am besten (und geruchneutralsten) bei einer Katamaranfahrt.
Das würde uns auch in der Tat interessieren, allerdings fallen leider aus gesundheitlichen Gründen alle Aktivitäten auf Wasser aus.


Welche Änderungen würdet ihr denn konkret an der Reiseplanung vornehmen? Dabei sollen, wie bereits gesagt, Fish River Canyon, Sossusvlei und Etosha unangetastet bleiben. Lüderitz und Aus ausfallen lassen? Falls ja, welchen Stopp ausdehnen (außer Swakopmund)? Lohnt es sich, einen ganzen Tag für die D707 einzuplanen oder kann man von Aus direct bis Sesrien fahren? Wie sieht es mit dem Etosha aus? Reichen vier Tage oder besser noch einen fünften einplanen? Im Kruger NP waren wir damals auch vier Tage und empfanden das als angemessen (gut, da standen aber noch weitere Safaris auf dem Programm).
Fragen über Fragen...

Danke für die zahlreichen und hilfreichen Hinweise!
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2017
291 Beiträge · seit 201415. Nov. 2017 · #10
mirhin schrieb:Die Meisten empfehlen 2-3 Nächte dort, uns reicht auch immer eine Nacht. Ankunft am frühen Nachmittag, dann Bummel zur Jetty und durch die Stadt (Vorräte ergänzen), abends gemütlich irgendwo essen gehen und am nächsten Vormittag dann noch entweder Katamaran-Tour oder Little Five Tour. Quad-Fahren oder ähnliches muss ich auch nicht haben, aber die vorgenannten Touren sind wirklich zu empfehlen.
Wenn das so ist, würden wir auf jeden Fall bei einer Nacht bleiben. Vielleicht in Walvis Bay Flamingos schauen, abends gemütlich essen gehen und am nächsten Vormittag wieder Richtung "Wildnis". Danke für die Einschätzung.

Hallo Mirco,

hier hast du mich anscheinend falsch verstanden: ich würde mindestens eine Tour (Katamaran oder Little Five) am Vormittag machen und dann erst danach am Nachmittag weiter fahren (z.B. über den Welwitschia Drive, Mondlandschaft nach Wüstenquell). Die Touren sind wirklich zu empfehlen und wenn man schon mal da ist, sollte man die auf jeden Fall machen.

VG
Holger
568 Beiträge · seit 201415. Nov. 2017 · #11
Hi Mirco,
ich mach mich jetzt mal wieder beieinigen Foristi unbeliebt, aber das bin ich gewohnt:
nicht jeder goutiert das überbordende touristische Angebot in Swakopmund.
Wir z.B. verstehen den ganzen Hype um Swakop auch nicht so recht kommen ganz gut ohne das aus.
Ist allerdings ein nettes Städtchen, im Gegensatz zu Walvis Bay.
Wogegen Walvis Bay aufgrund der Vögel und der Salzanlage mit ihrer Flora incl. Rotalgen und ihrer dadurch irren Farbpalette spannender sein kann.

Wenn du morgens schon in Sesriem wegfährst, kannst du ganz gemütlich nach Swakop/Walvis Bay fahren.
Da sind Abstecher zu Welwitschia und Mondlandschaft auch noch drin. Sogar wenn du unterwegs noch ein paar Hoodias, Bergzebras etc. fotografieren willst.

Wir haben damals bei unserer dreiwöchigen (klassischen) Ersttätertour Fish River und Lüderitz weggelassen und nicht das Gefühl gehabt, "zuwenig" in die Tour gepackt zu haben. Eher waren wir irgendwann platt von den vielen Eindrücken...
Dabei sind wir "klassische 2-Nächte Übernachter", nur erlebt man dabei sehr viel mehr in der Tiefe und es wird dadurch nicht langweiliger oder geruhsamer. Es ist nur mehr "Leben" und weniger "Video"...

