MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201126. Mai 2015 · #1
Diese Reise ist anders als unsere sonstigen Afrikareisen. Wir haben uns erst spät entschlossen, dieses Jahr doch nach Afrika zu fliegen. Im Gegensatz zu sonst mußten wir nicht lange vorher Campsites buchen und Infos sammeln. Zum ersten Mal werden wir auf hohe Berge fahren, am Strand sein, in kleinen überschaubaren Parks auf Gamedrive gehen. Die Strassen werden überwiegend in gutem Zustand sein , die Infrastruktur hervorragend, einkaufen und tanken geht quasi überall. Kurz vor Abflug packt uns kurz die Sorge, dass es uns zu langweilig wird. Wen es nun interessiert mit uns zu fahren und zu lesen, wie es tatsächlich war, der ist gerne eingeladen einzusteigen.
1.5. Ankunft Wir landen nach einem ruhigen Flug wie immer mit SAA planmäßig in Johannesburg. Die Autoübernahme bei Britz zieht sich etwas in die Länge, da uns zusammen mit ein paar anderen Deutschen ausführlich die Versicherung (auch die Vollversicherung der anderen Touristen) erklärt wird. Dafür geht die Übergabe am Auto umso schneller. Das Auto (ein Nissan SC mit Dachzelt) ist nagelneu, ebenso der Campingaufbau. Super, mal keine durchgelegene Matraze. Ein paar Dinge , die fehlen, werden noch geholt: Braiigrid, Weingläser und eine grosse Plastikbox. Der Campingausbau gefällt uns ausgezeichnet: zwei grosse Schubladen und jede Menge Staufächer für Gasflasche, Holz usw. Durch die durchgehende Hecktür ist das Auto auch absolut staubdicht. Etwas nachteilig: es gibt keinerlei Werkzeug ausser dem Radmutternschlüssel. Es fehlt ein Schneidbrett und Geschirrtücher, die wir im Supermarkt kaufen. Da wir unsere eigenen Schlafsäcke dabei haben, können wir einen der mitgelieferten Schlafsäcke als Bettlaken nehmen. Nach einem grossen Einkauf verlassen wir Johannesburg um 12.30 Uhr und sind schon um 15.00 Uhr in Harrissmith im LaLa Nahti.
Das La La Nathi ist ok, wir haben die billigste Kategorie (Rondavel) gebucht , leider gibt es keine Sitzmöbel auf der Terrasse. Wir packen unsere Campingstühle aus und gleich gibt es eine Überraschung: ein Stuhl hat keine Verbindung zwischen Arm- und Rückenlehne, da haben wir doch nicht genau hingeschaut. Nach dem Drama mit den defekten Stühlen im letzten Jahr war das ganz schön blöd. Am nächsten Morgen können wir aber Schrauben kaufen und den Schaden reparieren. Es gibt eine nette Aussicht auf die ersten Berge.
Das Abendessen (Lammstew mit Süßkartoffel und Blumenkohl, dazu zwei Salate und Käse vom Buffet) ist kein Sternemenue aber ganz ordentlich.
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200626. Mai 2015 · #2
Hallo Martina,
bin schon gespannt wie es bei Euch weiter gegangen ist. Leider haben wir uns ja am Cape Vidal verpasst. Also Mädel, hau in die Tasten... 😉 und Gruß an Frank!
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201126. Mai 2015 · #3
2.5. Royal Natal Camping Mahai Nach dem Frühstück kaufen wir noch schnell die Schrauben für unseren Stuhl und fahren dann die R74 Richtung Drakensberge. Es gibt viele Baustellen mit Einbahnregelung, so dass wir ein paar Mal warten müssen. Erste Aussicht auf die Berge:
Trotzdem sind wir schon um 10.00 Uhr am Camping, hier ist es ziemlich voll: es ist langes Wochenende. Trotzdem finden wir noch einen schönen Platz
und fahren gleich weiter zum Parkplatz unterhalb vom Thendele Camp. Das Wetter meint es am Anfang gnädig mit uns, erst gegen Ende der Wanderung bewölkt es sich etwas.
