ChampagnerThemenstarter8’763 Beiträge · seit 201015. Sept. 2014 ·
Von North Gate nach Savuti – ein katzenloser Tag - Freitag, 29.8.14
So, heute brauche ich noch einmal euer Mitleid 🙁 ....aber dann is gut 😉
Irgendwann nachts höre ich Regen auf mein Zeltdach tropfen 🤩 ! So schlimm ist aber nicht – es ist nur sehr windig und dadurch fallen jede Menge kleine Akazienblätter herunter... Prima – dann hört man schon mein Husten nicht so laut.... Tja, das Halsweh hat sich verabschiedet, aber nur um einem lästigen trockenen Husten Platz zu machen. Okay, ich warne meinen Körper: sollte sich die Lage bis morgen nicht durchgreifend gebessert haben, dann werde ich zu anderen Mitteln greifen! Bevor sich eine Bronchitis auf den Weg zu mir macht, werde ich mein Breitbandantibiotikum auspacken, das mir mein Hausarzt für meine Reisen in den Busch immer aufschwätzt 😠 .
Warten wir mal ab....
Von unserem Camp ist um 6.10 Uhr schon kaum mehr etwas zu sehen – dies sind die kläglichen Überreste:
Spencer drückt mir wieder den Bewertungsbogen in die Hand – man muss bei jeder Hatab-Site dokumentieren, wie man sie vorgefunden und wie man sie wieder verlassen hat und in mir hat er eine Dumme gefunden, die einen Kugelschreiber in Griffnähe hat. Nach getaner Arbeit packe ich mich warm ein und spaziere ein bisschen in der herrlichen Morgensonne herum.
Dies ist das „Löwenohr“ von Lil in trockendem Zustand! Wir haben schon gestern die ganze Fahrt über welche gesehen – nur kam ich nie zum Fotografieren. Und hier gibt’s leider keine so tollen Exemplare.
Auf die heutige Fahrt bin ich gespannt – es geht nach Savuti! Das kenne ich noch nicht – und letztes Jahr waren wir vom Sango Camp aus fast bis an die Grenze des Chobe NP’s gefahren, entlang des Khwai Rivers....das war sooo schön gewesen.
Dumm gelaufen 😵 – wie gesagt ist die Strecke gar nicht befahrbar und so kommt ein ätzender Fahrtag auf uns zu. Zum Glück wissen wir das noch nicht, als wir um 7.30 Uhr am North Gate stehen. Neben uns ein Kindertransport – wir werden solche noch öfters sehen und Spencer erklärt uns, dass noch Schulferien sind und den Kindern im Rahmen von Ferienlagern auf Ausflügen die NP’s Botswanas gezeigt werden!
Nach dem Brauchwasserfassen fahren wir ins Sango Camp, um unsere beiden Spezialisten abzuholen. Jo. berichtet auf der Weiterfahrt, dass ich Recht hätte, es gäbe keine Bucket Shower mehr (achnee.... 😗 ). Und jetzt kommts – aufgepasst 🤩 : Aber wenn man Lust hätte könne man natürlich zum Ausprobieren mal einen bestellen!!! Häääääää???? 🙄 Ich versteh die Welt nicht mehr – was soll denn das nun? Wer hat ihm diesen Bären aufgebunden? Denn worin liegt denn der Unterschied, ob man von Hand oder von Leitung das heiße Wasser einfüllt, dass dann doch nur über den Eimer in eine Leitung zum Mischen geführt wird??? Hiiilfe!!! 🤩 Das Besondere früher war doch nicht, sich unter einen Eimer zu stellen – das war damals schon nicht möglich (siehe Foto – so ist das Funktionsprinzip, Wasser fließt durch den natürlich Druck aus dem Eimer schräg nach unten in die Duschkabine und kann dort mittels Armatur gemischt werden....wie schon mal erklärt),
sondern die Tatsache, dass heißes Wasser etwas Besonderes war und vor allem diese Funksprüche „Sango – Sango.....“ (Und das hab ich schon – ohne irgendwas von der Entwicklung zu wissen, damals in meinem 2012er Bericht geschrieben).
