Auf großer Fahrt (SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015)

Reisebericht 225 Antworten · 59,3k Aufrufe · gestartet 29. Jan. 2015 von Topobär
Themenstarter5'480 Beiträge · seit 200905. März 2015 · #101
War ein sehr neuer Pajero und somit demnach ohne Leiterrahmen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'674 Beiträge · seit 201206. März 2015 · #102
Wow....

Hallo Topobär,
habe gerade die letzten Tage nachgelesen .... Ich bin hin und weg 😄
Durch deine vorherigen Berichte glaube ich schon zu wissen, dass du ein bisschen das Abenteuer liebst, weshalb ich deine Berichte liebe.
Doch die Wüstentour ist der HAMMER !!!

Die Bilder sind nur traumhaft 😄
Ich liebe Wüsten und ihre Farben 😄 (deswegen fahren wir dieses Jahr ja auch in den Norden 🤩 😄 )

Mein Lieblingsspruch bei solchen Berichten und Bildern: "Das will ich auch". Doch ich glaube, es bleibt bei dem Spruch und ich genieße deinen Bericht.

Freue mich auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
Themenstarter5'480 Beiträge · seit 200909. März 2015 · #103
13.Tag (Do. 01.01.2015)
Namib Desert
49km


In der Nacht hat der Wind dann doch noch nachgelassen. Dafür ist es am morgen sehr nebelig und alles ist klitschnass vom Tau.

Heute gibt es nur ein kleines schnelles Frühstück, denn wir müssen ein Stück am Strand entlang fahren und die Flut kommt. Außerdem ist es nicht weit bis zu unserem nächsten Camp und wir werden dort frühzeitig ein umfangreiches Lunch-Buffet erhalten.

Nur wenige Slipfaces und wir sind aus den Dünen bis hinunter an den Strand gefahren. Im ersten Moment erscheint die Fahrerei hier recht einfach, aber die Strecke ist tückisch. Der Sand ist tief und schwer. Dazu kommen immer wieder kurze Stufen und Abbrüche, die die Brandung in den Sand gefressen hat. Das kann einen schnell aushebeln und einige fahren sich in dem schweren Sand auch fest.

he3ff6ae.jpg

h4ce00ab.jpg


An einer Stelle muss man eine scharfe Kurve fahren, um im richtigen Winkel die darauf folgende Stufe anzufahren. Hier erwischt es Theo. Durch die seitlichen Kräfte drückt es ihm den Reifen von der Felge. Dafür hat er sich so ziemlich die ungünstigste Stelle ausgesucht, die man sich vorstellen kann, denn die Flut drängt heran und sitzt uns im Nacken. Aber alle packen mit an und der Wagen ist schnell wieder flott. Wurde auch höchste Zeit, den die Brandung umspült bereits die Reifen.

hcdc7f0f.jpg

h0794dfb.jpg


Bereits am späten Vormittag erreichen wir unser nächstes Camp in Fisherbrunn und es dauert nicht lange, bis es was zu essen gibt. Fisherbrunn befindet sich in der Mündung des Tsauchab. Von hier sind es Luftlinie nur ca. 40km bis zum Sossusvlei. Das besondere an Fisherbrunn ist, dass es hier in nur 1-2 Metern Tiefe Süßwasser gibt. Das sieht man an dem Pflanzenbewuchs in der Gegend und es gibt auch ein Wasserloch. In Folge dessen lebt hier auch eine größere Population Oryx. Für uns bedeutet der Brunnen von Fisherbrunn in erster Linie Körperpflege.

h6e1d9f3.jpg


Eine besondere Bedeutung hatte Fisherbrunn in der Zeit des Diamantenabbaus, denn hier wurde das für die Minen benötigte Wasser gefördert und mittels einer 80km langen Pipeline zu den Abbaugebieten gepumpt.

Nach dem Essen fahren wir mit einigen anderen zurück an den Strand. Hier treffen wir einen großen Schwarm Seeschwalben.

hf87cf3f.jpg


Leider verschwindet die Sonne recht bald und wir stehen wieder im Nebel. Okkie hat eine Angel mit und ist damit auch sehr erfolgreich, so dass es beim abendlichen Braai ein paar Fische als Vorspeise gibt.

hfc771c6.jpg

h3c56f7b.jpg

h0855904.jpg

Wir sind nicht die einzigen, die hier Fische fangen.