Die Wanderung durch die Tugela Schlucht gehen wir nicht bis zum Wasserfall , nach ca. 1 ¼ h Stunden drehen wir um, das Franks Fuss nicht mehr mag. Aber auch bis dahin haben wir wunderbare Aussichten auf das Amphittheater.
Zurück im Camp sehen wir die ersten Tiere.
Am Abend grillen wir das erste Mal in diesem Urlaub.
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201126. Mai 2015 · #4
3.5. Sanipass Sani Mountain Chalet Das Wetter ist uns gnädig: bei strahlend blauem Himmel verlassen wir den Royal Natal und fahren hinauf zum Sanipass. Der Pass ist in vielen Kehren schon verbreitert, da er asphaltiert werden soll. Baustellen gibt es im Moment allerdings keine und die Fahrt ist einfach, aber mit wunderbaren Ausblicken.
Um Mittag sind wir schon oben, die beiden Grenzübertritte sind jeweils in ein paar Minuten erledigt. An der Lesothogrenze zahlen wir 30 Rand Strassenbenutzungsgebühr, obwohl wir nur 150 m ins Land fahren.
Grenzstation Lesotho:
Am Sani Mountain Chalet gehen wir zuerst auf die Terrasse, genießen die Aussicht und eine großen Burger.
Danach empfiehlt man uns, einen Offroadtrack zu einem Aussichtspunkt in die Berge zu fahren.
Wir schaffen es nicht bis ganz nach oben, nachdem unser Nissan schon ein paar Mal aufgesetzt hat, gehen wir die letzten Meter lieber zu Fuss.
Von hier oben hat man eine wunderbare Aussicht.
Langsam holpern wir zurück. Der Nissan hat für den schweren Aufbau eine etwas zu weiche Federung und schlägt schnell durch. Wir fahren noch am Backpacker und der Campsite vorbei und sind froh, dass wir hier nicht campen. Die Campsite ist nur ein steiniger staubiger Platz, zum Sani Pub ist es ein ordentlicher Fussmarsch.
Mittlerweile hat man in der Hütte den Ofen mit Kohle befeuert, überall riecht es nach Kohlequalm.
Der Mond geht über dem Tal auf und es wird kalt.
Das Abendessen ist sehr lecker, es gibt Buffet mit Salaten, Hähnchen, Lamm und diversen Gemüsen, zum Nachtisch Apfelcrumble mit Vanillesausse.
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201127. Mai 2015 · #6
4.5. Amatigulu Campsite Die Nacht war warm, zumindest in unserer Hütte. Am Abend waren es 25 Grad. Draussen hat es gefroren, auch am Morgen ist es ordentlich kalt. Das Frühstück ist wieder ganz hervorragend.
Wir machen uns an den Abstieg vom Pass, runter ist die Aussicht noch besser.
Als ich einmal aussteige und ein paar Fotos mache, merke ich erst, wie steil und rutschig es ist: ich rutsche aus und falle schmerzhaft mit dem Schienbein auf die spitzen Steine. Aber die Kamera habe ich tapfer hoch gehalten.
Nachdem wir Durban umfahren haben, ist es nicht mehr weit bis zum Amatigulu Park. Wir sind die einzigen Gäste und bekommen von den fünf Campsites die Nummer 2, die auch die schönste ist mit toller Aussicht.
Im Park gibt es einige Offradtrails, unter anderem auch runter an Fluss und Meer. Wir haben aber keine Lust mehr und verbringen den Rest des Tages auf der Campsite mit Blick aufs Meer und die unter uns grasenden Zebras. Nachdem wir gegrillt haben, besuchen uns noch zwei Buschbabys und turnen vor uns im Gebüsch herum.
Auch die Zebras streifen über die Campsite. Ein schöner Ort. Einsam und ein wenig Afrikafeeling, obwohl man die nahe N 2 hört und morgens die Hunde und einen Hahn aus dem nächsten Dorf.
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201127. Mai 2015 · #7
5.5. und 6.5. Mpila Tented Camp Nach einem ordentlichen Frühstück fahren wir über die R66 durch Zululand zum Cengenigate in den Hluluwe-Imfolozi Park. Da wir erst um 14.00 Uhr im Mpila Camp einchecken können, machen wir schon gleich den ersten Gamedrive. Es ist heiß und so sehen wir unter anderem viele Rhinos im Schlamm liegen und sich abkühlen.
