panther schrieb: Erfrischt machten wir noch einen kleinen Abstecher zu Jan Joubert Kuppe, einem Aussichtshügel. Vor hier hatten wir einen schönen Blick auf den Hoarusib, gesäumt von hohen Bäumen und im Wind raschelnden Palmen. Sogar drei Elefanten konnten wir in einiger Entfernung ausmachen.
Jetzt kupfere ich noch mal ab . 🤩 Schon 4 mal in Purros gecampt, aber noch nie dort gewesen - wird bald nachgeholt. Es macht nicht nur Spaß, Reiseberichte zu lesen, man lernt auch dazu...... Grüße Helgi
Hallo Panther, sehr schöne Fotos .. und ein toller Reisebericht! Liebe Grüße, Tom
LLLa Leona2'780 Beiträge · seit 200727. Juni 2016 ·
hallo panther Vielen Dank für die wunderschönen Landschaftsbilder, bin gerne mit dabei denn es geht ja schliesslich durch meine liebste Ecke Namibias, und erst noch mit 'nem bushcamper von Savanna, so wie wir es auch in Planung haben für die nächste Tour. Bitte nicht geizen mit weiteren Fotos ! LG leona
Gruss Leona
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200728. Juni 2016 ·
@Helgi Jan Joubert Kuppe ist ideal für den Sundowner. Auch wenn die Auffahrt etwas steinig ist 🙂
@Tom Danke
@LaLeona Es werden noch viele Fotos kommen. Wenn nur die Auswahl nicht immer so schwierig wäre 😁
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200728. Juni 2016 ·
Freitag, 20.05.2016 Purros / 22 km
Für heute hatten wir einen Relaxtag eingeplant. Wir frühstückten etwas länger als sonst und machten uns dann ganz langsam startklar.
Wir fuhren ins Dorf um zu schauen ob es dort Diesel und ein paar Getränke für uns gab. Den ersten Laden fanden wir recht schnell, aber hier gab es nur alkoholische Getränke in reichlicher Auswahl und einige Konserven 😐 Wir fragten ob und wo es denn Diesel gäbe. Eine der Damen nahm mich gleich in den Arm und zeigt in der Ferne auf ein grünes Dach, dort sollten wir hinfahren 🙂 Aber wie bestellt, tauchte der "Tankwart" plötzlich auf, hängte sich am Auto ein und so fuhren wir zu seinem Lager. Es war ja nicht weit. In einem Schuppen lagerte der Diesel und unser Auto bekam 30 Liter für den doppelten Preis als an der Tankstelle üblich.
Der Mann hatte 3 Mädchen und einen Jungen, die in Opuwo in die Schule gehen. Noch aber war eine Woche Ferien. Die Frau arbeitete in der Lodge.
Wir unterhielten uns noch etwas über sein Geschäft und fuhren dann weiter zum nächsten Laden. Der war auch nicht zu verfehlen, grasgrün gestrichen und mit der Aufschrift Manchester United. Davor hielten gerade drei botswanische Fahrzeuge, mit einem älteren Herren kamen wir gleich ins Gespräch. Man unterhält sich wo man herkommt, wo es als nächstes hingeht usw. Vor dem Laden liefen eine Menge Kinder herum, viele mit Chipstüten. Wir stockten unseren Cola- und Wasservorrat auf und fanden auch hier eine große Alkoholauswahl vor 😐
Wir trafen noch die Managerin von der Purros Community Bush Lodge, die uns erzählte, dass die Durchfahrt durch den Purros Canyon derzeit kein Problem wäre. Warum wir denn nicht einen Tagesausflug dorthin unternahmen? Machten wir auch – viele flache Wasserdurchfahrten und eine wunderschöne Landschaft erwarteten uns da. Da wir alleine unterwegs waren und die Wasserdurchfahrten immer länger wurden drehten wir nach einigen Kilometern wieder um. Das Risiko stecken zu bleiben und ggf. auf fremde Hilfe zu warten war uns dann doch zu groß.
