Nachtigall202 Beiträge · seit 201430. Juni 2016 · #81
Danke für den sehr beeindruckenden Bericht. Ich dachte schon, das Rinderfilet geht nie zu Ende. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. (Ich meine nicht das Essen..) Lg Anne
zwischen 1991 und 2008 diverse Aufenthalte Jemen - 2011 Südafrika - 2013 Kamerun - 2016 Namibia - 2018 Namibia
Montango1'667 Beiträge · seit 201130. Juni 2016 · #82
Hallo Panthers,
jetzt muss ich doch mal richtig danke sagen. Was für tolle Fotos einer beeindruckenden Landschaft. 🙂 Da würden wir am liebsten gleich losfahren. 😵 Der " kleine Ausrutscher " liest sich tatsächlich noch dramatischer als ihr es uns auf dem Flughafen geschildert habt. Was für ein Glück, dass es so glimpflich abgelaufen ist. Das man in so einer Sitution nicht zum Fotoapparat greift, ist später immer ärgerlich. Ich kenne das nur zu gut (habe ich Euch ja erzählt) Wir hätten aber natürlich gerne ein Bild davon gehabt. Da ihr ja nun wißt, wie es geht, könntet ihr die Szene doch auf der nächsten Reise für uns nachstellen oder 😉
Hallo Panther, dass es im Camp Syncro so gut weiterläuft, freut uns sehr. Wir waren im Sept.15 dort und haben die beiden für ihren Optimismus, ihre Tatkraft und ihr Engagement sehr bewundert! Viele Grüsse Friederike
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200730. Juni 2016 · #84
@Nachtigall Du hast es überstanden 😄 Ab jetzt kein Rinderfilet mehr. Versprochen 😎
@Montango Gute Idee mit dem "Nachstellen". Wir werden mal drüber nachdenken 😉 Die Südafrikaner haben natürlich Fotos gemacht. Aber irgendwie haben wir es "verpeilt" ihnen unsere email Adresse zu geben 😕
@CuF Unser Eindruck war dass die Beiden keinen Millimeter von ihrem Optimismus, ihrer Tatkraft und ihrem Engagement verloren haben. Hoffen wir dass es so bleibt 🙂
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200701. Juli 2016 · #85
Montag, 23.05.2016 Etaambura / 89 km
Heute hatten wir die sicher wärmste Nacht unserer ganzen Urlaubes, es hatte schon morgens 22°C 😐 Wir frühstückten, beobachteten die Vögel und ratschten mit Ryan und waren dann gegen 9:00 Uhr abreisefertig. Eigentlich sehr schade, dass wir nur einen Tag für Camp Syncro eingeplant hatten. Wir hätten es auch länger ausgehalten. Wir mussten nun den gleichen Weg wieder zurück, den wir gestern gekommen sind.
Bergschmätzer
Graureiher
Nilgans
Wir umfuhren heute den heiligen Berg auf der anderen Seite, konnten aber nicht feststellen, dass der Weg der Bessere wäre – wie wir von mehreren Reisenden gehört hatten. Nur dass er nicht durch das Flussbett führt. Bei einer Pause bemerkten wir, dass die Stoßstange auf der linken Seite lose war 😗 Bei den Straßen kein Wunder.
An der roten Tonne begegneten uns 2 Autos, das wars aber auch für heute. In einem davon saßen 3 Weiße, die uns keines Blickes würdigten, die schwarzen Mitfahrer hingegen winkten uns freundlich. Die waren wohl in einer offiziellen Mission unterwegs – vielleicht richten sie die Straßen 🙂
Dann machten wir uns an das schwieriger Straßenstück, den Rooidrum Pass. Heute war es umgekehrt, wir mussten zwei Steilstrecken rauf und eine runter. Ich lief vor dem Auto und zeigt Ralf an wo er fahren musste, wenn er denn meine Anweisungen verstand 😗 Ich war ganz froh, nicht im Auto zu sein und erst recht froh, als wir das dann auch wieder geschafft hatten.
