Auf großer Fahrt (SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015)

Reisebericht 225 Antworten · 59,4k Aufrufe · gestartet 29. Jan. 2015 von Topobär
Themenstarter5'483 Beiträge · seit 200929. Mai 2015 ·
30.Tag (So.18.01.2015)
Kasane
0km


Der Tag startete mit einem geführten Gamedrive an der Chobe River Front. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, da ich so gut wie keine hatte. Ich wollte lediglich gemütlich durch den Nationalpark kutschiert werden und mich um nichts kümmern müssen. Das eine oder andere Tier wird schon vorbei schauen. So ist es dann auch. Wir sehen die üblichen Verdächtigen, aber keine Highlights. Der Safariwagen war mit 9 Personen komplett gefüllt, ich hatte hinten links aber einen guten Platz zum fotografieren.

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Da war unsere Ausbeute auf den eigenen Gamedrives meist deutlich besser, was mein Vorurteil bestätigt, dass geführte Gamedrives im Bezug auf die Sichtungen keinen Vorteil bieten. Lediglich der Fahrer kann ausnahmsweise mal entspannen.

Bei Serondela machen wir Kaffeepause. Die Aufdringlichkeit der Affen wundert mich nicht, als ich sehe, wie eine Japanerin die Tiere mit Keksen füttert. Als das der Guide sieht, kassiert sie einen ordentlichen Anschiss – richtig so.

Eigentlich sollte unser Wagen um 9:00Uhr zur Reparatur abgeholt werden. Da uns unser Guide unbedingt, aber leider vergeblich, noch Katzen zeigen wollte, haben wir ordentlich überzogen und verpassen dadurch unseren Termin. Wir können uns jedoch auf einen neuen Termin um 12:00Uhr verständigen, der dann auch klappt.

Den Tag verbringen wir dann mit lesen auf unserer Campsite. Ist es morgens noch bedeckt, so kommt gegen Mittag die Sonne raus und wir müssen uns in den Schatten der Bäume flüchten.

Um 15:00Uhr starten wir auf einen privaten Boatscruise mit unserem Skipper Cherry.

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Wie üblich sind die Wasservögel das erste, was man sieht.

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Krokodile findet man auch jede Menge. Von ganz klein bis riesig. So ein großes Krokodil hatten wir im südlichen Afrika noch nie gesehen. Das kannten wir bislang nur vom Mara River.

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Mit Elefanten haben wir eigentlich nicht gerechnet, da es in den letzten Tagen sehr viel geregnet hatte und die Tiere auch im Busch ausreichend Wasser finden und somit nicht zum Fluss kommen müssen. Cherry hatte aber eine Idee, wo wir trotzdem fündig werden können. In der Nähe der Puku Flats gibt es am Ufer eine Salzlecke, die sehr häufig von Elefanten besucht wird, da sie hier anschließend gleich ihren Durst löschen können. Wir hatten Glück und es waren tatsächlich mehrere Gruppen dort. Wir waren das einzige Boot aus Kasane, die normalen Boatcruises fahren nicht so weit.

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Über eine halbe Stunde lang hielten wir uns bei den Elefanten auf. Wie schon zuvor bei dem Riesenkrokodil zeigte Cherry ein gutes Gespür für die perfekte Fotoposition, so dass ich nur ganz selten einen Wunsch äußern musste. Ich saß die ganze Zeit vorne auf dem Bug und niemand machte mir diese Position streitig.

Als dann noch zwei Jungbullen eine Wasserschlacht starteten und kräftig miteinander rangelten, konnte man nur noch von einer perfekten Tour sprechen.

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Inzwischen hatte sich über Kasane eine große Gewitterwolke aufgetürmt und da wir alle keine Lust auf eine Dusche hatten, fuhren wir zügig zurück. Trotzdem kam es noch zu einigen Fotostops.

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Hinterher stellten wir uns die Frage, weshalb wir noch nie vorher einen privaten Boatcruise gemacht haben. Ein schwerer Fehler, der uns ganz sicher nie wieder passieren wird. Man hat eine viel größere Reichweite, kann sich die beste Fotoposition im Boot aussuchen und das Boot in die Position manövrieren, die man gerne hätte. Der Tipp hier aus dem Forum, den Boatscruise bei Nkwe Bookings zu buchen war goldrichtig.