Pearcy zeigt mir, wie man White Mussels fängt, eine weit verbreitete Muschelart, die im Sand der Brandungszone lebt. Dazu trippelt man im Schlick der Brandungszone schnell auf der Stelle, so dass man um Schlick einsinkt. Wenn man dann etwas Hartes unter den Fußsohlen spürt, heißt es schnell zupacken, denn die Muscheln können sich erstaunlich schnell durch den Schlick bewegen. Die Muscheln werden dann sofort geöffnet und der feste Muskel herausgeschnitten. Mit einem Spritzer Tabasco schmeckt das ganz ausgezeichnet. Es hat etwas sehr archaisches. Anscheinend werden in uns schlummernde Urinstinkte befriedigt, wenn man sein Essen selbst fängt und an Ort und Stelle verspeist. Ich fühle mich jedenfalls großartig.

h62564ad.jpg

hd288563.jpg


Irgendwann zieht es uns aber auch wieder in die Sonne und wir fahren mit einigen Autos zum Sandboarden in die Dünen im Hinterland. Besonders für die Kids ist es ein Riesenspaß. Das geht schon damit los, dass sie bei Len auf der Ladefläche seines Pickups mitfahren dürfen.

hc905f6a.jpg


Selbstverständlich nutze auch ich die Gelegenheit zum sandboarden. Ist wie Schlitten fahren und die Bretter sind überraschend schnell. Nur ist es hier nicht kalt und nass, sondern warm und kratzig, denn der Sand ist danach in jedem Kleidungsstück.

hf378382.jpg

ha8e241b.jpg

h96c2eba.jpg


Als die anderen zurück ins Camp fahren, setzen wir uns noch mit Bier und Savanna auf eine Düne und genießen die fantastische Landschaft um uns herum. Für einen Sundowner ist es zwar noch zu früh, aber wir gönnen uns auch ohne diesen Vorwand unser Kaltgetränk.

hc263ed0.jpg


Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch ein paar Worte zu unserer Gruppe verlieren, mit der wir großes Glück hatten. Alles sehr angenehme Menschen. Jeder hat jedem geholfen und alle haben mit angepackt, wenn es etwas zu tun gab. Dabei war die Truppe bunt gemischt. Angefangen von einem 4-jährigen Mädchen, die jedes Mal wieder mit großen Augen in diesem riesigen Sandkasten stand und ihr Glück nicht fassen konnte, sich hier nach Herzenslust auszutoben, bis hin zum 75-jährigen Großvater, der mit Sohn und Enkel eine 3-Generationen-Männertour machte. Der Alkoholkonsum bewegte sich voll im Rahmen. Wir waren sicher keine Abstinenzler, aber es hat auch niemand so viel getrunken, dass er aus der Rolle viel. Dazu viele interessante Gespräche am Lagerfeuer, bei denen wir viel über den Alltag in Südafrika erfuhren und viel über den Alltag in Deutschland berichten mussten. Aufgrund unseres Exoten-Bonusses waren wir immer sehr gefragte Gesprächspartner.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 09. März 2015
Themenstarter5'480 Beiträge · seit 200910. März 2015 · #104
14.Tag (Fr. 02.01.2015)
Namib Desert
158km


Wir folgen weiterhin dem Strand und erreichen als erste Sehenswürdigkeit des Tages Meob Bay. Auf der vorgelagerten Hollamsbird Island befand sich früher eine Walfangstation und von diesem traurigen Kapitel zeugen die zahlreichen Walknochen, die als Abfall ins Meer gekippt wurden und hier am Strand angeschwemmt wurden, so dass wir für einige Kilometer durch einen gigantischen Walfriedhof fahren. Die größten Knochen eines Walskeletts sind erstaunlicherweise die Kieferknochen.

hffac119.jpg

hc56a754.jpg


Danach fahren wir durch eine riesige mit Muschelschalen bedeckte Ebene.