Was generell gilt, gilt in erhöhtem Maß für die D707.
Durchfahren und gucken ist toll, Es auf sich wirken zu lassen ist eine andere Kategorie.
Wir werden demnächst eine Woche brauchen, um "die Namib entlang zu fahren" mit 3 Übernachtungen in Namtib, 2 in der Greenfire Desert Lodge und mit 2 Übernachtungen in Rostock Ritz dann erst - kurz - mal wieder in Swakop/WalvisBay vorbeizuschauen. Und das, obwohl wir vorher schon am Spreetshoogte-Pass sei werden und Sossusvlei höchstens eine kurze Reverenz erweisen...

Ist jetzt keine Empfehlung für einen Ersttäter, nur ein Beispiel dafür, welch unterschiedliche Symptome das Virus ausbilden kann, das euch vermutlich auch befallen wird. Daher empfehle ich den Mut zum "Weglassen".
Ihr kommt eh wieder und wißt dann besser, was ihr braucht - und sei es eine Woche Swakopmund 😉

Weiterhin fröhliches Planen!
Grüßle
Martin
705 Beiträge · seit 201416. Nov. 2017 · #12
mirhin schrieb:
15. Tag Damaraland (Twyfelfontein)
16. Tag Etosha NP (Okaukuejo)
17. Tag Etosha NP (Okaukuejo)
18. Tag Etosha NP (Halali)
19. Tag Etosha NP (Fort Namutoni)
Wenn ich da vom Westen her kommen würde, würde ich übers Galton Gat rein und die erste Nacht in Olifantsrus machen. Die Gegend dort ist interessant für Tierbeobachtungen und weniger überlaufen als Okaukuejo.

Zudem ist Camping in Okaukuejo auf einem schattenlosen staubigen Platz sehr unattraktiv.

20160926_070642-2.jpg


Ich würde auch die 'Onguma Tamboti Campsite' Fort Namutoni vorziehen.

Felix
wohl Ende 28 wieder 5-6 Wochen Botswana (Khutse+KTP)+ Süd-Namibia Nov- 25-Jan 26 3W Botswana (KTP, Moremi, Nxai+Makgadikgadi Pans NP), + 3W Namibia Nov/Dec 2021 KTP-Kaa-Mabua-KD2 (Bericht) April 2019 KTP + Südliches Namibia / Reisebericht KTP und Süd-Namibia / Blog Sept/Oct 16 Etosha-Caprivi-Chobe-Moremi-CKGR / Reisebericht / Blog
zuletzt bearbeitet 16. Nov. 2017
Themenstarter19 Beiträge · seit 201730. Nov. 2017 · #13
Hallo zusammen,

Ich muss das Thema noch einmal aufrollen, nachdem ich mir eure Antworten hab durch den Kopf gehen lassen. Dabei stehen aktuell folgende Fragen bei mir an. Die zentralen Fragen habe ich der Einfachheit mal unterstrichen.

1. Lohnt sich überhaupt der Besuch von Bagatelle (oder Umgebung)? Was kann man dort unternehmen bzw. was sieht man dort von der Kalahari? Oder sollte man sich das aufsparen, um bei einer späteren Reisen Kalahari / KTP in den Vordergrund zu stellen? Auch die Übernachtung in Keetmanshoop müsste - wenn ich euch richtig verstanden habe - nicht zwangsläufig sein. Wie würdet ihr die Zeit zwischen Windhoek und Fish River Canyon verplanen?

2. Gibt es eine Möglichkeit die Übernachtung in Aus zu ersetzen? Wir würden morgens vom Fish River Canyon losfahren und entweder nach Lüderitz fahren oder direkt zur D707. Allerdings wollen wir nicht unbedingt 5h und mehr am Stück im Auto sitzen.

3. Aktuell sind vier Tage für den Etosha geplant. Ist das soweit ok? Im Kruger NP haben wir damals auch vier Tage verbracht und fanden das angemessen. Oder sollte man das unbedingt ausweiten um einen fünften Tag? Übernachtungen sind im Moment 2x Okaukuejo, 1x Halali und ???. Namutoni soll ja nicht der Bringer sein. Würden gerne im Park übernachten und nicht außerhalb. Bei fünf Nächten ware 1x Olifantsrus, 2x Okaukuejo, 1x Halali und 1x an der östlichen Parkgrenze (zur Weiterfahrt am nächsten Tag) denkbar.

