ich habe mich gerade erst eingeklinkt und in einem Rutsch Deinen Bericht durchgelesen. Ganz lieben Dank für die Mühe, die Du Dir machst und vor allem für die vielen tollen Fotos! Ganz besonders die Nahaufnahmen von den bunten Schmetterlingen und Heuschrecken haben es mir angetan. Und ich bin zugegebenermaßen etwas neidisch auf Deine Chamäleon-Sichtungen. Trotz diversen Malen in Afrika war es mir leider nicht vergönnt, diesem meinem Lieblingstier zu begegnen.
Bei Deinem Bericht kann ich (gerade bei dem Schiet-Wetter draußen) übrigens herrlich in Erinnerungen schwelgen. Wir waren vom 07.02. bis 02.03. in Namibia und Botswana und auch (leider nur kurz) im Caprivi. Somit hatten wir wohl ungefähr eine Woche Überschneidung. Ach ja und noch eine Übereinstimmung: auch für uns hieß es: wieder mal kein Sossusvlei. 🙂
Dir gute Besserung und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
fotomatteThemenstarter2'518 Beiträge · seit 200926. März 2013 · #85
Guten Tag,
zunächst gilt mein Dank Euch Allen,die mir Genesungswünsche geschickt haben--Danke,kann ich nachwievor gut brauchen.
@tina 76:Solltest Du mal nach Swakop kommen,empfehle ich Dir die Little-5-Tour,da siehst Du ziemlich sicher auch ein Chamäleon.Und sollte das nicht helfen,besuche einfach mal den alten Otavi-Bahnhof.Da ist heute eine kleine Schlangenfarm drin.Im Aussengelände,also frei zugänglich,gibt es drei oder vier Chamäleons.
@Annick:Freut mich,dass Du hier so mitfieberst,wo ich Dir doch gar kein Klo bieten kann... 😄
So,weiter geht es,immer noch am 13.Februar:
So,die letzte Sequenz Video ist also im Kasten,so kann die Kamera schon mal weggepackt werden,und ich muss nun nur noch zwischen Foto,Fernglas und Spektiv wechseln.
ziehende Springböcke
weitere Ludwigs-Trappen
Immer wieder sehen wir auch kleine Vögel der Wüste,insbesondere Lerchen und Pieper,wobei wir uns mit der exakten Bestimmung schwer tun,sei es,dass das Licht schlecht ist,oder sie lassen uns nicht nahe genug ran,oder die spezifischen Art-Merkmale sind nicht wirklich eindeutig. Egal,hier also eine ...-Lerche
...hier bereitet die Bestimmung keine Schwierigkeiten.
...und hier gibt es "nur " Landschaft.Nein,Stop,nicht ganz.Zwei Geier haben sich ins Bild gemogelt.
Schnell sinkt die Sonne wieder,und da im Osten über der Randstufe riesige Gewittertürme aufgestiegen sind,ergeben sich herrliche ,dramatische Stimmungen,während in Richtung Küste nicht eine Wolke zu sehen ist,und die Sonne deshalb auch recht unspektakulär versinkt.
Mit Einbruch der Dunkelheit machen wir uns wieder auf den Weg zum heimischen Herd,jedoch nicht ohne noch einen Hasen "mitzunehmen".Durch den Blitz erscheint sein Auge riesig.
Mit unserem letzten Holz machen wir ein letzte Mal Feuer und brutzeln uns ein ordentliches Abendessen,während die Blitze immer näher kommen.Wir werden doch wohl nicht in der letzten Nacht in der Wüste noch nass? Wir sitzen noch geraume Zeit am Feuer,bis auch der letzte Scheit Holz verbrannt ist.Nachdem wir schon mal ein Resumee der vergangenen Tage ziehen und die letzte Tasse Tee geleert haben,klart es über uns wieder mehr und mehr auf,die Wolken fallen in sich zusammen,und wir dürfen nochmals einen grandiosen Sternenhimmel geniessen.Zufrieden ziehen wir uns ein jeder in sein Zelt zurück,und noch lange liege ich im geöffneten Eingang und starre hinüber auf die sich gerade noch erkennbar gegen den Himmel abzeichnende Blutkoppe.