Okahirongo Elephant Lodge
Zu Mittag waren wir wieder auf unserem Platz. Es war Zeit für ein leichtes Mittagessen, bei der Wärme und dem heißen Wind wurden wir sehr träge 🙂 Es folgte ein Lesestündchen. Als dann schräg gegenüber neue Gäste ankamen, zwei Autos mit Südafrikanern, erinnerten wir Chico den Platzwart doch auch unseren Donkey anzufeuern. Es wurde Zeit für eine erfrischende Dusche 😁
Ein Holländer, der mit seiner Frau unterwegs war, kam zu uns und erzählte von seinen Problemen mit dem Tank, der immer wieder Diesel verlor. Trotzdem wollte er am nächsten Tag durch den Purros Canyon Richtung Hoanib fahren. Seine Frau war allerdings wenig begeistert von der Idee 😐 Das restliche Rinderfilet wurde heute frevelhaft für eine neue Kreation verwendet. Heraus kam am Ende eine Art Fleischeintopf mit Zucchini, Karotten und Kartoffeln. Das Fleisch war butterweich und der Geschmack einfach oberlecker. Da blieb natürlich nichts übrig 😛 Das Feuer brannte herunter und ich war müde vom Wein. Die Südafrikaner unterhielten sich „hörbar“ aber nicht weiter schlimm. Dass wir unsere Campnachbarn morgen nochmal treffen würden und uns ein unvergesslicher Tag bevorstand, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Hallo Ihr Beiden, hach was ist das schön bei Euch mitzureisen 😘 😘 😘
panther schrieb:@Helgi - Das ist eine gute Entscheidung die Schleife zu fahren. Wird dir gefallen 🙂 Wir haben die Schleife allerdings auch nur abgekupfert 😗 Danke nochmal an Clax und take-off.
😎 und wir hatten bereits von Topobär abgekupfert 😄 das ist das feine an so schönen Reiseberichten hier im Forum 😘
Dass wir unsere Campnachbarn morgen nochmal treffen würden und uns ein unvergesslicher Tag bevorstand, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Könnte heute nicht schon morgen sein 😄 ich bin ja schon soooo gespannt
ja, so "kupfert" jeder von jedem ab, aber das sind einfach die besten Reiseführer. IUnd dafür liebe ich die vielen tollen Reiseberichte und dieses Forum 😁 . Danke an alle dafür.
Ihr habt aber auch jede Menge schöne und nette Begegnungen unterwegs gehabt.
Champagner8'718 Beiträge · seit 201028. Juni 2016 ·
Mannomann Panthers, bei diesen Fotos steigt die Vorfreude ja mächtig 🙂 - leider muss ich noch eeeewig (13 Monate) warten, bis ich zum ersten Mal in meinem Leben ins Kaokoveld komme 😵 !
Vermutlich habt Ihr euch deshalb das hier als Warte-Training für mich ausgedacht:
panther schrieb: Dass wir unsere Campnachbarn morgen nochmal treffen würden und uns ein unvergesslicher Tag bevorstand, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Panther
Hatte ich schon erwähnt wie ich zu Cliffhangern stehe ??? 😈 😠
Liebe Grüße von Bele, mit Nachnamen Ungeduld! 😗 Oder will ich das vielleicht gar nicht wissen (so im Vorblick auf nächstes Jahr) was an diesem Tag geschehen ist? *grübel* 😕 😐 😮
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200729. Juni 2016 ·
Heute wirds am Anfang etwas textlastiger 😗 Und Helgi, der linke Radkasten ist heute kein guter Aufenthaltsort 😁
Samstag, 21.06.2016 Marble Camp / 104 km
Heute war es mit dem Faulsein wieder vorbei und wir wollten weiter zum Marble Camp. Wir hatten gestern schon die Strecke festgelegt, denn Ralf wollte nicht gleich hier in den Hoarusib einfahren sondern erst ein Stückchen später an der Jan-Joubert Kuppe. Wir machten uns auf den Weg Richtung Flussbett 🙂 Wie wir in das Flussbett einfahren wollten sagte ich noch: Schau mal zwei Himbafrauen als es auch schon passierte – Ralf verfehlte die Abfahrt in den Hoarusib knapp und wir rutschten seitwärts nach unten und blieben dort im Sand stecken. Wir hatten eine für uns bedrohliche Schräglage