h423888f.jpg


Meob Bay war auch für den Diamantenabbau von großer Bedeutung, Die einzige Versorgungsmöglichkeit der Diamantenfelder bestand damals über das Meer. Es gab noch keine Fahrzeuge, die die Dünen durchqueren konnten. Da es weder einen geschützten Hafen, noch eine Jetty gab, mussten alle Waren von den auf Reede liegenden Frachtschiffen auf Landungsboote umgeladen und an Land gerudert werden. Aufgrund der meist sehr starken Brandung ein gefährlicher Job und es gingen dabei immer wieder Boote verloren. Die Überreste einiger Landungsboote kann man noch immer am Strand sehen.

hc6803f9.jpg


Für uns heißt es in Meob Bay auch, den Reifendruck auf 1,5bar zu erhöhen, denn das Diamantengebiet besteht nicht aus Dünen sondern aus weiten Schotterebenen, durchsetzt mit felsigen Passagen.

h3856dd8.jpg


Die Diamantenfelder sind die mit Abstand trostlosesten Gegenden der Namib. Weiße gleißende Flächen, auf denen einem die Sonne das Hirn aus dem Schädel brennt. Ohne die Verheißung auf Reichtum hätte sich mit Sicherheit keine Menschenseele je in diese Gegend verirrt, aber wenn es um Geld geht, ist der Mensch ja zu vielem bereit. Dabei konnte man hier noch nicht einmal mit großen Diamanten rechnen. So weit von der Mündung des Oranje entfernt gab es nur noch sehr kleine Exemplare. Der Vorteil lag einzig darin, dass man hier nie tiefer als einen Meter buddeln musste, da sich die Diamanten in der obersten Sedimentschicht befanden.

h4bc3a71.jpg

hd707a7a.jpg


Im Diamantengebiet gab es mit Grillenberger, Hosatia und Charlottenfelder drei Orte. Nach Ausbeutung der Gebiete wurde hier alles zurück gelassen und so kommt man sich heute vor, wie in einem großen Freilichtmuseum. Alles war damals sehr einfach gehalten. Die Diamantenschürfer von Kolmannskuppe lebten dagegen in purem Luxus. Auf dem Weg zu den drei Orten sieht man auch immer wieder die Pipeline, die das Wasser aus Fisherbrunn hierher leitete.

h815b692.jpg

hbde33fe.jpg

h6a6999e.jpg

hc9e7cfd.jpg

h11ca9ab.jpg

h7eb53ad.jpg

h4f741f5.jpg


Bevor es zurück in die Dünen geht, wird wieder Luft aus den Reifen gelassen und dann folgen zunächst weite sanfte Dünen, durch die man genussvoll carven kann, bis zum Strand, den wir beim Wrack der Eduard Bohlen erreichen. Leider sind wir hier auch wieder im dichten Nebel.

Die Eduard Bohlen war eines der Schiffe, die für die Versorgung der Diamantenfelder zuständig waren und teilt sich Ihr Schicksal mit zahlreichen anderen Wracks, die hier an der Küste liegen. Allein heute kommen wir an 3 Wracks vorbei und der Kapitän der Eduard Bohlen hat es während seiner Laufbahn als Schiffsführer auf insgesamt 4 Schiffe gebracht, die an Namibias Küste gestrandet sind.

hab9cc9d.jpg

h1729d25.jpg

h29a3527.jpg

ha407d81.jpg


Wie sehr hier die Natur die Küste permanent modelliert erkennt man daran, dass das Wrack der Eduard Bohlen heute fast einen Kilometer vom Wasser entfernt in den Dünen liegt.

