pantherThemenstarter1’300 Beiträge · seit 200720. Juni 2016 ·
Freitag/Samstag, 13./14.05.2016 Villa Violet
Endlich wieder Namibia. Unsere diesjährige Reise war eine schöne Kombination aus Einsamkeit im Kaokoveld, ein bisschen Abenteuer im Flussbett und natürlich die Tiere im Etosha N.P. zum Abschluss. Wie auch im letzten Jahr flogen wir mit SAA via Johannesburg nach Windhoek. Da heute auch die Pfingstferien begannen, war der Flieger proppenvoll. Viele Familien mit großen und kleinen Kindern waren darunter. Nach einem ruhigen Flug landeten wir in Johannesburg bei grauem Himmel und Regen – puh, was für eine Begrüßung, aber wir wollten ja nicht hierbleiben. Wir waren mit die Ersten, die in den Gang zu den Transit Flügen abbogen. Dort trafen wir auf einen Angestellten mit einem Rollstuhl. Er fragte uns wann es denn bei uns weiterginge und ohhhh die Schlange beim Transitstempel wäre sehr sehr lang und am besten Ralf setze sich in den Rollstuhl dann geht alles sehr viel schneller 😐 Wir kannten ja die Prozedur vom letzten Jahr als wir für Ralfs Mutter die nun wirklich nicht gut zu Fuß ist, einen Rollstuhl vorab bestellt hatten. Gesagt, getan. Ralf saß im Rollstuhl und die Schlange am Schalter war wirklich sehr, sehr lang. Ruckzuck waren wir durch und die Sicherheitskontrolle bei der aber nichts los war (da ja alle noch in der Schlange standen) hatten wir auch schnell hinter uns gebracht. Wir gaben dem freundlichen Herrn noch ein Trinkgeld und hofften, niemand anderem den Service weggenommen zu haben. Das ist Afrika, aber ein bisschen peinlich war's dann doch 😗
Wir schlenderten noch durch die Läden und Ralf befriedigte noch seine Nikotinsucht. Pünktlich ging es dann weiter und wir landeten bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel in Windhoek.
Bei der Einreise wurde bei allen Personen immer noch der komische Zettel zu Ebola verlangt und die Temperatur gemessen. Da wir unsere Einreiseformulare schon vorher ausgefüllt hatten, waren wir gleich durch. Die Koffer kamen auch zügig und wir wurden schon von einem Savanna Mitarbeiter erwartet. Ralf kaufte noch eine MTC Karte und schon konnte es losgehen. Wir wurden heute im Mercedes chauffiert. Bei Savanna wurden wir freundlich von Valerie empfangen, die Ralf noch nachträglich zum Geburtstag gratulierte und ihn mit einem namibischen Fresskorb beschenkte. Die Fahrt mit dem Mercedes war auch extra für uns organisiert, denn es kamen nach uns noch weitere Gäste an. Keine Ahnung womit wir das verdient haben, es war aber sehr, sehr nett 🙂
Wir hatten den Bushcamper bestellt und die Einweisung war wie gewohnt gründlich und nachdem wir noch einen Reservekanister und eine Werkzeugbox eingeladen hatten konnte es losgehen.
Wir hatten beschlossen, den Einkauf gleich heute zu erledigen, also fuhren wir anschließend zum Superspar an der Maerua Mall. Da wir letztes Jahr sehr zufrieden mit der Qualität des Fleisches waren, hatte Ralf im Vorfeld versucht unsere Fleischration per mail zu bestellen. Da er aber nichts mehr gehört hatte ob das so in Ordnung ginge suchte er einfach mal die Metzgertheke auf. Und siehe da, ein Paket mit Oryx, Springbock und Rinderfilet war schon vorbereitet. Klappt doch perfekt. Wir hatten wieder einen großen Einkaufswagen randvoll gefüllt und verließen den Supermarkt mit zwei Helfern und vielen Tüten. Nur Alkohol hatten wir aufgrund der Uhrzeit keinen mehr kaufen können 🙁
So, war das auch wieder geschafft. Unser Navi führte uns dann zielsicher in die Villa Violet in die Ziegler Street. Wir wurden freundlich begrüßt und erhielten ein geräumiges Zimmer – Kaffee, Tee und Kekse waren ebenfalls im Service enthalten. Da griffen wir doch gerne zu.
