BAbabsiThemenstarter67 Beiträge · seit 201603. Sept. 2016 ·
Dienstag, 30. August, Lady Pohamba KH, Windhuk
Ich bin wieder da und ganz guter Dinge, obwohl mir schlecht ist. Alles ist gut, so lange der Schmerz nur gelegentlich aus seinem Schneckenhaus hervorlugt. Zum Frühstück gibt es mehr Schmerzmittel, Antibiotika, etwas gegen die Übelkeit und eine Erklärung : mein Arzt war nach der OP telefonisch nicht erreichbar gewesen, der Notfallarzt war mit einer Wiederbelebung beschäftigt und so konnten die Schwestern in der Nacht bei der unerwarteten Schmerzattacke zunächst keine Autorisierung für stärkere Schmerzmittel als Paracetamol für mich erhalten. Hauptsache, jetzt ist alles wieder unter Kontrolle.
Mir ist wackelig und zittrig und ich kann , nach wie vor, kaum essen. Ich erzähle das jedem, der es hören will und bitte um entsprechende InfusIon (diese wurden nämlich heute eingestellt) aber keiner hört mir wirklich zu.
Eine neue Bettnachbarin wird eingeliefert, die von einem Sturz "Rücken" mit auch ordentlichen, tränentreibenden Schmerzen hat. Sobald auch sie mit Morphin beglückt ist, können wir uns unterhalten. Sie ist deutschstämmige Namibierin, besitzt mit ihrem Mann eine Farm und kann mir ganz viel über das Leben in Namibia erzählen. Das Morphin macht sie fast hyperaktiv und sie sprudelt nur so vor sich hin. Ich freue mich über die nette Gesellschaft und die vielen Insider-Infos. Wir können auch viel zusammen lachen 🙂
Mein Mann bringt mir zum Trost einen nagelneuen Schlafanzug und, trotz allem, kann ich mit Krücken ins Bad hoppeln. 😛 . Das hätte ich noch vor wenigen Stunden nicht für möglich gehalten.
Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen für meine Entlassung, die schon für morgen angedacht ist. Wann immer ich Kraft und Zeit habe, schreib ich. Ansonsten ruhe ich mich viel aus.
BAbabsiThemenstarter67 Beiträge · seit 201604. Sept. 2016 ·
Mittwoch, 31. August, Lady Pohamba KH, Windhuk
Die Nacht war schlimm, eigentlich die schlimmste (abgesehen natürlich von der Zeit gestern, nach der OP ) von allen, seit ich hier bin. Kaum gegessen, eimerweise Schmerzmittel, Antibiotika und die Nachwirkungen der Narkose machen sich bemerkbar. Erst bin ich unruhig und hibbelig, als hätte ich viel zu viel Kaffee getrunken und dann geht es mir einfach nur hohl, schwach, schlecht. Schon seit ich hier bin gibt es nebenan eine Baustelle wo tags und auch die ganze Nacht durch, Boden verdichtet wird. Bisher störte mich das nur gelegentlich. Heute Nacht verbinden sich die Vibrationenen, die auch fühlbar sind, mit wirren Träume und ich werde richtig seekrank. Ich kann das kaum aushalten und sehne schlaflos den Morgen herbei. Sorgen bereitet mir noch dazu, daß ich heute entlassen werden soll und ich mich dem noch nicht gewachsen fühle, so gerne ich auch raus will.
Morgens hab ich dann üble Kopfschmerzen und mein Fuß beginnt zu stechen. Auf die Frage, wie es mir geht, weiß ich gar nicht, wo ich mit jammern anfangen und wie ich aus dieser Misere von Nicht-essen und Medikamenten wieder raus kommen soll. Zu allem Überfluss muss ich mich auch noch übergeben. Ich bekomme wieder Medikamente für dies und das und, nachdem mich trotzdem mein Mittagessen auch wieder verlassen hat, endlich noch mal eine Infusion. Alle sehen ein, daß die Prinzessin unpässlich und eine Entlassung nicht realistisch ist. Ab der Infusion Nachmittags wird aber langsam alles besser und es geht bergauf. Abends gelingt es mir 2 Bananen, sogar mit Appetit, zu essen und sie bleiben auch da, wo sie hingehören.
Die Nacht wird toll.... ich werde schlafen wie ein Baby.... das fühle ich schon vorher an der einsetzenden Entspannung.