Als wir zu unserer Campsite zurückkommen, schallt uns laut Mittelalter-Rock entgegen. Das Mittelalterliche Phantasie Spektakulum ist auf seiner jährlichen Winterreise mit 12 Fahrzeugen auf der Campsite angekommen. Zum Glück mag ich die Musikrichtung recht gern und habe bei den Campsites in der Zivilisation auch kein gesteigertes Ruhebedürfnis. Andere Afrikafahrer wären da wahrscheinlich nicht so begeistert.

Unser Auto ist auch fertig und steht bereits wieder auf der Campsite. Die hinteren Bremsen waren wie vermutet komplett runter. Trommelbremsen sind bei Schlamm einfach unpraktisch. Außer uns stehen noch mehrere andere Fahrzeuge von Bushlore auf der Campsite. Da haben die extremen Pistenverhältnisse der letzten Tage noch erheblich höheren Tribut gefordert und die Mechaniker können sich über mangelnde Arbeit wahrlich nicht beschweren.

Als es dunkel wird türmt sich ein gewaltiges Gewitter am anderen Flussufer auf. Es blitzt und donnert in einer Tour, aber auf unserer Seite bleibt es trocken. Trotzdem gehen wieder in die Lodge zum Dinner. Selbstverpflegung haben wir die nächsten Tage noch mehr als genug.

Dann bricht die Käferinvasion los. Überall fallen tote schwarze Käfer in der Größe von Maikäfern vom Himmel. Überall liegen sie in letzten Zuckungen am Boden und auch das Buffet wird nicht verschont. Da hatten dann selbst die vegetarischen Gerichte eine Fleischeinlage.
😉
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zuletzt bearbeitet 29. Mai 2015
Themenstarter5'483 Beiträge · seit 200904. Juni 2015 ·
31.Tag (Mo. 19.01.2015)
Kasane – Hwange National Park „Deteema Dam“
197km


Bevor wir uns wieder in die Wildnis verabschieden, gönnen wir uns als letzten Luxus noch einmal das Frühstücks-Buffet der Chobe Safari Lodge. Danach kaufen wir noch die Frischwaren für die kommenden Tage im nahe gelegenen Checkers ein und los geht’s.

Der Grenzübergang Pandamatenga ist rasch erreicht – ist ja echt niedlich. Hier sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht. Auf der botswanischen Seite führt zumindest noch eine Asphaltstraße bis an die Grenze. Auf zimbabwischer Seite führt dann nur noch eine einspurige unbefestigter Buschpiste weiter.

Der Grenzübertritt kostet uns insgesamt 130,-US$. 2x30,-US$ Visa; 30,-US$ Carbon Tax; 30,-US$ Autoversicherung und 10,-US$ Road Fee. Alles korrekt und mit Quittung. Die Offiziellen auf beiden Seiten der Grenze sind sehr freundlich. Nach einer Stunde haben wir die Grenze passiert.

Am Gate in den Hwange National Park werden wir von einem sehr netten Ranger willkommen geheißen und das setzt sich in Robins Camp so fort. Dort kann man unsere Buchungen für die nächste 2 Nächte zwar nicht nachvollziehen und hat auch keine Unterlagen, dass wir bereits bezahlt haben. Da aber auch keine gegenteiligen Informationen vorliegen, glaubt man unseren Angaben, und will im Nachhinein unsere Angaben überprüfen. Wir hatten selbstverständlich gebucht und bezahlt und so hörten wir in dieser Sache auch nichts weiter.

Der Weg vom Gate bis Robins Camp war sehr tierarm. Wir sahen zunächst nur ein einziges Tier – ein einsames Impala. Nur wenige hundert Meter vor Robins Camp kamen dann noch 13 weitere Tiere dazu, die es aber in sich hatten, denn es handelte sich um ein großes Rudel Wildhunde. 7 Alttiere und 6 Halbwüchsige. Die Jungtiere waren im Gegensatz zu den Alttieren deutlich scheuer.

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Auf dem Weiterweg zum Deteema Dam sahen wir dann wieder nur sehr vereinzelt Tiere. Die Vegetation ist hier im Park schon sehr dicht.

Deteema Dam ist ein Traum. So einen schnuckeligen Übernachtungsplatz findet man nur selten. Dazu sieht man hier mehr Tiere als auf unseren bisherigen Gamedrives im Park.