Wir ruhten uns etwas aus, bis dann um 18:45 Uhr der bestellte Fahrdienst kam. Er brachte uns zum Restaurant „The Stellenbosch“. Trotz mittlerweile frostiger Temperaturen konnten wir Dank einer Wärmelampe draußen in einem Laubengang sitzen. Wir ließen uns ein leckeres Steak mit Gemüse und Salat schmecken und stießen mit einem guten Tropfen auf den Urlaub an. Der Fahrdienst brachte uns dann wieder in die Villa Violet wo wir nach einem langen Tag k.o. ins Bett fielen.
Und morgen gehts dann endlich los Richtung Norden.
Liebe Panthers, Ihr habt uns auf Camp Aussicht so den Mund wässrig gemacht, dass wir auch unbedingt ins Kaokoveld wollen .... . Und ihr habt ja angekündigt, dass es bald losgeht. Aber da passt man einmal nicht auf und schon hat man die Abfahrt verpasst. Aber jetzt bin ich noch aufgesprungen - setzte mich auch gerne auf den Kühlschrank oder in eine freie Ecke und verteile Getränke.
panther schrieb:Bei Savanna wurden wir freundlich von Valerie empfangen, die Ralf noch nachträglich zum Geburtstag gratulierte und ihn mit einem namibischen Fresskorb beschenkte. Die Fahrt mit dem Mercedes war auch extra für uns organisiert, denn es kamen nach uns noch weitere Gäste an. Keine Ahnung womit wir das verdient haben, es war aber sehr, sehr nett 🙂
😗 Muddi hat a bisserl gepetzt, schließlich hat man nicht immer nen Runden 😘 Ich hoffe, Ralf kann mir das verzeihen 😊
Liebe Grüße und natürlich auch noch mal an dieser Stelle alles Gute 😘 Claudia
ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201220. Juni 2016 ·
Hallo Panther, sieht so aus, als hättet Ihr ganz schön km heruntergespult. Der Streckenverlauf Eurer Reise sieht ja toll aus, macht mich ganz neugierig. Das einzige allerdings, was ich bis jetzt kenne, sind Super Spar und Villa Violet. Aber die Dinge können sich ja entwickeln, bin bereit.
LG. Rolf
pantherThemenstarter1’300 Beiträge · seit 200720. Juni 2016 ·
@Clax Da weiß ich ja gleich gar nicht was ich schreiben soll 😊 Es ist dir auf jeden Fall verziehen und dass du gepetzt hast finde ich super 😘 Da freu ich mich ja gleich nochmal 🤪 und danke für die nachträglichen Glückwünsche.
pantherThemenstarter1’300 Beiträge · seit 200720. Juni 2016 ·
@Lolakatze Getränke verteilen ist eine gute Idee 😉 Es wird teilweise ganz schön warm auf unserer Tour.
@roflhorst Schön dass du auch dabei bist. Kilometermässig war es eigentlich nicht schlimm. Insgesamt 3000 km und die längsten Strecken waren die Anreise bis Palmwag (ca. 600 km) und der Rückweg vom Etosha (ca. 500 km). Der Rest war entspannt.
Liebe Panthers, ich habe eben erst den Bericht entdeckt und freue mich auf ein Wiedersehen mit vielen Orten, die wir im vergangenen August/September auch besucht haben - mit einem Bushcamper wie Eurem von derselben Firma - und sind gespannt, auf andere BIlder als die unseren - jahreszeitlich gemeint. Gruß Friederike
pantherThemenstarter1’300 Beiträge · seit 200721. Juni 2016 ·
Sonntag, 15.05.2016 Sasa Safari Camp / 340 km
Wir hatten wunderbar geschlafen. Frühstück gab es ab 7:00 Uhr – klein aber fein und für uns völlig ausreichend. Wir ließen uns Rührei, Speck und Obst schmecken, kamen noch mit zwei Damen ins Gespräch die eine Kleingruppe bildeten und zum ersten mal in Namibia waren. Im Spar nahmen wir noch einige vergessene Kleinigkeiten mit und dann konnte es endlich losgehen. Wir fuhren über die B1/C38 bis kurz vor Outjo, dort hatten wir im Sasa Safari Camp einen Stellplatz reserviert. Es gab eigentlich nur einen richtigen Platz mit großer Feuerstelle, richtig viel Holz, Spülbecken und Zubereitungsplatz.