Zwischendurch wurden an diesem unschönen Tag auch noch irgendwann neue RöntgenBilder für den Abschlussbericht angefertigt. In meinem Knöchel sind nun 1 Draht, 10 Schrauben und 1 PLatte verbaut.
BAbabsiThemenstarter67 Beiträge · seit 201604. Sept. 2016 ·
Donnerstag, 1. September, Lady Pohamba KH, Windhuk
Entlassung 😄 🤪 🙂
Tatsächlich habe ich richtig gut geschlafen. Ich könnte Bäume ausreißen.... also kleine Bäume 🙂. Na ja, vielleicht Büsche.... oder lieber Gras... ja, Gras geht 😗 (Zitat von einer Spaßpostkarte)
Mir geht es wirklich so viel besser. Mit einem seltsamen, aber clever ausgedachten Sitz-Stehstuhl mit Klapp-Pobacken kann ich sogar selbständig duschen. Schon gestern wurde meine Schiene mit dem braunen alte-Jungfern-Verband entfernt und ich bekam einen sog. "Moonboot" einem praktischen Meisterstück der Inscheniörskunst.
Das Infusionsset wird entfernt, ab jetzt gibt es nur noch Tabletten, und viele Vorbereitungen werden getroffen. Am frühen Nachmittag darf ich mich verabschieden und verlasse winkend im Rollstuhl die Station.
Mein Mann hat inzwischen ein Mietauto besorgt. Die Tage, bis der ADAC den Rückflug organisiert hat werden wir auf einer Lodge nahe Windhuk verbringen. Dort ist es ruhig (keine Baustelle B)) hat ein paar Tiere und ich kann mein Bein hochlegen und Kräfte für die Heimreise sammeln.
Soeben habe ich ganz druckfrisch erfahren, dass wir am Dienstag, 6. September nach Hause gebracht werden. Wir fliegen Buisinessclass, Transport zum Flughafen und Transport ab MUC zu einem Krankenhaus nahe meines Wohnortes ist organisiert.
Mein ganz herzlicher Dank gilt:
😘 mit Abstand meinem Mann, der mir geduldig und unermüdlich zur Seite steht und stand
🙂 Dr. C und Dr. S die freundlich, kompetent und professionell waren und mir buchstäblich wieder auf die Füße halfen
🙂 😄 Meiner Familie und Freunden
😉 Euch netten, geduldig mitlesenden und anteilnehmenden Fomis. Mit der Schreiberei wurde es mir nie langweilig und ich konnte manche unerfreuliche Situation durch die humorvolle Seite besser ertragen. DANKE!
engelstrompete4'451 Beiträge · seit 200804. Sept. 2016 ·
Hallo Babsi,
was hast Du für einen Magen, das der diese ganzen Medikamenten aushällt 😈 😈
Ich hoffe nachdem Du nun diese: " In meinem Knöchel sind nun 1 Draht, 10 Schrauben und 1 PLatte verbaut. "
keine "Schwierigkeiten "beim Security am Flughafen bekommst ...... 😄 😄 😄
Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
engelstrompete4'451 Beiträge · seit 200804. Sept. 2016 ·
Hi Frau Nachbarin,
Krankenhaus nahe meines Wohnortes ist organisiert.
Dann lasse mir mal per pn wissen,wo das ist, ich komme Dich dann mal besuchen, denke das ich weiß wo" Du landen" wirdst???
Guten Flug und wenig "gepiepse" an der Security..... 😄 😄
Liebe Grüße
Cécile 😁
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Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
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namibiafieber842 Beiträge · seit 201004. Sept. 2016 ·
Liebe Babsi,
auch ich möchte Dir nun endlich für Deine etwas andere Art eines Reiseberichts danken ! Man sieht an Deinem Beispiel, dass eine Reise doch unvorhergesehener Weise ganz anders ablaufen kann als geplant ... Und des ist schön zu hören, dass eine gute ärztliche Versorgung auch in Ländern wie Namibia sicher gestellt werden kann. Ich habe zwischenzeitlich alle Telefonnummern und Versicherungsnummern in einem Notfall-Dokument zusammen getragen - in der Hoffnung, dieses niemals nutzen zu müssen .... Aber für den Fall der Fälle fühle ich mich gewappnet !