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Wir beschließen, auf den Abend-Gamedrive zu verzichten und lieber die Stimmung hier am Dam zu genießen. So verbringen wir einen sehr relaxten Nachmittag mit Zebras und Impalas am Ufer und Hippos im Wasser. Dazu noch zahlreiche Vögel. Ich versuche mich an Flugfotos, was aber kläglich scheitert.

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Irgendwann tauchen der Caretaker und ein Ranger auf. Sie kommen zu Fuß aus dem Busch. Da fragt man sich, wo die wohnen. Obwohl schon bei unserer Ankunft alles sehr sauber war, wird noch einmal komplett durchgeputzt. Auch Feuerholz wird uns gratis gestellt. Der Platz hat Toiletten und Wasser. Eine Dusche muss man sich selbst installieren.

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Zum Abend hin zieht sehr schnell eine Gewitterfront auf, so dass ich hektisch anfange das Braai vorzubereiten, denn wir haben ein ganzes Rinderfilet, welches es zusammen mit einem kleinen Salat zum Abendessen geben soll. Letztendlich geht alles gut, denn das Gewitter zieht in der Nähe vorbei und bei uns fallen nur einige wenige Tropfen. Allerdings weht ein heftiger Wind. Wir sind auf jeden Fall froh über unseren geschützten Sitzplatz im Hide.

Als es dunkel ist, zoffen sich ganz in der Nähe Schakale oder kleine Katzen. Es hört sich zumindest genauso an, als wenn sich unsere Nachbarskatzen bei uns im Garten prügeln.
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zuletzt bearbeitet 04. Juni 2015
1'667 Beiträge · seit 201112. Juni 2015 ·
Hallo Topobär,

jetzt hätte ich doch vor lauter Planung beinahe die Fortsetzung Deines tollen Berichtes verpasst. Da hattet Ihr ja echt Glück mit den Wildhunden.

Vielen Dank für die schönen Fotos und vor allem für die Schilderung einer Reise in der Regenzeit. Das habe ich mir bisher nicht so richtig vorstellen können, aber das Licht und das viele Grün ist schon etwas ganz Besonderes.

LG

Montango
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Themenstarter5'483 Beiträge · seit 200912. Juni 2015 ·
32.Tag (Di. 20.01.2015)
Deteema Dam – Masuma Dam (Hwange National Park)
127km


Nachts sind Löwen direkt an der Campsite vorbei gezogen. Wir haben sie mehrfach laut brüllen gehört.

Der Himmel ist mit dunklen Wolken bedeckt und das wird sich auch den ganzen Tag über nicht ändern. Einen Großteil des Tages regnet es und die Landschaft erscheint dadurch sehr düster.

Unser Morgengamedrive führt uns zur Salt Pan und zum Crocodile Pool. Durch das schlechte Licht und die dichte Vegetation finden sich keine lohnenden Fotomotive. Der Hide am Crocodile Pool wird gerade neu eingedeckt. Es freut mich, dass man versucht, die Infrastruktur zumindest teilweise wieder instand zu setzen. Dringend nötig wäre dies auch bei den Wegen. Früher müssen die Pisten einen vergleichbaren Stand wie im Etosha Nationalpark aufgewiesen haben. Da zumindest die Nebenstrecken seit langem nicht mehr gepflegt wurden, hat hier in vielen Fällen der Verfall eingesetzt. Jetzt in der Regenzeit waren einige Abschnitte nur noch unter Einsatz aller Differentialsperren zu befahren.

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Zum Frühstück kehren wir nach Deteema Dam zurück.

Dann brechen wir zu unserem nächsten Übernachtungsplatz auf, zum Masuma Dam. Auf dem Weg dorthin sehen wir zweimal kurz Elefanten, die aber sofort im Dickicht verschwinden und nicht mehr zu sehen sind.

Mit Masuma Dam haben wir wieder eine sehr schöne Campsite erwischt. Man kann direkt hinter dem Hide stehen, der einem bei diesem Wetter einen trockenen Platz zum Kochen und Essen bieten. Dazu der Blick über die Wasserstelle, die mit erstaunlich vielen Tieren aufwartet. Hippos und Krokodile leben im Dam und dazu sehen wir Impalas, Warzenschweine, Wasserböcke, Kudus und einen Schakal.

