Kapitel 11: Montag, 12. August 2013
Dolomite Camp – OkaukuejoTeil 2: „Plantsch“Ich muss gestehen: Am Wasserloch zu stehen und zu gucken ist schon ganz nett, aber wirklich lange halten wir es da nie aus. Uns interessiert meist mehr was es abseits der Wasserlöcher zu finden gibt – und hatten mit dieser Taktik bisher auch immer gut Erfolg. Was nicht heißt, dass wir nicht mal an einem schönen Wasserloch verweilen – nur halt meist nicht länger als 30 Minuten.
Große Ausnahme: Elefanten sind da! 🙂
Die Kombination Elefant und Wasser hat wirklich das Potential abendfüllender Unterhaltung! 🙂 Das fängt schon damit an, dass man den meisten Elefanten wirklich ansieht, dass sie sich ungemein aufs Wasserloch freuen. Da wird getrötet, die Geschwindigkeit erhöht und der Elefantengang bekommt so eine wunderbar erheiternde beschwingte Note – herrlich! 😄
Und wenn dann eine Herde voller Vorfreude beschwingt an einem vorbeitrabt, dann kann man nicht anders, als sich mit den Dickhäutern mitfreuen…
Wie meist wurde zuallererst getrunken. Alleine das ist unglaublich sehenswert, da die Elefanten meist sehr vorsichtig versuchen das saubere, frische Wasser von oben mit dem Rüssel abzuschöpfen. Unsere Elefanten gaben sich mit Trinken allerdings nicht allzu lange ab – scheinbar war man nicht wirklich durstig… 😗
… und plitsch, platsch … stand die halbe Truppe im Wasserloch … 🤩 ...samt Nachwuchs…
… dem Kleinen hier war der von der Mama verursachte Regenschauer nicht ganz geheuer und er versuchte ständig sich unter dem Bauch der Mama zu retten 😄 …

Überhaupt: Kleine Babyelefanten sind ja soooooo niedlich 🤩 ….
…. unglaublich niedlich 😄 ….
Aber die Großen standen dem Nachwuchs in diesem Fall in nichts nach! Ruck zuck war das Wasserloch voll … mit Elefanten… und zwar mit so vielen Elefanten, dass es mehr oder weniger unmöglich wurde, ein Foto ohne „Fremdrüssel“ zu schießen…

Wie viele Elefanten sind das? 😎

… ich weiß gar nicht, wer bei diesem Spektakel mehr Spaß hatte: Die Dickhäuter im Wasser oder die Zuschauer 😄 …Jedenfalls: Für unser Mittagspicknick hätten wir uns kein besseres Unterhaltungsprogramm vorstellen können… 🙂
Wo ist der Elefant? 😗
Da ist der Elefant! 🤩

Noch einmal Familienbadespaß...

Nach und nach entleerte sich das Wasserloch von den Elefanten…und die Dickhäuter versammelten sich unter dem Baum am Wasserloch zum Trocknen…
Alle? Nein, nicht alle 😄 …diese zwei hier rangelten tatsächlich und mit einer unglaublichen Freude noch eine ganze Weile miteinander im Wasser…
Um mal zu verbildlichen wie staubig es auch hier die ganze Zeit über war: Elefanten mit Windhose! 🙄
Und zum Abschluss gab es noch ein bisschen Staubpackung auf die Elefantenhaut! 🤩
Frisch gepflegt verabschiedete sich die Truppe nach diesem eindrucksvollen Schauspiel dann von den begeisterten Zuschauern!
Nachdem das Wasserloch nun leer war, beschlossen wir in Ruhe einzuchecken. Nachdem wir nicht die einzigen waren, denen das nach dem Elefantenspektakel einfiel, bildete sich eine gewisse Schlange im Büro des NWR 😉 . Wirklich lange mussten wir aber nicht warten und wir hatten auch das Gefühl, dass wir dieses Mal deutlich freundlicher und zuvorkommender behandelt wurden von den Mitarbeitern als 2012 und 2011 🙂 (das galt aber – soweit sei vorgegriffen – für alle Camps im Park).
Dann bezogen wir unsere Waterhole Chalets – und an dieser Stelle muss ich gestehen: Ich hab vergessen Fotos zu machen 😊 … Es tut mir leid! Die Chalets waren nett, aber jetzt nichts besonderes. Die kurze Entfernung zum Wasserloch ist aber natürlich wirklich praktisch.
Nachmittags schwangen Christian und ich uns dann noch für eine kleine Runde Richtung Olifantsbad in den Ranger, während Ursula und Fred am Wasserloch in Okaukuejo Elefantenwache hielten.
So wirklich viel haben wir an diesem Nachmittag nicht mehr gesehen … die Gegend um Okaukuejo herum wirkte teilweise sehr leergefegt, was wir darauf zurückführten, dass auch hier jeder Grashalm abgeweidet war.
Am Nebrownii Wasserloch sahen wir wenigstens ein paar Giraffen – diese Tiere waren wirklich die treuesten Gefährten in unserem Urlaub 🙂 …

Ein paar zickige Strauße waren auch noch vor Ort 😄 …

… die Damen keiften kräftig herum…

… da guckte selbst die Giraffe komisch 🙄 (okay, komisch schauen Giraffen zugegebenermaßen die meiste Zeit drein 😗 …)

Eigentlich hatten wir uns in der Gegend um Olifantsbad ein paar Impalas versprochen – aber neben vielen Autos, die wie wir auf der Suche nach Tieren waren, zeigte sich gerade ein einziges Impala in der Ferne 🙄 …
Dafür da ein Zebra...