Bald darauf haben wir Conception Bay erreicht und fahren über Kilometer an Seelöwen vorbei. Da fragt man sich schon, ob Cape Cross tatsächlich die größte Robbenkolonie Namibias ist, oder nur die größte touristisch vermarktbare Kolonie. Insgesamt leben an der Küste der Namib auf jeden Fall deutlich mehr Seelöwen als bei Cape Cross.

h43cca66.jpg


Wo viele Seelöwen sind, finden sich naturgemäß auch viele Seelöwen-Kadaver und so ist die Küste der Namib ein wahres Schlaraffenland für Aasfresser. Von braunen Hyänen haben wir zwar nur Spuren und einen Schädel gesehen, dafür sind Schakale unsere ständigen Begleiter.

he567ae9.jpg

hd8e0702.jpg

h347d7bf.jpg


Die lange Wand soll ja mit Ihren hohen direkt ins Wasser abfallenden Dünen sehr beeindruckend sein. Wir sehen davon leider überhaupt nichts, denn es herrscht dichtester Nebel, als wir diese Passage fahren und die Sandhänge verschwinden nur wenige Meter über uns im trüben Grau.

Nach der langen Wand fahren wir nur noch ein kurzes Stück aus dem Nebel in die Dünen und machen dort dann unser letztes Camp in der Wüste. Leider folgt uns der Nebel und kaum ist das Camp errichtet, ist auch der Himmel wieder bedeckt.

hea3b63c.jpg
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 10. März 2015
8'702 Beiträge · seit 201010. März 2015 · #105
Hallo Topobär,

ich bin völlig fasziniert von diesem letzten Kapitel (von den anderen natürlich auch - aber das hier ist echt der Knüller)!!!
2011 bin ich bei einem Rundflug über die Eduard Bohlen geflogen und auch die verlassenenen Diamantenlager und die riesige Wüste drumrum habe ich von oben gesehen - und wäre nie auf die Idee gekommen, dass man dort mit dem Auto hinkommt 🤩 .

Deine Fotos sind einmalig - danke dafür!

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 10. März 2015
Themenstarter5'480 Beiträge · seit 200911. März 2015 · #106
Liebe Leute,

ich freue mich sehr über die vielen Leser, Danke-Button-Drücker und Kommentatoren. Das motiviert und deshalb gibt es jetzt gleich die nächste Etappe.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter5'480 Beiträge · seit 200911. März 2015 · #107
Sorry. Doppelpost.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 11. März 2015
Themenstarter5'480 Beiträge · seit 200911. März 2015 · #108
15. Tag (Sa. 03.01.2015)
Namib Desert
130km


Endlich mal ein Morgen ohne Nebel. Das hieß Frühstück in der Sonne. Wie schön. Trotzdem ist alles nass vom Tau und der Sand klebt dem entsprechend überall fest.

h982e32a.jpg


Wer heute mit einem lockeren Austrudeln in Richtung Walvis Bay gerechnet hatte, wurde schnell eines besseren belehrt. Es ging noch einmal voll zur Sache und die Dünen boten nochmals alles auf, um uns das Leben schwer zu machen.

hdd0f1d1.jpg


Schon bald nach Beginn kommen die ersten riesigen Dünentrichter, die es zu durchqueren gilt. Len legt eine Spur, um zu prüfen, dass es keine Absätze oder ähnliches gibt. Danach werden wir über Funk durch die Passagen gepeitscht. Noch bevor es runter in den Trichter geht, kommt über Funk: „Gas, Gas, Gas“. Also Kickdown. Dort, wo es abwärts geht, hat man das Gefühl abzuheben und dann rast man dem Grund des Trichters entgegen, so dass man das Gefühl hat, sich gleich ungespitzt in den Sand zu bohren. An Boden des Trichters hat man 130-140km/h drauf und die Kompression drückt uns mächtig in die Sitze - das Auto in die Stoßdämpfer und Federn. Gleich darauf sieht man nur noch das Blau des Himmels vor sich, denn jetzt geht es steil bergauf und der Motor hat ordentlich zu kämpfen. An diesem Punkt wird jedem klar, weshalb man zum Schwung holen mit Vollgas in die Tiefe rasen muss. In solch einem Kessel hängen zu bleiben erfordert zumeist eine sehr aufwendige Bergungsaktion. Was für ein Adrenalin-Kick.