Ooh Mann - "Herr schmeiß Hirn ra" – ich bin sprachlos (und das will was heißen 😎 !). Das Beste was ich machen kann ist meine Klappe halten – mit Jo. über Sango zu reden kann nicht gut enden..... 😛
An dieser Stelle kommt nun endlich mein abschließendes Statement, nachdem ich jetzt so oft darauf angeschrieben wurde, öffentlich und per PM: Nein, ich trauere Sango nicht mehr nach – und auf dieser Reise war das Problem nicht eigentlich Sango, sondern Jo., der so viel Mist zu diesem Thema verzapft hat! Ich denke, Sango ist nicht schlechter geworden, sondern einfach anders. Das was mir damals so gefallen hat – das hat andere vielleicht sogar gestört. Und diese anderen sind jetzt froh über Strom, warmes Wasser, ein tolles Sonnendach, Liegestühle, einen Pool...
Und ich bin mir sicher dass jemand, der nie zu der guten alten Zeit (haha, ich wird schon wieder sentimental.... 🤪 ) dort war, gar nicht verstehen kann, was ich meine und denkt vermutlich, dass ich einen an der Waffel habe (aber gerne...). Klar war das damals mein erstes Tented Camp in Botswana und schon von daher etwas Besonderes – aber ich weiß inzwischen, dass es etwas Einmaliges war (und es gibt tatsächlich doch ein paar Leute, die beide "Zustände" kennen und mich verstehen, das beruhigt...).
Genau diese wunderschönen Erinnerungen an diese Einmaligkeit und auch das Glücksgefühl, dass ich Sango als echtes Camp der Sangofamilie erleben durfte, mit Guides, die ihr „Baby“ und die Region lieben und sich dort auskennen wie in ihrer Westentasche, bewahre ich tief in meinem Herzen auf. Das kann mir niemand mehr nehmen! 😘
Guggu schrieb:
Ich hoffe du kannst dein „Sangotrauma“ irgendwie überwinden. Es macht mich ganz traurig wie du deine Empfindungen beschreibst. Wir haben es nur in der jetzigen Form, allerdings ohne Pool (den brauch i ach ned), kennen gelernt und wurden jederzeit wieder hingehen.
Das ist – wie oben schon geschrieben - der zentrale Punkt: wer es anders nicht kennen gelernt hat wird auch nichts vermissen und sich – neben den Annehmlichkeiten des Camps selber - an der wirklich traumhaften Gegend und den unglaublichen Tiersichtungen dort erfreuen.
Und so soll es ja auch sein – ich will das Camp ganz bestimmt nicht schlecht reden, dazu besteht keinerlei Anlass!!!
So, ich habe fertig - und ich habe auch kein Trauma - versprochen 🙂 !!!
Nun sind wir also auf der Strecke nach Savuti und dürfen die öde Piste noch einmal fahren. Wie schön, dass wir erfahren, dass Jo. und Je. auf ihrem „Premium“-Game-Drive gestern noch weniger Glück hatten als wir. Erstens gabs ebenfalls kaum Tiere (aber die wenigstens an einer etwas hübscheren Landschaft) und dann hatten sie einen frisch eingetroffenen Hobbyfotografen mit im Wagen, der jeden, aber auch jeden Vogel mit seiner Riesenkanone knipsen wollte. Was wohl gar nicht so leicht war, weil er das Ding kaum halten konnte. Zu guter Letzt waren sie auch bei den Hyänen, aber da war es schon dunkel – und eine Frau im Auto war wohl ziemlich hysterisch, weil sie immer dachte, dass der Guide die reifenleckenden Kinder überfahren würde. Was wiederum den Guide (und den Rest der Truppe) ziemlich genervt hat 😕 Oooookay, das Leben ist eben manchmal doch fair 😎 !
Bei der Wasserdurchfahrt kurz nach Khwai haben wir noch ein lustiges Erlebnis – zwei Selbstfahrer (!!! wer sonst.... 😉 ) waten höchst unentschlossen im Wasser rum und blockieren die Durchfahrt.
Spencer wird sehr schnell sehr ungehalten und meint, sie sollen mal ihre Fahrzeuge aus dem Wasser holen, er hätte keine Zeit, hier ewig rumzustehen. Ungeduldig weist er sie beim Rückwärtsfahren ein – ich warte ehrlich gesagt nur darauf, dass er den Fahrer aus dem Auto zerrt und sich selbst ans Steuer setzt.
Schnell sind wir am anderen Ufer und werfen noch einen Blick zurück - hier herrscht leichte Unentschlossenheit 😉
Zu der Strecke nach Savuti gibt es generell nicht viel zu sagen außer dass es stinklangweilig und zäh ist und der Wind leider nicht einschlafen will. Von daher ist es höchst ungemütlich im Fahrzeug, ich sitze dick vermummt mit gesenktem Kopf da und hoffe, dass das Ganze irgendwann vorbei ist. Sand wird über die Straße getrieben und alles wirkt feindlich und leblos. Davon gibts aber keine Fotos, weil ich meine Kamera nicht schrotten wollte.