fotomatteThemenstarter2'518 Beiträge · seit 200927. März 2013 · #86
Donnerstag,14.Februar:
Heute morgen gibt es keinen Nebel,also nicht direkt bei uns,weiter im Westen schon.Bei uns fahren nur lockere Wolkenfelder über den Himmel. Vor Sonnenaufgang gehen wir los und umrunden die Blutkoppe in westlicher Richtung.Andreas geht weiter und will sich um Kleinvögel kümmern,während ich diesmal unbedingt auf den Gipfel will.Letztes Jahr hatte ich das schon probiert,allerdings direkt vom Camp aus,also von Norden her,und musste dann feststellen,dass der Berg eigentlich aus fünf Gipfeln besteht,die durch tiefe Einschnitte getrennt sind,und der im Süden der Höchste ist.Damals brach ich dann nach dem Mittelgipfel aus Zeitgründen ab.
Frühe Morgenstimmung
Blick nach Norden während des Aufstiegs
Blick nach Westen,wo wiederum der Nebel wallt
Die ersten Sonnenstrahlen kommen über den Gipfel,das Rennen gegen die Sonne habe ich also verloren.Kein Wunder bei den vielen Foto-Stops.
Wie ein riesiger Knochen-oder je nach Blickwinkel wie ein Amboß-liegt dieser Fels in bedenklicher Schräglage wohl schon seit Millionen von Jahren hier rum,geformt durch beständigen Windschliff.
Gipfelblick in Richtung Norden,der Steinmann verdeckt gnädig die offenen Wunden,die der Landschaft durch den Uranbergbau zugefügt wurden.
Gipfelblick in Richtung Osten
Herrlich ist es ,so früh am Morgen auf so einem Ausguck zu stehen.Aus allen Richtungen höre ich die Rüppels-Trappen rufen,und Kette um Kette von Flughühnern fliegt hoch am Himmel über mich hinweg.
fotomatteThemenstarter2'518 Beiträge · seit 200927. März 2013 · #87
Während des Abstiegs komme ich wieder nicht am Amboß vorbei ohne eine Fotosession.Der liegt auch zu dekorativ hier herum.
Weiter unten komme ich an einer Produktions-Stätte für Hinkelsteine vorbei.Ist wohl ein sehr geduldiger Steinmetz,der hier seine Arbeit verrichtet.
Ich umrunde den Berg weiter in östlicher Richtung,und von hier sieht er ganz schön abweisend aus.
Auf einem Boulder entdecke ich einen Gecko,der sich in der frühen Morgensonne etwas aufwärmt. Gegen 11.oo Uhr treffe ich wieder im Camp ein.Nach dem letzten Frühstück on-the-road packen wir zusammen und rollen langsam wieder zurück Richtung C 28.Mehrfach müssen wir anhalten,um Bilder zu machen.Einmal sehen wir eine ganze Gruppe Geier,die sich kreisend nach oben schrauben.Dabei fliegt ein Lanner-Falke mit. Langsam sehen wir auch wieder mehr Oryx-Antilopen,die um die Blutkoppe eher selten waren.Wir verlassen den Namib-Naukluft-Park ,und fahren weiter in östlicher Richtung auf den Boshua-Pass zu.
fotomatteThemenstarter2'518 Beiträge · seit 200927. März 2013 · #88
Langsam quälen wir den Condor bergan,teilweise muss ich in den ersten Gang zurück schalten,aber ohne Murren spult er Meile um Meile ab Richtung Osten.
Plötzlich entdecke ich ein leuchtendes Etwas in dieser trist gelbgrauen Wüstenei.Irgend eine blühende Pflanze scheint hier aus einem gespaltenen Stein heraus zu wachsen.
