slip face down... (inside the diamond area)

Reisebericht 51 Antworten · 12,4k Aufrufe · gestartet 06. Mai 2018 von crockydile
Themenstarter172 Beiträge · seit 200706. Mai 2018 · #1
ein kleiner Reisebericht in Bildern durch das ehem. Diamantensperrgebiet von Luederitz bis Walvis Bay

zur Definition:


Aus die Maus 😉
Die Route geht von links unten ab Lüderitz in ziemlich gerader Linie nach Norden bis Walvis Bay.


Unsere Reisegruppe bestand grossteils aus französischen Dünenfans , die den FJ Cruiser bevorzugen .
Wie sich herausstellte war der trendige "Beach Buggy" den Herausforderungen bestens gewachsen - trotz beträchtlicher Dachlast.


Die Karawane nimmt Formation an zur kollektiven "Deflation"
Die Vorgabe war 1,0 Bar.


Briefing: Ladies, der "Bathroom" ist immer hinter dem letzten Wagen, abgemacht !


Auch in Sachen Navigation zeigte die "Grande Nation" eine beeindruckende Kompetenz.


Dann erhielten Gross und Klein erste Instruktionen in "Dune-Driving"...


...vom gestrengen Chefcoach per Funk...


...oder Gestensteuerung


In den ersten 1-2 Tagen hatten wir noch recht dichte Wüstenflora.


Was natürlich die Routenwahl entscheidend prägte
(später stand diesbezüglich das Landschaftsrelief im Vordergrund).


Die Wahl des richtigen niedrigen Reifendruckes korreliert direkt mit dem Blutdruck des Fahrers - und des Guide 😉
(weshalb er die Feinjustage auch gerne mal selbst übernimmt)


Ich weiss nicht ob Fahrerfahrung im Schnee wirklich hilft, jedenfalls habe ich es mir eingebildet.


Die Strecke führt an erstaunlich vielen "Geisterstädten" oder sagen wir besser Siedlungsresten vorbei.
Diese Tankstelle hatte allerdings endgültig geschlossen.


a propos: der Treibstoffverbrauch bei unserer Tour war exorbitant.
Für die 550 km wurden - je nach Fahrzeug - 130 (Diesel) bis über 300 Liter (Benzin) benötigt.
Mein Toyota Landcruiser V8 Diesel lag bei exakt 153 Litern und war damit noch sehr genügsam.


Kein Benziner lag unter 200 Liter.
Das sind Verbrauchswerte von ca. 25 bis über 50 L/100km.
Es scheint so zu sein, dass speziell auch im "Low Range" Betrieb also bei Getriebeuntersetzung im Tiefsand die Tanknadel gegen Reserve schnellt.
2 Fahrzeuge blieben dann auch präfinal trocken liegen.


Noch so'n "Martin Luther"


Man ahnt, dass man in früheren Zeiten statt auf Reservekanister sogar auf Reservefässer angewiesen war


Auch nicht unerheblich: die Reifenfrage


...und natürlich der Korrosionsschutz


Am 2. Tag erreichten wir erstmals den kalten Benguelastrom.
Wir sollten ihn frostiger Erinnerung behalten.


Immerhin hatten wir das Glück, dass uns während einer Picknickpause sogar ein Wal zuwinkte
(was ich leider Mangels geeigneter Brennweite und Reaktionsgeschwindigkeit nicht dokumentieren konnte)


Bei langen Schatten war der Aufbau des Übernachtungslagers oberstes Gebot.


Wir hatten uns für Bodenzelte entschieden, die sich mit etwas Übung erstaunlich rasch und windstabil errichten lassen.


Die Dachzeltburg unserer französischen Freunde


Platz war ja wirklich genug.
Im Hintergrund links das Duschzelt.


Die Grasbüschel wurden spärlicher.