Ich hoffe, dass es für Dich nun wirklich nur noch bergauf geht und Du die Elefanten dann ein anderes Mail in Namibia sehen wirst ! Und dann hälst Du Dich bitte ganz weit von den unbeleuchteten Swimming-Pools fern, ok ?! 🙂
Bitte halte uns auf dem Laufenden, wie die Heilung voran schreitet ! Genießt die restlichen Tage in Namibia- so weit es geht ! Ich drücke Dir - und auch Deinem Mann, der inzwischen hoffentlich auch wieder fit ist - ganz dolle die Daumen, dass Ihr beide ganz schnell wieder gesund & fit werdet und es keine Spätfolgen gibt ! Freut Euch auf Eure nächste Reise nach Namibia - denn die Vorfreude ich ja (fast) die schönste Freude !!!
Nochmal Danke & alles Gute ! Antje - im Namibiafieber 😎
BAbabsiThemenstarter67 Beiträge · seit 201605. Sept. 2016 ·
Vielen Dank für Eure Guten Wünsche. Mein Bein scheint auf gutem Weg zu sein. Ich nehme noch Tabletten, aber alles gut. Sich mit Krücken zu bewegen ist unglaublich beschwerlich und wird richtig Kondition kosten. 4 bis 6 Wochen hat der Arzt gesagt LG Babsi
engelstrompete4'451 Beiträge · seit 200805. Sept. 2016 ·
babsi schrieb:Vielen Dank für Eure Guten Wünsche. Mein Bein scheint auf gutem Weg zu sein. Ich nehme noch Tabletten, aber alles gut. Sich mit Krücken zu bewegen ist unglaublich beschwerlich und wird richtig Kondition kosten. 4 bis 6 Wochen hat der Arzt gesagt LG Babsi
Hallo Babsi,
versuche es Zuhause mal mit einen Bürostuhl, da rutscht man schön durch die Etage, ich habe das mal gemacht als ich meinen Mittelfussknochen gebrochen hatte, weil mit Krücken , hätte ich sicherlich mir noch was gebrochen.
Liebe Grüße Cécile 🙂
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Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
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BAbabsiThemenstarter67 Beiträge · seit 201605. Sept. 2016 ·
Meine Zusammenfassung und Fazit für die nächste Namibiareise
Erst mal die Zusammenfassung :
Am 23.Aug. gegen 19.00 Uhr ist der Unfall nahe Kamanjab passiert. Die Versicherung wurde sofort informiert.
Am 24.Aug. gegen 14.00 Uhr sind wir bei einem Arzt in Otjiwarongo (ca. 240 km, davon 13 km Gravel) angekommen und RöntgenBilder konnten gemacht werden (Mehrfachbruch und Subluxation). (Die Kommunikation mit der Versicherung hat hier zu ca. 3 Stunden Verzögerung geführt)
Am 25.Aug. nur Wartezeit wg. zähen Gesprächen mit der Versicherung. Auf Anraten des Arztes, hätte ich sofort nach Windhuk gebracht und am selben Tag operiert werden können und, aus medizinischen Gründen, auch sollen. Heimflug nach D stand aber noch im Raum (zuerst für den 27.8. dann für 29.8)
Am 26.Aug. wurde der Transport nach Windhuk organisiert und vorgenommen. Erste OP war noch am selben Tag. Zur Organisation des späteren Heimflugs wird der ADAC (da Plus-Mitglied) eingeschaltet.
Am 29.Aug. erfolgt die zweite und abschließende OP. Damit war die Leistung der Auslands- Krankenversicherung erschöpft.
Am 06.Sept . werden wir (vorraussichtlich) vom ADAC per Flug in der Buisinessclass nach Hause gebracht. Für Transfer zum Flughafen und dann Transfer vom Flughafen zu einem wohnortnahen Krankenhaus zur Überprüfung ist gesorgt.
Hinterher ist man immer schlauer / Fazit : Hier schreibe ich mal zusammen, was ich nun anders machen oder extra bedenken würde (also meine persönliche Einschätzung ohne Anspruch auf Richtigkeit oder gar Vollständigkeit)
Versicherungen:
* ich suche mir zukünftig eine Auslandskrankenversicherung mit gutem Ruf und lese mir die Bedingungen (Deckungssummen !) genau durch. Was.ist genau abgedeckt? Bekomme ich einen Ansprechpartner oder muss ich immer durch ein Callcenter? Gibt es Beratung durch einen Facharzt?