Ganz am Anfang gibt es wenigstens noch ein paar (lebendige) Elefanten ganz nahe an unserem Wohnzimmer
und einen Steenbock zu sehen.
Um 8.30 Uhr sind wir dann zwar noch nicht wie auf Grund des Schildes erhofft am Gate, aber ja "nur" noch 18 km entfernt 🤩
Wir freuen uns, wenigstens ein paar Giraffen im Wind zu sehen (ich finde, die kucken auch ein bisschen kariert aus der Wäsche....)
und um 9 Uhr sind wir tatsächlich am Gate
Im Anschluss fahren wir 1,5 Stunden mehr oder weniger immer gerade aus. Am Anfang ist die Weite noch faszinierend, aber dann irgendwann ziemlich eintönig, zumal ich mich ja alles andere als fit fühle. An diesem idyllischen Plätzchen machen wir Fruit Break und ich denke: ja, genau – wenn ich noch ein paar Tage weiter huste, dann liege ich auch so da..... 🤩 😈 😄
Spencer ärgert sich übrigens sehr, dass inzwischen einige Knochen fehlen – dreimal dürft Ihr raten, wer diese seiner Meinung nach mitgenommen hat......(fängt mit "S" an) 😎 😛
Übrigens bin ich der Meinung, dass sowohl Individual- als auch Gruppenreisen ihre Vor- und Nachteile haben, daher hab ich weder mit dem einen noch mit dem anderen Probleme - Hauptsache überhaupt ne REISE!!!
JAWOHL 🙂 Wenn ich alleinstehend wäre, würd ich auch ne Gruppenreise machen. Ich weiss gar nicht, weshalb man sich da noch fast rechtfertigen muss. Ist doch toll. Und wegen dem Geknatsche und Getratsche unter einander gibts immer so interessante Reiseberichte. 😎
lionfight1’324 Beiträge · seit 201315. Sept. 2014 ·
Erika schrieb:Hallo Bele, du schriebst:
Übrigens bin ich der Meinung, dass sowohl Individual- als auch Gruppenreisen ihre Vor- und Nachteile haben, daher hab ich weder mit dem einen noch mit dem anderen Probleme - Hauptsache überhaupt ne REISE!!!
JAWOHL 🙂 . Ich weiss gar nicht, weshalb man sich da noch fast rechtfertigen muss. Ist doch toll.
Liebe Grüsse Erika
Sehe ich auch so. Ich bewundere jeden, der sich so alleine auf die Tour begibt. Ob geführt oder nicht. ich weiß nicht, ob ich mir das so zutrauen würde (gerade nach meiner letzten Erfahrung).
Gruß! der Joe
PS: Ich lese immer noch mit Vergnügen mit. Und hoffe alles wird gut.
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
ChampagnerThemenstarter8’763 Beiträge · seit 201015. Sept. 2014 ·
Danke Erika und Joe für Eure "Unterstützung". Zu dem Thema "alleine Verreisen" werde ich wohl im Fazit noch etwas schreiben.
AndreasG2523938 Beiträge · seit 201315. Sept. 2014 ·
Hallo Bele,
meine erste Afrikareise war eine Gruppenreise in Kenya. Nicht mal 15% so toll wie Deine und trotzdem großartig und bis heute (20 Jahre her) präsent im Kopfkino. Auch wenn ich eigentlich kein Gruppenreisender mehr bin (dachte ich bis jetzt) hat mich Dein Bericht bisher sehr beeindruckt und ich habe mir die Bushways Seite schon intensiv angeschaut. Wer weiss, was als nächstes kommt 🤩 Also kann ich nur zu zustimmen, jede Form des Reisens hat Vor- und Nachteile und so eine Kleingruppe würde ich als Alleinreisender sofort wählen! Viel besser als Allein am Steuer zu sitzen und in jeder Lodge das leere Bett mitzubezahlen oder in irgendwelchen Abstellkammern zu nächtigen. 😵
Also Bele, Du hast m.E. keinen Grund Dich für die Art des Reisens zu entschuldigen.