Wir bekommen Zelt Nr. 30, dies liegt etwas abseits mit ein wenig Aussicht. Manche Zelte sind doch sehr eng zusammen. Direkt bei Ankunft werden wir von den Meerkatzen empfangen, Küchen- und Schlafzelt ähneln einem Hochsicherheitstrakt mit diversen Affensicherungen. Als ich die Tür zum Badezimmer aufmache, sehen mich vier Affen an: einer sitzt auf dem Waschbecken, einer am Boden und je einer auf WC- und Duschabtrennung. Ich mache die Tür wieder zu und rufe Frank. Beim nächsten Öffnen dasselbe Bild, nur dass jetzt Frank mit der Steinschleuder auf einen Affen zielt. Wir haben in den beiden Tagen in Mpila danach keine Affen mehr im Bad gesehen. 🙂 Am Nachmittag besuchen wir Pascalinah und ihren Mann aus dem Namibiaforum und verabreden uns für den Abend auf einen Drink. Beim Gamedrive sehen wir am ersten Tag nur wenige Tiere. Aber immer wieder Rhinos 🙂 Durch die dichte Vegetation ist die Sichtung von Tieren fast nur auf den Wegen möglich.
Nachdem wir gegessen haben , kommt zuerst die Camphyäne vorbei
und dann Pascalinah und ihr Mann. Es wird ein sehr netter und lustiger Abend. Wir verabreden uns gleich für den nächsten Abend auf der Terrasse der beiden. Unsere Gamedrives am zweiten Tag führen uns auf eine 4x4 Strecke in der Nähe vom Cengeni Gate. Hier sehen wir wesentlich mehr Tiere.
Auf dem Rückweg zum Camp dann zwei junge Elefanten, die auf der Straße ihre Kräfte messen.
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201127. Mai 2015 · #8
7.5. und 8.5. Hilltop Camp Nach dem Frühstück checken wir aus und fahren in den Hluhluwe-Teil des Parks. Unterwegs haben wir einige schöne Sichtungen.
Schön am Park ist, dass die Wege teilweise etwas ausgewaschen und rupppig sind und man kaum anderen Fahrzeugen begegnet. Da fühlen wir uns doch schon ein bisschen wie in der Wildniss, obwohl man von vielen Stellen aus die Parkgrenzen sehen kann. Landschaftlich ist der Park sehr schön und abwechslungstreich und auch die Tiersichtungen haben uns nicht enttäuscht. Wir sind schon kurz nach 12.00 Uhr im Hilltop Camp und gehen auf der Terrasse etwas essen. Im Camp gibt es auch einen schönen Pool, zum Baden ist es uns aber zu kühl.
Um 14.00 Uhr checken wir ein und bekommen Bungalow Nr. 6. Wir sind entäuscht, da er für eine schöne Ausssicht auf der falschen Seite liegt, aber tauschen können wir nicht : fully booked. Am Bungalow dann die Überraschung: direkt daneben wird der Bungalow komplett renoviert , Grossbaustelle. So haben wir uns das nicht vorgestellt. Wütend fahren wir zur Rezeption zurück und zu unserem Glück ist auch gerade der Manager anwesend. Ohne zu Zögern bietet er uns einen 4-Bett Bungalow an. Dieser hat eine tolle Terrasse mit Aussicht, Küche und Wohnzimmer auf der oberen Ebene und unten 2 Bäder und 2 Schlafzimmer. Leider hat das gesamte Camp schon bessere Zeiten gesehen und ist in die Jahre gekommen. Daher wird an einigen Bungalows bereits renoviert. Trotzdem gefällt es uns ganz gut. Der Abendgamedrive ist enttäuschend , nur am Anfang treffen wir auf eine Gruppe Baboons. Wenn sie nicht gerade im Camp randalieren, können die wirklich niedlich sein.