* ich stelle sicher, dass die medizinische Behandlung im Ausland UND die Rückkehr abgesichert sind. Gegebenenfalls auch durch zwei getrennte Versicherungen.
Dabei kann es erstens um viel Geld gehen, aber zweitens auch um medizinische Beratung durch deutsche Ärzte und logistische Unterstützung bei den vielfältigen Organisationsfragen. (Einen medizinisch betreuten Liegendflug organisiert man z. B. nicht mal eben so selber)
Sonstige Bedingungen, Einsichten und Gedanken zur Sicherheit:
* ich bin mir viel mehr als vorher bewußt, daß keine Versicherung der Welt die weiten Wege abkürzen, die Straßen verbessern oder eine Rettung/Transport bei Dunkelheit ermöglichen kann. Wer kurz vor oder nach der Dämmerung einen Unfall hat/krank wird, MUSS (jedenfalls bei größeren Entfernungen zum nächsten Ort mit Arzt) bis zum nächsten Morgen (plus Transportzeit) durchhalten. Bei Dunkelheit steht auch keine Flugrettung zur Verfügung (ich habe mich erkundigt). Das muss, vor allem auch bei der Routenplanung mit Kindern, berücksichtigt werden.
* in Hinsicht auf den vorigen Punkt würde ich die Reise-Apotheke aufstocken. Ein starkes, verschreibungspflichtiges Schmerzmittel wäre Pflicht und Material für Druckverband (Blutungen) und offene Verletzungen. Muss mich dazu beraten lassen.
* wenn ich eine/n Arzt/Ärztin gefunden habe, dem/der ich vertraue, vertraue ich ihm/ihr auch und befolge, was mir dort geraten wird. Ich lasse mir die Behandlung schriftlich verordnen und kann das dann auch so vor der Versicherung vertreten. Gestritten wird notfalls später.
* ist man in einem großen Krankenhaus gelandet, ist man nicht der erste oder einzige Auslandsversicherte. Lady Pohamba Hospital z.B. hat zur Abwicklung mit den Versicherungen routinierte Abläufe und eine Angestellte, die sich nur darum kümmert. Das wird in den anderen Krankenhäusern ähnlich sein. Es gibt eine beiderseitige Routine und damit ist man selbst dann von der Bürokratie etwas entlastet.
* je nach Fall würde ich mich wieder hier in Namibia behandeln lassen. Räumlichkeiten, Ärzte, Spezialgeräte (MRT gibt es, CT weiß ich nicht), Betten und vor allem auch das Pflegepersonal sind toll gewesen und scheinen internationalen Standard zu haben. Die Betreuung, bis hin zum Essen hin, war ausgezeichnet.
* die Idee (wie hier geäußert wurde), in einem Notfall wie diesem, aus eigener Initiative unbehandelt heim zu fliegen ist nicht durchführbar. Die Airlines verlangen bei Krankheit /Verletzung ein "FIT to FLY " ZERTIFIKAT, in dem ein anerkannter Arzt bestätigen muss, unter genau welchen Bedingungen und Umständen der Betroffene komplikationsfrei reisefähig ist. Die Airline behält sich die Zustimmung zur Beförderung vor. Sie wollen (verständlicherweise) vermeiden, dass unterwegs Komplikationen/ Zwischenfälle eintreten (z.B. Blutungen, Thrombosen oder der Patient fängt an vor Schmerz zu schreien usw.)
Diese Option besteht also einfach nicht , auch nicht für Helden! (abgesehen davon, dass man ab einem Beinbruch nicht auch nur einen einzigen Schritt mehr machen kann. Nicht ins Zimmer, nicht zum Auto , nicht zur Toilette und erst recht nicht in ein Flugzeug)
* lange Listen mit vielen Notfallnummern des Landes sind nicht so essentiell. Es gibt eine zentrale Notfallnummer die entsprechend weiterleiten würden, bzw. wissen die Leute Vorort Bescheid.
* superwichtig ist natürlich eine Liste mit allen persönlichen Daten zu Versicherungen, Flug, Reiseveranstalter, Kreditkarten (ganz wichtig!)
Das ist alles, was mir gerade so dazu einfällt. Wir haben viel erlebt und viel gelernt und bedanken uns bei "Namibia" für die Hilfe und gute medizinische Betreuung und allen, die uns unterstützt haben, auch Euch Fomis 🙂 .