Dann war es nicht mehr weit bis zum Etaambura Camp. Es liegt auf einem Hügel mit einer wundervollen Aussicht auf das Tal und die angrenzenden Berge. Zuerst mussten wir allerdings eine sehr steile Auffahrt bewältigen. Oben begrüßte uns Kaku freundlich und zeigte uns alles. Es gibt 5 Häuschen und wir hatten natürlich das hinterste 😐 , aber dafür mit dem schönsten Ausblick 🙂 Parken mussten wir vor dem Gemeinschaftsgebäude. Bepackt mit Rucksäcken und die Hände voller Kleinkram liefen wir in unser Häuschen. Neben dem Zimmer mit Ausblick hatten wir eine Terrasse und ein Bad in den Felsen. Heute und morgen sind wir alleine hier oben 🙂
Ralf bastelte etwas am Auto, er wollte mal nachschauen warum die Stossstange locker war, und ich saß auf der Terrasse und beobachtete die scheuen Klippschliefer. Vom Tal hörte ich die Himbas singen und klatschen.
Die schöne Aussicht genossen wir noch etwas, lasen und schrieben Tagebuch. Nach dem Duschen wurde es dann auch Zeit für einen Sundowner. Den nahmen wir dann zusammen mit Kaku am Feuerplatz ein. Wir kamen ins Gespräch über Gott und die Welt, erfuhren von ihr wo sie herkommt, wieviel Kinder, Geschwister usw. Auch sie hatte natürlich Fragen zu Deutschland und wie die Menschen dort leben. Da wir ja noch ein Himbadorf besuchen wollten, und es nicht unsere Art ist einfach irgendwo zu halten und bei den Dorfbewohnern "anzuklopfen", vereinbarten wir mit Kaku für morgen Früh einen Besuch bei den Himbas. Da sie selber eine Himba ist, sollte das mit der Verständigung ja klappen. Unsere paar Vokabeln konnten wir dann auch anwenden 🙂 Und wir hatten ja für evtl. Begegnungen auch schon Maismehl, Öl und Zucker eingekauft.
Wir quatschten dann so lange bis wir uns zu einem schnellen Abendessen entschieden, Nudeln mit Thunfisch-Tomatensauce. Das ging relativ schnell und wir aßen dann am extra eingedeckten Platz im Inneren des Gebäudes. Wir spülten noch den Topf und saßen noch auf unserer Terrasse mit einem Glas Wein. Ringsrum im Tal sahen wir einige Feuer brennen.
Liebe treue Mitleser, Kommentatoren und Danke-Button Drücker, das war's wieder für diese Woche. Am Montag gehts dann weiter. Wir wünschen euch allen ein schönes Wochenende und bedanken uns recht herzlich dass unser kleiner Reisebericht auf so viel Interesse stößt 🙂
Oh man, die Anfahrt hatte es sich ja echt in sich... Meinen Mann hätte sie sicherlich gefallen, während ich hinterher wahrscheinlich völlig fertig mit den Nerven gewesen wäre 😵
Danke für die schönen Fotos. Ich bin schon gespannt auf Montag, wenn ihr dann die Himbas besuchen geht. Ich werde leider erst im Oktober mit einer Gruppe in Namibia sein. Da wir auch ein Dorf besuchen werden, lerne ich extra etwas Otjhereo und Hereo. Es macht Spass mit Leuten in ihrer Sprache zu sprechen, auch wenn es nur ein paar einfache Worte und Sätze sind. Ich will damit meinen Respekt gegenüber ihnen erweisen. Lacher sind ja sicher vorprogramiert 😄 wenn man die Worte falsch betont. ( meta = lächeln )
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200701. Juli 2016 · #88
@Jaspar Augen zu und durch (bzw. rauf) ist hier die Devise. "Augen zu" natürlich nur für den Beifahrer 😉 Für den Fahrer trifft es der Spruch von unserem Bundes-Jogi ganz gut: "Höggschde Konzentration" 😎
@Adrian Ein paar Brocken der Sprache können sicherlich helfen. Und Lacher haben wir auch geerntet. Lockert aber die Stimmung 😉 Kannst ja mal berichten wie es geklappt hat.
springe auch noch schnell auf 😄 Vielen herzlichen Dank für deinen schönen Bericht und die tollen Photos. Wir wollen zum Jahreswechsel 2016/17 auch das Camp Syncro besuchen, deshalb interessiert mich dein Bericht ganz besonders. Letzten Winter hatten wir auch ein Fahrzeug von Savanna (Hilux 4x4 mit zwei Dachzelten) und soweit ich mich erinnere war die Fahrt ins Kaokoveld nicht erwünscht / verboten / nicht versichert .... Wir sind dann trotzdem nach Epupa gefahren, zum Glück ist nichts passiert. Hattet ihr bei der Rückgabe des Fahrzeuges Probleme? Haben sich die Bedingungen bzgl. Kaokoveld bei Savanna geändert?