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Nachmittags machen wir noch einen kurzen Ausflug zur Shumba Pan. Tiere sehen wir hier nicht. Wir schauen uns dann noch die Campsite an, welche sehr schön unter gewaltigen uralten Bäumen liegt. Leider ist die vorherige Nacht das Toilettenhäuschen durch einen Blitzschlag abgebrannt. Ich hoffe, man bekommt rasch die Mittel für einen Wiederaufbau.

Den Rest des Tages verbringen wir dann im Hide auf Masuma Dam. Es wuseln hier auch reichlich Kleintiere rum.

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Bei Masuma Dam ist auch ein Ranger stationiert, der für die Campsite und die Region ringsum zuständig ist. Er heißt Godfrey und ist ein ausgesprochen höflicher und sensibler Mensch, der sehr unter der Einsamkeit leidet, denn momentan ist absolute Nebensaison. Die letzten Übernachtungsgäste hatte er vor 2 Wochen und der letzte Kontakt zu Durchreisenden ist auch schon 4 Tage her. Er ist jetzt schon seit 6 Wochen hier. Die meiste Zeit davon allein, so auch über Weihnachten. „2 Wochen muss er noch durchhalten, bis er abgelöst wird und zu seiner Familie fahren kann.

Im Hide sitzend unterhalten wir uns lange und intensiv mit Godfrey, der uns viel über das Leben im heutigen Zimbabwe berichtet. Das Leben ist in den letzten Jahren immer schwieriger geworden, auch für ihn. So wurden die Ranger auf den Außenposten früher wöchentlich aus den Hauptcamps mit Lebensmitteln versorgt. Heute müssen Sie die gesamte Verpflegung für die 8-Wochen Schicht selbst mitbringen, so dass es nur noch Reis, Maismehl und getrocknete Hülsenfrüchte gibt. Als wir dies hören, ist es für uns selbstverständlich, dass wir unsere Notfallreserven anbrechen, um unser Abendessen zu verlängern und mit Godfrey zu teilen. Er hat vor Dankbarkeit Tränen in den Augen.

Zum Abschied fragt uns Godfrey nach englischsprachiger Lektüre für die einsamen Stunden hier in der Wildnis. Unser einziges englisches Buch ist ein Bestimmungsbuch für die Säugetiere des südlichen Afrikas. Da wir es schon seit Jahren nur noch mit uns rumschleppen, ohne darin nachzuschlagen, überlassen wir es ihm gerne. Er freut sich riesig, da das Buch auch noch einen direkten Bezug zu seiner Arbeit hat, die er trotz allem aufrichtig liebt.

Kurz bevor wir ins Bett gehen, können wir im Licht der Taschenlampe noch Hyänen unten am Dam beobachten.
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zuletzt bearbeitet 12. Juni 2015
1'674 Beiträge · seit 201212. Juni 2015 ·
Hallo Topobär,

nun habe ich endlich Zeit gefunden deinen Bericht nachzulesen.

Was für eine Tour - super toll und abwechsungsreich. 😄
Besonders den Botswanateil werde ich mir noch mal genau anschauen, denn dorthin soll unsere Reise im nächsten Jahr gehen.

Ich freue mich auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
Themenstarter5'483 Beiträge · seit 200915. Juni 2015 ·
Hallo Dagmar,

es freut mich immer, wenn andere Fomis aus meinen Reiseberichten Informationen ziehen können, die für die eigenen Reisen hilfreich sind. Das ist neben der Unterhaltung meine Hauptintension beim Schreiben der Reiseberichte.
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Themenstarter5'483 Beiträge · seit 200918. Juni 2015 ·
33.Tag (Mi. 21.01.2015)
Masuma Dam – Sinamatella (Hwange National Park)
97km


Der Morgengamedrive führt uns über den Lukosi River Loop zum Mandavu Dam. Hier gibt es eine sehr schöne, direkt am großen See gelegene, Picknicksite mit Hide. Diesen nutzen wir für unser Frühstück, denn das Wetter ist weiterhin unbeständig und es fällt immer mal wieder etwas Regen.

