Die Eulenmuckels bekommen die zweite Dosis

Reisebericht 140 Antworten · 26,8k Aufrufe · gestartet 27. Nov. 2022 von Eulenmuckel
4'382 Beiträge · seit 201504. Dez. 2022 ·
Schubs…..
mit Drohung, Zaunpföschdle auszuborgen….

Gruß
Friederike 😗
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200604. Dez. 2022 ·
@Bele: Über deine Hippo-Kiefer-Gnom-Theorie solltest du mal eine wissenschaftliche Abhandlung schreiben. 😉 Auf jeden Fall mal einen Thread starten. 😗

@Friederike: Deine Drohung ist angekommen, gleich geht es weiter.

Liebe Grüße
Uwe
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200604. Dez. 2022 ·
Tag 4 – Dienstag, 12. Oktober – Moremi Süd – Teil 2

South Gate, Moremi

Bevor wir uns wieder auf Gamedrive machten, brauchten wir noch eine kleine Erfrischung. Also ging es noch schnell ab unter die Dusche. Ruth entschloss sich spontan, die linke Kabine zu nehmen.

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Während sie duschte, hoffte sie, dass die Person, die sich an der armen Tür ausgelassen hatte, möglichst weit weg sei und vielleicht auch wieder bessere Laune haben würde. In dem Zustand, in welchem sie die Tür so zugerichtet hatte, wollte sie ihr lieber nicht begegnen.
Nachdem wir uns ein wenig abgekühlt hatten, fuhren wir gegen drei Uhr wieder los. Diesmal waren die Xini-Lagoons unser Ziel. Die Sonne stand aber noch viel zu hoch, und es war immer noch sehr heiß. Die Strecke zog sich, und die ganz besonderen Sichtungen blieben am Nachmittag aus. Eine Zeit lang standen wir bei einer Gruppe Elefanten, die in einiger Entfernung trockenes Palmgestrüpp und Gräser verspeisten. Sie fächelten sich mit den Ohren Luft zu und bewegten sich nur langsam. Trotzdem waren sie uns irgendwann so nah, dass wir lieber weiterfuhren.

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Viele Giraffen, Zebras und Impalas standen in den anfangs trockenen Schwemmebenen. Wir fuhren kreuz und quer, auf teils kaum mehr erkennbaren Fahrspuren und mussten aufpassen, dass unsere Begleiter nicht verschütt gingen.

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Weiter westlich fanden wir auch wieder Wasser vor und entsprechend noch mehr Tiere.

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Gabelracke

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Rotschnabelmadenhacker im Ausguck

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Dennoch hatte es uns in der Black Pools Region so gut gefallen, dass wir noch einmal dorthin fahren wollten. Also bogen wir auf die Hauptstraße zurück nach Osten ab und nahmen einen Abzweig nach Süden. Da die Strecke recht weit und die Zeit schon fortgeschritten war, fuhren wir ohne weitere Stopps etwas zügiger. So zumindest war der Plan, aber Martin gab schon bald per Funk durch, dass er vermutlich einen Platten habe. Wir fuhren noch ein Stück weiter aus den Büschen heraus und schauten uns die Sache gemeinsam an. Der Reifen war nicht nur platt, sondern verlor auch weiterhin Luft, was man am deutlichen Zischen erkennen konnte.

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Daher sparten wir uns den Versuch, ihn wieder aufzupumpen und wechselten ihn gleich. Während Martin und Uwe die Arbeit machten, hielten die anderen Ausschau nach Tieren.

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Schnell war ein Ersatzrad montiert, die Luft kontrolliert, und wir konnten weiterfahren. Dennoch war es nun zu spät, noch einmal zu den Black Pools zu fahren. So ging es auf der Hauptstraße zurück zum Camp. Kurz stoppten wir noch bei einem Trupp Paviane, die im Elefantendung nach etwas Essbarem porkelten.

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Die Sonne verschwand als oranger Ball hinter den Büschen, und wir erreichten eine Viertelstunde nach Sonnenuntergang das Camp.

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Schlangenadler im letzten Licht

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Zum Abendessen kochten wir Nudeln. Die Tomatensoße mit Bohnen, Paprika und Möhren machten wir im Potjie. Die Abwechslung zum Grillen schmeckte sehr gut. Erst spät schlichen die ersten Hyänen um unser Camp. Als der Mond aufging, wurde es deutlich heller, so dass man auch ohne künstliches Licht vergleichsweise gut sehen konnte. Trotzdem entdeckten wir keine weiteren Besucher in der Nähe unserer Campsite. Es mag aber auch sein, dass wir sie ganz einfach verschliefen, denn die Hitze des Tages und das angestrengte Ausschauhalten nach Tieren hatte uns ziemlich geschafft, und wir schliefen schon bald wie die Steine.