eingenommen und drohten zu kippen 😣 🤨 🙄 🤩 Wie in Trance stiegen wir beide zur Beifahrerseite aus und begutachteten das Auto. Alleine würden wir da niemals mehr herauskommen 😮 Der vordere rechte Reifen steckte im Matsch, der linke vordere Reifen stand in der Luft, der hintere linke Reifen stand quasi auf einer "Kuppe", während der rechte hintere Reifen einen halben Meter tiefer im Sand steckte. Diese Kombination sorgte für die extreme Schräglage 🙄 Da wir andere Sorgen hatten als beim Aussteigen den Foto mitzunehmen, gibt es von der Schräglage leider kein Foto. Wir wussten, dass die Südafrikaner vom Campingplatz den gleichen Weg wie wir hatten und hofften nun, dass sie auch hier vorbeikommen. Es dauerte nicht lange und sie kamen tatsächlich schon im Flussbett angefahren. Beinahe hätten sie uns gar nicht gesehen. Zumindest waren wir jetzt nicht mehr allein 😕 Sie begutachteten das Malheur und beratschlagten wie uns am besten zu helfen sei. Das erste Problem, dass es zu beseitigen galt, war ein direkt vor dem Wagen aus dem Sand herausragender trockener Baumstamm, der der Bergung im Wege stand. Ralf und einer der Männer fingen an, mit viel Kraft und ausholenden Schlägen abwechselnd mit der Axt auf den Baum einzuschlagen. Die Himbafrauen übernahmen das dann mit Technik, und waren mit kurzen kräftigen Schlägen viel effektiver 😊 Dann wurde der Ast von einem der Autos herausgezogen. Die "Kuppe" am linken hinteren Reifen wollte einer der Südafrikaner mit dem Spaten abtragen. Den Himbafrauen ging das aber scheinbar nicht schnell genug...und übernahmen den Spaten kurzerhand. Durch das Abtragen kam der Wagen schon mal in eine etwas stabilere "Seitenlage" 😏 Der Landrover sicherte links hinten unser Fahrzeug mit einem Abschleppseil am Fahrgestell, wie eine Art Anker, damit der Wagen beim Rausziehen nicht nach rechts wegkippte. Und das andere Fahrzeug zog, während Ralf im Auto saß und die ganze Aktion im Low Gear und leichtem Gasgeben unterstützte. Ich war so geschockt, das ich mich in den Schatten zu den beiden südafrikanischen Damen gesellte. Ich konnte nicht hinsehen und habe mir schon das schlimmste vorgestellt 😐 😕 Im ersten Schritt kam der Wagen erst einmal wieder in eine annehmbare Lage und wir holten auch den Foto aus dem Auto. Im zweiten Schritt wurde das Auto nur noch auf festen Boden gezogen. Es schien auch alles soweit in Ordnung zu sein. Nur eine Delle am linken hinteren Kotflügel von der Sicherung ließ das Beinaheunglück noch erahnen 🙂
Den Himbafrauen gab Ralf ein Trinkgeld, die sich darüber riesig freuten und in die Hände klatschten und „dankie, dankie“ riefen. Der schönste Spruch kam jedoch von einem der Südafrikaner, der sich bei UNS bedankte, das er auch mal ein anderes Auto aus so einer misslichen Situation retten konnte 🙄 – das wäre in den 8 Jahren wo er hier schon rumfährt noch nie passiert. Bisher hätten sie sich immer nur gegenseitig irgendwo rausziehen müssen 😄 Geld oder eine andere Art des Dankes wollten sie nicht annehmen. Und dann fuhren sie davon und wir waren allein 😐
Was hatten wir doch für ein Glück gehabt, alles schien zu funktionieren. Noch immer geschockt, aber froh dass der Wagen nicht umgekippt war, setzten wir unsere Fahrt fort. Das hätte ein richtig teurer Fahrfehler werden können 😣
Wir fuhren weiter, hauptsächlich außerhalb des Hoarusib Flussbettes, über die Verbindungsstrecke zum Khumib und ein Stück die D3707 Richtung Orupembe. Alles umrahmt von einer wunderschön kargen Landschaft für die aber manchmal die nötige Aufmerksamkeit fehlte. Vorbei an kleinen Himbaansiedlungen und Rinderherden, ab und zu begegneten uns mal Springböcke, Strauße oder Zebras.