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Auf der Fahrt sehen wir immer mal wieder vereinzelt Tiere, Fotos haben aber keinen Sinn. Das Licht ist schlecht und die Viecher sind immer zum großen Teil von Pflanzen verdeckt. Die Vegetation ist derzeit enorm dicht.

So beschließen wir, direkt nach Sinamatella zu fahren und schon bald taucht der Tafelberg, auf dem dieses Camp liegt, vor uns auf.

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Den Tag verbringen wir dann auf unserer Campsite, die direkt an der Abbruchkante des Berges liegt und einen weiten Blick über die Landschaft bietet.

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Am Nachmittag zeigen sich dann endlich erste Löcher in der Wolkendecke, als wir zum Gamedrive aufbrechen. Das wird unsere mit Abstand tierreichste Fahrt hier im Hwange National Park. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die Landschaft zu Füßen von Sinamatella viel offener ist, als in den Gebieten, die wir bislang befahren hatten.

Erst geht es noch klein los, aber ein Hornrabe ist mit seiner schwarz-roten Zeichnung auch immer ein schönes Fotomotiv.

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Dann gibt es endlich Elefanten, die nicht gleich flüchten, sondern in Ruhe weiter fressen und später sogar auf uns zukommen.

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Nach diversen anderen Antilopen kommen wir dann noch an einem Kudu vorbei, der sich auf einem Felsvorsprung so schön in Positur gestellt hat, dass man ihn einfach fotografieren muss.

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Rechtzeitig zum Sonnenuntergang sind wir zurück in Sinamatella. Es gibt jetzt wieder ein kleines Restaurant auf Sinamatella, welches sehr schön direkt an der Abbruchkante liegt. Da wir noch recht viele Lebensmittel dabei haben, können wir dort zwar nicht zu Abend essen, aber doch zumindest zum Sundowner einkehren. Der ist dort auf der Terrasse richtig schön, denn die Sonne ist tatsächlich noch rausgekommen und hat zum Ende des Tages die Wolken weitgehend verdrängt. Es gibt hier auch einige Dassies und mit dem Fernglas kann man die Tiere unten in der Ebene beobachten. Da stört es auch nicht, dass die Sonne leider in unserem Rücken untergeht.

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Unser abschließendes Fazit zum Hwange National Park fällt sehr positiv aus, obwohl wir nur wenige Tiere gesehen haben. Dies ist aber in erster Linie der Jahreszeit und der damit verbundenen dichten Vegetation anzurechnen. Gleichzeitig hat aber auch die saftig grüne Landschaft einen besonderen Reiz. Darüber hinaus sind allein schon die traumhaft gelegenen Campsites einen Besuch im Hwange National Park wert. Wir werden bei unserer nächsten Reise auf jeden Fall wieder vorbei schauen. Mal sehen, wie sich der Park Ende Mai präsentiert.
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zuletzt bearbeitet 18. Juni 2015
2'262 Beiträge · seit 201119. Juni 2015 ·
Hallo Topobär,

boah, was habt ihr ein ereignis- und abwechslungsreicher Urlaub bis jetzt gehabt.
Da habt ihr ja in einen Urlaub mehr erlebt als manche im ganzen Leben.
Sehr schöne Fotos und klasse Bericht den ich sehr gerne verfolge.

Liebe Grüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
1'796 Beiträge · seit 201419. Juni 2015 ·
Hallo Topobär,

bin grade erst über Deinen Bericht gestolpert und ich bin begeistert 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩

Dafür gibt es nur ein Wort: "GRANDIOS"


Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
zuletzt bearbeitet 19. Juni 2015
538 Beiträge · seit 201220. Juni 2015 ·
Hallo Topobär,
auch von meiner Seite nochmal vielen Dank für den herrlichen Lift durch Botswana. Das hat mir gleich derart sakrisch gut gefallen, dass eine Reise dorthin im kommenden Jahr fest einprogrammiert ist.
Viele Adressen auf Eurer Reise finde ich übrigens auch auf meiner "Vorschlagsliste", hat das was mit "BWANA" zu tun?

Und zum Abschluss noch ein ganz dickes Lob für die Kameraführung, Reschbeckt!! - Wirklich großartige Bilder.