ha57ca45.jpg

hcb89267.jpg


Richard fährt sich zweimal auf einer Dünenkante fest und da ich direkt hinter ihm bin ist es an mir sein Schlachtschiff da runter zu ziehen. Der Prado ist rund eine Tonne schwerer als der Fortuner. Beim ersten Mal ist das noch einfach, aber beim zweiten Mal ist sein Schwerpunkt schon jenseits der Dünenkante. Das geht nur mit einem Kinetikseil, denn hier muss man ganz anders agieren, als man es normalerweise vom Abschleppen gewohnt ist. Nicht langsam anfahren, sondern sofort Vollgas. Das gibt einen ordentlichen Ruck, aber nach dem dritten Anlauf ist der Prado ist wieder frei.

h5c83c91.jpg

hc18618d.jpg


Dann kommt Sandwich Harbour in Sicht. Unglaublich wie viele Blautöne das Meer hier hat. Es sind mehrere Paragleiter in der Luft. Wir sind nicht mehr weit von der Zivilisation entfernt

h6e6919e.jpg

h3c5b3b3.jpg


Es ist heute sehr schwierig die Spur zu erkennen, die Len in den Sand gelegt hat. Zum einen weht ein kräftiger Wind, der die Spuren schnell wieder verwischt und zum andern lässt die steil über uns stehende Sonne nur wenige Konturen erkennen.

hc12ff98.jpg

hc35c3fc.jpg


Die schlechte Sicht wird fast noch Theo zum Verhängnis. Er übersieht eine Kurve und den sich dahinter befindlichen Abhang, den er dadurch seitlich hinunter rutscht und dabei fast umkippt. Wir können den Wagen gerade noch sichern und dann vorsichtig mit einer Winde wieder gerade ziehen.

hcfd5a95.jpg

hb540aed.jpg


Den Abschluss unserer Tour bildet dann ein gemeinsamer Lunch im Yacht Club von Walvis Bay. Leckerer Fisch, allerdings ist die Küche durch unser spätes Erscheinen und die vielen Personen leicht überfordert, was zu langen Wartezeiten führt, so dass wir erst um 16:00Uhr etwas zu Essen bekommen. Die Wartezeit nutzen wir, um unsere Dolphin Tour für den morgigen Tag zu buchen.

Danach heißt es Abschied nehmen, von den lieb gewonnenen Mitreisenden. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und für uns steht bereits jetzt fest, dass wir die Tour auf jeden Fall noch einmal fahren werden.

Wir stocken noch unsere Vorräte im Spar auf und dann geht es nach Swakopmund, wo wir wie bei unserer letzten Reise wieder in Sophia Dale übernachten. Da wir die einzigen Gäste sind und uns nicht vorher angemeldet hatten, hat das Restaurant leider geschlossen. Schade, da hatten wir uns so drauf gefreut. Aber wir können selbstverständlich Grillfleisch einkaufen, denn das ist für uns einer der Hauptgründe in Sophia Dale zu übernachten.

he8988fb.jpg
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 11. März 2015
4'382 Beiträge · seit 201511. März 2015 · #109
Hallo Topobär,

einfach Wahnsinn!
mir fehlen die Worte.
Toi Toi Toi weiterhin

Ich traue mir einiges zu auf unterschiedlichen Pads zu driven, aber diese Dünentour von Euch bringt mich schon mental an die Grenze. 😄

Gruß
CuF
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 13. März 2015
1'667 Beiträge · seit 201111. März 2015 · #110
Hallo Topobär,

das ist wirklich fantastisch und so tolle Fotos. Muss auf unsere Planung eigentlich auch noch drauf.
Ich muss aber jetzt mal eine Frage stellen, die mich schon die ganze Zeit beschäftigt: Erlaubt Bushlore solche Strecken oder seid ihr gänzlich ohne Versicherung unterwegs gewesen ?

Wir wollen dieses Jahr zwei 4x4 Tracks fahren mit einem Britzauto, die erlauben das Fahren auf solchen Strecken nicht.....