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Kilometer: 100
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8'746 Beiträge · seit 201005. Dez. 2022 ·
Eulenmuckel schrieb:@Bele: Über deine Hippo-Kiefer-Gnom-Theorie solltest auf jeden Fall mal einen Thread starten. 😗
Liebe Grüße
Uwe
Ach ne, Uwe, ich weiß nicht 😐 , ich glaube, das ist keine gute Idee (auch wenn sicher ein riesiger Bedarf besteht 😎 ) . Womöglich gibt es in den Tiefen des Forums schon einen Thread dazu (was bei diesem wichtigen Thema ja zu vermuten ist 😎 ) und ich finde ihn mit Hilfe dieser (bescheuerten 😈 ) Suchfunktion nicht. Der Rüffel, den ich mir dann von der 24/7-Forumskontrolle einhandeln würde, könnte mir eventuell meine vorweihnachtliche Stimmung verderben . Das wollen wir doch nicht, oder? 😕

Zurück in den Moremi 😄 : ich hätte bei der kaputten Tür in den South-Gate-Ablutions eher darauf getippt ("Jetzt denken Sie doch mal...!" 😗 ), dass sich jemand eingeschlossen hat, z.B. durch ein klemmendes Schloss, und sich auf diese Weise befreien wollte. Warum sonst tritt man Türen ein? 😕

panthers schrieben:
Wir sind dabei und, falls ihr mal einen Lightpainting Kurs gebt ... wir hätten Interesse 😉
Das wäre doch mal ein netter Programmpunkt für Büsnau 🙂 . Und ich würde auch niemanden einen Platz im Workshop wegnehmen 🤩 . Der Frust sitzt immer noch tief.....

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich große Sehnsucht nach dem Moremi habe? Also bitte gerne schnell weiterschreiben!

Liebe Grüße von Bele
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zuletzt bearbeitet 06. Dez. 2022
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200607. Dez. 2022 ·
@Martina und Ralf: Ich glaube, unser Berichtstempo überfordert hier noch niemanden. 😉
Über den Lightpainting-Kurs können wir gerne reden. Am besten wäre es natürlich an einem Ort, wo es richtig dunkel ist, z. B. im südlichen Afrika. 😉
Bele scheint irgendwie kein so großes Interesse daran zu haben. 🙂

@Bele: Deine Vorweihnachtsstimmung soll dir auf jeden Fall erhalten bleiben.
Ich möchte mir lieber nicht ausmalen, aus welchen Gründen jemand Türen eintritt. Um sich zu befreien, ist sicherlich der harmloseste.
Der Frust sitzt immer noch tief.
Und das schon seit über fünf Jahren. Ich finde, es wird Zeit für einen neuen Versuch. 🙂

Gegen Sehnsucht nach Moremi haben wir hier gleich etwas.

Viele Grüße
Uwe
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200607. Dez. 2022 ·
Tag 5 – Mittwoch, 13. Oktober – Auf dem Weg nach Third Bridge – Teil 1

South Gate – Third Bridge, Moremi

Heute standen wir noch ein wenig früher auf als gestern, denn der frühe Vogel fängt ja bekanntlich den Wurm, zumindest dachten wir zu diesem Zeitpunkt noch so.

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Rasch machten wir uns fertig und erledigten eine kurze Morgentoilette. Ein schnelles Heißgetränk im Stehen war auch noch drin, und dann rollten wir um kurz nach sechs Uhr von der Campsite. Hell genug war es längst, und wir pirschten gemütlich in Richtung Black Pools.

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Im Vergleich zu gestern Morgen war es heute sehr ruhig. Selbst die kleinen Wuseligen blieben uns meist verborgen. Eine Schar Perlhühner kreuzte unseren Weg, und wir entdeckten ein paar einzelne Giraffen.

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Da wir genügend Zeit hatten, scannten wir jeden Baum in der Hoffnung auf einen Leo. Aber was sollen wir schreiben? Leos können wir einfach nicht. So sehr wir auch schauten, alle Äste blieben nackig. Leo war heute wieder einmal leider aus.

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Auf einem Baum hockte ein Wahlbergsadler. Nach einiger Zeit wurden wir ihm mit unseren Kameras wohl zu aufdringlich, und er flog davon.