Zum Sonnenuntergang fahren wir zurück ins Camp. Da der Grill vor der Eingangstür und nicht in der Nähe der Terrasse ist, braten wir unser Steak heute in der Pfanne, dazu Tortillawraps mit Salat, Guacamole und Tsaziki gefüllt. Am nächsten Morgen fahren wir ohne Frühstück los. Auch hier wieder kaum Tiere. Etwas enttäuscht beschliessen wir dann noch mal Richtung Imfolozi zu fahren. Kurz vor dem Abzweig zur Munywaneni Bush Lodge laufen plötzlich in der Ferne 2 Löwen auf der Strasse. Mit Vollgas fahren wir hinterher, zum Glück gibt es hier im Park noch keine Radarfallen 😉 Als wir hinter den Löwen sind, gehen diese parallel zur Straße im Gebüsch weiter, um dann kurz vor uns die Straße zu überqueren und Richtung Lodge zu verschwinden. Was für ein Glück.
Wir fahren noch eine Runde, haben noch eine schöne Eli - Sichtung und fahren dann zurück ins Camp.
Auch bei Selfcatering Bungalows ist Frühstück incl. Aber erstens haben wir keine Lust auf Buffet sondern möchten lieber auf unserer schönen Terrasse frühstücken und zweitens ist Frühstück nur von 7.00 bis 9.30 Uhr . Von der Terrasse können wir dann einen Trompeterhornvogel beobachten:
Am Nachmittag sehen wir dann noch verschiedene Tiere:
und kurz bevor wir zurück fahren wollen noch ein Rhino mit Baby. Die Mutter trinkt, das Kleine versucht es auch immer wieder ohne Erfolg. Dann möchte das Kleine säugen, die Mutter schubst es aber immer wieder weg. Das Baby jammert erbärmlich. Erst als die Mutter auf die andere Seite geht und sich hinlegt, darf das Baby trinken.
Auch in diesem Parkteil gibt es sehr viele Rhinos. Wir treffen deshalb auch auf viele Antiwildererpatrouillen. Vor sechs Monaten haben sie ihr letztes Rhino verloren, erzählen sie uns traurig.
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200627. Mai 2015 · #9
Hallo Montango,
schön jetzt auch ein paar Bilder zu Euren Erzählungen zu sehen. Ich hatte für Euch gehofft, dass Ihr doch mehr Sichtungen im Hluhluwe - Teil als im Imfolozi-Teil haben werdet. Uns erging es ja so... wie wir Euch erzählt haben. Die Bilder vom Sani-Pass sind klasse. Mit unserem normalen SUV hätten wir da bestimmt Schwierigkeiten gehabt. Bin gespannt, wie es bei Euch weiter geht.
wirklich schöner Bericht und schöne Fotos, ich freue mich schon auf die Fortsetzung !
Gruß
Markus
chrissie2'460 Beiträge · seit 200627. Mai 2015 · #11
Hallo Montango, kaum zurück aus dem Urlaub, legst du ein Tempo beim Reisebericht schreiben vor - Hut ab. Da wir für unseren nächsten SA-Urlaub noch eine Unterkunft auf dem Weg von JHB zum Gianst Castle benötigen, habe ich mir gleich mal das La La Nathi notiert.
Montango schrieb: Ich mache die Tür wieder zu und rufe Frank. Beim nächsten Öffnen dasselbe Bild, nur dass jetzt Frank mit der Steinschleuder auf einen Affen zielt. Wir haben in den beiden Tagen in Mpila danach keine Affen mehr im Bad gesehen. 🙂
Wir hatten diesmal das erste Mal eine Steinschleuder mit und sie wird wohl in Zukunft zu unserer "Standardausrüstung" zählen, um die Affen auf Abstand zu halten.
Du bist ja schnell mit Reisebericht schreiben - toll! Ich bin schon ganz begeistert von Deinen Bildern zum Sani Pass und hoffe dass wir auch so tolles Wetter mit genialer Sicht haben werden....
Über welche Route seid Ihr denn vom Royal Natal NP zum Sani Pass gefahren? Deiner Beschreibung zu folge vermute ich außen um Lesotho herum, oder ? Wie lange habt Ihr denn für die Strecke gebraucht mit Foto-Stopps etc. ?!