Und dann kamen die grossen Dünen, die Barchans (Sicheldünen)


Oft ergaben sich kleine Spektakel, wenn ein Fahrzeug sich festfuhr.
Dann pilgerte die Gruppe zum Ort des Schauspiels und wartete ab, was passierte:
a. entweder der Fahrer ("i got stuck") konnte sich eigenständig befreien
b. der Guide gab über Funk die richtige Problemlösung durch -> a.
c. das Fahrzeug hing aussichtslos fest ("i really got stuck") und der Guide musste selbst eingreifen.

Letzteres war wegen seiner Fahrkünste oft besonders spektakulär und von Szenenapplaus gekrönt.
Aber auch sonst freute sich die Gruppe mit jedem der es die Düne hoch geschafft hatte.


Festzuhalten ist, dass letztlich im Verlauf der Tour jeder, wirklich jeder mind. einmal stecken blieb.
Einmal sogar downhill (kommt am letzten Tag)


Immer wieder hatten wir Etappen am Beach.
Allerdings: der Küstennebel sieht nicht nur fies aus - er fühlt sich auch genau so an.



FORTSETZUNG FOLGT...
Beste Gruesse Piet "Alles ist gut! Solange du wild bist!"
zuletzt bearbeitet 11. Mai 2018
766 Beiträge · seit 200706. Mai 2018 · #2
Hallo Pit,

auch wenn aus diversen Gründen (Ökobilanz ect.) eure Tour auch kritisch betrachte, komme ich gerne mit.
Ich freue mich auf eure Fotos und Erzählungen und setze mich leise gespannt dazu.

Liebe Grüsse
Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
4'382 Beiträge · seit 201506. Mai 2018 · #3
HalloPit,
Lisa schrieb:
auch wenn aus diversen Gründen (Ökobilanz ect.) eure Tour auch kritisch betrachte
ICH AUCH
komme ich gerne mit.
ICH NICHT!

Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 06. Mai 2018
2'534 Beiträge · seit 200706. Mai 2018 · #4
Bin schon sehr auf die weiteren Fotos gespannt! Diese Tour steht noch ganz oben auf meiner Liste!

lg
Wolfgang

PS: Da fliegen alle halb um die Welt, hinterlassen dabei einen ökologischen Fußabdruck wie von einem Dinosaurier und dann wird über die Ökobilanz einer solchen Tour nachgedacht? Ernsthaft jetzt?
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
1'543 Beiträge · seit 201306. Mai 2018 · #5
Hallo Pit,

ich finde es spannend und bin sehr gerne dabei.
Bezgl. des "Umweltaspekts" sehe ich so eine Tour auch durchaus kritisch , jedoch ich selber besteige mehrmals im Jahr ohne schlechtes Gewissen einen Flieger, da steht es mir nicht zu, Kritik zu üben. Im Februar besuchen mein Mann und ich u.a. den "Corcovado NP" in Costa Rica, der durch seine Abgeschiedenheit als der artenreichste Nationalpark weltweit gilt. Wir werden in der Trockenzeit vor Ort sein und dort unsere ersten Flussdurchfahrten fahren, was uns dann hoffentlich fit für eine Botswanareise macht. Auch dort fängt der Tourismus langsam an, sich zu etablieren. Wichtig ist, dass nach wie vor nur von Profis begleitete Reisen in solche Gebiete erlaubt werden sollten, denn nur dann hat man eine Chance, das Oekosystem dieser Areale nicht nachhaltig zu zerstören.
Einen schönen Sonntag wünscht
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 06. Mai 2018
Themenstarter172 Beiträge · seit 200706. Mai 2018 · #6
Ökobilanz:
da haben wir natuerlich alle, die wir durch die Welt fliegen unsere Verantwortung.
Wer will da hier den 1. Stein werfen ?
Die Hauptverantwortung sehe ich persoenlich allerdings bei der Politik und nicht in Form einer Selbstkasteiung.
Die Tour hatte bis auf den Einsatz von Verbrennungsmotoren durchaus ökolgischen Anspruch.
Wir verliessen jede einzelne Campsite ohne irgendeine Form von Restmüll.
Es galt ausdrücklich, dass jeder Teilnehmer einen Müllcontainer im Fahrzeug haben musste.
Die Reifenspuren waren übrigens oft nach wenigen Stunden nicht mehr sichtbar.
Beste Gruesse Piet "Alles ist gut! Solange du wild bist!"
2'779 Beiträge · seit 200706. Mai 2018 · #7
hallo Pit
Mir gefällt der kompakte und amüsante Abriss dieser Dünentour.