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Ohne weitere Stopps ging es wieder bis zur Picknick-Site. Vielleicht hätten wir vorher mal mit Sadie reden sollen, dass wir besser hier nach dem Leo hätten Ausschau halten sollen.
So war‘s wieder nichts mit Leo, was in diesem Fall auch nicht ganz so schade war, denn wir wollten uns wieder ein wenig die Füße vertreten. Und so zu Fuß braucht man den Leo dann vielleicht doch nicht. Allerdings hielten heute Morgen auch die Nashörner Abstand. Ganz kurz konnten wir sie am anderen Ende der Ebene erblicken. Vier Hyänen liefen ebenfalls dort hinten herum und waren schon bald nach unserer Ankunft verschwunden.

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Während wir ein paar Brötchen frühstückten, trafen auch unsere Freunde ein, mit denen wir uns hier verabredet hatten.

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Drei dieser Haufen fanden wir direkt an der Picknicksite und rätselten einen Moment, was es damit auf sich haben könnte: Dinosauriergewölle, Hinterlassenschaften dreier Generationen Sandwürmer, Aussichtsberg des afrikanischen Plain-Wichtels, in welchen er nach dem Aufstehen sein Fähnchen steckt (offensichtlich war er heute noch nicht erwacht!), … Ach was! Wir hatten keine Ahnung! Kann uns jemand weiterhelfen, worum es sich bei diesen merkwürdigen Häufchen handelt? Welches Tier gräbt einen Tunnel und wirft dabei die sandigen Würstchen aus?
Nach einer kurzen Pause fuhren wir noch einmal zu den Hippo-Pools. Die Flusspferde lagen wieder faul im Wasser und ließen es sich gut gehen.

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Eine Schar Flughühner kreiste einige Male mit ihren vertrauten Rufen über dem Wasser, bevor sie sich niederließ, um zu trinken.

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Gegenüber waren sich zwei Nilgänse nicht ganz grün und tauschten ein paar Nettigkeiten aus.

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Kampfläufer

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Wir blieben nicht lange und machten uns auf den Weg nach Third Bridge.

Riesentrappe

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An Zebras und Riedböcken vorbei ging es zum nächsten Wasserpool.

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Blaustirnblatthühnchen

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Die Hippos fanden uns auch nur mäßig spannend, und so verweilten wir auch hier nicht lange, denn wir hatten ja noch einen weiten Weg vor uns.

(weiteres Forschungsfoto für Bele)

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Weit kamen wir allerdings nicht. Knappe 10 Minuten später hieß es erst mal anhalten, Motor ausstellen und geduldig warten. Zwei Elis blockierten den Weg. Zumindest dem einen hätte man sonst den Rüssel abgefahren.

Danke an Katrin für das Foto

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Also warteten wir erst 10 Minuten …

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dann weitere 5 … (denn die Äste schmeckten hier ganz besonders gut, außerdem stand es sich doch so gut im Schatten) …

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und noch einmal 5 … Die einen warteten mehr, die anderen weniger geduldig. Aus der Not heraus kann Ruth auf einmal sehr geduldig sein. Das funktioniert immer dann besonders gut, wenn der Schisser in ihr gegen den Zappelphilipp gewinnt! Nach einer Weile kam zum Glück von vorne ein Wagen, welcher zunächst auf die Elefanten zuhielt und dann in einem größeren Bogen über die Wiese auswich. Die beiden fühlten sich dazu animiert, ihren Platz zu verlassen und ein paar Schritte nach rechts zu wandern. Wir waren froh, dass der andere Fahrer die beiden von der Spur geschubst hatte, denn sonst würden sie vermutlich heute noch dort stehen – und wir mit ihnen.
So rollten wir nun langsam an ihnen vorbei,

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natürlich nicht, ohne noch eine weitere Aufnahme von dem beeindruckenden Koloss zu schießen, welcher so lieb in unser Auto hinunter schaute.

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Auf der Hauptstraße fuhren wir dann wieder etwas schneller. Der Weg zog sich wie erwartet sehr. Immer wieder sind wir erstaunt, wie lange es dauert, bis man bei der First Bridge ankommt. Entlang der Strecke sahen wir noch ein paar Giraffen und Zebras.

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zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2022
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200607. Dez. 2022 ·
Gegen 11:30 Uhr erreichten wir die Brücke. Ruth wollte gerade aussteigen, um zu schauen, wie es um den Zustand der Brücke bestellt war, als sie sich umentschied und lieber doch im Auto blieb. Auf der anderen Seite lag unmittelbar hinter der Brücke im Schatten und neben der Umfahrung ein großer Mähnenlöwe und hechelte müde.