Wir erreichten dann den Abzweig zum Marble Camp, die einsame Piste führte durch gelbes wogendes Gras. Wir erreichten dann das Marble Camp mit seinen 5 Stellplätzen. Noch war alles frei und wir entschieden uns für den schattigsten Platz, die Nr. 3. In Ruhe inspizierten wir nochmal unser Auto, konnten aber nach wie vor keinen weiteren Schaden entdecken. Ralf informierte noch per SAT Telefon unseren Autovermieter über den Schaden und dass das Herrichten des Autos bei der Abgabe des Autos wohl etwas länger dauern würde 😗 Aber da der Wagen absolut fahrbereit war, sollten wir uns keine weiteren Gedanken machen und unseren Urlaub geniessen.
Wir bekamen dann deutsche Nachbarn, Mike und Chris die mit ihrem eigenen Fahrzeug unterwegs waren. Sie hatten freundlicherweise die größeren Löcher am Rooidrumpass, den wir ja morgen fahren werden, schon mit Steinen ausgelegt 😎 Nahebei war ein Himbadorf und das trockene Flussbett war wohl die Abkürzung. Esel wurden eingefangen, Kinder kamen und setzten sich gegenüber hin und beobachteten uns. Trauten sich aber auch nicht heran.
Wir grillten unser gutes Rinderfilet, dazu gab es Salat. Zu allem Überfluss verbrannte sich dann Ralf noch seine linke Handfläche als er den Gaskocher anmachen wollte 😈 Um alles komplett zu machen, bemerkte er dann auch dass er sein Taschenmesser verloren hatte 🙄 Das war heute ein richtiger Sch….tag 😠 😠 😠 Morgen konnte es eigentlich nur besser werden. Mit kühlen Dosen für die brennende Hand gingen wir dann ins Bett.
Morgen steht der Rooidrumpass auf dem Programm. Wird schon schiefgehen 😕
Hallo Panther, Im linken Radkasten ist es durch die Beule jetzt etwas eng, ich komm jetzt auch rein 😗 .
Eyyy, da habt Ihr Glück gehabt, dass nicht wirklich viel passiert ist und dass tatkräftige Hilfe kam. Ich kenne das Gefühl 🤩 🤩 als wir vor Jahren im Ugap im Schlamm absoffen und das gesamte Bodenblech auflag - vier Stunden schaufeln und mit highjack anheben.....
Aber: ihr habt jetzt richtig was zu erzählen und im Nachhinein ist man doch auch ein bisschen. stolz, so eine schwierige Situation gemeistert zu haben.
Fleur-de-Cap1'409 Beiträge · seit 201029. Juni 2016 ·
Hallo Ihr Zwei,
ich bin zur Zeit etwas schreibfaul, aber lese schon die ganze Zeit mit. Also Ihr habt es ja auch dieses Mal krachen lassen 😈 Na ja, shit happens, und ein bissle Blechschaden ist zu verkraften.
panther schrieb:Da wir andere Sorgen hatten als beim Aussteigen den Foto mitzunehmen, gibt es von der Schräglage leider kein Foto.
Ich darf mir heute noch anhören, warum ich die Rauszieh-Aktion aus dem Matsch im CKGR letztes Jahr im April nicht gefílmt habe 😗
Hallo Panther, uff, da habt ihr aber echt Glück gehabt. Zum einen, dass da so tatkräftige Himbafrauen "rumstanden", dann noch die Südafrikaner, die euch rausgezogen haben und dann natürlich, dass nicht wirklich mehr passiert ist.
Und die nächsten Tage können eigentlich nur noch besser werden, hoffe ich 😗
Hallo Ihr Beiden, OMG (mein 1. Gedanke) der 2. Gedanke ging dann in Richtung: uuuuunser Aaaauuutooo 🙄 was ich aber ganz sicher hatte: weiche Knie, auch ohne Fotos 😮 das liest sich ja wie'n Krimmi. Das sind die Situationen die man so gar nicht braucht. Gut nur, dass nichts schlimmeres passiert ist... und zu dem Rest würde ich sagen: wenn's läuft, dann läuft's 😣 so nen Tag hatten wir auch schon mal dabei 😵
Ganz liebe Grüße und...