...hier noch ein Oryx…

… dort noch ein Schakal-Ehepaar 🙂 …

Und dann gab’s auf dem Rückweg nach Okaukejo Stau 🙄 . Grund: ca. 100 Meter links im Dickicht zwei Nashornrücken! … es waren zwar wirklich Nashörner zu sehen, aber so weit weg, dass wir selbst mit unserem guten Fernglas und meinem Tele nur schemenhafte Rücken und Hintern zu sehen bekamen… 😐 weswegen manch einer da meinte dauerhaft die ganze Straße blockieren zu müssen, war uns sehr rätselhaft. Teilweise standen die Autos so verkeilt, dass wir uns wunderten, wie die Fahrer hier ohne Auffahrschäden die Autos und Kleinbusse wieder entworren bekommen wollten. 😵
Grundsätzlich fanden wir gerade das Fahrverhalten von diversen Kleinbusen mit Reisegruppen unter aller Kanone 🙁 . Die großen Overlander nahmen meist viel mehr Rücksicht und die Fahrer tauschten auch oft Informationen mit uns Selbstfahrern aus. Aber die Fahrer der Kleingruppen oder die Lodgefahrzeuge fuhren meist so als wären sie die einzigen Fahrzeuge unterwegs 😠 - Austausch ist ja das eine, aber ein bisschen Rücksicht wäre manchmal ganz nett gewesen 😐 ! Das fanden wir schon ein bisschen schade, war es doch der Zusammenhalt unter den Urlaubern, den wir in den zwei vergangenen Reisen in Namibia so zu schätzen wussten.
Nachdem wir zurück im Camp waren, machten wir uns noch kurz frisch und nahmen dann unseren Sonnenuntergangsplatz am Wasserloch ein! Pünktlich vor Sonnenuntergang erschien tatsächlich ein Elefantenbulle zum Trinken 🙂 …
Was für ein Service! 🤩

Noch ein bisschen Touristen-Fernsehen genossen 😎 …

… und auf dem Rückweg ein paar Giraffen vom Elefantenpfad gescheucht 😄 …
und dann Sonnenuntergang 🙂 …

Ein wirklich schöner, tierreicher Tag ging seinem Ende zu!

Um halb sieben begaben wir uns dann langsam zum Buffet. Ich gehöre ja wirklich nicht zu den Fans des Okaukuejo-Buffets – ganz im Gegenteil – aber ich muss sagen: Im Vergleich zu 2012 und vor allem 2011 hat es sich zu diesem Mal sehr verbessert 🙂 . Das Fleisch wird zwar immer noch völlig tot gekocht, aber die Salattheke, die dieses Mal dort stand, ließ keine Wünsche offen, die Beilagen waren auch wesentlich besser ausgesucht und sogar die Soßen konnte man essen! Von wirklich lecker sind wir da zwar noch immer etwas entfernt, aber es war absolut okay! Und satt sind wir allemal dort geworden 🙂 …
Im Anschluss ans Abendessen gönnten wir uns noch einen kleinen Absacker am Wasserloch. Dort waren nämlich schon wieder Elefanten eingetroffen 🙂 …

… und Nashörner ….

… tatsächlich konnten wir an diesem Abend sechs Nashörner gleichzeitig am Wasserloch zählen! 🤩 Wirklich, wirklich toll!
Und – das muss man vielleicht auch mal lobend erwähnen – an diesem Abend war es mucksmäuschenstill am Wasserloch! 🙂 Obwohl wirklich viele Leute am Wasserloch standen und saßen - alle genossen in Stille und Ruhe, niemand meinte zu stören – es war wirklich schön! (… sollten wir leider auch noch anders erleben 😵 …).
Gegen zehn Uhr verabschiedeten wir uns dann aber trotzdem langsam ins Bett! Wir wollten ja morgen bald aus den Federn 🙂 …
Was ihr an Tag 12 der Reise miterleben dürft?- Das Tiersichtungsglück verlässt uns 🙄 …
- … aber wir sind zäh, geben nicht auf und erobern es zurück 😉 …
- daher: ein bisschen Elo-tainment gibt’s auch im nächsten Teil
- und diesmal nicht ganz soviel anderes Getier
- dafür aber: bizarr-amüsante Erlebnisse mit Reisegruppen Kapitel 2
Liebe Grüße
Steffi