Mit Interesse lese ich gerade dass der V8er LC dort 3,6km pro Liter fahren konnte. In einer Woche übernehmen wir wieder einen LC 4.5l V8er und ich bin grad dran auszurechnen wie weit wir oben im Nordwesten rumkurven können bevor uns der Treibstoff zu knapp wird.

Meinen Aufzeichnungen von der letzten Reise vorigen August in den Trockenrevieren und viel Anteil off road im Damaraland traue ich kurzfristig nicht mehr...7km / l.

Nun bestätigt mich deine Auskunft aber eben doch darin dass der 4,5Liter Motor sogar sparsamer als ein Hilux im offroad Terrain / in Untersetzung sein kann.

Freue mich auf die Fortsetzung!
Gruss Leona
zuletzt bearbeitet 08. Mai 2018
766 Beiträge · seit 200706. Mai 2018 · #8
crockydile schrieb:Ökobilanz:
da haben wir natuerlich alle, die wir durch die Welt fliegen unsere Verantwortung.
Wer will da hier den 1. Stein werfen ?
Naja, einen Stein will ich nicht werfen Pit!
Ich würde mal sagen, ich fange an, über die Ökobilanz mehr und mehr nachzudenken und wäge bei meinem persönlichen Tun ab, wieviel ich von den Resourcen meiner Kinder und Enkelkinder schon 'geklaut' habe und wo ich meine Augen verschließen möchte und egoistisch sein mag.
Die Hauptverantwortung sehe ich persoenlich allerdings bei der Politik und nicht in Form einer Selbstkasteiung.
Ja!
Und: jeder ist für sein Tun und den Ökoabdruck mitverantwortlich.
Die Tour hatte bis auf den Einsatz von Verbrennungsmotoren durchaus ökolgischen Anspruch.
Wir verliessen jede einzelne Campsite ohne irgendeine Form von Restmüll.
TOP!
Es galt ausdrücklich, dass jeder Teilnehmer einen Müllcontainer im Fahrzeug haben musste.
Die Reifenspuren waren übrigens oft nach wenigen Stunden nicht mehr sichtbar.
TOP!

Ich freue mich schon, auf weiterer Fotos und den Bericht und werde ab jetzt eine stille Genießerin sein. Versprochen Pit!

Liebe Grüsse
Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
144 Beiträge · seit 200606. Mai 2018 · #9
crockydile schrieb:Ökobilanz:
Die Hauptverantwortung sehe ich persoenlich allerdings bei der Politik und nicht in Form einer Selbstkasteiung.
Als langjähriger Nambiareisender bin ich normalerweise nur Mitleser hier und der Bericht ist auch echt interessant, aber bei solch selbstgerechten Kommentaren kommt es mir echt manchmal hoch…

Ökologie ist irgendwie wichtig und so, und „die Politik“ ist ja echt böse und müsste mehr machen…aber ich, ach nee, keine Selbstkasteiung…
Ich bin KEIN Ökoaktivist, ich fliege auch oft und fahre Auto, und die Tour verurteile ich auch nicht…mich k… es aber grundsätzlich einfach an, wenn immer andere verantwortlich sein sollen, nur man selbst nicht. „Die Politik“ hat ja immer irgendwie Schuld, wenn etwas nicht passt und wenn man einen Schuldigen braucht, passt das ja auch…. „Die Politik“ gibt es nicht, die Gesellschaft sind wir…
Ich wollte Dich mal sehen, wenn „die Politik“ dann wirklich mal die Eingriffe implementieren sollte, die Dich „kasteien“ sollten…

Sorry, aber mich nervt einfach die Tendenz in der Gesellschaft, dass immer die anderen verantwortlich sind...und am Ende "die Politik" die Böse ist...

Freue mich trotzdem auf weitere Infos zur Tour.