Das Waschhaus war sehr basic aber es funktionierte alles und es war sauber. Wir räumten die Koffer aus und den Inhalt ins Auto rein, das war eine schweißtreibende Angelegenheit. Hier war es doch schon deutlich wärmer als in Windhoek. Da hatten wir uns doch ein erfrischendes Bierchen mehr als verdient, das wir auf der schönen Terrasse mit tollem Ausblick einnahmen 😎
Später nahmen wir uns noch zwei Bier mit, da wir es gestern zeitlich nicht mehr geschafft hatten Alkohol zu kaufen und heute am Sonntag gab es sowieso keinen zu kaufen. Wir gingen Duschen und machten dann ein großes Feuer. Wir grillten Oryx, dazu gab es frisches Gemüse. Bei der Fleischdurchsicht fiel uns auf, dass der Metzger es mehr als gut mit uns gemeint hatte. Statt zwei Päckchen Rinderfilet a' 500g, packte er zwei komplette Rinderfilets (insgesamt 2,8 kg) in unser Paket 🤩 Daher war es so schwer und auch etwas teurer, aber das ist uns halt erst später aufgefallen. Wir werden eine Lösung finden. Auf der Lodge oben war viel Betrieb, da gegen Abend ein Reisebus voller Südafrikaner einfiel, aber das störte uns nicht weiter. Ab und an kam der Besitzer oder ein Angestellter vorbei und fragte ob alles ok sei. So etwas beunruhigt uns eher als dass es uns beruhigt 😕 , aber es wurde sich um uns gekümmert. Als der Abwasch erledigt war, war es auch Zeit für die erste Campingnacht. Die Schlafsäcke waren richtig dick und vor allem riesig – hier friert es uns bestimmt nicht so schnell, Decken hatten wir auch noch dabei.
Morgen nähern wir uns dann endlich unserem Zielgebiet. Ab dann gibts auch mehr Fotos 😉
Sagt mal, der Wagen war doch O.K. 😎 denn die Vornutzer sind wirklich pfleglich damit umgegangen (abgesehen von einem Reifen, der die Zufahrt in den Khaudom nicht überlebt hat)
pantherThemenstarter1’300 Beiträge · seit 200722. Juni 2016 ·
Montag, 16.05.2016 Palmwag / 274 km
Die erste Nacht im Bushcamper war nach leichten Startschwierigkeiten (es war zu warm) doch noch sehr erholsam. Als es hell wurde, waren wir auch schon auf den Beinen. Ralf kochte Kaffee und ich schmierte die Nutellabrote, die es auch nur im Urlaub gibt. Kleine Schrecksekunde beim Dachzusammenklappen: Ralf stand auf der Leiter und verlor das Gleichgewicht, er konnte aber noch mehr oder weniger elegant abspringen und landete unsanft auf dem Boden. Aber es ist Gott sei Dank nichts passiert, das kann echt blöd ausgehen da der Boden auch mit so einigen Steinen und Felsstücken durchzogen war. Das fängt ja gut an 🤨
Wir zahlten unseren Platz und die Getränke und fuhren die knapp 10km nach Outjo. Im Souvenirshop traf sich wie immer die Welt, einige Reisende erkannten wir wieder. Im Supermarkt erstanden wir noch Wein, Bier und Gin, tankten das Auto inkl. Reservekanister auf und kamen mit den unvermeidbaren Makalaninussschnitzern ins Gespräch. Letztendlich kauften wir dann eine Nuss 😗 Wir sahen dass die Bäckerei umgebaut hatte und warfen einen Blick hinein, sehr modern aber früher hat es uns besser gefallen.