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Es gibt ihn nicht nur müde, sondern auch ganz aufmerksam.

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Danke an Katrin für das Foto

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Wie schnell er wohl sein kann, wenn er will?

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Ruth hatte zur Sicherheit die Scheibe schon ein wenig hoch gefahren! 😉

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Wir freuten uns sehr über diese tolle Sichtung.
Vor der gesperrten Second Bridge zeigte ein Schild eine Umfahrung an.

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Wir folgten der gut ausgefahrenen Spur und blieben trocken. Jetzt sahen wir nur wenig. Um die Mittagszeit war es einfach zu heiß, und die meisten Tiere hatten sich irgendwo im Schatten oder zwischen den Büschen verkrochen.

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Ziemlich weit entfernt in der Nähe eines Wassers entdeckten wir eine Elefantenmutter mit einem noch sehr kleinen Kalb. Der Nachwuchs war wirklich noch winzig, und die Mutter gab gut auf ihn acht. Trotzdem waren wir ein wenig überrascht, dass die beiden so ganz alleine unterwegs waren.

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Als wir nicht mehr weit von unserem Tagesziel entfernt waren, sahen wir am Horizont Staubwolken. Unsere erste Vermutung – ein kleiner Wirbelsturm – stellte sich schnell als falsch heraus. Die große Menge an Kuhreihern ließ uns zum Fernglas greifen. Und dann entdeckten wir eine riesige Büffelherde, die äußerst flott und ziemlich weit weg parallel zu unserer Pad trabte oder besser rannte. Wir fuhren zügig weiter, weil wir hofften, ihnen näher zu kommen, aber leider fanden wir keinen Weg, der uns zu der Herde bringen würde. Immer verfransten wir uns in kleineren Sackgassen. Daher drehten wir noch einmal um. Vielleicht würden die Büffel gar nicht weiterziehen, sondern an der Wasserstelle halt machen, um ihren Durst zu stillen. So hätten wir mal gleich denken sollen, denn bis zu diesem Wasser kamen wir gar nicht mehr. Wir hielten mitten auf der Spur, denn die Büffel querten nur ein Stück vor uns den Weg. Da wollten wir lieber nicht dazwischen geraten. Ein Tier nach dem anderen folgte den Vorgängern, und der Zug riss nicht ab. Wir staunten, wie viele es waren. Ab und an begleiteten sie ein paar Kuhreiher, die gut mithielten.

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Wir ärgerten uns ein bisschen, dass wir so überstürzt vorausgefahren waren. Später erfuhren wir von anderen Campern, dass die Büffel tatsächlich in der riesigen Staubwolke alle am Wasser aufgetaucht waren. Es war ein Riesenspektakel gewesen. Da hätten wir also einfach nur ein wenig geduldiger sein müssen. Egal, nun war es eh nicht mehr zu ändern, und die Büffelkarawane direkt vor uns war ja auch nicht schlecht.
Da es mittlerweile schon ein Uhr war und wir von der langen Fahrerei ziemlich müde waren, fuhren wir nach dieser Begegnung direkt zum Camp. Überraschung: Unser reservierter Stellplatz Nummer 3 war leider schon belegt. Wir konnten jedoch Nummer 2 bekommen, der uns zum Glück auch gut gefiel.

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Fortsetzung folgt.
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zuletzt bearbeitet 07. Dez. 2022
4'382 Beiträge · seit 201508. Dez. 2022 ·
Heihei, Ihr zwei Beide!
Das genialste Foto von vielen genialen

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Ich nehme meine Zaunpföschdle-Drohung mit dem Ausdruck größten Bedauerns zurück. Schreibt bloß nicht zu schnell, sonst kann ich vor lauter Wegmut für nix garantieren …… 🙁 🙁
Hoffentlich lesen Robin und Mara hier mit - die haben nämlich Löwenvorkommen im Moremi glattweg angezweifelt….
Danke bis hierhin…
Gruß
Friederike
PS Platz 2 hat uns auch immer viel besser gefallen als 3
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zuletzt bearbeitet 08. Dez. 2022
6'387 Beiträge · seit 201108. Dez. 2022 ·
Hoi er Zwai