Guido
Themenstarter172 Beiträge · seit 200707. Mai 2018 · #10
lieber Guido, ich habe eine ziemlich gut reflektierte Position dazu wie ein verantwortliches in der Welt-Sein gleichermassen sich selbst und anderen gegenüber aussehen sollte. Und auch wenn es mir schwer fällt den Eindruck stehen zu lassen, den Du da vielleicht hast, werde ich hier kein Rechtfertigungs-Plädoyer abgeben.
Vielmehr habe ich eine besondere Reise gemacht und dabei interessante und neue Erfahrungen gesammelt.
Davon will ich gerne berichten, da ich weiss, dass viele Namibiafreunde, sogar gebürtige Namibier von einem solchen Trip träumen.
Dieses kleine Abenteuer erfordert nun mal bestimmte und anspruchsvolle fahrzeugtechnische Grundvoraussetzungen wenn es gelingen soll. Die geführte und lizenzierte Luederitz to Walvis Bay Tour ist genauso freiwillig wie das Lesen dieses Reisberichts.
Er mag dem ein o. anderen gefallen oder misfallen. Das ist Ok. Mehr nicht.

Im Urteil über andere spricht der Mensch sich immer sein eigenes. (Jean Paul)
Beste Gruesse Piet "Alles ist gut! Solange du wild bist!"
Themenstarter172 Beiträge · seit 200707. Mai 2018 · #11
Teil 2:

Trotz dieses wenig einladenen Hinweisschildes gibt es hier eine Übernachtungsoption in Holzhütten.


Der Angelclub von Oranjemund hat dieses alte Diamantensucher Camp schon vor Jahrzehnten auf einfachste Weise restauriert und nutzt es für seine Zwecke


Wir haben dankend abgelehnt und unser Lager direkt am Meer aufgeschlagen.
Das... war... wohl...falsch.
Die hellen Rechtecke sind trockener Sand weil da die Zelte standen.


Nicht nur dass es f...g cold wurde (so um die 6 Grad).
Dazu war alles pitschnass vom Küstennebel und wir mussten morgens die Zelte tropfnass abschlagen. Ungemütlicher geht’s kaum.
Dazu stanken wir alle wie geräuchert weil wir uns abends zuvor zitternd um das kleine Feuer scharen mussten.


Tags darauf stiessen wir auf ein grosses Feld von Walknochen, die über hunderte Meter am Strand verteilt lagen.


Denke, das sind die vom Rost zerblätterten Reste einer alten Walfängerstation mit ehem. Schmalspur railway.


Brrrr. Das reichte. Nichts wie rechts ab zum Aufwärmen in die Dünen.


Vorbei an kleinen Felsbecken in denen sich seltenes Regenwasser angesammelt hatte. Allerdings trafen wir auf niemand, der sich dafür interessiert hätte. Nicht mal einen Schakal, wie sonst gelegentlich.


Wir stiessen auf ein weites Land in einer malerischen Komposition von rosa Pastelltönen.


Das relativ flache Profil dieses Landstrichs war für die frühen Siedler/Diamantensucher anscheinend ziemlich einladend.


Jedesfalls fanden wir Hinweise auf menschliches Leben und folgten der angezeigten Richtung...


soweit es eben ging... 😉


Die Region zwischen Meob und Conception Bay muss einstens ein Epizentrum der Diamantengewinnung gewesen sein.
Neben alten Vorrichtungen zum Sieben des Wüstensandes...


...gab es hier anscheinend grössere Werk- und Lagerallen


...und sowas wie ein Kontor der Diamantengesellschaft oder der kaiserlichen Aufsichtbeamten ?


Der Zahn der Zeit nagt auch an deutscher Wertarbeit


Look out


Der Windhuk Unterwasserclub hat sich die Erhaltung dieser historischen Stätte zur Aufgabe gemacht. Aber das dürfte der Tafel nach auch schon einige Jahrzehnte zurückliegen.


Jedenfalls haben die Taucher ein paar Memorabilien in der Hütte zusammengetragen,


...die einen Eindruck des damaligen Alltags...