Wer wissen will, wann Häschen wieder hüpfen kann: ich werde mich an dieser Stelle nochmal melden, sobald es so weit ist.
engelstrompete4'451 Beiträge · seit 200805. Sept. 2016 ·
Hi Babsi,
* die Idee (wie hier geäußert wurde), in einem Notfall wie diesem, aus eigener Initiative unbehandelt heim zu fliegen ist nicht durchführbar. Die Airlines verlangen bei Krankheit /Verletzung ein "FIT to FLY " ZERTIFIKAT, in dem ein anerkannter Arzt bestätigen muss, unter genau welchen Bedingungen und Umständen der Betroffene komplikationsfrei reisefähig ist. Die Airline behält sich die Zustimmung zur Beförderung vor. Sie wollen (verständlicherweise) vermeiden, dass unterwegs Komplikationen/ Zwischenfälle eintreten (z.B. Blutungen, Thrombosen oder der Patient fängt an vor Schmerz zu schreien usw.)
DAS ist absolut richtig !!!!!!!!!
Wünsche euch eine gute Heimreise und nochmals vielen Dank für das für UNS lustiges und sehr informatives TAGEBUCH!!!! Jeder soll sich das herausschreiben , was für ihn wichtig ist. Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
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kOa_Master391 Beiträge · seit 201507. Sept. 2016 ·
babsi schrieb:* wenn ich eine/n Arzt/Ärztin gefunden habe, dem/der ich vertraue, vertraue ich ihm/ihr auch und befolge, was mir dort geraten wird. Ich lasse mir die Behandlung schriftlich verordnen und kann das dann auch so vor der Versicherung vertreten. Gestritten wird notfalls später. ... * superwichtig ist natürlich eine Liste mit allen persönlichen Daten zu Versicherungen, Flug, Reiseveranstalter, Kreditkarten (ganz wichtig!)
Gute Zusammenfassung! Aus meiner Sicht sind das hier die beiden wichtigsten Punkte. Ich hoffe du hattest heute Nacht einen guten Flug und gute Genesung in der Heimat wünsche ich dir.
BAbabsiThemenstarter67 Beiträge · seit 201607. Sept. 2016 ·
Hallo liebe Fomis, gestern fand der Rücktransport durch den ADAC statt. Ich wurde per Krankenwagen von der Lodge abgeholt und zum Flugafen gebracht. Per Buisinessclass ging es dann mit Condor über Nacht nach Frankfurt. Dort hat es ewig gedauert bis der Rollstuhltransfer kam und uns zum Weiterflug nach München brachte. Wir haben es gerade noch geschafft. In München wurde ich wieder durch einen Krankenwagen abgeholt und, zum Check-up, in einem Unfallkrankenhaus in der Nähe meines WOhnortes abgeliefert. Hat alles so weit recht gut geklappt.
Leider lief es nicht weiter wie am Schnürchen. Eine CT bestätigte, was die Fachärztin bereits am Röntgenbild erkannt hat. Die OP war nicht präzise genug durchgeführt worden, das Knochenpuzzle muss nochmal korrigiert werden. 😵 😵 🙁 Sie behielten mich gleich da. Termin ins vorraussichtlich am 09.Sept.
Ich bin aus allen Wolken gefallen, denn ich dachte, die pappen neue Pflästerli, sagen dass alles gut wird und planen Krückenzeiten und Physio mit mir. Mir ging es ja auch schon wieder ganz gut. Manno.... nu alles nochmal Danke für 's weitere Daumen drücken Babsi
engelstrompete4'451 Beiträge · seit 200807. Sept. 2016 ·
Hallo Babsi, also das kann ja wohl nicht wahr sein oder !!!!!!!!!
Aber wo Du jetzt bist, bist Du absolut spitzenmäßig aufgehoben !!!
Habe Dir eine PN geschickt.
Ganz liebe Grüße
Cécile 🙂
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Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
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Lotusblume1'940 Beiträge · seit 200907. Sept. 2016 ·
babsi schrieb: Versicherungen: * ich suche mir zukünftig eine Auslandskrankenversicherung mit gutem Ruf und lese mir die Bedingungen (Deckungssummen !) genau durch. Was.ist genau abgedeckt? Bekomme ich einen Ansprechpartner oder muss ich immer durch ein Callcenter? Gibt es Beratung durch einen Facharzt? * ich stelle sicher, dass die medizinische Behandlung im Ausland UND die Rückkehr abgesichert sind. Gegebenenfalls auch durch zwei getrennte Versicherungen.
