Am 6.2. war's also wieder mal soweit, diesmal flogen wir mit Discover über Frankfurt (eine Premiere für uns) und nahmen den Zubringerflug von Wien um knapp nach 17:00. Flüge ereignislos, Frankfurt Flughafen ist halt Frankfurt.
Am Terminal C, zu dem wir dann eher länger unterwegs sind, gibt's entgegen unseren Erwartungen keinerlei Gastronomie, an einem kleinen Ministand bekommen wir wenigstens noch was zu Trinken

. Wer also vorher noch etwas essen möchte, sollte dies tun, bevor er durch die Sicherheitsschleuse geht.
Flug ist dann fast bis auf den letzten Platz gefüllt und verläuft ereignislos, wenngleich die ersten paar Stunden ziemlich turbulent sind.
Als wir landen, ist der München Flieger schon da, aber alle Passagiere offenbar schon abgefertigt. Wir sitzen ganz hinten, sind daher auch relativ schnell in der Halle und haben uns für VoA (ohne "e") entschieden. War heute die richtige Wahl.
Die meisten haben eVoA, da dauert's entsprechend länger. Aber auch bei uns dauert's rund 10 Minuten, bis beide Pässe entsprechend abgehandelt sind und das Geld bezahlt ist. Dünenpeter kam rund 20 Personen hinter uns in die Schlange und brauchte über eine halbe Stunde länger, aber da waren immer noch sehr viele beim eVoA angestellt.
Kurz die mitgeschriebene Doku:
Landung 9:12
Gepäck erhalten: 9:42 (das war schon von den Bändern geschlichtet)
Geld beheben, SIM-Karte besorgen, etc.
Abfahrt Flughafen: 10:40
Ankunft Advanced Car Hire: 11:10 (das ist deutlich schneller als früher ohne Autobahn)
Abfahrt ACH: 14:10.
Wir haben nach der sehr gründlichen Einweisung, Tausch von Kühlschrank und anderen Kleinigkeiten noch unser Gepäck ordentlich eingeräumt und die großen Koffer bei der Vermietfirma gelassen. Weil ich im Vorfeld gefragt habe, wie andere das denn so machen, wenn sie die Koffer bei der Vermietfirma lassen: wir haben uns für diese Packsäcke entschieden:
https://amzn.eu/d/0gfDiM5Q
Sehr sehr praktisch, haben einen Kompressionsreissverschluss, wodurch alles sehr klein zusammengeschnürt werden kann. Ich hatte drei Stück davon für mein gesamtes Gewand (OK, im Sommer braucht man nicht so viel) und es war schnell aus dem Koffer aus- und vor allem nachher wieder schnell eingeräumt. Ist auch staubdicht, was in unserem Fall durch den Camperaufbau eher egal war.
Als ich dann abfahren wollte, ging plötzlich nix mehr. Schlüssel drehen, aber nicht mal ein kleines Aufflackern (obwohl's 20 Minuten vorher beim ersten Test anstandslos funktioniert hat). Schnell wurde die Batterie getauscht und ich konnte losfahren. 5 Minuten später Dünenpeter am Funkgerät: "Motor ist plötzlich ausgegangen, ich steh noch zwei Ampeln weiter hinten". Ursache war schnell gefunden: bei der Demonstration des SubTanks (der mittels Druckknopf im Cockpit umgeschalten wird) wurde vergessen, den wieder auf den Haupttank zu stellen und der Subtank war halt leer...
OK, also Einkaufen zum Spar und gegen 16:00 kamen wir dann in Palmquell an.
Dort gab's gleich zwei schlechte Nachrichten.
Einerseits hatten sie trotz expliziter vorheriger Zusage einfach vergessen, unsere "Basisausstattung" an Bier und Wein für den ersten Abend zu besorgen, was ein wenig doof ist, wenn man Samstags nach 13:00 Uhr erst einkaufen kann. "We can buy it for you on Monday". Ja, danke.
Andererseits wurde der Fahrer der Klein Windhoek Schlachterei, der in der Früh das Fleisch geliefert hatte, unverrichteterdinge wieder weggeschickt. Obwohl wir geschrieben hatten, dass die Lieferung kommt und die Namen auch bekannt waren.
So standen wir also da, ohne Fleisch und ohne Bier und Wein und vor allem ohne Gin für den ersten Sundowner, der am Sonntag südlich von Kamanjab geplant gewesen wäre.
Leider gab's auch überhaupt keine Anstalten, das Problem irgendwie zu lösen, die am Laptop geschauten Serien waren wichtiger.
Ein paar Recherchen (auch hier) später waren wir nicht wirklich klüger, Bei der KWS ging klarerweise niemand mehr ans Telefon, Wildfleisch war nicht so einfach aufzutreiben, angeblich würde es im Norden der Stadt einen kleinen Laden geben, der auch Sonntags Bier und Wein verkauft. Na, ja. Egal. Abends dann bei Joes auf ein paar Austern und die Welt war eh schon wieder halbwegs gut.
(Ja, wir bestellten dann jeder noch eine Portion, die waren nicht wirklich groß

)
Wir nahmen uns jedenfalls vor, das nächste Mal wieder an einem Donnerstag los zu fliegen, da gibt's dann wenigstens Samstag Vormittag noch "Luft" für solche Eventualitäten.
Kurzer Einschub:
über die Vor- und Nachteile von Discover gegenüber Ethiopian konnten wir uns kein finales, abschließendes Bild machen. Vorteil Discover ist sicherlich die - auch von Wien aus - kürzere Gesamtreisezeit, vor allem beim Rückflug, da man hier um die vier Stunden in der Nacht in Addis hockt. Auch die Ankunftszeit ist natürlich besser, da man mehr Zeit in Windhoek für Besorgungen hat. Und dass man am letzten Abend nicht in Windhoek übernachten muss, weil der Flieger erst Abends geht, war für einige von uns auch ein Vorteil. Wenn's bei der Vermietfirma noch Duschen gäbe, wär's überhaupt super

.
Die Bestuhlung in der Discover ist halt doch ein wenig enger, dafür gibt's Zweiersitze. Die Kosten für Sitzplätze (45 pro Person pro Flug für FRA-WDH, für VIE-FRA jeweils 20 oder so pro Person pro Strecke) und extra Koffer (150 Euro pro Strecke) schlagen halt schon nochmal ziemlich zu.
Die Wandertage in Frankfurt zwischen den Terminals sind halt extrem, da ist Addis ein kleiner Regionalflughafen dagegen.
Wir werden's das nächste Mal wahrscheinlich wieder über den Preis entscheiden.
lg Wolfgang