...und Lifestyles vermitteln können


Diese Katasterkarte des Vermessungsbüro Schettler und Schmiedel von 1912
zeigt wie penibel damals die Wüste von den verschiedenen Diamanten-Minen parzelliert worden war.


ich bin kein Fachmann, aber ich würde schon meinen: he really got stuck-stuck.


„wild ist der Südwesten und weit ist die Prärie – Uff !“


Diese Anreihungen von grossen Sandsieben...


...erstrecken sich immer noch über beträchtliche Länge.
Anscheinend wurde hier sehr systematisch vorgegangen.


Ein paar Kilometer weiter waren wir wieder an der Küste und stiessen auf das Wrack der „Black Pearl“ 😉


Spass. Name habe ich vergessen. Gibt aber jede Menge von diesen Wracks.
Das hier ist dürfte schon etwas älter sein. Skelettküste halt.


Story am Rand:
Weiter unten im Süden liegt ein altes israelisches Schiffswrack welches bei einer geheimdienstlichen Aktion auf Grund lief und in die Luft gejagt wurde. War in den 60er/70er Jahren.
Südafrika baute damals an der A-Bombe und die seismische Registrierung der Detonation war global derart intensiv, dass initial vermutet wurde es handle sich um einen Atomwaffentest in der Namibwüste.


jedenfalls lag die tonnenschwere Ankerkette 100 Meter weiter wüstenwärts
(selbst gesehen)


Nach dem feuchkalten Drama im Nebel des Grauens haben wir unseren Guide bekniet er möge uns zum Nachtlager wenigstens ein kurzes Stück in die Wüste führen.
Fortsetzung folgt 😉
Beste Gruesse Piet "Alles ist gut! Solange du wild bist!"
zuletzt bearbeitet 09. Mai 2018
8'054 Beiträge · seit 200807. Mai 2018 · #12
Hallo Pit,

Freut mich dass die Tour gut organisiert war! Ich kenne Nord Sud Evasion! 😎 Welche Sprache wurde da gesprochen? Der Franzose ist ja nicht gerade für Fremdsprachen begabt..... 😗

Eines wundert mich aber......Gibt es keine deutsche Veranstalter die auch solche Touren anbieten? Wie bist du da zu den franzosen gekommen? 🙂

Gerne lese ich weiter.

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
785 Beiträge · seit 200807. Mai 2018 · #13
Hallo Pit,

Vielen Dank für deinen Bericht, ist doch mal wirklich eine außergewöhnliche Tour!

Ich bin schon ganz heiß auf die Fortsetzung!!


Viele Grüße


Markus
Themenstarter172 Beiträge · seit 200707. Mai 2018 · #14
ANNICK schrieb:Hallo Pit,

Freut mich dass die Tour gut organisiert war! Ich kenne Nord Sud Evasion! 😎 Welche Sprache wurde da gesprochen? Der Franzose ist ja nicht gerade für Fremdsprachen begabt..... 😗

Eines wundert mich aber......Gibt es keine deutsche Veranstalter die auch solche Touren anbieten? Wie bist du da zu den franzosen gekommen? 🙂

Gerne lese ich weiter.

Es grüsst
Annick
Hallo Annick.
Touroperator war ein lizenzierter lokaler Anbieter aus Lüderitz.
Die französischen Freunde haben das alles in Frankreich gebucht (und was wir so hörten nicht ganz zu ihrem Vorteil).
Das war quasi eine Subgruppe mit eigenem franz. Guide (Thierry).
Unser dt. Team und 2 südafrikanische Teams, denen wir uns sympathiehalber anschlossen, waren Selbstbucher mit eigenen Fahrzeugen (alles aufgeladene Diesel).
Les Francais hatten Mietfahrzeuge (5x FJ Cruiser, 2x LC79 doublecab, 1x LC200 - alles Benziner).
Und es stimmt, die Sprachbarriere ist immer noch beträchtlich. Aber das hat der respektvoll-distanzierten Harmonie unter Reisegefährten keinen Abbruch getan.
Es war herauszuhören, dass es der dünenerfahrenen Equipe tricolor in den historisch "angestammten" Ländern Nordafrikas zu langweilig oder ev. auch zu unsicher geworden war...
Beste Gruesse Piet "Alles ist gut! Solange du wild bist!"
5'479 Beiträge · seit 200907. Mai 2018 · #15
Hallo Pit,

vielen Dank für diesen schönen Bericht einer einmaligen Tour. Ich bin die vor einigen Jahren auch schon gefahren und derart begeistert, dass ich das in absehbarer Zeit auf jeden Fall wiederholen werde.