wow. Das sind BIlder und das Video zeigt auch, dass ich noch weit weg vom guten Offroadfahrer bin. Da bin ich froh, eine geführte Tour im Kaokoveld zu machen. Auf die Landschaft und Menschen freue ich mich schon jetzt, auch wenn ich noch nichtmal einen Flug gebucht habe 😉
Ganz arg lieben Dank für diesen Bericht. LG Andreas
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200702. Juli 2016 · #91
@Andy Herzlich Willkommen im Forum 🙂 Ich denke nicht dass sich etwas bzgl. Kaokoveld geändert hat. Das Kaokoveld und z.B. auch den Khaudum befährts du auf eigenes Risiko. Einzig der van Zyls Pass ist tatsächlich verboten. Probleme hatten wir bei Rückgabe keine. Wir hatten ja vorher gesagt dass wir ins Kaokoveld fahren und zudem wird die gefahrene Strecke ja auch im Auto mitgeschrieben.
@Andreas Na dann nichts wie los und buchen 😉 Vielen Dank fürs Mitlesen. So ein Reisebericht ist ja auch immer ein bisschen Selbstzweck. Mann erlebt seine eigene Reise nochmal 🙂 🙂
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200704. Juli 2016 · #92
Dienstag, 24.05.2016 Etaambura / 8 km
So eine schöne Aussicht möchten wir beim Aufwachen immer haben. Wie mit Kaku gestern vereinbart, wollten wir gleich morgens ein Himbadorf besuchen. Zuerst gab es aber Frühstück, das Wasser für den Kaffee kochte schon auf dem Feuer.
Wir räumten für Kaku etwas Platz neben dem Kühlschrank frei, wir hatten ja keine Rücksitze. Das ging aber ganz gut. Wir fuhren zu einem kleinen Dorf mit 3 Hütten und kleineren Unterständen für die Ziegen. Hier versammelt waren die Oma und einige junge Frauen, eine davon war verheiratet. Das erkennt man an dem Krönchen. Dazu gab es eine ganze Schar kleiner Jungs vom Baby bis zum ca. 3-4 jährigen. Männer waren keine da, wenn es sie gibt dann sind sie mit den Rindern unterwegs. Zuerst wurden mal alle mit einem freundlichen "Moro" und einem Händedruck begrüsst. Der Millipap kochte im Topf und wurde dann mit Ziegenmilch gemischt. Das war das Frühstück für die Kinder. Ich setzte mich einfach dazu und beobachtete.
Da Kaku selbst eine Himba war, konnte sie unsere Fragen einfach übersetzen und dann auch beantworten. Auch in die andere Richtung hat das prima funktioniert. Da es für uns schon etwas komisch war, so in diese Gemeinschaft "einzudringen" verzichteten wir Anfangs auf das Fotografieren. Nachdem dann aber alle etwas aufgetaut waren wollten sie auch gerne fotografiert werden und lachten sich dann anschließend über die Bilder kaputt . Warum hat sich uns nicht ganz erschlossen, aber Hauptsache sie hatten ihren Spaß 😐 🙂 Besonders den Kindern hatte es mein Fotoapparat angetan, als sie herausgefunden hatten, dass man mit einer Wischbewegung auf dem Bildschirm zum nächste Bild kam.
Die Damen hatten beim Fotografieren meistens einen ernsten, aber auch stolzen, Gesichtsausdruck. Wenn sie nicht im Mittelpunkt standen, konnten sie sich aber auch prächtig über den "Touri mit Ziege im Arm" amüsieren.
Später gingen die „Großen“ dann an die tägliche Arbeit. Die einen gingen zum Ziegenhüten, die anderen räumten die Decken auf und die nächste ging zum Wasserholen – der Weg beträgt 7 km, einfach 😵
Wir verbrachten ca. 2 Stunden dort und am Ende hatten wir doch alle eine entspannte Zeit und viel Spaß. Zum Schluss wurden natürlich auch diverse Schmuckstücke ausgebreitet und einige Armreife wechselten den Besitzer. Wir hatten als Geschenk Maismehl, Zucker und Öl mitgebracht und die Damen haben es dann unter sich aufgeteilt.