Du darfst mich dafür dann auch zu Sambia und Malawi löchern - da waren wir ja letztes Jahr 9 Wochen 🙂
Viele Grüße und ich freu mich schon auf die Fortsetzung Bärbel
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201128. Mai 2015 · #13
Hallo Chrissie,
das LaLa Nathi ist für die erste Nacht ganz in Ordnung vor allem für den Preis. Wir haben für die Übernachtung (Rondavel) ohne Frühstück bei booking.com 47,- € gezahlt. Beim nächsten Mal würde ich aber eher Orchard Room nehmen.
Das mit der Steinschleuder lohnt sich nur für Männer 😄 , wenn ich damit gezielt habe, haben die mich nur ausgelacht 😠 LG
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201128. Mai 2015 · #14
Hallo Bärbel,
ja mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück. Da wir Angst hatten, dass es kalt und schlecht sein könnte, sind wir vom Royal Natal über die N3 und die R617 gefahren. Eigentlich wollten noch den Midlands Meander fahren, haben uns dann aber entschlossen auf schnellstem Weg hoch zu fahren, um am Pass mehr Zeit zu haben. Gebraucht haben wir vom Camping Mahai bis Himeville ca. 4 h ohne Pausen. Dann etwa 1,5 h den Pass hoch mit einigen Stopps.
Dein Angebot zu Infos zu Sambia und Malawi nehme ich gerne an, gibt es einen Bericht dazu ? 9 Wochen ? Und ich dachte schon, wir haben dieses Mal viel Zeit mit unseren 5 Wochen 😗
Vielleicht magst Du mir per PN Eure Route schicken ?
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201128. Mai 2015 · #15
9.5. und 10.5. Cape Vidal Camping Wir machen am Morgen noch einen kleinen Gamedrive und sehen noch einmal ein Rhino, welches sein Revier markiert.
Nur der dominante Bulle uriniert nach hinten , um zu markieren. Ein paar Geier teilen sich die letzten Reste
und viele Tiere stehen zum Abschied am Weg.
In St. Lucia tanken wir auf, kaufen noch etwas ein und fahren dann zum Ski Boat Club.
Anschließend fahren wir durch den Park nach Cape Vidal. Beim Einchecken erzählt man uns, dass vor zwei Tagen ein Leo ein Bush Pig gerissen hat, jetzt aber nicht mehr auf der Campsite aber noch in der Nähe sei. Wir sollen uns in der Nacht vor Bush Pigs und Honigdachsen in acht nehmen und tagsüber vor den Monkeys. Da Wochenende ist, ist die Campsite ziemlich voll. Wir bekommen jedoch einen Platz auf dem hinteren Bereich, hier sind ausser uns nur noch zwei Plätze belegt.
Wir richten uns ein, ich laufe nochmal runter zum Strand
und dann ist schon wieder Zeit zum Abendessen. Die Affen haben bisher nicht genervt und von Bush Pigs und Leoparden ist auch nichts zu sehen. Ein Rotducker, viele Mangusten und Meerkatzen bevölkern den Platz.
Nach dem Essen sehe ich noch eine Grossfleckginsterkatze hinter unserer Mülltonne, die aber sofort wegläuft.
Beim Frühstück werden wir von Affen belagert. Und obwohl wir immer aufpassen, gelingt es einem Affen direkt neben mir ein Paket Semmeln zu stehlen. Voller Wut renne ich hinterher, werfe mit allem, was ich finde und der Affe verschwindet mit nur einer Semmel und läßt das Paket mit den restlichen drei Semmeln fallen. 3:1 für mich 😈 . Etwas später stehen unsere Nachbarn auf und die Affen kommen mit je einem Maiskolben vorbei. Unser Nachbar rettet nur noch die Packung. 4:0 für die Affen 😄 . Wir gehen an den Strand ein wenig sonnen. Leider ist es heute nicht so warm, so dass wir auf ein Bad im Meer verzichten.
Als wir zurück kommen, haben wir leider Pascalinah verpasst. Am Abend machen wir noch einen kurzen Gamedrive. Da der in der Karte verzeichnete Loop gesperrt ist, drehen wir bald um.