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
1'674 Beiträge · seit 201211. März 2015 · #111
Hallo Topobär,

Wie Bele schon geschrieben hast - auch ich bin total fasziniert 😄

Und dann erst die Bilder dazu 😄 ein Traum für Wüstenliebhaber.
Hinzu kommt dein fotografisches Auge. Einfach ... faszinierend 😄

Ich freue mich auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
2'262 Beiträge · seit 201112. März 2015 · #112
Hallo Topobär,

dein Bericht ist der Wahnsinn - ich bin total geflasht 😄 🤪 😮
Und die Fotos dazu - schlichtweg der Knaller.
Man hat richtig das Gefühl dabei gewesen zu sein bei diesem spannendem Abenteuer in den ältesten Sandkasten der Welt.
Ich freue mich riesig auf die weitere Reise.

Liebe Grüsse
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
Themenstarter5'480 Beiträge · seit 200912. März 2015 · #113
Montango schrieb:Erlaubt Bushlore solche Strecken oder seid ihr gänzlich ohne Versicherung unterwegs gewesen ?
Diese Frage kann ich mit einem eindeutigen "sowohl, als auch" beantworten. 😎
Das sind halt zwei völlig voneinander unabhängige Punkte. Selbstverständlich hatten wir keinen Versicherungsschutz über eine Kasko-Versicherung, denn das Fahren in Dünen ist bei allen Versicherungen grundsätzlich ausgeschlossen. Hätten wir den Wagen auf den Kopf gestellt, wäre das somit voll zu unseren Lasten gegangen. Gleichzeitig hatten wir als langjährige Kunden von Bushlore (die deren Autos immer in gutem Zustand zurück gebracht haben) die Genehmigung erhalten, an der Tour teilzunehmen. Das bedeutet, dass Betriebsschäden auf der Tour, wie z.B. ein explodierter Kühler, nicht zu unseren Lasten gehen. Ohne Zustimmung des Vermieters würde ich die Tour nicht machen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 12. März 2015
1'667 Beiträge · seit 201112. März 2015 · #114
Danke für die Info Topobär,

das ist ein fairer Deal von Bushlore. Wir mieten auch fast ausschließlich dort.

Jetzt freue ich mich schon auf die weitere Reise mit Euch und weitere tolle Eindrücke und Fotos.

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
Themenstarter5'480 Beiträge · seit 200913. März 2015 · #116
16. Tag (So. 04.01.2015)
Swakopmund – Windhoek
320km


Heute hieß es früh aufstehen und auf keinen Fall verschlafen, denn bereits um 8:30Uhr war Treffpunkt in Walvis Bay zu unserer Dolphin Tour mit Mola Mola. Wir wurden der Kalina von Kapitän Nick zugeteilt. Ein kleines Boot und es waren incl. uns auch nur 10 Passagiere an Bord. Von Anfang an werden wir von Pelikanen und Möwen begleitet, die die ganze Zeit darauf hoffen, dass etwas für sie abfällt.

he8282c7.jpg

h25e4df4.jpg


Wir erhielten viele Information über den Hafen und das lokale Ökosystem. Es war nicht eine Minute langweilig, denn Nick war ein klasse Erzähler.

Natürlich sahen wir auch Delphine, aber bei denen versuchte ich erst gar nicht, ein Foto zu machen. Das ist mir auch in der Vergangenheit nie gelungen und so widme ich mich lieber dem Live-Erlebnis.

Die meiste Zeit sind wir aber von Seelöwen umgeben. Zu Kathrins großem Bedauern kommt aber nicht ein einziger an Board. Laut Kapitän Nick sind es in erster Linie Bullen, die sich auf die Boote wagen und die haben in der derzeitigen Paarungszeit halt andere Interessen.
😊
Da müssen wir wohl noch einmal wiederkommen und dann auf unser Glück hoffen.

h7e921bf.jpg


Während der Tour floss der Alkohol in strömen. Zur Begrüßung wurden wir gleich mit einem Bier willkommen geheißen. Am Umkehrpunkt wurde mit einem leckeren Sherry angestoßen und zum Buffet gab es dann reichlich Sekt. Zwischendurch gab es natürlich auch alkoholfreie Getränke. Das Buffet war sehr gut und die namibischen Austern sind für meinen Geschmack wesentlich leckerer als ihre hoch gelobten französischen Verwandten; das Fleisch bei den namibischen Austern ist wesentlich fester und hat einen intensiveren Geschmack. Daneben gibt es noch allerlei weitere Köstlichkeiten. Es war die richtige Entscheidung, heute auf ein Frühstück verzichtet zu haben.