Kaku
Wir verabschiedeten uns anschließend mit „okuhepa“ und völlig zufrieden und auch sehr beeindruckt vom Gesehenen fuhren wir wieder unseren Berg hinauf. Himbafrauen haben ja seit unserer kleinen Schräglage bei uns sowieso ein Stein im Brett. Kaku fragte uns noch ob wir sie am nächsten Tag mit nach Opuwo nehmen könnten da sie sich überlegt hatte 3 Tage "off" zu nehmen. Das machen wir eigentlich nicht so gerne u. a. wegen der fehlenden hinteren Sitze 😕 Aber nachdem das heute ganz gut geklappt hatte, stimmten wir zu. Wir tranken Kaffee und ließen das Erlebte noch mal Revue passieren. Zu Ralfs großer Freude, flog immer wieder ein Schwarm Rosenpapageien in die niedrigen Bäume. Sie sind wirklich pfeilschnell unterwegs.
Haupthaus
Wir verbrachten dann einen relaxten Nachmittag auf unserer Terrasse. Zum Sonnenuntergang war niemand von den Angestellten zu sehen – auch brannte kein Feuer 🤨 Später kam dann der Kollege von Kaku und erzählte uns dass das Auto eine Panne hatte und er deshalb erst so spät kommt. Kaku war wohl unten im Dorf geblieben und hat dort ihren Bruder getroffen. Möglicherweise fährt nicht sie selbst sondern ihr Bruder mit uns nach Opuwo. Wir werden sehen. Wir beschlossen, wieder schnelle Küche zu machen und brieten die restlichen Nudeln mit Schinken und Eier an.
Der Mond ging heute erst etwas später auf und so hatten wir wirklich das Gefühl unter einem Himmelszelt zu sitzen. Der Sternenhimmel war prächtig 🙂
Morgen müssen wir diesen wunderschönen Ort wieder verlassen. Es ist wieder etwas mehr Trubel angesagt.
LolaKatze846 Beiträge · seit 201404. Juli 2016 · #93
Hallo Panther,
ich habe gerade euren tollen Bericht gelesen und ich kann nur sagen. Booh - was für ein schöner Tag - ich bin ganz sprachlos.. Ihr habt ja schon ein bisschen von Etaambura erzählt und man kennt es ja auch schon von ein paar anderen Berichten, aber das ist einfach unbeschreiblich schön dort - da kann man es wahrscheinlich ewig aushalten. Und ihr habt einfach so richtig tolle Bilder. Das macht Lust auf mehr..... Und der Besuch bei den Himbas - Wow, da fehlen mir echt die Worte. Da hattet ihr aber mal ein richtig richtig schönen Tag.
Champagner8'703 Beiträge · seit 201004. Juli 2016 · #94
panther schrieb:
So eine schöne Aussicht möchten wir beim Aufwachen immer haben.
ICH AUCH!!! 😄 Man könnte meine, man sie in einer anderen Welt..... 🙄
Liebe Panthers,
auch wenn es manchmal aufregend zugeht bei euch, so bereiten mir eure Fotos doch vorallem Genuss und (Vor)Freude! Übrigens für mich auch ein ganz wichtiger Aspekt beim Reisebericht-Lesen 😉 - ich kann dabei so schön abschalten und die Seele baumeln lassen!
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200705. Juli 2016 · #95
@Lolakatze In Etaambura könnte man es tatsächlich länger aushalten. Eine wirklich traumhafte Unterkunft in wunderschöner Umgebung. Dazu kam natürlich dass wir die ganze Lodge für uns alleine hatten. Und der Ausflug zu den Himbas war schon ein besonderes Erlebnis. Es ist noch etwas ursprünglicher als z.B. bei den Himbas an den Epupa Falls (da waren wir ja auch noch).
@Bele Die Welt ist tatsächlich anders. Sowohl von der Landschaft als auch von den Lebensbedingungen 🙂 Es wird dir gefallen. Wie, bei uns geht es manchmal aufregend zu 🤩 Alles halb so wild 😗
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200705. Juli 2016 · #96
Mittwoch, 25.05.2016 Opuwo Country Lodge / 201 km
Etaambura hatte uns wirklich sehr gut gefallen. Aber heute mussten wir wieder weiter – nächste Station war Opuwo. Beim Frühstück hieß es dann, wir brauchen doch niemanden mitzunehmen – auch ok. Als wir dann abfahrbereit waren, staunten wir nicht schlecht, nun kam doch Kakus Schwester Quency mit. Die saß schon die ganze Zeit schweigend am Feuer. Na dann 😐
Rockdassies gibts auch
Wir fuhren zuerst Richtung Orupembe und bogen dann nach links auf die 3707 ab. Das Fazit für diese D-Straße fiel fürchterlich aus 🤢 Landschaftlich zwar schön gelegen, aber die Piste bot auch wirklich alles auf von weggewaschenen, steinigen Pads, tiefsandigen Flussbetten, Wellblech wechselnd mit glattem Gravel und sogar eine kleine Wasserdurchfahrt. Es war wirklich eine Tortur für Mensch und Fahrzeug 😈 Zwei Fahrzeuge kamen uns entgegen und einen Sammeltransport überholten wir. Die armen Menschen, mussten sich auf der Ladefläche eines Pick-ups durchschütteln lassen.