4. Lohnt es sich in Waterberg zu bleiben? Oder kann man hier guten Gewissens weiterfahren und die eingesparte Zeit besser im Etosha dranhängen?

5. Leider war es uns bisher nicht gegönnt, die big five zu sehen. Der Leopard fehlt noch.. Was haltet ihr von Düsternbrook mit den bekannten Touren? Oder ist das zu "zoomäßig" und daher nicht empfehlenswert?

Danke nochmal für euer Feedback!

Grüße,
Mirco
zuletzt bearbeitet 30. Nov. 2017
925 Beiträge · seit 201630. Nov. 2017 · #14
Hallo,

ich geb mal meine Einschätzung zu den Fragen ab, zu denen ich meine, etwas beitragen zu können:

1.) Ich denke, die Ecke lohnt als "Zwischenstop" bzw. weil die Übernachtungsmöglichkeiten ganz schön sind. Mehr aber auch nicht. Ja, es gibt roten Sand und auf dem Gelände der Unterkünfte ein paar Tiere, aber gerade in Relation zur Attraktivität der übrigen Ziele in Namibia würde ich da - außer als Stopp zum "Ankommen" am ehesten kürzen. Irgendwo wirst du aber auf dem Weg zum FRC übernachten müssen. Etwas ab von eurer Route, aber sehr nett mit Köcherbäumen, Doloritgestein etc. ist das Mesosaurus Fossil Camp.

2.) FRC - D707 geht durchaus, ist halt etwas länger zu fahren. Wir sind dieses Jahr gegen 8/9 in Namtib losgefahren und waren ca. 15h am FRC mit Stop in Aus und leichtem Verfahren an der Abzweigung zur C12 (leider kannte weder unsere Karte noch unser Navi die "neue C12"..). Vom FRC bis zur B4 landschaftlich eher langweilig, ab da immer interessanter.

3.) Wieviel Tage man dort verbringen möchte, ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Will man möglichst viel Tiere sehen bzw. ist süchtig nach Game Drives oder möchte man mehr sonstiges vom Land sehen. Wir waren bei unserer ersten Tour (allerdings ohne Süden) insgesamt 6 oder 7 Nächte im Park und empfanden es keineswegs als zu viel; uns kann es bisher gar nicht lang genug sein in einem Park, da man ja nie weiß, was man am nächsten Tag sehen wird.. Ich würde dir auch Olifantsrus ans Herz legen, viel entspannter als der Rummel in Okaukejo etc. In Okaukuejo finde ich die Campsite gar nicht soo schlecht, es gibt ein paar ganz nette Stellplätze direkt am Zaun und man ist recht schnell am Wasserloch. Dort ist es zwar in der Tat oft voll, aber was dort geboten ist, ist zum Teil einfach genial. Und es ist einfach sehr angenehm, auch einmal anstelle des ständigen Autofahrens gemütlich auf einer Bank zu sitzen, ein kühles Getränk zu haben und einfach nur warten und zu beobachten. Anstelle von Namutoni wird hier idR Onguma empfohlen. Die CS in Namutoni ist egtl. gar nicht so schlecht, schattiger und grüner als alle anderen im Park, aber zum Teil recht chaotisch, gedrängt und überfüllt.