Kein Namibia-Aufenthalt ohne Perlhühner.Bislang habe ich noch kein vernünftiges Bild von diesen eigentlich allgegenwärtigen Vögeln hinbekommen,und als wir dann eine Familie finden,die es sich zwischen Rindern und deren Fladen sandbadend gutgehen lässt,legen wir eine längere Fotopause ein.
Der Busch wird jetzt schnell dichter,je weiter wir nach Osten kommen.Und in diesem eher untypischen Lebesraum sehen wir zweimal eine balzende Trappe.Dabei schiesst der Hahn zusammengefaltet wie eine Kanonenkugel senkrecht aus dem Busch,bestimmt fünfzehn bis zwanzig Meter hoch,und kommt dann wieder mit ausgefahrenem Fahrwerk zu Boden gesegelt.So etwas haben wir noch nicht gesehen,und im Führer finden wir dann den Vogel als Rotschopf-Trappe beschrieben. Wir fahren in eine immer dunkler werdende Gewitterfront,die in den Bergen hängt.
Doch bevor wir in den Regen fahren,müssen wir noch diese Familie Poviane festhalten,die dekorativ auf und unter diesem Felsen thronen. Dann gönnen wir dem Condor eine neuerliche Dusche,die letzte ist ja schon wieder eine Weile her.
Gewitter über dem Khomas-Hochland.
In Windhoek tanken wir auf und ergänzen unsere Vorräte um Bier,Wein,Fleisch und Milchprodukte.Dann fahren wir gleich weiter auf der B 6 Richtung Osten.Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir wieder auf der Farm.Nach einem Sundowner am Pool gibt es ein reichhaltiges Abendessen,dazu trinken wir den ersten Wein auf unserer Reise,einen südafrikanischen Merlot,der vorzüglich mundet und für die Bettschwere sorgt. Wir haben über viertausend Kilometer abgespult,ohne jeglichen Zwischenfall,ohne auch nur einmal ein "blödes Gefühl" gehabt zu haben--was für eine gelungene Tour. Jetzt stehen noch drei ruhige Tage zum Ausspannen auf dem Programm,und dann müssen wir leider wieder heim-nach Deutschland,in den Winter,in die Kälte,in den Schnee.
Eulenmuckel2'097 Beiträge · seit 200627. März 2013 · #89
Hallo Fotomatte,
erwischt! Du kannst auch nicht alle entdeckten Vögel genau bestimmen. Das finden wir sehr sympathisch. Meist hört es bei uns auch bei "das ist irgendeine Schwalbe, eine Lerche, eine Taube oder ein Greifvogel" auf. Das Federvieh ist aber auch oft wenig kooperativ. Entweder es fliegt oder rennt davon, zappelt im Geäst herum oder führt einen mit diversen Jung-, Alt- oder Balzkleidern und verschiedenen Geschlechtern in die Irre.
Perlhühner zu fotografieren, ist wirklich nicht leicht. Diese hysterischen Vögel bekommt man einfach nicht gut aufs Bild. Glückwunsch, dass es dir gelungen ist.
Besonders gefällt uns auch der kleine, gut getarnte Gecko. Und die Wolkenfotos sind auch spitze.
Guggu2'262 Beiträge · seit 201128. März 2013 · #90
Hallo Matthias,
ich gehe davon aus, an der Brigach ist es genau so kalt wie am Neckar. Brrrrrr 😈 Es freut mich, dass du wieder auf dem Damm bist und weiter schreibst, aber ich ahne schlimmes - auch dein Bericht geht bald zu Ende. 😵 Es war richtig schön mit euch unterwegs zu sein, auch ohne Sossusvlei!
fotomatteThemenstarter2'518 Beiträge · seit 200929. März 2013 · #91
Guten Tag,
ja, das war es wirklich heute,denn es hat seit langem mal wieder die Sonne gescheint,und es gab bis dato keinen neuen Schnee--der kommt erst heute nacht. 😈
@Eulenmuckels:Also am Schwierigsten zu bestimmen sind die Vögel,die man im englischsprachigen Raum mit schlicht als "GLB´s" beschreibt--Grey Little Birds.Und von denen hat es halt in Afrika ziemlich viele.So hilft nur:üben,üben,üben--also hinfahren,hinfahre....