Da keine Seelöwen an Bord waren, ist noch reichlich Futterfisch übrig, der auf der Rückfahrt an die Möwen und Pelikane verfüttert wird.

hb431509_2015-03-13.jpg

hfa8e114_2015-03-13.jpg


Blöderweise verschafft sich eine Möwe direkt über mir Erleichterung und meine heute Morgen erstmals angezogene frische Hose sieht ziemlich Scheiße aus. Elendes Mistviech! Ich hatte es sogar kommen sehen, auf dem engen Raum an Bord aber keine Möglichkeit auszuweichen.
😠

Für die Fahrt nach Windhoek haben wir uns für die Nebenstrecke via D1982 und D1412 entschieden. Das war auf jeden Fall eine gute Wahl. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und es ist uns kaum eine Menschenseele begegnet. Zum Teil ist die Strecke allerdings sehr ruppig, so dass man mit einem Geländewagen hier sicherlich entspannter unterwegs ist. Auf der D1412 hat es dann zahlreiche Weidegatter. Kathrin musste mindestens ein Dutzend Mal aus dem Wagen springen, um für freie Bahn zu sorgen.

h558ffb1.jpg


Hier im Landesinneren ist es auch wieder deutlich wärmer. Die Temperaturen steigen auf 37°C. Die Vegetation ist hier im Khomas Hochland sehr vertrocknet. Anscheinend lässt die Regenzeit noch auf sich warten.

Zur Übernachtung steuern wir die Campsite des Daan Viljoen Gameparks an. Unserer Meinung nach die mit Abstand beste Campsite im Großraum Windhoek. Die Sanitäranlagen sind noch immer in Topzustand und im Restaurant haben wir wieder lecker zu Abend gegessen.

Morgen werden wir unseren treuen Fortuner gegen einen für die weitere Reise besser geeigneten Wagen eintauschen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 13. März 2015
1'296 Beiträge · seit 200713. März 2015 · #117
Hallo Topobär,

was soll man da noch sagen. Wirklich ein toller Bericht der Lust darauf macht auch mal über die Dünen zu "sausen" 😗
Wir werden uns aber wahrscheinlich doch eher auf kleinere Dünen beschränken 😉

Tolle Fotos und sehr eindrücklich geschrieben Wir sind auf den weiteren Verlauf der Reise gespannt.

Gruß

Panther
Unsere Afrika-Reiseberichte im Forum || Neuseeland 2026Vietnam 2025 | Japan 2019 Costa Rica 2018|
Themenstarter5'480 Beiträge · seit 200917. März 2015 · #118
17.Tag (Mo. 05.01.2015)
Windhoek – Ghanzi
566km


Als wir das letzte Mal im Daan Viljoen Gamepark übernachtet haben, hatte es Nachtfrost. Diesmal können wir bei angenehmen sommerlichen Temperaturen frühstücken. Vor den neugierigen Straußen sind wir glücklicherweise durch eine Mauer geschützt. So müssen wir unser Essen nicht verteidigen, denn auch die Paviane tauchen erst auf, als wir schon fertig sind und beklauen dann lieber unsere Campnachbarn.

h8f1ec32.jpg

h8293382.jpg


Bushlore ist schnell erreicht, denn das Unternehmen ist auf einen neuen Standort umgezogen. Der Firmensitz befindet sich jetzt auf einem deutlich größeren Areal im südlichen Industriegebiet, ganz in der Nähe der B1. Super zu erreichen.

Unser Gefährt für den zweiten Teil der Reise ist ein Toyota Landcruiser Bushcamper. Wir haben uns für den Fahrzeugwechsel entschieden, weil ich für den zweiten Teil der Reise ganz andere Prioritäten setze, als für die Namib-Durchquerung. Ich rechne in Botswana und Zimbabwe mit Regen und Schlamm. Deshalb waren mir eine Winde, eine Marquise und ein festes Dach über dem Kopf wichtig. Dazu natürlich beste Geländeeigenschaften. Das alles vereint unser neuer Wagen.