LG und schönes Wochenende,
Rolf
2'497 Beiträge · seit 201120. Juni 2015 ·
Hallo Topobär,

danke für den tollen Bericht und die traumhaften Bilder. Ich habe jetzt erst begonnen, Deinen Bericht zu lesen und bin besonders von der Tour durch die Wüste begeistert. Ich weiß nicht, ob ich mich das trauen würde und zeige es vorsichtshalber meinem Mann mal nicht, da sowas noch ziemlich weit oben auf seinen Wunschliste steht. 😊

Im Reifenwechseln bis Du ja inzwischen Meister Dank der vielen Übung, mal schauen, ob unser Glück dieses Jahr im Kaokovelt abreist, denn bei underen beiden Selbstfahrertouren hatten wir noch keinen einzigen Platten trotz Messumkrater und Hoanib. 😁

Nur Andy und Thomas mussten letztes Jahr einige Mals ran, zweimal sogar mit Totalschaden des Reifens.

Liebe Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Themenstarter5'483 Beiträge · seit 200930. Juni 2015 ·
Sorry, dass ich längere Zeit nicht geschrieben hab, aber ich musste dringend zum Klettern nach Frankreich. 😎
Ich versuche aber die restlichen Tage kurzfristig zu schreiben.

@Rolf: Die Strecke ist komplett auf unserem eigenen Mist gewachsen. Mit Bwana hat das gar nix zu tun.

@Karin: Da in Bremen damit zu rechnen ist, dass das Gespräch auch mal auf unsere Namib-Tour kommt, solltest Du Deiner besseren Hälfte vielleicht schon vorher reinen Wein einschenken. Abgesehen davon gibt es kaum etwas simpleres, als einen Reifenwechsel.
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4'382 Beiträge · seit 201530. Juni 2015 ·
"Ich versuche aber die restlichen Tage kurzfristig zu schreiben."
...dann wollen wir doch mal bißchen Druck machen! Sind schon arg gespannt, wie es weitergehen wird!
Gruß
CuF
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
1'667 Beiträge · seit 201130. Juni 2015 ·
CuF schrieb:"Ich versuche aber die restlichen Tage kurzfristig zu schreiben."
...dann wollen wir doch mal bißchen Druck machen! Sind schon arg gespannt, wie es weitergehen wird!
Gruß
CuF
beim "Druck machen", mache ich mit 🙂
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Themenstarter5'483 Beiträge · seit 200906. Juli 2015 ·
34.Tag (Do. 22.01.2015)
Sinamatella – Matopo National Park
451km


Nachts werden wir wach, als es auf unserer Campsite laut scheppert. Im Licht der Taschenlampe können wir eine Hyäne dabei beobachten, wie sie die Mülleimer plündert. Danach müssen wir tatenlos mit ansehen, wie sie sich unseren Grill schnappt und damit davon zieht. Wir haben aber Glück und die Suche am nächsten Morgen ist erfolgreich. So ein Grill schmeckt vielleicht ganz lecker, macht aber nicht satt. So muss unser geplantes Abschlußgrillen am letzten Abend doch nicht ausfallen.

Heute war in erster Linie ein Fahrtag. Wir verzichteten auch auf einen Morgen-Gamedrive, da wir nicht abschätzen konnten, wie schnell man auf den Straßen Zimbabwes voran kommt und am Ende des Tages keinen Stress riskieren wollten.

Gleich nachdem man den Nationalpark verlassen hat, durchquert man ein großes Kohle-Abbaugebiet. Die Kohle wird hier anscheinend im Tagebau abgebaut. Die Straßen sind vom Kohlestaub pechschwarz.

Die Hauptstraße nach Bulawayo führt zunächst durch abwechslungsreiche hügelige Landschaft mit vielen kleinen Dörfern, wird dann aber immer eintöniger.

Es gibt auf der Strecke jede Menge Roadblocks. Habe irgendwann aufgehört zu zählen. Ich frage mich immer wieder, was für einen Sinn diese Roadblocks haben? Meistens werden wir durchgewunken. Einmal werden wir angehalten und nach Waffen gefragt. Ansonsten geht es immer darum, dass unser Auto so dreckig ist. Was erwarten die bei deren Pistenverhältnissen während der Regenzeit? Da ich die Scheinwerfer, Blinker und Rücklichter aber wohlweißlich geputzt hatte, hatten sie keine Handhabe gegen uns und wir durften immer unbehelligt weiterfahren.