Die Kritik an der Ökobilanz kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Es wird sich ja auch nicht aufgeregt, wenn man durch Kaokovelt, Damaraland, Okavango-Delta oder Kalahari fährt. Bei solchen Touren die unter den Usern dieses Forums Standard sind ist die Ökobilanz auch nicht besser. Der direkte Impact im Nationalpark ist sogar sehr viel geringer, als in den vorher genannten Regionen, da der Zugang stark limitiert ist und ausschließlich in Begleitung eines Guides erfolgt. Woher also die Kritik? Selbst nach Afrika zu fliegen und gleichzeitig andere dafür zu kritisieren finde ich sehr bedenklich.

Es wundert mich, dass Ihr bei Fischerbrunn direkt an der Küste gezeltet habt. Wir hatten damals bei den Hütten in Hinterland gezeltet, um genau das zu vermeiden, was Ihr mit dem Küstennebel erlebt habt.

Bei dem Wrack handelt es sich um die Eduard Bohlen, welche Anfang des 20.Jahrhunderts dort gestrandet ist.

Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 08. Mai 2018
Themenstarter172 Beiträge · seit 200708. Mai 2018 · #17
@Topobär:
Danke f. die Ergänzung hinsichtl. der "Eduard Bohlen". Dieses Schiff hat sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag.
Zu Fischersbrunn habe ich nix gefunden, ausser diesen literarischeren Reisebericht aus dem "Allradler", der die gleiche Tour wortgewaltig und toll fotografiert darstellt und den ich hier vermutlich verlinken darf.
Sandneurosen: Irgendwo im Nirgendwo

@franzicke und alle anderen die etwas Spass an meinem Beitrag haben:
Danke f.d. Complimenti, tut auch mal gut 😉
Beste Gruesse Piet "Alles ist gut! Solange du wild bist!"
zuletzt bearbeitet 08. Mai 2018
48 Beiträge · seit 201008. Mai 2018 · #18
Hallo Zusammen,

diese Tour Interessiert mich sehr, wo kann man das denn im WEB finden und sich erkundigen, ist ja sicher kein Schnäppchen ?

Und welcher Autovermieter verleiht für diese Tour denn seine Wagen, ich hatte mich mal vor einiger Zeit erkundigt, da wurde z.B. bei Savanna genau das ausgeschlossen.

Gruss

Sascha
796 Beiträge · seit 201508. Mai 2018 · #19
Hallo Sascha,

habe ein solches Angebot vor einigen Tagen auf der Startseite von Bwana Tucke-Tucke gesehen. Dort werden Fahrten ins Sperrgebiet angeboten.

Gruß Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
Themenstarter172 Beiträge · seit 200708. Mai 2018 · #20
Oukie schrieb:Hallo Zusammen,

diese Tour Interessiert mich sehr, wo kann man das denn im WEB finden und sich erkundigen, ist ja sicher kein Schnäppchen ?

Und welcher Autovermieter verleiht für diese Tour denn seine Wagen, ich hatte mich mal vor einiger Zeit erkundigt, da wurde z.B. bei Savanna genau das ausgeschlossen.

Gruss

Sascha
z. B. Coastway Tours Luderitz
Preis ist ca. 9250 NAD / Person
1 Sack Brennholz und 1 Kanister Wasser pro Fahrzeug für die Allgemeinheit

Der Knackpunkt ist das Auto.
Beste Gruesse Piet "Alles ist gut! Solange du wild bist!"
zuletzt bearbeitet 08. Mai 2018