Morgen steht der Rooidrumpass auf dem Programm. Wird schon schiefgehen 😕
ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201229. Juni 2016 ·
Au Mann, LolaKatze, schätze mal, "Dein Männe" schaut nie wieder nach Ziegenleder Röcken 😈 wenn er am Steuer sitzt! - Das ging ja gerade nochmal gut. Übrigens, a propo Carhirer: Man liest immer wieder, dass viele, auch Savanna, ziemlich rigide, fast zimperlich seien, wenn's um Pisten im Kaokoveld geht. Kam da noch was nach?
LG - und wie heißt bitte noch mal euer Schutzengel?
Da habe ich noch einen schnellen Sprint eingelegt und bin hinten aufgesprungen und schon passiert sowas. Gut dass Euch nichts passiert ist. Aber natürlich sehr spannend für uns Mitfahrer. Toller Bericht, danke schön. Bin schon gespannt wie es weiter geht.
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200729. Juni 2016 ·
@Helgi Auch wenn wir auf die Erfahrung gerne verzichtet hätten...letztendlich alles im grünen Bereich und wieder eine Erfahrung reicher 😉
@Fleur Schön dass ihr euch meldet 🙂 Krachen lassen trifft es in dem Fall ziemlich gut 😄 Ich glaube da wirds bei uns keine Vorwürfe bzgl. Foto geben. Dazu waren wir irgendwie beide nicht mehr in der Lage 😕
@Lolakatze Obs besser wird verraten wir noch nicht 😛 Naja, so schlimm wirds auf jeden Fall nicht mehr
@Clax Ja, tut uns natürlich leid um "euer" Auto. Aber es war einfach Zeit für eine kleine Renovierung 😛 "Wenns läuft, dann läufts" trifft den Tag ziemlich genau 😄 Ganz ehrlich denken wir auch nur ungern an die Situation und wir diskutieren immer wieder mal wie wir aus dem Auto rausgekommen sind. "Ich bin zuerst ausgestiegen...nein, ich...." 😉
@rolfhorst Du meintest wahrscheinlich "Panther" und nicht "Lolakatze" 😉 Ich (Ralf) bin mir keiner Schuld bewusst. Ich hab die Lederröcke gar nicht wahrgenommen. Hab mich ja voll auf die Strecke konzentriert 😗 Nein, von Savanna kam nichts nach. Sie wussten ja dass wir im Kaokoveld unterwegs sind. Es war uns natürlich klar dass wir den Schaden bezahlen müssen. Aber das war ja unabhängig ob im Kaokoveld oder nicht. Und ganz ehrlich gesagt hat es sie nicht wirklich interessiert wo und wie das passiert ist. Tja, unser Schutzengel...wenn wir den erwischen...dann bekommt er noch ein dickes "Dankeschön" 🙂
@Sasa Dann wissen wir ja jetzt wer das Auto aus dem Gleichgewicht gebracht hat 😉 Danke dass du auch dabei bist 🙂
Hallo Panther, ach du liebes bisschen... sowas braucht man ja nun garnicht! 🤢 😵 Und dann der Schreck und anschliessende Schock dazu. Was, wenn das so und so passiert waere und keiner dagewesen waere zum helfen?.. .Trotzdem werdet ihr euch immer an diesen Tag erinnern und daran denken, wie gut er dann doch noch ausgegagen ist, trotz verbrannter Pfote. Tja, es gibt sie halt mal, diese Tage, wo xix so laeuft, wie man sich das wuenscht. Aber es gibt auch sie, diese Schutzengel... 😗 Wir haben unserem auch schon das eine oder andere Mal Guten Tag gesagt und uns bedankt! LG, Elsa
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200730. Juni 2016 ·
@Elsa Der Tag und das Datum wird uns sicherlich immer in Erinnerung bleiben 😐 "Immer wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her"... bei uns in Form von zwei südafrikanischen Autos 🙂
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200730. Juni 2016 ·
Sonntag, 22.05.16 Camp Syncro / 90 km
Trotz verbrannter Hand, hatten wir bzw. Ralf gut geschlafen. Die Dosenkühlung hatte Wunder gewirkt 🙂 Wir zahlten den Platz und fuhren dann zur Marmor Mine. Die Mine liegt etwas unwirklich mitten in der Landschaft mit den strahlend weißen Abbauflächen und den geschnittenen Blöcken. Aufgrund der schlechten oder auch nicht vorhandenen Straßen war der Betrieb nicht rentabel und wurde eingestellt.