Da muss ich jetzt auch mal meinen Senf dazu geben. Ich bin zwar überzeugter Selbstfahrer, was aber nicht heißt, dass ich grundsätzlich etwas gegen Gruppenreisen habe. Meine beiden Motorradreisen durch das Kaokovelt waren zum Beispiel Gruppenreisen und die zum Jahreswechsel anstehende Tour durch die Namib wird ebenfalls eine Gruppenreise. Hinsichtlich der zwischenmenschlichen Erlebnisse ist eine Gruppenreise immer sehr interessant und manche Dinge sind nun mal nur als Gruppenreise möglich. Was ich aber überhaupt nicht mag, ist der Zustand eines zur Passivität verurteilten Passagiers.
wie schön dass es weitergeht! Ich hoffe deine Medikamente helfen so dass die Form sich bessert. Ohne ein Breitbandantibiotikum starte ich keine Reise. Bisher nicht gebraucht, aber man weiß nie.
Ich habe es hier schon ein paar Mal erwähnt, unsere erste Namibiareise war eine Kleingruppenreise und es hat uns super gefallen. Ich weiß nicht warum man das meistens den Leuten ausreden will. Sollten wir nicht mehr selber können oder fahren wollen, werden wir wieder eine Gruppentour machen. Wie du schon sagst: Hauptsache eine REISE. Wer weiß das im Moment besser als ich *schnuff*
Du begibst dich jetzt in Gegenden wo wir unsere Traumatischen Erlebnisse gehabt haben. Ich hoffe ihr werdet eine schöne Zeit in Savuti haben.
ChampagnerThemenstarter8’763 Beiträge · seit 201015. Sept. 2014 ·
Topobär schrieb
Was ich aber überhaupt nicht mag, ist der Zustand eines zur Passivität verurteilten Passagiers.
Kommt natürlich darauf an, was du unter Passivität in diesem Zusammenhang verstehst. Dass man nicht selber (Motorrad) fährt? Ich würd mir das Fahren im Moremi zum Beispiel nicht trauen, von daher kam ich mir nicht "verurteilt" vor. Oder dass man bekocht wird??? Wenn man mehrere Jahrzehnte lang Familie, Haus, Garten und Viecher neben der eigenen Berufstätigkeit her versorgt hat wie ich, dann empfindet frau es nicht als Verurteilung sondern im Gegenteil eher als einen "Freispruch", wenn sie mal bekocht wird 🙂
Ich denke, jeder hat sein eigenes Empfinden, was für ihn Aktivität und Passivität im Urlaub bedeutet - von daher ist es vermutlich sinnlos, darüber zu diskutieren!
Liebe Bele, Ich muss jetzt auch aus der Versenkung u jetzt bin ich auch endlich mit dem Nachlesen fertig. Aber die Österreicher sind eben ein bisschen langsamer. Ich genieße deinen rb , für mich hast du einen einmaligen Stil zu schreiben, ganz großes Kompliment !!!! Also mit "hummeldumm" kannst du locker mithalten, vielleicht doch einmal ein Buch ?? Das würde Geld für weitere Reisen einbringen, das halbe Forum hättest du ja schon als Abnehmer .
Ich weiß ja leider nicht welche Kamera du hast, aber um einige Bilder beneide ich dich sehr.
Ich freue mich sehr auf den Rest , und danke, dass du mich an deinen tollen Erlebnissen teilhaben lässt!
Liebe Grüße Astrid
ChampagnerThemenstarter8’763 Beiträge · seit 201015. Sept. 2014 ·
Astrid55 schrieb:
Ich weiß ja leider nicht welche Kamera du hast, aber um einige Bilder beneide ich dich sehr.
Liebe Grüße Astrid
Ich hab eine Bridge-Kamera, die Canon Powershot SX50. Man muss aber dazu sagen, dass sich in Botswana die Motive wirklich aufdrängen 😉 !!! Dann brauchst du nur noch eine einigermaßen ruhige Hand (und keine Leute im Wagen, die im "richtigen" Moment mal eben ein bisschen rumhampeln müssen 😈 ) und gutes Licht (das ist meistens das Problem 🙁 ).
Danke für das Lob zum Text, Astrid, aber das Schreiben ist für mich nur als Spaß und Zeitvertreib gedacht.... ! Vielleicht amüsieren sich ja irgendwann mal meine Söhne drüber - ich habe auch erst sehr spät begonnen mich für die Erinnerungen meines Vaters zu interessieren.
Ich denke, jeder hat sein eigenes Empfinden, was für ihn Aktivität und Passivität im Urlaub bedeutet - von daher ist es vermutlich sinnlos, darüber zu diskutieren!
LG Bele
Icke noch ma, für den Satz einfach nur Daumen hoch!!!!!!!!!!!!