Im Dunkeln sind die Affen weg und wir geniessen ungestört unsere Lammkoteletts mit Butternut und Kräuterbutter. Den Campingplatz in Cape Vidal hatten wir uns nach den Beschreibungen schöner vorgestellt, der Platz in St. Lucia hat uns besser gefallen. Im Nachhinein wären wir lieber dort zwei Nächte geblieben.
freshy3'883 Beiträge · seit 201128. Mai 2015 · #16
Hallo Montango, da ich im Moment nur sporadisch ins Forum schaue, habe ich eben erst deinen Thread entdeckt. Insbesondere eure Tour über den Sani Pass nach Lesotho interessiert mich. Sobald ich wieder am heimischen PC Zeit habe, werde ich mir deine Infos genauer betrachten.
Vorerst viele Grüße vom sonnigen Comer See, sendet freshy
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201129. Mai 2015 · #17
Hallo Freshy,
extra für Dich haben wir die campsite am Sani Pass angeschaut 😉
Ich würde allerdings dort oben entweder ein Rondavel nehmen oder die Tour so planen, dass ich am Fuss des Passes übernachte und dann am nächsten Tag auf der anderen Seite irgendwo in Lesotho. Der Campingplatz ist nicht schön, es ist windig und saukalt und ausserdem zu Fuss ziemlich weit entfernt vom Pub. (Gilt auch für das Backpacker)
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201129. Mai 2015 · #18
11.5. St.Lucia Sugarloaf Camping Heute ist es kühl und wolkig. Wir verlassen Cape Vidal und fahren gemütlich nach St. Lucia. Unterwegs sehen wir nochmal ein Rhino auf der Straße.
In St. Lucia buchen wir für den Abend eine Bootstour auf dem Estuary in der Hoffnung, dass sich das Wetter bessert. Es regnet leicht. Die Campsite gefällt uns gut, weil wir aber ein paarmal etwas über Sicherheitsprobleme dort gehört haben, nehmen wir einen Platz nahe am Gate und in der Nähe anderer Camper. Hier ein Bild mit affensicherem Frühstück 😄
Im Sparmarkt frischen wir unsere Vorräte auf und kaufen auf dem Markt noch etwas Obst.
Danach ist gerade noch Zeit auf den Boardwalk an der Küste zu gehen.
Pünktlich zur Bootstour wird das Wetter dann besser und wir sehen viele Hippos und ein Paar Vögel.
Anschliessend gehen wir zum Essen ins Ocean Basket. Zurück auf der Campsite turnt wieder ein Bushbaby im Baum.
freshy3'883 Beiträge · seit 201130. Mai 2015 · #19
Hallo Montango, ich glaube, dass wir auf dem Pass auch ein Rondavel nehmen werden! 🙂 Das Foto mit dem kackenden Rhino hat Chancen den ersten Platz in der Kategorie "Mein schönstes Rhinobild" zu belegen.
MontangoThemenstarter1'667 Beiträge · seit 201130. Mai 2015 · #20
12.5. und 13.5. Mabibi Auf dem Weg nach Mabibi nehmen wir die Strecke durch die Western Shores. Viele Tiere sehen wir hier nicht. Aber ein paar junge Giraffen und viele Wasserböcke:
Es muss ein Feiertag sein, wir sehen an verschiedenen Orten festlich gekleidete Menschen, die Musik machen.
Nach Mabibi nehmen wir nicht den Weg von Sodwana durch den Coastal Forest, hier hat es diverse Überfälle gegeben, unter anderem ein Überfall mit Schussverletzung Anfang des Jahres. Weg nach Mabibi:
Die Campsite selber ist sehr schön und der Strand ein Traum.
Weg zum Strand:
Leider ist es am zweiten Tag bewölkt, so dass wir einen Strandspaziergang machen aber wieder nicht im Meer baden.
Den Nachmittag verbringen wir mit faulenzen und lesen. Das Wasser direkt am Platz ist sehr braun, so dass wir unsere Wäsche und den Abwasch lieber mit dem Tankwasser aus dem Auto erledigen.