Auf Tar ging es noch weiter bis nach Kamanjab, dort fuhren wir weiter auf einer Gravelroad über den Grootbergpass nach Palmwag.
Wir passierten den Veterinärzaun und wurden gleich darauf hingewiesen, dass wir bei einer Rückkehr kein rotes Fleisch dabei haben dürfen . An der nahen Tankstelle ließen wir noch einige Liter in den Tank laufen. Denn falls es morgen in Sesfontein keinen Sprit gibt, hatten wir wenigstens das Maximale an Bord 😕 An der Tankstelle (ca. 14:30) kam dann über Funk die Durchsage dass der Campingplatz jetzt voll wäre und keine weiteren Gäste aufgenommen werden. Aber wir hatten ja eine Reservierung.
An der Rezeption der Palmwag Lodge zeigten wir die Reservierung vor und bekamen mitgeteilt, dass wir uns den Platz mit weiteren Gästen teilen sollten. Wir waren wenig begeistert und wollten erst mal schauen 😐 Ein Auto stand schon drauf, neben der einzigen Grillstelle. Schattendach wie auf den anderen Campsites gab es auch keines. Wir fanden das nicht so toll und liefen noch mal vor zur Rezeption wo wir das auch dem anwesenden Manager mitteilten. Wenn wir auf den letzten Drücker ohne Reservierung gekommen wären, wären wir froh um diesen Platz gewesen, so hatten wir aber schon Monate im Voraus reserviert und hätten uns etwas anderes erwartet. Am Gate stand neben unserem Namen übrigens die Campsite Nr. 13. Natürlich wäre diese voll ausgestattet in vorderster Reihe gewesen. Wir konnten es nicht ändern und der Manager wollte es nicht. Aber wenigstens konnten wir direkt eine Rückmeldung über den aus unserer Sicht schlechten Gästeservice geben 😠 Wir richteten uns ein, aßen eine Kleinigkeit und beobachteten die zahlreichen Bülbüls im Strauch, die die grünen Beeren pickten.
Bülbül
Priritschnäpper Weibchen
Cabanisweber Weibchen?
Gelbschnabeltoko
Wir schmissen den Abendessenplan um und so gab es Nudeln mit Lachs und Zucchini, dazu tranken wir Ralfs Geburtstagsprosecco. Das Essen ist uns ganz hervorragend gelungen und so hatte der Tag noch einen versöhnlichen Abschluss.
Morgen gehts dann endlich in den Hoanib. Wir waren schon sehr gespannt und hatten auch ziemlich Respekt vor der Fahrt. Mal sehen wie es wird 🙂
jetzt hätte ich doch fast Euren Bericht verpasst. Ich hoffe, es findet sich noch ein Plätzchen an Bord. Schliesslich wollen wir ja noch die komplette Geschichte hören (und sehen) 🙂
da hätte ich mich aber auch geärgert, wenn wir trotz so langer Reservierung im Voraus den Platz hätten teilen müssen. Aber ihr habt das beste draus gemacht. Jetzt bin ich aber mal gespannt, wie es bei euch weitergeht.
eure Berichte sind fuer mich immer sehr inspirierend und auch dieser weckt wieder ein grosses Interesse. Ausserdem seid ihr mit dem Wagen unterwegs, denn wir fuer naechtes Jahr naeher ins Auge gefasst habt.
Ich begleite euch also sehr gerne und freue mich auf eure Erlebnisse und Begegnungen!
LG, Elsa
pantherThemenstarter1’300 Beiträge · seit 200723. Juni 2016 ·
@Montango Da finden wir noch ein Plätzchen 🙂 Du bist ja momentan auch schwer beschäftigt mit eurem neuen Mitbewohner
@Lolokatze Palmwag ist halt alternativlos. Aber der Platz an und für sich ist ja ok
@Elsa Vielleicht bekommt ihr dann ja wieder denselben Wagen. Hat ja dieses Jahr mit dem ASCO auch geklappt 😉