Erstmal ein kleines 'Dankeschön' für zwischendurch!
Eulenmuckel schrieb:Da wir genügend Zeit hatten, scannten wir jeden Baum in der Hoffnung auf einen Leo. Aber was sollen wir schreiben? Leos können wir einfach nicht. So sehr wir auch schauten, alle Äste blieben nackig.
Hmm...zum Einen bleiben die Äste auch mit Leo nackig (Vielleicht verwechselt Ihr da was mit Elefanten, denn Äste mit Elefanten bleiben zwar auch nackig, werden dafür aber vielfach knackig...was so ein einzelner Buchstabe doch ausmachen kann...), zum Anderen macht Ihr vielleicht zu sehr einen auf Hans (oder auch Ruth oder Uwe) guck in die Luft!
Denn wir haben damals in Botswana mehr Leos am Boden als in den Bäumen gefunden, wenns mir recht ist warens im Moremi je einer am Boden und einer im Baum, total drei oder vier am Boden und zwei in den Bäumen.
Zeigt nächstes Mal etwas mehr Demut vor der Natur, dann seht Ihr sie auch am Boden rumhüpfen! Es hat da nicht so wenige...

Beim Sandwursthaufentier tippe ich auf den gemeinen Sandwursthäufler, der so gemein ist dass er sich bis heute noch nie jemandem gezeigt hat...aber ich bin Laie, vielleicht weiss da jemand Anderes mehr über das Tierchen...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
2'085 Beiträge · seit 201208. Dez. 2022 ·
Was für ein schöner Morgen im Moremi - mal wieder ganzganz tolle Stimmung!
Ich versteh nur nicht ganz, warum Ruth letztlich dann doch nicht ausgestiegen ist - man macht doch in solchen Situationen jetzt Selfies hab ich gelernt ... aber im Ernst: Was für ein Sichtungsglück, so einen Prachtkerl so nah an der Pad liegen zu haben. Und das Elefanten-Baby ist einfach allerliebst - hoffentlich kann ihn die Mama gut beschützen!
Hatte ich schon erwähnt, dass ich da auch wieder hin will?!
Sehnsüchtige Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200609. Dez. 2022 ·
@Friederike: Also was denn jetzt? Schnell weiterschreiben oder nicht? 😉
Ich weiß nicht, ob Robin und Mara mitlesen. Ich bin mir aber sicher, dass die beiden sich nicht über zu wenige eigene Katzensichtungen beschweren müssten. 🙂
Mit Löwen im Moremi hatten wir noch nie Schwierigkeiten, die konnten wir immer recht zuverlässig finden. Und selbst bei unserem allerersten Besuch dort (2008), als wir aufgrund eines Motorschadens keinen Gamedrive machen konnten und drei Tage in Xakanaxa festsaßen, kam ein Rudel netterweise an unserer Campsite entlangspaziert. Aber mit Leoparden haben wir so unsere Probleme. Die "können" wir nicht besonders gut.

@Picco: Vielen Dank für deine wissenschaftliche Langzeitstudie zu Leopardensichtungen in Botswana. 😉 Danach liegt die Wahrscheinlichkeit, einen Leo auf dem Boden zu entdecken, ungefähr 1,5 bis 2 mal so hoch gegenüber der klassischen LIT-Sichtung. Ehrlich gesagt habe ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht. Vielleicht kramt mal jeder in seinem Gedächtnis. Wenn wir uns an unsere bislang neun Leo-Sichtungen erinnern, liegt die Quote Baum-Boden bei 4 zu 5 – und damit die Sichtungsquote je Urlaub bei unter 0,5.
Vielleicht reicht es aber auch einfach, nur demütig zu sein. 😉
Vielleicht kennt ja noch jemand eine Alternative zum gemeinen Sandwursthäufler. 🙂

@Ingrid: Mensch, das Selfie! Das haben wir total vergessen. 😉 Das war wirklich ein großes Glück, diesen schönen Löwen so nah zu sehen. Das Elefantenbaby war total niedlich. Wir haben die beiden am Nachmittag erneut getroffen. 🙂

Viele Grüße
Uwe
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901 Beiträge · seit 201611. Dez. 2022 ·
Liebe Ruth, lieber Uwe,

uff, das hab ich jetzt davon, dass ich so lange nicht online war! Ihr seid schon unterwegs! Jetzt aber schnell aufspringen, und das während der Fahrt! Aber glücklicherweise seid Ihr noch nicht so weit, das geht noch!

Ich freue mich sehr auf Euren Bericht! Da kommen doch ein paar Strecken und Unterkünfte vor, die wir entweder schon kennen, oder die wir nächstes Jahr kennenlernen wollen. Spannend! 🤩

Also, herzlichen Dank bis hierher, und ich hoffe, dass ich es schaffe etwas regelmäßiger hier reinzuschauen.