@ Guggu:Ja,ich biege jetzt in die Zielgerade ein mit dem Bericht,aber es gibt ja erfreulicherweise jede Menge Nachschub.Was macht die Heizung?
Freitag,15.Februar bis Sonntag,17.Februar:
Nachdem wir das Auto ausgeladen haben,kümmert sich Andreas darum,das Geschirr in einen "Vor-Camping"-Zustand zurück zu versetzen,und ich widme mich derweil dem Condor.Nach ein paar Stunden Arbeit ist wieder Alles wie neu--eigentlich könnten wir jetzt direkt wieder losfahren.Das würden wir auch am Liebsten machen,denn Safari-müde sind wir keineswegs. So müssen wir uns halt mit den kleinen Safaris auf der Farm begnügen,die wir jeden Morgen und jeden Abend unternehmen.Zu Fuss streifen wir einfach drauflos,in abwechselnde Richtungen.
Dabei finde ich diese Spinne,in deren Netz ich fast reingelaufen wäre.Keine Ahnung,wie sie heisst,jedenfalls wohl ein Weibchen,denn ein gleichfarbiges,aber sehr viel kleineres Exemplar findet sich noch am äusseren Rand des etwas schlampig gewobenen Netzes.
Früh morgens finde ich diese Termiten,die fleissig damit beschäftigt sind,die kreisförmig an den Rand des Zugangs zum unterirdischen Bau abgelegten Grashalme in selbigen zu ziehen.Wenig später kommt die Sonne hoch,und die Termiten bleiben im Bau.Scheinen Nachtschichtler zu sein.
Nachwievor warten alle Farmer hier dringend auf Regen,und obwohl immer wieder schöne Gewitter aufziehen,will es einfach nicht regnen.Jedenfalls nicht hier,ein paar Kilometer weiter schon,aber die Regenmengen sind einfach zu gering.
Tagsüber dann kümmere ich mich um die Hunde und laufe mit ihnen über die Farm,so sie denn nicht beschliessen,dass es dafür heute wirklich zu heiss ist.
Ansonsten bleibt nicht mehr viel zu tun,ausser regelmässig in den Pool zu steigen,ein paar Vögel zu knipsen,ein paar Bierchen zu trinken,und endlich ein Buch zu lesen,das ich die ganze Reise schon mit Missachtung gestraft habe,den Hundertjährigen,der auch lieber unterwegs sein wollte als im Altersheim zu degenerieren.
Afrikanischer Kuckuck,der dem europäischen sehr ähnlich sieht,aber eine charakteristische gelbe Schnabelwurzel besitzt.
fotomatteThemenstarter2'518 Beiträge · seit 200930. März 2013 · #92
Mindestens einmal pro Aufenthalt muss ich den höchsten Punkt der Farm aufsuchen,eine Klippe,ganz am südwestlichen Ende,von der man einen grandiosen Rundumblick hat.Hier grenzen drei Farmen aneinander. So stecke ich mir ein Savannah in die Hose,hänge mir das Fernglas um,die kleine Knipse ist eh am Mann,und dann schwinge ich mich auf eine Enduro und fahre quer über die Farm,immer entlang von Viehzäunen.Da ich alleine bin und deshalb selber die Tore auf-und wieder zumachen muss,dauert es eine ganze Weile,bis ich am Fuss der Klippe stehe.Dann beginne ich weglos nach oben zu krabbeln,teilweise durch dichten ,widerhakenbesetzten Busch,weiter oben über nackte Felsen.
Viele dieser dicken Käfer sind hier zuhause und hängen wie reife Trauben an Sträuchern und Büschen.