Der Landcruiser ist mit 57.000km gerade einmal eingefahren. Der Camperaufbau macht sogar einen nagelneuen Eindruck. Aufgrund der vielen Features, die der Bushcamper bietet, dauert die Fahrzeugübergabe 2h.

Danach ist erst einmal Großeinkauf im Superspar in der Merua Mall angesagt. Für mich der beste Supermarkt in Afrika, denn hier bekommt man auch die kleinen Leckereien, die man als Deutscher häufig in Afrika vermisst. Zum Beispiel dunkles Brot. Wir müssen für die nächste Woche komplett autark sein und der Alkohol muss sogar für 12 Tage reichen, da wir in Maun an einem Sonntag einkaufen werden. Insgesamt sind 3 volle Einkaufswagen im Bushcamper zu verstauen, was aber aufgrund der reichlich vorhandenen Stauräume so gut geht, wie bislang bei keinem anderen Mietwagen, den wir je in Afrika hatten.

Um 13:00Uhr kommen wir aus Windhoek los. Beim Fahren zeigt sich gleich, dass der Landcruiser das komplette Gegenteil zum Fortuner ist. Da der Bushcamper auf der Station-Variante basiert, ist der Wagen riesig, dazu mit Schaltgetriebe und sehr schwach motorisiert. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig Leistung man aus 4,2l Hubraum herausholen kann. Da ich noch im Hellen in Ghanzi ankommen will, gebe ich ordentlich Gas, denn die Straße lässt ein zügiges Fahren durchaus zu. Allerdings steigt die Kühlertemperatur jenseits der 130km/h deutlich an, so dass die Maximalgeschwindigkeit für den Rest der Reise somit feststeht.

Auf der Tankstelle in Gobabis treffen wir mehrere unserer Mitfahrer der Wüstentour, die sich auf der Rückreise nach Johannesburg befinden und jetzt erst einmal unser neues Auto in Augenschein nehmen.

Je weiter wir nach Osten kommen, umso grüner wird die Landschaft. Hier scheint es schon den einen oder anderen Regenschauer gegeben zu haben.

Die Grenze nach Botswana ist schnell passiert. Leider übersehen wir bei der Roadtax, dass es für Mehrfach-Einreisen einen vergünstigten Tarif gibt.

In Botswana haben wir dann die üblichen Probleme mit dem Nutzvieh auf der Straße. Einige Male muss ich eine Vollbremsung einlegen. Hat aber auch den Vorteil, dass man auf der ansonsten sehr monotonen Strecke nicht einschläft.

Pünktlich zum Sonnenuntergang kommen wir in der Tautona Lodge an. Es war ein anstrengender Fahr- und Orga-Tag, aber lieber mal einen Tag Vollgas, als zwei Reisetage dafür zu verschwenden.

Nach solch einem Ritt habe ich verständlicherweise keine Lust noch zu kochen und wir haben das Restaurant auch noch als sehr gut in Erinnerung. Das diese nicht getrogen hat, zeigt mir das erstklassige Rinderfilet, welches ich serviert bekomme. So perfektes Fleisch ist selbst im südlichen Afrika etwas Besonderes.

Als wir dann auf der Campsite zum Tagebuchschreiben und den einen oder anderen Absacker draußen sitzen, werden wir von zahlreichen Nachtfaltern umschwirrt. Die sind zwar recht hübsch, mit ihren orange glühenden Augen, nerven auf Dauer aber schon, wenn sie ständig im Drink notlanden. So verziehen wir uns doch früher als geplant. Gute Nacht.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 17. März 2015
211 Beiträge · seit 201117. März 2015 · #119
Hi mich würde mal interessieren, ob die Tour durchs Sperrgebiet von Bushlore genehmigt war.

Das Herausziehen einbes anderen Wagens an der Anhängerkupplung wird in SA als absolutes NOGO angesehen. Was haben die Herren der Tourleitung dazu gesagt?