Liebe Grüße
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200611. Dez. 2022 ·
Tag 5 – Mittwoch, 13. Oktober – Auf dem Weg nach Third Bridge – Teil 2

South Gate – Third Bridge, Moremi

Während einer längeren Mittagspause sicherte Uwe unsere Fotos. Wir duschten, aßen Brote, und Ruth löffelte die restlichen Nudeln mit Soße von gestern. Es war unglaublich heiß, und wir schütteten literweise Wasser in uns hinein. Die Damen hielten außerdem gleich den ganzen Kopf unter den Wasserhahn, denn die Verdunstung brachte wenigstens ein bisschen Kühlung.

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Zwischendurch retteten wir noch einen kleinen Gecko aus dem Waschbottich.

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Ansonsten verdösten wir den Mittag ohne viel Bewegung auf der Campsite. Die großen Bäume waren viel wert und spendeten Schatten, so dass die Hitze wenigstens halbwegs auszuhalten war. Zur Abwechslung besuchte uns der ein oder andere geflügelte Gast.

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Halsband-Bartvogel

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Braundrossling

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Um kurz nach vier brachen wir wieder auf. Da die 3. Brücke noch nicht wieder instand gesetzt worden war, blieb uns nur der Weg Richtung Süden. Am kleinen See südlich des Camps standen sehr viele Marabus, Pelikane, Nimmersatt-Störche und Reiher. Ruth zählte/schätzte über 300 Vögel, die im Teich fischten. Da möchte man wirklich kein Fisch sein.

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Wieder durchquerten wir die Büffelherde. Allerdings waren sie nicht wie heute Vormittag auf Wanderschaft. Die Tiere standen im hohen Gras neben der Fahrbahn oder darauf und kauten trockene Gräser. Wir blieben für einige Zeit Teil der Herde und betrachteten die beeindruckenden Kolosse, die hier friedlich grasten, uns aber immer im Blick behielten. So sehr wir auch schauten, besonders willkommen schienen wir hier nicht, denn wir ernteten ausnahmslos skeptische und grimmige Blicke.

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Wir wollten unter den Büffeln nicht weiter für schlechte Laune sorgen und fuhren bald weiter nach Süden. Zur Second Bridge nahmen wir die Wet-Route und fanden die einzelne Elefantenkuh mit ihrem neugeborenen Kalb wieder. Wir hielten in einiger Entfernung, und die beiden kamen zu unserem Glück tatsächlich näher und kreuzten vor uns die Straße. Das Kleine war noch ganz wackelig auf den Beinen. Es musste wirklich noch sehr frisch sein.

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Überall während unserer Fahrt sahen wir Elefanten alleine oder in kleinen Gruppen. Das Nachmittagslicht war fantastisch. Wir hielten uns immer in der Nähe des Wassers und sahen viele Hippos und verschiedene Vögel.

Coppery-tailed Coucal

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Maskenweber

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Elsterwürger

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Kurz vor der Second Bridge wurde der Weg immer enger, die Büsche standen nah beieinander, und wir mussten durch einen sehr schmalen Gang fahren, bei dem die Äste ganz schön am Wagen kratzten. So langsam wie möglich rollten wir durch das Gestrüpp, um den Lack nicht zu beschädigen und waren froh, als wir hindurch waren. Danach fuhren wir in einem großen Bogen wieder zurück. An jedem Wasserloch gab es etwas zu entdecken. Impalas, Zebras und Gnus waren unterwegs und löschten ihren Durst.

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Einige Scherenschnäbel flogen ihre Schleifen knapp über der Wasseroberfläche und hofften auf den ein oder anderen fetten Fang.

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Insgesamt war es eine herrliche Fahrt, die pünktlich mit Sonnenuntergang ihren Abschluss fand. Der untergehende Feuerball färbte den Himmel hinter dem Vogeltümpel orange, als wir wieder ins Camp rollten.

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Dort angekommen trafen wir Benni, den Sohn unserer Freunde Cora und Gert auf dem Nachbarstellplatz. Wir begrüßten uns nur kurz und verabredeten uns für den späteren Abend, da es jetzt schon rasch dunkel wurde.