Dabei kann es erstens um viel Geld gehen, aber zweitens auch um medizinische Beratung durch deutsche Ärzte und logistische Unterstützung bei den vielfältigen Organisationsfragen. (Einen medizinisch betreuten Liegendflug organisiert man z. B. nicht mal eben so selber)
babsi schrieb: gestern fand der Rücktransport durch den ADAC statt.
Hallo babsi, als Erstes wünsche ich dir toi toi toi für die nächste OP und eine gute Genesung!
Was hast du denn für Versicherungen? Bei unserer ADAC Auslandskrankenversicherung ist das alles abgedeckt (hoffe ich zumindest, nach Rücksprache mit dem ADAC). z.B. deutschsprachige Ärze (soweit möglich - auf Anfrage erhält man vor Reiseantritt ein Liste mit deren Adressen/Tel.-Nr.), medizinische Behandlung einschl. notwendiger OP, Ehepartner darf auch im KH übernachten, Privatpatient im Einzelzimmer, Rücktransport usw. Nur mit Deckungssummen weiß ich gerade nicht, was da drin ist.
oh je, das ist nicht schön ! Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und dass die Knochen hier wieder ordentlich zusammengefügt werden, damit einer schnellenn Genesung nix im Wege steht !
viele Grüße Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
Als ehemalige Betroffene möchte ich mich auch mal zu Worte melden.
Hier ist ehrlich gesagt bereits zu Anfang ein gravierender Fehler gemacht worden. Anstatt sich mit der Versicherung rumzuschlagen, hätte sofort der ADAC eingeschaltet werden müssen, denn so wurde leider sehr viel wertvolle Zeit verplempert. Hätte ich damals, als mein Mann in Kenia schwer erkrankt war zuerst seine Versicherung kontaktiert, wäre er vermutlich gestorben, denn die hätten bestimmt erst noch lange nachforschen müssen, wo überhaupt der Tsavo West Nationalpark ist. Ich habe damals das einzig Richtige gemacht, indem ich unseren TCS (Touring Club Schweiz) kontaktiert habe. Drei Stunden nach meinem Notruf landete der Flieger der Flying Doctors in der Nähe der Lodge, wo es passierte und er wurde direkt nach Nairobi ins Spital auf die Intensivstation gebracht. Wir staunen heute noch, wie professionell dies alles gehandhabt wurde. Elf Tage später, als mein Mann dann transportfähig war, wurden wir mit einem Ambulanzflugzeug in die Schweiz geflogen. Ich musste nie eine Kreditkarte vorweisen. Der gesamte finanzielle Ablauf und auch was sonst noch organisatorisch mit so einem Krankheitsfall und dem Rücktransport zusammen hängt wurde vom TCS übernommen. Das Ganze hat uns wegen dem ETI-Schutzbrief keinen Cent gekostet. Ausserdem war die Betreuung dieser Leute einfach nur grandios und was die Ärzte in Nairobi im Spital geleistet haben war absolut bewundernswert. Ich bin überzeugt davon, dass der ADAC genauso professionell arbeitet wie der TCS.
Old Women1'545 Beiträge · seit 201307. Sept. 2016 ·
Hallo liebe Fomis
@ Babsi: dir baldige Genesungswünsche. Deine Zusammenfassung gefällt mir sehr gut. Wenn einem so etwas widerfährt, ist man wahrscheinlich erst einmal völlig durcheinander und reagiert von daher auch nicht unbedingt richtig. In deinem Fall hat sich ja noch alles gefügt, bis auf dass noch mal gerichtet werden muss, was jedoch auch nicht so selten geschieht. @Erika: deinen Reisebericht habe ich damals gelesen und vor allem deine "Coolness" angesichts deines immer schwächer werdenden Mannes bewundert. Ohne deine Vorgehensweise wäre die Prognose mit Sicherheit nicht so günstig gewesen. @ alle Fomis: euch (und mir auch) wünsche ich immer, in solchen Situationen beherzt und richtig zu handeln, was gar nicht so einfach ist, wenn man sich schwerverletzt oder schwer krank abseits von High Tec-Kliniken befindet. Mein Mann sagt immer: "Gott sei Dank kannste ja ne Erstversorgung machen". 🙂 Ja, bei ihm, aber was ist, wenn mir etwas passiert? 😐 LG Beate