Ich wollte hier keinesfalls Gruppenreisen schlechtreden. Im Gegenteil: wer mich kennt, weiß, dass ich das ganze Gerede über die "einzige Art" Afrika kennen zu lernen (Dachzelt, Bodenzelt, Lodges, Driver, Selbstfahrer, Gruppen oder allein auf dem Moped) völlig bescheuert finde!!! Jeder so wie es ihm am liebsten ist.
Ich dachte auch mein Smiley (der hier 😛 ) hinter dem Spruch mit den Selbstfahrern kennzeichnet den Part als Ironie - weil Beles Bericht genau diesem Klischee WIDERSPRICHT , dass Selbstfahrer angeblich mehr erleben...
Grüßle Anja (die schon in Gruppenreisen, mit Driver und als Selbstfahrer unterwegs war)
Intelligent people discuss ideas. Fools discuss how people should behave. (Paulo Coelho)
ChampagnerThemenstarter8’763 Beiträge · seit 201015. Sept. 2014 ·
Hey Anja, mach dir keinen Kopf - ich weiß nicht, ob sich diese "Diskussion" überhaupt auf deinen Post bezog oder ob sie sich einfach so entwickelt hat. Ich hatte übrigens auch nie das Gefühl mich rechfertigen zu müssen.....
Chacun à son goût - wie meine Vorfahren zu sagen pflegten 😄
ChampagnerThemenstarter8’763 Beiträge · seit 201015. Sept. 2014 ·
Fortsetzung von.....
Von North Gate nach Savuti – ein katzenloser Tag - Freitag, 29.8.14
Eine knappe Stunde später kommt links endlich die Sandridge in Sicht und wir sind alle froh über die optische Abwechslung. Leider gibt’s kein Foto, da es im Auto zu sehr gewackelt hat.
Von weitem kann man auch schon die Gubatsa Hills erkennen, nach dem ganzen flachen Busch ist die Landschaft bei Savuti wirklich ein absolutes Highlight. Hier ein paar Steine aus dem Fahrzeug geknipst.....
Langsam kommt Leben in mich – die geologische Geschichte dieser Gegend fasziniert und interessiert mich! Kaum vorstellbar, dass der Makgadikgadi-See mal bis hierher gereicht hat! Rund eine Stunde nach der kurzen Pause tauchen auch wieder Tiere auf – nach dieser langen Fahrt nimmt man dann auch gerne Schabrackenschakale....
Ja, und da kommt der Savuti-Channel und damit diese wunderschön blühenden Bäume in Sicht – es sind Kalahari Apple-Leaf Trees!
Wir fahren noch ein gutes Stück bis zu unserer Campsite, die wieder völlig abgeschieden liegt. Spencer hatte uns unterwegs gesagt, dass sie schön, aber sehr sandig sei und ich denke noch: oh-oh Wind und Sand – eine fatale Kombination. Aber es ist gar nicht so schlimm – an diesem Platz fühle ich mich sofort wohl und wir bauen bei moderaten Temperaturen das Camp auf.
Dusche gibt’s allerdings heute keine, weil wir nur eine Nacht hier sein werden und die Zeit dafür zu schade ist. Passt mir prima ins Konzept – bei dem Wind und eher lauen, statt warmen Temperaturen wäre das vermutlich nichts für meinen Husten. Also mache ich eine ausgedehnte Mittagspause und schlafe in meinem Kuschelzelt tief und fest ein. Als ich aufwache heißt es kurz darauf: fertig machen zur Abfahrt! 🤩 Huch, da wurde das Programm wohl kurzfristig geändert – eigentlich wäre noch eine halbe Stunde Zeit. Aber egal – Savuti ruft! Und irgendwie.....ja irgendwie fühle ich mich plötzlich schon wieder halbwegs fit! 🙂 Kennt Ihr das? Das richtig Fiese an einer Erkältung ist die Zeit, in der sie kommt, man ist schlapp, hat bisschen Fieber, Halsweh, Kopfweh, schmerzenden Husten. Dann irgendwann kippt das Ganze und man ist nur noch „verrotzelt“. Das ist zwar lästig - aber auch nicht mehr! Hmmm, vielleicht habe ich also tatsächlich Glück und bin bald wieder die Alte. 😎
Wir brechen also um 15 Uhr auf – und dann kommt wieder so ein „Jo“....! An der Brücke (wo übrigens ziemlich viele Game-Drive-Autos zu sehen sind) fragt irgend jemand von uns so halb rethorisch, eigentlich ist es mehr eine Aussage: „Und jetzt fahren wir also in die Savuti Marsh?“ Da antwortet Jo. in bester Kaffeefahrt-Reiseleiter-Manier leicht entschuldigend: „Nein, das können wir heute leider nicht machen – das sind 100km bis dahin!“ Ich bin nahe dran, vor Verzweiflung aus dem Landy zu springen 🤩 (nicht wegen der Enttäuschung, nicht in die Marsh zu kommen, sondern über den Schwachsinn, der mal wieder verzapft wird - keine Ahnung übrigens, wie er auf die 100 km gekommen ist). Zum Glück bin ich ja aber noch viel zu schwach dazu 😉 – in der Rekonvaleszenz sollte man mit seinen Kräften haushalten. Ich sage einfach nichts – und eigentlich ist das für mich fast genau so anstrengend wie aus dem Landy zu springen..... 🤪 😗
Unterwegs sehen wir Frau Steenbock
eine Riesentrappe (die hatten wir noch nicht in diesem Urlaub, zumindest nicht fotogen), dazu wieder die tollen Steinformationen (ich spare mir hier den geologischen Vortrag – das kann ja jeder nachlesen).