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Zum Essen grillten wir Steaks, kochten Kartoffeln und Maiskolben. Die Kartoffeln aßen wir zusammen mit Frischkäse. Nach dem Spülen saßen wir noch mit Benni und seiner Freundin Nicole zusammen und tauschten uns aus. Unter anderem erfuhren wir, dass sie ebenfalls heute über die Black Pools-Region nach Third Bridge gefahren waren. Löwen hatten dort ein Stück vor der Picknicksite einen jungen Elefanten neben der Pad gerissen, und es sei heiß hergegangen. Sie sprachen von mehreren Löwinnen und auch einigen Jungtieren, die vollgefressen in den Büschen neben der Pad gelegen hätten. Wann sollte das denn bitte geschehen sein?
Wir hatten dort heute Morgen weder einen Löwen, noch einen einzigen Elefanten erblickt und in Seelenruhe auf der Picknicksite gehockt. Na ja, zumindest waren wir vor dem Aussteigen einmal um die kleine Baumgruppe gefahren und hatten sie aus allen Richtungen genau inspiziert. Und Erdmännchen-Martin hatte es ja auch noch gegeben.
Nur so viel zum frühen Vogel …! Zwei bis drei Stunden können manchmal den großen Unterschied machen.
Während des Abends und auch später noch im Zelt hörten wir Löwenbrüllen, Hyänenheulen, einen Perlkauz, Nightjars und Scops Owls. Was für ein Konzert!

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Kilometer: 82
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zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2022
8'746 Beiträge · seit 201012. Dez. 2022 ·
Guten Morgen liebe Muckels,
Eulenmuckel schrieb:
Über den Lightpainting-Kurs können wir gerne reden. Am besten wäre es natürlich an einem Ort, wo es richtig dunkel ist, z. B. im südlichen Afrika. 😉
Bele scheint irgendwie kein so großes Interesse daran zu haben. 🙂
😛 😗
Also komm, ich habe mich doch sogar angeboten, einen Workshop in Büsnau zu organisieren, wenn das kein Interesse ist, was dann? 😐
@Bele:
Der Frust sitzt immer noch tief.
Und das schon seit über fünf Jahren. Ich finde, es wird Zeit für einen neuen Versuch. 🙂
Moooooment 🤩 !!! Habe ich nicht dieses Jahr einen solchen gestartet? Und dann einen Feuerball produziert, der - warum auch immer - nicht euren Vorstellungen von Lightpainting entsprochen hat? 😕
Es hieß, meine Stirnlampe tauge nicht dafür..... 😵
Gegen Sehnsucht nach Moremi haben wir hier gleich etwas.
Vielen Dank 😘 !


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Auch dafür herzlichen Dank - bald wird meine Datenmenge groß genug sein, um mit meiner empirischen Forschung ernsthaft zu beginnen. 😎


Also, ich bin ja nicht vom Fach, aber ehrlich gesagt mache ich mir um dieses Elefantenbaby ein wenig Sorgen. So richtig gesund verheilt sieht der Bereich um die Nabelschnur herum nicht aus, muss dieser Knubbel so sein? Auch seine rotunterlaufenen Augen finde ich etwas besorgniserregend und sieht er nicht ein bisschen verhärmt aus? 🙁

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Hoffen wir mal, dass er inzwischen gesund und munter unterwegs ist!

Ich freu mich schon auf mehr Moremi - hier schneit es schon wieder und es ist eiskalt, da kann man nur davon träumen, dass man tagsüber Abkühlung unterm Wasserhahn benötigt 🙄 .

Liebe Grüße von Bele
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zuletzt bearbeitet 12. Dez. 2022
796 Beiträge · seit 201512. Dez. 2022 ·
Hallo Muckels,

tolle Bilder und ein super Bericht. Beeindruckende Sichtungen hattet Ihr. Was die Tierwelt angeht, ist Botswana im Vergleich zu Namibia, eine ganz andere Klasse.
Der kleine Elefant sieht wirklich nicht gut aus.

Gruß
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200617. Dez. 2022 ·
@Martin: Ja, wir haben uns auch sehr über den kleinen gefreut.

@Bele: Jetzt, wo du mich daran erinnerst, fällt mir unser gemeinsames Lightpainting am Signal Hill wieder ein. Ja, da war tatsächlich noch Luft nach oben. 🙂
Zum Elefanten-Nachwuchs: Wir sind auch nicht vom Fach. Vielleicht sind rote Augen und ein sichtbarer Nabel ja normal für ein neugeborenes Elefantenkind. Wir hoffen natürlich auch, dass es sich gut entwickelt hat. Am besten fahren wir nächstes Jahr mal nachgucken. 😉

@Markus: Vielen Dank. Das gute an dieser Reise ist, dass es mit den Sichtungen gerade so weitergeht.