Zum "Lone Man in Kaokoveld" gibt es einen interessanten Artikel
Unsere Mitfahrerin war nicht sehr gesprächig, aber während einer Pause erzählte sie uns, dass sie jetzt in die 12. Klasse geht und dann Medizin studieren möchte. Selten passierten wir ein Dorf und einmal sprang Ralf ein Junge direkt vors Auto 🤩 – er wollte uns anhalten 😠 Erst nach Kaoko Otavi hatte das Geschüttel ein Ende, ab da wurde die „Straße“ zu einer normalen Pad und wir erreichten dann endlich nach 5 ½ Stunden Opuwo. Wir ließen Quenzy irgendwo raus und fuhren dann zum Opuwo Country Hotel wo wir einen Campingplatz reserviert hatten. Da heute Feiertag war (Africa Day), ging es auf den Straßen sehr lebhaft zu. Eine Menge an Leuten war unterwegs 🙂 Im Hotel gönnten wir uns erst einmal ein Rock Shandy, das war mehr als verdient.
Einige gut gekleidete Schwarze waren hier zum Mittagessen eingetroffen. Man kommt sich da in den Urlaubsklamotten incl. schmutziger Füße immer etwas schäbig vor 😗
Wir beobachteten noch das Eintreffen einer deutschen Reisegruppe und begaben uns dann zu unserem Stellplatz Nr. 1 auf der Campsite. Bis wir mal gerade standen, das dauerte – es gab einfach zu viele Möglichkeiten und keine passte so richtig. Aber letztendlich fanden wir dann eine eingermaßen ebene Position für unser Auto.
Nach der abendlichen Dusche zündeten wir das Feuer an und grillten ein etwas zähes Oryx. Gut, vielleicht war es auch etwas zu lange auf dem Grill 😗 Vom Dorf unten schallte sehr laute Musik herauf. Das ergab eine Lärmkulisse wie auf einem Rummelplatz gemischt mit Hundegebell und Motorgeräuschen. Um uns herum waren fast alle Plätze belegt. Hier war es schon wieder deutlich kühler und so verzogen wir uns bald ins Bett.
Der morgige Tag beginnt dann mit der Suche nach einer Werkstatt. Nicht einfach in Opuwo 😉
Montango1'667 Beiträge · seit 201105. Juli 2016 · #97
panther schrieb:
Einige gut gekleidete Schwarze waren hier zum Mittagessen eingetroffen. Man kommt sich da in den Urlaubsklamotten incl. schmutziger Füße immer etwas schäbig vor 😗
Hallo Panther,
das können wir gut verstehen. Am gleichen Tag (Afrika Day) waren wir zum Lunch im Leopard Rock Hotel in Bvumba (mit Sandalen) Man hat uns unauffälig gemustert 😗
Ansonsten super schöne und stimmungsvolle Bilder, die Lust auf mehr machen.