Dann fuhren wir Richtung Rooidrum Pass oder auch Jan Joubert – wir hatten schon allerhand über den Zustand von anderen Reisenden gehört und waren gespannt was uns erwartete Nach ca. 10 km Fahrt ging es los mit einem steilen Anstieg. Wie schon angekündigt, waren die teils tief ausgewaschenen Passagen mit Steinen aufgefüllt. Trotzdem konnte Ralf die Fahrspur nur im Kriechgang bewältigen. Der erste Anstieg war geschafft, das hinter uns kommende vollbesetzte Safarifahrzeug ließen wir passieren.
Dann folgten zwei steile Abfahrten, auch hier waren wieder die tiefsten Löcher mit Steinen ausgelegt. Wir, insbesondere ich waren froh, als das geschafft war. Danach ging es zwar auch noch ruppig weiter, aber ohne die ganz steilen Passagen. Wir erreichten dann die rote Tonne und legten hier eine verdiente Pause ein.
Dann wurde es wieder sandiger. Wir passierten einige Himbadörfer und wohlgenährte Rinder- und Ziegenherden. Wie kann man hier nur leben – mitten im Nichts? Aber es geht. 3 Fahrzeuge kamen uns entgegen, die waren sicher im Camp Syncro.
Dann erreichten wir das Marienflusstal, ein weites gelbes Grasmeer umrahmt von Bergen, ein toller Anblick. Dann kam ein Schild, dass die Durchfahrt verbot. Aber das ignorierten wir mal großzügig. Einen anderen Weg gab es ja auch nicht 🙂 Wir umfuhren den heiligen Berg der Himbas auf der rechten Seite, durchquerten noch einige Male den trockenen Fluss und erreichten dann Camp Syncro.
Die Besitzer, ein Schweizer Paar Sarah und Ryan, begrüßten uns herzlich am Tor. Eine extra Umarmung gab es als Ralf die mitgebrachte Toblerone aus dem Kühlschrank holte 😎 Die beiden haben sich hier ein kleines Paradies am Fluss geschaffen, gegenüber ist schon Angola. Es gibt 5 Campingplätze und zwei Chalets, die wir uns natürlich auch angesehen haben. Sehr viel Platz für 2 Personen und aus lokalen Materialien gebaut. Da steckt viel Liebe und Arbeit dahinter 🙂 Wir suchten ein schattiges Plätzchen für unser Mittagessen auf, es war sehr heiß hier.
Die beiden kümmerten sich wirklich rührig um uns und kamen immer mal wieder vorbei, Gesprächsthemen gibt es wahrlich genug. Ganz besonders nett fanden wir einen kleinen Zettel den wir bekommen haben auf dem unter anderem auch ein paar Himbavokabeln draufstanden. Also "Wie geht es", "Mir geht es gut", "Danke" und "Auf Wiedersehen" können wir jetzt. Wir begrüßten auch die drei Hunde und sahen uns die im Bau befindliche Bar an. Die Mädchen von einem ihrer Mitarbeiter standen immer neugierig an der Ecke und beobachteten uns.
Später liefen wir auf den nahen Hügel um von dort bei einem Bierchen den Sonnenuntergang zu bewundern. Es war schon dunkel als wir zum Duschen gingen, die Abkühlung tat gut. Derweil schmorte das letzte Rinderfilet im Topf, dazu gab es heute Weißweinschorle.
Ein schöner unfallfreier Tag ging zu Ende.
Morgen gibts dann noch mehr Fotos vom Mariental, und den Rooidrum Pass fuhren wir ja auch wieder zurück 😐