Wie gesagt,von oben hat man einen tollen Ausblick.Von Osten baut sich ein mächtiges Gewitter auf und zieht langsam auf mich zu. Aus Richtung Südost,also praktisch direkt vor der Front herfliegend,kommen drei grosse Vögel angerudert,dazwischen immer wieder segelnd.Lange kann ich sie nicht zuordnen,aber als sie auf meiner Höhe sind,drehen sie bei und fliegen nun direkt auf mich zu und in geringer Höhe über mich weg weiter nach Westen.Es sind drei Yellow-billed Storks,also Nimmersatt(e),die offensichtlich "meinen" Ausguck als Landmarke genutzt haben.
Eine weitere Spinne,noch bunter,hat hier oben ihr Zuhause.
Dieser Falter nutzt die letzten Sonnenstrahlen des Tages und freut sich über den wärmenden Fels.Für mich sieht er wie ein Distelfalter aus,aber ob die wirklich so weit ziehen,oder ob die Art ein so grosses Verbreitungsgebiet hat,weiss ich nicht.
Das Gewitter kommt immer näher,die Blitze zucken im Sekundentakt,so breche ich-kaum dass die Sonne abgetaucht ist und ich das Savannah dazu geleert habe-Hals über Kopf auf,um von diesem Topnotch-Blitzableiter runter zukommen.Ziemlich flott gebe ich der Enduro jetzt die Sporen,denn ob ich trocken heim komme,ist noch lange nicht raus.Im Rausch der Geschwindigkeit wäre ich fast über ein Erdferkelloch geheizt--das wäre es noch gewesen,sich am letzten Abend überschlagend gepflegt auf die Kinnlade zu legen.Aber alles geht gut,und ich stelle die Maschine in den Schuppen,gerade als die ersten grossen Tropfen pladdern.Doch bereits nach einer halben Stunde ist wieder alles vorbei,das Gewitter zieht nach Süden ab. Als es richtig dunkel ist,fahren wir nochmals einen letzten Game-Drive bis zur Teerpad.Neben dem üblichen Wild wie Oryx,Hartebeest,Kudu und Schweinen sowie zwei Steinböckchen sehen wir Ziegenmelker,Triele und -als letzte neue Art- insgesamt drei Marsh Owls,Kapohreulen.Eigentlich gibt es die hier laut Verbreitungskarte nicht,aber vermutlich wegen der grossflächigen Überschwemmungen in Südafrika und Botswana sind sie nach Westen ausgewichen.Leider sind sie ziemlich scheu und es gelingt uns keine Aufnahme. Trotzdem freuen wir uns sehr über diese Sichtung. Den Abend lassen wir dann bei ein paar gepflegten GT und angeregten Gesprächen ausklingen. Morgen also gibt´s die Henkersmahlzeit!
fotomatteThemenstarter2'518 Beiträge · seit 200931. März 2013 · #94
Hallo Eto,
vielen Dank für Deine Ergänzung,also wirklich ein Distelfalter.
Vor vier,fünf Jahren gab es in Deutschland und darüber hinaus einen Masseneinflug aus Südeuropa,und ich habe gehört,dass dabei einige Falter es bis nach Grönland geschafft haben.
fotomatteThemenstarter2'518 Beiträge · seit 200931. März 2013 · #95
Der letzte Tag bricht an mit,na klar,dem letzten Sonnenaufgang.
Noch einmal mache ich mich zu Fuss auf,um den Tieren Lebewohl zu sagen.
Ein letzter Oryx-Bulle im schönsten Morgenlicht.
Diese Wasserschildkröte hat eine nächtliche Landpartie unternommen.
Auch diese Grille hat sich wohl verspätet und gehört längst in ihr Tagesversteck.
eine Familie von Common Scimitarbills,Sichelhopfe filzt die Palmen am Farmhaus auf der Suche nach Fressbarem.