Wir müssen einmal komplett durch Bulawayo hindurch. Immerhin die zweitgrößte Stadt in Zimbabwe. Die quirlige Stadt macht einen sehr ordentlichen Eindruck. Ich habe den Eindruck, dass man sich hier mit allem versorgen kann, was man als Selbstfahrer benötigt.

Dann ist es nicht mehr weit bis zum Matopo National Park, den wir am frühen Nachmittag erreichen. Die Landschaft ist wirklich einzigartig. So etwas schönes habe ich selten gesehen.

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Wir machen einen kurzen Spaziergang zum White Rhino Shelter, um die dortigen Felsmalereien zu bewundern. Es ist schön, mal wieder ein paar Schritte zu Fuß zu gehen und der Felsüberhang ist sehr schön gelegen.

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Danach machen wir erst einmal unsere Campsite am Maleme Dam klar. Alles ganz easy, denn wir sind die einzigen Gäste. Die Sanitäreinrichtungen sind anscheinend recht neu und in gutem Zustand.

Zum Sundowner besuchen wir den View of the World mit dem Grabmal von Cecil Rhodes. Es gibt wahrscheinlich kaum ein schöneres Plätzchen für die letzten Momente des Tages.

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Zurück auf der Campsite gibt es Nudeln mit Thunfischsauce, denn unsere Fleischvorräte sind inzwischen erschöpft.

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zuletzt bearbeitet 06. Juli 2015
1'667 Beiträge · seit 200908. Juli 2015 ·
Hi, Thomas
nun hau mal in die Tasten,.....sonst musst du uns den Rest am Samstag ohne Bilder erzählen.

LG
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
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35.Tag (Fr. 23.01.2015)
Matopo National Park – Francistown
237km


Der Whovi Game Park ist ein Teilbereich des Matopo National Parks. Hier soll es mehr Tiere zu sehen geben, als in den anderen Teilen des Nationalparks. Unter anderem Nashörner. Wir machen uns somit früh auf den Weg zum Gamedrive.

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Der Gamedrive ist dann leider eine ziemliche Enttäuschung. Wir sehen weder Nashörner, noch anderes Wild. Es ist absolut tote Hose. Auch an den schön gelegenen Hides ist kein einziges Tier zu entdecken.

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Wenigstens ist die Landschaft wie in den anderen Teilen Matopos wunderschön, so dass man zumindest in dieser Hinsicht etwas für die Tierarmut entschädigt wird.

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Zum Frühstück suchen wir dann die sehr schön an einem Stausee gelegene Mpopoma Picknick Site auf. Die Infrastruktur ist verfallen, aber wir haben ja was wir brauchen dabei und die Lage entschädigt für alles. Außerdem gibt es im See Hippos – endlich Tiere.

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Dann heißt es auch schon Abschied nehmen von Zimbabwe. Bis zur Grenze ist es nicht weit und die Roadblocks bis dahin winken uns alle durch.

Die Ausreise aus Zimbabwe gestaltet sich absolut problemlos.

Dieser erste Test bezüglich Zimbabwe als Reiseland ist aus unserer Sicht sehr positiv verlaufen. So positiv, dass unsere nächste Afrikareise komplett in Zimbabwe stattfinden soll. Dann wollen wir weitere Teile des Landes kennenlernen.

Bei der Einreise nach Botswana erleben wir dann mal wieder den Irrsinn, der sich immer mal wieder in der afrikanischen Bürokratie finden lässt. Ganz besonders an den Grenzübergängen. Wie an allen Grenzen während dieser Reise findet sich auch hier bei der Einreise eine zusätzliche Gesundheitskontrolle aufgrund der Ebola-Epidemie in Westafrika. Dort sollen wir auf einmal unsere Gelbfieberimpfung nachweisen. Grund dafür ist unsere mehrere Jahre zurück liegende Reise nach Uganda, die aus unseren Reisepässen zu entnehmen ist. Es ist reiner Zufall, dass wir unsere Impfpässe auch bei dieser Reise dabei haben und vor allem, dass die Gelbfieberimpfung noch immer gültig ist. Das wäre bestimmt eine interessante Diskussion geworden, hätten wir die Impfpässe nicht dabei, oder wäre die Impfung bereits abgelaufen.