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200706. Juli 2016 · #100
in Arbeit
Donnerstag, 26.05.2016 Epupa Camp / 177 km
Irgendwann wurde wohl auch die lauteste Musik abgestellt, wir konnten trotz dem Rummel gut schlafen. Nur die drei Wachleute hörte man ab und zu. Morgens bekamen wir netten Besuch von zwei grauen Katern, die sich bei uns sichtlich wohlfühlten. Es war fast wie zu Hause 🙂
Gegen 8:00 Uhr waren wir heute schon abreisefertig, wollten wir doch mal schauen ob es jemanden gab der unsere lose Stoßstange reparieren konnte. Die Dame an der Lodgerezeption hat uns eine Werkstatt beschrieben, es war gegenüber dem Krankenhaus, aber da sah nichts nach einer Werkstatt aus 😐 Wir trafen einen Weißen, der deutsch sprach und der gab uns den richtigen Hinweis. Ralf sollte in einem Takeaway nachfragen. Dort saß der Chef, ein älterer Weißer, im schummrigen Licht auf einem Stuhl während daneben Rinderhälften zerteilt wurden. Er schickte einen Mechaniker samt gut ausgestattetem Werkzeugkasten und auch ein Schweißgerät wurde aus den Tiefen des Takeaways ans Tageslicht befördert. Zum Schweißen kam dann noch ein zweiter Mechaniker. Für 200 Nam$ wurden dann die Halter auf beiden Seiten wieder fachgerecht angeschweißt und wir waren zufrieden. That's Africa 🙂 Der Gedanke in einem Takeaway nach einer Fahrzeugreparatur zu fragen wäre uns jetzt nicht so direkt in den Sinn gekommen. Eine richtige Werkstatt wie z.B. in Outjo scheint es in ganz Opuwo nicht zu geben 😕
Anschließend stand noch ein kleiner Einkauf beim OK auf dem Programm.Hier waren von der Himbafrau, Weißen und schmutzigen kleinen Jungs mit fast Nichts am Körper, alles unterwegs. Zu guter Letzt waren wir noch beim Tanken, danach konnte es weitergehen - nach Epupa.
Wir freuten uns auf eine eingermassen anständige Pad. Sie war ok, jedoch gab es viele Senken, an denen Wasser durchgeflossen ist. Auch Bauarbeiter waren zugange um weggespülte Pistenabschnitte wieder aufzufüllen. Ralf suchte einen schattigen Baum für eine Pause aus und schon kamen drei Kinder angelaufen und eine junge Himba in traditioneller Kleidung. Zwei Mädchen waren "normal" gekleidet und gingen auch zur Schule, wie sie uns erzählten. Sie wollten natürlich Süßigkeiten. Wir hatten nur Kekse, die wir dann verteilten und wir bekamen ein Foto. Leider wurden sie gleich auch fordernd und hätten vom T-Shirt bis zu Geld gerne alles genommen 😣 Da fuhren wir dann doch lieber wieder weiter.
Wir erreichten dann Epupa. Ich habe mich schon auf den schönen Blick auf den Palmenwald gefreut, den man von der Straße aus hat. Und es war immer noch schön. Wir folgten der Beschilderung zum Epupa Camp und wurden dort freundlich empfangen. Die Campsite 5 war für uns gedacht, auf einem sonst leeren Platz. Wir standen unter Plamen an einem ruhigen Nebenarm des Kunene, aber mit Blick auf den Hauptstrom. Es gefiel uns gleich sehr gut hier.
Viele Vögel schwirrten umher, darunter auch Rosenpapageien, sogar Pied Kingfisher und Giant Kingfisher waren präsent. Später besuchten uns auch noch die Vervet Monkeys, aber ohne besonders aufdringlich zu sein. Wir verbrachten eine ruhig Lesestunde bevor wir um 15:30 Uhr ins Restaurant gingen zu Kaffee und Kuchen. Es gab noch einige weitere Gäste, die in den Zelten wohnten.
Wir hatten uns für die Sundowner Tour zu den Fällen angemeldet, waren aber mit dem Fahrer Manuel ganz allein. Wir besuchten zuerst die beiden schönen Aussichtspunkte - dort hatten wir einen schönen Blick auf die Abbruchkante der Namibia-Seite von wo aus das Wasser in die Tiefe stürzte.
Dann ging es rauf auf den Hügel und erst hier sahen wir, wie viele Fälle es eigentlich gibt und wie breit der Kunene an dieser Stelle ist. Allerdings liegt der Hauptteil der Fälle schon in Angola. Auf dem Hügel gibt es auch ein paar Stände, die zwar nicht besetzt waren, aber dieses Foto ist ganz speziell für Ruth (Eulenmuckel) 😎
Bei Bier und Savanna und ein paar Knabbereien verbrachten wir hier oben eine schöne Zeit. Wir fuhren zurück und als wir auf der Campsite ankamen, war es schon fast dunkel. Dann gab es erst einmal eine Openair-Dusche, bei den milden Temperaturen eine angenehme Sache. Es trafen dann doch noch späte Gäste ein, ein Kleinbus voller Kinder 😐 Aber die bauten ihre Zelte auf und dann war gleich Ruhe 🙂 Wir grillten den letzten Springbock und genossen den schönen Abend.
Morgen geht es auf die zweite Himbatour. Mal sehen was sich so in den letzten 8 Jahren, seit unserem letzten Besuch, verändert hat.