Dann mache ich die letzten Bilder dieses Aufenthaltes:in dem Windmotor,der auch auf meinem Avatar zu sehen ist,brüten seit Jahren Rosy-faced Lovebirds.Diese kleinen Rosapapageien waren diesmal aber nicht da.Ich musste mir schon spöttische Bemerkungen von Andreas anhören,denn ich hatte ihm versprochen,dass es überhaupt kein Problem sei,diese zu sehen und zu fotografieren.Aber sie waren nicht da,und auch sonst hatten wir noch keine zu Gesicht bekommen. Nun,seit gestern sassen sie plötzlich laut quietschend im Turm.Sie stritten sich mit den Büffelwebern,die eifrig am Nest bauen waren,um die Eigentumsrechte.Die Weber haben dauernd die Papageien vertrieben,und diese hockten dann im daneben stehenden Kameldorn,um von dort den nächsten Okkupationsversuch zu unternehmen.
Nach diesen Bildern kam das Unvermeidliche:einpacken der ganzen ( wenigen )Klamotten,der überschaubaren Menge an Souvenirs,dann das Verzurren des Cargo-Bags.Die Optik landet im kleinen Tages-Rucksack--das war´s. Gegen 17.oo Uhr starten wir in Richtung Windhoek,wo wir schon um kurz nach 18.oo Uhr das Gepäck aufgeben.Ein letztes Bier verkürzt uns die leidige Wartezeit bis zum Abflug. Der Flug selbst verläuft ohne besondere Vorkommnisse,sieht man von der Zwischenlandung in Luanda ab. Pünktlich landen wir in Frankfurt,wenigstens liegt hier kein Schnee.Das sollte sich aber bald ändern,denn als ich mit dem Zug in Richtung Schwarzwald kam,wurde die Landschaft schnell wieder weiss.Ich war zuhause angekommen.
Vielen Dank allen treuen Lesern,die bis hierher durchgehalten haben. Ich bin froh,dass ich den Bericht geschrieben habe,denn während des Schreibens habe ich gemerkt,dass manche Anekdote schon wieder drohte in Vergessenheit zu geraten.Nun habe ich ein kleines Nachlesewerk,dass mir von Zeit zu Zeit helfen kann,die lange Zeit bis zur nächsten Reise zu überbrücken.
Bis dahin,
mit vielen österlichen und dennoch verschneiten Grüssen
Eulenmuckel2'097 Beiträge · seit 200601. Apr. 2013 · #97
Hallo Matthias,
nicht nur für dich ist es schade, dass deine Reise nun zu Ende ist. Wir waren sehr gerne mit dir unterwegs auf Vogelpirsch. Die Rosenköpfchen waren ein toller Abschluss.
Wünschen dir viel Spaß bei der Planung deiner nächsten Reise ins südliche Afrika. Freuen uns schon auf den nächsten Bericht.
herzlichen Dank für Deinen ausführlichen und interessanten Reisebericht. Besonders gut gefallen hat mir, dass Du sehr viele Bilder von "kleinen" Tieren, vor allem Vögel und Schmetterlinge, in den Bericht eingefügt hast.
Hallo Matthias, das unvermeidliche kommt ja dann doch... das Ende 🙁 Schade, denn ich war sehr gerne dabei und für mich hätten noch ein paar Tage kommen können 😉 Vielen, lieben Dank für den schönen Bericht und den damit verbundenen Denk-, bzw. Ideen-Anstößen 😘 Und wieder denke ich: nach der Reise ist vor der Reise (wie wahrscheinlich für jeden von uns 😉 ) Nicht zu vergessen: die vielen tollen Aufnahmen, gerade von den kleineren Gesellen 😘
Noch mal lieben Dank und liebe Grüße Claudia (die sich natürlich schon auf Deinen nächsten Bericht freut 😉 )
😎 Danke für die tollen Fotos und den Bericht dazu! Mein letzter Aufenthalt ist schon wieder zu lange her, war Dez'11-Jan'12 gewesen, hoffe bin im nächsten Jahr wieder unten 😵 Gruß Namibianer1