An der Veterinärkontrolle werden wir dann unsere Tomaten los, welche wir noch in Kasane gekauft hatten. Es hat immer einen Hauch von Glücksrad, welche Waren gerade auf dem Index stehen und herausgefischt werden.

In Francistown müssen wir dann noch schnell unsere Tomaten ersetzen, bevor es dann zum Marang Gardens Hotel geht, welches eine schöne Campsite bietet, die angenehm unter riesigen Schattenbäumen liegt. Hier entspannen wir den Nachmittag und auch am Abend lassen wir es gemütlich angehen. Wir kochen heute nicht selbst, sondern gehen ins Restaurant des Hotels. Alles Lecker, jedoch kein besonderes Highlight.
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zuletzt bearbeitet 15. Juli 2015
Themenstarter5'483 Beiträge · seit 200921. Juli 2015 ·
36. Tag (Sa. 24.01.2015)
Francistown – Marakele National Park
520km


Obwohl wir erst noch ein wenig verschlafen haben, kommen wir doch sehr früh los. Inzwischen sind wir gut eingespielt, was viel Zeit spart.

Die Hauptstraße von Francistown nach Gaborone ist in bestem Zustand, aber sowie wir sie verlassen, heißt es Slalom um die Schlaglöcher fahren. Erst in Südafrika wird es wieder besser.

Für die Grenze brauchen wir eine halbe Stunde. Eigentlich recht schnell, aber ich finde es trotzdem immer wieder verwirrend, das die Abläufe auch innerhalb eines Landes von Grenzübergang zu Grenzübergang unterschiedlich sind. Da scheint noch viel Willkür zu herrschen.

Kurz vor Lephalale knallt uns dann bei Tempo 120km/h ein dicker Kamikaze-Käfer gegen die Windschutzscheibe. Das Ergebnis ist ein ca. 15cm langer Riss direkt im Blickfeld des Fahrers. So ein Ärger – da fahren wir 5 Wochen lang die übelsten Strecken durch die Wildnis und auf Gravel, ohne dass etwas passiert, nur damit es einen dann auf der Zielgeraden erwischt. Im Nachhinein haben wir aber Glück, denn Bushlore stellt uns die Scheibe nicht in Rechnung.

In Lephalale kaufen wir dann für unser letztes Busch-Dinner dieser Reise ein. Etwas Wehmut kommt auf.

Im Marakele National Park beschränken wir uns heute auf den westlichen Parkteil. Hier leben nur ungefährliche Tiere und hier befindet sich auch die Campsite, welche aus diesem Grund auch nicht umzäunt ist. Auf einem kurzen Gamedrive sehen wir zwar einige Tiere, aber die meisten kann man beobachten, wenn man sich einfach mit einem Stuhl auf der Campsite in den Schatten setzt. Direkt neben der Campsite liegt eine große Wiese mit Wasserloch, wo sich Zebras, Gnus, Warzenschweine, Impalas und eine Giraffe tummeln.

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Kurz vor dem Sundowner fängt es an zu blitzen und zu donnern und eine dunkle Wolke schiebt sich vor die Sonne. Wir fürchten schon um unseren Braai, aber das Gewitter zieht ganz knapp vorbei.

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Das Rinderfilet, welches wir uns zur Feier des Tages gönnen ist erstklassig, so dass wir einen perfekten letzten Abend erleben. Dazu passt auch der reichhaltige Tierbesuch in der Dunkelheit. Erst kommt eine sehr große Herde Zebras & Impalas beim Grasen bis auf weniger als 10m an uns heran, während wir noch beim Abendessen sitzen und dann begleiten uns die Rufe der Schakale durch den weiteren Abend. Was für ein Erlebnis. Kathrin meint, dass sei der schönste Abend der ganzen Reise.
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zuletzt bearbeitet 21. Juli 2015
1'667 Beiträge · seit 201121. Juli 2015 ·
Hallo Topobär,

schade, dass es schon der letzte Abend ist. Ich bin sehr gerne mit Euch gereist. Danke für die wunderschönen Bilder und den so abechslungsreichen Bericht.

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
2'319 Beiträge · seit 201121. Juli 2015 ·
Seruvs Topobär,

was war mit den Nashörnern im Marakele NP...?... Die tummeln sich doch immer am Bontle Camp rum. Bei Euch nicht?

Gruß vom Alm