Viele Grüße
fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
1'059 Beiträge · seit 200630. Nov. 2017 · #15
Hallo Mirco
mirhin schrieb:
3. Aktuell sind vier Tage für den Etosha geplant. Ist das soweit ok? Im Kruger NP haben wir damals auch vier Tage verbracht und fanden das angemessen. Oder sollte man das unbedingt ausweiten um einen fünften Tag? Übernachtungen sind im Moment 2x Okaukuejo, 1x Halali und ???. Namutoni soll ja nicht der Bringer sein. Würden gerne im Park übernachten und nicht außerhalb. Bei fünf Nächten ware 1x Olifantsrus, 2x Okaukuejo, 1x Halali und 1x an der östlichen Parkgrenze (zur Weiterfahrt am nächsten Tag) denkbar.
Vier Tage Etosha sind sicher okay, länger geht natürlich immer. Aber das ist halt Geschmacksache, wobei ich vier Tage bzw Nächte schon für das Minimum halte. Jedenfalls: das mit Namutoni ist immer so eine Sache und vor allem hier im Forum scheint die diesbezügliche Meinung einfach gemacht zu sein und wird gebetsmühlenartig wiederholt. Das mag auf die Übernachtung in den Bungalows zutreffen, aber als Camper kann man das nämlich sehr gut machen und hat halt einfach den Vorteil, direkt im Park zu sein. Die Campsites ausserhalb sind sicher auch ganz toll, das möchte ich damit überhaupt nicht sagen. Aber die Campsite in Namutoni ist wirklich nicht so schlimm und ich empfinde sie sogar wesentlich angenehmer als Okaukejo (schrecklich) und Halali. Das beleuchtete Wasserloch in Namutoni gibt einfach nicht so viel her wie in Okaukejo und Halali, dafür ist aber die Gegend rund um Namutoni für Gamedrives immer sehr ergiebig gewesen. Also; ich persönlich würde die Übernachtung auf Namutoni immer einer Übernachtung ausserhalb vorziehen.
mirhin schrieb:
5. Leider war es uns bisher nicht gegönnt, die big five zu sehen. Der Leopard fehlt noch.. Was haltet ihr von Düsternbrook mit den bekannten Touren? Oder ist das zu "zoomäßig" und daher nicht empfehlenswert?
Das muss halt am Ende des Tages auch jeder für sich selber entscheiden. Auch wenn die Gehege ziemlich gross sein mögen, für mich würde eine solche Leopardensichtung nicht zu einer «richtigen» Sichtung zählen. Auf einer unserer ersten Namibia-Reisen mit meinem Bruder haben wir auch mal einen Leoparden in so einem Gehege gesehen (weiss grad nicht mehr, wo das war). Dieser wurde nicht gezählt und so ist mein Bruder erst auf unserer fünften gemeinsamen Reise vor knapp zwei Jahren zum ersten Mal zu einer Leopardensichtung gekommen. Also mach dir nichts draus. Es ist Natur und dass man Leoparden zu Gesicht bekommt ist einfach nicht selbstverständlich.

Liebe Grüsse
Sam
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
zuletzt bearbeitet 30. Nov. 2017
Themenstarter19 Beiträge · seit 201703. Dez. 2017 · #16
fidel schrieb:
1.) Ich denke, die Ecke lohnt als "Zwischenstop" bzw. weil die Übernachtungsmöglichkeiten ganz schön sind. Mehr aber auch nicht. Ja, es gibt roten Sand und auf dem Gelände der Unterkünfte ein paar Tiere, aber gerade in Relation zur Attraktivität der übrigen Ziele in Namibia würde ich da - außer als Stopp zum "Ankommen" am ehesten kürzen. Irgendwo wirst du aber auf dem Weg zum FRC übernachten müssen. Etwas ab von eurer Route, aber sehr nett mit Köcherbäumen, Doloritgestein etc. ist das Mesosaurus Fossil Camp.


Ich dachte daran, 1,5 Tage vor Ort zu bleiben. Also morgens in WDH losfahren, nachmittags dort ankommen. Einen vollen Tag bleiben und dann weiterfahren Richtung Keetmanshoop oder Fish River Canyon (schafft man das von Bagatelle zum FRC an einem Tag?). Die Frage ist nur, was kann man an dem Tag sinnvollerweise machen? Ein Game Drive müsste ich dort nicht machen, dann würden wir lieber einen Tag im Etosha ranhängen.
Also wie habt ihr eure typische Ersttätertour begonnen?

Danke für eure Hinweise zum Etosha. Ich werde versuchen, noch einen Tag irgendwo rauszuholen, damit wir noch eine fünfte Nacht dort bleiben können. Plan wäre dann wie weiter oben geschrieben 1x Olifantsrus, 2x Okaukuejo, 1x Halali und 1x an der östlichen Parkgrenze.