Gleich geht es mit dem nächsten Tag im Moremi weiter.
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200617. Dez. 2022 ·
Tag 6 – Donnerstag, 14. Oktober – Kleiner Umweg nach Xakanaxa

Third Bridge – Xakanaxa, Moremi

Die Nacht war ziemlich kurz. Immer wieder hatten wir aus dem Zelt heraus Löwengebrüll gehört. Ein wenig hatten wir gehofft, dass uns die Verursacher besuchen würden und mit angehaltenem Atem gelauscht, ob sie nicht vielleicht schon ein bisschen näher gekommen seien. Aber die Stimmen blieben – soweit wir das einschätzen konnten – in etwa dort, wo sie waren. Und sobald die Frankoline anfingen zu schnattern, konnte sowieso niemand mehr schlafen. So erledigten wir unsere morgendlichen Handgriffe und waren schon gegen 6:20 Uhr abfahrbereit.

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Leider war uns der Weg in Richtung des Gebrülls von heute Nacht durch das Wasser hinter der Third Bridge versperrt, und so blieb uns nichts anderes übrig, als das Camp wieder in Richtung Süden zu verlassen.

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Wir schauten bei den Marabus und Pelikanen vorbei, die im schönsten Morgenlicht in ihrem kleinen See standen. Es waren nicht mehr so viele Vögel wie am Abend zuvor, dennoch war einiges los.

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Es war ein Starten und Landen, es wurde geschnäbelt und das Gefieder geputzt, so dass wir hier einige Zeit verbrachten.

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Ein paar Nimmersatte und Silberreiher fanden sich zur Abwechslung auch noch im Getümmel.

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Dann ging es weiter auf dem Hauptweg Richtung South Gate.

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Kaptriel

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Gelbschnabelmadenhacker

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Kurz vor der Second Bridge war wieder ein kleiner See, in dem zwei Krokodile schwammen und viele Wasservögel fischten. Graueisvögel rüttelten in der Luft, um sich dann senkrecht ins Wasser zu stürzen. Mit etwas Glück kamen sie mit einem kleinen Fisch im Schnabel wieder an die Oberfläche. Scherenschnäbel flogen knapp über der Wasserkante, während sie mit der Unterseite ihrer Schnäbel durch das Wasser pflügten.

Afrikanischer Löffler

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Graueisvogel

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Scherenschnabel

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Ohne weitere Schlenker fuhren wir nach Südosten und steuerten die Koordinaten an, die uns Benni mitgegeben hatte. Dies bedeutete für uns schon einen ganz erheblichen Umweg. Trotzdem wollten wir uns die Chance auf ein ganzes Löwenrudel in der Nähe der Pad natürlich nicht entgehen lassen. In der Nähe der Black Pools war von dem jungen Elefanten, den die Löwen am Tag zuvor gerissen hatten, nicht mehr viel übrig. Als wir an der Stelle eintrafen, lag tatsächlich nur noch ein kleines Häufchen Knochen und etwas lederne, graue Haut dort, an denen ein Dutzend Geier zupfte. Von den Löwen oder Hyänen war nichts zu sehen.

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Egal, einen Versuch war es wert gewesen! Über einen kurzen Müsli-Stopp an der Picknick-Site ging es danach auf direkter Strecke zurück zum Hauptweg und dann zum South Gate. Dort machten wir eine längere Pause auf „unserem“ Stellplatz Nummer 7.

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Ruth machte einen leckeren Avocado-Salat mit Thunfisch, Zwiebeln und Mais. Anschließend aßen wir noch Muffins, und Uwe trank Kaffee. Wir versuchten uns so wenig wie möglich aus dem Schatten heraus zu bewegen, da es bereits 36 Grad hatte. Eine große Schar Drosslinge, ein paar Tokos und Baumhörnchen belagerten uns und kletterten auf dem Auto herum.

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Nachdem sich alle ausgeruht hatten, ging es weiter. Wir fuhren auf der Transit-Straße nach Xakanaxa. Die Strecke war wie gewohnt nicht besonders abwechslungsreich, aber wir kamen schnell voran. Am Gate von Xakanaxa checkten wir ein und fuhren die letzten drei Kilometer zu unserem Lieblingscamp im Moremi. Unser Stellplatz Nummer 5 lag in unmittelbarer Nähe zu den Ablutions und mit Sicht auf die Lagune. Auch hier setzten wir uns ein wenig in den Schatten und ruhten uns aus.

Gelbsteißbülbül

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Wir mussten gut Acht geben, dass wir die Autotüren geschlossen hielten und nichts unbewacht auf dem Tisch abstellten, denn ein Trupp Meerkatzen stattete uns einen Besuch ab und checkte unauffällig die Lage.

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Nachdem es bei uns nichts zu holen gab, wurden die Gesichter länger, und die Affen inspizierten der Reihe nach sämtliche Mülltonnen.

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zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2022