Bei dieser Gabelracke (sagte ich es nicht – die sitzen immer auf irgendwelchen dürren Ästen rum –nur fliegt diese nicht gleich weg!) sieht man sehr schön, dass der Wind immer noch kräftig bläst.
Hier schauen wir uns schnell den Channel an der Stelle der „Presidents Campsite“ an ( da hat wohl mal der Präsident gezeltet - so hab ich’s verstanden...).
Herr und Frau Double-Banded Sand-Grouse
Endlich sehen wir die Savuti Marsh in all ihrer Vielfalt vor uns liegen (ups, wie hat das jetzt geklappt? 😗 😎 😛 ). Der Channel und große Ebenen, soweit das Auge reicht.
Spencer macht den anderen mal wieder vor, wie man hier durchfährt – aber auch wir haben danach Wasser im Fußraum.
Die Tierausbeute an diesem Nachmittag ist eher minimal – es sei denn, man zählt hier jeden Büffel einzeln. Diese riesige Herde ist schon beeindruckend (und es sind nur Ausschnitte - die ziehen in einer endlosen Linie über die Ebene hinweg).
Wenigstens sitzen die Tawny Eagles mal still
Und diese Strauße finde ich insofern ganz interessant, als ihre Hälse und Beine sich kaum von den Ästen unterscheiden
Viel Landschaft mit bissle Gnu
und ganz ohne Tiere gibt es auch
Der hier lässt auch schon den Kopf hängen.....
Wo die enormen Elefantenherden sein sollen, weiß ich nicht – ich glaube weder diese
noch diese
sind damit gemeint.
Das sind auch nur zwei – aber dafür ganz nah und ganz niedlich beim Trinken
.
Das Highlight des heutigen Tage ist definitiv der Sonnenuntergang – erst noch von unterwegs
und dann fährt Spencer uns dafür an einen besonderen Platz, genau neben dem großen Baobab (für den sich momentan aber niemand interessiert)
und weil’s ja sonst nicht so viel zu fotografieren gab, müsste Ihr Euch jetzt die ganze Serie anschauen - innerhalb von 3 Minuten war alles vorbei....Ihr könnt das kürzer haben 😉 !! Nein, jetzt mal ernsthaft - das war schon sehr beeindruckend!!
lionfight1’324 Beiträge · seit 201316. Sept. 2014 ·
Katzenloser, aber traumhaft schöner Tag. Wir hatten dieses Jahr fast 2 Wochen ohne Katzen und waren echt schon am verzweifeln. Aber wir haben alles zurück bekommen. Mit zwei Erlebnissen, die zum besten gehören, was die Natur uns geben kann.
Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
ChampagnerThemenstarter8’763 Beiträge · seit 201016. Sept. 2014 ·
lionfight schrieb:Katzenloser, aber traumhaft schöner Tag.
Danke!
Wir hatten dieses Jahr fast 2 Wochen ohne Katzen und waren echt schon am verzweifeln. Aber wir haben alles zurück bekommen. Mit zwei Erlebnissen, die zum besten gehören, was die Natur uns geben kann.
Ja, das hast du glaub schon in mehreren Threads erwähnt.... Wir hatten fast zwei Wochen mit Katzen, war auch ned schlecht 😎 🙂 !! Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden - zumal die Gewichtung anders lag als letztes Jahr.... Abwechslung tut immer gut! 🙂