Für weitere Hinweise bin ich jederzeit dankbar.
Schönen 1. Advent!

Mirco
zuletzt bearbeitet 03. Dez. 2017
1'796 Beiträge · seit 201403. Dez. 2017 · #17
Hallo Mirco,

die Strecke Bagatelle-FRC schafft man problemlos-haben wir auf unserer Erttätertour in 2015 auch so gemacht-nur in umgekehrter Richtung. Wir sind damals eine ganz ähnliche Runde gefahren.

Viele Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
80 Beiträge · seit 201203. Dez. 2017 · #18
Hallo Mirco,

Okonjima hat tolle Campsites und dort könnt ihr ein Leopadentracking machen.....keine Erfolgsgarantie.....ich kenne aber niemanden, der bei der Tour keinen Erfolg hatte.
Auf Düsternbrock habt ihr eine Leo Garantie und könnt fantastische Fotos machen.
Die Chance Leos im Etosha zu sehen ist um Halali ganz gut.

L G
Sabra
80 Beiträge · seit 201203. Dez. 2017 · #19
Ps: Ich würde bei Zeitnot Waterberg weglassen....
131 Beiträge · seit 201306. Dez. 2017 · #20
Hallo Mirco,

auch wir sind auf unserer Ersttäter-Tour von Bagatelle an den FRC gefahren, das war kein Problem. Ich schließe mich voll und ganz Sasa an: wir wollten den FRC unbedingt und auf jeden Fall, aber heute würden wir sagen, braucht man nicht zwingend. Wir haben dann 2 Nächte in Aus übernachtet und sind von dort aus nach Kolmannskoppe und Lüderitz gefahren. Der Tag war eigentlich ganz schön. Wir sind ohne Übernachtung von Aus nach Sossouvlei gefahren, war auch machbar.
Was Swakopmund angeht, ist das Forum geteilter Meinung und von daher gibt es kein richtig und kein falsch. 2 Nächte machen Sinn, wenn man mehr als eine Aktivität machen möchte und nicht nach der Aktivität weiterfahren will. Wir werden im Januar das erste Mal 3 Nächte in Swakop sein, bisher reichten uns ein oder zwei Nächte immer aus. Aber dieses Mal sind auch meine Eltern mit an Bord und wir werden an einen Tag (an dem Geburtstag meines Papas) einen Rundflug über die Namib machen.
Im Damaraland würde ich 2 Nächte empfehlen, um entweder nach Wüstenelefanten Ausschau zu halten oder aber mir die Felsenmalerein, die Orgelpfeifen und den versteinerten Wald anzusehen.
Was Etosha angeht, sind wir der Typ je länger im Park desto besser 😁 .

Ich habe mal Eure Tour etwas an die Tipps der anderen Fomis und meine angepasst 😄

1. Tag Ankunft Windhoek
2. Tag Fahrt nach Bagatelle (o.ä.),
3. Tag FRC
4. Tag FRC
5. Tag Aus
6. Tag Aus (Besuch Kolmannskoppe, Wildpferde in Garup und Lüderitz)
7. Tag D 707 (wobei Ihr ggf. diese Nacht streichen könntet für eine Nacht Onkonjima)
8. Tag Sossousvlei
9. Tag Sossousvlei
10. Tag Swakopmund
11. Tag Swakopmund (Little Five Tour, Welwitschia Drive, o.ä.)
12. Tag Spitzkoppe
13. Tag Damaraland (Twyfelfontain)
14. Tag Damaraland (Twyfelfontain)
15. Tag Etosha NP (Olifantsrus)
16. Tag Etosha NP (Okaukuejo)
17. Tag Etosha NP (Okaukuejo)
18. Tag Etosha NP (Halali)
19. Tag Etosha NP (Fort Namutoni)
20. Tag Waterberg oder Okonjima
21. Tag Waterberg oder Okonjima
22. Tag Windhoek, Abflug

Viele Grüße
Sabine